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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-11 · Heft 1436 (11.2.1923) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1436 (11.2.1923)
Date
1923-02-11
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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tT“**™"'" III lll Hl. ,. , Seite 12 Wien, Sonntag | abteikmg) depmrierten Diktion nur dann zur Ausfühmug ge»! langen können, wenn die betreffenden Deponenten über ein -Jur'EingayLmz des B-e'ugSpveists gvnLgeavdes Bargutjhab e n verfiiyen oder wenn' gteichzeiftg mit der Ert-ei'Knvg des Auftrages zur Ausübung des Bez>ug8reck)-!es auch. ein -Barerla'g in der Höhe' des vollen Bezugspreises geleistet wird. Unter einem wird mitgeteilt, daß Darlehen (Vorschüsse)' ans Depotscheine, bezjw. aus bei der Depcsitenaib e-ilung der Oestevreich-isch-inngarffchon Bank depo-; inerte Wertpapieve nicht mehr erteilt worden. Geldstand und Versorgung. Die dieswöchentliche Dersor« .^ang gestaltete sich leicht, da, durch die hohen Zinssätze a-ngereizt, von privater Seite sehr viel Geldbeträge den Börsenkreffen offeriert wurden, so daß sich der Reportsatz, der noch vorgestern 2,75 bis 3 Pwzent pro Woche betrug, gestern aus IM bis 1 Pwzent gefallen ist und schwer §u placieren toar. Hm Zusammenhang damit war im Verkehr von Burvcm zu Bureau die Tendenz Än allgemeinen fest. Die.tschechischen Dukaten. Das tschechische?ldgeordneten« ^hans genehmigte gestern in erster Losung de» Gesetzentwurf de ressend die Präglung 1schccho-s-tewak>ischer Dukaten. Die Dukaten werden nicht als gesetzliches Zahlungsmittel auS^:geben, In dein Motivonbericht heißt es, daß die Goldwährung iu der Tschccho-Slvwakoi mit'Rücksicht aus die Zerrüttung der Valuta der Nachbarstaaten nicht «ingeführt toerden könne, da die Goldmünzen bald nach Herausgabe teils infolge, der heimischen. Dhesaurienmg verschwinden, teils von dom benachbarten Ausland in Besitz, genommen würden, das sich seiner zerrütteten Valuta gerne eu'- ledige. Der Handel mit Dukaten soll fre i fein. An der Börse werden die Dukaten erst nach Fixierung ihres Wertes notiert werden. Erhöhte Tätigest der tschecho-slowakischen Montanindustrie. Wie die Prager „Tribuna" erführt, wird am 15. d. der dritte Hochofen der W-i t kowi tz e r Eisenwerke in Tätigkeit gesetzt.werden. Auch die Jnbetriobsetzung des zweiten Hochofens der Prager Eisenindustrie-Gesellfch a s t. in Madno soll beschlossen werden. Die Devisenordnung in Rumänien. Aus B u k a r e st wird -berichtet: Gleichzei ig mit der Freigabe des Handels mit ausländischen Valuten in den Banken wird ein neues Gesetz Letressend die Kontrolle des Händols nrit Devisen vorbereitet. Krise in der Lodzer Textilindustrie. Aus Lemberg, 10. d., wird uns t-ötegvaphiert:' „Gozeta Povamra" meldet: In 87 Jnduftriobetrioben in Lodz würde den Arbeitern zweiwöchentlich gekündigt In 22 F-cMiEen wird der Betrieb nur an Aper Wochentagen aufrechtechalten werden. Erhöhung her Zollsätze in Norwegen. We aus Chri- ^tiania gomotxt wird, hat das Stovthing beschlossen, die Zollsätze mit Ausnahme jener für Zucker und Kaffee um zwanzig Prozo.nt zu erhöhen. Die Zollerhöhung wird mehr als. 13 Millionen Kronen einibringm. - Eine amerikanische Petrolenm-Konzesfioa auf Sachalin. Die Sowsttregterung hat, wie die vussSsche Handelsdelegation nrrtteÄt, dom amerikanischen P-etrvleumlkonzern. Sinclair Consolidated. Comp. aus 36 Jahre. R^ht zur Ausbeutung eines Petroleum- und Erdgas-Gebietes von 500 engiischsn. Qucdm'meilm. auf der Insel Sachalin erteilt. Die Gesellschaft darf auch zwei Häfen auf der Insel erbauen. Die - (14. Fortsetzung.) Roman, tzsn Disraeli (Lord Beaeonsfield). Aus dem-E^lischen übersetzt von G. Unna. ‘ . „Tausend Dank, guter Scherirah; aber unserem Volk ist das Fleisch der Gazelle verboten. Es ist unrein. Ihr Fuß -hat gespaltene Klauen."*) - ,^Jch habe von solchen Dingen erzählen Horen," entgeonete Scherirah nachdenklich. „Meine Mutter war eine Jüdin und mein Väter ein Kurde. Wer von ihnen recht hatte — ich hoffe doch, selig zu werden." ' „Es gibt nur. einen Gott,'und Mohammed ist fein Prophet!"' rief Kisloch aus. „Ob ich .gleich Wein trinke. Eure Gesundheit, Hebräer!"' „Auch von mir," sagte der dritte Räuber. „Mein Vater war ein Gueber und opferte fern Vermögen seinem Glauben, und die Folge davon ist, daß sein Sohn keines von beiden hat." „Was mich betrifft," sagte ein vierter Räuber von sehr öunk.ter Gesichtsfarbe und besonders kleinen glänzenden Äugen. „Ich bin ein Indier und glaube an die große tzosdene Figur mit, Karfunkelaugen in dem Tempel von Delhi"' ' /. „Ich habe gar keine Religion", versetzte ein mächtiger Neger im roten Turban, seine weißen Zähne fletschend. „In meinem Vaterlande haben sie keine. Aber, Kalidas, hätte ich früher von deinem Gotte gehört, so hätte ich an ihn geglaubt." .... „Ich wünsche ich wäre ein Jude geworden", rief Scherirah nach einigem Nachdenken. „Meine Mutter war eine brave Frau." „Die Juden sind sehr reich!" sagte der dritte Räuber. „Wenn Ihr nach Jerusalem, geht, David,., so werdet Ihr die Christen sehen", fuhr Scherirah. fort. , „Dte verfluchten Giaurs", rief Kislöch aus, „wir sind Me gegen sie." - „Mit: ihren weißen Gesichtern", schalt der Neger.. , . ») Es liegt hier' ein Irrtum des Autors vor. Gespaltene Klauen sind ein Zeichen der.Reinl)eit. Anmerkuna des Nebersebecs. '. Wiener Morgenzeitung. 11. Februar 1923 Nr. 1436 Sotojetregieru-ng erhält jährlich 6 Prozent des Wertes der Ausbeute. Der Vertrag wird hmMig, wenn die Vereinigten Staaten an.Feirdstligteiten gegen Sowj-etvußland sich be eiltgen oder wenn" nach sechs. Jahren die Anerkennung de' juve Sowjetrußlands durch die Bereinigten Staaten nicht ertciilt wird. Der Notenumlauf in Ungarn. Nach dom Ausweis des ungarischen staatlichen N-o'emvstit-irtes vom 7.d. ist. der. StaatSnotetwevkehr in der ersten' Februavwoche um 841 Millionen auf 74 Milliarden Kronen gestiegen. Hörte für landwirischastNche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Ter G schäitsoerlans an der S m-laa-Börse war r chl und fr>rd g»d Im G gensatze »u dem W l m rk - ist kirr fl ute Tmcenz vorher, sck,rnVverü>'ach durch we tgeken ste Kauf» tust, dre w den mck» en'Berbälmisien Ge dmarkl s ihren Gnind ha». Da G srbält ist denn auch auk ollen Gebuten z» mbch b l ng os In W«t n l» aen Oftrrten in Manub .i zu 4575 fl und w Bnl arwenen?u 4350 ff. v,omvt fi'«en vor. de »m- ’ rndi et bhcien, noch'- m te nii che W litt'pr. v n euren sck on »u 42 0 fl. im Ma-k-e ' n\ In Noapen war »aZ Geschäft uno-mttn st ll, die Fo derun ten stellten sich aus e wa 3«0** fl. Der Geist - Preis l'nt »lag den Schwank "ng n der Lsck^chenkrone. Die S tuat on war di, ra'i-sich -ie,Pre >e in T'iieckmkronen mfolge S eigen, g des ok ts n-ediiger: stellten, wogeam d'e Pre, e m äst r e chijchen Klonen höher wär n -wenn n'ch di^ ruh g re Mmkk.'ente^ r. didurü tc vllu ar fche« Berhältmsie nennia^te Höhklb-we tnna var.-lvsien hätte Bei Ko» fama'scktksi n ston en g (te iib r der Va» myche nn'»e,ände'te P.e s' in Geltung. La'er w rde m t 26(0 K.?x Schlevv - Wienoffener», d r Ko snm ent'cklotz sich nur schwer zu Käufen und re uchte d,ese Forder.inaen «iterbeen. M' A'twas, rer knapp offner wir. b stand NM sraa-. zn etwa 5060 biS 3i00 K. In NenmaiS nw esrn sich die Warensendungen noch immer mrht als j a spo t» sä dp. dte Qttliläten wurden v elfack b mang lt. Inno law 'ch r Dör mais wa, m,t 4 Dlrar >m Mai tt?. Etwas fester laaen Boknen. die zu SlO i bis 3 00 K. seitens des Vct *1 ko; sums und auch »irr d n Erport ' U»ncnon'm n wu d-n In V n'en w r w:n g kSterfi eie Ware »m Ma>kl'. die Fo de u gen si ll n sich a >s 4 V » Wim Für Nvltl-te ,st ree,n Beeehr im Märkte. das.Grschä t ,st se' r schw riä'lip. Inlandsware fehlt u-'d bet Jnlandsprodultev wuB man v lu'- n che N sken mit in Kant nehmen Ltnein: sind m benanet r Ware gu, vsie irrt »u 24/00 K. Ew« fette vennchne'e vesseren GeschättSum atz zu 8500 bis 9250 fl. Tie Ra>»h utte;pr iie sinbrn sich üal'üisi r. es d st-'hen best re Zu üae in AuL-sickt. Es ift Vd,t ,u leugnen, daß der Kons m m Mebl rach d n proü-n Käu'en im Jänner gegenwär ig sich eröstt'r Zurück altung b stecht. Abge e»-n davon. d-ch der Kons m g-genwnt,g gedeckt ist. verursachen d«e Geichätslosigk'it d,e au erorkcntl'ch urgünsii e" Ge»doe»>8t' sie Die »w i e Hand, die über i eiche ^»*-,8 e verlögr »mterbi re' d,e Mühlenno iz. jedoch nm bei Käufen per p ompt Kaffa. Ua«M'- sches dvpv lgriff gcs Nnller ,st berei's z>, 6300 K. und vielle cht danwler « häl l'ck. In oslawstckes pleichrr Qualnär wurde m 1 Din rr anaebo cn. Bei die en Preisen sind Anlä 'te in Krimi- -chen Mahl-teieugy-sien, die nlolpe der bvben Gestedunpsk. sten ge e wäräg noch nicht so brgia «bgcp »e ten fö nen, un mögl ch. In Weizen-, Brot u d Ro^genmeblkn war d e Li uäiun ähnlich, k ar zösi'ches W"' e> lro mebl -st n t* 85 tanz. Fta ken W:en öfteren und 70.razenUgeS Kor>-»ehl »u,de mit 2.10 tjchech. K. gebandelt. ES notieren vra^Kstoaranim ab. Die« : Dnzen 'nlä''di'ck>e. 4l'0 dt» 4250 K.. 'PossenmlM icket7 3750 dis 3-50 K.. bulgar sck.ee?70. K.. Geiste... n'iin- 2900 b,8 3100 fl., slowakische 3709 b.S-"4 0 K.. Fn'teraerste 2400 b S 2600 fl.. Ma s ruman scher :0.'.0 biS 32T0 K.. Neuma S tstA» dir 27t'0 K.. Hai r rumänischer -600 b s 2800 fl., Reis Ut l«ni» schn 73 0 bis 7^-00 fl.. Bu ma 560> bi« 5 0' fl.. Hi'se r-lmai ische 3 00 b i .c2oo fl., bnsgar.sche 23« 0 bis 2'00 fl., Hi e ein 5100 b s 5k00 fl., Mo n inländischer 16.<i00 >iS 17.0^0 ff., u ga -scher 5C0 bis üD ui-g fl., Kümm l holländisch» 54 000 't< 55/Ol fl, Znok'ame' 1800. bis 20 0 fl., 'ohne' 5210 bis 3600 fl.. Kotter f«i 5500 bs 5-00 fl. Schäl, t bsm 88 o bS > >.0('0 fl.. Anl'aüerbte'» 5»00 Ms 55 0 K, Großl'nie» rnnä ich? >58^0 b« 16.500 fl.. Kmlo'f ln inlän^ sche 450 b 'i 650 fl., s nwa , che 4( 0 b s 520 .fl., , Zwiebe'n i lündi ch- 1.00 b 8 1 l'O ff., 'J'-afo/r o-> r ita',en,sche 24'U b-c> *>50o fl., Nüss; in än d ich? 65>!0 b s 7500 fl., rumänl che .t0l) bis 8000 K. nnpar schi' 200 2''0.ung. K.. Presch'» ö''tr chiscke- 27(0 bis 27-'0 fl.. Ropfe-prem't'o!» 1700 bis 1750 K.. Schan streb 1750. bis 180 > fl. (^b Stat on). W*i r»- pr rß »nlän ischer. 71<>0 bi*» 720 » fl.. Wt-cmitehl tn and fdicü 660» b s «7 0 fl.. un^a>/ch/s 6-1(0 b s 63 0 .fl., K-chmchl m>8nd scke? seknnda 56 a l is 570» .fl. B>otimb' -> länd ch-s v'NNi 4900 bis 5'-0 K, sww ki'ckes V--r r 210 h 2,15 tühech. fl., Nogae mehl ii l indisckes p imn 5"('0 d s 5 0 » fl., -^chwarpnaaen 38 0 fl. (sckechosonak'ch s 7ir- -" ig S Roggeume'K 215 bis 2,2j ischlch. fl, flute 17öu bw 180 fl. Sie Jevisenkurse. ZArich, 10. Februar. (Dentsentmrse von 12 Uhr S", Mty — Nittfleleilt von oer echnei^ritcken .st*-»ilonsolk.i — Bersi» 0.01'/. (0.(1'/,i. Kolland 210.50 <210 25,. 7te" -Vork 53'75 «53Z.--5), London 24.94 (24.92), Pa^° 33 15 (33/201, Maland 25.72 (25.70), Br-'6e> 29.—'2035', stovenban-'i 99.75 (99.50), Slock'w'm 141.50 (141.26). EI,rilt'^na 98.50 98.25). Madr-d 83.25 (83 5). B'eno«; A,res 197.50 (19,.-). raa 15.80' 15.^5). rw-aresi 0.2 (0.20V,), Bukarest 2.50 (2.50). Belqrad 4.95 (4.95), Enste 315 (3.15), Warschau 0.011/, (0.0(7,). ^'ien 0 0075 (0 0075). Oesterr. gest. Kronen Geld O.O075'/, (0fO.57s). ÄSrlch, 10. Februar. (Teoitenburfe von 1 llbr - Min. — Miteete'lt vom Schweizerischen Bankverein.) — Hollandcst7>b ^10.50 Ware 21!.-). Belgrad 5.- (MO), B<rlin 0.0165 0.0175), Brüste» 29.- (20.76), Budapest #'.2o (0.207,) Bukarest 250 (2.60-, Christian,a 68.5» -69.50, Koven» haakn 96.50 (10 50). London 24.93 84.95', «Madrid 83 - ( '350), Mail and 25.67 (2^.727,), N-w°York 5"2.50 -533.50). Pari» 33.-6 (32 55). Prag 15.7.7, (15 82'/,'. Sosi-i 3.15 (3 30 . Stockbolm -41.- (142.-), Warschau 0.0145 (0.0155-, &te» 0 0ü748/4 0.0 757.). fltetlit». 10 Febinor. (<?evi«-nk,i»,>> -- 21m^'erdam 12.269.25 <12.259.25), Beleien 16^5.77 (1695.75), Cl'nliiante 5685 75 (5660.81), Koperhaaen 57k5?0 5710.68. Etockhvlm L179.k0 (8126.62. -Zlolieniscke 1476.30 < ,486.27). London 144.128 75 (143.6^0.-), 4'elr.Ycrk w 822.75 (30.622.25). Poris 1910.21 1620.18), Echn-ei, 5810.43 (. k»5 37). Ep rie» 4837.87 486 .81). Wien 43.14 (43.869'raa 92^.68 -932.66). 'n-d res! 11.92 (11.85), Sofia 18413 (189.52), Belgrad 307.23 (831.27). Berlin, io. Februar. (Rr'enburse.) — molcn: Doltek 31.371 35(31.670.601, Pfund 145 635.—(1449:6.75V Zta'iente Iche 14'6.25 <1476.50). Polniicke81.75(86.—). Tschecho-slowakischö 913.70 (913.70), Ves'err. geslempelie 38.90 (38.85). Dnöapesf« 10. 0 ebrucr (Kurse der Devstenzentrale.) —, Amsterdam l 40.— bis 1075.—, Bukarest 12.60 bis 13.ro, üopeni'agen 487.— b'S 512.—, Christian»« 493 bis 518 London 12.325 — bis 12.6>5 —. Berlin 0 09 dis 0. 0. Isalie» 127.50!is 183 50. P.ns 163.— dis 173.-, ' Präg 78.50 bis 8250. Stvckiho'm 700.— bis 730.—. Zürich 4^5.—> bis 515.—, Wien 0.0 70 bis 0.0390. Sofia 15.50 bis 16.50* Belgrad 24.ro bis 2650, New-Vork 26,0.- bis 2735.—. Warschau 0.7'/, bis 0 8'/,. . AmNerbam. 10 F bruar. (Devisenkurse.) London 11847* (11.84). Berlin 0^08'. <0X03 V Paris 15.75 (15.6), Schn-erz 47.470, (47 55), Wien «.0034 (0.0036), Kopenhagen 47.40 (47 10 . Stvckiho'm 6710 (67:30). Christiania 46.65 (46.90), New Pvrb 25-’.87 (25350), Brüstet l38i7, (1396). Madrid 29.40 (39X0), Stauen .1220 (U2i'/,# Budapest 0 097, Warschau, '0 Februar (Dev'sen.) .Berlin l.22. London 136.300.-, Nelr.Ycrk 39 8(,0.-. Prag 1200.—. Wien 0.56. „Und blauen Augen", ffetzte der Indier hinzu. „Was könnt ihr von Menschen erwarten, die in einem Lande leben, wo keine Son-ne scheint", bemerkte der Gueber. ö. Etwa zwei Stunden nach Mitternacht evwachte Alroy. Seiye Gefährten lagen im tiefften Schlafe. Der Mond war unterfangen,. das Feuer erloschen; nur einige glühende Kohlen glimmten noch. Finstere Schattennraffen hingen über dem Amphitheater. Er stand auf und schritt vorsichtig über die schlafenden Räume hinweg. Er war nicht im eigentlichen Sinne des Wortes ein Gefangener, aber wer konnte der Laune dieser gesetzlosen Männer vertrauen? Der nächste Tag erblickte ihn vielleicht als ihren. Sklaven oder als Mitgenossen bei irgendeiner räuberischen Unternehmung, die ihn wieder zurück nach dem Kaukasus oder Hamadan führte. Dte Versuchung, sich, zu befreien, war unwiderstehlich. Er klomm die zertrümmerte Mauer empor, stteg herab in die verschlungenen Windungen, die zu dem Ionischen Tempel führten, der sein Wegweifir iwar,, eilte durch die sternerhellten , einsamen Straßen, erreichte das große Tor und befand sich wieder in der Wüste., Die Furcht, verfolgt , zu.werden, , trieb ihn mehrere Stunden lang rastlos vorwärts. Die Wüste war wieder sandig, die Hitze nahm zu. Der Lufthauch, der sie dirrchzieht und nicht selten dte Düste wohlriechender Pflanzen mitführt, starb dahin. Eine bleiche Helle übergoß den Himmel. Ermattende Stille lastete auf der Natur. Selbst dte Insekten schwiegen. Zum erstenmal auf seiner Pilgerschaft ergriff das Gefühl tiefen. Kleinmuts Alröys Seele. Seine Kraft schien ihn plötzlich verläffen zu haben.' Ein leiser, heißer Wind begann sich zu . erheben, . seine Wangen mit.giftigen Küffen zu berühren und seinen Körper ..durch seine vergiftende Umarmung zu schwächen. In Kopf und Gliedern empfand er einen dumpfen Druck, unerträglicher als ein eigentlicher Schmerz; seine Augen waren verdunkelt,, seine Zunge geschwollen. Vergebens blickte er nach Hilfe umher, vergebens streckte er die Arme danach aus und rang sie em-. por zum mitleidlosen HiMMeb. Fast, wahnsinnig vor Durst' verschwand ihm der grenzenlose'Horizont d^Wust^iE. das unglückliche Opfer fand sich'mitten in seiner'Pe'in dem Anscheine nach von schönen, "fließenden Strömen umgeben, .den Gcwäffern der Fata Mopgäna. Dte Sonne.. .würde blutigrot, der Himmel dunkler,, der SandHrhob sich in'wilden Wirbeln, der leis klaaende Wind brach in Gebe»»! aus und hauchte einen noch glühenderen, noch verderblicheren Atem aus. Ter Pilger konnte sich nicht länger aufrcch't-erhalten. Mut, Glaube, Frömmigkeit verließen ihn mit der schwindenden Kraft. Er kämpfte nicht mehr gegen das Verhü^ngnis an, sondern gab sich der Verzweiflung, dem Tode hin. Mit schwindelndem .Haupte sank er auf ein Knie, stützte sich mit der bebenden Hand und hob dann voll der Oual^ getäuschter Vorsätze und verlorener Hoffnungen Gesicht und' Arme zum Himmel, während er sein letztes Lebewohl in die wseuden Elemente chinausrief: ,,£), Leben, das ich einst irrig firr eine beschwerliche Last hielt, jetzt flvhle ich deine Süßigkeit. Lebe denn wohl. Lebt wohl, ihr stolzen Entschlüsse, und du, stolze Ueberzeugung allmächtigen Ruhmes! Meine Ta^e, meine kurzen, uu-genützten Tage sinken dahin in die Vergangenheit, und der Tod, mit dem ich kämpfe, ein furchtbarer Tod hält mich in dieser Wildnis fest. O, meine Schwester, könnte doch deine Stimme mir nur einen einzigen Seufzer der Liebe ins Ohr flüstern; könnte mein letzter Blick nur einmal noch den sanften Glanz deines Auges aufsaugen, meine Qual wäre nichts. Lebe wohl, Mirjam. Meine Gedanken sind bei dir, an jenem Brunnen, da wir uns zum letztenmal sahen. Unselige, glülhen-de Luft, trage ihr die letzten Worte des Sterbenden, meinen Segen zu. Und auch ihr, Freunde, an deren nur zu oft vernachlässigte Liebe ich jetzt denke, lebt wohl! Lebe wohl, mein Oheim, du reizende Heimat und .Hamadans heitere, sättige Haine! Lebe wohl, Jabastor, und das mächtige Gesetz, dem du dich als Priester gelveiht und ich als Jünger. Der Talisman ruht au treuem .Herzen. Grüne Erde und goldene.Sonne und all das Schöne und Herrliche, mit dem ihr den gödankeuloseu Menschen überschüttet,. lebt wohl, lebt w^hl! Ich rnuß in.der.Wüste sterben! O, es ist hart! Für mich wird nie wieder, o, nie wieder der hoffnungsvolle Tag anbrechen, und sein frischer Atem sich auf den starken Schwingen der Gesundheit und Freude erheben. Himmel und Erde, Wafter und Luft, mein aüs- ' erwähltes Land und mein alter Glaube, lebt wohl, lebt wohl! Und auch du, Stadt meiner Seele, nicht nennen kann .ich dich, ungesehenes'Jerusalem— ‘ ‘ Unter dem Heulen des Windes hob sich der Busen dev Erde und öffnete sich; hohe Säulen von Sand stiegen zu dem bleichen Himmel auf: und eilten auf ihr Opfer zu. Mit dem. Gelöst eines..allgemeinen Chaos. stieg undurchdring- Hüfte Dunkelheit auf die Wüste herab. 1 (Fortsetzung folat.1.

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