Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1455 (2.3.1923)
- Date
- 1923-03-02
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mm «uifiifv wivipRj^ininp 2, smatj immm» Mteilmsen aus dem WM«m. Statt M»l»«luaL«a» Herr und Frau Herr und Frau Emanuel Hauptmann Jakob Mautner laden höfliehst alte Verwandten, Kundin, Freunde und Bekannten zur Trauung Ihrer Finder Rösa mH Herrn Benno Mautner Benno Mit Fräulein Rosa Haupimann ' - ' 4. Mär* 1923 , trt welche s» G. uf, am ejfoJ ^tL-ir am 3 Unr 5684 "Ntt 16. nachm* itri Israel. Tempel, II, Leopoldsgasse > käiifindet Wien, Im Mär* 1923 9Stlegram»ti‘@ldrtsts6; BCattütmahn-ZMau/neri /. fadeng,. 7 HlfACHDÜTH - KLUB IWRl Morgen Samstag, 7 Uhr abends. II. Praterstrasse 60 (Cafö 5 Reiclishof) findet ein ifttt reichhaltigem Programm, unter anderem eine humoristische ßtirimieitüttg, statt MmM 1^3 Streng orthodox ws Hölel ftfid Restaurant BARSCHAK ll.Crosie Schiffgasse 3 Telephon 40-1*39 teWi« L«m Ui Besfeltungert för HociizeHsdltier* ru sthr HOB ✓ Sr.,.v" i >2/3 tnJsMgtrt PrfcUfh. Vönügliche, Küche. -r-^ 4- ''*«-•>■ ■■■;■;■! A.,.- im WüMMipfe DöaaüDööäöaa tztku«chswAre«n!cdersagr I. Lvemgüffe 14 mfirn »• ■2 JA mm WatzkS WEMr ,« Waren «tu den knsroe-ÄMen .ei? des Mslanüeö in Fühlung r« treten, ist die O ln der „Wiener MargeWitnng" s Verlangen Sie noch vor der Messe de« Sesnch Meter Terireters! Z8 W. 44HM8,48&19) Bühne und Kunst. Ans den Mater«. - Änrgth sa te tt Mrvett, 7Uhr abwbs^UraüMhrung „DitzIitdaStragödie^, in bl« Bühnenbildern tmo einem Epilog von Egon Fried e i l. Regie Herr Heine. A k a de in t e t h e a t e r r borgen, halb 8 Uhr abends, zu erhöhte» Preisen „D a s blaue Wund«" von Paul Weriheitnw. Dolksopert Heute, „LttTrü.viüt ct". ZA De urschen yjß 0 m i %i a'ier SLMttsn Mittwoch / den. ft Mtnarb^Mhttws? melodrmnatischv Predigt mW* 4 0 SÄ-t'L s MDE« ^D i e große Katharina" zur ersten Aufführung. Rat m ü n h - % i c atetr Morgen fhtbet die Erstmrführung der Komödie „% s t H err Meister" bött Paul Hchirtner mit Max Pallenberg in der Rolle des Alexander Badeköw statt. - R enaissaüeeS Üh« e: Heute, *7 Uhr abends, Gcrsdftiel Albert Steinrück ^Totentanz". Morgen Md Sonntag, 7 Uhr abends, Gastspiel Albert Steinckck ' J a »meist e r S 0 t« eh." I« der Neuen Wiener Bühne beginnt daß Gastspiel "des Russisch-DeMchön Theaters Duvttn- T 01 s 0 f f Donnerstag; bis dahin bleibt „D i e Frau ohne Bedeutung" mit Arnold Korff ans dem Spielplan. - GeklM poft Croy, Vieo v'. V ül 0io und '©eitern‘ t. Kri § zt. Als ihr.Verteidiger ist in dem heutigen Prozeß ReWanwalk Dr. Gustav Ha r.pÜer'. erschienen. Dem. Herrn Adalbert Ster« berg steht als Anwalt Dr. Cmff L e Vit u s zur Seite. Das Verfahren gegen Herrn Vieo v^ Bülvw wird auSgeschieden, da ihm die PrivataüklagrschAft nicht zuge« stellt werden konnte. ' Bor Eingehen in die VerhandürM frägi der Richter dis Strafbe-'irkkgerichtes 1, Landesgerichtsrat Dr. Arie» ob ein Ausgleich möglich ist. Dr. Hkrpner verneint diese Krage und erhält das . Wort z.:r Nechtftrtlgung. Er führt aus, daß die Aus», schlikßung drkumentirrsn sollte», daß den .KlubmitgliedSrudas Zusammensein Mk/Sternbedg, dessen Benchmeu im höchsten Grade Mißfallen erregt habe» vollkommen U u l e i d l l ch und u tt m ö g l i ch geworden sei» D'n Ausschließung eines Klubmitglicdes sei juristisch keine Ehrsnkeleidlgung, da die Statuten des Klubs eine solche Ausschließung olmo Angabe von Gründen vorsehen» - ' Sodann epgreift der Vertteter Sternbergs» Dr. Le Vitus, das Wort und erklärt, daß der Ausschluß den Vorwurf verächtlicher Eigenschaften beiutzalie. Dana, spricht Herr Sternbevg und Macht im Erlauf seiner Aussührungin.wiederholte Bemerkungen über d'e Gesagten, die dm Vorsitzenden deranlassett, SterMch mehrmals zu unterbrechen. Der Richter beschließt die Mrladnug des Pväsidenter. des Wiener Klubs H e i tt e - G e l d e r n und vertagt die Verhandlung. Jtt. seinem Schlußworte betont der Vertei-' diger Dr. Harpner, daß. derHrivätanWgek Mt ein MW habe^ zu herlau^eu, östß die Angeklagten bestraft werden« wenn sie sich gegen das Strafgesetz vergangen haben. GchempM Kro«e ---- SW78 A«tl«tW. AusMmg Wen --- 8.KS74'/- krnttNes. l Herr Adalbert Stevwberg hat Mitglieder des Wetter Klubs deswegen wegen ^venbeleidlgung geklagt, weil sie eiM Antrag auf seinen Ausschluß propagiert und offiziell beim Präsidenten des Klubs eingSbracht hatten. Der Priratankläger und sein Vertreter sind der Meinung, daß es eine Beleidigung bedeute, ein schön, a u f g ett0mmenes Mitglied auszuschließen. . In Zürich notierte die österreichische Krone . 7 die österr. gestempelte Krone die tschechische Krone . . . die Mark ........ VelMd... . . ... . Bukarest......... ®oftö. Budapest . . » , . . . . Warschau . . . ... . 0.0074V, (0.6074'/, M 28. FebtüM), 0.0075 (0.0075 am 28. Februar) 15.80 ( 15.80 am 28. Februar)! 0.0234 (0.0287 am 28. Februar)! 5.30 ( 5.12'/»am 28. Febkück); 2.40 ( 2.45 am 26. Februar), 3.1o ' ( 8.10 am 28. Februar)! 0.17'/i ( 0.18 am 28. Febtuüt)! 0.0120 (0.0105 am 28. Febmar> Aillhm JlÄderMFreiejüdiseheVolksbühne“1,^^morgen Samstag3. März 1923, im Jw vlilPI& wV Prachtsaale des HotetContinental, II.,Taborstraße 4 - Beginn 8 Uhr tu hateö: Lowit, I. Rotenturmfetr. 22, »ATda‘, II. Taborstr. 5, Cafe Rembrandt» Unt. Augartenktr. 11» Wr. Theaterkaffee, Pratet-st. 35, Cafe »Frafaz josefskai*, Kai 87, undb. d. Komlteemitgliederts liirr^ir-.—" -!-v- — — -. v riäcijMtt (27. Fvtifttzung.) Roman von Disraeli (Lvrd BoaconSsiesd). MS ddck Englischen übersetzt von G. Unna. , ^Hillel bEist, daß es zwei sogettattttte Gräber der Dnige gibt," sagte Rabbi Maimon, „und haß keins von Heiden das rechte ist." Mas für ein gelehrter Mann," ries dev Rabbi Simri aus. - ^llnd-sehr zufriedenstellend " bemerkte Alvoy. „Das sind erhabene Gegenstände," fuhr Rabbi Mäiman fort und feine Augen blinzelten wohlgefällig. „Euer ßtaft, Rabbi Simri, muß dke. Abhandlung der gelehrten SchiMri von Damaskus „Ueber wirkliche Unmöglichkeiten" lesen." „Das ist ein Werk " rief Simri aus. - „Drei Nächbe nacheinander schlief ich nicht, nachdem ich es gelesen hatte" sagte Maimon. „Es enthält zwölfwusendsünfhundertunddreißig Anführungen aus dem Pentateuch und nicht eine einzige OrrginalbenicrkUttg." „Es gab damals wahre Riesen" fügte Simri; „wir sind jetzt nur Kinder dagegen." „Das erste Kapitel sagt ganz dasselbe, man Mag es rückwärts oder vorwärts lesen," fuhr Maunon fort. »Hschabod!" rief Simri Ms: „Und der AnfaügSbitchstübe jeder Äbteilung ist ei« kabbalistisches Zeichen eines Königs von Juda." „Der Tempel wird doch wieder ausgebaüt," ries Simri. „Ja, ja, düs nenne, ich Gelehrsamkeit!" süßte Maimon. „Aberwas ist dieses große Werk,>Ueber wirkliche Unmöglichkeiten" Mett jenes tieft, bewunderungßwürdiA und. .- „Heiliger Rabbi," sagte ein junger Borbetet Ms der Synagoge, der?rctzt eben eintrat, „die Stunde ist -da." „So, wirklich; gelehrter Maimon, ich MUß in die Synagoge. Ich könnte Euch den ganzen Dag über zühören. Konunt, David, das Volk erivül'tet UNS." Simri und Alroy verließen das Haus «nd gingest durch die engen und bergigen Gassen zu dem Haupttempel der Hebräer. „Es^ tut dem chrwürdlgen Maimon» sehr leid, daß er Uns Nicht begleiten kann," fügte'Rabbi Sinrti. „Ihr habt zweifellos schon in Bagdad von ihm gehört. Ein sehr gelchrter Matttt!^ . . Alroy verbeugte sich schweigend. „Er sieht für ftitt Alter Noch recht gut aus. Iht Würdet Wohl kaurü glauben, daß er mein Lehrer war." „Ich erkenne nur, daß Iht . Viel von seiner Gelehvsambeit geerbt habt." / ,^JHr seid zu gütig. In MM Jahr Wird Rabbi Mimen 110 Jahre alt; nächstes Osterfest." „Das glaube ich Wohl." „Wirdtt zg seinen B'Mrn versaNttmli, etWt M gtotzes Licht itt Israel-. Ihr WöllN etwas über dir Gräber der Könige wissen, dü sagte ich Euch, daß et der Mann dazu wäre. Me viel .wußte er nicht von Nlwm! Sein Geist ist ein wahres Ai." „Ein etwas altes. Ich furchft, seine Leitung wird Mir schwerlich düs LeneidenSlverte Gluck,des Königs PiMttdicus verschafft«." „Unter uns» lieber Dattid» dü wir von deM König PirgandiMls^ sMche«, sö Mn ich Nicht umhin zu glauben, daß der gelehrt« MaiMM kleines Mißverständnis gemacht har. So viel i ch -weiß, war Pivgandicus nur ei« Fürst. Es war nach dem Dil» und ich wüßte keinen Gewährsmann dafür, daß ivKkUd einer ünftrer BöherrMr seit der Krstönmtz einm Weven Titel geführt ha^. Das ist also klar» bloß M Fürst. Ich mochte es freilich Niemand M-derem zuflustetn ÄlS Euch, aber es kommt Mir doch vor» als ob unser MrdW Wttud alt Würde. WW müssen uns nur immer ft'M NlM vsrjWÜen. Hundertundzehn zum Nächsten Htsfth! Das ist tziÄ große Bürde!" . weAr Ma« noch seine MehchDM zunrmM Wahrhaftig eine, recht große." - i ^,Jhr Md schon seit einer Roche m Jerusalem und Wt unsere SyttagW noch nicht bSstrcht! Ist . sie auchmicht Ws Zedern und ElftMlN/'sö ist sie doch auch ein Deürpel» Hierhin! Ci'nL. Woche erst seid Dt hier? -Ei, Ihr ftid jetzt ein ganz anderer Wnschi^Ich werde uttftr erstes KrsömMentveffeu Nie veMsftn» Ihr' kanntet mich nicht! Das war sustitz! Und als ich Euch sagte, ich sei der Oborrabbimr wie^ MW Jbr -d«-Mich veMdM Ihr babt Euren ganzen Appetit wieder bekommen. Ja, es ist etwas! ‘ sehr Angenehmes, wieder unter seinem Volke zu ftitt. Links , hin. So! Wir müssen hier etwas abwärts steigen. - Wir halten mtsere Zusammenkünfte auf einem ehemaligett Friedhöfe. Ihr hübt gewiß Me« schöneren Tempel in Bagdad, davon, bin ich überzeugt. Jerusalem ist Nicht Bagdad. Aber dieser hat auch seine Annehmlichkeiten. Cr ist sicherer; wir sinh nicht sehr reich und wünschen auch nicht, daß Man uns für reich hält. '' ' „ : ■* . *• Durch eindn langen Gang kamen sie zu einrM tredrigeu Gemächern, die ineinander führten. Sie wurde« von einfachen Lampe« erleuchtet, die hie und da iu leeren Nische« standen, in welchen sonst Leichname gelegen hatte«, und, dir jetzt durch den Rauch der Lampe« ge-» schwärzt waren. Gegen zwei- bis dreihundert ssftrsone« waren in diese« GMächern versammelt, und wer aus dem helft« Tageslicht dahin herabsticg, konnte MM etwas unterscheiden. Rach und nach gewöhnte sich aber das Äuge an die trübe und dunstige Atuwfphäre, und Alroy evblickte itt dem letzte« und besser beleuchteten Gemache ein hohes Bauwerk von Zedernhvlz, das Nachbild der Büubeslade, ' in welcheUt sich die heilige« Gefäße und dft Gefttzesrollen' befanden. Hier ftaMn m Reihe«» in der mystische« llnchüllung ihres Gebeftttttutels, die unglückliche« Üeberttste Israels, gesaM« Mt ihrer Hrmalige« Hauptstadt und trotz ihrer Leide« geloW« sie ihrem Götte die Trerte und den GlMben att die Ersüllung seiner Verheißungen trotz alles Schmerzes getäuschter Hossuungen. Ihr.einfacher Gottesdienst war 'keiftet, die Gchete gelesen, die Antworten gegeben, das Gefttz. wdHeleftn und vom- Hohenpriester ihre fromme« Gabe« bekanntgemacht. Hachdem nütt , dieses gefchehen, öffnete der ehrwürdige SiMi einen Band des Talmud und letzte, durch ihw Ansichten alle, jener unterrichteten und berühmten M'UNer, der Heften.ftiNer gelehrten Gespräche mit dem bejahte« Männer«, tzekrästigt, dem versaMnwlt«« Volke das Gesetz aus. ' „Es M. geschrieben," sagte der Rabbi, „du sollst keim andeven Mtzr haben neben Mir. , ^ForifttzUNH folML ' .... -