Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1480 (27.3.1923)
- Date
- 1923-03-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980561--14243-3000960- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- ww»«wt»iX-!n-«?iw»k» WSSßSSBi rf* *mov _ mm, WMKWg äsesorten gebührenfwi: Steckzwiebel (Speisezwiebel unT Vnoblauch stm> schon früher freiaegegeöen worden), frisches iKmttt gelbe Rüben (Karotten), Poterfllie, Kren sowie alle! Arten von zuLeveitetem Gemüse, Witz Dörrgemüse, in Salz-- waffer oder Essig, oingelegtes Gemüse, dann: frischer Salat, i grüne Erbsen, grüne Fisolen, frische Kohlrüben und schließlich 'grüner Paprika. DaS polnisch-italienische Naphtha-Abkommen. Aus! Berlin, 26. wird gemeldet: „Ost-Expreß" meldet aus Warschau: Der Sejm vatifizievte das schon nn Jänner abgeschlossene polinsch-rtalienriche Naphtha-Abkommen. Das Abkommen sieht Meistbegünsngung für Italien vor und ist auf 30 Jahre befristet. Das Naphtha-Mommen dient als Gegenleistung Polens für die 'vtalienische Zustimmung zu der Souveränität Polens in Ostgalizien. Wiener Börse. Die gestrige Börse begamr in durchwegs fester Haltung. An einzelnen Papieren wurden die Majoritätskämpfe weiter fortgesetzt und verursachten ein weiteres Steigen. Besonders die österreichischen Hoffherr-Aktien waren zu Beginn stark gefragt. Allerdings scheint es, daß im Verlaufe des Verkehres beide Parteien in ihrer Kampflust nachgelassen haben. Es wurde sogar die Nachricht verbreitet, daß der Majoritätskampf überhaupt sein Ende erreicht habe, weil sich die dem Hoffherr-Unternehmen nahestehende Gruppe ihre Majoritätsstellung weiterhin unzweifelhaft gesichert habe. Ob dies den Tatsachen entspricht, steht zur Stunde noch nicht fest. Tatsache aber ist, daß zum Schluß Hoffherr auf stärkerer: Abgaben von ihren Tageshöchftkuffen Einbußen erlitten und mit 94.100 Kr. schlossen, was allerdings gegen drn Vortag ein Avancement von 6100 K. bedeutet. Besondere Beachtung verdiente die starke Steigerung der Südbahnwerte, welche im Hinblick auf die günstigen Berichte über den Stand der Verhandlungen in Rom im Kurse stiegen. Allerdings sind später Meldungen über größere Schwierigkeiten, die noch zu bereinigen sind, eingelangt, ivas auf die Kursgestaltung keinen merklichen Einfluß nahm. Daimler-Aktien, die bisher verhältnismäßig vernachlässigt waren, sind gestern Gegenstand starker Nachfrage gewesen. Dieses Unternehmen hat günstige Aufträge aus dem Auslande erhalten, die Geschäftschancen desselben haben sich gebessert. So ist es kein Wunder, daß sich für dieses Papier rege Nachfrage zeigte. Das Anbot in diesem Papiere war aber trotz Nachfrage so gering, daß kein Kurs festgestellt werden konnte. Gegen Ende des Verkehrs ließ sich auf der ganzen Linie eine gewifle Verflanung feststellen. Der Geldmarkt hat sich versteift. Die Aufträge aus dem Publikum sind ausgeblieben. Die Spekulation wurde mit Rücksicht auf diese Umstände zurückhaltender. Dazu kamen auch noch verflauende Gerüchte aus Budapest. Dies bewirkte eine gewisse Schwächung von der allerdings die Staatsbahn nicht berührt wurden. Dieselben profitierten 29.000 K. gegenüber dem Vortage. Ausländisches Interesse zeigte sich fortdauernd für dieses Papier. Die günstige Regelung der finanziellen Verhältnisse ivirkte befestigend. Auf dem Bankenmarkte war die Stimmung nicht einheitlich. Im Schranken kam es infolge Wegblcibens der Aufträge ans dem Publikum nur zu geringer: Umsätzen. Doch ließ ■ sich' auch hier durchwegs eine festere Stimmung konstatieren. Brauerei-Aktien gewannen weiterhin auf die Nachricht über das Brauereikartell. Liesinger Brauerei stiegen um. 33.000 K., Gösser sind um-22.000 K. gestiegen. Von den Verkehrswerten profitierter: Nordbahuaktien 20.000 K., Navigazione 50.000 K., Oesterr. Eisenbahnverkehr 33.000 K. rrnd Kaschan-Oderbergcr 12.000 K. Borr den Petrolerrmwerten besserten sich Karpathen um 35.000 K. Eberrso wieserr einzelne Eisen-, Leder- und Papierfabrikswerie gürrstigere Krrrse auf. Bezugsrechte: Oesterr, Hypothekenbank 960, Ungarische Sparkassenzentrale 10.000, Realitäten-Barrk 50.000, Krupp 12.000 bis 20.000. Ans dem Arrlagemarkte wärerr tschechische Eisenobligationerr, die für Prager Rechrrung gekauft wurden, stärker begehrt. Oesterreichische Goldrente erhöhte sich rrrrr 2000 K. Die übrigen Rentenkurse wiesen nur unwesentliche .Veränderungen auf. MML MÄgenzÄtung. __ Von den Exoten notierten: Eos 2600 bis. 4000, Jriag 125.000 bis 131.000, Epple und Buxbaum 24.000 bis 30.000, Erdöl 17.500 bis 18.800, Mrasnica 4Ö.500 bis 50.500, Schubert und Co. 10.600 bis 11.000, Tebege 66.000 bis 67.000, Braunkohle 22.600 bis 24.600. Von m Varenm'Äkte«. Chemikalien. .Die abgelaufene Woche brachte dem Chemikalienurarkte m einigen Artikeln kleine Veränderungen, teilweise Herborgerufen dadurch, daß Erhöhungen von Seite der Produzenten vorgenommen wurden, andererseits wieder dadurch, daß die Befestigung gewisser Westdevisen nicht ohne Einfluß auf die hiesige Preisgestaltung des Marktes geblieber: ist. Dies trifft insbesondere für französische Harzprodukte zu, die in letzter Zert stürmisch gesucht waren und hörte man für französisches W. W.- Harz bereits Preise zwischen 6700 K. bis 7000 K. nennen. Fränkisches Terpentinöl selbst wird noch immer nicht oder zummdestens in nicht sonderlich großen Quantitäten hereinbezogen, so daß der Markt auf das Wr.-Neustädter Terpentinöl angewiesen rst, welches nach wie vor im Preise fest und in Quantitäten wenig zu haben ist. Die polnischen Raffinerien Sen sich veranlaßt, eine Preiserhöhung für Paraffin vorzujnten und sollen die derzeitigen Notrerungerr ab Petrovic 7,2'6 Dollar pro 1 Kilogramm netto sein. Dieser Preis entspräche paritätisch Wien umgerechuet einer Notierung von zirka 6600 K. bis 6700 K. für vereinzelte Ware. Carnanwachs liegt irr den Ursprungsländern ebenfalls ziemlich fest und zeigen auch die Hamburger Preisnotierunaen eine /aufsteigende Linie. Der hiesige Markt verfügt über keine nennenswerten Vorräte. Japanwachs liegt ruhiger, Hamburg notiert 68 Schilling pro cwt. In Montanwachs hat die in der letzen Zert wahrgenommene stürrnische Nachfrage nachgelassen. Die Werksnotierungen sind unverändert geblieben und entsprechen einer Nolirnng von zirka 7000 K. ab Wie::. Es sei hervorgehoben, daß am hiesigen Markte aus schwachen Händen unter dieser Notierung Ware in größeren und kleineren Quantitäten zu haben ist. Auch in Stearin zeigte sich in letzter Zeit ziemliche Nachfrage, anscheinend dadurch hervorgerufen, daß sich der holländische Markt in letzterer Zeit rm Preise befestigt hat, inländische Ware ist schwer erhältlich. Sehr schwer leidet die hiesiige Kaufmannschaft unter der Devisenbeschränkrmg die irr Ungarn herrscht und besteht für die dortige Kaufmannschaft die Gefahr, ihrer bisherigen angenehmen Bezugsquelle zeitweise beraubt zu werden, wenn nicht in Bälde eine radikale Aendernng in der Devisenzuteilung erfolgt, die die dortige Kaufmannschaft in die Lage versetzen sollte, ihre,: Zahlungsverpflichtungen endlich nachzukommen. Eier. Nach einem langen, meist milden Winter Hai das Wetter pünktlich rrach dem Kalender, frühlingsmäßigen Charakter angenommen und damit verbunden, konnte man irr den Eierzusuhrerr eine Besserung konstatieren. Große Sorten (welche das Gewicht pro Stück von ungefähr 5 Dekagramm trägt), wurden mit 1400 bis 1600 K. rrnd kleinere (unter 4 Dekagrarrrrn) mit 1200 bis 1300 K. bezahlt. In Deutschland nehmen die Zufuhren immer urehr und mehr zu, weshalb vorwöchige Preise sich rächt behaupten konnten. Es notierten im Großverkehr für. ein Stück 'Berliner Markts 290 bis 310 Mark, schlesischer Markt: 220 bis 260'Mark, sächsischer Markt: 250 bis 280 Mark, süddeutscher Markt 210 bis 250, Oldenburger Markt: 250 bis 207 Mark, westdeutscher Markt: 280 bis 340 pro Stück. Tran. Der Tranmarkt liegt rmverändert fest. Die drrukeln technischer: Transorten sind fast vollständig arrs dem Markt verschwunden, während die hochwertigen Qualitäten vor: den Härturrgsfabrikerr zur Gänze ausgekauft wurden. Die Berichte Über beit bereits im Gange befindlichen Fischfang lauten irr der letzten Zeit weniger günstig, welcher Umstand'preisbefestigend einwirkt. Die Lagerbestände in Deutschland rrnd speziell nt Hamburg sind stark gelichtet. Die nominellen Preise lauten für: Neuert Darnpsmediziualtrart 104 rtorwegische K., brartnblankert Dorschlebertrart 80, brartrtcrr Bergerter Dorschlcbertrau 58, dunkelrötlichen Heringstrau 70 norwegische K., alles cif Hamburg, bei Abnahme größerer Posterr. Wiener Tchuhbörse. Der Besuch an der gestriger: Schuhbörse rvar schwächer als sonst und nur der Detailhar.-del beteiligt sich stärker aur Einkauf: namenMch herrscht Jnticiresse für braune Ware uub Frü'jehrsartikel. Herrerrstiefel Goodyar (Braunleder) waren um 10.000 K., währerrd Dairmrstiiefel dieselbe Gattrutq mit 5000 'bis 10.000 K. billiger erhältlich waren. Alle übrigerr Schuhe blieben ruwerändert. Es notieren: Herrertsti-efel Makay Rinds box 160.600 K., Naturlcder rtr.d schwarzes Krrhleder 150.000 K.» 27. Mürz 1923 _Gotte I Brarmleder 190:000 K., Glwdyoar Welt Boxechlf 200.000 ftj Bramlleder 275.000 K. DamenstrefeI Mckkah Boxealf 170.000 K., Rindsbox schlvarz Naturleder und schwarzes Kuh«! leder ie 140.000 K., Brarmleder 190.000 K., Goodyear Welt' und handr-ahmengenäht Boxoalf 200.000 K., Braunleder 260.000 K. Damen halb schuhe Makay und genagelt Boxcalf 140.000 K.. Brannleder 160.000 K.. Goodyear Welt Boxccilf 175.000 K., Brarmleder 195.000 K. Knabensch uh« Makay Boxcalf 129.000 K., >ebmso Rindsbox, Naturleher und schwarzes Kuhleder, Braunlader 147.000 K. Kinderschuhe Boxealf 76.000 K.. Bvarwleder 105.000 K. Mädchenschuho Makay Boxcalf 85.000 K.. Brarmleder 120.000 K., Sport- Wesel Herren-Goiserer 185.000 K^ Damen-Gviserer 180.000 St Wiener Warenbörse. Zum öffentlichen 'Verkauf gelangen heut« amt halb 1 Aihr, zirka 2500 Kisten 24,2 Pfund-Dosen amerik. RoasKeestoufsrben! en bloc. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeftuug".) ' Rindermarkt. Der Austrieb auf den gestriges! -Rirrdermarkt belief sich aus 716 Stück inländisches, 1825 Stück! ungarisches, 102 Stück ischecho-slowakisches, 507 Stück jrtgo-! slawisches und 68 Stück rumänisches, zusantmen 3218 Stück: Schlachtvieh, worunter sich 2792 Stück Mast- -und 426 Stucke Beinl-Vieh ^fanderr. Der Gattung nach waren 1950 Ochsen,^ 325 Stiere, 897 Kühe und 46 Büffel. Der Ausfall des rurnä-! nischen Bezuges wurde durch die. gesteigerten Importe mt5j Ungarn umb Jugoslawien kompensiert, so daß der Markt fast! gleich stark 'beschickt wurde wie in der Vorwoche. Da der! Nindfleischabsatz in der Großmarkthalle enrpfindlich stockt »mb! außerdem die Rindfleischzufuhron mrs Ungarn, kor.stant die! aufsteigende Richtung verfolgen, stagnierte der Verkehr aus dem gestrigen Rindermarkt empfindlich. Bei schwierigem Ab-! satz haben prima Sorten 1000 K., alle, anderen Qualitäten! bis zu 2000 K. pro Kilogramm eingebüßt, Es notierten:! Ochsen, Prrrna, 11.500 bis 13.000 K.. extrem 16.000 K.. Sekunda 10.000 bis 11.000 K., Tertia 8500 bis 9500 K.. Stiere 8500 bis 12.000 K., Kühe 8000 bis 12.000 K. (14.000 K.), Beirrlvieh 5000 bis 8000 K-, Büffel 8000 bis 10.000 K. Pro^ Kilogramm Leber.dgewicht. Stechdiehmarkt. Nach den vorliegenden Aus-- ladrrngerr und Anmeldungen dürfte sich der Arrftrieb aus zirka 2000 Stück Schweine Mmtfeit. Berlin, 26. März. Me Börse eröffnete int Anschluß art die vorwöchige Befestigung mit steigenden Kursen da derflüsiige Geldstand die Karrflrrst anregte. Namentlich am Montamnarkte stiegen die Kurse bei lebhaftem Interesse bis 8000 Prozent. Elektrorrnd chemische Werte waren rege begehrt und gewannen 1000 bis 5000 Prozent. Von Maschinensabriksaktien warert Augsbmg-Nürnberger! bevorzugt. Namhaste- Besserungen erfuhrert von Textilwerten Norddeutsche Woll-! aktien, die um 10.000 Prozent stiegen. - Schisfahrts- und! Bankaktien schlossert sich der Austvärtsbewegnng an. Berliner! Handelsgesellschaft erreichten den Kursstand von 61.000. Hansa! besserte sich um 5000 Prozent. Valtttapapiere lagen gleichfalls' fest. Im späteren Verlauf wurde das Geschäft bei teilweise un-, bedeutenden Abbröckelungen ruhig, ohne jedoch die Festigkeit' der Grundtendenz zu erschüttern. S ch l rt ß k n r s e: Türkische Lose 138.000.—, Oesterr.! SLaatsbahu 245.000.—, Nordd. Lloyd 25.400.—, Ver. Elbe-! schrffahrt 27.800, Berl. Handelsgesellschaft 55.000.—,- Kommerz.! Privatbank 7300.—, Dannstädt. Bank 8200.—, Deutsche Bank! 22.200.—, Diskonto-Kommandit 10.600—'Dresd. Bank 7760.—,! Natiorralbank fiir Deutschland —, Oesterr. Kredit 8700.—,! Oesterr. Landerbank 11.000.—, Reichsbank 8000.—, Wiener! Bankverein 6520.—, Wiener Unionbank 6900.—, Mg. Elek--! trizitäts-Gesellschaft 16.200.—, Bochumer Gußstayl 61.000.—,! Daimler Mot. 9500.—, Deutsch-Luxemb. 68.500.—, Deutsche! Waffen u. Munition —.—, Dynamit Nobel 25.250.—, Felten «J Guilleaume 34.100.—, Gelsenkirchener Berg. 62.000.—, Th. Gold-! schmidt 27.800.—, Harpeuer Berg 138.000.—, Hirsch Kupfer! 41.250.—, Höchster Farben 23.000.—, Hohenlohe-Werke! 29.000.—, Lamahütte 34.000.— ex, Atannesmarmröhren 49.000.—/ Phönix Bergbau 53.500.—, Schnckert u. Cö. 38.000.—, Siemens! u. Halske 56.000.—, Telephon Berliner 11.100.—. Mager Börse. Prag, 26. März. Unter dem Eindruck des gestrigen Coirrrrturtiques des Finanzministeriums trat an der heutigen Börse! eirre Beruhigurrg ein, die zahlreiche Rückkänfe der Dividenden!! Papiere herbeiführte. Es profitierten namentlich Elektro- und! Brauereipapiere, teilweise arrch Eisenwerke. Arbitragepapiere! . (45. Fortsetzring.) Rommn von Disraeli (Äorid Bvaconssield). Aus dem Englischen übersetzt vor: G. Unna. „Das mtt unnötig. Wir führen niHt mit Werbern 'Kvrtzg." ,Männer sowohl als Frauen müssen die gnadenvolle Mlde Eurer Hoheit anevkennen." „Berronri," ries Alroh, und wandte sich an oinert sungen 'Offizier seiner Leibwache, „befehlige du die Ehrerr- >wache, tvelche diesen edler: Emir bei feiner Rückkehr bewerten soll. Wir Krieger, Herr, haben es bloß mit Erz zu schaffen und Wunen, daher /Nicht mit der Pracht Bagldads iwetteifern; aber tragt diesen Stahl zu Ehren des Gebers i" Und damit hielt er Honain einer: von Edelsteinen flmkelu- Dckkh hin. Der. UbMfandte Bagdads tral vor, uahnr den Dolch, Wßte ihn und steckte , ihn seinen Gürtel. „Scherirah," fuhr Mroh fort, „Euch einpfehle ich diejstztt Men Emir. Gebt ihm ein ausge-wälMes Zelt zn seinem Mbraüch und lasset fein Gefolge sich nicht Mer die raHerr jSrtten unseres Lagers beklagen." ^WeM's Euer Hoheit gefällig ist," entgegrtete H'oNain, „so werde ich mit Eurer Erlaubnis jetzt, da ich meine Pflicht erfüllt, nrich wieder auf den Heimweg begeben. Ich KM daheim e>in nur darum minder dringendes Geschäft, Werl es mich selbst betrifft." »Wie Ihr wollt, edler Emir. Benwni, ans deinen Posten. Lebt >wohl!" Die Abgeordneten traten wieder vor, verbengten und •ttqtjgttttett W, Mroh wandte sich cm Mdbastor» „Keilt ge-wöhMcher Mann, lvrc, Jabastor." „Ein sehr liebenswürdiger Türke, Herr!" „Hältst drr ihr: ftir einen Türken?" „Seiner Kleidurrg nach." ,-,Kaun sein. Asriel, laß das Lager- >?-'! -u. Wir ntarschieren sogleich nach Bagdad." 19. Die Heerführer elrtferuten sich, um die n-olwerrdigen Vorkehrungen zum Marsche zu ivesferr. Die Nachricht von dern itn'mittelbarert Zuge nach Bagdad tvard bald im Lager bekarrnt rrnd erregt« den lebhaftesten EnthNsiasnlus. Alles legte Hand ans Werk, brach Zelte ab rmd rüstete Waffen rrnd Rosse. Mrvy blieb in seineur Zelte. Die jVorhärrge iourden vorgezogen. Er 'war allein und in tiefes Nachderrken versunkm. „Alrohl" tönte eine Stimm«. Er schreckte auf und schaute um sich. Esther stand vor rhnr, die Prophetin. „Esther! Du bist es?" „Mroh, ziehe nicht nach Babylon!" „Meso?" „So lvahr ich lebe, der Herr W es gesprochen. Gehe rricht nach Babylon." "! . / Meinev schönsten Erobernug mich NW erfreuen?" »Geh' nicht nach Babylon!" „Was erschreckt dich?" „Soll ich nvernern gcnrM Leben eine a-ndeve R^ktng geben ohrie Grund?" „Der Herr hat gespvdchen. -Ist das nicht ein Gmnd?" „Ich bin ^des H errn Aus erwählter. Se ine Wnrmnrg ist mir noch nicht erschollen." ,ßk erschallt dir jetzt. Verachtet -der König die Prophetin des KerM?i Das ivar Ahabs Sünde!" „Dich verachten! Den Mmrd verachten, der der Herold rnenvcr Siege ist! Das hieße Gott lästern! Prophezeie Sieg, Esther, und Alroh wird nie an deineiln göttlichen Berrtfe zweifelrr." »Er zweifelt jetzt daran. Ich seh's, er zweifelt daran. O, mein König! Ich sage dir nochmals: geh' rrrcht nach! Babylon." „Schörre Jungfvmr, deine Augen schießen Blitze. Wer kau-n ihre verzückten rrrrd doch ivreder sanften Blicke sehen, rrrrd daran zweifeln, daß Esther von Gott begeistert ist?. Sei. rrrhig, holdes Mädchen, irgend ein Traun: verwirrt deirrer: Geist." „Alroy, Alroy, geh' rrrcht nach Babylon!" „Ich kenrre keine Frrrcht — ntetit. Leben ist gefeit!" „Weh' mir, er hört rnich nicht! Alles ist verloren!" „Mes ist gewounert, reizende Irnrgfrau!" „Ich wollte, wir wären arrs denr heiligen Berge und schauten 'die Sterne Ziorts." „Esther," sagte Alroy, irrdenr er sich ihr näherte rrrrd sanft: ihre Hand ergriff. „Die Hauptstadt des Ostens wird bald ihre Wurrder vor deinen Blicker: entfalten. Bereite dich aus Wunderbares vor. Mädchen, ivrr sirrd nicht mehv M der Miste. Vergiß deine verzückten Phantasier:! Konurr', tvühle dir einen Geniahl arrs meinerr Heersühvevrr urrd ich will dir ein Körrigreich als Mitgfft schenken. Gern sähe ich eine Krone auf dieser köiriglichen Stivrr. Sie verdient eine." Die Prophetin richtete ihre schwarzen Augen vollach Alroh. Sie sah mit durchdringendem Blick in das vrchige, nnerforschliche Gesicht des Siegers, stieß seine -Hand zurück und stürzte ans dem Zelte. />!; (Forisetzum fölgt^ MBH