Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1478 (25.3.1923)
- Date
- 1923-03-25
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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«E, vonmag jtvm, Griechen und Italienern der ganzen Levante zu finden ist. Daß :': ein Arier einen Scheck gefälscht habe, wind auch niemand zu behaupten wage«. Wenn gewisse antisemitische Kreis« in ihrer Kurzsichtigkeit nur die Juden für solche Delikte verantwortlich machen,- . so ist es eben nur ein neuer Beweis, wie wenig Gründlichkeit- -die Antisemiten für die Stichhältigket ihrer Argumente anrvenden. Es sind keine jüdischen wirtschaftlichen Delikte, -die spezickl dieser Nation zur Last fallen können. Es gibt nur Delikt« des Wirr fchaftSmrlieus, und van dieser Kran1h.rtt kör-neu alle moralisch minderwertigen Individuen befallen werden, wenn sie mit diesem Milieu in Berührung kommen. Der Bankbeamte tvi« der Kaufmann, der KleinhaMer wie der Agrarier, gleichgültig, welcher Nation er angehürt. —g. Ser iuteruationale HandelskLMmerlongretz i« Rom und die deutsche« Schulde«. Berlin, S4. Marz. Jur gestrigen Sitzung der Finonzsektion des Internationalen HandeMwmnerHmyresseS m Rom erfährt das WolMche Bureau, der Führer der amerikamschen Mordnung, der Vizepräsident deS amerikanischen Bankier- Vereines Ken-t, habe bei der Einbringung des amerikanischen Vorschlages amsgeführt, daß Amerika bereit sei, auf Wunsch der Alliierten Deutschband ein« genügend große ArÄeche zur WiederhersteL-Mg seiner Wirtschaft und Zahlurug von Reparationen zu gewähren. Die ameriöanffche Entschließung enchalte folgenden GedanLenyang: Die allgemein« Herstellung der Weltwirtschaft ist nur möglich, wenn zuerst die Frage der Reparationen endgültig gelöst wird. Der SchuDner muß nach Kräften zcchlen, aber die Höhe der Achtungen ist abhängig von den Bürgschaften und von dem Verhalten aller Nationen. Vertrauen, Sicherheit des Grenzheftcmdes und AbfchaGuug übertriebener RÄsbungM sind notwendig, sonst sind die Gewährung von Krediten und die Stabilisierung der Währung unmöglich. Die Kriegsschuld der Miierten besteht zu Recht, muß <Äer teilweise erlassen werden und ist je. nach FähiMt zu zahlen. Die mÄitärischen Lasten müssen abgeschafft und übertriebene Steuern und Inflation vermieden werden. Eine künsMche StabMsierung der Währung ist gefährlich, aber die SKMHierung an sich ist anstrebenswert. Jur Schaffung einer GoilLevahruug ist eine WelÄvirtschaftskoinfevenz, in der alle interessierten Mächte vertraten sind, notwendig. Der Kongreß der Handelskammer will den Miierten beKMch ihres BerhÄlmisses zu Deutschland keine Anregung geben, aber sich den Alliierten zur Verfügung HMen. ZÜSische industrielle Unternehmungen in Polen. Das ,^J«nt Dtz'tributton Committee" hat im Jcchre 1921 unter Leitung von Ingenieur Heller e i ne Enquete über die jüdischen indnstTiellen Unternehmungen in Polen vorgenommen, deren Ergebnisse inlO Bänden erscheinen werden. Aus dem ersten voÄiegervden Band, der 21.statWsche Tabellen für Warschau enthält, vwöGerMcht Dr. Jakob Segvll in der ersten, soeben in Berbm erschienenen Nummer der Matter für Demographie, Statistik und WirtschcftÄurnde der Juden" einen Auszug, dem wir folgende mteressaute Daten entnehmen: In ganz Polen beftnden sich 79.000 jüdisch« industrielle Unternehmungen ' und Werkst« tten, davon in Warschau 12.414, m Lodz 6322, in LMin 1721, in Radom 1210, in Czenstochau 11S4, in Bialystok 1886, in Grodno 1265, in Lemberg 2612, in Krakau 1468. Bon den 12.414 in Warschau registrierten jüdischeu Unternehmungen sind 11.878 in Betrieb. In diesen Unternehmungen waren 41.694 Arbeiter bsschäftigt, davon 38.77 6 Juden, d. h. 93 Prozent. Die Zahl der jüdischen Arbeiter verringert sich mit dem vergrößerten Umfang des Unternehmens. In Unternehmungen bis 5 Arbeiter 'machen die Juden mehr als 95 Prozent aus. In Untern-chmungen mst mchr als 60 Arbeitern nur 58 Prozent. Bei den Mischen Arbeitern ist die Arbeit von Frauen viel geringer «W bei den christlichen, dagegen die Arbeit von Kindern uwvieles großer. Von den 23.666 Mischen Lohnarbeitern waren 60,7 Prozent Männer, 28,1 Pwzent Frauen und 1-1^2 Prvzent Kirrer. Die Mischen Lohnarbeiter verteilen sich auf folgende Branchen: Bekleidung (10.994), Ernährung (2783), Metall <1966), Textil (2497), Leder (1351), Hotz (906), ferner ffitff Bauindustrie, Maschinen und Apparate, Papier, Reinigung, graphische, chonvWe, Gummi-, Kantschük-, «Nein- -und Glasindustrie. Bon den 11.878 Mischen Unternehmungen in Warschau wurde geavboibst: Am Sabbat in 617 Betrieben, d, h. 5J2 Prozent, am Sonntag in tOLOi Betrieben» d. h. 86,7 Prozent, am ScsmStag und Sonntag in 179 Betrieben, d. h. iß Prozent, weder am Samstag noch am Sonntag in 772 Betriebe«, d. h. 6*5 . Prozent. 94 Prozent dsr Mischen Avbetter Warschaus ser«n den Soibbat. Aus obigen Ziffern «Mtiert, daß auch gsgenwürtig noch i»-Warschau SS Prozent aller jüdischen Unternehmungen am Samstag geschlossen sind. Bon 21.976 Mischen Lohnavbeiiem Men 20.660, d. h. 94 Prozent, den Sabbat durch Enchciltung ^- WeirtäWM gcheÄigt. Feist stie die Si»trr»ß«m« »er SieuerbeSenar- Nisse. Da die Veranlagung der Einvmimensteuer für das Jahr 1922 innerhalb einer ganz kurze« Frist zur restlosen Durchführung wird gelange« «rüsten, sind Ansuchen um Verlängerung der BekrnntniSftist grundsätzlich ckvzulehne«. Es werden jedoch os FrLstWerschreidmaen von HSchstens 14 Lagen, und zwar sowohl hinsichtlich der BekemttnÜm-eireichuntz wie auch hinsichtlich der Leistung der ergämenden Voreinzahlmtg, keinerlei nachteilige Folgen geknüpft werden. Stenerpfltchtige, die mit chren Bilanzarbeiten trotzdem nicht rechtzeitig zu Ende, komme« oder ans ähnliche« Gründen ihr Einkommen ziffernmäßig genau zunächst noch nicht cmzugeben vermögen, werden genötigt sem, vorerst SchatznngSzifstm in ihre Bekenntnisse einznsetzen und ehebaldigst, das ist noch vor Beginn ihrer Veranlagung, die rechnungsmäßig genau« Beträge uachzutrogen. Wiener Morsenzettnng. 25. Marz 1923 Nr. 1478 Der Schluß der Wiener Messe. Auch gestern blieb bis zum Schluß der während' des ganzen Verlaufes gute Besuch der Rotunde treu: Der größte Teil der Aussteller ««fort sich | mit den erzielten Erfolgen zuifriedon und alle geben an, wert volle AnknüPftrugispuMe mit Interessenten aus aller Herren Ländern gesunden zu habe«. Größere MWüffe favden statt: in lanidwivtschaftlichen Maschinen an Mrffchaftsbefttzer aus der Provinz, dann mch Jngosbawien, Rumänien und.den arideren Silcheffionsstaaten, Mühöopftnatoren nach Griechenland und der Türckei, Getreideschrotmühilen an Bauern aus der Provinz. Von Dtotiallwaven waren Kellerei- und WembauartM schr begchvt, gingen mich den MttÄmeerländern Spanien, Griechenland und Italien. Die einschlägigen Fabriken geben an, auf lange Zeit mit Aufträgen versehen zu sein mild werden Betriebsvergrvßer'Ulrgen vornehmen. Zns-ammvnlsgibvve Eisealbetten noch England und Marokko, Lampen nach Jugoslawien »md England. Unsere Rasiermesserindnstrie behauptet sich gagon die ausländische KoMvrveug und erzielte Verkäufe rmch der Türkei und Jugoslawien. Solinger Stahlwaren wurden direkt ab Fabrik in größeren Posten verbaust. Das Interesse für Faltboote dauerte an, Frankreich, England und Indien waren Käufer. Mv-toröovte gingen an die heimischen Seen und nach Jugoslawien. Ueber Mschlüsse mit Südaimevika wird verhandelt. Kleinautomobile wurden nach Ungarn und Polen verkauft, Großantvs nach Jugoslawien und Ungarn, Motorfahrräder nach der Provinz, .Automaterial nach der Dschecho- Glowakei. Möbel gingen nach der Dschecho-Slowakei und Südamerika, HvlzheartbeitnngAmoschi«en nach den AlpenLändern. Auf der Banmesse wurden Asphalt und Teerpappe nach Italien und der Türkei, ZEent-Dachziogel-Maschiuen, ferner Maschinen finc Betonhohffteine an bäuerliche Wirtschaftsbesitzer aus der Provinz abgegeben. Asbestschiefer -ging nach Rnßlond, Bulgarien und Jugoslawien. Für zerlegbare Holzhäuser schweben UnterhaMungen seitens tschecho-sioworischer, svanzösischer und belgischer Einkäufer. Eine der hervorragendsten Firmen der Papierbranche gibt an, daß die Erfolge der diesjährigen Messe gegen die ReMtat-e der beLmntlich glänzenden.Letzten Herbstmesse nicht zurückstehen. Gekaust wurden besonders Buchbindereiartikel und Popierkonsoktion. Die Preise sind gegen das Vorfahr billiger geworden, infolgedessen gestMete sich der Msvtz flott. Wien und die Provinz traten stark in den Vordergrund. Vom Ausland waren rumänische und xugoflawifche Käufer erschienen. $n der KlmstgewerbeMeilnng erschienen bei Aahlreichen Bro-nzewarenerze-ugern auslärldische Belstlcher der Leipziger Messe, die hier ihre Abschlüsse machten. Die originellen Erzeugnisse der Berliner Glasbläserei (groteske Tiere ufw.) fanden guten Absatz. Die RailcherartÄskbranche ist mit ihren .Erfolgen recht zufrieden. Zigarren- und Zigarettenspitzen ans Email, Elferkßein, Bernstein, gingen in die Tscheche-Slowakei, .nach Amerika, Mexiko und or&ere überseeische Länder. Sehr gut Haber« auch die Erzeuger von Kunstharz äbgcschMten. In der MWsikinstrmnenteubranche herrschte regster geschäftlicher Verkehr, der sich besonders auf die berühmten Wiener Klaviere erstreckte. Ein amerikanischer JüK-Baird-Appavat, mittelst dessen ein Mann zehn Instrumente spielen und einen Höllenlärm erzeugen kar>n, fand Interessenten unter Engländern ,und Japanern. In der LebenÄnittelbranche hccken die Wiener Erzeuger von Pafteien nach Straßburger Manier große Beziehungen mit Franzosen, Holländern» Belgiern, Schweizern, Aeghptern, AmeManern argeknüpft. Ungarische Saimni fand englische, türkische, nordameriikcMische Jrrteresieuten. Für die Weine der alten Hofkellewi interessierten sich tschechv-slowakrsche und englische Käufer. Der amtliche Messedienst der Handelskammer, der im Messepalvst untergebracht ist, meldet heute große Abschlüsse in Gold- und Silberwaren nach Jugoslawien. — In der Neuen' Hofburg herrschte heute am letzter« Messetag sehr starker Andrang von Besuchern. In diesem Hause erschien heute ein japanischer Mache als Experte der kaiserlich japanische Regierung, um sich über die Organisation der Messe und die ausgestellten Waren zu informieren. Das Geschäft in Damenwäsche, insbesondere Luxusware, war 1 nach wie vor ein glanzendes. Holländer, Norweger, Kanadier, Süldamerikaner warm gestern die Äfoiser. Dve.AuSsteller dieser Branche glauben, daß vi^lie'der.ausländischen Käufer noch Wer die Mefsezeit hin-auS ftl Wien bleiben werden, um wertere Abschlüsse in den Geschäftshäusern direkt zu tätiger.«. Ei« großer Posten Pyjamas und SchlaftÄcke ging unter anderem nach LR-anchester. Eine Neuheit, ModeschmetterlÄrge M Schmuck für Hübe und Toiletten, fand großen Anklang und ging unter anderem nach RußlaW, Norweger«, Nord- und SüdcmrevAa. In SchuhbürtM, Schuhvienven, Hosenträgern, Sockenhaltern warreges Geschäft zu verzeichnen, unter anderem machte ein ErMufer aus Capetown (Südafrika) größere Abschlüsse. Englische Käufer irüevessierüm sich schr stack für ein«. Neuheit, Trssjttckl«d«, die aus Seiider^vessen §us«Mmengesetzt sind. BovarLerger Gardinen fände zahlMhe Interessenten aus der österreichische« Provinz mÄ> AmerÄa. Ein Besitzer einer großen uordbShmischen Strunchstvarenfabrik gL>t an, daß seine Branche gegenüber den deutschen Preisen vollftäMg konKurvMWHltz sei. Bsmvckenswert ist, daß dieser Fabnöamt erklärt, daß ihn auch alte tschecho-slowakische Kunden auf der Wiener Messe besucht hatte» und Muster hier bestellt hätte»;, die er seinen Bertretem noch nicht mitgegeben hatte. Die Devisenpreise. In Zürich war eS auf der hmtigeu Devisenbörse etwas whiger. Westliche Devisen haben nur ae- ÄugL Aenderungen erfahren. Eine Ausnahrn-e macht ParrS, welches von 86,46 auf 85^5 gesunken ist. Belgrad erholte sich B&rMm"Kommisslonsg«ftch8ft und Wechselstube HAG ID & Co. Wien, I., Hohenstaufflngasse 11 4027 von 5,5250 auf 6,'56. Auch Sofia beflorte sich von 3,60'aws'LM Die Devise Warschau stieg von 0,0130 auf 0,0140. Hervor ach! Hebung verdient der U-mstand, daß sich die Devise Budapest V01 1,7 1 0{10 <wf 0M gebessert hat. ES scheirtt die-ungarische Reglernw ' hier ihren Einfluß geltend gemacht zu haben. Allerdings is das von ihr gewünschte ,Niveau von 12 Centinres nicht erreich worden. Die Devise Wien hat wieder ihren normalen Stand den.sie schon vor einigen Tagen time gchcM, eingenommen. Si« notierte 0,007650 gegen 0,007636. In. Berlin halten sich iweitef die fremden Valuten aus einem Niveau, das' ungefähr des Stabilisierung der Mark entspricht. Di« Aenderungen sind mw undedeutMd. Der Dollar 'besserte sich von 30M,70 aus 20.697,60, das Pfund von 97.779,76 auf 97.804,85. Hingegen senkte -sich der ftaivzösische Franken von 1368,06 auf 1356,60, Die österreichische Krone stieg von 28,2460 auf 28,6350. IN Wien wurde gestern kein Clearing adgehalten. Der Wechselstubcnverkehr der Oesterreichischen National« bank. Die Oesterreichrsche Natioualbank, Bankabteilnug, teU mit, daß der WirksamMltsbeginn der festgesetzten Bestimndun» — über den Wechselstubenverkrhr bis ans weiteres hinausge- ' m wird. aaßigung der Wiener Bairkenkonditionen. In der eigen Generalratssitzung der Nationalbank kam auch die aßiguna der hohen Bankkonditionen zur Sprache, wobei Präsident Dr. Reisch auf Grund einer erfolgten Fühlungnähme mit dem Bankenverbande mitteilte, daß die Möglichkeit einer Ermäßigung der Bankkonditionen in Bankkreisen studiert werde und eine Herabsetzung in Aussicht stebe. Wie wir erfahren, haben diese Beratungen vorläufig noch kein konkretes ReMtat gebracht, weil die hohen Spesenauslaaen der Bam eine Ermäßigung der Konditionen nur sehr schwer möglich Mecken. In einer N-.iho von längeren Ti^rnsnonen im Banken-, verbände wurde dieses' Problem einer sehr gründlichen Behändlung unterzogen und es ließ sich bei Faktoren der ernste Wille feststellrn, hier unbedingt trotz der Schwierigkeiten eine Er« mä ftgung der Konditionen eimreten zu lassen. Ueber das Ausmaß dieser Erniäßigung sind noch keine festen Beschlüsse gefahs worden. Es sollen in erster Reihe die Vorlageprovision und die Effektenprovtsion welche schon vor sechs Wochen von ein Pro« zent auf acht pro Mille herabgesetzt wurde, weiter reduziert werden. Um aber auch die Speisen, das wichtigste^ Hindernis weiterer Zinsenrestriktionen zu ermäßigen, wurde in die Be* rattingen auch die Vereinfachung des Bankverkehrs in Diskussion gezogen. Es handelt sich in erster Reihe um eine Ver» billig.,ng drs Vankbetriebes durch Vereinfachung und Verein« heitlrciiung des ganzen banktechnischen Verfahrens. In dieses Hinsicht sind konkrete Vorschläge gemacht worden, welche auch in absehbarer Zeit in Anwendung kommen dürsien. Die gestrige Versorgung. Die Versorgung gestaltete sich leicht. Geld war reichlich vorhanden. Ungarische Hosherr-Aktieq waren in Kost gesucht und bedangen ein Leihgeld von 2000 KL Die Stimmung in Finanzkreisen war sehr zuversichtlich, besang ders nach Aktien, in welchen Majoritäiskäufe stattfanden, zeigte» sich Nachfrage. Die Goldparität. Die Geschäftsleituug der Oesterreichs schen Nationalbank teilt mit,' daß die Goldparität (Utrtiedj*. imngsderhältnis, betreffend die Zollzahlungen sin Gold) für dis Periode vom 26. Marz bis 1. April 1923 .mit 14.500 Krone« festgesetzt worden ist. Die Goldparität in'der abgelauseue» Woche betrug 14450 Kronen. „Die Steuer", Zeitschrift für Steucrwesen, Herausgeber Rechtsanwalt Dr. Emil Kollek, Wien, 1. Bez., Wippliugerstratze 22, bringt in ihrer Marzfolge Aufsätze über: Steuerrecht, und Aktienwesen, die Kontumaz, zwei Fragen zur-Zwauc^sanleihe, die jüngsten Entscheidungen des -Verwaltungsgerichtshofes, neue Steuergesetze und den Steuerkalender flir März und April. Verwaltung: Men, 1. Bez., Mpplingerstraße 22. Französische Gegeudbezeichnungen für Weine und gebrannte geistige Getränke. Nach einer vor kurzem kundgemach-i ten Verordnmlg, werden vom 1. Juni l. I. an sraiizösische Gegendbezeichmmgen für Weine und bestinrnrte gebrannte geistige Getränke nur zur Bezeichnung der Herkunft des Erzeugnisses gebraucht werden dürfen. Es werden daher insbesondere von diesem Zeitpunkte an die Bezeichnungen Champagner und Kognak, die bis jetzt als. GattunHsbezeichnungen für Getränke bestimmter Art üblich waren, Nicht mehr als Gaitungsbezeichnungen für Erzeugnisse beliebiger, insbesondere auch inlärrdischer Herkunft, sondern. um: als Herkunftsbezeichnungen für ErzeugrMe der entsprechenden französischrn Herkunft zu»! lässig sein. Mit einer zweiten gleichfalls am 1. Juni l. I. iit Kraft tretenden Verordnung wurden Bestimmungen über den' Gebrauch der Bezeichnung „Weinbrand", die an Stelle der bis»! herigev Gattungsbezeichnung Kognak treten soll, und der Be» zeichnung Schaumwein und Sekt, die schon bis jetzt neben der künftighin unzulässigen Gäiiungsbezeichnung Champagner üblich warm, getroffen. Zuwiderhandlungen sind! strafbar. i Herabsetzung des jugoslawischen Ausfuhrzolles für Weizen.! Die „Tagespost" meldet aus Belgrad: Das Mmisterkomitee für' wirtschaftliche und finanzielle Angelegenheiten hat in seiner! gestrigen Sitzung beschlossen, den Ausfuhrzoll für Weizen von! 160 ans 00 Dinars herabzusetzeu, damit die Weizellausfuhr fc*1 schleumgt werde. / . - Wiederaufnahme der französisch-rnssischen Bankverbindung. „Ostexpreß" meldet über Berlin aus Moskau: Die pri«! vate Russüche Handelsbank A.-G. hat mit einigen französischen! Banken, oamnter dem Courptoir Rational d'EskomPte de! Paris Korrespondenzabkommen getroffen. Damit werden dir! französisch-russischen Bankverbindungen wieder ausgenommen.! Der Devisenverckehr der Nattomckbank während der Oster-' Woche. Di« Oesterreichrsche Natimralbank teilt mit: In ÄM-! tracht der Osterfeiertage werden für die Ze-it vom 28. März bis! 7. April d. I. für 'die -Abwicklmig des Dcviisenclearings nach»! folgende Temnine festgesetzt: Emveichemg der Bedarfsanmel»! dunaen: Freitag den 23. d., Afont-ag den 26. ld.. Mttwoch den! 36. d., Donnerstag den 29. d.. Diensta.g den 3. April, Mitt-i woch den 4. April, Freitag den 6. April; zum Devffenclearmg: Montag den 26. d., Mittwoch den 28. d., Donnerstag den 29. d., Dienstag den 3. April. Mittwoch den 4. April. Freitag den 0. April, Montag den 9. April. Bon Montag den 6. April an! findet der Devisenclearing wieder wie gewöhnlich Montag.! Mittwoch -und Freitag statt. Die Berat««gen über die österreichische« und rmgarischeu, Vorkriegsschuldep. Die Korrespondenz Herzog meldet: Wie berichtet. dtgairuen am 19. d. in Wien die Beratungen über die österreichischen und ungarischen Vorkriegsschnlden unter TeÄ- -»ahme von Delegierten des Finanzkomtteeö des DöNevbuindeS «sowie aller RachfolgEaaten. und zwar der Tschecho-Slowcckoi, Italiens. Ungarns, JugoMviens, .Polens und 'Rmnämens. Di« Verhandümgen wehten sich hauptsächlichst um die Fra-ge, in welcher Weise die Zinsenauszahl'ung der österreichischen unÄ ungarischen Vorkriegsrenten, die 'im Auslande placiert sind, aereaelt werden soll. Bei den Verhandlungen zeigte sich, daß die Regelung dieser Frage noch mit ziemlichen Schwierigkeiten verbunden ist,. weshalb eine Reihe von Vorschlägen gemacht wurde, um die Schwierigkeiten im Interesse der beteMgtey Staaten sowie der Jnhader der Titres zu beseitigen. Die boo» liegenden Anträge müssen noch vorher überprüft werdm -und können erst in einem .späteren Zeitpunk!« in Verhandlung ogen werden. Die ÄonserenL wmde am gestrigen Tage q&} “ Toflen*