Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1476 (23.3.1923)
- Date
- 1923-03-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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VeÜe 8_M«n, Freitag_ Serichtssaal. Der Bandileneinfall ins Bmgenland. Vor dem Schwurgericht hatte sich gestern der 23jährige Pmvatbeamte Stephan Kanka wegen Hochverrates und beivaffnetcu Widcrstardes gegen die Gendarmerie zu verantworten. Kanka Hai im Juli vorigen Jahres an dem Angriff her ungarischen Freischärler gegen Hagendorf |tn Burgenland teilgenommen. Die österreichische Gendarmerie in Hagendorf hatte von den Absichten der Freischärler rechtzeitig Kenr«tnis erhalten. Die Bauern der umliegenden Gemeinden leisteten den österreichischen Gendarmen Hilfe. Als gegen Mitteri ht des 18. Juli eine Bande von fünfzig bis m die Zähne bewaffneten Freischärlern, die sieben Maschinengewehre Mt sich führte, gegen Hagendorf vorstieß, fanden'sie harttäckigen Widerstand und mußten sich znrnckzichen. Unmittelbar vor Beginn des Gefechtes war Kanka gefangengonvmmen worden. Er ivar durch das Los airsersehen worden, als erster nt den mirzingelten Ort einzudrirgen. Mit Handgranaten und 'einem Gewehr ausgerüstet, schlich er sich durch den Garten des Psarrhofcs, wo er gefangcngenommen wurde. Am nächsten Tag sollte iyn der Gendarm Zieh freund ztrm Bezirksgericht nach Güssing dringen. Unterwegs entriß er dem ©euixtmcn das Gewehr urddas Bajonett und versuchte, mit diesem Stiche gegen den Unterleib des Gendarmen zu führen. Er wurde wieder gefangengenommen und vercmtwortete sich damit, er habe befürchtet, der Gendarm werde ihn, so wie cs ungarische Soldaten mit Gefangenen zu tun Pflegten, unterwegs urubringen. Bei der Verhandlung erklärte der Angeklagte, er sei ungarischer Staatsbürger und habe daher das Verbrechendes Hochverrates nicht begehen können. Er erzählt, daß er nach dem Umsturz in Oe den bürg Fähnrich bei einem ungarischen Bataillon war. Im Oktober 1921, als Exkaiser Karl seinen mißglückten Putschversuch in Oedeuburg nmernahm, leistete er ihm den Treueid und gehörte zu jenen Truppen, die mit Karl nach Budapest zogen. Er wurde gefangengenommen und auf Grund des Strafnachlasses wieder sreigelassen. Er brachte sich dann eine - Zeitlang in Csot als Privatbeamter durch, als er eines Tages die Nachricht bekam, daß in L u g o s gm 13. Juli 1922 eine Kar l ist ender s ammlung stattfinde. Kanka fuhr mit einem Freund «dorthin, fand allerdings dort wenig Karliflenleute, sondern mehr Anhänger Pronays und Hejjas', die für die freie Königswahl find. Eine Stunde nach dem Eintreffen bei der Versammlung sei allen Teilnehmern erklärt worden, daß sie in militärische Züge eingeteilt werden und daß jeder, der sich entfernen wollte, erschossen werden würde. Sem Zug, der unter dem Kommando eines Oberleutnants Horvath stand, hätte auch den Befehl bekommen, an einer Aktion, die in das von den Österreichern bereits besetzte Burgenland vorgenommen werden sollte, teilzunehmen. Verteidiger Dr. Erich Saxl (zum Angeklagten): Wer ist Ihr Vater gewesen? — Angekl.: Staatsbeamter. — V erbet di ger: Sie stammen aus einer königstreuen Familie. — Angekl.: Ja. Verteidiger: Sie sind königstreu erzogen worden um» habenseit jeher der K a rlrstenpartei augehört, — Angekl.: Ja. — Verteidiger: Ist es richtig, Taß Sie, als Sie nach Lugvs. fuhren, meinten, an einem Königsputsch teilzunehmen. — Angekl.: Ja, das ist richtig. — Verteidiger: Kommt im Karlistenprogramm überhaupt etwas über West Ungarn vor, daß es'bei Ungarn verbleiben soll oder Aehn-liches? — Angekl.: Nein, im Programm stcht gar nichts. — Verteidiger: 'War Ihre Gesinnung darauf gerichtet, Westungarn bei Ungarn zu behalten? — Angekl.: Ich habe mich nicht dafür interessiert. — Vors.: Haben Sie nicht ebenso wie jeder Ungar gegen die Abtretung Westrmgarns Stellung genommen? — Angekl.: Es war mir unangenehm. Der Verteidiger will durch weitere Fragen seststellen, daß der Angeklagte lediglich in Verfolgung legitimistischer Ziele nach Lugos gereist ist und dort gewaltsam zu Diensten in Anspruch genommen wurde, die nicht irder Linie seiner Tendenzen lagen. Dr. Saxl verweist insbesondere daraus, daß der Angeklagte der Gruppe Osztenbnrg tngehört habe, die ebenso wie die Gruppe Lehar von Pronay und Hejjas angeseiudet wurde, und daß diese beiden letzten Gruppen dem Osztenburg-Detachement in den Rücken fielen. Nach Einvernehmung einiger Gendarmen, die der» Kampf mit Kanka analog der Anklage schildern, wurde die Verhandlung in später Abendstunde abgebrochen. Aufreizung gegen die WWe Konfession. Aus Budapest wird uns berichtet: Am 16.<August 1922 veröffentlichte das antisemitische Blatt ,M Nep" eine Zuschri-ft des Turul-Verbandes der ungarischen Tlniversitäts- und Hochschuljugend. In dieser Zuschrift heißt es unter anderem: .Mit großer Entrüstung und mu Erstaunen nehmen wir Kenntnis von der perfiden Vermessenheit,. mit der in der «betzten Zeit die für unser Vaterland in «jeder Beziehung schädliche Svmitenrasse das Blatt ,ßL N^p" «anzugreifen «wigt. Diese ins Land emgewanderten, dem llngartmn fremde Rasse greift gierig nach allen verwerflichen und gemeinen Mitteln der Sophistik, um ein neues iJudenreich in Palästina, und wenn es da nicht Mt, anderwärts. zu -errtcksten. Die Juden sind Semiten, «in» in jeder Hinsicht gefährliche Rasse." Die StaatscmwMchafr leitete wegen dieses Schreibens gegen das Glatt ^das Verfahren# wegen Aufgegen die sindische Konfession ein. Di'v leitenden Funkbionäve des TuM-VevbaNdes ver- ^Zaren hierauf ihren ganzen magyarischen Mut und gaben in der 'Worunter!! uchvng übereinstimmend cm, daß sie die Htchchrift «ich: ztmt Zwecke der Veröffentlichung m hi* Sdedakm« des _Wiener MoLgerrzettM^_ „A Nep" gesendet hätten. So hatte die Staatsanwaltschaft feinen anderen Weg, als -den verantwortlichen Redakeur Etlgen Gosgtonyi zur Verantwortung zu ziehet:. Bei der am 21. b. stctttgehabten Haupwerhattdlting erklärte sich der Angeklagte für nichtschuldig; es sei in der Redaktion des „A Nep" Brauch, die eingesendeten Znschrifett im Blatte zu veröffentlichen. Auf die Frage, ob er die Verantwortung für den inkrimMierten Artikel übernehme, antwortete der Angeklagte: „Nein, doch wenn inan ntich «dapt zwingen sollte, bin ich bereü." Ävrsitzendcr: Miemand zwingt Sie dazu. Erklären Sie: Wollen Sie die Verantwortung übernehmen?" Angeklagter: „Nun denn ja, ich will die Verantwortung mit bett Verfassern tragen." Die hierauf als Zeugen vernommenen Leiter des Turul-Verbandes erklärten, daß der Präsident die Zuschrift verfaßt ha>be und daß die gesamte Leitung nachträglich der Veröffentlichung zngcstimmt habe. Der Staatsanwalt findet es ganz merkwürdig, daß die Zettgen in der Voruntersuchung ganz anders ausgesagt haben als heute. Die Folgt« dieser gut-- inszenierten Komödie war nun, daß der angeklagte Chef-' redakteur freigesprochen werden mußte und der Akt an die Staatsanwaltschaft zur weiteren A m t s h a n d >l u n g gegen die. uun«m«ehr bekannten Verfasser geleitet würde. Gegen dieses Urteil meldete der Staatsanwalt die Berufung an. Vom Grafen Sternberg. In fortgesetzter Verhandlung hatte sich gestern das Strafbezirksgericht 1 mit den Ehrenbeleidigungsklagrn zu befassen, die Lldalbert Sternb erg gegen mehrere Mitglieder des „Wiener Klitbs" emgebracht hat. Die erste gegen die Herren Leopold Cray nud Walter B e rchem und gegen den General Franz Kriszt eingebrachte Klage war «darattf zurückz-ttführen, daß die Beklagten den Ausschluß des Klägers aus dem „Wiener Klub" beantragt hatten. Es handelte sich um Ehrenaffären, bei denen sich die Grafen ttnd Prinzen in Zeitung^t gröblich beschimpfter.-. Die erste Verhandlung, bei der HerrÄternberg sehr offen über das gewerbsmäßige-Hasardspiel und über das übliche Sausen in dem vornehmen Klub sprach, wurde zur Vorladung des Präsidenten «des „Wiener Klubs", Heine-Geldern, vertagt, der für gestern als Zeuge geladen war. Gleichzeitig mit dieser Klage wurde gestern auch über eine Ehreübeleidigungsklage verhandelt, die Sternberg nachträglich gegen Eugen K i n s k y aus dom gleichen Grunde erhoben hat. Der Präsident Heine- Geldern erzählte, daß sich Herr Sterniberg derart ungebührlich benommen habe, daß «er die Absicht hatte, ihn zu einer Aendernng seines Benehmens oder zum Austritt auszusordew. Die Angeklagten hätten für seinen Attsschlnß Stimmung gemacht, inzwischen sei aber Starnberg freiwillig ausgetreten. In einem Brief habe Sternberg schwere Verleumdungen gegen mehrere Mitglieder erhoben, einem Herrn habe er D iebst a h l vorgeworfen, von einem zweiten behauptete er, die Prager Adelsrefource habe ihn als satisfakt-ionsunfähig erklärt. Die Anschuldigungen seien jedoch haltlos gewesen. Auf Verlangen Sternbergs wird der Zeuge beeidigt. Auf eine Anfrage des Klägers liest er einen Brief vor, in dem es heißt, daß Engelbert Auersperg einen Diebstahl begangen habe.- Sternberg erwidert, ncht er habe diese Beschuldigung ausgesprschen, sondern andere. Der Vertreter der Beklagten (an« Stelle des «erkrankten Dr. Harpner) Dr. K a tz bietet den Wahrheitsbeweis an, da Sternberg betrunken gewesen sei und sich unanständig benommen habe. Der Richter lehnte die Anträge ab und sprach die Angeklagten frei. Was ist richtig? Prinzipiellen Charakter trug folger.de Ehretibeleidigungsklage vor dem Strcrfbezirksgerrcht 1: Die Klage führte aus: Im Juni vorigen Jahres sei für einige Zeit die Pflegeschwester Marie Millinger bei. Frau Lola Klarfeld beschäftigt gewesen. Eines Tages sei von dieser Frau der Präsidentin der Pflegeschwesternorg-cntisation, Erika Viel Haber, die Mitteilung gemacht worden, die Millinger hätte aus dem Wäschekasten gute Leinwand gegen schlechtere absichtlich vertauscht. Bei der Verhandlung, die für gestew anbevaumt wurde, stellte es sich jedoch heraus, daß die erhobene Beschuldigung nicht, wie ursprünglich tmd, fälschlich angenommen wurde, der Präsidentin, sondern der Sekretärin Jda Silberkleid gegenüber gemacht wurde. Der Verteidiger meinte: Es gehe nicht an, einmal die Vielhaber und ein anderes Mal -die SÄberkleid anFUgeben; denn Frau Klmsteld könnte ganz gut sowohl der einen als auch der anderen gegenüber die Klägering beschuldigt haben. Da aber ein Tatbestand, wie ihn die Klage cmsnhrt, nicht vorhanden sei, bitte er um den Freispruch seiner Klientin. Der- Vertreter der Privatklage behauptete dagegen, daß in einer Ehrenbeleidigungsklage doch nur die Aeußernng. iukviminiert werde, und da ferner in diesem Falle der Tatort der gleiche' sei, so daß es sich keineswegs um zwei verschiedene Dinge handeln könne, ersuche er um Verurteilung der Gegnerin-. Landesgevichtsrat Dr. Benesch schloß sich jedoch der Ansicht der Verteidigung an und sprach die Beschuldigte von der Anklage frei. Das „Schw-arzbrentten" von elektrischem Strom. Vor bem Bezirksgerichte. Fünjhaus <Oiberlandesgevichtsrat Doktor Neh o-da) hatte sich gestern ein Schlosfermeister «wegen Ilsber- , twtung -des Betruges, 'begangen durch „Schwarzbrennen" von elektrischem Strom zu verantworten. Die städtischen Monteure Eberl und Letz haben gelegentlich der Ue'beüpüüfun«g der Anlage des Angeklagten festgestellt, daß dieser durch Manrpülationen verschiedener Art 'den Zähler, der die verbrauchte Menge von Elektrizität anzeigt, zmn Stehen' gebracht hatte, so daß der durch die Motvre, 'beMv. Glühlampen verbraucht» elektrische Strom «weder gemessen noch verrechnst werden konnte. Die Manipn'lationen sind ans Jahve zuMckreichend, heißt «es in der Anklage. Der Schlosfermeister hat vorlätrsig zivka ein« halbe Million Nachzahlung gelefftÄ. Die Gemeinde Wien — städtische Elektriffttätswerke hat Für Verhandlung einen Vertreter «gesendet. Dieser machte die interessante Mitteilung, daß der Schaden, der «durch das ,Dch^rchvenn«eü" von elektrischem Strom verursacht werde, «jährlich in die Mil- - liarden gehe. Die ZunächstbetroGene ist zwar die Gemeinde Men, «aber Atzten Endes trifft der Schäden die MlgsmeinhM, bszw. alle, die elektrischen Stwm von der Gemeinde beziehen. Denn «der «mchtbgzcchlte, wohl aber verbrauchte Strom wnd bÄ der «Kalbubrtlion zur Fesffetzunig des Strontpreises mtt eingerechnet. Je mehr „schwär«" gebrcMt wird, «um so rmhr «muß auch der anständige und chrliche LVerbraucher beschlen. Der „Schwarzbrenner" Widigt demnach die Mgemeinhort rrrck «nicht eigentlich die Gomei«nlde. Im «konkreten . Falle ÄHÄt «sie sich I noch wettere Ersatzansprüche vor. Der Richter verurteilte den Angeklagten ztr einer Arvestslrafe «in dar iDau'er von drei Tagen, I feeiw&cft tojcä) e«t fy«k& J8c«tiw. _23. März *1933 _ Nr. tm Bollswirt. Gestempelte Krone ---- 0.0078-/- Centimes. Auszahlung Men ---- 0.0075V8 Sentimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0078'/, (0.0074*/* am 21. März), die österr. gestempelte Krone 0.0076Vg (0.0078 am 21. März) die tschechische Krone . . . 16.10 (16.02V, am 21. März) die Mar! . .. 0.0261 (0.0260 am 21. März) Belgrad. 5.55 ( 5.55 am 21. März) Bukarest.. . . am 21. März) Sofia. 3.50 ( 3.35 am 21. Mäh) Bndapest.0.10 ( 0.13 am 21. März) Warschau. 0.0140 (0.0185 am 21. März) Steigen der Ssteneichischen Krone. Weiteres Sinke» der ungarischen Krone. In Zürich verdient das Steigen «der Devise Wien« vm» 0.0074,75 auf 0.0075,37 besondere Beachtung. Eine so starbt Steigentng ist schon seit langem nicht beobachtet worden. Als Gründe dafür werden in erster Reihe das Sniken der Schweizer Devisen auf den anderen ausländischen Märkten, andererseits aber auch ein gesteigertes Interesse für die österreichische Kröne angeführt. Es heißt, «daß in maßgebenden Finanzkreisen Oesterreichs ein allzu starkes Steigen der österreichischen Krone nicht zugelasson werden soll, weil auf jede mögliche Werse vechindert werden soll, das; sie das Objekt der Balutenspeku«lation werde, Es verlautet, daß in den nächsten Ta«gen eventuell eine «gewiffr Restvoktionspolitik eirgreffen werde. Das zweite hervorstechende Moment ist das weitere Sin keu der ungarischen Krone von 0.13 auf 0.10. Damit ist die ungarische Krone unter das Schleichhandelsnivvan in Budapest, wie sie «sich «im dortigen außerbörslichen Valutenverkehr stellte, gesunken. Es verlantet, daß die ungarische Regiemmg mwmchr energischer oingreifen.wird. Sie versucht, durch Verpfändung des Zuckerttnd Getreideexports krampfhaft im Ausland Geld aufzutrevben. In finanziellen Kreisen wird gchofft, «daß sich die Ungavkrone um 0,12 stabilisieren werde. In Zürich ist die Devise Paris von 36.85 auf 37.2g avanciert, was auf ein stärkeres Interesse der attslär.dischen Spekulation hinlweist. Berlin hat sich nur um eine Kleinigkeit von 0.0260 Es 0.0261 erhöht. Hingegen ist Warschau von 0.0156 auf 0.0114 gefallen.. In Berlin sind wieder nur unwesentliche AeudMUNgeit zu konstatieren Der Dollar besserte sich von 20.857,70 auf 20.887,65, das Pfund hingegen fettkte sich von 97.681,15 aus 97.615,10. Die österreichische Krone erhöhte sich von 38.27.6g auf 26.50. Die Amdevungen der anderen Valuten sind gering In Wien wurde gestern kein Eleari«ng aibgehalten. Lesterreichisch-ukrainische Verhaudlungeu. Erze und Kohle. Wie die Ukr. Tel.-Ag. berichtet, sind die Verhandlungen der hiesigen ukrainischen Handelsmission mit «den Vertretern te*!' österreichischen Industrie betreffs Lieferungen von ukrainischen! Eisen-- und Manganerzen, die bis jetzt fast ausschließlich nach! England exportiert wurden, «itt vollem Gange. Auch die Frage! der Versorgung der österreichischen Industrie mit «der welt,j berühmten Kohle. (Anthrazit) aus dein Donezbecken wurde er»j örtert. Jedoch ist es zu «einem positiven Resültat nicht gewmmen. Die größten Schwierigkeiten bereiten die hohen Transportkosten per Bahn, «da der Tran«sport über die Dona»! vorlättflg nicht in Betracht kommen ftrattt, weil bis zetzt zwi-! schon Sowjetukraine und Rumänien ttnd Ungarn Noch fowtej Verkehrskonvention bestcht. In, den Fachkreisen-'nmmtt man an, «daß. es mit dem Zeitpunkt «der Regelung des Verkehrs, über! die Donau zu regen Handelsbeziöhungen zwischen Oesterreich! und der Ukraine kommen wird. > Der Banknotmmnlaus Oesterreichs beträgt nach d«n letzten Ausweis vom 16. d. 4258 Milliarden «Kronen und «hat sich mithin gegenüber der Vorwoche ntn 62 Milliarden vermehrt. Das Wechselportessuilla der Bank beträgt 606 Milliarde« Kronen und ist mithin um 28-9 Milliarden «Kronen «geringer als in/der Vorwoche. Der Goldschatz der Bank hat sich ran 46 Milliardm vermehrt und 'beträgt nunmehr 1051 Milliarden. Die Wiener Messe. Im Messepalast ist das Geschäft nach wie vor ein gutes. Es wevden aus all«eu Branchen ztemilich «temfanMeiche GeschäffsabschWsse gemeldet. Glas und- Porzellan stehen, was Erfolge betrffft, so ziemlich an erster Stelle. Die Wtieilung «Kunst'gÄverbe wird von Am«eribanern stark frequentiert. Die Spielwarenerzsuiger haben Abschlüsse nach den Sukkzess-ionsstaaten und rvach den noMschen Landem zu verzeichne». CchvMaumsiHimuck^ aus Glasgsspinst war s.chr gssücht. Als In» teressenten für Bijouterieart-ikeil traten.weben Rumänen Haupt» isächltch Italiener aus, w ie denn überhaupt das Geschäft mit Italien durch die An«kunft. der gestern geimeildet«en Reijsegeisellschaft eine wevtere Beleibuug erfahren hat. In der Papievmeffo war der Zuzug von Emkäusern stärker als am Vort>age. Der B-aiÄan mteressverte sich für Pariere aller Art, verkauft wurden weiters. Bure-au- und Rechenmaschinen. Au den Geschäfts- MchNssen P auch die Schweiz — In der Neue« «Hosbtwg: Hier ging heute die Ku-ndschaft zu größeren Ab« ischüistM über. Bei den Auskunft Äschaltern. m der neuen Bum ettschten hont« ein Käufer aus Sidnch (Ämstvalien), der erklärte!, daß er im BsgrUe fei, AbschLffe für 800 Mllivvden m tätigen lhauptsächttch in Textilien u«nd Autos). Auch ruffilsche -Erwtkrutfeir waren erschiewon, welche cmgaben, über unbeavenzbo Mittel pm Einkache m verWgen. In «Galanterieschuherv, KmderMchen, ferner Mttelgenre (im Preise von 160.000 biS, 1«60.000 K.) und in StrapqMl.re wurden größere Mschlüssv, «erzielt. Die MchfoStzvstaaten, wie auch Uebersee, unter andere«! ein Indier aus Bombay, ttvoren die EttMuser, Alle Arten de« Damenikonf«ek1wn, LuxuS-Dcmtenwäsche, Damen-ModeMleider, «Wen nach wie vor große A^-ehttngMaft aus^und wurden vo»I der Provinz ReiDdvntschen, Engländern, Alnerikanem und auch von CaschUtÄeuchert aus Südamerika, in großen Posten /