Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1436 (11.2.1923)
- Date
- 1923-02-11
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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n~» yan'ii»' «•Atnlwfinpwriir>(ti>gi-tTii»nt<r—»Ba •■: ' . , •■ ■ '\ Veite 10 Wien, Sonntag Wiener Morgerrzetturrg. 11. Februar 1V)23 Nr. 143« kefruchten-de Bewußtsein: Es gibt auch im fernsten Winkel der Erde keinen ideal gesitwlen Juden und Berufsgenossen, der nicht das Wachsen und Gedeihen seiner Arbeit stetig litt Auge Lehält und nicht jede Gelegenheit benützt, das Reifen ihrer Früchte nach Kräften zu fördern. Ae Wilnarr. . Die Wilnaer TrupPe bringt heute Sonntag um 8 Uhr im Lu st spielt he ater ihre letzte Promiere in Wien Lnr Wiederholung. ES geht das dreiaktige Drama von A.Ä?c::e.' ^Der Stumme", das in Rußland und itt Polen großes Aufsehen erregte, in Szene. Beinahe das gesamte Personal des Ensembles ist in diesem Stück beschäftigt. Der Jvdrchstasf als Oper. In der Leipziger Oper fand Klrzlich die Uraufführung der Oper ,I -u b 11 h" (Text und MW von Max E^tina.er) statt, welche in fünf Bildern den .Iudichstoff, der Tragödie Höbbels folgend, miuisikal-vsch veravheitot ihcrt^ Das Merk, das im mnisikailischen Stil Zufcmtimenhän-ge 'mvt Hailevys ^Iüdin" oniftoeiist, in der Lyrik Verdi Mlchzuistreibon scheint, fand freundliche Aufnahme. Tod des Wiedererweckers der Buchbindekunst. In hohem ' Alter verschied dieser Tage in London einer der letzten großen! Zeugen und Streiter der viktorianischen Zeit, der Meister und Wiederenoecker der Buchbindekunst und des Buchdrucks. Cobden - Sanderson. Ursprünglich Advokat, hat er erst rmt vierzig Iahrer.« sei» Gebiet gefunden. Verheiratet mit der Tochter Richard Cobdens, des großen Verfechters von Frei« Handel und Friodensideen, hat er den Namen seiner Frau zu dem eigenm gestellt. Er war mit Morris und Bur ne- Jones befreundet. Wie jener als Drucker, knüpfte er. als Buchbinder an halb vergesst ne Traditionen ar«, erneuerte die Kunst und wurde einer ihrer ersten Meister. Seine Drucke gingen zu allen Kennern Europas; sie errangen ftich schnell Hohen' Ruhm und werden ihn bewahren. Einer der berühmtesten ist die große Ausgabe der Bibel. Während des Krieges plante der alte Mann eine deutsche Ausgabe von Goethes Gedichten» um mit ihr sein Lebenswerk zu schließen. Wer die wundervolle Reihe seiner Publikationen auch nur zum Teil kennt, sieht ihre meisterlichen Züge: wo Morris schwer und reich, geschmückt hatte, war Cobden-Sonderson dör reine, der absolute Drucker, der aus nichts als aus Le'terr-, freiem Raun» und vielleicht einer Ini'iale die Seite, aus Seiten daS Buch gestaltet. Eobden-Sandersen war mich der beginnenden kunstgewerblichen Bewegung ,ii.. Deutschland ein Vorbild. Aus den Theatern. B u r a f f>? <j f:e r: Morgen und D'enkkag. 7 Ithr .chfndz. .Cäsar und Cleopatra* von Bernhard :Sdsw. . Akademielbeater: .<>eule. 7 Kr aberd«. >D i e ftrau von n > e r v i a S a h r - nvm Si'-Dära — Dte^s^a. h-lb 8 Ahr atendr, »Der W e i b S! r u s e t* von Karl'Echönherr. R a t m n n d » T b , a f e r: f-nke rvnnitta-« literarisch, Ma wer dis dremaii che Spiel von W.li «Das h ist du", Keu'e abends ^Da s B e r g w erb." Wiener B ii r p e r t d e a l e >: Am iS. d.. 3 Illjr ra^n it aas, fi> drt eme Fe' rorltelluna >er vpcrette «ft r ä tt 101 n 6 n p 1> r r * vor <^dm>'ud l«>r stall. den f oiinirtUon Erete Petitvii« ®.. M'tz' Mad»r, Arz n« wuber Paol Fron an o. S., Richard Waldemar und Erich Zeisl. Regie: O. 3. Nerren. Gerichtssaal. Ae Folgen einer unverschuldete« Fnternkernng. Aus Budapest w'rd uns berichtet: Die ungarische Negierung mußte sich dieser Tage eine scharfe Kritik ihres Vorgehens bei Internierungen in Zalaegerszeg durch die höchste gerichtliche Instanz, die königliche Kurie, gefallen lassen. Ein in das Internierungslager in Zalaegerszeg eingebrachter jüdischer Kaufmann hatte vnr Tage vor seiner Internierung einen Vertrag eingegangen, dem er nunmehr nicht Nachkommen , konnte. In dem infolgedessen entstandenen Schadenersatzprrzeß entschieden die unteren zwei Instanzen gegen den Internierten. Die königliche Kurie, vor welche der Fall im Rekurswege gebracht wurde, sah sich genötigt, die gleichlautenden Urteile der unteren Stellen zu annullieren. Die Kurie stellte in der Begründung fest, daß Wohl im allgemeinen ein jeder, der durch seine gesetzwidrige Handlung oder Unterlassung seine Verhaftung herbeigeführt hat. für die Folgen verantwortlich ist. In dem vorliegenden Falle sei jedoch durchaus nicht erwiesen, daß der Beklagte an der Internierung Schu d trage. Die Verantwortung des Beklagten, daß er das Opfer einer böswilligen Unterstellung gewesen sei, wurde von den unteren Gerichtsstellen völlig außer acht gelassen, infolgedessen mußte das angefochtene Urteil annulliert werden. Jas vierte Gebot. Der 97jahrige Imaz Dre ßler hat einen Sohn, der ein reicher Mönn ist. Als monatliche Unterstützung gibt der Herr Sohn seinem beinahe hundertjährigen Vater ganze 850.000 Kronen, zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Vor'einiger Zeit hat der alte Dreier seinen Sohn beim Bezirksgerichte H i etzing auf Erhöhung der Alimentation auf 800.000 Kronen geklagt. Der junge Herr'Dreßler wußte seine eigene Not. in so bewegten Worten zu schildern, daß dem Richter förmlich, das Herz brach und er das Begehren' des alten Mannes abwies. Gestern fand 'eine BerufüngZverhaMung, statt, te; welcher fest'«stellt wurde, daß es keine Uebertrerbung sei, daß der 97jährige Vater buchstäblich dem Verhungern nahe M.'Der Berusungssenat sprach dem Vater die Erhöhung seiner. AlimentatwN'auf 600.000 Kronen zu. Volkswirt. Gestemvelte Krone — S.V07S' - Centimes. AnszMuug Wie» -- Ü.V07S Sentimes. Sn Zürich notierte die ksterreichische Krön.' . . o 0076 (0^076 am 9. ftebrnir) die rficrr. peiemrette Krone 0.0C7n'/t 0.0n75'/f am 9. r ebniari die tschechische Krone ... 1? 80 1 16 86 am 9 Februar die Mord . ..O OP/* 1 0.vl»/, cm 9 Fedruqr Betarad .4 96 ( <95 am 9 rbruor) Bukarest . . ..2.50 ( 2.F0 am 9 ftebruar) Sofia ......... 3.15 < 3.16 am 9. F briiar) B'tdavelt ........ 0.‘0*/, ( 0.L0'/« am 9 ftedruorj Warschau ........ OCl*/t ( C.OlVa am 9. Februar) 2er Stand der Kreditaktiou. Bon einem Finanzpolitiker. . Der noch vor einer Woche in Aussicht genommene Kredit an Oesterreich in der Höhe von dreieinhalb Millionen Pfund hat sich, obwohl prinzipiell von den Gacantiestaaten an dieser Summe fcstcehalten wird, praktisch als derzeit unrealifierbar.erwi-ksen. In den Londoner Verhandlungen ist man übereingekommen,. jenen Kredit in Tranchen zu zerlegen, wobei als Höchstbeträg der ersten Tranche eineinhalb MMonen Pfund in Betracht kommen. Auf dieser Basis bewegen sich di« Verhandlungen mit den Finanzkonsortien; obwohl nicht 'daran zu zweifeln ist, daß sie zu einem günstigen Ergebnisse führen, werden — tritt doch England als Garantie auf —-, so zeigt doch die Dauerder Verhandlungen und die für die österreichischen Unterhändler eingetretene Notwendigkeit» Reisen in mehrere Finanzplätze zu unternehmen, wie schw^rig es heute ist, eine internationale staatllck)« Anleihe zu begeben. Momentan steht bloß die Tranche von eineinhalb Millionen Pfund einzig und allein im Mittelpunkte aller Bemühungen und Verhandlungen, und es darf gesaat werden, daß es sich um eine selbständige Finanztransaktion handelt. Welche Anleihe dann an die Reihe kommt, so bald wieder einmal die Frage der Kredithilfe aktuell wird, das heißt sobald der Staat, nach Erschöpfung der ihm jetzt inklusive der eineinhalb Millionen Pfund zur Verfügung stehenden Mittel, sich wieder nach Geld wird umsehen müsien, das läßt sich jetzt nicht voraussehen. Die nächste Kreditoperation und die Höhe der dabei in Betracht zu ziehenden Beträge wird genau so wie heute von der allgemeinen politischen Lage und der Disposition der internationalen Finzanzmärkte abhängen. Es könnte dann sein, daß wir mehr oder weniger als eineinhalb Millionen Pfund bekommen. Das eine aber brben. die Pariser und Londoner BerhaMungen offenkundig gemacht, daß das Genfer Programm eine Verschiebung Erfahren hat, insoferne näm-ich, als es sich um seine wesentlichste Stütze der Kredite handelt. Wenn an Stelle der zugesagten zwei großen Jahresraten von je 300 und 220 Millionen Goldkronen, als c'st«' Halbjahri'svate eineinhalb Millionen Pfund ernsi.^ßen, io i.vft man schwerlich behaupten können, daß das G.^ser Sanierungs- Programm m ursprünglicher, feierlich vereinbarter Form noch bestehe. In Paris und London ist eine Atevision lenes Progvrtmns einoeleitet worden, eine Revision, bei der es weniger um gnsere Sanierung als oa-'um geht, uns die Fortfristung unseres Daseins zu ermöglichen und den Kreditgebern zugleich jene Sicherheiten zu verschaffen, ohne die sie zur Gewährung von noch so geringen Darlehen nun einmal nicht zu haben sind. Darum besteht das Genfer Programm in ursprünglicher Form allerdings für den österreichischen Kontrahenten, der in den zahlreichen vom Bundeskanzler im Nationa'rat verlesenen Pariser Resolutionen beschworen wird, a,uf dem eingeschlagenen Wege der Reformen, über die übrigens Kontrollkomitee und Generalkommisiär wachen und ohne die wir keine weitere Anleihetranchen bekommen könnten, fortzuschreiten. Imehin, ist Oesterreich insoferne noch gut gestellt, als man es auch mit einem Kredit von nur eineinhalb Millionen Pfund einige Zeit über Wasier halten kann. Wenn dieser Betrag erschöpft sein wird, so wird man wieder sovgen müssen, ihm einen Zuschuß zw verschaffen, der der unmittelbaren Not und Gefahr begegnen kann. Aus welchem Reservoir man nun für solche Fälle wird schöpfen können,, das festzuftellen, dürfte um so mehr von Interesse sein, als es nun für jeden klar ist, daß die große Völkerbundanteihe auf ein Nebengeleife gescholen ist. In informierten Kreisen, rechnet man nun, daß für die nächste Zeit auch der Schweizer Kredit im Betrage von 20 Millionen Schweizer Franken greifbar sein wird, ferner 10 Millionen Goldkronen als Kreditbeitrag der übrigen Neutralen (Holland und nordische Staaten). Mit all diesen Mitteln dürste w^hl der österreichische Staat während ^iner Uebergangszeit auskommen. Wenn die Sanierung sich aber so vollzieht, daß uns von Zeit zu Zeit die bereits dringend gewordenen Injektionen gegeben werden, so ist das immerhi» besser als den Patienien sich selbst, zu überlasten. Diese Mechode kann jedvch nicht eine vollständige Genesung bringen. Es mag sicher sein, daß wir im entscheidenden Augenblick die unmittelbare Hilfe, bereu wir bedürfen sollte», stets erlangen werden, aber es wird dabei das Wesentlicheder Sanierung ausbleiben: Die Notenbank wird in stätidiger Schutzstellun^ vor der Krone stehen müsien, die Produzenten werden von ihr die Kredite nicht in ausreichendem Maße bekommen können, der Warenbesitzer wird feine Hoffnung auf eine neuerliche große Stevgtrüng der Preise nicht abbauen, und die Tevistn- .und Effektenspckulaticn wird noch nnnrer an die kommende große Hausse glauben. Mögen das alles Illusionen sein, so hindern sie d ch einen geregelten Gang der Wirtschaft und entfernen, uns von der wahrhaften. Sanieruna. Wir müsten dann zwar alle Erscheinungen der Krise, die eine Gesun, dungskur hcrvorbringt, über uns ergehen lassen, und be. finden uns doch nur in einer Uebergangszeit, deren Dauek ins Unabsehbare verlängert wird, in einer Uebergangszeit die zwar nichts mit den Uebeln der Inflation gemein Hai aber auch nichts mit deren Vorteilen, nichts mit den Bo» teilen der Desiation, dafür aber mit all ihren Nachteile» — Produktions- und Arbeitskrise. Der Wiener M^nmarkt. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung^.) In der abgelaufenen Woche stand der Wiener Waren, markt zweifellos im Zeichen der Geldknappheit. Der Markt verkehrte fast in allen Artikeln lustlos, trotz leicht ab, pröckelnden Preisen, was wohl auch zum Teil auf ei» weit stärkeres Angebot aus schwachen Händen zurückzu» ' führen sein dürfte. ' Namentlich in Chemikalien kam diese Erscheinung zum Ausdruck. Verschiedene Maren standen in großer Menge zum Ausgebot, die Nachfrage hingegen -r« streckte sich auf ganz lächer'iche. L-r-antitäten. Will .man dcni noch die getätigten Schlüs,'-' in Ehemikru nt ctnähue:-.- jo waren in der ganzen Verkehrswoche, sage und schreibe' -^ drei Gefchiifte zu verzeichnen, und-zwar. Paraffin 54—-56 zu 6200 K., Hamburger Blei weiß ebenfalls zu 6200 K. und Chromnatrium zu 19.900 K. pw Kilogramnr verzollt ab Wien. Exekutiv wuroe Sc-da bic. B. zu 3300 K. Pro Kilo- ' gramm, öffentlich 17.000 Stück Fla scheukapseln in sieben verschiedenen Farben zu 1,850.000 K., beides prompt ab Wien verkauft. Am ersten Tage der Berichtswoche wurden einzelne chemische Produ.kte gegenüber der letzten Jännerwoche zu ettvas höheren Preisen aukgeboten. So verlangte man für Aetznatron 6800 K. gegen 6500 K. in der Vorwoche, Glyzerin erhöhte man um 1000 K. pro Kilogramm, d. h. auf 26.000 K. Sonst bewegten sich für andere Produkte die Mehrforderungen zwischen 200 und 800 K. pro Kilogramm. Hingegen ermäßigte sich der Preis für französisches Ha^ von 5700 auf 53.00 K. pro Kilogramm prompt ab Wien. In Lebensmitteln und Kolonialwaren bestand anfangs der B.erichtswoche Nachfrage . nach Reis, Hülsenfrüchten, Erbsen in guter Qualität, wogegen das Geschäft in Mehl und M a h l p r o d u k t e n bei abgpq schwächten Preisen ruhig war. Es hatte den Anschein, gls wäre der Bedarf in diesen Maren augenblicklich gedeckt. Günstiger lag die Situation in Kaffee uitb Tee, welche an beiden Verkehrstagen der Berichtswoche gleich lebhaft begehrt waren. Dieser Umschwung zugunsten dieser beiden Warengattungen gegenüber der letzten Jännerwoche ist. darauf ziKückzuführen, daß in beiden Artikeln die Produktionsländer steigende Preise verzeichnen, welche Be-" wegung allerdings lokal nicht vollkommen zum Ausdruck kommt- . Die vorwöch'igen Preise für ungarische M eh be wurden in der Berichtswoche durch neue rumänische und ' jugoslawische Provenienzen konkurrenziert. Dies scheint auch, die Besitzer von ungarischen Mehlen zum Nachgebest veranlaßt zu haben, was bei den inländischen Mehlen, wohl infolge der großen Preisspannung im Rohmaterial, nicht vorgekommen ist. Von Mahlprodukten waren nur Weizen- und Mäisgrieß begehrt, dagegen war am letzten Berkvhrstage in allen Hülfenfrüchten ein mittelmäßiges Geschäft zu verzeichnen. Lekwar, Pflaumen und Apfeltnarmelade waren trotz leichter Verbilligung während der ganzen Woche vernachlässigt. Kondensmilch, gezuckerte und ungezuckerte, wurden auch in der abgelaufenen Woche lebhaft, aber vergeblich gesucht. Man legte schon 8500 K. für eine gezuckerte 14 Un;en-Dose und 9000 K. für eine ungezuckerte 16 Unzew- Dose in Geld, ol-ne einen Abgeber zu, finden. Es erscheint daher nur begreiflich, daß ein am letzten Börsentage einge^ lcmgtes Offert aus Hamburg für ungezuckerte „Lib'bi" in 16 Unzen-Dosen zu 5,10 Dollar pro Kiste cif Hamburg, was Parität Wien zirka 8800 K. pro Dose ergibt, glatte Aufnahme fand. Geradezu stürmisch war zu Beginn der Berichtswoche die Nachfrage nach Zucker, der eine neuerliche Preiserhöhung erfuhr. Man forderte für Kristall 9400 K., fiir Würfel 10.250 K. pro Kilogramm engroß ab Lager Wien. ■ Die Gewürzpreise blieben bis auf Eastia lignea (Zimt), der sich von 44.00 auf 43.000 K. pro Kilogramm ermäßigte, gegen die Vorwoche utlverändert. Reis aller Provenienzen verzeichnete Ende der Woche ein schwaches Durchschnittsgeschäft. Oele waren steigend, Fette gleichzeitig rückgängig. Rohh5ute und Leder, welche am Montag kein«» Verkehr hatten, lagen am zweiten Verkehrstage etwas ruhiger als in der Vorwoche, was vorwiegend auf die Geldknappheit, welche den Warenverkehr in ungünstiger Weise beeinflußt, zürückgeführt wird. Die letzten Notierungen sind sowohl für Rohhäute wie auch für Leder ettvas höher als in der letzten Jännerwoche, gegen die Vorwoche unverändert. Noßhäute wurden auch diesmal nicht in Notiz genommen, wahvscheinllch deshalb, weil einerseits deren Atlsfuhr ebenso wie die aller übrigen Rohhäute gesperrt ist, andererseits seitens der Gerbereien keilte besondere Nachfrage fi'tr Roßhäute vorliegt und sich daher auch seitens des Häutehandels kein Jntereste für Noßhäute, die im Auslande weit bester verwertet werden könnten als bei uns, kundglbt. Ju den S ch u h p r e i s e n trat in der Berichtswoche keine Berättd.erllng ein. Detr Schuherzeugern folgten an der letzten Schuhbörse die Schuhhandler mit der Ankündigung einer bevorstehendert Verteuerung der Schuhe auf dem*' Fuß. Sie begründen dies mit den soziälp'olltischen Laster^ die den Handel ebenso bedrücken,'wie die am l. d.