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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-20 · Heft 1473 (20.3.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1473 (20.3.1923)
Date
1923-03-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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scr. i&ra Men, Dlenstag f~ -- ■ IGummimäntel! Grosse Vorräte Billige Preise NORBERT ROTH „ VII., Mariahilferstr. 88a (Zitahof) :: Tel 33-1-31 ----- Abteilung für Mantelstoffe ----- Wien, 6. Bezirk, Mariahi'ferstrasse Nr. 105 Anglobank —, Oesterr. Kredit 84.—, Wiener Unionbank 36.—, Wiener Bankverein 33.—, Bnschttehrader Eisenbahn ' Lit. A 600.-, Ltt. 8 177.-, Ferdinands-Nordbahn 6450.-, Prag-Duxer 148.—, Auffig-Teplitzer Eisenbahn 1115.—, Nestomitzer Zuckerkndustrie 1100.—, Vereiniqte Elektrizität Wien 83.—, Brosche 616.—, Koliner Spiritus 730.—, KönigSbofer Zement —, Breitfeld-Dcmek 379.—, Ninchoffer 675.— Siimneriuger 66.—, Rotbkosteleber Textil 290.—, Alpine Montan 231.—, Poldihüt!e421.—, Prager Eisen 932.—, Oesterr. Berg ». Hütten 1550.-, Skoda 422.-, Jnwald 660.-. Bndavefter Wrke. Budapest, 19. März. Die sich in dm lohten Lagen fühl-! bar machende Mschwächung -rat heule in smpfindlichem Maße hervor und die mirse der schweren Papier« standen mit großen Einbußen an der Spitze. Las Publikum, das dadurch üiberrascht wurde, warf große Posten auf den Markt und die Kontermine suchte diese Vage für sich auszunützen. Auch Arbitmgepapiere Lagen sehr schwach. Empfinbliche Einbußen erlitten namentlich Salgo-Mtien. Immerhin war die Tendenz nicht einheitlich, da die im Kurse niedrigen Werte diesen eher «ufzirlbessern vermochten. während die mittleren ihren letzten Stand behaupten konnten. Die Schlußtendenz war sehr flau. Schlußkurse: Ung. Kredit 36.500, Oesterr. Kredit 6000.-, Brittsch-Ung. Bank 5400.-, Salgo Kohlen 117.000.-, Nimamuranyer 16.800.—, Südbahn 13.000.—, Staatsbahn 49.500.—, Gran-Szaszvarer 56.000.—, Oberungarische Kohlen 82.000.-, Drasche-Ziegel - 45.000.-, llnyarische Allg. Kohlen 310.000.-, UrttaM, Kohlen 175.000, Adria 68.000.-, Clotilde chem. Fabrik 12.800.—, Ung. Eisenbahnverkehr 13.700—, Anglobank 14.000.-, Verein. Holz 1250, Kobmg 12.000.— Spodinm 17.700.—. _ Sie Devisenkurse. Zürich, 19. März. (Devisenkurse von 12 Uhr 15 Min. — Mitgeteilt ton der Schweizerischen Kreditanstalt.) — Berlin 0.0258 (0.0258), Holland 211.50 (212.20), New-York 538.25 <688.-), London 25.29 (25.23), Paris 34.45 (33.70), Mailand 25.95 (25.87), Brüssel (28.90). Kopenhagen 108.75 (108.76), Stockholm 143.25 (142.-), Christian!« 97.60 <97.50), Madrid 83.10 (83.-), Buenos Aires 199.- (199.-), Prag 16.95 (15.95), Budapest 0.16'/. (0.15V.). Bukarest <-.-), Belgrad 5.42', (5.45), Sofia 3.90 (3.20), Warschau 0.0125 (0.0125), Wien Geld 0.0074'/, (0.0074',), Oesterr. gest. Kronen Geld 0.M5 (0.0075). Zürich, 19. März. (Devisenkurse von 11 Uhr 45 Min. — Mitgeteilt vom Schweizerischen Bankverein.) — Holland Geld 212.20 (Ware 212.50), Belgrad 5.40 (6.50), Berlin 0.0257 <0.0269), Brüssel 28.90 (29.10), Budapest 0.14 (0.16), Bukarest 2.50 (2.55), Christian!« 97.50 (97.80), Kopenhagen 103.25 (103.90), London 25.27 (25.28), Madrid 83.-, (83.20), Mailand 25.85 (25.92'/,), New-Aork 588.- (588.50), Paris 34.20 (84.25), Prag 15.95 (15.98), Sofia 3.25 <3.32'/,), Stockholm 148.40 (143.60), Warschau 0.0127 (0.0135), Wien 0.0074'/, (0.0076), Oesterr. gest. Kronen 0.0074», (0.0075V,). Berti«, 19. März. (Devisenkurse.) — Amsterdam 8224.38 (8219.40), Belgien 1147.12 (1122.18), Christians 3770.55 (8773.64), Kopenhagen 4017.43 (4017.03), Stockholm 5548.59 (5548.59), Italienische 1001.49 (1002.48), London 97.755.- (97.755.-), New-York 20.840.26 (20.857.72), Paris 1826.67 (1304.23), Schweiz 3866.31 (3875.28), Spanien, 3211.95 (3211.95), Wien 28.79 (28.80), Prag 618.45 (618.45), Budapest 5.29 (6.78), Sofia 126.68 (124.68), Belgrad 210.47 (210.47). DerU«, 19. März. (Notenkurse.) — Noten Dollar 20.568.70 (20.822.80), Pfund 97.755.- (97.804.85), Italienische 992.50 (999.45), Polnische 54,25 (49.50), Tschechoslowakische 617.20 (617.20), Oesterr. gestempelte 28.177, (26.17'/,). Prag» 19. März. (Devisenkurse. — Mtgeteilt vom Bankamte des tsch echo-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin 16.62 (16.50)/ Zürich 638.75 (638.75), Paris 216.75 (215.75), London 160.62 (160.62), New-Aork 34.10 (34.10), Belgrad 35.12 (86.50), Bukarest (-.-), Wien*) 4.60 (4.57'/,), Warschau*) 9 - (7.70), Agram —(—.—), Budapest*) 81.— (97.—), Jugoslawische 35.75 (36.—), Oesterreichische gestempelte Krone 4.57'/, (4.55), Polnische 9.25 (7.75), Ungarische — *) Für 10.000. Dudapefr» 19. März. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 1340 bis 1890, Bukarest 16.— bis 17.—, Kopenhagen 660 bis 680, Christianta 620 bis 640, London 16.040 bis 16.440, Berlin 0.16'/, bis 0.18%, Italien 164 bis 170, Paris 216.- bis 226.-, Prag 101.50 bis 105.50, Stockholm 910 bis 940, Zürich 635 bis 660, Men 0.0470 bis 0.0490, Sofia 21.- bis 22.-, Belgrad 34.50 bis 36.55, New-York 3415 bis 3490 Warschau 0.08 bis 0.09, Briissel 186 bis 194. Amster-am» 19. Marz. (Devisenkurse.) London 11.89 (H.89*;<), Berlin 0.0121 (0.0122), Paris 16.07»/, (16.15)/ Schweiz 47.- (47.10); Wien 0.0035 (0.0036). Kopenhagen 48.70 (48.90), Stockholm 67.40 (67.60), Christianta 45.80 (46.-), New-York 253.- (253.50), Brüssel 13.80 (13.87'/,), Madrid (-.-), Italien (-.-), Budapest 0.06'/, (0.7'/,), Helsingfors 6.95 (7.05), Prag 7.50 (7.55). , . Agram. 19. März. (Devisen.) Wien 0.139 LiS 0.1395, Berlin 0.48 bis 0.48»/„ Budapest 2.80 bis 2.85, Bukarest —.— bis —, Italien 482 bis 485, London 469 m 472, New-York 99.50 bis 100-, Paris 625 bis 633, Prag 298'/, bis 299'/,, Sofia —bis —Schweiz 1867'/, his 1870, Brüssel bis Warschau 0.34 bis Amsterdam 3900.- bis 3925.-, Stockholm Belgrad» 19., März. (Devisenkurse.) London 465.— bis 465.50, Paris 6Ö0 bis 628. New-York 98.75 bis 99.-, Genf 18.50 bis 18.60, Saloniki 105 bis 108, Mailand 478 bis 480, Prag 295.- bis 296.-, Berlin 0.4750 bis 0.48, Wien 0.1895 bis 0.14, Bukarest 47.- bis 47.75, Sofia 62.— bis Budapest 2.85 bis 2.90, Brüssel 525 bis 580. Amsterdam 39.50 bis Warschau bis Warschau» 19. März. (Devisen.) Berlin 1.80, London 179.100.—, New-York 38.110.—, Prag 1160.—, Wien 0.59. _Wiener Morgenzeitung. __20. März. 1923 _Sette 1 Günstige Wirtschaftslage in Palästina. Bon Mr. Solomon, Leiter des Handelsdepartements der palästinensischen Regierung. Bericht an die HaWjahrSsitzSng der Jerusalemer Handelskarm e.\ Keine WIutmreiMllungen. — Kerzen- «nd Möbelindnslrie. — Sie Wirkungen der mMekeuropUfchen Znslatton. — Keine Skonomrsche Krise. — Fnflnenza «nd Srange«. — Paliistim ans der Mritischen Ausftekmg. , In der HMsahrssitzung der. Jentfalemer tanL^lÄammer erstattete Mr. Solomon, der ittcr des Handelsrntib Judustriedepartem en ts H>er palästin-enfifchen Negiernng, einen Bericht, dem wir die folgenden Stellen entnchmen: , Seit infferer letzten Sitzung ist eine große Za!hl von Vor- I ordmmgcn und Kundmachungen über Handel und Industrie i erschienen, deren längste und schwierigste sicherlich die Mnding! Up of Companies' Ordinance ist. Ich freue mich, daß ich bis jetzt noch nie in die Lage gekommen bin, als Steueret»-! treiber fungieren zu müssen, und ich hoffe, daß die Zer noch weit entfernt ist, wo ich etwa mit Bankrotten in Palästina zu tun bekomme. Es ist dies eine Tatsache, zu der sich die palästinensischen KaHlöue und Fabrikanten mir beglückwünschen können. Es gibt wenig Länder, von denen man jetzt das gleiche sagen konnte. Die Kaufleute und Fabrikanten miseres Landes verdienen wahrlich Kredit, da sie bis jetzt ihren Verpflichtungen nachkommen fomtten und ihre Geschäfte mit den ihnen zur Versfigung stehen,den Mi'ioln durchführlen und auf diese Weife: die in anderen Ländern herrschenden kritischen Z ust ä nde erfolgreich umgchen konnten. Ein Wort des Lobes gebührt auch den Banken, deren Leitung es gelungen ist, während dieser Periode der allgemeirren Weltkrise in planvoller Art befristete Kredite jit ge-tvähren, die, wenn sie noch liberaler gewährt worden wären, zweifellos zur Folge gehabt hätten-, daß. die palästinerffische Geschäftswelt noch unternehmender gewesen wäre. Es lut-mir leid, feffftellen pr müssen, daß in Jaffa die Geschäftswelt es nicht verstanden hat, ihre poli ifchen GefWe den kommerziellen Bedürfnissen ihrer Stadt unterznordnen. Die Trennung in zwei Handelskmmnern bringt es mit sich, daß sie die Handelsinteressen' Jaffas nur unwesentlich fördern kann en. Die Regierung hält diese Tatsache für schr bedauerlich. Den Kcmfleuten Jerusalems gebührt Anerkennung, daß sie in einer einzigen und einheitlichen Kämnter arbeitest. Ich begrüße die guten Beziehungen, hie-unter allen ihren Mitgliedern -herrschen. Nicht das geringste Verdienst Hierfür gebührt dem.Präsidentest Shelley. Ich habe vor kurzem mehrere größere Jrtzdustrieanlagen i« Jaffabesucht, Md es ist erfreulich, daß sie alle, wenn auch in verschiedenem Grade, erfoiligreich vorwärts konnnen. Ihr all-, gemeiner Wunsch gcht dahin, die- Regierung möge Schutzzölle einführen, um den Import der im.Lande seWst erzeugten ' Waren zn erschweren. Dieser Wunsch wird in meiner» Departement schr sorgfältig studiert intib wir sind daran, amtliches Material über die Angelegenheit zu sammeln, um dem Dbevkommissär entsprechende Vorschläge un erbreiten zu können. Es gibt gewisse Industrien, wie die Kerzen- und die Möbelind ustri e, von denen ich überMigt bin, daß ihre Prodntnon im Lanv alle Bedürfnisse zu befriedigen in der Lage ist Es ist Pf!ich' der.Regierung, für gewisse Schutzmaß n a h nt i n ju sorgen, und ich hoffe, daß die Regierung fich von diesen Gesichtspunkten leiten lassen wird. Wer auch 'den palästinensischen Kanfleuten obliegt die Pflicht, die einheimischen Erzeugnisse §u bevorgugen. Leider neigen m vielen Fällen die Kausteu!e dazu, in Palästina produzierte Kerzen, Möbel und Konfekt zurückzuweifen und lieber importierte Waren zu verkaufen. Ich sMst konnte -mich überzeugen, daß die in Palästina hergeftellten Kerzen den eingeführten Fabrikaten in jeder Hinsicht gleichkommen. Die in Palästina hergeftellten Möbel sind ganz bestimmt besser als die eingeführ'en; ich sah die dünnen, aus schwachem Hotz hergeftellten Dingerchen, die ans Deutschland -und Oesterreich singefAhrt werden, und verglich sie mit den sorgfältig, aus Hartholz hergestellten Arbeiten unserer paläst-inensischen Tischler, die sicherlich den Vorzug verdienen. Ich gebe zu, daß unsere Möbeitzeichner noch manches hinsichtlich der Gefälligkeit der Formen und der Schönheit der Ausführung zu leisten haben; aber Leu'e, die sich Möbel anschafstn. und wollen, daß sie für ihr ganzes Leben hMen, werden sicher die in Palästina. hergastelltrn Möbel wählen. Die Preise für die PaläftineVsifchen Waren sind .allein diugs wesentlich höher als für die eingefichrten Llrtikel. Es ist dies die unvervteidliche Folge der Inflation in Zentraleuropa, wo die Mark n-nd die Kroue eine beträchtlich höhere Kaiuskvast rm Lande, Äs außerhalb desselben haben. Unfere Fabri» kanten sind sie s bereit, die günstigsten Zahlungsbedingungen ztt gewähren, und ich bin überzeugt, daß sich unsere Kaiu-fleute ohne große Schtvierigkeiten mit unferen Fabrikanten diesbegüglicheinigen werden. Di« Ierufalonter Kaufleute sollten es als Ehrensache ansthen, palästinensische Waren, wo immer sie zu hoben, in Berk-chr zu bringen; sie sollten ankündigen, daß sie in ihren- Läden palästinensische Erzeugnisse und keine anderen fiilhren. . Wir. lesen ständig in den Zeitungen und hören stets in den Cafes, von der ötonomischeu Ltrise, die das Land durchmacht. ' Ein guter Teil dieser Nachrichten beruht auf U-über? trei-bimg. Es bestcht tatsächlich ein vorübergehender Mangel an Zahlungsmitteln, hs-e von einzvluen gchamstert worden sind, und zwar von ,, Liberias bis (Sofia. Da.s bat ztoeifellos au einer vorübergehenden Verleger-Heit geführt, aber e8 ist gut, daß dag GeH in erster Reihe im Lande geblieben und nicht ausgeführt worden ist. Ein Teil davon wird mögslicherweise in Form von Renten wieder flüssig gemacht werden. Dazu kommt noch, daß das Fortschreiten der Oran-gensaison 'Mvd d« in letzter Zci getätigten großen Verkäufe von Getreide wieder Geld in Umlauf bringen werden. Es wird Sie interessieren, zu hören, daß während der letzten drei Monate über sieben Millionen Kilogramm Getreide von Haifa auS exportiert wurden, im allgemeinen zu recht guten Preisen. Einzelne von Ihnen werden sich erinnern, daß die Regierung während deS letzten Smnmers von verschiedenen GetreidehäMem, aber auch * von anderen Kaufleu'en, bestüruU worden ist, Schutzzölle gegen importiertes Mehl sestznsehcn, da das AuslandSm-chl billiger wäre, als dös einheimische. Die Regierung wies diese Fordenmg zurück, da sie nicht nur Produzenten und Kmtffente, sondern auch die Konsumenten zu berücksichtigen hat, ganz besonders in einer Zeit, wo div Lebenshaltung auf 275 Prozent über den BorEri^sstand gestiegen ist. Die palästineusifchen Ge^reidehäMer muffen eben ihre Preise den Weltmarktpreisen anpassen können. Was ge-- schcch nun? Letzten Sommer fielen die Getreidepreise ständig, bis sie Anfangs Oktober ans den Weltmarktpreis her-untergegangen waren, und auf einmal liefen Aufträge aus Aegypten, Syrien, Griechenland, Tunis und anderen Ländern ein. ATS die Speicher sich zu leeren 'begannen, stiegen die Preise wieder rasch an, so daß die Kaufleute nun auf dem rech'en Wege sind, die lvährenid der letzten zwei Jahre erlittenen Schäden Wickler auszugleichen. Nicht ganz so befriedigend sind, .die Aussichten de. O r a n g e n e r n t e. Die auf den englischen Märkten erzielten, Preise sind um vieles' geringer, a>ls man angenommen hatte, und wei' niedriger, als die Preise des letzten Jahres. Hierfür, werden von Farmern und Reedern die mannigfachsten Grundes angeführt. Meiner Meinung nachist der Hauptgrund in der^ guten Oran-genernte in Spanien zu suchen. Im verlange* . nen Jahre gab es in Spanien eine Mißernte, so - daß die spanische Konkurrenz ziemlich unwesentlich war. Dieses Jahr, hingegen kann Spanien eine außewrdentlrch gute Ernte aufweisen, und s-o gelangten große Mengen ‘ spänlsiher Orangen in gutem Zustande auf dr-e englischen Mark e. Die Menge der aus beiden Ländern, Spanien und Palästina, ans den englischen Markt geworfenen Früchte Mertraf bei weitem di-e Nachfrage, so daß die Preise sinken mußten. Di« Nachfra-ge war auch sonst nicht so groß, wie letztes Jahr, wo die Influenza«, Epidemie viel Orangen konsumierte. Im vergangenen Jahr , herrschte diese sehr stark in England. Die Aerzte, die keine Mittel kannten, empfahlen die Jaffa-Orangen, sowohl als Präventivwie auch als Heilmittel. Dir wollen eine solche Fördemng unseres Exportes für dieses Jahr nicht wünschen und hoffen, daß die Orange» aus-Jaffa ihrer Qualitäten wegen geschätzt werden und nicht qur als Heilmittel.^ Auch mehrere andere Gründe kämen eventuell in Betracht, aber der Hauptgrund liegt in der günstigen spanischen Ernte. Von großer Wichtigkeit für Palästina ist auchdie Lösung der Hafenfrage. Der von der Regierung hiefur bestimmte Sachverständige Dr. Palm er wird mit Hilfe des beigeordneten Komitees diese Frage baÄ zur Lösung zu bringen versuchen. Ich will nun Ihre Aufmerkfamkeit noch auf einen PuM lenken, und'zwar aus die in London 1924 fta'tfindcnde AuS-- stell-un-g des britischen Jnrperiums. Da Palästina Mandatsgebiet und infolgedessen nicht ein Teil des britischen Reiches ist. hat es an sich kein Recht, ün Wembley Park auszu« stellen. Ich freue mich nun, mitteilen zu können, daß nichts destotveniger uwser Land, eine Einladurrg erhalten hat» sich an -der Zklsstellnng M beteiligen, und -daß, wenn Arlästina sich entschließen sollte, diese günstige Eirtladlmg anzunehmen, daS Nötige veranlaßt würde, um die AusnahmSstelluntz Palästinas zu kennzeichnen. Die Entscheidung darüber ob« liegt der Regiemng und dem Legislative Counevl. Wenn wir nun die Einladung annchmen, so wird die. Errichtung einer eigenen Pavillons und. eines AuDellamHsraumes von über 2000 Qua-dvatsuß auf nvindestens 5000 englische Pfund zu stehe» kommen, einschließlich der Errichtung des Pavillons, der in der Art der Gebärrde dieses Landes erbaut werden soll, nämlich ein rechtwinkliger weißer Bau mit einem Kuppeldach, der Innendekoration dieses Raumes, der Lichtanlage, Hetzung, Be. tvachrmg und anderen kleinen Ausgaben, 'wie auch der Koste» des Transportes und U-rrterhalies der einheimischen palastinenfischen Arbeiter, die man nach London schicken wird, um auf «der AusM-nnlg Hr Gewerbe zu zeigen. Es ist dies sicherlich em für ein s-o kleines Land ziemlich großer Betrag. Ich habe mt» während meines Aufm Haltes in England Schritte unter«, nommen, ra cintn Garant iefonds von etwa dev Hälfte dieser Sunrme zu schaffen, und ich kann Ihnen gi*. meiner Freude berichten, daß bereits alles getan wird, um di» Aufbringung einer solchert Sltmme sicherzustellen. Es ist bereits jetzt für Kaufleute und Fabrikanten an der Zeit^ darüber nachzudenken, ob die De Heiligung Palästinas a-n dieser AuS» itelluug rat-sanl ist, ..M

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