Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1471 (18.3.1923)
- Date
- 1923-03-18
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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toenc 9 SBJiett, DAS ALLERNEUESTE FÜRS FRÜHJAHR FEINSTE HANDARBEIT “ * AEUSSERST BILLIGE PREISE * Sie Eröffnung der FrMchreMffs. Die Beteiligung an der Frühjahrsmesse ist über Er« Svarten stark. Die ausländische PrMcktton ist diesmal vielleicht etwas stärker als bei den vorherigen Messen vertreten; an erster Stelle, wie immer, das Deutsche Reich, das hauptsächlich in den metallverarbeitenden Branchen mit' der Kundschaft aus dem Orient in Verbindung zu komrnen sucht. Zum erstenmal wird diesmal Anrerika direkt vertreten sein, indem eine amerikanische Gesellschaft Lederwaren zur Ausstellung bringt. Die Rotunde und das zu ihr gehörige Gebäude sind bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Besonders stark ist die Beteiligung in der Fahrzeug- und Motovbranchr, in der zahlreiche Firmen wegen Platzmangels abgewiesen werden mußten. Ganz respektabel wird sich diesmal auch die Erftndermesse repräsentieren, die in neun Gruppen auftritt und 129 neue österreichische Erfindungen zur Ausstellung bringt. . In der Hofburg wird die Beteiligung der Galauterieschuh- und LuxuswäfchcBmnche auffallen. Auch die Herrenkonfektion, die im Vorjahre schwach vertreten war, ist reich beschickt; diese Gruppe knüpft an die Messe große Hoffnungen, Werl sie billiger zu sein glaubt als die deutsche Konkurrenz. Im Messepalaft sind sänrtliche Stände besetzt. In der Ledergalanterie- und Spieltvarenbvanche, ebenso in der Raucherartikel- und Parfümeriebranche mußten zahlreiche Bewerber abgewiesen werden. Verhältnismäßig am stärksten ist die Beteiligung in der Papiermesse, die bekrntlich zu den exportfähigsten Branchen der heimischen Produktion gehört und, mit Rücksicht auf die Zahl der Antt. ldungen, an die ztveite Stelle hinter der technischen Messt vor-' gerückt ist. Anläßlich der Eröffnung der Messe fand gestern vormittags im Gartenbaukruo die Vorführung eines Lichtbildervortrages statt, zu der die Vertreter der Wiener Presse geladen waren. Die Gä-ste wurden von dem Herrn Staatssekretär außer Dienst Zerdck, den Direktören Baurat Schifferes und Regierungsrat Gerenyi, sowie vom Presseleiter der Messe Fritz Tellnrann begrüßt. Ae Angestellten der Kultnsgemeiadekm Streik. In. einer am letzten Donnerstag von etwa 100 Angestellten der Wiener Kultusgemeinde besuchten Versammlung wurde beschlossen, dein Kultnsvorstande neue Forderungen vorzulegen und deren Erfüllung bis Montag den 19. d. zu befristen. Für den Fall der Ablehnung der Forderungen wurde die Proklamiecung des Streikes ab Dienstag den 20. d. ftüh angedroht. Die Forderungen der Angestellten sind: 3vprozentige Erhöhung der derzeitigen, den der Angestellten der Gemeinde Wien gleichgestellten Bezüge, Revision der Einreihung der Angestellten und beschleunigte Durchführung des verbesserten Pensionsnormales. Der Kultusvorstand hat sich in seiner letzten Sitzung mit den Forderungen der Angestellten eingehend befaßt und einstimmig beschlossen, den zwei letztgenannten Förderungen stattzngeben,. hingegen die Forderung auf. Erhöhung der Bezüge abzulehnen. Infolgedessen dürften die Angestellten der Kultusgemeinde Dienstag früh in den Streik treten. Me Asndernng der HrinmtsreMare». Der Gemeinderatsausschuß für allgemeine Verwaltung' hat in seiner letzten Sitzung eine Aendrkung der Heimatsrechttaxen beschlossen. Diese Aenderung, die den Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung beschäftigen wird, setzt als niedrigste Taxe bei einem Einkommen bis zu vier Millionen Kronen jährlich und bei einem Aufenthalt in Wien bis zu fünf Jahren eine Taxe von 1,9 Prozent fest, die sich bei längeren: Aufenthalt bis auf 0,3 Prozent, verringert. Die Höchstgrenze der Taxe, die bei einem Aufenthalt bis zu fünf Jahren sechs Prozent beträgt, wird erst bei einem Jahreseinkommen von mehr als 24 Millionen erreicht. Bei längerem Aufenthalt in Wien ermäßigt sich dieser Prozentsatz auf 1,6 Prozent. Dieser Taxe sollen nunmehr auch die Ausländer unterworfen sein; erst von einem Einkommen von mehr als 30 Millionen Kronen an wird für sie die doppelte Taxe Anwcnd.mg finden. Ae Erhöh«!»» der Fürsorgeaßgabe. Das am 9. Februar 1923 beschlossene Gesetz über dis Erhöhung der Fürsorgeabgabe ist in dem am IC. März ausgegebenen 33. Stück des Laudesgesetzblattes für Wien kund gemacht worden und damit rückwirkend vom 15. Februar an ftr Kraft getreten. Nack hu>kz> Gesetze beträgt die LürlorMsnyieirc* vrmrgerrzerrUNA März Tsm Rr. 147t abgabe für die im Monate Februar 1923 ausbezahlten Lohnsummen 4,83 Prozent, bezw. für Banken, Bankiers usw. 8,26 Prozent. Fm die ab 1. März 1923 altsbezahlten Lohnsumulen beträgt die Fürsorgeabgabe sodann 4,26, bezw. 8,60 Prozent. Zur Vereinfachung muß das Achtel-, bezw. Viertel-Prozent der Fürsorgeabgabe für Februar nicht gesondert mit einer Nachtragsabrechnung eingezahlt werden. Diese Nachzahlung kann vielmehr zusammen mit der Märzabgabe entrichtet werden, wobei dies durch einen gesonderten Zusatz auf den eingebrachten Abrechnungen ausdrücklich ersichtlich gemacht werden muß. Wird diese Nachzahlung zusammen mit der Märzabgabe also bis spätestens 14. April geleistet, so werden selbstverständlich weder Verzögerungszuschlag, uoch Verzugszinsen berechnet. Ae Luxuswarenabgabe Kr den Monat März. Der Magistrat macht darauf aufmerksam, daß die Luxuswarenabgabe der Gemeinde erst, mit dem Inkrafttreten der staatlichen Warenumsatzstener erlischt. Für den Monat März muß daher das Einbekmninis und die Einzahlung der Lnxuswarenabgabe noch in vollkommen nnverändetcr Weise wie bisher bis längstens 20. April an das Magistrat erfolgen. Jede Unterlassung dieser Abrechnung bedeutet eine Verkürzung der Abgabe. Ae Wohnbausteuer. Das gestern ansgegebene Landesgesetzblatt für Wien veröffentlicht das vonl Wiener Landtag am 20. Jänner beschlossene Gesetz über die Wohnbausteuer. Die Mieter haben auf Grund des Beschlusses der Wiener Landesregierung für 1 Februar und März ein Anzahlung auf die Wohnbausteuer entrichtet, die den Steuersätzen des nun in Kraft getretenen Gesetzes gleich waren, so daß für sic <fme Nachzahlung nicht erwächst. Für die Monate April und die folgenden ist derselbe Steuerbetrag wie bisher , zu bezahlen. Gleichzeitig wird das Gesetz für die Räumung von Hauskanalen und Senkgruben verlautbart, das insofern für die Mieter von Belang ist, als sie nach dem Mietengesetz mrs dem Titel, Betriebskosten" dm auf sie entfallenden prozentuellen Anteil zu den Räumungskosten beizutragen haben. Von wohnbausteuerpflichtigen Häusern ist ein Vielfaches der der Bemessung . zugrunde gelegten Mietzinssumme als Räumungsgebühr zu entrichten. Dieses Vielfache ist für alle Häuser gleich und wird vom Siadtsenat als Landesregierung für jeden Monat bestimmt. Für den Monat März wurde das Zwanzigfache des Mietzinses vom 1. August 1914 festgesetzt. Wie aus Madrid telegraphiert wird, hat der spanische Unterrichksminrster in einer Sitzung der Akademie der Wissenschaften an "Albert E.i.n st e i n einer feierliche Ansprache gehalten und unter anderem erklärt, wenn die durch den Krieg heimgesuchten Länder die Geldmittel für die Forschungen Einsteins nicht aufbringen können, würde sich Spanien eine Ehre daraus machen, diese Ausgaben $u übernehmen. Der spanische König stimmte diesen Erklärungen zu. Mm hat Professor Einstein den Vorschlag gemacht, die Führung einer wissenschaftlichen Gesandtschaft nach Mexiko zu übernehmen. Aaubmordversuch an einer Pvstmeisterin. Gestern gegen Abend wurde im 11. Bezirke ein verwegener Ra u banschlag ansgeftchrt. Die Postmeisterin Schweitzer wurde gegen 6 Uhr abends in dem Postamte 11, Hauptstraße 128, Lebensgefährlich verletzt cmsigchunden. Sie hatte mehrere Hiebe Aber den Kopf erhallten. Es handelt sich um einen räuberischen Uelbersall. Geraubt wurde, so viel bisher BeJkwmt ist, ein PosldeuteL mit mchreren Millionen Kronen. Der Uebevsall soll von zwei Burschen austzvfuhrt worden sein. Die Postmeisterin, deren Zustand schr bedenklich ist, wurde ins RudoilsSspital geibracht. Die Dat, die knapp vor Mntsfchlluß Vevülbt wurde, laßt daraus schließen, daß die Täter mit den örtlichen Verhältnissen schr vertraut gewesen sein müssen. Sie haben die Postmeisterin allein im Dienstraum geirossen und mußten daher keine Entdeckung fürchten. Sä weit bisher festgestellt wurde, wurde ein Posübeuteil mit 28 Millionen Kronen gerauht. Als Aufpasser scheinen ein Mann von etwa 40 Icchren und ein zweiter Bursche sich betätigt Au halben. Der eine Mann hatte dunklen Schnurrbart und trug dunMen Usbevrock, der Bursche ist etwa 20 Jahve alt, hat gvaueS Sakko und' war mit einem Fahrvalde Msgerüftet. '' Der Uedersall konnte nur deshalb unbemerkt bleiben, weil die Postmeisterin trotz der starken MbenddrnMl^it noch nicht Dicht in ihrem Amtszimmer angebrannt hatte, und man sonnt durch das auf die Straße führende Fenster nicht die Vorgänge im Innern des Raumes beobachten konnte. Me dies« Einzelheiten, die für die Verübung der Tat nötig Waren» mußte der Täter genau ausHÄunldlschaftet halben. * DaS Neueste ist... Das Neueste ist der .König Tutankamen. Er ist so alt, daß es höchste Zeit war, ihn zu entdecken, sonst hätte, es am Ende nicht einmal mehr seine Leiche, erlebt. Me lange die ganze Affäre schon her ist, weiß niemand aus der gangen Welt. Die Aeghptolögen können sich nicht mehr recht an die Vorfälle erinnern —> sie Leiden infolge von Unterernährung an Gedächtnisschwäche der eingew-eihte Diener im Naturwissenschaftlichen Museum wurde aibgobaut und die Herren von der Universität, die in verwandten Fächern zu Hause sind und die man leider abzubauen vergessen hat, sind mit der Rettung der Arier beschäftigt, so daß ihnen für Wisset.» schast — so gern sie ihr gelegetnlich ein Stündchen schenkten — «i* KuLLMickchen übrüa LlaHt. ALützchp.Waflgel Gummimäntel 170 (Adlermarke) in allen Preislagen Gutnmimäntelfabrik IQ. SASS Wien, 1., Bauernmarkt 24. Tel. Engros Export •a an genauen Daten schwächt die Begeisterung nicht. Immerhin steht ja fest, daß die Angelegenheit doch schor.. eine gewisse Reihe von Jahren zurückliegt, was schön daraus hervorgeht, daß die Goldgesäße des Königs aus Gold sind, ein Zufall, der heutzutage undenkbar wäre. Angesichts dieser metallischen Vollblütigkeit schlagen die Wellen der Begeisterung schr hoch. Unsere findige Modenindustrie hat sich des Motives Aegypten mit Feuereifer beinächtigt. Man trägt jetzt Mumienkleider. Das Mumienkleid ist eine Schaffung recht nach dem Sinne unserer Zeit. Mau ist teilweise eingewickelt und teilweise unbekleidet.' Der zweite Teil überwiegt, so daß ein Uebergang zur letzten■ Mode der Arm-, Rücken-, Hals-, Brust- und Fußfreiheit gegeben ist. Schr ammttig auch, die turbanartigen Kopfbedeckungen, die u.« gefälliger Weise gleichzeitig an die Schlange der Kleopatra und die nassen Kompressen erinnern, die man Grippekranken umbindct. In den streng wissenschaftlichen Hochschulkreisen jedoch steht man der ganzen' Tütankmner>'Afsnre noch zurückhaltend gegenüber, denn die Hauptfrage ist noch nicht einwandfrei geklärt: „War er ein Jud?" Kater Murr. * Jugendfürsorge. In der letzten Zeit ist der Mangel an geölgnüten Jwgwldft'chrevn in der Wischen JugenMeive-guug ■ besonders fühlibär geworden. Und nicht nur der in der letzten Zeit stärker gewordene ZMug zu dieser hat zu der ErKemttnis gchührt; auch früher schon mußten die Führer die mangelnde BowMnmg durch jahrelange ttils recht unanMnehnre Erfahrungen ersetzen. ViÄe l-aiben die Müihe MWegeben atltd sind mit der Erkenntnis ihver Nichteiguuu'g (oder Wer gesagt, ihres . ALangcls an Ausdauer) leider ein für allenrail weWöölieden. Das soll jetzt anders ioerden. Der auf der JugeMaaung in KahleniberMrdoris gewählte ,Zckhnerausschuß" tvird in kürzester Zeit vorerst prckbew-eife einen Fuhrertku r s ins Äcben rußen. Alle jüdischen Jugendlichen ohne «Unterschied des Gesch!lecht«es, die den Willen haben, ihre FäihiBeiten. und zwei oder Vier Stunden wöchentlich (eventuell auch den Sonntag) . einer unserer JNgenÄovganGat'iolN>en zur Beofügüng zu.!stellen, können an dom Kurse Mmhnren, deiffen Dauer cnif «Mel Monate ProsÄtiert #1. Die WsMierung der im Folgenden Mlifge- Mlten Gegenstände werden besonders geeignete «Lichökrasts iödernchmen, deren Namen nächstens bÄaMgeMlben werden sollen. Der M behandelnde StoU wird in drei Gruppen geteilt. A. Jüdisches W'chseü, u. zw. jüdische Geschichte, jüdische BetveM-ng (ZioMtika), PcckÄstMogralph'vk. B. Dochnisches Wisterrt. WandertechnÄ, Mrtewlchen, .Wauderliclder, einheimische ' nützliche Md schädliche Tiere, ihre BoMmrimen. und. ihre CigenMuMchkeiten, Botanik (Misere Flotä in Feld- Wa-ld und Wiese. Nutz-, Heil- und sonstige verwendbare Wanken). Erste HWe. C. FÄhvcrtätigkeil i. e. S. In dieser Gruppe werden Wnf eiustüindige BMväge über fÄgende Themen' gehWen: 1. OrMnisation und. Aufbau von JuigendgMnelnschaften. 2. BeschäWguug und Lektüre i,m engeren Kreis. 3.- Sport. Spiel nnd Uuterhalttmg. 4. - Jngeudmühung mit Berückisichtignug jüdischer EigentiümllkiWeiten und Mängel. Durch diese Einrichtung soll ckme größere AnMl von Fiihrem Wir die Wische JrrgemdbewegUM herangeibWet werden. * Die lettländische Zeire Zion für die Yitachdrckh. Auf der soeben beendeten Konferenz der letttäMschen Zerre Zion wurde eine Nesölmtion angenoMnen. daß die Partei in den Reihen der Weltorganisation Hitachduth für einen konsequenten zionistischen Sozialismus kämpfm wolle. Ferner wurde beschlossen, bis zum 13. Ziomstenikongretz mindestens 1000 Mtieu der Jüdischen Arbeiterb an L in Lettlä-nd unterguibrmgeu. * Bestattung eines jüdischen Kaufmannes durch einen reformierten Seelsorger. Wie Ragyar Hirlap" aus Kaposvar meTet, wurde dieser Dcq.» der in der Gemeinde Nemesded verstorbeiv Kaufmann Hermann B 0 s k 0 v i tz von einern reformierten Seelsorger bestattet. Am Tage» für den das Leichenbegängnis angesetzt war, herrscht« ein abnormales Wetter, bei dem die trauernde Familie keinen Fuhrmann auftrciben körnte, der aus Kaposvar oder Nagykanizsa den Rabbiner geholt hätte. In dieser Zwangslage wandte sich die Familie merkwürorgerweise an derr reformierten Seelsorger chver Gemeinde Andreas Horvath, der sich bereit erklärte, den Toten zu bestatten. Er begann seir« Trauerrede mit «mem hebräischen Zitat, das in der Uebersetzung lautet: „Friede sei in dies-enr Hanse!" Seine Rede schloß er mit dem Wunsche» daß auch in diesem Vaterlande Friede herrschen möge. * Ableben eines jüdischen Philanthropen. Aus Lembevg wird uns geschrieben: Am 6. Marz wurde hier der,i»m hohen Greisenalter verstorbene, durch seine große Opferwilligkeit und vielsMge Wirksamkeit auf philanthropischem Gebiete bekannte Bankier Ja-kob Stroh unter großen Girenbezeugungen zu Grabe gÄeitet. Der Verstorbene, der persönlich sehr sparsam lobte, hat eine ganze Reihe bedeutender hunranitäver Stiftungen. darunter m* Siechenhans für jüdische Frauen, ein jüdisches Witwenheim, das erste jüdische Hochschülerhe-iw. om Asvl und eine Stiftung für herabgvkommene jüdische Kauf- Tcitte ins Leben gerufen, außerdem die erste jüdische Volksküche und eine Teeanstalt gegründet und bis Kriegsbegiun -nur großen TEe aus eigenen Mitteln erhalten. Während der russischen Invasion, blieb er als einer der wenigen auf dem Posten und beteiligte sich an den Arbeiten des Nettnngskomitees und der jüdischen Gemeindeverwaltung. Seine besondere Fürsorge widmete er der studierenden Jugend und förderte auch manches aufstrebende Talent. Der Verstorbene fyxt in früheren Jahren mehrere Ehrenämter bekleidet. Während 'der Leichenfeier brannten auf Anordnung des Stadtpräsidiimis die schwarz umflorten Straßenlaternen ' urd waren alle jüdischen Geschäftsläden geschlossen. Vor dem Leichenwagen schritten di< Insassen -deS. jildischrn Siechenhauses, die Zöglin.ge des.Ge« mcklndewaifenhaus?8 und der jüdischen Volksschule. Nachrufe hieiiten vor dem Gebäude der. KuMsgenreinde der Vor« fteher Dr. Ja'M Diamond, oan Friedhase RaMincr Dir Guttmann,- Se'mabg-eouneter Dr. Sommersteiu naurms der akademischen Hilssorganisatiomn und der zionistb schen Exekutive und Sejmabgeordneler Eisenstein uame'.^ des kaufmännifchen Vereines.. * Die Geburten in Wien im Jahre 1922. Jin Jahre 192) wurdm in Wien insgesamt 29.9S2 lebende und 287ö tote, zp lammen 32.867 KindeL oe^Le>u..LMLü. wareiw. 27^1.7 ske&k»