Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1480 (27.3.1923)
- Date
- 1923-03-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Bezirk: 739; Kultursektton d. Gelbard 39, Langberg, Mantel je 11, Smlg. Brand 24, Smlg. Feuerstein 17, Smlg. Zauderer'60, Smlg. Frl. Feuerstein 10, Smlg. Knönl- Zuckerkcmdl 98, E. SabZrsky, Ziegler, Leo Weingarten je 10, Smlg. Traum 40, Smlg. Zuckerkandl-Feuerstein 23,' Smlg. Feuerstein-Zuckerkmdl 36, Smlg. Knöbl-Fiederer 64, Goldmann 20, Imbeer 10, Smlg. Frl. Feuerstem-Is. Feuerstein 50, Pechau, Anna Gomperz je 10, Thoraspenden Ber. An^che datb w Zedek 35, Frl. Landesberger, Lebenschuß je 10, Abr. Zinmier, Fisch«! Stern je 20, Otto Patriasz 12, Lea Salitter, Osias Ismcmn, f. d. verstorbenen Emil Duldner je 10. — 21. Bezirk: 5. — Hitachdnth: Adir 33, Smlg. Schwarz-Lustig 33, Ing. Robert Stricker 10, A. B. jüd. Mediziner 132, Büchsen des med. Leo Kcch 122, Dr. N. M. Gelber 56, Ing. I. Jockel 13, Isaak Weißmcnm, M. Eckerling, Siegmmd Katz, Moritz Körner je 10, Erez Israel: 10, Hugo Fuchs 10, Hakoah: Touristiksektion 185, Hitachdnth r 363, Smlg. Frl. GotteSmann anläßlich Hochzeit Singer-Teig 60, Smlg. Frl, Gottesmann a. N. Singer-Teig 20, d. Herzberg: Jakob Brandstädter 161, Moses Rat 52, Moses Störer 29, Engelberg 24, d. Weinreb r Israel Sckapira,' M. A. Tennblatt je 10, I. A. V. Bar-Kochbar Smlg. M. II. C. Meier Harnmer, Bi. N. C. Sam. Katz, Bokser 448, Akad. Landesverband 252, I. A. V. Bar Giora: Smlg. Behar-Daas 80, S. Kanfniann '50, Lotte Singer 10, Smlg. Gostl-Bloch 15, Benno Bernstein 10, Smlg. Rosenstrauch-Kmnpos 13, Smlg. Zaloscer-Katz 30, Eisenstein 80, Bar Giora 111, Zug. 35er. Menorab 29, Sportklub Makkabäa: Smlg. gelegentlich einer Purimfeier 80, Pratersvrengel: 444, Büchsen d. Roth-Gerftl 97, CH arm Rubin 20, Berta Preis, David Axelrad je 10, d. Roth-Katz: 45, Jakob Wasser 12, Markus Lettner 10, d. Gerstl 63, Julius Katz 40, Eisig Reumann 13, Caim Harmelm 10, Inda Arbeit 10, Meilech Alster d. Gerstl 45, Joel Krämer 25, M. Bartfeld 10, Chaim Rubin 20, Edith Deutsch 12 Alex. Ratz 10. — Laden: 58, M. Grüuwald 50. — Innsbruck: N. F. Kommissarin Regina Bauer 380. — Krems: N. F. Kommissär Artur Neuner 25. Richtigstellung Ausw. 7, 1. Bez., Dr. Leo Goldhammer H. _ dingte, abwechselnd sein« Roll« in Hosmannsthals „Der Unb«st-ech l i che", Molieres „Der Geizige" und dem Deiektivschwank „Der Wauwau". Im Iosefstädtertheat>e'r besinnt Deopoldine K o n st a n t i n 'ihr Gastspiel Donnerstag dm 29. d. Die Künstlerin wird dr: weibliche Hauptrolle in der Novität ,-Elarissas halbes Herz" von Max Brod kreieren. weqen Betteln» Es ist sicher merkwürdig, daß ein Wiener Hansde-! sitz er gezwungen war, aus Not zu betteln. Der Besitzer d/s Hauses Friedrich Kaisergasse 62, Simon Ca satter, wurde mrr 6. Dezember 1922 einem Wachnanne übergeben, weil er dabei betreten wurde, als er im Gomischttvarengeschäft» Daborskv bettelte. Vorgestern halte er sich vor dem Strafrichter ocs Bez-irkss.erich es Fünsh-ans (Landesgerich'srat Dr. Lai ne r), wegen Baga b u nda g« (begangen durch De teln), zu verantworten. Der, Angeklagte gab an, er besitze zwar ein Haus, aber es trage nichts. Seine Habe habe er verkaufen muffen. „Ich bin arbeitsunfähig; ich möchte gerne arbeiten, \ aber ick, kann nicht, ich bin leidend; ich kann nur mit Hilfe ' zweier Stöcke gehen; ich leide an Bein fraß. Mer wi-vd mir Arbeit geben?' Auf die Frage des Richters, Iwmun er das Haus nicht verkaufe, entgegne e er: „In diesem Zustande, in dem cs sich befindet, kauft es niemand." Der Richter sprach den Angeklagten von der UeÄertretung des Bettolns frei. In der Bcgründrmg führe er upter anderem aus: Es ergibt sich aus der Darstellung des AngeÄagren, daß er sich tatsächlich in äußerster Notlage befand. Schubd an diesem Zustande sind woM die Verbältnisse zur kritischen Zeit, die es ihm nicht j ermöglichten, aus dem Ha-userrrägnis auch nur den na Ären Hunger zu stillen. Es lag daher ein unwiderstehlich er Zwang vor, der den AngeAagten eMrlpiert. Sie LebensuMelmörtte. Die Märkte wieseu gestern, wie gewöhnlich am M-ntag. «ur schwachen Verkehr auf, die Beschickung war in Erwartung des in dieser Woche beginnenden größeren Absatzes zu den Osterfeiertagen sehr gut ausgefallen. In der Großmatk.halle waren 11 Waggons mit Fleisch angekommen, die vornehmlich Rindfleisch und Schweinefleisch enthielten. Dec Lebendviehmarkt in St. Marx war ungefähr gleich wie in der Vorwoche beschickt. Auch auf den Grünwaror'.märkten herschte kein Mangel cm Artikeln verschiedenster Art. Bemerkenswert war die güte Beschickung mit ungarischem Spina«, der im. Großhandel von 1600 bis 5500 Kronen pro Kilogramm notierte. Ientschrs Bolkstheater. Gestempelte Krone — 6.8076 Zentlmes. Auszahlung Wien ---- 0.067§7i Seuilmes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0076 V , (0.0075», am 24. März) die osterr. gestempelte Krone 0.0076 (0.0076 am 24. Mär-) die tschechische Krone . . . 16.07'/, . ( 16.05 am 24. März) die Mark. 0.0260 ( 0.0259 am 24. März) Holland. 213.50 . (213.60 am 24. März) New-Dork. 5^.25 (541.- m 24. März) London.. . . . 25.39 ( 25.39 am 24. März) Paris.»»»»,»,,, 34.90 ( 35.26 am 24. März) Mailand. 26.47 ( 26.60 am 24. März) Belgrad........ 5.55 ( 5.55 am 24. März) Bukarest ........ «n 24. März) •••«•••st« 3.70 ( 3.80 am 24. März) Budapest.. 0.12 ( 0.11 am 24. Marz) Warschau.. 0.0140 ( 0.0130 am 24. Marz) (Zum ersten Male „Endstation", Lustspiel m drei Men von Bela Szenes. Gut gearbeitete, „süffige" UnterhaltUGgAvare, mit Gliück «ach den VolksMck schielend. Wiederholt hat man den Eindruck, daß hier ein ausgezeichnetes Libretto zum ,IustijPiel" adaptiert wurde. Hier könnte ein Couplet bWhen, dort ist ein angenehmes Duett zu vermissen und sentimentale Amen hätten auch Platz. Adaptiert ist das Stück jedenfalls, nämlich recht geschickt von der Budapest er in die Wiener Fasson umgeavbeitet. Hedwig Keller har wieder eine Rolle. Das allem würde den Abend rechtserli-gen. Aber sie hot auch in Herrn Sima elften außerordentlichen Partner. Er als StraßendahnschaGner, sie als jrmge HauLnreisterssrau — wer diese beiden KwnsÄer kennt, mag sich die Freude vorstellen, die ihr Zusammenspiel bereitet. Arcch sonst eine vorzügliche Vorstellung, an der noch besonders Frau Thaller und Fraudem Hochwald sowie die Herren Günther und Kramer Wlichen An'eil haben. Es durfte ein Zugstück werden. A. Vom Lemberger Theater. Unser Lomlberger Mitarbeiter schreibt uns: Die Direktion des großen Lemlüerger Stadtcheaters, unter deren rührigen Leitung sich noch zwei Bühnen befinden, hat eine begrüßenswerte NeneMng eingeführt. Es finden ein-mal monatlich im Rahmen der Abendvorstellungen Konzeridallett-Abende statt, deren ProMlmm Darlbietungen hervorragender Gesangskräste, BaKetauWühvunigen und Produktionen des Theaterorchesters umfassen. Der erste Abend dieser Art war sehr erfolgreich. Der gefeierte russische Bariiomst Boris Popow brache in vollendeter Weise mehrere Opernarien zum VortwA, viel Beifall fanden die VorfuhrnnHen der treffficijen OpernsäTtgerin Lipow ska. wie auch entzrickende, zum Teue ganz originelle AuGührnngen der vuffifchen Künstler Kirsanowa und Fortunato (exprefsionWsche Schule), und des Künstlerpaares Godlewski. — Seit einigen Tagen wird vor ausverkauflem Haufe Rostands Drama ,L' Aiglon" bei erstrangiger Besetzung der Hauptrollen und unter Entfol'ung eines bemerkenswerten technischen Apparates gebracht. Der hiesige fmnWiische Kous'.'-l hat zarnowski für die Ausfuhruitg Kn Stückes den besonderen Dank >.n Na-men der Regierung ausgesprochen. y Aus den Theater». B urgtheater: Morgen. 7 Uhr abends, „Der Kaufmann von Venedig". Akademietheater: Morgen, halb 6 Uhr abends. „Die Lokalbahn". Bolksoper: Heute, hokb 8 Uhr abends. ^Dre Z a u b e r f l ö t e". Im Raimund-Theater fpielt von heme ab täglich Max V a s' 7 n b c r n nach der kirzen Unterbrechung, die das ' s 7.H a'ers mir dem k.-ün'^er m Grar l>?- dom Direktor dieses histor! ivanzösbfchen Sie JevMprrise. In Zürich hat sich die Devise BeÄm neuerlich um einen Punkt gebessert und notierte 0.0260 gegen 0.0259 am Portage. Auch Prag wies eine' kleine Steigerung von 16.05 auf 16.07,50 auf. Hervorhebung verdient die Tatsache, daß Budapest auf 0.12 gestiegen ist. Es verlautete schon vor einigen Tagen, daß die ungarische Negierung die Krone auf diesem Kurs stabilisieven wolle und daß sie zu diesem Zweck ihre Exporte an Getreide und , Zucker bervorschussen lasse, um auf diesem Wege das notwendige DevisenmadeoiaK zu erhalten. Diese Transaktion scheint nun gelungw zu sein. Die Angleichung des auswärtigen Kurses der ungarischen Krone 'an den inneren Schleichhandelspress.spricht dafür. Bemerkenswert ist anch die stärkere Senkung der Devise Warscha»: von 0.01.40 auf 0.01,30. Hier scheinen spekulative Momente mitzuspielen. Ir.« Berlin verharren die fremden Valuten auf fast demselben Niveau. Die Veränderungen sind ganz unbedeutend. Der Dollar notierte gestern 20.937,60 gegen 20.897,60. Der französische Franken senkte sich von 1356,60 auf 1336,66. Diese Senkung steht mit der Kursabschwächung des französische« Franken auf den internationalen' Plätzen im Einklang. Auch die österreichische gestempelte Krone büßte 12 Punkte ein und notierte 28.50 gegen 28.62,60. Die anderen Balutenpreife wiesen unwesentliche AÄnderungen auf. ' Im gestrigen Wiener Clearing notierte der Dollar 71.100 gegen 71.160 am Vortage. Die deutsche Mark senkte sich vor- 3.91 auf 3.28. Der französische Franken von 4586 auf ^4540. Der jugoslawische Dinar stieg von 722 auf 736, die ungarische Krone von 1116 auf 11.18. Nachstehend die offiziellen Notierungen: Gleariogknrse der Österreich!scbsn Hatlonalüank vom 26, M&rz 1928. - Devisen (Schecks imd'Aus- Kar* vom 23. Mir» zahlur 2ii) Geld Amsterdam t. 1 hrs,i. > Agram 1 jue. Kronen .. . . Belgrad I ulnar ..... Berlin I deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische?rancs . Budapest! ungarische Kronen Bukarest 1 Lei.. Chrlstiania I npnveg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling , . Madrid I Pesetas . . . » . Mailand! Lire . . . » . , New York I Dollar. . » . » Paris 1 Francs.. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedische Kronor Ww'""i I oo'i’i•i-.y. Mnrtr . Zinsfuß , 4 28100.- , 8 73t.— 8 7S1.— , 8 3.40 , .4% 3»L n is« s 5 12885.- 5 13535.- , 3 334500,- , 5'/, irw.- , 6 349®.— , 4 71425.- , 5 4509.- 5 2122 - , 7*/i 480.50 , 4V» 1833'\ - . 6 1.57 •- r.i Ware Geld Ware 28230.- 2815».- 28250.- 713.- 797.- 729.- 733.- 727.- 729.- 3.50 3.4t 3.51 3000,- 4074. - 4086. 16.08 16.05 15.15 13015I- 12085!— 12915.- 13815.- 13685.— 13715.— 334100.-334900.- 33550t .- H »15.-19985.- 11015.- 3504.— 3450.- 34M.- 71373.- 7)475.- 71825.» 4811.- 4844.- 4896.- 2128*— 2124,- 2130.- 490.50 499.SU 500^0 1897 >.* 180 18995. 77 '7 ' .77 Noten amerikan. Noten v. 5 Dollar aulw, . n kleinere . » , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten?u 1000 Leva , . .»««).. „ . kleinere. . , Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . . ' . . 100 , . . Gngf. Noten von 5 Ltrnst. aufw. » „ kleinere'. Französische Noten 100 Francs Hol üiulleche Noten 100 Dulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, , , kleinere . . . dagosi. Noten ungest, zu 1000 Dinar . IW , , kleli'cre . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aulw. , , kleinere. ... Rumänische Noten zul(X)Ou.500Lel , . kleinere . . . Rnss. Noten (Roman.) zh 500 Rubel * » . ■ « jW » , . . kleinere . . Sclrwedische Noten 100 Kronor . v.hweizeri9Che Noten 100 Francs, .panische Noten 108 Pesetas . . Ischcciio-slow. Not. v.tOOOanfw. „ , kleinere . 'ingar.Noten (neueHin.) zu iGQOKr. . , -au 10.000 Kr. ... . . kleinere ..... staatliche Revision der Bücher der Biche-mia^Baivk wird mit großer GDÜndlichloit durchgeführi, dürfte aber noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Bor Aibschbuß devstöben kann kein Urteil i'vber die Bestände des in Zcchl'ungsijchwieri^gkeiten geratenen Institutes und seine eventuelle Schuild abgegjciben werden. Es sche-iust daß die Bank durch den seinerzeitigen Erlaß der Negierung an die tschecho-f>lc-wakifchen Sparkassen wegen der Gtuchabeu, eine Zurückziehung eines großen Teiles dieser Guthaben bei der Bohomia-Bank verursacht hat, und daß die letzte Entnahme von 86 Millionen tfcherho-flowakifcher Kronen aus dem Einlagenibeftamde der Bank den Anstoß zu diösen Schivierigkeiten gege'ben har. Inzwischen sind auch andere Institute durch die Schwierigkeiten der Bohemia-Bank in Mi 'leidenschaft gezogen worden. Zu diesen gehört das Präger Bankhaus Fischt und Bon-dy, au wachem die Bohemia-Bank konmva,wditär beteiligt ist und das die Verhängung des Ansgleichsversahrens E'er sich bei Gericht beantragt Hai. Es bietet seinen Gläubigern 80 Prozent schon jetzt an und will die weiteren 20 Prozent später rückzahlen. In Prager Baukkre-isen besteht der fest« Wille, die durch die "Bohemia-Bank entstandenen Schwierigkeiten nroglichst rasch zu bereinigen. 71 ICO.— 71409.— 71150.- 71450,- 71000.- 71.199.- 7io5o.- 71350.— 3835.- 3885.- 4015.- 4045.- 408.— 472.- 478.- 482.- 443.— 452.- 458.- 462.- 13430. - 13499. 13530. - 13500.- 3.28 3.58 3.31 3.61 332300.- 33^800.- 333200.- 334200.- 332 :oo. - 33Z5c».- 333 >00.- 3340f.V.— 4510. - 4570.- 4585.— 4815.- 2795'.- 2815 . - 28000.- 282.0— 3168.50 3477.50 3452.50 3467.50 3442.50 3457.50 3432.50 3447.50 .726.- 730.- 722.- 726— 718.'- 72?!- 7141 — 718- 12745. - 12805.-- 12745. - 12815— 1.55 1.85 L55 1.85 t.50 . t.80 1.50 k 1.80 336.- 338.- 331.- 336— 316.- 318.- 314. - 316— 18710*— 18? ( - 18735*— 18SW.- 13 95. - 13155.-- 13120.- 13181— 107ßo. - 11,820. 10850.- 10920— 2255.- 2115. - 2107. - 2117.- 2101'. 2110.- 2102. - 2112— 11.30 12.- 11.15 11.45 1L7S 1L95 11*10 11/40 titelt der Bohemia-Bank. Dir Die Ermäßigung der Bahnhoslagerplatzmicten. Der von allen großen Handels- und Jndustriefirmen, die Bahnhoflagerplätze besitzen, mit größtem Interesse erwartete Erlaß deS Etsenbahnministeriums hat folgenden Inhalt: „Mit Beziehung auf die am 10 Dkärz 1923 in Angelegenheit oer Bestandzinserhöbung abgehallene Besprechung im'Bundesministerium für Verkehrswesen teilen wir Ihnen mit/ daß wir in Würdigung der von Ihnen vorgebrachten Gründe den Mietern von Lagerplätzen uno Lagerräumen auf Bahnhöfen der Bundesbahnen e i n e 50 p r o z e n 1 r g e E r m ä ß i g u n g der ab 1. Jänner 1923 (für den Bereich der Bundesbahndirektionen Wien-West ab 1. Februar 1923) gültigen Bestandzinse für das erste Zinsc,uartal 1928 gewahren. Die Mieter von Lagerplätzen und Lagerräumen hahxn demnach für das erste Zinsquartal nur die Hälfte der seinerzeit vorgeschriebenen Bestandzinse zu zahlen. Bestandnehmern, die den vollen Zinsbetrag bereits bezahlt haben, wird der den ermäßigten Zins übersteigende Mehrbetrag für das zweite Zinsquartal gutgeschrieben. Für das zweite Zi-nsquartal, April, Mai, Juni (im Bereiche der Bundesbahndirektiion Wien-West Mai, Juni. Juli) ist von den Mietern der volle festgesetzte Bestandzins zu zahlen. Dieser Zins wird anch für alle weiteren Quartale im Icchre 1923 zu zahlen sein, falls nicht innerhalb dieses IahreS eine oder mehrere Novellierungen des Mieterfchuhgesetzes erfolgen. Im Falle jeder solcher Novellierung werden die Bestandzinse im jeweMgen Ausmaße der gesetzlichen MietzinSerhöhungen unter Zugrundelegung des im zweiten Zinsquartal bezahlten Zinses, der als das Hundertfünfzigfache deS Friedenszinses anzusehen ist, gesteigert werden. Dieses Zugeständnis gilt nur für das Jahr 1923 und endigt mit 31. Dezember 1923. Die vorerwährüe Mietzinsregelung für das laufende Jahr findet keine Anwendung auf Mieter, die den Bcstandvertvag mit der Bundesbahnverwaltung nach dem 18.. März 1923 abgeschlosson haben." Der Ausweis der deutschen Reichsbank. Berlin, 36. Marz. Die Inanspruchnahme der Reichsbank hat sich während dev zweiten Märzwvche in beträchtlichem Umfange fortgssetzi. Jedoch, ist die Zunahme der Anlogekomen, wie der Banmusweis vom lß. d. zeigt, nicht nnwesent'liich peringer als in den letzten fünf BanSwochen. Die gesäurte Kapitalanlage stieg um 289,1 auf 5869 Milliarden Mark. Der Neubedarf an Banknoten waq zur Monatsmitte stärker als in der ersten Märzwoche. Die Banknotenausgabe mußte um weitere 401,3 auf 4272,5 Milliarden Mark erhöht werden. Der Uinilauf an Do rlckhensbasst Nische inen ging demgegenüber um 0,3 auf 12,6 Milliarden Mark zurück. Vorträge über die Warenumsatzsteuer. Im Anschlüsse an die Generälversammlung des Verbandes Lsterreichifchu Exporteure hält Gremialsekretär Dr. Otto Müller Dienstaa den 27. d., 7 Uhr abends, im großen Fcstsaale des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, 4. Bez., Schwarzenbergplay 16, einen für alle am Exporthanvel interessierten Firmen und deren Angestellten frei zugänglichen Vortrag, in welchem er über dia Ergebnisie der in den letzten Tagen im Fmanzministerinm über die Handhabung der Umsätzsteuer im Exporthandel geführtes wichtigen Verhandlungen berichten wird. Mittwoch den 28. d. um 7 Uhr abends hält Gremialsekreiär Tr. Friedrich Glaser im Festsaale des Wiener .Kaufmännischen Vereines 1. Bez., JohanwMasse 4, über Einladung >des Detaillisttnverbandes einen Vortrag über Haupt sächlich den Detaillistcq betreffende Fragen der Warenumsatzsteuer. D«r gleiche?!vserenj spricht auch am Don ne rstag den 29. d. mn 6 Uhr nacht mittags im Gveminm der Wiener Kaufmannschaft über diy Belastung des Agenten durch die W^areuumsatzstener. — Deit Verband der Schneider- und Modrstenzugehörlkindler hält M ittwoch den 28. d. rm großen S,mle dt'S G'emi'nch der Wiener Kaufmannfckraft eine Voüverfammlnng ab in dei nach einem Referat des Präsidenten Franz Schallaböck eine Aussprache über die am 1. April in D ost tretend« Warenumsatzsteuer und staatliche Litxiisivaren.ilnfabe ftatdfinden soll. Aushebung der Exportaebiihren bei der nvqarischeu Ge, mllseauSsuhr. Wie die Austro ungarische Hnndelrvmmnez mittrÜt, hat der ungarische Finauzmiinsier minetS einer Ber, ordnung vom 22. Marz dir viSher für verschiet^ne Arte« von Gemüse vorgeschriebenen Ansfuhrgebühren a,ikach<>I^n. Boy diesem Tage angesan;vn ist die An'sübc in-e Iir'i'r'-••'c sür ' 0,h '■ '■ ' '• : Gea