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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-14 · Heft 1439 (14.2.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1439 (14.2.1923)
Date
1923-02-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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—irmr .-rrBLViiiUPM»—hu—Mi ■ 'T.v^r "H-t ■ MvMvyH;-,; V ggientt Morg«nzerLu»s. f j Iss MrHrn vom Wolf. 'Ofit dem in Wien «erfcheMenden «ungarischen Matte „Az 'Wckber" war Leihauplet worden, daß der -unga'ri'sche Schriftsteller Gkemer Magyar i'nr Dc«uifchen BMscheater ein Stück, d>Agave", «efngereicht ihaibe, das Li« Direkt-ion mit dom Be- «'merken zmückwies, Ls handle sich /u,n^ ein Plagiat an!Fr«a-nz Allolnars:„Märchan vom W.olls". Der, Ar» ^tMlschwiber eMärte.noch in einer Fußnote, es handle sich. 'wirklich um am dveiistes Plagiat. Magen diches ArMels erhob 'Glemer Magyar ' gegen den Verantwortlichen Nedakieur des Mattes An!dor Janas die Preßkllag e, «r die geistern das jSchwungericht unter Vorsitz des - Hofwtts ..'e. Habietinek rtrteilen sollte. / Im Laufe des Mersahwns hatte auf Einladung beider Marteren der Wiener Kritiker' Hans L ietbstöckl ein Gut» ' achten erstattet, in welchem er Achnlrchteiten beider Merke feststellte, ohne jedoch geradegn tbchaupten zu können, daß es sich um ein -Plagiat im Sinne des PveßgesetzeJ handle. In der gestrigen PechaMung kam nun zwischen 'den Parteien ein Vergleich -zustande. Magyar brachte eine schriftliche Bestätigung des V'nidap-cster Lusislpi>Ätheaters, daß er das Manuskript , seines Siuckrs schon vor fünfzehn Jahren dort du* 'gereicht ha'üe, während M-olnars Stück 'erst im Jahre 1912 be-> 'kannt wurde. Hierauf gab her Verteidiger des Angeklagten, Dr. Erich Freund, die EMärnng ad, daß er nicht in der -kage sei, die erhobenen Anwürfe aufrecht zu erhalten und an Wr LhvenhaMg'kel-t Mcrgyars nicht zweifle. Der Klageycr--. ikteter Dr. sZmil «Flofch zog dann die PreMage MM, Tokswirt. Testemvrlte Krone — 0.0075 AMahlmg Me» — 0.0074°^ Sentimer. Sn Zürich notierte Lie österreichische Krone . . 0.0074-/« (0.0075 am 12. Februar) die österr. gestempelte Krone 0.0075 (0.0075 % am 12. Februar) hie tschechische Krone . . . 15.75 ( 15.80 am iS. Februar) die. Mark . . . ... . . . o.viSS < 3-0186 Gm 12. Februar) Belgrad 5.15 (5.10 am 13. Februar) Bukarest . V; * * 2.60 ( 2.55 . am 12. Februar) Sofia „ ..... .... .. . . 3.20 ( 3.10 am 12. Februar) Budapest . . . 0.20V« ( 0.20V» am 12. Februar) Warschau 0.0135 ( 0.0140 am 12. Februar) . . fr-",—■ Sie Lage osf d» LscheHo-slowMchSN Hol» maM. (Bvü AAserenr Brunner L—. S—,-Berichterstatter.) - Die Verhältnisse auf dem ft'checho-ftowalkischcn HolzutarkL Habe» seit dom Herbst ]%>'. I. keine weseniliche VeräüdLMUg erfahren. Die Situation ist! «durch äußerst Meppenden Geschäfts-, ga-ng,. KauiftllKLt, große Auhote ^. und,nur ..geringe Nächfrags Hekvnnzenhrvet.' In allerletzter Zerf verhindert die. unsichere poetische und /vÄutärische. Lage.die Entfaltung - des Geschäftes,.- Der mländifche Nn-ndholzmartt «liegt 4m allgemeinen keflilos. Da die WaMesitz-er für die seit.'Zwei Jahren durchlebte Kvise der Holzindustrie allgemein nur geringes 'Verständnis ' zeigen, und die' N u n d h o l z p r c i s c — twtzdvm sie gegenüber dem Höchststand bÄrcichtfich rrachgelassen haben — noch inttn>er sehr hohe sind (70 bis 150 tschecho-slotvakische Kwneti «pro Fxstmeter loko Wald), können im Jnla-nd nur jÄten Abschlüsse getätigt werden. Auch die Auslands Nachfrage nach Rundholz hat in letzter Zeit merklich nachgelassen. Als Hanptaibnchmer figurierte bisher Deutschland, das auch Hcdeu lende Mengen von Schleis- und Gru'beyhollz zum Preise von 105, refp. ILO tschecho-floivaitischen Kronen franko Grenze «ab-nahm. Mt Rückficht ans den Zrosammerchruch der Mark uud die nngMärte politische.Situation verthallen sich jedoch die deutschen Käufer weiterhin' sehr reserviert. Der A«bsatz von Sägepradukten im JtckÄtid war infolge der Winterstagtmtion ' gering. Trotz dx§ hohen Kronenstanides und der terlwe!fen HevOmirrderuNg der Rogie (Lohnabbau um 35 dis 33 v. H., AnKfuhrtariftumäßigung). ist von eine»» Au'Wwllng «der heimischen Sägotverke noch nichts' walhrzunchmeir. Von den tschecho-tslowakischen Holzintdustriellen wird besonders aus die dringende. Notwendigkeit einer Hevabsetzu-ng der Eisentbahnt'arife in bezug von Schnitt- und RuM-olz für das Inland hilMviasen. Das EMnhÄlMninistermm vertritt jodoch den Standpunkt, «daß die Menden Dari,ssätze . auch für die jetzigen Dcchältnisse nicht..gu hoch sind, und eine Ermäßigung verseLben nur auf Kosten der Vergrößerung des. Defizits erreicht werden kömve. Für Exporl'maierial der. Post D—Ä5a und D—«35c (Rund- und Schnittholz) ist, wie erwähnt, seit 1. JäMer d. I. die DMaMzievling.' von DariMasse E auf SpvziMaris 2 erfolgt. InsMe der hervsch«sn»den Stagnation ist die s i n k e n d e T e n d e n zder S ch n r t t m a t e r i a l» preise unverkennbar. Tannen- und Fichtenschnitt in Stärken! bis 20 Millimeter stellt sich loko Säge aus 250 bis 400 «tschechoslowakischen Kronen, für Primaware werden "Sätze, bis 450 «tschecho-silowakische Kronen ' genannt. Infolge der sich verschärfenden.Valutcvspaunungen, erscheint der Schn it t ma terialexport rückgängig, da das Ausland (Italien, Frankreich, England, Holland, Schweiz) nur niedrige Preise ^bewilligt. Deshalb sind größere Abschlüsse in ExpoMeserrmgen unmöglich, und unsere Firmen imßerstande,. den polnischen, russischen und ru.mänischen Ausfuhrpreisen- Hvgenüber. entsPrecherÄe GegenaEoie zu limitieren.. Bloß' einige Spezialdimenfionen von SchnUmaterial suchen besseren Absatz. Lieferungen nach Frankreich und England können trotz aller Anstrengungen nur kn kleimchr Umfang-durchgeführt werden, da die Käufer dieser Staaten lieber mit ihren alten Lieferanten (Skandinavien und. Dervbfchl-and) im GeschäftSverkchr bleiben und unscrg Werke^dio besonderen Wünsche der Auslandskäuser nicht so erfüllen, wie sie es von den dortigen Händlern gewohnt sind. Zusammensasseud ist über di« Verhältnisse der Holzindustrie. des Brunner Spve-ngcls solgendes -rr. berichten: Der Inlandsverkauf von Bureau m b ü e l n ist wegen der - abnormalen. Stagnation geringe Der Export ist nnte'rbund^l, da gegen; die österreichische und dontsche .Konfurwntz wegen; der' teueren ErzcuMmg nicht auszukonimcn ist, . In Schirme« - und Stocken ist 'das Geschäft schwach, weil die Einfuhr noch Deutschland, das früher «rHer HWlMbn-chrn-cr. für diese-Artikel war, noch i-mnrer «gesperrt ist. Auch in das übrige Ausland sind iLichgvtMgen wegen des lho'hew «Kronensta'.ides ünÜchAich. DasMe -gilt von der Ho«lz«gehäufelsabri-k-atio%■ An K i st e-n war-der JMndsbMtf in den letzten MoMten etwas größer, doch göläng es nur zu äußerst nickrigm ProifLN.Ab- - . . - - jj. 19L3 d " Seit- 7 schlüjfc zu $o(>ft)ifeni>, KUINÄ kleme SUftnrateil auf baf Meisx ihre Holzlager , hu iSchleu'derpre'.sen zu ' 6evlr«erlsr wußten. Die Devisenpreise. In Zürich «hat sich, gestern ö«sterre ich i«sch e g«c«stemP'elte Krone von 0,0075 oiti 0,007550 Mbessert, dagogen Zahlung Wien um' ciw Kleinigkeit von 0,0076 aus 0,007475 ermäßigt. Die Reiche mark blieb unberäudert auf dem-Stande von 0,0186, wogegen die tschechische Krone eine Ermäßi^mg von 15,80 <mj 16,76 erfuhr. In Berlin machte die rückläufige Bewegung auf dem Devisennmvlle weitere Fortschritte.'So ermäßigte fick dort das Pfund von 132.168,75 auf 131.670, der franzä fische Franken von 1700-70 auf' 1655,85, die Lire vor, 1346,60 aus 1621,65, die tschechische Krone von U2ß aus 832.90 Und'die österrei-ch ische Krone" von 88.40 auj 37,65. -Lödi-glich-der Dollar ertzi-elte eine Veflevung vor 28L29 auf 28.478/60. . - . Gegen die sozialpolitische Belastung und Preistreiberei« fchikanert. Im Hause der Karkfmannschast fand eine zahlreich ' besuchte Versaninilung der Vertreter dar LbmÜMer und Vor« steher der nisderösterrsichischen 'HatzdÄsgremren. und Handelsgenossenschaften statt, welche sich mit den neuen Gesetzen üb?« die Erhöhung der Kvankrnkasseu- und'Arbe,itslösenÄersichernngsbeitrüge befaßte. Es wurde gegen j-cde Erhöhung der sozial, politischen Belastung Stellung ger.ommen, da sie für den Han« delsstand unerträglich soi., National-mt Lu m -p und Kamrnervat -Pelikan erklärten unter- .dem .Beifall der. Versammlung, daß die Aushebung des Ppeistreibereigesetzes nunmichr hoch cm der Zeit sch, da dasselbe. Hetste jedived^n „Sinn, .verloren habe. Ausgleiche. Vom LaitdoAgericht Wien wurde das AuWeichSverfahren über «das Vermögen des-Oskar und'Heinrich Por«des, Wäscheerzeuger, 20. Bez.,'Klostemeuburgerstraßa 1. eingeleitet. Ausgleichskommissär Hosrat Dr, Franz Lihl. Ausgleichsverwalter- Dr. TheNor Spielvogel^ 4-.''BLK,' Margareten-. straße 47. Anmeldefrist: 5. Februar 1923. Ausgleichsbagfatzung:' 12. März 1W3, 10 Ilhr. Vom L-andesaericht Wien wurde das Nusgloichsv-ersähren über das Vermögen des Sau» Cerner, 10. Bez., Ouellenstvaße 42, Ängeleitet. AusMchskommissär Hofrcrt Dr. Karl Dölzl. Ausgleichsvevwalter Sanuiel Löwy, 1. Bez.. Marc Aurelstraße 7. Anmelde-stch't: .10. März 1923. Ausgl-eichsiclgssatznng: 15.-'März 1923, halb 10 Ilhr. — Vom Handelsgericht Wien wurde das Ausgleichsverfahren Wer das Vermögen der Firma Brüder Müyer.sGch. m. b. H.. 1. Bez., Hemrichsgasse eiirgele'itet. AusglleichÄmuMissär Hoft , rat Ludwig Laub. A-nSg'Mchsverwälter -Felix .Br>eüer, 9. Betz., Sechs'schimwelMsV 8. Anmeildofrist:' 10.' März. AusMchs. tagsatzung: 27. März. 10 Uhr. Den GläÜbM-m werdön-25 Prv» Mt geboten,' uu.J..- 'ü,-«^;.v Meyer WM Im Anfangsstad'mm «des gestrigen' Berkchöes fand dis Spekulation Lciue Veranlassung, aus chren - -Rchervein/ hWMs« zulreten, «demWfolge wickelte sich '«das G-eschäft-bei vorherrschender LustlosiAM «in den göwvhnwn engsten GvenM ab." Ais '' jedoch im weitieren Verlaust sich der Reportsatz bis" «auf ein halbes Prozent ermäßigte, und Sü«dÄä!hnwerte «auf die bevor^ ' stchenden VechauÄUngen in- Rom g«u höheren Kursen aus dem Markte genommen wurdim, kam aiuif der -ganzen Linie eine fvmMichere Stimmuirg- Mr- -Dvrchiövüches 'Auf 'dm weiften ' Gebieten ifnn&h Deckturgsbaust der Kou-teominestatt. Lebhaften gestaltete sich «das Geschäft-, ärlßer in- Südbahnwerten Mch noch in St«ats.ba«hn- «und Alpine-Akt'ien, ferner'wichen ungarischa Werte BesserMgen auf WÄ Felten brachten die anfängliche Einbuße wieder'herein. Die freuMiche Mmammg' «erhicht st^ bis zum Schlüsse. Lediglich Möda-Mstn '.Vagen schwächer. van twwwgiiuymwj—ui mmrmaxMafmm (15. Foxisetzmch.) w www mi 11 iwj^^*j^iiawaüuaaai^ Roman von DiSraeli (Lord Beaconssiekb). .KrS dem Englischen-übersetzt von G. Unna. Fünfter Abschnitt« i' '! 1. ' - „N-mr ist -er voviiber^ der mühsame Weg, «die Wüste ist Nerstanden. Herrlich -strömt der Fluß durch grünende 'Prsmenustr. Bald werden sich unsere -ermüdeten Gkrsder «durch ein erft.isHe'.:des Bad in seinen Muten erquicken. Mch, .Aa-tz, Allah - hu'. Allah, i'llah, Allah - hu!" „Gesegnet der Mann, «der nun von dem Gwbe u«n>sere3 .Propheten eine Reliquie Znräckbrin-gt; gesegnet der Mann, der nun die Schätze des en-tlegetten Marktes' ausbreitet, -Juwelen vorn däulmerirda» Osten nn«d SeidenMge vom fernen Santarlaud. Allah, illah, Allah — Hu! Mah Mah, Mlah-hu!" - „Ein feierlicher Empfang harrt seiner in der. 'heiligen Moschee, und der ganze' geschäftige Basar wird ihn. freudig «willkLmmm heißen. Jetzt darfst -du, heiliger Kaufherr, den Triumph deiner Mühe gemeßcn. Allah, illah, Allah hu! Allah, illah, Allah — hri!". „Das Kamel scheut,' Abdallah! Es muß etwas im Wege liegen. Sich' doch nach!" . „Beim heiligen Steine! Ein toter Mann! «Armer Tonst'l! Marr sollte doch, nie eine Pilgerfahrt zu Fuße machen. Geht mir ruit eurer demütigen Frömmigkeit. Stachle das Tier, dastlit es an dem Leichnam vorbeigeht." i „Der Prophet befiehlt BarncherzU-eit, Abdallah. Er hat nwin Nnternchuren gesegnet rrnd ich will feine Vovschristen befolgen. Sieh' nach,, ob er ganz tot ist" ll . Es'war die Karawane aus Mekka, die nach Bagdad ^urückkehrte. Die Pilger besandeu sich nur noch eine Tagereise vom Euphrat und.stierten ihre Ankunft auf fruchtbarem Loden mit Iuelgesängerr. Soweit das Auge reichte, erstreckte sich die lauge Linie ihres ausgedehnten Zuges über Mc Wüste - hinweg, Taufende von Kamelen hmteveiander, ptit Warenballen.beladen und jede «Abteilung durch ein tatet von größerem Wuchst angeführt, das mit klingenfen Glöckchen vorläutete; Grupj)en von Reitern, Schwärme -on Tra-gsänften, alle Pilger bis an die Zähne «beivaffnet best Vorirab bildete eine starke Abteilung Seldfchukifchev rite« inrd der Nacbma war von einem knvdllck««' Klar«« tzLrt.er und per RachzttZ war von einem AvdWeu Mm uur em Gstt," M Äli. beschützt, der für di-e Sicherheit der durch fein Gebiet ziehenden frommen'Pilger bürgte. - Abdallah war der Lieblingsstlave des wohltätigen Kaufherrn' Ali. Denr Besthl stims Gebieters gehorchend, stieg .er verdrießlich von stmenr Kamele und beschaute den anscheiuend leblosen Alroy. . - - - - „Ein Kurde der Kleidung nach," rief Abdallah mit eitrer Grimaste, „was will der hier?" „Das ist nicht das Gesicht eines Kurden," entgegnete ÄK, „vielleicht ein Pilger, aus den Gebirgen." - - - - -;,Was er auch sein mag, er ist tot," antwortete der SMavo. - - . ... „AM'Ende ein verfluchter.Giam" ' ' . „Gott ist groß," rief Ali aus, „er atmet WZ! Sein Mstlur 'hobt sich ja über der Brust." , i „Das war der Wind " sagte Abdallah. „Es war. der Sertszer eines MenschenherzenZ/^e'nt-' geguete Ali. Jetzt. samnEen sich mehrere Wger zu Fuß um die Gruppe. - „Ich Lm ein Hakim," sagte ein würdevoller Armenier, „ich. will ihm den Puls suhlen. Er ist Mvach, aber er schlägt noch." ' ' ~, ^llll',,..... ,ß§- ist nur ein Gott!" rief M aus. „Utid Mohammed ist sein Prophet!" schloß Abdallah.. „Ihr glaubt nicht an ihn, ihr ungläubigen Armenier." ,/Jch bin ein Hakim," dntgegnete der «würdevolle Armenier, „obgleich nur ein U-nglaubiger, hat mir «doch. Gott die Geschicklichkeit verlichest, Nechigläubigc zu heilen.' Würdiger Ali, glaube mir, in diesem Iünglnge ist-noch Leihen/^ ' „Hakim, ihr sollt eure Dirhems zu zählen bekommen-, weurt er irr .meinem Diwan zu Bagdad wieder auflebt," antwortete. W. „Der jmtge Mensch gefällt mir. Gott, «hat mir ihm zu-gesaudt. Er soll meine Pantoffeln tragen." „Soll ein Rechtgläubiger zu Ftrße gehen, -unr einem. Kurden ^das - Leben zu retten? Der--Herr Pantoffelträger soll mir dafür Rede stehen, wenn die Bastonade noch zu irgend etivas gut ist," bruutmte Abdallah hor sich hin. Dar Armenier ließ Alroy zur Ader. Das Blut floß ^anHsam, aber es floß. Der „Exilsfürst" öffnete die Augen.- ,M'eff ihn das böse Auge!" murrte Abdallah. Der Armenier zog eüte Herzsiärkuttg aus feinem Ge-« wände und flößte .sie dem Kranken ein. Das Mut floß rascher. ' „Er wird leben, wübdiger Kaufherr,", sagte der Arzt. „Und Mohanuned ist sein Prophet," fuhr M fort. „Beim Steine von Mekka, ich glaube, es ist ein Iude^ schrle Abdallah. " '.' " , ' „Der Hund!" rief M. ' . " " r " „Pfui," sagte der Negersklave und ^wandte sich mtt M* scheu ab. -; .;, „Er wird sterben," sagte «der christliche Arzt und der-? band nicht einmal die Ader. „Und verdammt sem," .setzte Abdallah hinzu Md sprang wieder auf sein Kamel. . ' . . Der Zug ritt weiter. Die KaraMne folgte. Ein kurdischer Reiter jagte vor. Er hielt fein Roß an, als ev bei Mroy vorbeikam, der sich vrb'lutete. „Welcher verfluchte Älave hat einen aus meinem Klan verwundet?" Ter Kurde sprang vom Pferde, riß ein Stück seines blauen Hemdes ab, verband die Wunde i|«ö trug «den unglücklichen Alroy zur Nachhut, . Die Wüste war zu Ende; die Karatvaua betrat eine große, fruchtbare Ebene. Ganz fern im Hintergrund konnte man eine lauge, wellenförmige Reihe von Palmenbäumen erblicken. Die Vorhut stieß ein Jubelgeschret aus, schwang ihre schlanken Lanzen in der Luft und^ schlug ruit den Säbeln in lärmen«dent Chor gegen ihre kleinen 'runden Erzschilde. Aller Augen funkelten, aller Hände hoben sich, alle, -ließen Jubelvufe ertönen, außer jenen, die im Uebermäße der Freude versttrrmnten. Nach monatelangem Watl-dern in der öÄt Wüste erblickten sie den. großen Euphrat. Breit und k-i'ch'l und prachtvoll und rein strörnten die mächtigen Ge«wäss-er durch «den schönen, fruchtbaren Boden. Ein erfrischender Lufhauch e'.ttsticg i-hnstt. Jedes Wesen MM ihren belebenden Einfluß. Der Kranke ward geheilt, «der Traurige ward froh, «der Gesunde und Heitere, brach in jubelndes Auftachen aus. Da sprang einer vom Kamele und küßte die blühende Erde; dort sprengte ein anderer, von erneuter Kraft belebt, über die Ebene und ivarf den leid)len Wurfspieß in die Luft, a-ls wMe ex zeigen,- daß. Entbehrung und Mühsal, ihn nicht der Geschicklichkeit ün)> Stärke beraubt habe, ahne. die er in der Heimat bei* seinen älto«»- Stamntesbrüdern nicht bestehen konnte. - - 'Fortsetzung folgt.)

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