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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-25 · Heft 1478 (25.3.1923) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1478 (25.3.1923)
Date
1923-03-25
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Näheres darüber im Inserat ans Seite 1'. a Skarntol-Schuhe sind die besten, Mariahilferstraße 31. o Kindersockerl, Ruderleiberl billigst bei Brei t m a n n, I. Bez., Operngasse 14. a (Srendy in LualM unerreicht! (O r e n d i) Spitzenvorhang mit Draperie . . zu K. 98.000.— (O r e n d i) Spitzenvorhang-Holbstores . . . zn K. 100.000.— (D v c tt b i) Spitzenstores. 8.50 Meter lang . zu K. 120.000.— (O ren d i) SpitzenvorhMg, Zweiteilig . . . zu K. 140.000.— lO r e n d i) Spitzendraperie.zu K. 20.000.— ' (Stettbi) Roteuturmstraße 20. ° Beachten Sic die kiMtzrungsdreife Kr der ne u e r ö f f n e t e n Verkaufsstelle des ..Tuchhaus zum Hmchen, 1. Bez., Adlergasse 5. Friihjahrsneubeiten in original englrichen Stoffen für Damen und Herren (Hirschentuche) zu beispiellos billigen Preisen. ' a Bor einer neuen Leneruugswele? .. . Es ist leider unausbleiblich, daß als Folgeerscheinung des positiven Judex sowie insbesondere infolge der kommenden Wareuumsatzsteuer die Lebenshaltung im allgemeinen und speziell die Warenpreise schon in der nächsten Zeit eine empfindliche Verteuerung erfahren werden. Dazu kommt noch der anläßlich der Wiener Messe gesteigerte Warenbedarf im großen und dre zu Frühjahrsanfang (vor Ostern) erhöhte Nachfrage hei den Detaillisten. Diese beiden Momente tragen viel zur Festigung der Preise bei. Zu den sonstigen Sorgen der mit Glücks- Sutern weniger Gesegneten tritt daher jetzt der Zwang, den Bedarf cm Garderobe, Wäsche nsw. noch vor Inkrafttreten der Marenumsatzsteuer anzuschaffen. Eine frohe Osterbotschaft für jedermann bedeutet daher das von wegen ihrer Kulanz bestrenommierten Firnia Brüder Schiffmann, Wien, 2. Bez., Laborstraße 48, in unserer heutigen Nummer auf Seite 3 angekündigte Sonderangebot für Ostern. In den Verkaufsräumen des zentral gelegenen Warenhauses dieser Firma gelangen' ab heute Neuheiten in Leinenwaren, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche. Bettwäsche, Strick- und Wirkwaren, Regenmäntel, Raglans sowie insbesondere original englischen Früh- Kahrsstoffen für Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen Preisen zum Verkauf. Vorteilhafter Ankauf großer Warenbestände haben es dieser mit kleinen Regien und geringem Nutzen arbeitenden Finna ermöglicht, Preise festzusetzen, wie sie sonst im Detailhandel nirgends geboten werden können. Im eigenen Jntresse versäume daher niemand diese einzigartige Kaufgelegenheit. □ . * Ecka Schuhbänder sind an Qualität uub int Preist unerreichbar. Eigene Fabrikation aus echtem Eifengarn, Macco und Seide. K. u. I. Eckhaus, Wien, 2. Bez., Hammer-PurKftallgasst 1, über der Stephaniebrücke. Telephon 44-4-61. □; . * Nähmaschinen Staßuh, 2. Bez., Nordwesröahnstraße 21. Die.altrenommierte obgenannte Firma, die auf eine unaefähr 20jährige Geschäftspraxis zurückblickt, ist in modernenONähmaschinen mit Kugellagern sowie allen anderen Systemen am Wiener Platze die leistungsfähigste. □ * Qualrtälsmöbel aller Holz- und Stilärten kaufen Sie äußerst preiswert im Möbelhaus Max Bergmann, 2. Bez., 'Praterstraße 38 (Weintraubengasse 2). a «xtrittr «Äs dem 8»de«l«m. Vreitner Lili, geb. 3. Februar 1900, Wien, Bankbeamtm, Xlll., Penziugerstraße 128. Gerureich Stegmuud, geb. 18. Oktober 1883, Wien, Privatteamter, Xiil., Gloriettegaffe 20. Dannhauser Edith, geb. 12. November 1895, Wien, Beamtin, VI., Mümwardeingafse 11. Tr. Brügel Fritz, geb. 13. Februar 1897, Wien, VL Köstlergaffe 14. Spitzer Wilhelm, geb. 19. Juni 1899, Wien, Wehrmann, XVI., Lienseldergaffe 32. Nemenyi Pauline, geb. 9. September 1892, Wien, H., Prater- 'straße' 34. Schreier Bruno, geb. 25. Februar 1901, Wien, 11., Wolfgcmg Schmälzlgaffe 18. Koffler Hilda, geb. 8. Oktober 1900, Bacan, I!., Malzgaffe 7. Kreisky Erwin, geb. 11. Oktober 1896, Wien, Buchhalter, XV., Karmeliterhofgasse 4. Magner Marie geb. Ruciczke, geb. 29. August 1879, Eggendorf, -Heimarbeiterin, XVi., Fröbelgasse 86. Stöpsel Kora, geb. -1. April 1899, Wien, V., Schönbruunerstraße 38. Lederer iJolanthe, geb. 24. Juni 1899, Budapest, XVI., Neinhardtigaffe.21. Poltuzak Ilona, geb. 20. Mai 1900, Krakau, Private, iX.mll., Bäckenbrürmlgaffe 9. RMbitschek Bertha geb. Bauer, geb. >25. September 1861, Zborowitz (Mähren), XVlll., Alseggersttraße 19. Kohn Dyonisius, geb. 23. November 1895, Lemberg, , Disponent, Vit., Bnrggasse 51. Kuthan Marie, geb. 2. März 1876, Meusiedl, Private, IX., Miillnergasse 11. Brachfeld Julius Viktor, geb. 7. Juni 1908, Wien, Student, IX., Alserftraße 20. Modern Otto, geb. 30. Dezember 1905, Wien, Student, 1., Heinrichsgaffe 2. Wodak Elsa, geb. 1b. Febniar 1887, Wien, 'Bankbeamtin, Margareteuplatz 6. ,- . MM ft. - Vereine. BortrSge und Bersmmnlungen. Zionistische B e z i r k s s e k t i o n IX, 9. Bez., Liechiensteinstraße 11/13. Morgen präzise 8 Uhr abends dringende Nationalfondskommiffionsfltzuug. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. — H e b r ä i s ch e r K l u b, 2. Bez., Taborstraße 1 Heute, halb 8 Uhr abends, Mitgliederversammlung. Vortrag M. Stich: „Ben Jehuda". — Z i o u i ft i s ch e r V e r e i n I e h u d a H a l e v i. Die für heute angesetzte Jahresversammlung wird verschoben. Datum und Ort wird noch bekanntgegeben. -Vereinigung zionistischer Bankbeamter. Morgen, 8 Uhr abends, „Bunter Abend". Programm: Frau i Mirjam Schnabet-Hoefüch, Konzertsanger Edm. Sabath. Gaste -tyÜllomMN. -- Hechaluz. Morgen,7 Uhr abends, 2, B^>, Zirkusgaffe 83, Kontrollversammlnug. Tagesordnung: Bericht über die Weltkonfereu^ Urania. Morgent Halb 3 Uhr (Großer Saal): Schülervortrag : Eisen und Stahl. — A Der Erzberg. — Donaureise. 5 Uhr (Großer Saay: Mutter mtd Kind. — Aus dem Familienleben der Tiere. 5 Uhr (Kurssaal): Hoftat Mar Millen« k o v i ch-M o r o l d; Leben und Werke Robert HamerlingS, II. Halb 6 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Fritz Schulhof: Schlaflosigkeit, I. Halb 6 Uhr (Klubsaal): Direktor Dr. Ludwig A r n h a r t: Die pädagogischen Bestrebungen der Gegenwart, IV. Halb 7 Uhr (Kurssaat): Ministerialrat Dozent Dr. Robert Kauer: Berufsberatung, IV. Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Vorlesung Direttor Karl Jäger. Halb 8 Uhr (Klubsaal) r Dr. Julius Wolf: Die' Philosophie Aristoteles und seiner Schule, VI. 8 Uhr (Kurssaal): Obstlt. Cdtnund G l a i s s e- Horstenau: Geschichte des Weltkrieges, UI. — Urania- B ü ch e r st « b e von 8 vis 1 und von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Bühne und Kunst. „Her Marquis von MM" mit StefnrM (Renaissance-Bühne^) Steinrück bringt sachlichsten, prägnantesten Wodetüch. Ohne seine Darstellung der .Hauptfigur zu unterschätzen: Die größere Tat ist seine Inszenierung des Schauspiels. Die spezifisch Wedekindsche, unnachahmliche ,Mallung", der helle, hart akzentuierte Propagandaton (jedes seiner Werke ist ein Werbeplakat, und es ist kein ZuM, daß er einstens Reklamechef einer Weltfirma war), die fonverane Skrupellosigkeit in der Handhabung von Bühneneffekten (Wedekind proklamierst in einer Streitschrift das Recht des Dramatikers, sein Publikum zu bluffen) und die Gepflogenheit seiner Menschen, nicht zu einander, sondern n e b e ^einander zu sprechen (aber beileibe nicht aneinander vorüber) — diese hö chstpersönlichen Merkmale Wedeikinds sind an dieser Aufführung prachtvoll zu erkennen. Die Sprecher des Abends sind richtig angekurbelt, das Feuerlverk auf der Höhe der Handlung macht einen Heidenkrawall, die Schlußszene mit der Wasserleiche aus btt Bühne durch das Losprasseln der Schmähungen des Metzgergehilfen und der keifenden Weiber auf den Titelhelden wedekindisch überspitzt, und gottlob verfallen die Mitwirkenden niemals in Konversation", die dieser Dranratiker nicht kennt, sondern sprechen abtvechselnd ihren vom Dichter ans das Mininmm zusammengestrichemn Part. In der Ausführung freilich glückt dem geschätzten Gast selbst nicht immer, was er möchte. Der Künstler scheint uns überarbeitet zu sein und nicht alles gelingt so scharfkanttg, wie er es mit allzu sichtlicher Kvaftanstvengung bewirken lM. Aber der große Wurf ist da. Hie eigenherrliches' Leben mit allen Lastern und mit aller kindlichen Reinheit — hie dumpft, raunzende, schwunglofe BürFermoral. Hie der gierige Abenteurer, durch hundert Gefahren stürmend — hie der Krähwikel Bückeburg. Und wie ihn dann doch, den schuldlos Schuldigen, das Bürgertum niedevzvnngt, fft in: Schlußakt mit bezwingender Tragik gestaltet. Außerordentlich sein Gegenspieler Kurt Lessen, bemerkenswert gut Herr Schumann in einer Rolle, welche die wenigsten treffen, durchaus zu loben alle übrigen (insbesondere Frau Lvovsky und die Herren Uiberacker, Teübler, Friedrich) — nur Frau Eis ganz beftimrnt nicht am Platze. Ihre spröde, eckige Art (vor allem ihr Organ) nehmen dieser begabteir Charakterdarstellerm die Möglichkeit, als große Dirne zu wirken. Man lasse sie Lei ihren! Fach! Das Publikum sieht eine ungewöhnlich geglückte Vorstellung und fällt durch. O. A. Preiserhöhung in den Slaakskheateru. Ab 1. April tritt im Burg- und Operntheater die neue Preiserhöhung in Kraft. Sämtliche' Eintrittskarten ohne Unterschied der Gatttmg werden umlVProzent teurer sein als bisher. Die Preiserhöhung hängt mit den neuen Gehaltsforderungen der Darsteller und Angestellten zusammen. I« Beer-Sosmanns „Iaak»bs Traum" (Bnrgtheater) wird am 31. d. Herr Pyillpp Z e 8 k a zum erstenmal die Rolle des Jaakob spielen. Das Schönbrrumer Schlotzlhealer wird als Kammersprelhaus des Burgtheaters voraussichtlich im Mai wieder eröffnet werden. Versteigerungs - Einteilung W Beginn der Versteigerungen, wo nichts anderes vermerkt, nachmittags um Uhp Tägiioh Pretiosen; jeden Di Silbor i u.Chmaailber; Jeden Mi Brillantenu. Perlenschmuck im Franz-Saal. TCfüoh 6ebrauofu0sgenitände {m Ludwigstorff-, Röäsleru. Kolowrat-Saal, speziell jeden Mi Phote* i Apparate, Ferngläser, Schreib* mascirinen; Fr 6. IV. fagd* l waffen, 8portausr0etung, Fahr* | räder, Pelze im Ludwigstorff* I Saal. Mi 28. III. u. Do S. IV. im Franz Josef-Saal: Sohfine lobet, Perserteppiche, Kunstgewerbe; Di 27.IU.,M14.u. Fr 6. IV. Im Hoch-Saal, Sa 7. IV. Im Decliau* Saal: Gemälde, Kunstnowerbe, i Teppiche, Antiquitäten, IN 27. III. Mi 4. u. Fr 6. IV. im Glashof: Möbel, Kassen, Luster, Bilder, Hausgeräte. Do 5. bis Sa 7. IV. Bücher im Eminger-Saal, Di 27., Mi 28. III. u. Mi 4. n. Fr 6. IV. Briefmarken, VI., Mariahilferstr. 73. Di 27. III. 470 Flacohen Aui* Ifinder-Sokaumweln in Partien zu 5,10 und 20 Flaschen, im Dechau* Saal. Do S. IV. 3 Uhr nachmittags VIII. Tecftitlsohe Auktion: Benzinmotoren, Automat, Werkzeuge, kleine Maschinen, Autobestandteile, Wagen, VIII., Feldg. 6*8. Mi 28. III. 10 Uhr vormittags 46 Auto-AnhKngewaaeii und «Oe* stelle, Simmcringer Baracken, XI., Haldequerstrasse, gegenüber den «auror-Werken. Mo 26. bi* Ml 28. III. '/,3 Uhr nachm.: Modernes und antikes Mobiliar, Perseru. Inländer* Teppiche, Oemälde, Miniaturen, Bücher, Beleuchtungskörper, Lusler, Kunstgewerbe, Silber u. Chinasilber int Versteigerungs- Saal, V., Strobaobfl.» Die Reihe Ser Ghakefpsare-Aken-e -«S Burg»! theaters wird durch eine Neuinszenierung von „AntoniuS! und K l e o p a t r a" bereichett, die Albert Heine besorgt/ Die neue Ausstattung stammt von Proseffor Roller. Die Kleopatta spielt Frau M e d e l 8 k y, den Antonius spielt Herr A S l a n. Die Erstanffjihrung findet am 21. April statt. Das Prager -eaifche Theater. Wie die Prager „Bohemia" meldet, hat der Mnisterrat in seiner letzten Sitzung den seinerzeit mit Direktor Kramer geschloffenen Vertrag betteffend das Laitdestheater genehmigt, wonach seitens des Landes an die Theaterdirektion jährlich ein Betrag von 2,200.000 K. zu entrichten ist. Fra« Jlüa Skera-Sirakajch veranstaltet am Sonntag den 6. April um halb 4 Uhr nachmittags im Kleinen Musikveretnssaal mit ihren Schiilern- und Schülennnen einen Arien- und Liederabend. Am Klavier Frau Jlka Stern-Strakosch. Restliche Karten <m der Mnsikverrknssaalkaffe. D Die Budkosche Hagadah, der Schmuck des Sedertisches, ist in diesem Jahre auch in deutscher Nebersehung von Rabbiner Dr. M. Grnnwald erschienen. Hcbräffch-deutsche Ausgabe: Pappband 24.000 K., Leinenband 32.000 K.; hebräische Ausgabe allein: Pappband 46.000 K., Leinenband 24.000 K. Außerdem ist lagernd: Hagadah mit Holzschnitten von Jak. Meinhardt, hebräischer Text nach alten Handschriften von Franziska Baruth (Pappband 63.000 K.), ferner Hagadah-Ausgaben in reichster Auswahl. Für die Jugend: Chad Gadjah. das Pessachbuch, herausgegeben von Herrntann (kartoniert 22.000 K.). AMs durch die Buchhandlung R. Löwit, 1 .Bez., Notenturnrstraße 22. o Aus de» Airatem. Burgtheater: Morgen, 7 Uhr, bei .aufgehovenem Abonnement (kein Kartenverkauf), »Der Bauer al8 M i l l i o n a r". Dienstag, 7 Uhr, »Die S t ii tz e n d e r Gesellschaft. A k a d e m i e t h e a t e r r Morgen, halb 8 Uhr, „D i i Schwe stern". Dienstag, 7 Uhr, „M i r a « d o l i n a", Operutheater: Rtorgen, 7 Uhr, „F i d e l i o" Dienstag, 7 Uhr, „D e r E v a n g e l i m a n n". Deutsches Volkstheater: Hente das Lustspiel „E u d st a t i o n". Carl-Theater: Morgen, „Madame Pompadour". Renaissancebühne; Donnerstag den 29. d., M« Premiere des Lustspiels »Die Freundin seiner Exzellenz" von Mexander Engel.! Neue Wiener Bühner Gastspiel des NuUch- Deutschen Theaters Duvan- Torzoff. Theater in der Josef st ad tr Erika Glahnw beschließt ihr Gastspiel Mittwoch den 28. d. in der Komödie „L i s s y, d i e 5L o k o t t e". Wochenspie.lplandesDeutschenVolks/ theatersr Heute, nachmittags halb 3 Uhr, ,,O n k e! Toni" (mtt Willi Thaller). Kein Kartenverkauf. Abends 7 Uhr „E n d st a t i o n". Moiüag „D i e g r o ß e K a t h a r i n a". — Blaneo PoSnets Erweckung". Dienstag ,,M u t t e r Sorge". Mttwoch ,,D i e Kro np r ätende n t e n". Donnerstag „Endstation". Wochenspielplan des Raimund-Theaters: Heute, halb 3 Uhr, Wiener Kammeroper »Der M a s k e n b a l l". 7 Uhr „D a S g r o b e Hemd" (mit Willy Thaller). Montag, Mittwoch und Smnstag „Der U nb e st e ch l i ch e" (mit Max Pallenberg). Dienstag „D e t Geizige" (mtt Max Pallenberg). Donnerstag „D e r W a uw a u" (mit Max Pallenberg). LiteratM. Tägliche Schaustellung ab 1 Uhr Näheres i.'d, ,,Mittcilungen"u. „NachrlchtenbIättem"d.Doro<hcums. Klal-Bibttother. 1922. KWl-VeMrg, Berlin, GW. Marktzraftnftvaße 73. Die geschmackvoll cmsgosiapwte oörtib handliche Ma>l-BMio!ihek, welche in gubrr Auswahl Stücke aus der Mischen Lit-emtur und Geisteswoli bringt (die ersten Bänidchen sind hier bewits -Lbsprochrn worden), hat die Zahl ihrer sympathischen gelben Büchlein bereits ans mehr als ein halbes HnnidÄt gsbvacht. Hervovgkiholben seien das 11. Bändchen, eine von R. Seligmann besorgte jüdische Usbertrogung von Rroarda Huchs „Dos Jndenigrolb" soiwiiie von Flaubertr ,Herodias". Beide.Uclberlraguuigen sind sauber, alber «licht seht dichterisch. Eme ErtzWung von Jakoib Steinberg ,Mosch« tams" (Bändchen 33 und 34) fesselt durch einige Na-turstzonen^ denen allerdings monchinal ettoas zu Viel pom-tievende Reflexion bicigegeben ist. Bändchen 1l2 ,/Der schlesische Ger-Z edel" bvingt das Material über Josef Steblitzki ans Nivolmi in Oibersch^lesien, welcher beretts in vorgerücktelm Atter znsn Jiudentmn übertrat — ein Fall, welcher viel Stand atHowdeltze und im Jahre 1765 auch zu einer gevichKicheu Undevsuchnng gegen St-Mitzki fichvie. Die UMeüsuchMvg wurde durch Entscheid Friedrichs des Großen emgcstellt. StMitzkh welcher sich Jolftf Mmham nannte, Mte dann bis zu seirmu im Jochve 1807 evsohgien Tode m Soran. Sein Anidenken X^&tj noch hertte bei den Jniden jener schlesischen Gegend fort. ©Ci wurde mit dem TilÄ,Morenn" geehrt und sein Nanre Wird noch jetzt iin SeÄenigedächtms nach denen der RolbKner m Sorcm genonitt. StMitzLi ist in Nioolvii beMÄben. Die 'vottj Aduren, znsanMiengestMten DokumentL für detr Fall, StMitzki bieten den Reiz histonischer Reminiszenz. Zu deuj wertvollen ErscheiMnigen der Klal-Biilbli-oths? gchövt der l>ibe->! varhisttwische Way „Hiumonlsamis in der äli-even jüdischen! Literatur" von Bool-Dimjon (Bändchen 19 bis 20). Die ausgezeichiMe Untersiuchnmg, welche darin giPseLt, daß die ältere jüdische Mievatnr (vom Be'giiM der HasVaA-Belw'eigung bis m die achtziger Jahre des neuWchnten Jahrhunderts) nicht eine „MischlKche", sondem eine ,/ml>ij>üdischliche" gewesen sei, das heißt, daß sie in Sinn mtfo Tendenz sich gegen die Beschränkung im jüdischen Wesen richtete und es ans das Menschliche zu richten bestückt war. Di-» AlbhaMnrvg ist wertvoll in JnhM und Form. Ans das JnhaMche wird »och m einem anderen Zrüsantmenihong ziunückWomimen seim, Mer die Form fti Mchdvück'lichst bemerk, daß der Anio-r (ßn>m U-rtter^ schied von vielen anderen modernen jüdischen Tttvtoren) eiin kräftiges, aber mit modernen Nerven dmchzoMies, klares und dalbsi gebilMtes Jüdisch schreibt. Das zuletzt göivanurtv Gpi-, thoton für seine Sprache verdient besonders hervorigehoben zu, tvevden in einer Zeit, wo jüdischer Stil und Mische Spvachsj Vielfach der Plattesten jouvn>.rMsch<.''n UMvÄffenheit MSck«! lichsrt sind. ' apwmfe«

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