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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-04 · Heft 1457 (4.3.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1457 (4.3.1923)
Date
1923-03-04
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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mnm Men, Sollnkag Stölt fWt die DÜMMEtt. An den Psalmen heißt es: „Gott schützt die Dummen." Ern Jude sagte sich eklstr,,Ich' will wissen» ob ich vnnun oder Iklug bin. Schützt mich Gott, so bsweist daß, daß ich dumm bin, wenn nicht, bin ich. gescheit? Er ging -ins zweite Stockwerk seines Hansis und sprang von oben hinunter. Dabei brach rr ^ine Hand und einen Futz und begann jämmerlich zu schwien. Die Nachbarn liefen herbei nnh fragten: „WaS hast du,-waS ist dir geschehen, Jankel?" Und JaM ries: „O, bin ich gescheit!" . ■* Her Liebstahl itt der WerreWstz-ungaMm B»«k. Wie berichtet, hat es ziemliches Aufsehen erregt, daß tot fösc NmiockalbanL trotz der strengsten Kontrolle wahrend der!vevschvsdenen Prozeduren veS WetzdegrrgeS der Panktoten von!«si-nsm sechs Stücke enchalteMn Bogen mit. Roten zu 500.000 K. «in Stück unbemerkt wsggerissen werden, könnt«. Die Note war etwas großer ausgefallen als die übrigen, und es wurde fast« gestellt, 'daß die Note am 26. Februar von einet Fvau in einem .Kanditengeschäft in der Rnßdorferstraße Vevausgabt worden war. Der Verdacht lenkte sich gegen die in der Bank beschäftigte Kriedevike Mesaric. Sie legte das Geständnis gib, daß sie die Rote heimlich hevauSgevissen habe. Die Meisavic bkieL in Hast. ___ Cnglünd in Men. , Eines schönen Tages, oder vielmehr AberckS, wurde ich meuchlings in einen englischen Klub ringefühvt. Ja, gestern »och auf stolzen Rossen... Ich Hab« keine unbedingte Ab- . Neigung gegen fremde Sprachen Md ich vevkenn« keineswegs .ihren Nutze::, obwohl ich in Erinne-vuW au «in Scheusal von fvanzösischer Gouvernante, die mir -jahreLang mein harmloses Kmdcrdasein mit unvegslnräßigen Verben und Regeln über den 'Gebrauch des Subjorcktivs verbittert hat, all« Ursache hätte, jebc fremde Sprache zu Haffen. Eines Tages also schleppte man mich itt den errglischen'Muib. Lange genug habe ich mich dagegen -Mehrt, aber schließlich. . . Mir GbeM doch nichts erspart! Meine Beziehungen zu England waren bisher außer« ordentlich geringe urch außer der Tatsache, daß ich in meiner . Ifrüheisten JiMnd eüMal Anlagen zur sogenannten englischen iKranHeit ha'-te, verband mich nichts mit dem stolzen' britischen Jmpgxiunu Nichtsdestoweniger stieg ich mutig in das So.:« MrrairÄokal hinab, wo der Klub allwöchentlich einmal nächtigt.' -Ms ich in den Saal trat, tvar schon ein« beträchtliche Anzahl m Damm und Herren vevsmnmelst die sich alle in der an« firengenLsten Weise englisch imterhi-Ätem Aus den ersten Mick!fah ich, daß eS zumeist ^stenglainder" waren^die augenscheinlich hier zusmmnenHvkoMmen loaves:, um -den Allschluß an di« lKuLbnr der ÄrstenK zu-sindsn. Das BMldetzüvd war ment jsagts mir das mit schöner ^Hrfuvcht em wiEcher ElW«. Mnder. MS ich horte, daß hie^rmch enUisch gchpwchm wurde, begann ich sofort lramMast-eilig in meinsnr Gedächtnis all« litt der Mit'«Mchule miühsam sytvovbenen englischen Kenntnisse Mammenzuraffen, und «S gelang mir in der Tat auch, die Er« sinmmng an di« engbische Gvanvmatik von Plate so weit wach-- ^zuru-ftn, daß -ich mit einigem Anstand die dort.derzeichneten -Musterbe^pielle dm: eleganten errglischen Gatzen hätte tvidrrgeben können. E^wa folgende': Mh fathsr haS a garden, Aour fifter has » Hanse. In che garden äre many treeS ... Da ich jedoch voraussah, daß ich mit diesen sicher sehr jMereffanten Feststellungen nicht imstande sein würde, geistreiche Konversation zu machen, so markierte ich den schweigsamM EnAander. Nur mit meiner veizercken Nachbarü: unter« hielt ich mich deutsch, dmndas, .was ich .ihr zu sagen hatte, "steht in keiner enMchen GrammatÄ, Leider. Asn dün Wänden waren Tische au^estellt und dovt saßen sie Mitglieder des Klubs. Mütter, die im üppigen Busen die stM Hoffnung hegten, für die schon schr heitzatssAhige Tochter doch noch einen Freiet zu fange,:. „Gott, das Mädel ist doch so geMdet und fein erzogen: spricht perfekt französisch Md englisch, spielt KLavrer,. dabei so häuslich man torrn nicht wissen . . .*, - Auf eitlem Podium — -mir ahnte Fürchterliches »— wurden gchmmniSvolle Dovbereitungen getroffen. U«td richtig: Mn MockenFeWn — lautlose Stille —, der wirkliche Engländer de« trat das Podium -und teilt dvn entzückten Zuhörern mit, daß ein« Dame sich in liebenswürdiger Weife bereit erklärt habe --i o, ich keime das —, ei-nm Bortrag über englisch« Literatur halten. Die ViedenSwürdige Dame hatte nur auf das Ende dieser Ansprache gawaM und schon stand sie oben und begann einen ausgewachsenen' Uraniavortrag zu halten. Di« englische -Literatur von Shatoppvare dis Shaw ist «mßerovdeniAch rech, haltig, für meine bescheidenen Bedürfnisse jedenfalls zu rech, hckltig. Und die Vortragende Da»n<^ nahm es mit ihwr Auf. gäbe fchr genau. Me hätte meinetwegen rchig zwei Drittel der bri ischen Literatur nnberschtogenkönnen — ich hätte es to«m gem-epkt . .. Nach etwa piner hcWen Stunde unmrtevbrochensn Rede°> fluffes geschah etwas Entsetzliches. Etwas, wodurch ch mch im englischen Klüb und in England für alle Zeiten unmöglich ge« rnacht^hccke. Sei es, daß ch den richtigen Anschluß an die West, ßiche KuMr nicht gäfundm hart«, fei es, daß ich zu sehr in die entgückeiche Rackenlinie meiner Nachbarin vertieft war kurz, ich hielt eine Aeine rhetorische Pause für die — Gott sei Dank — Beendigung des Bortrages, ur^ mitten in die tiefe stille'hinom begann ch begeistert zu applaudieren. Als ich meiner ruchlosen Tat gewchr wurde, war eS zu spät. SWeS Schweigen rings um mich^ ch fühlte förmüch ein Vakuu« entstehen, di« Mütter fahm «npört auf mch vchen, ungebilde. test Menschen herüber. O, wem Blick« Men könnten ... ©i« tötet««, nicht, sondem ich. mutz!« es" in tiefer Zer- Über..Wch ergehen lqgen. daß 'Är) _^««eB^orsenzeiitUkks. liebenswürdiger W-öise hat sie sich bereit «Märt — mtn auch, den Alberten Teil der englischen LUeratur duf mch los ließ. Recht -ist mir geschehen! Wer ha'.'s mich .g'schaff-t? Älls Leute außer nur faßen da und zeigten jenes ostentativ^Interesse, das man immer da>M zur Schazr trägt, Wenu nr-an sich besonders langweilt. Etwa bei Festrede«, bei EnthüllunMeieru und ahn- . lichen AMss«:. Jene krampshaft zur Schau ge'ragen« Ajichition, zuzuhören, gemischt Mit dem Bcstvetöen, ein Gähnen taktvoll zu unt'eridr>Ücken und dem Wunsche: Menn es nur schon aus wäre!" Dazu die sichtbare. BersitwiMgkeit,- sofort nach dem -letzen Wort in geradezu, begeisterten Beifall auszu« breche« oder in die Migattzn-Hoch-Mpe einzustimmen .. . Ich will sticht' geräde fagen/dötz ich der englische« LiterÄnt: nicht auch, ein gewiM J.nter«ffe>sW o, . nettu Ich habe sogar zugchört und <von^dem Bovtvaa reichen.innoreu Gewinn gchalbt. Tenn einige Mvte habe ich sogar miLgeseichiwr verstanden, wie Wn BchM . Shakespeare, MAon, London und, noch eine gänze Reihe andever. Endlich hätte' die Dame — sie hat sich in liebenÄvüMger - Weise bereit erötarr — ihren Rechcuschaftsbencht überdie englische Litera'ur ,6eettbet. tzreneiischer Beifall erhob sich, an dem ich mich mit Begeisterung beteiligte. ßßit Mom - Gowiffen könnt«'ich das tun. Nun wurde es - tzeinütlich. Swanglos« Gruppen ,bW-vtest sich und ich gruppierte mich «ri: der tzeiz-wdm jungest Dame in einer.stillen Ecke. UnMM-cheLtoe'H fühlt« sich der wirAiche GniKänIder, der hier so etwas'wie dein Hausx Herrn spiÄt«, bewogen, mich als Gast durch ein« Ansprache auS« ' zrizeichuen. NatüMch tat er digs enMch und ich vermute,'daß er mich ftag«n -wollte, wie tS mir gefiekle und ob ich mich Wohl fühle. Da -ich die Bevpsiichtung in mir Ml's, onMch zu antworien, sagte ich —'ckrf.Mn Fall —'ist fließendem Englisch: „Des". Worauf die reiMve Dam« zu lachen bsganv, während der wirkliche; En-Mstder mich impeottnent»nntleidig änfah. Woraus ich wieder Äscch, daß ich etwas fürchterlich MödeS geflitzt habest mußt«. Danü-t beschloß ich aber auch, meimn. Ansen halt im Klub iLzukürzen. Nicht ohne den stillen Schvur getan zu staben, Ei^land in Wien auf immer zu meiden ... ' "t ■' ' , . . g-d. * Das Seuche ist... Das Neueste ist nämlich daS Kvkatt^ Havnrlofl MittelstäMer, die mit denn Wovt rmr den Begriff Zahnziehen vsrbttrbest, sind weit hinter ihrer'Zeit zu-Mg« Mchen. Gegenwärtig dient das Kokain bei uns drei Zwecken: man sticht es eiiL uratt schnupft es und man macht dcmrit Geschäfte. Die Geschäfte sind nicht mvrrrer fair, das Schrechfen ist eS in hohem Grade. Wer ,^»azu" gchövsn will, ist verpflich Lei, -sich sein Döschen anzuschaffen. Kokain ist tötschick. Di« Dame der ganzen Welt schnupft es, weil sie hafft, daß nmn sie in die.&wr, eimeihen wird, ünd die DomÄnondaM führt es an ihr zierliches Raschen, weil «8 etwas ganz Neues ist. Jeder elegarie Mann mutz mit einem Kokainhändler Bezrehustgen anknüpsen, die meistens in einem nächtlichen Park ginnen ursd.Mn Gerichtssaal enden. ML Kokain zu hcmdeln, ist b-eimche so vornehm wie Milliardendi-ebstähle ar» einer Barck zu begehen. Bor dem Opium h<ü das neue Narkot-Eum den u-nschätzbawn,Vorzug vovaus, daß ettwm unter seiner Einwrv- Lung keine Träume kommen, Schviststeller also keine Ausvelde zu einer f-arbentzlühendest Skizze finden» Auch bietet sich nicht der mindeste Anlaß, ei« w-irveS Tongemälde zu komponieren, das Man „Haschisch" benennt und mit NegertvommÄn aus. stattet. Kokain stellt sich ccho im alkgememen als harmlos dar, soweit die - künstlevischen Folgverscheinungen inS -Auge gefaßt werden, und es ist kaum eine Blütezeit der Lttevatnr von ihm zu befürchten. Dafür Wunen die persörlichen Schädigungen gar nicht hoch genug emgeschätzt werden. Garantierternraßo», ver blöden bk Schnupfer in erstaunlich kürzer Zeit, von Nerven« zuständen, allgemeiner Hinfälligkeit gar nicht z« sprechen. Die schwarzer.» Ringe um bie Augen erlangen Handbreite und an der Dämonie kann gar nicht gezweifelt werden. Kokain schmeckt nach Ruchlosigksih Perversität, Ausländerei, nach «nglish spoken, Chapeau Äayuc und Pevfidie. Sein ErfoLg in Wien ist gesichert. Prischm gefällig? Kater Murr. * Stoffe — slhwarz. Dem Rasferttheoretiker F r a n k wich eS für ft-ine Forschungen auf dem Gebiet des semitischen RafsentYPuS (näher« Merkmale sind bei feirrem Kollegen Kienböck zu erfragen) hoffenMch sehr willkommen sein, daß es in Wien einen . Juden gibt, der bei der, Volkszählung wahrheits getreu nngchsn muß, daß ernster schwarzen Rasse angehört. Vor estrigen. Tagen erfchier.» nämlich ein Neger, der m Wien 'Medizin studiert, im jüdischen HochschuSausschuß und meldete feinen Beitritt an; nvan wollte ihn erst nicht aufnehmen, bis sich herauSstellte, daß Tahara Mehmed Tahara aus Äexandoia (dies fein Name) Jude sei und einer Mischen RsgerfamÄ« in Abessinien snlstamm«. i Marz 1923 Sstti S « Nordau-Feier in Linz Die Linzer zimnsttsche OrtaU gruppe feiert« das Audenkxn Rc-rveuS in' einer würdige« TvauerkuudIe'bn'ug, die am 24. v. M. bei zahlreicher Betetligur^ aller jüdischen Kre'^e siot fand. Empeleitet wurde dieselbe durch ein siir diese Gllegcnheit von Herrn Oberkantor. L bw en«, ohn korstponlerres Pstnlndimn, daß, von Herrn Egon Kafk<&( jerrlich intechrener:, in den Zulürern einen ergreifenden Ein», druck auslöstc.. Sodann brachte Herr Obertontor Löwettsoh»; den Psalms!» mit Harmoniumbegleitung zum Vor vag, devj ^ivVunA hervorriej. Tie Gedenkrede hielt Herr Doktors .orgenstern, der in Wfzu Herzen gehenden Wor^n den nnersMiche« BerW schilderte, aber auch.unserer zudevs-ichv,- lichen Hoffnung UuSd'r-uck.gab, daß neue Mnner, uniserer Be^ wegüng ' ,L--u*- " s" wirken ] quartett _ ... , w lei ete Sammlung' für dir Nordau-Gartenstadt ergab ein sehr, schönes Resultat. so. Bei der ' Unter- * Der Raubmord in der , üchung, die vom Sichrrheitsbureau in der Sache des Raubmordes an Franziska John seit 1. d. geführt wird, flt gestern eine wichtige Feststellung gemacht Worben, die vielleicht Sterngaffe reau in d 1. d. geführt i t Worben, die vielleicht zur " en kann. Es wurde ge« dem armen _ . , , . tb, von der man annahnt daß sie aus Silber gewesen ist. Run wurde sestgestellt. daß sich oie Uhr bei dem Uhrmacher Heinrich Bar bösch, 3., Paulusptotz 9, in Reparatur befunden hat. Bärdosch als Fachmann konnte die geraubte Uhr näher beschreiben. Er bezeichnet sie als gewöhnliche Roßkopfuyr mit römischen Ziffern und stark abgenütztem, schwarzem Anßengehause. Bemerkenswert ist, daß Bärdosch an ber Uhr sein Re paraturzekchert angebracht hat..; ES, besteht aus dem Mono gramm „HB", das aber eng durch den gemeinsamen.Strich znsammenhangede Buchstaben aufweist, und vor dem „H" ist ein „W", das aber vertikal steht, und „Wien" bedeuten soll, angebracht. Die Uhr ist dadurch markant und kann Lei der Veräußerung ebenso.auffallen, wie.das DoMehalskettä-en, drr schmale Silverring mit dem ackteckigen gelben Stein und btcV frisch versilberte Alpakkahandtasche. . . * Todesnachricht. Freitag den 2. d. verschied hjer Frm^ Debvrah Schächter im Mter von 57,Jghren. Auflassung der Nachtschnellzüge Wien—Paüan—Würi bürg. Die Nachtschnellzüge Wien-Westbahnhof—Passau- Würzburg, deren Besetzung nach Wiedereinführung der Tag« schnellzüge Wien—Pajsau—Berlin schlechter geworben ist, we den aus Ersparungsaründen aufgelaffen. Letzte Abfahrt vo Wien'Westbaynhof. Dronslag den 6. d., 22 Uhr. 55 Min., letza Ankunft in Wien-Westbahnhof Mittwoch den 7. d., 8 Uh 20 Min. k Sißmigen im Rathause. Kommende Woche hält der Stadtsenat Dienstag - den - 6. d., 10 Uhr vormittags, der Ge« meinderar Freitag den 9. d., 4 Uhr nachmittags Sitzung. * Klaffen-Lotterie Der Erneuerungstermin zur 4. Klaffe endet am Abend des ü. d. Die Ziehung der 4. Klaffe findet Dienstag den 1L d. und. Donirerstag den 15. Z. im ZrehungS« faalc, Wien, 3/ Bez., Marxergasfe 1, Parterre, statt; der Be« ginn ist an beiden .Tage» für V Uhr früh festgesetzt. Am Dienstag den 13. d. werden zü Bgmn der Ziehung die 3M Röllchen mit den spielplanmäßigen Gewrnnbetragen der 4. Klaffe in das Gewinnrad öffentlich eingeschüttet werdem , . ' * Das Gewsrbe-Jnspektorat Wien 1. (Wien, 1 Bez., Hof^ gartenstraße 3, 5. Stiege, 1- Stack) hält Sprechzeiten für der Parteöenvrrkehr: a) Iw allgemeine« Angelegenheiten (Amts zrmmer 5 und 14) und in gewerbeärztlichen Angelegenheite (Amtszimmer 12) an allen Wochentagen: nachmittagvo^ 1 bis 3 Uhr. b) In Heimarbeitsangelegenheiten (Amtszimmer * StsrS&niffe vv« Fanni La » n e r, stenle. Neuer Fried ho fi 9 Uhr Fanni Lanner, 9 Uhr 15 Min. Zetti Lust er 9 Wr 30 ik Fsrdinmd Harthman«, 9 Uhr 45 Min Charlotte K i r ch n e r, 10 Uhr PMl H o ch e r m a n n, 10 Uhj 15 Min. Deborah Schächter, 10 Uhr 80 Min. Hermann B i L l i k, 10 Uhr 46 Min. Gustav Fisch e r. 11 Uhr Mott- W e i n t r a n b, 11 Ahr 30 Min. Ignaz F r i e d, 11 Uhr 45 Mm. David S t« p p l e r, 13 Uhr Armin Reumann. — Z entralfriebh ofr 10 Uhr 15 Mj». Matilln Stern, 11 Uhr Lina W e i ß. / » Jüdische Tis. kenninis ausgehend, dck ffellschast „SJwHenfec*. Bon der ®n ein enger Zusammenschluß der jüdische:: Bevölkerung in Breitensee nur auf Basis einer stark-n Organisation erfolgen könne, haben einige Juden diese- Be« zirkes die Jüdische Tischgesellschaft „Breitensee" gegründet Der ^Arbeitsplan sieht vor allem me Vermittlung oe: Kenntnisse aut allen jüdischen Wissensgebieten vor, die durch.Abhaltung rege!« mäßiger Vorträge, Veranstaltungen literarischen und; musikali» schen Charakters erreicht werden soll. Einem allgemeinen Bedürfnisse der Juden des BezwteS entsprechend, wild an die ^Gründung eines jüdisrl.en Kindergartens und hebräischer Sprachkurse geschritten; leider stellen sich ersterem Programmi punkte die Schwreritzkeiten der Lokalfrage entgegen. Die hebräische Schule hingegen wird im Laufs dieses Monats eröffnet. ,Dem Wunsche der Eltern Rechnung tragend, wird getrachtet, die Vorlegung des jüdischen fllettgionsMterrichtes nach Brerten» -see zu erlangen. Als erste Veranstaltung findet Montag den >5. d., halb 8 Uhr abends, im Bethaus, 13. Bez., Reinlgaffe 83, ein Bortrag ^Die Inden Wins im 18. Jahryunderr", ft:tt. 'Redner: Ludwig Bato. Mitgliedsanmeldungen und Zuschriftci:: - Max Sprinzelis^ 18. Bez., Reinlgaffe 44. , Güte ünd Haftbarkeit sind die Tuchhaus im Hirschei nlABORSTR-ffi •■~-«wi»!7«armlr.:.H - V-M^.X.-YStmS&OlaiSSS'

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