Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1470 (17.3.1923)
- Date
- 1923-03-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980551--14122-3000829- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 Wien, Samstag Volkswirt. Gestempelte Krone ----- 0.0075 Centimes. « Auszahlung Wien 0.0074% keatimes... In Zürich notierte Re österreichische Krone . . 0.0074'/« (0.0074'/« am 15. Matz) die osten, gestempelte Krone 0.0075 (0.0075 am 15. März) die tschechische Krone . . . 15.95 ( 15.95 am 15. März) die Mark.. 0.0258 (0.0258 am 15. März) Belgrad. 5.50 ( 5.52'/» am 15. März) Bukarest.—am 15. März) Sofia3.80 ( 3.37 am 15. März) Budapest. 0.167g ( 0.17 am 15. März) Warschau.0.0118 (0.0118 am 15. März) Sie SrwerbrverhSltuiffe i« PalSstioa. (Schluß.) Jaffa *und Haifa werden a!s die hauptsächlichsten Industriezentren Palästinas bezeichnet. Besondere Erwähnung findet die Sitikatfavrit, üver deren Ehancen der Bericht sich eimger- : maßen zweifelnd äußert, ferner zählt der Bericht verschiedene kleinere Baumaterialienfabriken auf, eine Dampfwäscherei, eine Altoholfabrik, eine solche für Soda, ferner üeonscroenfabrifeit, Schokolade- und Marmeladenfabriken, ein Orangenpackhaus, eine Kontobücherfabrik, außerdem Fabriken für Korkftopsen, Lysol, Eis und Kerzen.. Bon besonderem Interesse ist der Beginn einer Parfümerie- und Drogenindustrie, die neben vielen anderen Artikeln sich auch mit der Herstellung von zitronensaurem Kalk beschäftigen will. Die größte Zigarettenfabrik des Landes wurde 1921 in Jaffa von der Firma Kaspero gegründet, und zwar für eine monatliche Produktion von 4 Millionen Zigaretten. Auch die Spinnerei und Weberei von Reichert findet Erwähnung. In Haifa sind zwei große Unternehmungen in Vorbereitung. Eines ist die große Oelfabrik, die vegetabile Oele produzieren und eigene Rizinus- und Sesamplantagen anlegen will; das zweite ist eine große Mühle, die einer französischen Gesellschaft (unter starker Beteiligung Rothschilds) gehört. Außerdem hat Haifa drei Zigarettenfabriken, eine Eisenindustrie verbunden, mit Werkstätten und Werkzeugherstellung, sowie eine Seifenfabrik. Zum Schlüsse dieses Kapitels wird auf die Notwendigkeit einer Einrichtung für industrielle Kredite hingewiesen, die bei günstigen Bedingungen vor allem dazu.führen sollten, daß die industriellen Unternehmer von den Schwierigkeiten der finan- . ziellen Manipulationen befreit werden und ihre Energien auf die tatsächliche Produktion konzentrieren können. * Der Bericht erwähnt übrigens auch einen Rückschlag, den die Weiuinduftrie durch den Ausfall des russischen Marktes und durch die Äntialkoholgesetzgebung in Amerika erlitten hat. Reue Märkte wurden in Indien, Argentinien, Italien und im fernen Osten gesucht. Eine große Förderung fanden die industriellen Bestrebungen, durch die Bewilligung von Ratenzahlungen im Fall größerer Zahlungen für den Eingangszoll von Maschinerien sowie durch die Verbilligung der Frachtraten der Eisenbahn. Schließlich empfiehlt der Bericht, sich hinsichtlich neuer Industrien besonders auf die Verarbeitung von Landesprodukten zu konzentrieren; hiefür kommt in Betracht: Wollspinnerei und -Weberei, Obst- und Fischkonserven, die Zement- und Mühlensndüstrie, die Herstellung von Marmeladen, Zigaretten, Parfüms usw. - Nicht nach Gebühr beachtet der Verfasser die überragende Wichtigkeit der Bauindustrie, in welcher beispielsweise im letzten Jahre allein im jüdischen Bericht mindestens eine Million Pfund investiert worden find. Wenn diese Darlegungen sich hauptsächlich mit der neueren industriellen Entwicklung befassen, so wird auch die nach^ stehend wiedergegebene Zusammenstellung der althergebrachten „Industrien" von Interesse sein. Die bisherigen Industrien. Diese Industrien — oder besser Gewerbe — lassen sich in Hauptgruppen einteilen: Textilien. Weberei -(Stoffe, Teppiche, Matten, Wolldecken, Litzen, Kleider, arabische Mäntel), Herstellung von Agals (Börsen, Quasten, geflochtenen Gürteln), Färberei, Nadelarbeit, Stickereien und Spitzen. Bauindustrie und verwandte Gewerbe. Manerei, Bau- und Möbeltischlerei, Anfertigung von Lehmziegeln (luftgetrocknete), Kalkbrennerei und Zement- Herstellung. Metallindustrie. Schmiederei, Kupferschmiederei, Klempnerei, Gold- und Silberarbeit, Herstellung von Bauernschmuck, Sattlerei, Herstellung von Kamelglocken. Leder- und Gerbereiindustrie. Bearbeitung und Gerberei inländischer Häute, Herstellung von Schuhen nnd Stieseln, Herstellung von Wasserschläuchen. Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten. Schmieden von Pflugscharen, Sicheln usw., Schnitzen von Pfluggrifscn und Gestellen, Herstellung von Sätteln, Peitschen und Fischnetzen, Seifenfabrikation aus Olivenöl. Haus« und Küchengeräte usw. Korbmacherei, Herstellung von Besen und Sieben, Holzlöffeln, Blasebälgen, Tabakpfeifen und Pfeifenrohren, primitive Glasmachekei und Herstellung von Musikinstrumenten. Man muß solche Betriebe gesehen haben, um einen Begriff davon zu gewinnen, wie weit all das'(oder doch weitaus das meiste) von wirklicher Industrie entfernt ist. Die Getreidesiebe werden z. B. aus dünnen Lederstreifen gestochten, die mittels eines einqeierbtcn Messers aus der düungeschabten Wiener MorgerizeUung. für unsere morgige Messe-Nummer ein Inserat zu bestellen Hohe Auslandsauslirze Billiger Tarif! * Sin flroger Te l -er Mefsebe« suche? aus Polen» Rumänien» JugoflZwien» Solland. England» Amerika usw. gähtt zu «uferc« Lesern Bauchhaut eines Kamels . geschnitten werden. Rings um das große Lederstück schneidet der Siebmacher ein merkwürdig dünnes und gleichmäßiges Riemchen, und man kann beim Znschauen sich wohl vorstellen, daß die gute alte Dido mit dem solcherart aus einer einzigen Kuhhaut geschnittenen Lederftreifen genug Land umfassen konnte, um darauf Karthago zu bauen. Aber im heutigen arabischen Palästina dient alle diese Geschicklichkeit nur dazu, ein Getreidesieb herzustellen, viel teurer und minder gut als aus europäischem Drahtgewebe. Wiener Börse.- An der gestrigen Börse war das Geschäft sehr gering. Es fehlte an größeren Börsenaufträgen. Nur Budapest trat mit umfangreicherer Nachfrage auf. In Budapest hat eine viel stärkere KrEnflucht eängegviffen, als es-bisher der Fall gewesen. Die rapiden Kursstürze der ungarischer- Krone, die auf der Züricher Börse neuerlich mit Vehemenz einsetzten, haben in Budapest die Panik verschärft. Das Publikum sucht sich des Besitzes van ungarischen Kronen zu entledigen und sein Geld in ungarischen Effekten, weiche es. auch teilweise auf den, Wiener Markt sich verschafft, anzuleger«. Davon profitierten einzelne andere Kulissenwerte. Ein Teil der Effekten, in denm sich dir Spekulatiion stärker engagiert.hatte, ließ im Kurse nach, weil sie Entlostungskäufe trotz des verhältnismäßig niedriger? Prozentsatzes von fünf Achtelprozent vornahm. Staatsbahnaktien büßten einen ToÄ der vorgestrigen Erholung ein. Auch tschechische Papiere bröckelten aus die Prager Nachrichten, daß die meisten Jndustviaun'ernehmungen ungünstige Jahresbilanzen ausweisen, ab. Dafür machten Südbahrwerte eine größere AufwärtSbewegimg mit. Maßgabenhierfür war di» , Steigerung des französischen Franken auf den internationalen Platzer.- und neuerliche günstige Meldungen über die römischen BerhaM-ungcn. Gegen Schluß des Verkehrs verminderte sich die Budapcster Nachfrage. Auch wurden Gewinnrralisalionen vorgenommen, welche eine Schwächung der höchsten Tageskurse bewirkten. Doch läßt sich trotzdem die Gesamttendenz des gestrigen Tages in der Kulisse als ziemlich fest bezeichnen. Im Schranken kam es nur §u ganz geringen Umsätzen. Tvcmsportwevle waren e'.wcis mehr gefragt. Nordbahnaktien erhoi'en sich wieder um- 450.000 K., Darnpffchisfaktien um 40.000 K., hingegen verloren Adria 70.090 K. Hervorhebung verdient die Steigerung der Veitscher Magnesitakticn um 1.500.000 K. Auf dem Petrvleannmarkt stiegen Galizische Karpathen um 75.000 K., Schodnica um 30.000 K., Prager Eisen büßten 20.000 K. ein. Bezllgsrechte: Oesterr. Hypothekenbank 100, Vaterländische Bäugesellschaft 1800, Schember 1300. Auf dom Anlagemarkt vollzogen sich ganz geringe Veränderungen. Die Mai reute profitierte 130 K. . Von den Exoten notierten: ^os 1700 bis 1800, Jriag 138.000 bis 142.060, Erdöl 16.400 bis 16.700. Mvaznica 43.000 bis 49.000, Schubert u. Ko. 11.000.bis 11.600. . Sie Sevisenpreise. In Zürich haben sich zwei bemerkenswerte Ereignisse vollzogen. Die Devise Budapest fft neuerlich von 0,0017 auf 0,001612 gefallen. Nach den Priva Nachrichten soll sie noch we-iter gefunken sein. Dem Anbot an ungarischer- Kronen soll keine Nachfrage gegcnü-borgestawden sein. Als Ursache für diesen ungarffchen Kronensturz wird' die passive ungarische Handelsbila-nz für das Jahr 1922,' welche in den letzten Tagen veröffentlicht wurde, ar-gegeben. Außerdem sollen aber auch markttechnische Momente eine Rolle spielen. Da aus den internationalen Märkten di« Msizenpreise stark gestiegen sind, versucht die internationale Spekulation auf diese Art, die unga- - rische Krone zu drücken. um den ungarischen Weizen;u billigeren Preisen einkaufen zu. können. Sei dem auch wie Zimmer Tatsache ist, daß die ungarische Krone eine äußerst ungünstige ^Entwicklung gerammen hat eine Bessemng in absehbarer Zeit nicht vorwuszusthen ist. Hervorhebung verdient aber auch die Steigerung der Devise Paris, welche schon in den Bortagen die Aufwärtsbewegung begonnen und gestern sich ebenfalls von 82,86 aus 33,90 verbesserte, während die Devis-e^Berlir.- unverändert bl'öeb. Mailand wies eine kleine Erhöhung von 26,75 . aus 26,85 auf. Die Devise Wien besserte sich von 0,007460 auf _17. März 1923_Nr. 1470 0,007475. Die Aenderung der anderen Devisen kommt wenige» in Betracht. In Berlin sind mit Rücksicht auf den stabilen Starts der deutschen Reichsmark nur unwesentliche Aenderungen z» konstatieren. Der Dollar stieg von 20.797.85 auf 20.867 70, Das Pfund senkte sich von 97.765 auf 97.715. Hingegen bessert« sich der französische Franken von 1275.80 auf 1824.15 mH di« ätMenische Lira von 995.50 auf 4002.45. In Wien stieg der Dollarvon 71.176 auf 71.350. Da- Pfund senkte sich von 883.950 auf 333.200. 'Der französische Jrar-ken stieg von 4262 auf 4465. Die politische Mart von 1.40 auf 1.60. Die tschechische Krone blieb unverändert. Nachstehend die offiziellen Clearmgkurse: Glearingkurse der Österreichischen Nationaliiantc vom 16. Mürz 1923. Devisen (Schecks und Aus- 7,__ Kure vom 14. Märe Zahlungen) fuß’ 0e,<l Wflre 0e,d Wm* Amsterdam f. | holl, dulden * Agram I jug. Kronen . . , , Belgrad I Dinar Berlin I deutsche Reichsmark , Brüssel I belgische Francs . . Budapest l ungarische Kronen . Bukarest I Lei.. . Christlanla I norweg. Kronen . Kopenhagen I dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . , . Madrid I Pesetas ...... Mailand t Lire ....... New York 1 Dollar ...... Paris l Francs. Prag l tscheclio-slow. Kronen . Sofia i Lewa . , Stockholm I schwedlscheKronor . Warschau I polnische Mark . . Zürich I schweizerische Francs . Noten amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw. ' kleinere Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva » . . IM . . , , kleinere. , , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . » , 100 » , » kleinere » Engl". Noten von 5 Llvrest. aufw. „ » kleinere. Französische Noten 100 Francs . Hol Bndische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire autw. „ „ kleinere ... . Jagosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar . . . . IW . „ » „ kleinere . . Norwegische Noten JOO Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. » , kleinere .... Rumänische Noten zu 1000u. MX)Lei „ „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.i zu 500 Rubel n n n » 100 , , , . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten tOO Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOautw. „ , kleinere Ungar. Noten (neue Ein.) zu lOQOKr. , .zu 10.000 Kr. ... * » kleinere . » « . . 4 28100.- 28290.- 28190.- 28290,- 6 723.- 711. - <n— 731.— 6 749_ 75 t.- 729.- 731.- 8 3.45 3.55 3.50 3.6) 4'l, 383t. - 3846.- 3691. - 3706. - 6 20.95 21.05 21.70 21.80 5 I28p!- I23n- I2S|(\ — l284o!— 5!3‘>U- 13640,—. >361! 1364,'l.- 3 3319 0. - 335.Vy».-335150. - 336250.-, 5'/j 10985.- 11' 15.- K935.— 11015.- 6 3131.- .3435.- 3416.- 342'.— 4 71575.— 71375.- 71350.- 71500. - 5 4524.— 433 .- 4121.- ^333.— 5 2127. - 2133.- 2127.- 2132,r- 7V, 424.50 425.50 <24.50 425.50 4*/, I883\ - 18870.- 18830. 18870.- 6 1.65 1.15 1.55 1.65 3 13310.- 13350.- 1331t,.- 13340.- 71350.- 71653.- 71175.— 71475.— 7I2>0.— 71550.— 71075.— 71375.- 3775.- 3805.- .3635. — 3665.- 43.- 417.- 40 J.— . 407.- 38L- 387!- 381- 387!- 13.450 - 1352 i. 13*60. - 13520. - 3.35 3.05 3.35 3.65 333.200.*- 331210*. - 33395o! - 334950*.- 333 31 >. - 331KO.- 333750.- 334750.- 4265. - 4295.- 4262.— 4292.- 2804 2824 . - 28040.- 28240.- 31337.50 3412.50 3382.50 3°97.56 3377.50 3392.50 3362.50 3377.5» 721. ~ 728.- 724.- 728.- 7lß!— 72V- 716.- 72o!~ 1267’.— 12730.- 12670.- 12730.— 1.50 4.89 1.40 1.70 1.45 1.75 1.35 1.65 329.— 331.- 329.— 331.- 339.- 3H— 3.9.- 311.- -!- 18620.- 1870.!- 1862o!- 18700*.- 13m - 13280.- 13220.- 13289.-. 1086\- 10920.- 10850.- 11920.- 2110.- 2105. - 2120.- 2MO.- 212'-.—, 21! 5.- 2105.- 2115.— 15,93 16.10 16.90 17.10 15*85 16!05 16!85 n!öi Erleichterung im Postpaketverkehr mit Ungarn. Du Austro-Ungarische Har^e.'skammer teilt uns mit: Die Klagen über die Schwierigkeiten im Postpaketverkehr mit Unaarn halben die Austro-Ungarilche Hando'skonnmer veranlaßt, bei den Mtän^igen unaiavischen Zentralstellen wiederholt sinv'sckwestcn. Die Kammer erhielt nun vom ungarischen Handelsministerium d'e Berständianrn. daß die Post nunmehr über hinreichende Lagerräume verfügt, und es d^iher möglich war. die vieiiach beklagen Mißstände bei d^r Zollbehandlung von Auslands- Pakten QbmstellLn. Das Ministevivim hat verfügt, daß von nun an solche Postpakete, die mangels Einfuhrbewilligung oder aus einem anderen Grunde ficht verzollt waren, nicht mehr zurückzuserden find, sondern zurückgemeldet werden müssen. Bis zum Ginlangen der Disposition des Absenders» beziehungsweise bis zum Ablans der vierzehn'ägigen Frist bUiben solche Pakete zur Verfügung des Adressaten. dem hierdurch auch die Möglichkeit geboten wird. Pie Einsuhrbetvilligung oder evenduest fehl'nde -andere Dokumente zu beschaffen. Da die Zuschrift des Mmisteviunis eine eit«aehende Prüfung aller konkreten Fälle in Aussicht stellt, empfiehlt es sich, solche mit den enffprech^'den Belegen dem Buremt der Atistro» lln^av'schen Handslskaimmer. 1. Bez.. G'.isabgthstraße 9, zwecks Weiterleitnng der Beschwerde mstzuteilen. Direkter Güterverkehr zwischen Oesterreich und Rutnänien. Die Verhandlungen zwecks Wicd.'reiuführuna des allge-meinen Gütcrvcrkehres zwischen Oesterreich und Nnrnänien sind nun zu einem erfolgreichen A'/chluß g. führt worden. Ans de-m Gebiete dcS Tariffvefens ist es den österreichisä)en.Bundesbahnen gelungen, durckt eine V rein<>arung mit den -tschecho-slowakischen. polnischen und rumänisckien Eiserlbehn- Verwaltungen für den Verkehr zwischen Oesterreich und Rnmänien im Durchzuge über Galizien die Einführung eines direkten Gut'rtarifcs sicherzustellen, der voraussichtlich am 1. April d. I. in Krast treten wird. Dieser Tarif wird inslbesondere auch die direkte Aibsertigung von den außechaH Wiens gelegenen österreichischen Prodi'klionsstationen und Hammessplä'-en im Verkehr mit der Bukowina ermöglichen. I Auch ein Stückgut verkehr Mischen Oesterreich und Rnmänien I soll demnäckst zugelassen werden, soweit die GrenMationen für die Uebergabe von Rückgütern eingerichtet sind. Sicherheitswachbeamte als Dolmetsche auf den Bahit- HLfen. Die Pvlizeidirekncki wird wäbr nd der Meffe.-eit sprachenkundige Sicherheitswach'eute. welche durch Arin>bgvdeu gekennzeichnet sind, zum Dienst ans den Bahnhöfer.. und zu freguentierten Straßenkreuzungen erteilen. Gestern war aus dom Südbahnhos eine starke Frequenz von bullgariischen, jngoslawischen, italienischen Messrib sttchern zu verzeichnen, welche die dortige Me-sse-Ausknnlfisstelle in An'vruch genommen hoben. Die Mehrzahl der an."-ekommcnen Mcssefre^tv'n war aber mit den Wiener Verhältnissen berci!s von früher her derart vertrant, daß sie eine AnKkunfterteilung oder FA)vuug nicht benötigten. Polens Handelsverträge. Aus Warschau wisid den „Polnischen Stimmen" gemeldet: Wir die „Gazeta Poranna" mitteilt. soll Polen in der nächsten Z-eil mit mehreren Staaten Handelsverträge aüschließen. Vor allem sind geseuwärtig VerhaMungen mit Ungarn rm Zuge, die augeMicklich wegen der Abreise des ungarischen Gesandten unterbrochen wertden mußten. Die Entwürfe von Hemdelsvenrägeu mit Eugiland, i Brasilien, Norwegen und Spanien sind b.reits feriimestellt. I Ferner sollen HandvlZver-tragsveichaudlnngcn mit GriecheulanÄ und mit der. Türkei eingeleiter lucroon. ^294