Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-03-04 · Heft 1457 (4.3.1923) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1457 (4.3.1923)
Date
1923-03-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980538--13978-3000672
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

KHMlchmtionale SLaatsLunst. j " 1. W i e n, 4. März. Die neuen Vertreter Ungarns in Paris und Lon- , <y» haben hei ihrem Amtsantritt Erklärungen veröffentlich^ welche die friedlichen Absichten Ungarns betonen, dessen Wille es sei, sich auf den Boden der Tatsachen zu stellen und zu einem harmonischen Zuj fammenwirken mit der europäischen Kulturwelt zu ge-! langen. Diese Erklärungen wiederholen somit den GeichankenganH der von dem ' gewesenen Außenminister bei der Aufnahme Ungarns in den Böllerbund! gegebenen Zusagen und decken sich auch mit den Reden, died-ie ungarischen Minister daheim in der National- : Versammlung für die europäische Oeffentlichkeit hatten. : Inwieweit der Tenor aller dieser Aeußerungen alles idas bestätigt, was über die bisher in Ungarn herrschentot Zustande gesagt und jedesmal von dem Presse- 'apparat hes Herrn Kanya pünktlich dementiert wurde, : bleibe hier Ünerörtert. Mer die Tatsachen, die gerade in!der jüngsten- Zeit aus Ungarn zu verzeichnen sind, isteyrpeln selbst diese Versprechungen zu haltlosen Lügen. Man kann nicht einmal mehr von einem güten Glauben ideo verantwortlichen Faktoren sprechen. Ungarn steht Gunter der Fuchtel einer Räuberbande, die die höchsten Stellen der Verwaltung, der Justiz und der Schule mit ihren Anhängern besetzt hat undnicht mehr abdizieren will. Heine Reihe der scheußlichsten Affären, ist durch Gerichtsurteile sanktioniert, eine andere Reihe dem; Spruch der zuständigen Stellen entzogen worden. In beiden Fällen trifft Hie Regierung die Schuld int volliften Ausmaß. Sie hat durch ihre Sprecher vor der s Volksvertretung feierlich versichert, sie werde die Bombenattentäter stellig machen und die vollste Schärfe des Gesetzes gegen die Unverantwortlichen anwenden, Me sich anmaßen, Selbstjustiz zu üben. Die Opfer des Attentates, im Elrsabethstädterklub sind in Anwesenheit jvon Bertretertt. der Regierung zu Grabe getragen worden. Aber die Schuldigen an diesem Anschlag, deren Namen die Polizei und jeder Einwohner Budapests kennt urch nennt, gehen erhobenen Hauptes durch die .Straßen.'Der Mann, der den Meinhandler Landau und dessen Sohn hat foltern und ertnorden lassen, der Oberleutnant Hejjas, ist der faktische Herr Ungarns, und die von jhm organisierte Meute der Erwachenden hat inzwischen ein Operettentheater überfallen und an, zlvei oppositionelle Politiker Pakete mit Bomben geschickt. Auch hier ist die Behörde im Besitze eines lückenlosen Materials und sie könnte zu jeder Sekunde die Hand aus die Schuldigen legen. Wenn es nicht die Erwacto^ Ken wären. . > In den Beziehungen ztr den Nachbarstaaten hat Ungarn, wenigstens versichern dies diejenigen, die in seinem Namen sprechen — die friedlichsten Absichten. Vs wüyscht, sich in Ruhe entwiaeln, seine Wirtschaft ordnen' und die alten in der FriÄrenszeit bestandenen Verbindungen' handelspolitischer und. wirtschaftlicher Natur wieder pflegen zu können. Kein Engel ist so rein. Trotzdem aber sind die Nachharn Ungarns — mit alleiniger Ausnahme des von den Hakenkreuzlern beeinflußten Oesterreich — mißtrauisch und beobachten, •mit regster Aufmerksamkeit die ungarischen Grenzett. iDer Taubensinfl der Magyaren schließt es nicht aus, daß magyarische Spione und Agenten unter der Maske |beä völttschen Idealismus und der Jrredenta im Anskand sich herümtreiben und daß man ihre Sprache in her Slowakei, in Rumänien und in Kroatieü vertrimmt. Stzre Sprache, das sind Borüben und Höllenmaschinen. n der Slowakei ist erst vor kurzem ein ganzes Netz von Attentatsvorbereitungen aufgedeckt worden, und der. .soeben beendete Prozeß gegen die Höllenmaschinisten im Bukarester Hippodrvm hat die Verbindungen zwischen den Erwachenden und den Abgeurteilten mit aller Klarheit nachgewiesen. Natürlich beeilt sich die ungarische Regierung mit einem Dementi. Mer diese Ableugnung hat genau so viel Wahrheit wie die heuchlerischen Reden der Minister von der. inneren Konsolidierung und von der strafenden Gewalt des Gesetzes. Es sind nur zwei Eventualitäten möglich: entweder besteht die ungarische Negierung aus Männern, die guten Willens sind, aber zu schwach, um ihrer Ansicht Respekt zu verschaffen; dann müßten sie als ehrliche Menschen von ihren Posten zurücktreten; oder sie sind einfach Organe der Erwachenden oder der Skythen, und dann müssen sie zu allem Ja und Amen sagen, was von dieseit beiden getan wird. Da sie weder von ihren Posten scheiden noch die Untaten. der Knklnxer verhiitdern können, sö sind sie vor der Geschichte uttd vor. der primitivsten Sittlichkeit mit der Schuld belastet, die sie heute nach einer fast vierjährigen Entwicklung noch, immer auf den destruktiven Sozialismus und den Mischen Geist schieben. In dieser Zeit hat Ungarn Frieden gehabt. Kein Nachbar hat es'im Aufbau seiner Wirtschaft stören können; auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens kann sich die christlichnasionale Theorie uneingeschränkt bewegen. Sie hat das Ideal erreicht, dem die Ludendorfsschen Hakenkreuzler in Deutschland und, in Oesterreich.mit heißem Bemühen zustroben. Im Erwerbsleben, in-der Kunst,, in der wissenschaftlichen Forschung, in der Politik ist das Judentum ausgeschaltet, tknd der magyarische Genius kann sich frei entfalten, trotzdem bietet Ungarn ein. jammervolles Bild wirt- Aastlichen Rückganges und kulturellen Stillstandes.' Die politische Zerfahrenheit ist ärger, als sie je war, und B. besteht heute nicht einmal die AusrÄ>e von dem „zerstörenden Einfluß des jüdischen Geistes", Es ist in Un- " rft-mtntt ÄHgvamettttttfr M Set Suftentetaffer. . von den hMnkrenztevischenNationassWEten erhobene Forderung 'cerAnteKUNp .Änes. Iudenkato.sters finhet (6»etcHSseine poaLti-che Duirchsühvun^. Das sedrn Mwooch erfchemrnde Kv>mpfblatt fc>;t nchiioitassoMrstlischrn Bewsgunp -in Dich! und ÄovrriPcrg „Der .AÄ-lpM'schralist" hat in seiner Nummer.vorn 21. ftcOruac ,emen. Äufvrrf zur. AMflcng esites JuderMafters erlern - mrd bminnt ch der gleichen NuLmner mit ein'M Verzeichnis b«r jüdischen Handel,s- und.Gewcrlbetreibend-en, Wolfes i>n den folgerrden Nummem fo^!izcseht w'.ch. An der V«Wiüidun>g d'.eftr Mich», wird unter cnrdevsm prSv^hnt: ■... J . ' Mivcihr der uns von feiten der Achen drohenden Gefahr werden wir tvüiäüfig efote ZähÄnra aller Anden «und H.rP?l'.den, ohne Mcksicht darauf, ob sie gebanst siM> oder nicht, pornohnren xwh dies «iin -einem Kataster eintragen, damit, wenn Gefahr dreh:. v«:r ‘ srfort die noiwechtesrn Gagen-" mahlvahnren Vrgrüijftn können.» Die anMliche Loyal-ität 4>er hiosigen Anden soll für rms?oi>nen Gagenstand einer DiskMlon biliden." ... Heute, wo die Schäden, welche die polttischm Kämpfe der großen Parteien der -VolikMivischQst' z'.'Mficht haibnr, Kar ersichilich sind und wo mit Hilfe des Auslandes es, «Mich geümgrn ist, die Leitung deS österreichischen WrvlschafiH^ns. .vomchmlich nach sachlichen und nicht nach agitLtovischerr GesichtMln^ten zu -M^en, muß es uns.dop-pellt wr^ernehnreu, daß die Meigiernng eine Be-regung ÄuGst, die gseiZnc't i't, den^ inneren Frieden des S'Mtes auf das 'Sä^üverste za Mfährden. Gilbt »cs in Innsl-ruck keinen Stiaatsanwalt, der ge^en dich: Zei'.u>ng einschreitet, weilche ibeispielswei.se in ihrer Nnm-nver vom 7. Fc!c,ru>ar nachstehende Notiji bringt: ' „Weg mit Foxtrott und Shimmy! Eine Warnung an die Adresse der Gon neu-Bar! Mir der' Direktion Mr.iiiach drinMtd nahe, der schweren Zeit, in der sich das doulsche WoK befindet, Rechnung zu tragen und die „Lh'.mmn-Ab7ndc" und die „NodelredoiNen", die nur der Kupplerei dienen, ischleu-nW einMellen, q'onst haben unsere S turm c rupp« die ganze Bar aus uuch tLeibvn die „Menscher" die sie dor4 erwisch e n, Ä u r ch d \ <t & i a i Dies zur WarnunL bevor es wirklich Michi'ch»"- Wir fragen nun aber serrver, rvas kehren die wrriischaftlichen Korponationen, in donrn vtetzach die Anden die Mhrheit der MitMeder bNden, vor, uirn i-hve MÄMder 'sowohl gegen diche wirischMÄrche GoMr als auch pegen di-q'e Gcse.hr für chve körperliche SichecheU zu schützen. A^Zöesondere muß rs sehr wmckernchmen, daß die Wteuer HanLels- und Gewerörkaumtsr in dieser FrWe nichts, unternimmt» - im Go.qsenteil, diese Mion «ilArMich indirekt dadurch nnterstzützt, daß sie «'Mn Sekretär Dr.>Kon r ad, v&et aiW.mrr dieser Pardci mchcsieht, sonirern zu ihvrn.-rchvetcdrn.^Köpfen gchört, bei sich ämvdet, der sich, mtjpachiet seiner Portertäli^teit, von den Wischen Kapfleuten, AMstriellen und Gamben f inen Gchaill^ zahlen läßt und als Mi Mrd der BarBenAcm'misiio'N von den jüditichen GwMnikKe« mrßendern «och^ eir« «wmjßiche Rentebchicht. Re Hetze in Myem. Aus Berlin nreldrt I'. Ci. B.: Einige jetzt in Berlin vorübergehend we'rletÄe führende Persönlichkeiten der bayrischen Judenheit ätlsicrn sich m der folgenden Weise über die bisherigen Resultate der rmtionalsozialiftischen antisemtischen Agitation in Bayern: Die Judenheit Bayerns sist noch nicht geivohrrt', ihr Leid lmtt Hlnauszuschrcien, sie macht ein stilles Marlhrium durch. In Bayern steht eö jetzt so, daß in den Abendstunden die jüdischen Staatsbürger Straßen und öffentliche Lokale meiden müsse». Aber auch bei Tag kornmen Belästigungen gefährlicher Art sehr oft vor. . Von einer sysientatischen Bekämpfung des Antisemitismus ist, keine Rede. Eine liberale Presse m Bayern existiert fa si. gar nicht. Bedrohungen - von Juden mit Reitpeitschen und Revolvern sind an der Dagesorö-. nung. Ende Jänner konnte ein Pogrom in München nur m it M ü he v e rhinde rt werden. Das berüchtigte Antisemitenblatt, der „Miesbacher Anzeige^, berichtet aus mehreren bayrischen Ortschaften, to} zahlreiche jMsche Fausilien in die größeren Städte abwandern, anscheinend fühlen sie sich Hort mehr geborgerr. garn gelungen, alle Wünsche zu veyvirklichen, die die Scharfmacher in Deutschland und. in Oesterreich nur leise auszusprechen wagen. Die Arbeiterschaft ist ohnmächtig und hat alle Errungenschaften der Revolution mit eittem einzigen-Schlag verdorben. Und doch ist der Auffchwung ausgeblieben, doch ist das Beamtenelend größer als in irgendeinem Nachbarstaat, hoch herrscht Wohnungsnot, Korruption und Verschlampung. Die Gründe hierfür liegen in der Unsicherheit der Verhältnisse und in der Zerstörung des RechtslÄens. Ungarn sieht heilte so aus wie im tiefsten Mttelalter. Die Klays der Legitintisten aller Richtultgett' , stehen einander bis an die Zähne beivaffnet gegenüber. Der Bürgerkrieg glimyrt unter der Oberfläche und wird nur durch lendenlahme Kompromisse verhindert. Es ist. eigentlich alles nur ein Provisorium, ein Zustand, der keine ftictzliche, -aufbauende . Jnitmtide aufkommen i läßt. Die Nationalversammlung istz.,die Karikatur einer ' Volksvertretung; aber selbstA^ütute dieser Körper. -- i. Wäg 1929 r ■ ' gntmmtimwle. In den Gemeinden Antenhaüsen und Memeksd'orf ««ViSt beidy israelitischen Schulen wegen Maugel an SchAech geschlossen werden. Hat» d em HakMray. Die hakenkreuzlerische Srldelpresse hat bekannWH auR tzie französische Ruhrbefttzuug zmn Anlaß genommen, uw ins antisemitische Horn zu stoßen. Die. Methode ist sehr einfach, und man braucht, sich nicht sehr anzustrengen,> uch' den durch eine stete Hetzpwpagattda. Entsprechend Präpa, vierten Hirnen dte Rührbesttzung als jüdisches Manöver plausibel zu machen.. Wie es getrieven wird, dafür bieies wicider ein Zitat..aus dem Münchener Hitler-Blatts^ dem „Völkis ch e n Beo b a ch t e r'", einen bezeichnenden . Beleg: Es heißt dort: ' „Bon seiten des politi.sch-en Frankreich ift1 der Rayr« fÄdzrig «m. mWärischer §ur Eroberung polir sicher . Macht^ von soiten Allsirdaans ist das politische Frarrkreich Werkzeug zum Kampf «m die EifPvrffung der Kohlen- und Eiseninloustvie des RHrgebtetes in einen all indischen Kohlen-, mch. EiftnwelMnzer» unter mö^ichster IurücksränWng des deutschen Antsils. Amerika z!>cht seine Truppen vom Rhsm. zurück, weil die allMischen "lbsichren nicht gestört Werder? sollen, urd eS wird chm gar nicht einsallen'— was ganz'sitz seiner Macht stunde —, den französisch.'n Franken cher ZL werfen — das jetzige bißchen Sinken ist bedeutunDlos.—^ als bis die Unterjochung der demschell W-rischast gelungen - tst und FrEreichs Mächtpolilik der-Rützbarmachnng der» . stLben hinderlich wird. Ergiarvd dacj zwar gegen den Feldzug an sich auch'nichts unternehmen; a^r die englische.' Judenschast scheint s'.nm größeren Anten,an der Beute — sine größere ,'Muote" im Äesamtkonzern, wE -nicht ganz dasselbe ist, aber auf dasselbe hinausläuft — zu verlangen, Äs ihm die ameriterische HaÄpttegierung Mjudamrs zuzu- - gestehen bsrsit ist; es läßt daher seine Trappen vorläufig noch asn Rhsin und unterstütz: Deutschland mit Kohlen und Ejserr gegon hohe Bezahlung und weitere Verschuldung Dsuischlands an das diesmal englische Judentum. Wie für' Kohle und Eisen nvüssen infolge der ungolteurer.» Teuerung, die der französische Einsall z.mr Anlaß hat «nd 'durch/ Börsemncmöver «nd. DÄs.ist«.trsrbsrLten künülich sehr Vev-'- schärst wird, ÄWlser',ntehr^. .Faövken.und . Etzwerbetrechvnde'^ Kredit aufnehmen, um sich .die für den Betrieb notwerchigen Rohstoffe urd Mater-iaLten boschnsfen. zu können, geraten als- . immer mehr Kreise nt. die SchnÄmchtschast Alljüdaans." ' Und derartiges Geschwätz findet unter'den Deutsches Leser, von denen man sevnerzeit rühmend zu berichte» wußte, daß jeder deutsche' Soldat seinen Kant, Goethe und Nietzsche rm Tornister trage! > . HakenkeMerexzeffe kn AttgÄmg. ArrMmg, 9. Marl A'n^^ einer ^von der.hteftgen Orts^ . der Nationäksvzialrst'ein "einbevnstnen Bev- Kam es zu/bl-ntilgen AusLrnandSrs-Ltzn«- isn Ko'.i'chen dsn'NationailftMUten. und den Kv-mmuuGrn? Ltiwa 20' Personen 'Mrden verletzt, dartmter vier schwer; "M. PÄisei räumte den Saal. ^.'■\Jl Sie ranziger vtzweMafte« «M» dir Mtffemitischr Hetze. Danzig, 1. März. (I. C. B.) Das Zentrakbureau der Danzigor Arbeiterg-ewerkschasten beschloß, - in Verbindung mit den letzten antisemitischen DemonstvaLionen in Danzig einen systematischen Kampf gegen dte outifemtii« sche Bewegung im Freistaat sinzuleiten und besonders durch Referate angesehener Arbeiterführer unter den Massen ans klärend zu Wirken.'. Maegersreg. Budaptsk, 3. Mrz. (Tel, der „Wr. Morgenztg.") Deck in der Stadt Miskolez wohnenden Zimnrevmaler $a!o&' Kupfer sch midi wurde am 23. Februar vont Polizeiobevstedthatlptmann mitgeteilt, daß er samt Frau und Vier .Kindern als ausländischer Staatsbürger interniert wird. Krtpferschmrdt wohnt seit 23 Jahren m Mskolcz diente, während des Weltkrieges in der ungarischen Honvedavmee, und ■ zeichnete sich .durch Tapferkeit auf dem . Schlachtfelde aus. Zur Ordnung feiner Geschäfte bekam schaft.kann sich gegenüber dem Lärm-der bewaffneten Reisigen nicht durchsetzen, die einen der ihrigen als Roichsvertveser ans den Thron gesetzt haben, Er ist ein König, so wie sie ihn bmuchen, so tote: sie es ihm gestatten und so wie. sie. es. ihm vorschreiben. Eine jämmerliche Puppe, die. sich in Anwesenheit der braven, guten Freunde gar nicht zn rühren wagt, weil .diese Freunde' zu viel wissen und sehr genaue Aufzeichnungen über, das Schuldregister dieses Reichsverwesers besitzen Er! muß so Lanzen, wie ihm der Hejjas pfeift. Er muH Zeitungsredaktionen besuchen, die vom JüdenMord leben, muß.lichtscheues Gesindel, .Sträflinge, Denunzianten auszeichnen und beglückvünschen. Für das alles barf er nach außen hin den König spielen. Ein Kürpech, der bei lebendigem Leben verfault und mit dent Geruch seiner, schwärenden Wunden tn<j ganze Umgebung verpe-siet, das ist das Ungarn vorj heute, dieses Paradestück der stböpserischen Kraft, dev christlich-magyarischen-Jhee. er 24 S t u n dp n F r i st, darauf wurde er sam: Famili, in das Jnternrerunglskiger von Zalvegerszeg gebracht. th<' \'.li v-.. '2\

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.