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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-11 · Heft 1464 (11.3.1923) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1464 (11.3.1923)
Date
1923-03-11
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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m. im Mett, Sonntag Wiener Morgenzeitnng. 11. März 1923 Sette 1!!Sette aNtzeführt. wird. Es wich den Inden vprgeworsen,!fte, iodioctt jbfi anLMießlich NM, Träger, Genießer und Außibenter des Kapitails. In erster Reihe werden sie als 'die; Repräsentanten des Bankkapita-ls und des Handels äuge-. E sehen. Bon dieser Seite wird iiMrev -der Begriff Handel und Jude" identifiziert, wie auch „Kapital" und „Judentum" für sie gleiche Begriffe srnd. Und do ch ist dem in keiner ^Hinsicht so. Es soll nicht geleugnet werden, ein großer Prozentsatz der Juden, besonders der ^im Westen wohmrä>e, beschäftigt sich.mit dem Handel. Die Bevussquote der Han-!idsl treibenden-Juden ist vielleicht größer als ®et manch anderen Völkern. Aber es darf auch nicht übersehen -veröden, daß, ebenso wie die Juden ein Handelsvolk sind, dieselbe und vielleicht noch stärkere Bevnfsquote des Handels bei den Engländern, /bei den Holländern, bei den Griechen 'und bei den Armeniern zu verzeichnen ist. Es kann ruhig behauptet werden, daß der größte Prozentsatz/der Engländer dem Handel obliegt. Gewerbe und Viehzucht werden zum großen Den nurvon Schotten betrieben. Ackerbau und Hcm'dwerL sind, eine Domäne «der. Irländer. Das englische, also ein germanisches Volk hat sich ebenso, wie die Holländer, ebenfalls ein germanisches Volk, spontanin, der Anpassung #cut die Verkchrsvevhältnisfe ihres Landes dem Handel angepaßt. Die Armenier haben sich durch ihre -durch politische Verfolgung verursachte Diaspora dem Handel.zugewendet. lDer Ursprung des griechischen Kaufmannes liegt zum Teil in den guten Berkchrsverhältnissen der griechischen Küste, teilweise aber ebenfalls in der vor Gründung Griechenlands durch das damalige 'Regime veranlaßten Unter- - driickung und Verfolgung der Griechen, die dann in Lord Byron ihren moralischen. Verteidiger gefunden haben. - Die Berufsschlchtung bei den Juden beruht, Historisch genommen, ebenfalls in der günstigen. Verkchrslage ihres "einstigen Wohn-gebietes, andererseits^ aber auch darin, daß für sie in den Jahren der Verfolgung, in den Jahren des tiefsten Ghettos in den Rhein- und Dmiaugegenden der Kandel als Beruf einen Notausweg darstellte. Die Beschäftigung mit dem Kapital, die Form der Zinsenannahme, -die später zur Ausbildung des Bankwesens führte, ist ihnen 'gerade von der Kirche und von denjenigen aus-beuterischen Fronherren 'aufoktroyiert worden, deren Nachfahren von den Hakenkveuzlevn als geistige Fichrer Wer Be-vegung oft iirügeschen werden. Daß die. Juden von den 'Habsburgevn und den anderen Mnerzeit regierenden Fürsten diesen Berufen direkt zugedrängt wurden, um eine gute Stenerquelle für diese Fürstenhäuser $u sein, das wird von den Antisemiten natüMch ^verschwiegen. Daß der Jude im Westen diesem - Berüfszweige vielfach treu gMieben ist, liegt. in der Natur der modernen kapitalistischen Verhältnisse, dieber der modernen EnÄvicklung. des Kapitalismus mtd der Industrie gerahe dey. richtigen Verteilung der.,erM^ Form -M Handels eine wichtige Rolle zuweisen. - Es wird aber mit Unrecht dem Volke als ganzen dev ^Vvrwu-rf des Ausschließlichen -Trägers des Kapitalismus ientgegengehalten. Wer die Verhältnisse der Ostjrchen'etwas -näher kennt, der wird bald zur Gewißheit kommen, daß 60 Prozent des Ostjndentnws und mithin fast 60 Prozent des gesamten Judentums als Proletariat geradeso durch den Kapitalismus ausgebeutet werden wie jede andere proletarische Masse. Eine große Anzahl der Juden ist als Schwerarbeiter tätig. Es sei nur. an den Hafen von Saloimft gedacht, wo die schweren Hafenarbeiten fast durchwegs von Mi sch-spamolischen Hafenarbeitern besorgt werden. Kn Konstantinopel, in Braila, in vielen andern Häfen der östlichen Levante befinden sich ebenfalls größere' Gruppen von Mischen Schwerarbeitern. In den Textilindustrien von Lodz, in' den1 Talnrudwebeveien Ostgaliziens, in den Juduftriebezirken Russisch-Polens ist eine große Anzahl jüdischer industrieller Arbeiter vorhanden, die vielleicht viel schwerer chr Brot verdienen als viele der Hakenkreuzler. In den großen chemischen Werten der Klothilde A.-G. in Nagybocsko' in der Marnmvosch sind zum großen Teile jüdische Arbeiter ängestellt, welche in den ersückenden Dämpfen der 'chemischen Fabrikation, tüchtige Arbeit leisten. In den Sägewerken der Marmarosch sind viele MWe Holzarbeiter beschäftigt. Eine große Anzahl jüdischer Industriearbeiter ivar schon vor dem Kriege in den großen jüdisch-sozialistischen Organisationen vereinigt, die reine Vereinigungen von ausgesprochen arbeitenden Proletariern darstellen. Es ist bekannt, daß die russische Regierung vor diesen jüdischen Ov- % Mrffgtionen mehr Achtung Hatte als selbst vor der P. P. S., der polnischen sozialdmiokratischen Partei und der sozialrr-vostckonären Partei, in der ebenfalls viele jüdische Jniduftriearbeiter inkorporiert waren. Doch , abgesehen von dem großen'Jndustri'sproletariat stellen die Juden ein großes Kontingent von Halbproletariern in der Form von Äeimn Handwerkern, und wer nur ein wenig genauer die ' Missverhältnisse der Juden studiert, wird staunen, welch große Anzahl van Juden dem Handwerk obliegt. Es ist - nicht richtig, wenn behauptet wird, man müsse den Juden Mt für das Handwerk'gewinnen.' Im Gegenteil, es sind schon seit vielen lJahren eine Unzahl von Juden im Haüdwerk beschäsigt. Im Osten-wird eitle, große -Anzahl dev Schneider-, '-Schuhmacher-, Tischler-, Mivschnev-,' Hhrmacher-, Mechaniker-, Fleischhauer-, Drechsler- und anderer - Gewerbe von Juden betrieben Viele. Kutscher Osteuropas such Jllden. In R-umänien wird an vielen Orten das privilegierte Kannnsegergewerbe von Juden ausgeübt. Sie scheuen auch nicht vor den schweren. Gdwerbearten zurück.. Der Schmich BveftbartM nur eurer der zahlreichen polnisch-jüdischen' Schmiede' und Klempner. In der M a rmgro sch gibt es eine Anzahl jüdischer Maurer-und Ziegelarbeiter. In Russo-Karpäthihn wandernunzählige jüdische/Kürschner von. einem.HilMen z^um anderen,'richten ihm die . ryhett- Schaffelles!ttnd srisHrn mit diesem Erwerb ihr Dasein. In vielen kleinen-Städten Rumäniens und Beßaräbiens' ist das Handwerk fast - Ausschließlich in - jüdischen Händen, Ja, wenn es gilt, sich, den schwersten Arbeiten zu ünierzichen, werden -sie von Juden geleistet. Vor dem Kriege gab*es eine/ große Anzahl jüdischer .Flösser, welche auf dem reißenden Tzevemosch, in dessen StroMschnellen die leichten Flöße, wie Glas zerschellen, Flöße ins Tal hina'bgefühvt. Diese. Kuther Flößer'haben den huzulischen Flößern so starke Konkurrenz gemacht, daß in einem Artikel in einer Jagdzeitschrift vom Jahre 1910 dieser Umstand besonders hervovgehoben -wurde. Es ist Leine -leichte Aufgabe, ausdem C^eremosch Flößer zu sein. Ist er doch vielleicht einer der für Flöße am schwersten zu befahrenen Bergflüsse. Und -dennoch wurde der Beruf des Flößers trotz der riesigen Lebensgefahr von Juden ausgeübt. Als einige Jahre vor dem Kriege in Boryslaw große Gruibenbrän-de ausbrachen, wurden sie.sehr rasch durch jüdische Petrvleumarbeiter gelöscht, -welche es meisterhaft verstanden, mitten durch die Rauchschwaden hindurch, mit Erdsäcken und anderen Mitteln -das Feuer einzüdämmen. Sie haben damals als Proletarier Mlliardenwerte gerettet. Sie waren dabei etwas tüchtiger Äs die paar Buben, die sich schon weiß Gott was -embilden, wenn sie irgend ein^n Compt-orrstuhl drücken und mit dem Hakenkreuz bewaffnet',,He«ms mit den Ostjuden!" schreien können. In -den Wäldkachathey gibt es eine Menge lJuden, welche reine KarPa.thenhrrten sind. Aus der wilden Cernahow, ans dem Prislop irnd aus vielen anderen Bergen der tote Waldkarpathen wohnen im Sommer hindurch jüdische Hirten mit ihrem Liach (Kalender) auf'einer Stellage und hausen in primitiven Hirtenhüt-ten, die. nicht einmal.- einen Kamin haben, prüfen im Ringkampf mit -den Huzulen ihre Kräfte und halten es als Hirten geradeso aus wie-jeder andere Karpathenschäser aus irgend einer Alm. In der Bukowina, in Teilen Ostgaliziens, besonders Pokuziens in Podolien/ und in anderen Teilen Ruffisch- Polens und in der Ukraine -wohnen in den Dörfern ziemlich viele Juden, die hinter dem Pfluge einhersichreiten und den Acker wie jeder andere Bauer bearbeiten. Die Juden müssen nicht erst in neuerer Aeit zum Ackerbau angelernt werden. Sie 'beherrschten >chn schon seit langem. Im Osten konnte man das -oft schen. In - Borsa, einem Städtchen in den tiefsten Schluchten der Waldkarpathen, fontmt eine Jüdin zu einem jüdischen Apotheker, verhängt von' ihm ein KMcterchen für ihre Kuh, und -der Apotheker erklärt, er gebe dies, aber ste. möge ihm kein Geld geben, sondern morgen tapievu Novdböhmens, der 'Heiniat so. vieler Hakenkreuzler/ neben ihrean' Stückchen Land oder neben ihrer Kirh einen anderen-. Berus, wie'; Töpfer, Teppichweber, Spinnerei, Siebmacherei, Klempneret nfw., ausüben.,Natürlich fällt' dies nicht so auf,'weil alle diese Juden, üichtin Massen zusam-menwohnen, so /daß man nicht die große Zahl dieser arbeitenden Juden überschen kann. Wer aber eseinmal versucht, die soziologischen Berussverhä-ltnisse -der Juden genarr zu strrdieren, der-wird nicht.mehr behaupterr können, die Inden soi-en keine Arbeiter, Handwerker oder sonstige Jndustriepvoletarier. Wer vorgibt, ein Volk zu hassen, muß es airrch vorher kennen und'seine, soziologische Strüktrrr erkennen,- um die Gründe seines Hasses tatsächlich auch angebeu zu körmett. Wer dies nicht will und sich nur nach dem Märchen der Weisen von Zion richtet, ist entweder ein Ignorant oder ein böswilliger Trottel! —g. Die Valorisierung der österreichischen Kronenschnlden. In der -letzten Woche .fictrtbku beim Obersten - Gerichtshof Beratungen über die Valorisierung der Vvrkriegsschukden der Oesterveicher an Oostevröicher und auch der spat-ereir KronenschnldM, welche mittlerweile, durch , die Kroneninflation, stark entwertet wurden, statt. Anlaß zu diesen- Bevatungeü gab ein Prozeß des Vereins der. städtischen Lerchenbestattungsversicherungen mit der' Geineinde Wien. Außerdem hat auch das Justizministerium die' EntscheMmg. des Obersten Gevichtshosss in dieser Frage gewünscht, Es . ist. vorläufig/noch strenges Ge-- heimms, ivelchssn Standpunkt der Oberste Eorichtshos in di^er Frage einnimmt. Seine Entscheidung svivd von großer. Bedeutung für alle Gläubiger von M-nwchr . entwertenden Kronen!' schulden sein und dürfte in' der rächsten Woche pM^iert iverdeir, . ' . _ - „ Eine arisch-völkische Battkgn'mdmrg. - Aus Berlin wird uns berichtet:. Unter komänditorischer Beteiligung der Herren M ann es m ann (Remscheid)/ Röchling (Mannheim),'Peter Westen (Wien), der Landwirtschaftlichen ZentraoDarleyens-' lasse für. Deutschland, der österreichischen I n d u.str i e- und Handelsbank in Wien, der Oesterreichi.- s ch e n H v l zb a u k i n W i e n, der S ü d d e u t s ch e n B ä n k° A.-G. in Graz, der UttgarisH-öeütschen Bank in Budapest, der Mediascher Bank und der Spar- und Creditanstalt in Meoiasch wurde mit einem Äktienkap.rtale von 100 Millionen Mark die Deutsche Auslandsbcurk, . Kommandit-Gesellschaft eckel u. Eo. in Berlin, gegründet. Die Deutsche Ai " ----- noust A.-G,.. landsbank hat (sich besonders zur Aufgabe gestellt, Iusstric B3rsen*Komm|2s^n5gesCK3fl und ' W@cSlseBsfiuS3® U ä Q B 0 L Co. Wien,!.« Hohenstaufensassa ll m unb Handel in Oesterreich, Ungarn, der Tschecho- Slownlei, in Polen, Rußland, Jugoslawien, ‘ Rumänien und Bulgarien in lebendiger Verbindung mit der--deutschen . Volkstvirtschaft zu erhalten. Rückgang -er Verkehrseinnahmen der österreichischest Bundesbahnen. Die für den Monat Jänner 1923 bereits vor-s liegenden provisorischen Ermittlungen der.Bertchrseinnahmest zeigen nachstehende Ergebnisse: Einnahmen ans dem- Personen-!" und Grpäcksverkehr 26.699,089.800 K., Einnahmen aus dem! Güterverkehr 68.729,393.400 K., somrt insgesamt 94.428,983.200;' Kronen. Gegenüber den entsprechenden Ziffern des- Mo-natst Dezember 1922 weisen die Berkehrseinnahmen für Personen! und Gepäck allerdings—viner> Rückgang um 1.708,152.400 K./ jene für Güter eive Verminderung um 9.339,023.400 K. auft woraus sich .gegenüber dem Vormonat ein -weiterer Rü ck-! g a n g der- Verkehrseinnahmen um 11.047,175.800 K. ergibt/ ' Die Südbahnverhandlungen in Rom. Amtlich, wird gemeldet: Die Rückkehr der zur Behandlung einzelner besonderes Fragen zu den Südbahnkonserenzen mach Rom entsendeten! Fachreserenten des BnndesmiNisteriums für 'Verkchrswesen,^ und zwar des Sektionschefs Dr. Ondra eze k über die Fragen/ der Tarisregelung und des Ministerialrates Dr. techn. S t e i/ n e r über die Fragen der Aufteilung «des Wagenparkes, hat zu? ganz unbegründeten Gerüchten Anlaß gegeben. Diesen Gerächten gegenüber ist festzustellen, daß die Südbahnverhand-! lnngen in Rom fortdauern; sie werden in Vertretung! Oesterreichs wie bisher, von SektionschLf Dr. Müller-' Martini des Verkehrsmimsterimns und Sektivnschef Doktor^ Pollak des' FiMnzministeriums geführt. Die Devisenpreise. In Zürich wies die Devise Berlin, nur eine unmerkliche Veränderung von 0,0257 ans 0.0258 auf.-' Paris senkte sich neuerlich von 32,32 aus 32,30. Auch Budapesterfuhr eine kleine Abschwächüng von 0,1760 auf 0,1725. "Die- Devise Bukarest bröckelte von 2,65 auf 2,60 ab. Hingegen er-l holten sich Belgrad von 5,50 ans 5,60, Prag von 15,92.50 auf! 15,95. Die Devise Wien blieb unverändert. In Berlin! blieben die Devisen ungefähr auf ihrem fricheren Niveaus Es! waren nur geringe Veränderungen zu konstatieren. Der Dollarn besserte sich von 20.748 aus 20.875, das Pfund von 9s.505.60 ans 97.864.75. Der französische Franken blieb unverändert.-Dir) österreichische Krone stieg merklich von 25,40 auf 28,50. In Wien wurde geste-rn kein Clearingabgehalten. - > Neuerliche Sperre ausländischrr Guthaben in Rumänien Die.österreichische Rationalbänk teilt mit, daß dies rumänische Regierung mit Wirksamkeit vom 1. d. alle bei! rumänischen Banken erliegenden Leiguthaben von Ausländern einer neuerlichen Sper.rej unterworfen hat, so daß Verfügungen über diese Gut-j haben nur nach Bewifligung des bei der rumänischen National-! bank errichteten Devisen-Kontroll-Zentralamtes! durchgeführt werden können. Solche Bewillrgungen sollen bei! Vorlage entsprechender Belege nur zur Zählung von aus Ru-f mänien eingeführten Waren ertellt werden, dagegen Md Ileber-j träge von einem .ausländischen^ Konto auf einanderes unzu-i läßrg. Die österreichische Natiönalbank hat demzufolge ange-! ordnet, daß die - bisher fortlaufend veröffentlichte inoffizielle! Notiz für Zahlung Bukarest ab 9. d. unterbleibt. Die Na-!" tionalbank gibt gleichzeitig bekannt, daß sie aus diesem Grunde! in Hinkunft.nicht mehr in der Lage ist, Zahlung Bukarest als Exporwalnta oder als Einlieferung 'im Clearing zu über-! nehmen'. Die Leinoiiernng in Wien. Im gestrigen Clearing würde, der Lei nicht mehr notiert. Dies hängt mit dem Jn-krafttreten, der neuen Devistnordnung in Bukarest ^zusammen. Durch das! vmt Devisengesetz ist jeder Dwisenhandel in Rumänien unter-; buudw und wird mit schwerer Strafe bedroht. Nur einige; autorisierte -Banken dürfen DevisM-aufträge zum Au- und! Verkauf übernehmen und wird der Kurs der Devise täglich, in einem clearingähnlichen Verfahren,' Mtgefetzt. Durch dieses- Maßnahme, -ist jeder Geldverkehr mit dem Ausland vorläufig! vollkommen icuterbunden. Infolgedessen ist es für Ausländer; schwer, irgendwie die auf fremden Plätzen erworbenen Lei-! guthaben in Rumänien zu verwenden. Das Verfahren ist noch! vollkommen ungewiß. Schon im Sommer dieses' Jcchres habenj die Börsen von Zürich und Paris die Leinotierun-g zeiftveil^! aufgchobew. Sie dürften jetzt ebenfalls dern Muster der Wiener! Börse folgen, < : Verhaftung zweier BankdirekLore» in Rockt. R o m,^ 10. März. Hier sind der Direktor des „Credito fiüuciario", Dino Evangelisti und dessen Bruder verhaftet worden. Die Polizei batte sestgesiellt, daß das Institut eme schwindelhafte Gründung rst, 'die ihre Klienten durch Verkauf falscher Schatzscheine um 300.000 Lire gebracht hatte. ■''' Wiener Kommerzkalbank. Vom Vorstande dev Wiener Kommerzialbank erhalten wir folgende Mitteilung: Mit Rück-! sicht auf die schwebenden, seitens der Behörde veranlaßten Er-j hebmtgen hat es der Vorstand der Wiener Kommerzialbank bisher unterlassen, ‘ - irrigen 1 - Ö Oeffentlichkeit zu treten, wird dres jedöch unverzüglich tun, so bald die Erhebungen abgeschlossen sein werden. Derzeit wc schränkt sich dev Vorstand aus die im vollen Bewußtsein seiner! Verantwortung abgegebene Erklärung, daß die Bank nach jeder! Richtung hin vollkommen liquid ist rmd daß von der Leitung! ' der Bank alle Maßnahmen zur Sicherung einer gedeihlichen^ Entwicklung des Institutes-getroffen wurden. , □ Mss M liMdwWchaWÄe (Eigenbericht der «Wiener MövgmAsikviH".)- Trotz anregender Auslandsberichte und starker Freque-.rz-, ..der gestrigen Börse, besonders von seiten slowakischer; Interessenten, .nahm -das Geschäft einer: ungemeir: schleppen-> den Verlaus. Die Tendenz des Getreides und des Mehles sind! grundverschieden. Während Brotgetreide wie' auch Futterstoffes >-CssBk Vvgi'llinüvt 1S7H » Aktienkapital Reserven: Rund 14 Milliarden Kronen -.LsIvpLoN-I^r.: ,.Ksr!o swM'. 15931» 15922. 1698?, an Seim- und Feiertagen nur 12117 'Bank« w.Wec&üsrsE'E'iaws WSen9 B.tKoBowratring 14 Wechselstuben a , 1, Freyung 6 i I, RotenturmstraBe 29- I. Frans Josef-ICai 37. II. Heinesiraße 34 II. Taborstraße 7 III. Hauptstraße 10 IV. Suttnerplatz 2' IV, Wtefinergürtel 10 V.Relnprechtsdorferstr.62 VII. Marlahllferstr. 74b VH. Kirchengasse l VII. Neubaugasse: 44 VIII. Jpsefstädterstraße 64 X. Favoritenstraße 103 XI. Hauptstraße 50 XII. Koppreitcrgasse 2 XIII. Hauptstraße 3 XIII. Breltenseerstraße 6 XIV. Marlahllferstr. 1S5 XlV. Sparkasseplatz 1 ' XVII.'Ottakrlngerstr.’84 XVII. Hauptstraße 155 XVIII. Währingerstraß$84 .XXI. Hauptstraße 45 . ExpositM^nsiv B::.-. Ocsorf** 7. . : Ffillalens Bad Aussee, Bad Ischl, Badest bei Wien, Bielburg, Bregefiz, Czernöwitz- Ei^cnJ Stadt, OiAz, Innsbruck, Jadenburg. KultteUeld,; LambaCh, Leoben, Liezen, Litte, Mistelbachi. Mödling, -Neunkirchen, Ried, Salzburg, Si.PöR ten, St. Veit a. d. Glan, Steyr, Villach, Vöckta-1 brück. Wein. Wlener-Ncnstadt. - »rilsie ■ . 7-. Ifti-I’ongaii y l \ ■ ‘ 2003

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