Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1484 (31.3.1923)
- Date
- 1923-03-31
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien, Samstag . ersucht. Im Schoße des BanLeuverbandes fanden über diesen Gegenstand rege Beratungen statt. Die Banken erklärten, «mit Rücksicht aus ihren großen Spefenetat zu hohen Bankzinsen gezwungen zu sein. Es wurde die Vereinfachung des Bar.Ege-!schäftes in Erwägung gezogen, nur aus diese Art die Spesen zu mindern. Nun gedenkt auch die Regierung in dieser Hinsicht emzugreifen. Am 5. April soll eine Enquete abgchalten werden, bei welcher Vertreter der einzeliwn Interesstntengruppen ihre Meinung über die Möglichkeit der Herabsetzung änßerr.« sollen. Es fei daran erinnert, daß auch schon in der letzten Sitzung des Generalrates der Oesterreichischen Nationalbank 'der Präsident Reisch in diesem Süme eine Erklärung abgegeben und diese Konferenz in Aussicht gestellt hat. Es verlautet, daß doch in absehbarer Zeit cir.e gewisse Venninderurig des Zinsfußes Platz greifen wird. Benachteiligung der Luxuswaren in den Uebergangsbestimmungeu zur Umsatzsteuer. Das Gremium der Wiener Kauftnannschcrft t-eil-t mit: Die gestern erschienene Abär.demngsderordnung zur Waremrmsatzfteuer verfügt, einem Wunsche der Interessenten entsprechend und nach der auf Antrag des Natronalrates Partik beschlossenen Resolution des Natioualrates, daß maßgebend für die Besteuerung aller Waren, welche der allgemeinen eirprozentigeil Warenumfatzsteuer unterliegen, nicht der Zeitpunkt der Zahlung, sondern der Zeitpunkt der Lieferung der Ware Maßgebend ist. Demnach sind Waren, welche vor dem 1. April 1923 geliefert worden sind .auch dann umsatzsteuerfrei, wenn die Zahlung erst nach dem 1. April erfolgt. Hingegen sind Waren, die nach dein 1. April geliefert werden unter allen Umständen umsatzsttuerpflichLig, auch werm etwa vor dem 1. April Vorauszahlung geleistet wurde. Dieser allem richtige Grundsatz ist allerdings in der Verordnung m einom entscheidenden Punkte bedauerücherlveise durchbrochen. Waren nämlich, welche der erhöhten Warenumisatzsteuer <12prozontigen Luxussteuer) ur-terliegeu, sind bezüglich dieser 12 Prozent umsatzsteuer-pflichtig, auch wenn die Lieferung der Ware vor dem 1. April stattgesunden hat und die Zahlung erst nachher stattsindet. Für den Handelsverkehr müssen sich vor allem bezüglich aller jener Waren Schwierigsten ergeben, bei welchen die Luxusabgabe nicht beim Verkauf an den Konsumenten, sondern in einer früherer Umsatzstufe, vor allem beim Erzeuger oder Importeur, eingchoben wird. In diesen Fällen kann essehr leicht Vorkommen, daß ein Kaufmann für Waren, welche er an Konsirmenten bereits verkauft hat und für die «r den Kaufpreis an seinen Lieferanten erst nach dem 1. Zchvil entrichtet, die 12prozentige Luxussteuer zahlen muß, vhne in der Lage zu sein, sie fettem Kunden in Rechnung zu ßwllen, da er ihn ja vielfach gar nicht kennt. In Wien wird in diesen Fällen die Verfügung besonderes drückend dadurch, daß sowohl die Luxussteuer an die Gemeinde Wien tvie lau den StÄai, also im doppelten Umfange, zu ent- «ichten sein wird. Das Gemnun der Wiener Kaufmannschaft hat bereits gestern unmittelbar nach dem Erscheinen dieser Verordnung beim Finanzministerium die nachdücklichsteu Darstellungen erhoben, daraus verwiesen, daß diese Verfügung offenkundig sowohl dem vom Nationalrat beschlossenen Resolutümsantrage widerspricht und auch den Tendenzen des gnzen Gesetzes Kuwiderläust. Wenigstens bei Luxuswaren, _ Wiener Morgenzeitung. _ deren Li^usfteuer m einer früheren Unffatzstufe (heim Erzeuger oder beim Importsin) zu entrichten ist, muß, tvevn nicht die.größte Verwirrung, und Unrichtigkeit ettureten soll, die gleiche Behandlung erfolgen,' wie bei jenen Waren, die der allgenreinen Urnisatzsteuer unterliegen. Anch müssen Vorkchrnngen getroffen werden, daß nicht' eure Doppelzählung der Luxussteuer in Wien sowohl an die Geiueindc Wien wie an den Staat stattfindet. Eine Protestkundgebung der Handelsvertreter und Kommissionäre gegen die Warenumsatzsteuer. Unter uvassenhafter Beteiligung nahm gestern die protokollierte m.d nicht protokollierte Hcnrdelsvertreterschaft und die Kvnmtistionäve gegen die Einbeziehung des Provisionsentgeltes in die Wärenumsatzsteuer Stellung. Der Vovsitzmde, Herr Börserat Schapira, betonte, daß das Postulat des Wunsches der Vertvetevschast darin gipfelte, daß diese zu einer Leistung der Waren-umfatzsteuer nicht he ran gezogen werde. Mit dieser Forderung halbe man ar>sangs überall Verständnis goftrirden, im Parlameitt erklärte nmn sogar, daß jede Gegenmaßnahme seitens der Ageutenschaft überflüssig sei, zuural uiermnd daran denke» die Bertreterschast irr diese Steuer euHubeziehen. Auch im .Handel sministeviunl kanr nran der Forderung mit denr gleichen Verständnis entgegen. Das Finanzministerinm entschied aber, die Agerien und die Kommissionäre in diese Stirer einznbeziohen, das heißt aib 1. April sei ein Prozent von der Provision als Steuer zu entrichten. Redner meinte, daß das Erfassen aller erwerbenden Stände für diese Steuer vielleicht «daraus zurückzuführen sei, daß die Warermmsatzsteuer mit der Zeit überhaupt das Rückgrat für das ganze österreichische Steuerwescn bilden werde. Das Referat erstattete Dr. Friedrich Glase r. In der Debatte gab der Vorsteher des Gremiums der n'lchtprotokollierten Handelsagenten, Kammerrat Lampl, einige bonierkenswertc Aufklärungen. Finanzrat Dr. Bloch findet darin civ,* Unrecht, daß beispielsweise die Tätigkeit des Exporteurs von der Warenumsatzsteuer frei sei, während der Exportagent von seinem Verdienste eine Sr euer zahlen inüsse. Statt, daß mau au dem Ausbau des Exportes arbeite und jede daraufhin abzieleude Tätigkeit fördere, besteuere man eine solche in Oesterreich. Nachdem noch die Gremialräte Emil Adler.und Netrel und die Herren Vogt und A. M. Ehrlich in scharfen Worten gegen die Warenumfatzsteuer, soweit sie die Ager.-tenschaft betreffe, Stellung genommen hatten, gelaugte nachstehende Resolution zur einstimmigen Annahme. Die versammelten Agenten und Kommissionäre unter Beteiligung der beiden Gremien der protokollierten und uichtprotokollierten Vertreter und aller auch im Zentralverband der Handelsagenten und Konlmissiouäre Oesterreichs vereinigten Organ isationeu haben nach eingehender Besprechung gegen die nun der Regierung beabsichtigte Einbeziehung der Leistung der Agenten in die Warenumfatzsteuer entschieden Protest erhoben. Die Vertreterschaft lehnt schon aus dem Rechtsempfinden heraus die Emhebung einer Umsatzsteuer vom Provifionsentgelt ab, da eine Ueberwälzung dieser Abgabe, ausgeschlossen ist und demnach eine doppelte Besteuerung für diese Erwerbsgruppe darstellen würde. In dem Grundpreisen, von welchen die Phasen der Umsatzsteuer und die Pauschalsätze berechnet werden, ist die Leistung des Geschäftsvermittlers 81. Marz 1923_9fr. 138* ohnedies eingerechnet, Da zudem die lückenlose Erfaffung dev Umsatzsteuer von der Leistung der Vertreterschaft schiver inöglich sein.wird, ohne eine um.'vieles höheve". Staatsb.rlastNng für die erforderliche Durchführung zu verursachen, so würde, die bei solchen Verhältnissen oft zu-Tage getvötene Erscheinung sich'wiederholen, daß aus "'Kosten der' reellen' Gliedes die unreellen Elemente Vorteile ziehen würden, ivas wiederum' aus die allgenreine Steuermoral rachtailig einwirken müßte., Vermeidung von Doppelbesteuerungen in Oesterreich und Ungarn. Da das zwischenstaatliche Steuerrecht zwischen Oesterreich und Ungarn derzeit vollkommen ungeordnet ist,' wird das Steuerhoheitsrecht auf zahlreiche Personen und Steuerquellen von beiden Seiten ansgeübt. Hierdurch werden nicht nur den Betroffenen oft mtgebührliche Lasten auserlegt,j sondern mangels sicherer Grundlage auf manchen Gebieten auch, die Staatsfinanzen geschädigt. Im Bestreben, die Verhältnisse auf diesanr Gebiete zu ordnen, hat die österreichische Regierung bereits mit der Tscheche-Slowakei und deni Deutschen Reiche Staatsverträge betreffend die Vermeidung von Doppelbesteuerung abgeschlossen. Mit Ungarn sind diesbezüglich noch keine Verhandlnrgen eriigelettet worden. Die Austro-uugarische Handelskanlmer hat nun in dieser Frage unter Einbeziehung der in Betracht kommenden wirtschaftlichen Körperschaften und Fachleute für Steuerwesen eine Enquete veranstaltet, bei der Rechtskonsulent Dr. Walter Löwenfeld das Referat erstattete. Auf Grund des Ergebnisses derselben hat die Kammer an die österreichische und die ungarische Regierung parallele Eingaben gerichtet, in welchen der Abschluß eines Vertrages zur Vermeidung der Doppelbesteuerung angeregt und cm*, sprechende eingehende Vorschläge zur Lösung der Frage vo^-- legt wurden. Vom Wiener Finanzmarkt. Die Stimmung in Finanz» kreisen war ruhig, die Verkehrstenderg freundlich, wenngleich nicht so lebhaft wie gestern. Die Taxationen der 'leitenden Kulisscwerte bewegten sich ungefähr auf 'dem gestrigen Stande Holzausfuhrverbot in Polen. Um die Devastierung der Forst und Waldungen in Polen zu verhüten, wat die polnische Regierung, lvie die Warfchauer Blätter berichten, ein allgemeines H o l z a u s f n h r v e r b o t erlassen. Beim Export von Weich. Holz wird eine Gebühr im Ausmaße von vierzig Prozent des Arrsfuhrgowinnes eingehoben werden. Aew-Norü, 29. März. Bauuuvollzufuhren in den. atlant.. und Golfhäfeu 12.000, im Innen: 1000, Ausfuhr nach Großbritannien —, nach dem Kontinent 1000. Lokalmarkt wäRinr: 28.85 (gestern 29.23). Tenden^ unregelmäßig. Termine : April 29.50, Mai 28.65, Juni 28.2" Juli 27.80, August 26.80, September .25.70, Oktober 25.24« November 25.—, Dezember 24.75, Jänner 24.49, Februar — März —. _ Die Devisenkurse. Beinrad. 30. März. (Devisenkurse.) London 463.2k bis 463.75, Paris 660 bis —.—, Neiv-York 99.— bis 99.5g Genf 1847 bis 1848'/,, Saloniki 108 - bis Mailani 495 bis "496, Prag 295.- bis 296.-, Berlin 0.4685 bü 0.4690, Wien 0.14 bis 0.1410, Bukarest 47.50 bis 47.75, Sofic 74.- bis 75.-, Budapest 2.20 bis 2.30, Brüssel 58k bis 600, Amsterdam 3925 bis —, Warschau —- bis —. „Eine <zroße Verän'dertmg." „Seit Ihr zuerst meinen schönen Kiosk besucht ei. Eff reizendes Spie>l>werk. O, bitte, schont ihn!" „Er ist mir 'heilig, so wie Ihr selbst." „.Ihr seid ein höflicher Eroberer." „Ich bin kein Eroberer, schöne Schiven-e, sondern e‘t\ demütigender Sklave, als da ich das erstemal in Eurer Gegenwart mich neigte." „Und ein Pfand mit hinwegnahmt, das Ihr nicht vergaßet. Hier ist Ener Roferckranz!" „Gebt mir ihn ilvioder. Er war mein Trost tu mancher (Äefahr, reizende Schirvne. Am Abend vor der Schlachß ruhte er <tuf -meinen! Herzen." '] Sie hielt ihn: .den Rosenkranz «hin und wendete da» .Hanpt tvog. Ihre Hand blieb in der seinen. Er drückt« sie an seine Lipperl. Mit dmr rechten Arsn hielt er sie festt den linken schlang er nur ihre Hüfte, als er vor ihr ans ei« Knie niedersank. j schön, o mehr als schön, denn in dir fft ureiü Traum zur Wirtlichkeit geworden," rief der fugendlichs Beherrscher Israels. „Laß mich rneme Bewnnderung aus-! strömen. Ich biete dir kein Königreich an, keine Schätze! nichts Von dem, ioas nnr die schrankenloseste Phantast« sich erdenken kann <— alles das kannst du erhalte::, doch dr> ibesaßest es ja schon; aber weuar die glüheuidfte Hingebung eines Geistes, der noch nie der Macht eines Weibes ode» eines Mannes unterlag, ivenn die tiefste Verehrnng de» Seele Alroys dir ein würdiges Opfer scheinen.kann vo» den: HeM'genschveilt deiner Schönheit, 'deiner alles über^ strahlenden Anmut, so verehre ich dich, Schivene, so bet«» ich dich <m Seit ich dich zuerst erblickte, seit deine Schörcheit zueri über rnernem' Leben aufging wie oi>n Stern, «der ineiue» Bsstimmmpg glänzt, ist dein Götterbild stets in dem Heilig« tnme rneiner verschwi-egenen Lie'be ausgestellt gelveftru Damals war ich ein Wesen, toeffctt Berührung deine Rasss noch als Schnupf ernpfmchen 'hatte. Seitdem habe ich dw Beleidigungen von Jahrhunderten >jn dem edelsten Bluts Asiens abgewafche n; ich «bin zurückgekehrt voll Ruh in unA Stolz, um mein altes Zepter wieder zu -erfassen; aber «lveiß süßer als Rache, , weit süßer als das schnelle Versannnckn meiner heiligen Stämnw, als die F>lnt des Triumphes und der Glanz der Herrschaft ist dieser kurze Augenblick am betender Liebe, in welchem ich die Leidenschaft meines Lebens ansströme! (Fortsetzung iolgl? (49. Fortsetzung.) David Alroh. Roman von Disraeli (Lord Beaconssield). Aus dom Englischen übersetzt von G. U n n a. „Das weiß ich doch nicht ganz gewiß. Wenn er nun He syrische Expedition Wbst befehligen will, nruß er doch jemand an der Spitze der Geschäfte in Bagdad zurücklasien. Iabastor fft kern Feldherr. „Ganz U!Ü> gar nicht. Alroy wird froh fein, daß «er ihn zu Hause lassen kann. Der Sultan von Rum wird nicht stets so gnädig sein." ,^Hahccha, das war' eine Flucht!" „SSe-htt Himmel! Ich glaubte, es wäre alles verloren. Ihr machtet «einen herrlichen Angriff." „Ich werde es nie v-ergeffen, ich überrannte beinahe I fJabrfftor!"! ^Hättet ZHr's doch getan."! 4.! Es fft.dve trapte Dämmerstunde, wo Jungfrauen im jemftrrKen Gemach Hre Sehnsuchtsseufzer in den sanften .Abend hinaushamchen. Die schmachtende ^R-ofe erhebt ihr ^Hanpt und lauscht der Nachtigall, deren zitternder- Kehle He mächtig schmetternden Weifen enfftrömen. Die schmach- '>rÄe Rose erhebt ihr.Haupt, errötend lauscht sie. -In der klaren 'balsamischen Luft, von einen: einzelnen ßfem erleuchtet, erhöbt sich die spitze,'schlanke Zypresse fimmtten all dieser heiteren Aeppigkeit wie ein düsterer!GÄanke. Ein singender Vogel, ein glänzender Stern, ein . ernster Bamn, eine duftende Blume, wie gefährlich in der /trauten StmÄe, wo Jungfrauen im einsamen Gemach ihre Sorffzer m den Abend hinaushauchen! Die Tochter des Kalifen kommt heraus, Ne frffche Luft einzuatmen; nur ihre Laute ist -ihre Begleiterin. Sinnend setzt sie sich an den Rand «des Springbruwrens jttttfe schaut träumend auf den Wafferstrahl. Ihre Wange Mht. auf ihrem Arme wie die Frucht auf eiuenr anmutigen; Zweige. NachderMch ist das. Antlitz «der schönen, herrlichen; tzMvgfvcm. Sie erschrickt. Eine warme, wollüstige Lippe «drückt ihre zarte, herabhängende' Hand.'Es fft ihre «Gazelle. Mit ihren großen, hellen Augen, die berüdter sind als 'manche Zunge, fragt die reizende Begleiterin stnnrm -nach; der Ursache all dieses Nachdenkens.. ,Ach, meine holde GaMe. Dil schöne Gazelle!" ruft Priv-eMl. JP&vk. Lrvpen sind zarter als das Gefieder des Schwans, aber seine «hauchten Leidenschaft, als sie Nese Hand küßten. Deine Augen sind wie die Stern-e der Nacht, aber seine glanzten von Leidenschaft, als sie auf mich blickten. O, meine schöne Gazelle!" Sie ergriff die Laute, schlug ihre Saiten, um ihr leidenschaftlich bewegte Töne zu entlocken und mit ein«em «Blick nach dem rosigen Himmel, wie nur sich an seiner Schönheit zn begefftern, sang sie: In Schönheit ging er auf, dsnr Morgen gleich, Ter hier am Himmel Syriens erstrahlt. Sein dumKes Auge blitzt von Leidenschaft Und die Gestalt erstrahlt in Majestät. So «wie die dunkle Gde wird erhellt Vom goldwen Strahl der Aaren Sonne, So fft auch meine Seele jetzt dnrchglüht Durch deine Leidenschaft und deine Liebe. In SchmhÄt ging er aus, dem Morgen gkeich, Der hier am Himmel Syriens erstraM, Sern duuMs Auge blitzt von Leidenschaft And die GestoLt erstvahkt Är MajeM. ,Moch einmal, noch «inmvi! O, fm-got diefett Vers noch enmml!" Die Pvmzeffm schreckte avf und Mckte umher. Alroh stand vor ihr.' Sie sprang auf, wollte gehen, aber beim «ersten Schritt Wett der Eroberer sie <m der Hand zurück. ,Holde Fiirstrn," rief er, ^laßt nicht dlwch meme Gegenwart Schönheit MÄ» MnfA zugleich verscheltcht «we^en." ,Herr, gewiß wartet HomLn «ach Edrch. Laßt mich ihn vufen." . ,Orinzessm, n-W. «M , HoMn wünschte ich zu sprechen." / Er fetzte sich nckbm sie. Sem Antlitz war bleich, sein Hertz bebte. „Dissftr Garten," «begamr er endlich, mit lyffem Ton, „dieser Garten — nur ein ÄrrM-r, kurzer Zortramn fft verflossen, seit ich zuerst in seinen reizenden Räumen wandelte, und es «kommen mir diese Tage wie die dmÄe Erimemng an ein anderes Lebm vor." ' „Es fft auch ein anderes Leben," versetzte die Prinzessin^ ,Mr selbst, die We^lt, alle Formen -und GebvÄrche, alle Gefühle und Geüvohnhöitvn haben sich so sehr verändert' als ob wir in «iner x Sphäre aeatmet hätten."