Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1467 (14.3.1923)
- Date
- 1923-03-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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i ‘»‘i* ’< A. y 'fl[/ il *\ '?V' ’^l 1 * * \ +■?f* /’ t *v, v v Tjf ^tv* » Abe. 1467; Wien, Mittwoch ~ Bolkmirt. Seftempelte Krone—0.0075 Sentimes. Auszahlunll Wien ----- 0. 0074V. Centimes. In Zürich notierte Hie österreichische Krone . . 0.0074h. ,<0.0074'/, am 12. März) die öftere, gestempelte Krone 0.0076 (0.0074V* am 12. März) die tschechische Krone ... 15.95 . ( 16.95 am 12. März) .die Mark ........ 0.0258 (0.0259 üm 12. Marz) ^^$5(1!) » « . » « , » » ß.60 ( 5.66 am 12. Marz).. -Bukarest ........ 2.52 ( 2.50 am 12. März) -Sofia»,..»»»«»» 8.12 ( 8.10 am 12. März) Budapest .... . . . . 0.17'/. (0.17 V. am 12. Marz) -Warschau ...... ... 0.0117 (0.0120 cmr 12. März) Sie WarenumsaWe««. Gestern ist das BundesgeseWatt, welches die Vewrd- Wunyen Mer die War-eMl.ckfatzjstöu-er enchält, pMiziert worden. Damit ist eMich Klarheit über die viel umstrittene Frage des Umfanges der Siouer und des Umfanges der SuxnAadgaibe geschahen, Dm Jnhvllt dieser Verordnungen ist -für den Kauffltwn wenig erfreulich. Die Lasten,, die dan vsterveichischm Handvl.i auferl-egt werden, sind so groß, daß es fraglich ist, ob er sie tvtföMch wird ertragen können. Ms Gegenstand der ^Steuer gM jede Lief-evimg von Waren und sonstige enWMche Leistungen, wenn diese von einem Erwerbsüwwrnchmen stammen. Dabei ist es gleich,gültig, ob die effektive Ware verkauft .wird, oder ob nur die Berechtigung über die Ware, z. B. ein Lagerschein oder vin Konossement derkanft werden. Es muß betont werden, daß nicht mir HandellstreiibeNde ' die StEr M M- - vichten haben-, sondern auch Bauern,- Bichzüchier, Bienenzüchter üs!w. wenn sie die PrMukte ihrer CrzeuiMng verkaufen. Wem zwei Unternehmungen ihre Waren gegerrssittg tauschen, so haberr sie ebenfalls die Umsatzsteuer M entrichten, Md Zwar in der-Höhe des eventuellen Kaufpreises, wenn die Ware ver- ,kauft werden würde. Die Höhe der Steuer beträgt für das Iähr 1626 1 Prozent und wird im Jahve 1924 aatif 2 Prozent erhöht worden. Die Umsatzsteuer wird vom Verkäufer, -bezichiMgsweife 'Lieferer der Ware abgesichrt. Für die Stmer ift nicht mir die reine VerVaufssuimnte, sondern auch alle NelbenLkMurgen, düe der VevKufer dafür erhält, vinzurechnM. Bei der Mnsichr imrtz der Empfänger der Ware neben dem Zoll auch die Umsatzstsner bis zu der Höhe entrichten, wie sie bei ähnlichen ErMgrsissen im JNlande' beirägert würde. Die Steuer geht so west, .'daß, wenn ein gewerblicher Betrieb mehrere f-Bbs^rndige WteiiüurgM hat, und eme^Ware von einer MteiAng in die andere Übertritt, ebenfalls diese Steuer^ entrichtetwerchm muß... Wenn GrundsMcke oder Hä-ufer verkauft werderr, ist körne' ÜmfatzstAwr zu zahlen, weil doch schon an und für sich bei der Ue'bertragung solcher ObMe UebertrogungsgEiren zu entrichten sind. Biel schwerwiegeinder sind die BeftimMMM über die ^uxusabgabe. DieseWe beträgt 12 Prozent und wird von diesen Gegenständen iim Detailhandel entrichtet. Allerdings sind auch ßin'ige Gegenstände genannt, Won welchen diese Luxnsabgabe zu entrichten ist, selbst wenn sie'von Produzenten gegeifert wird, z. B. bei Miß- und Cichenmvbeln und sonstigen schweren. Möbeln nsiv. Iir dieser Hinsicht ist die Abfatzsteuer eine Produltionssteuer. imaeui MmmammmmmmmmmmuummmmmmmottammmmassBtmioigjamiwmmirmimammm ' (65. Fortsetzung.) ] IMh Mntz. / Roman von Disraeli Mord BsaconsfielL). Aus dem Englischen Mensetzt von G. Unna. . „Heiliger Prophet, was für ein elender Mensch bin Lch", rief der ehrwürdige Kaufmann und brach in Tränen aus. „Ein treuer Untertan des Kalifen, bin ich gezwungen, Len Rebellen zu dienen, ein frommer Muselmann, und mutz .Inders verstehen! Laßt mich aufhängen, Herr", fuhr der Unglückliche händeringend fort. „Laßt mich;mtf der Sielte hängen! Ich halbe genug gelebt." ' , „Was soll das heißen?" fragte Hassan, „sprecht, Freund, sprecht ohne Scheu," - , „Ich bin ein treuer. Diener des Kalifen," antwortete der Kaufmann,ich bin ein frommer Muselmann, aber ich habe zehntausend Dirhems verloren." „Das tut mir leid; auch ich habe etwas verloren, aber mein Verlust geht Euch nichts an noch der Eurige mich." verflucht seidie Stunde, wo diese Hunde mich in Versuchung führten! Sagt mir, ist's eine Sünde, einem Juden sein, Wort nicht zu halten?" „Im Gegenteil! Ich könnte Erich mehrere Mollahs anführen, die Euch lehren würden, daß ein solcher Wortbruch die größte . Tugend ist. Ich sehe schon, wie die Sache /steht. Ihr habt Eure Freiheit unter der Bedingung er-, halten, Eure mitleidlosen Plünderer nicht zu verraten.. Versprechungen, die man durch- Furcht entlockte, sind Popanze für Toren. Sagt mir alles, was Ihr wißt. Wo find sie? Wie stark ist ihre Zahl? Halten sie uns für nahe?", „Ich bin ein treuer Untertan des Kalifen und'verpflichtet, ihm zu dienen; ich bin ein frömmer Muselrnann, und es ist meine Pflicht, alle Giau-rs zu vernichten; aber ich bin auch ein Mensch und muß daher «itf meinen eigenes Vorteil sehen. Erhabener. Gm fernem, die Sache verhält sich sw. Diese Bösetvichter haben, rmr 10.000 Dirhems abgenommen, wie meine Sklaven Euch versichern können,/das;heißt, eigentlich Güter in der Höhe dieser Summe. Nie- -mand wird beweisen können, daß sie weniger wert gewesen wären. Allerdings rechne ich noch die 50 Prozent Gewinn dazu. Ich wollte meine Schals in Hamadan verkaufen, Md sie warm wir wenigstens 10.000 Dirhems wert, Fragt ^_ , wTCuCI iViOTfflgllgCtmiig« Im Gesetze ist eine sotzölvannite PhaseNp aus ch a« lierung Vorgsschen, d. h. der FtnanOniniister kcynl bei einzelnen ArtWn die Utttfatzsteuer eniweder böi -der/Einfuhr oder - bei dom Verkauf mit einer göwissen pmfatzfteMr bölvgen, ohne daß sonst noch die sinzelnen Phafvn bei dem betreGenden AEl einer separaten Seteuer unteMegen. Rach Entrichtung dieser PhafenpaufchaMerungsWime sollm alle spätere« oder frÄhepon Umsätze bei diese« AvtMn nichlt mchr abgabepflichtig sein. Es sind für die HinterKichuntz der Umsichstmar, öder für unrichtige Angaben Strafen vorgöfchen. Es sind dies -das Dreifache bis Neunfache des. Betrages, welcher bei der Stauer hmievzoge« wurde, andererseits sind, aber auch A.r r est° strafen vorgeschen, und kann der Verfall der . Ware ausgesprochen werden. Als Arvestst-rafe körnen drei Monate verhängt werden, wenn der hinlerzogene Bstryg 10 Millimren Kronen übersteigt, und bis zu einem . Jahve veplän'gert werden, wenn die hinterzogene Mmme de« Betrag . von' 100 Millionen Kronen 'übersteigt. Es ist sogar der Verlust der Gewerbeberechtigung .bei schweren Fällen vorgsschen. Es dürste kein Gesetz so schwere MvafcmdrohpWNr euthMan, , wie sie -das WaveuiMNsatz-stsrlevMs-etz Vvrficht. . 'In. einer AMge zur öLgenannierr Dervrdnuug ist «Inte Liste derjenigen ArtMl aufgezähl-t, wellche als LuxusartM der erhöhten Watenumsatzsteuer von 12 Prozent unieÄüMn. Store böWwlZwöise seien genannt: Taschenuhren böi .einem 'Preise von über. 400.000 K., . -MusiMen, . .Musiiktnstvumeute bei 660.000 K., Klav-iere bei 10 MiMonen Kronen, photographische Apparate, und Zaibehör, MarkemWems,- Zuckerwmen über 40.000 K., Grabsteine über 1,500.600 K., Toibettegegenstände, . wie Kämme, Haarspangen, Schminke, Rasievgavnituren usiv., ^zugerichtele Felle, zahlreiche Stoffe hei üinam Preise über' ^160.000 K. pro Meier, Le-iuenwaron, Bettwäsche, mit Ausnicchme der aus Ammwolle . gmrbetteten, LcMwäsche, Tischwäsche, Herrenhiüie bei einem'PreKse von.Mer 360.000 K., Hnt- ' borten, Schuhe aus besserem eLder, Krawatten Mer 30.000 K., säm'iliche feineren Galanteri-eiwaveu, fast sämtliche CrMUWisse der PaPierwnijMion, TrinWäsex- und andere GlasgLgenstande ans grMertöm u-nd sonst bearlböitöten Was, MöSböl aus schwere«: - Holz, Korb- und StrohwavM, eLüktvilsche, Koch- und Pügölopparate, Teppiche und alle ähulichen Art-M. ’ Der Kreis diöser LuMHartiLel ist sehr wöit gezogeu - rmd umfaßt, chrch Gegenstände des täglichM- .Bedarfs, so daß dadurch zeit'wKis-e die- LebeNshalitung verteuert werden wir b. Dabei darf nicht vergessen werde«, daß der österreichische Handel auf LuxusartM angewietse« ist und bei dem geschwächten Konisilm noch geringer^» Absatz als bisher Ar. Oesterreich finden wird.' .' , r* Es ist noch nicht entschieden, ob-gewisse RohiMterialiM, wie Kohle,-Mehl und geüVisse Fleifcharten'brnt der llmsatzsteuer ausgeuomm-en- Werdm/ Es sind Wohl dahingehende Böstvebungen iw ZUge.' Storch dM Erfahrungen des vorliegenden Gesetzes - ist schwer -mit einem EB^Mümioni der. Rögierung - -zu ' rechnen. .• . ■ Der Export soll WM von der Mrsatzst-mer bchröst werden. Cs fragt sich aber, ob es gel-rutzen wird, die aus-Oesterreich ausgesühvten Ware« totsäWch bv-n der Entrichtung^ jeder Umsatzsteuer dirM uüd mdivÄt so zu befreie«^ daß sie aus dem. WvltmaMe iverden konkurrieren kömvM. ... - .. ■■■— tz WerbetAbUmeMmsürdle- 1 „Wiener MorgenzettMg" I _14. Marz 1923 1 -.. . .ßdk't Aus alle Fälle kann angesichts des voMögeUden Gösetze? das tmöderhM i werden, waS schon viuural. an dieser Stelle erwähnt wurde: in unglücklicherer Zeitpunkt für das Inkrafttreten dieses Gesetzes hätte nicht mehr gesunden wevdeu k'önnen." Ire gollerhShungen. Die Regierung hat gestern im Nattonalrat eim Vo^ läge betreffend die,im Budget und. im Sanierungsplan vovgesehem Erhöhung gewisser Z o l l p o s i t i o n e n einge-, bracht. Im Motitzenberrcht heißt es: Der im Wiederaufbau gesetz geforderte Mrnimalertrag der Einfuhrzölle, vorerst^ 80 Millionen Goldkronen jährlich, ist durch die dermaligen^ Zollsätze noch keineswegs stchergestellt. Die im selben Gesetze gegebene Möglichkeit, itot Ertrag durch Erhöhung derHinanzzö 11e allein zu steigern, bietst keine genügende Grundlage, um diesen Ertrag im^'Laufe des heurigen Jahres zu erreichen, weil der B-elastungs-möglichkeit der in ' Frage kommenden Warenpositionen (Finanzzollartikel)^ . ebenso aus sozialen wie ans wirtschaftlichen Erwagungenj Grenzen gezogen sind. Pie Sichemng des im Wiederaufbaugesetz vorgeschriehenen Minimalertrages der Einfuhrzölle! wird in weiterer Folge Aufgabe des zu schaffenden n e u e n! Z o l l t a r r f e s sein. Sofort sollen aber die Mchstehend! besprochenen Korrekturen Platz greifen, durch die lÄiglichi zumeist heute nicht mehr zu rechtfertigende AusuahmS-! Verfügungen der ersten Nachkriegszeit -beseitigt werden, der Tarifvesorm aber in, keiner Weise vorgegriffen wird. Auf, Grund des kriegswirtschasklichen Ermächtigungsgesetzes^ wurden seinerzeit säst alle Lebensmittelzölle unterschiedslos! außer Kraft gesetzt. , Es-gibt eine Reihe von^ Lebensmittel tt, die keineswegs zu den notwendigen gehören,! ja. -vielfach schlechtwög Ä u x u s g e g e n st ä n d e darstLllett,^ 'aber gleichwohl heute noch -die Zollfreiheit genießen. Die im § 1 des Entwurfes aufgeführten Wären'sind, ausnahmslos! solche^ die nicht, zu den unentbehrlichen Lebensmitteln zäh«! len, ja em großer Teil derselben sind Luxusgegenstände. Es werden auch weiterhin außer den' R-ohstoffen l eben s» . w i ch t i g e A r t i k e l, wie Getreide, Mehl, Reis, Margarine und aridere Fette, Schlachtvieh,, Fleisch, ordinäres Fische, Eier, Heringe, frische Milch, Kondensmilch, zollfrei bleiben. D:e dorg-eschlägenen Tarifändemngen lassest einen Icchvesertrag von etwa 4 Millionen Goldkronen/ er-' warten. ' i ' ' - ' ' - , In einem -besonderen Anhang wird die AufhebMg der Alle für einzelne Nahrüngs-nnttel,- wie Obst, Gemüse/ Geflügel, Fleischkonserven, Fleisch und Fleischextrakt, auf^ gchoben. Die Devifespreise« Zn Z u r i chistgestenr.die R e i ch Ä mark um-eine Kleinigkeit von 0,0259 Ms 0,0258 zurückgegcmi gen, ferner ermäßigte sich der s r^a n z ö.s.i s ch e Franken von 34,45 auf 32,40. Die Devise Prag blieb unverändert 15,95. Dagegen fiel die Devise Mai ln n d von 25,72 auf 25,62, Marsch au ermäßigte sich von 0,0120 auf 0,0117! Zahlung Wien blieb ans dem letztgemeldeten Niveau, wogegen die österreichische g e st em p e l t e K r o n e einej leichte . Besserung von 0.007475 ans 0,0075 zu verzeichnen hatte.' In Berlin wirsen die fremden Zahlungsmittel nur gering^ sügige Veränderungen Ms. Der Dollar zeigte eine leichte Besserung von 20.762,96 auf 20.787,90, das Pfund „blieb im*j verändert 97.766, wogegen Devise Paris eine mäßige Abschwächung von 1261,83 auf 1257,34 erfuhr. Die übrigen Devisen bewegten sich auf dem letztgemeldeten Stand. In Wien fand gestern kein Clearing statt. i nur meine Sklaven, ob man noch jemals solche Auswähl von Schals gesehen hat!". „Zur Sache, zur Sache, die Räuber!" .,^Jch bin bei der Sachen. Die Schals sind die Sache. Dem als ich von den Schals und meinem unglückseligen Schicksal spwch, -müßt Ihr wissest, daß^er Anführer der Räuber . . Mrch?" . . „Ein feuriger, junger Manu, wie sie ihn aber nennen,, weiß ich mchtt Dev Anführer sagte also zu mir: »/Kaufmann, du siehst traurig aus." traurig?" erttgegnete ich, „mm, Ihr würdet wohl auch traurig aussehen, wenn Ihr gefangen wäret und 10.000 Dirhems eingebüßt hättet." „Ist denn diefer Kram da 10.000 Dichems 'wert? fragte er. „Mit den 60 Prozent, die ich in Hamadan daran verdienen wollte", sagte rch. „60 Ppozent," erwiderte er, ,Mbist ein alter Spitzbube." ,/Dpitzbstbe," sagte ich, „es sollte mich 'mx einer in Bagdad so nennen!" ,/Spitzbube oder nicht," versetzte er, „du kannst dir aus dieser -Verlegenheit. helfen.^ ,Me denn?" ftagte ich. „Du bist ein ganz chrwüvdig aussehender Mann," erwiderte er, „und ich wollte -darauf wetten, auch ein guter Muselmann obendrein." „Das bin. ich," sagte ich, ,wb Ihr" gleich ein Jude seid; aber wie nrir hier mein Glaube helfen kann, das weiß ich wahr- - hastig nicht, wenn nicht der Engel Gabriel, wie es in dom! 66. Verse des 27. Kapitels des KoraN steht . . „Süll, sM,"^ief Hassan aus, „zur Sache, zur Sache!" „Ich bin inmrer bei der Sache, Ihr bringt mich nur ivieder heraus.. Um es aber so knrz als möglich zu machen, der Anführer der Räuber weiß, daß Ihr da seid,, und weiß sich nicht zu Holsen, obgleich er groß tut. Das konnte ich. ganz dt-Mich sehen. So ließ er mich denn, wie Ihr steht,- mit einigem meiner Sklaven gehen und gab mir eine Anweisung auf 6000 Dirhems auf ' einen Mann näniens. Bostenär' m Hamadan . x. ."Ihr kennt ihn vielleicht, 'ist er - denn ein sicherer' Mann? < . i unter der BedürgUng,- daß, wenn ich'äüf Euch stieße, ich Euch, Mohammed möge rnir's ' vergeben, eine Lüge sagen sollte" „Eine Lüge!" ' ' „Ia> ja, eine Lüge.' Aber 'diese jüdischen Huirde wissen'' ' -nicht, -was ein wahrhaft ftwmmer Mann ist, und als ich anstl'Ugen wollte, Euch die Lüge zu sagen, lvar ich bald aus der FassMg gebracht. Wenn also, Mer. Hassan, esst Versprechen, das man einem Juden gegeben hat, einest wahren Rechtgläubigen nicht binden, kann^ und Ihr mip für die 5000 Dirhems emsteht, will ich Euch auf der Stelle alles entdecken." . „Seid ganz ohne Sorgen wegen dev 5000 Dirhems und sagt mir alles." ,^Fch soll sie bezahlt bekommen?" „Auf wein Ehrenwort." ' ,/Schön, schön. Nun, so wißt denn, daß die infamen Hunde sehr schwach und vßll Schreckens sind über die -.Nachricht Eurer Fortschritte. Einer, ich glaube, sie. nanntest ihn Jabastor, ist mit dean größten Teil dieses VMes, etwa siebenhundert Mann, ins Innere hex. Wüste gezogen. Sb hörte ich's, aber gewiß weiß ich's freilich nicht. Der junge Mann, den Ihr Alroh nennt, ist bei eiMm der letzten Kämpfe verwundet worden, konnte also nicht mit ihnen, fort, sondern blieb -in den Ruinen -mir -einigen weiblichen Gefangenen, einigen Schätzen wnd etwa hundert der Seinigen, die in den Grabnrälern verborgen liegen. Er schenkte -mir unter der Bedingung die Freiheit, daß, wenn ich etwa mit Euch zufammenkäMe, ich Euch versichern sollte, daß die Hunde, mchv als 6000 Ma-nn stark, Euch in der Nacht imt* gangen hätten und gerade auf Hamada-li zu marschiert wäst' reu. Sie-rckdeten wir zu, Euch recht in Furcht zu jagen, aber, ' das war eine Lüge, und ich konnte sie nicht über den Mund bringen. Jetzt Wißt-Ihr nun die reine-Wahrheit, und -wennj es eine Siwde'ist, einem Ungläubigen. sein-Wort nicht zu. halten, so seid Ihr dafür verantwortlich, ebenso wie für die'' 5000 Dirhems, -welche eigentlich 10.000 sein sollten." ',Mo ist Eure AwveisuNg?" >,Hier ist sie", -sagte der.Kauflnann, und zog sie arlsj ' Mem UniLvgetoande; „em'geschäftsMßiges Dokument, auf einep gewisses Bostenai gezogen, den - sie mir als gewaltig reich beschrieben, und der mir 5000 Dirhems auszahlen soll,- . wenn infolge meiner Mitteilungen Hassatr 'Subah ... das seid Ihr selbst .mach Hamadan zurückkehrt, ohne'sie an-- zugveisen." .„Des alten Bostenai Kopf-soll dafür bürgen." ' ' „Das frM' mich 'sehr.. War' ich aber an E-nrcr SteM' so ließ ich ihn vorher mich bezahlen." <N>m:lÄebnna folal.- - -