Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1429 (4.2.1923)
- Date
- 1923-02-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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flbtL 1429, ' Wien, Sonnlag Wiener Morsenrettuns. Räumung der Galerien. . Ms LerhaMnng der ArbeitÄofeNgosetze im Nationaler führt« gestern zu - avgvn. Tnrnultiszenen, in dgxeN lBerlcmf schkießlich die Galerien geräumt werden mutzte». Die Sitzung, die um 12 Uhr mittags begann, Mußte vorerst zweimal unierbvochen werden, da die Novelle zum AvbeitÄoseqversicherungsgosetz nach*dem vorliegenden UnSschutzbericht nicht verhaMungsreif .war und von verschie- .. denen Jyteressontengvuippen gewisse Mändevungen verlangt Morden waren. So forderte eine Abordniimg, die während der Sitzung im Hause erschien, die Herabsetzung . der' Vorauszahlung, di« für jeden versicherten Arbeiter geleistet werden muß, von 30M aus 10.000 Kronen und die Befreiung der Unternchnylnyen, die weniger als fünf Arbeiter beschäftigen, voN der' Borauszahlungspflicht. Weitere Abänderungen betraft» den Zuschuß der Gemeinde» zur Versicherung, bszw. deren SchMoShaLtung durch eigene Steuerquellen. Zu Beginn der Sitzung berichtete Mg. Dr. Re sch «nter einem über die Novellen zur Kranken-, Un,falls- und Atbeitstosenversichernng, usid Wer das Mrankenanstalitengefetz. Er führte ü. a. aus, daß im Wiederaufbaugesetz eine Reform des Krarckenkassen- und des, KränkenanMtenwssens vorgesehen ist, was bedeutet, daß künftighin die Krankenkasftnerhöhte Spr'alsverpflegskasten zu zahlen haben. Der Ausschuß für soziale Verwaltung legt nun .. dem .Hause heut« ein Bündel von Gesetzen vor, die sich .mit diesen Maßnahmen beschäftigen, und miteinander in einem gewissen Zusammenhang sichen. Das erste dieser Gesetze, die Novelle zum Krankenanstaltengefetz, regelt vor allem di« Höhe der Verpsisigskosken. Nach dom neuen Gesetze solle« sich die Berpflrgskosten nach den einzelnen,Lchnklassen richten. Die geringste Verpflegsrosteng.ebühr soll >aS Dreifache des durchschnittlichen täglichen Arbeitsverdienstes der 11. .Hohnflasie betrage«, so daß für alle Versicherten, die in der-1. bis 11. Lohn- Aasse versichert siiW, eventuell VerPflogÄoisten in der Hche von 21.060 Kronen zu Men sind. Mir alle übrigen Personen, die in den anderen Lohntliassen versichert sind, ist das Dreifache des durchschnittlichen tätlichen Arbeitsverdienstes — die lü.^Lrchnllosse mit 15.M0 Kronen angenommen —, cHo ein VsrpslqzÄoftenbeitrag von 46.800 Kronen zu bezahlen.! . Zu kangwierige».Beratungen Mvte die 17. Novell« Kum Kran.kenve.rsicherungsges.etz. Es wurde eine neue . LchnÄasse mit. einem. durchschnittlichen täglichen Ärbesisvevdienst von 16.600 Kronen angefügt. 'Des weiteren rnng ein 20prozen 1 iger Zuschlag eingchöben wird. Die erhöhten Beiträge sind am 1., bejw. 6. Februar zu entrichten/ während dia VersichevunMeistnng mit dem.18. März flüssig gemacht wird. ' Präsident Dr. Weiskir'chner unterbricht im Ein-, vernehmen der' Parteien die Sitzung bis 4 Uhr nachmittags und hierauf abermals bis 6 Uhr abends. , Nach ■ Wiederaufnahme der Sitzung rrllärte Abg. Widholz, daß die Arbeiter und' Arbeitslosen nicht befriedigt seien von den vorliegenden Gesetzen und daß man sich bald wieder mit der AvbeitÄosenftdge werde ^beschäftigen müssen. Hierauf kam es $u den oben erwähn'en tumultarischen Szenen, auf der Galerie und im Saal«. ' . ' , ~ Der nächste Redner, der deutsche Bauerrpartviler Großbauer, erklärte, auf dem Lande könne es niemand verstehen, daß einer überhaupt arbeitslös A- Diese Worte erweckten zn-, nächst bei den Sozialdemokratenir o ni s ch e' H.e i t e r k e x 1, dann ober brach ein Stürm aüs der G a l e r i e los» die von eftva 250 Arbeitslosen''beseht 'war. Zunächst hörte' man einen nnattterbrochEn Chor von Pfuirufern, den einzelne wilde Schreier noch mit den Rufen übertönten: „Gauners, Bauer ngauner! Probieren Sie es einmal, selbst, arbeitslos zu sein!" Me Abgeordneten der Mehacheit verlangten stürmisch dir Räumung der Galerie. Wg. Dr. Mataja rief:.,Mrs soll eine.demokratische Republik sein!" Präsident Dr. Weiskirchner läutete wiederholt und ermahnte das Auditorium zur Ruhe, widrigenfalls er gezwungen. wäre, die Galewen raumen zu lasten. Es wurde nun ein wenig ruhiger und.Abg. Großb a o e r setzte seüe Rede fort. Schon der nächste Satz rief Wer eine nochstürmischere Wiederholung der Lärmszenen hervor. GrößbauM sagte: „Die' ArbeAslosen konvmenwohl in unsere'Häuser um Brot, aber keineck.hat noch um Arbeit gefragt." Nun mischtchr sich.wieder die Galerien m«t ohrenbetäubenden Kusch- und Pfuirufen ein. Auch zw'schen den Abgeordneten der Mchchoit und den Sozialdemokrmen entstand ein lebhaftes WovtgeMnkel. Bon der Galerie hörte man schvsien: »„Das muß man sich anhören. Hinaus mit dem Gauner!.Wir haben Hunger, Hunger!" . Nmrde der. DeerdiWngskHeWeitrag^^ v^ M-000 auf 470.0W Kronen erhöht. Ferner'wurde der Gedanke vetwiMcht, daß Käffenmitglieder, die erwerbslos geworden sind, innerhalb der ersten - sechs Wochen ihrer. ErwerbÄöfigkeit für den Fall ' der Erkrankung Anspruch auf die Kaffenleistungen haben, daß erkrankte Arbeitslose nicht nur aufdie Naturalleistungen, sondern auch auf das Krankengeld Anspruch haben. Damit, die Krante-Mssen in der Loge sind, diese Last der KraÄenversichevmrg. der AvbeitÄosen tatsächlich aus sich zn nehme», und die erhöhten Spitalsverpflegskoisten zu bezahlen, wurde vorgesehen, daß zu den Prämien der KvankenVevsiche- Abg. Dr. S ch ö n b a u r t schlug mit der Faust «ns sein Pult ni d mef: „Die Sitzuyg nftitz' gesWst«» weiden! Herr " Vrässi ent, lasten Sie die Galerien räumeir!" Sehr, erregt ge- ' bärde,en sich die - SoMdemokvaten Pölz er uvto Wittern i g g. Im Haibkreis um die Ministerbank drängten sich lebha»i schreiende und gestikulrerenbe Abgeordnetengruppen, zusammen. Die Ordner hattV.» Muhe, tätliche Insulten , bi nt anzuhalten, indem sie sich zwischen die Streitenden stellten Abg. Glocke!'rief: ,Mrs, was der Großbauer gesagt hat, ist eine Le usb üb ereil" Die Galerie tobte weiter. Unser Prinzip: Gilt und billig Wimfern Re ÄM der ÄrSheo. (Reifeuotlzea aus Kischiuew.) .In ivübew Deze-mbernebel erblicke ich zum ersten Male Ktschmow, die Stadt, an welche sich so schmerzliche Erinneru-ngen der Jüidenheit knüpftn. Schnurgerade breite Straßen, rvgel-mäßig angslogt, verraten, daß die Stadt jungen Ursprungs ist. Man erzählt mir auch, sie sei erst am Ende des achtzehnten Jahrhunderts angelegt Wörden. Beim Anblick dieser geraden Straßen ergibt sich ebne merkwüödi-ge Assoziation: Sind diese Straßen absichtlich, so, gerade und so breit angelegt worden, damit sie vom Flinftn- und Maschinengewehrseuer leichter,bestrichen "weäen können? Denr ' Zarisnms, tvelcher seine durch die Jäuuerrevolutron bedrohte Macht. mit den blutigen Pogromen, die im Jahve 1905 in Kischirwtv wüteten, zu festigen suchte, ist ein solcher IMarckngang Lei der Anlage einer Stadt Wohl znzu-. trauen... > Mrgeuds noch sah ich so viele Kvähen wie rn Kischiuew. llobevoll, in den breiten Höfen der Häuser, in de.n. ausgetzchnten. Parks, auf den einst anscheinend gut gepflegten, jetzt tzisrnlich vernachlässigten Straßen hallt das unheimlich miß- \ tönende Geschrei der schwarzen Vögel, die sich geradezu in Scharen allenthalben sammeln. Sind 4ms Nachkommen jeüer fträhert, die sich in den blutigen Pogvomtagen um die Opfer. ' sammelten? Kischiuew wahrt das Gedenken an die Mäv- ' ihrer der Judenvevfolgunig auf seinem — übrigens herrlich angelegten — mächtigen Judenfriedhof, wo die Gräber der Pogvomopftr, mit heiligenden Inschriften versehen, den Ehrenplatz emnvhmen. Grab nur Grab, Roihe. nur Reihe sind sie nebeneiMnder gebettet, die Opfer des blutigen Zarismus, darunter-auch Kinder und Greise. Die Errnne- . mag an jene Schveckenstage.pjerleih.1 noch,Wtz.. der Sücht^ >;ttvas Nervöses nich Gedrücktes. Auf dem jüdischen Kischinow lastet noch fttzt eine gewiste Unruhe, und gerade, als sch do.rt weilte,^ .hahen die BerichteLher.gntiMischq 'Kund-'. Übungen m verschiedenen Städten Rumäniiens ustter der sübischen Bevölkenmg Pon KWmew nervöse Furcht vr- ' . jeügt. '' ^. V DLr Ärivber auf dem FriÄhof, rungestürzte Zarenstandbilder und das festungsartige Gefängnis außerhalb der Stadt sind bk einzigen Etinnerrrngen, jvelche in Kischiusw an die ZavenzeL gemahnen. In die Stadt lebhaften Gewevbs- und HandelSfleißeS ist ein neues Negime eingezogen, die rumänische Militärverwaltung. Sie sck^int der Bevölkerung noch etwas ungewohnt zu sein. In Kischiuew merkt man manchmal eine.gewiste Scheu vor den Ächmden, vielleicht ist auch dies noch ein Ueberbl-ekbsel aü§ der Zavenzeit. Mer man spürt in dieser Stadt kräftig Pulsendes Leben. Es >bsweist, daß die Vitalität und Lebenskraft der Bevölkerung trotz Pogvom, Krieg und WvchsÄ der ^rrscher ungebrochen geblieben ist. Etwas ärmlich rundet freilich heule die Stadt an. Ein gewisser Zug von Nachlässigkeit und Bernach-» lassigmlg ist fühlbar. Man muß freilich bedenken, daß die Stadt von dom Wirtschaftsverkehr mit Rußland, welcher ihr früher seinen Stempel aufdruckte, heute so gut wie ganz' abgeschnitten ist. Der "früher $> nahe Wog nach Odessa ist heute weit gewordem , < :. Aus dom bolschewikrschen Rußland, bez-iehungsweift der Sowjetukvaim, welche ftnfeits M so «nahen Dnftstr beginnt, sind Scharen von Flüchtlingen nach Kischiuew gekommen. Man spricht vrnr etwa 6000 bis 6000 Familien jüdischer Flüchtlinge, »velche heute in Kifchinow ansästig sind. Dis Ht vielleicht zuviel gefaxt, denn Sicherheit^des Bleibens haben diese Flüchtlinge nicht. Das uiWÄlarte Verhältnis Rumänien zu^llußland bedroht sie stetig mit dein DamMesfchwert der Ausweisung, der Abschiebung indie sowjet- Mssischen Wüsteneien, von denen sie gar Schvechiches erzählen. In das wirtschaftliche und soziale Leben Kischinews haben sich diese Juden rasch eingefugt: Die Woge der wirtschaftlichen? Enlwicklmrg Kischinews und . ganz Beßärabiens sind frellich noch dunkel. BielchatM vvn 'der Entwicklung .des politischen Dechältnistes zwischen Rüßlarch - und Rumänien ab. - . , . - . •. , /. Kischiuew ist eine jüdische Stadt. Aber der äußere Anstrich ist rüstisch:'3^n':WMi«'drest.iw--le!Formel 'fafftn: Dis 'Ju^n in Kstchiutliv' fjwWn^UreM'rnffisch rmd dann jüdilch. Sie Knd Mue großen GÄlchvien, keine awßen Mffer ck. Februar 192). SrA » Pralls ent Dr. Woiskivchrrer, der den Lärm Nicht mehr nvoifterü. konnte, unter brach schließlich.nur 8 Uhr die Sitzung. .» Die Räumung -er Galerie. ' ■ Nm begaben sich sozialdemokratische Abgeordnete' ruid dSk - Kanzle.birektör Sektivnsches' Kupka auf die Galerie und,förderten die ArbeitÄoftn auf, sich zu entfernen. Die Wgeordneten ' der Lllehrbeit vcWeßen den Saal und liehen erklären, daß sie vor Entfernung »der R'nhcftorer nicht mehr an der Sitzmrg teL--- r.ebmen werden. Auf das Zureden sozialdemokratischer Abgoordneter v t w ließen endlich.die Arbeitslosen um einpiertel.10 Uhr deü. Sitzungssaal und begabmr sich in einen Nebonvamn, unr dort die Beendigung der Nationalvcrtssitzung abMwarten. Um emoürtel 10 Uhr wurde die Sitzung wieder vor leerer.- Galerien ausgenommen.-Pvcrsident Dr. WeisL'rchner gab seinem Bedauern Ausdruck, daß die- Stätte der Gesetzgebung zum Schauplatz so wnster Szenen, gemacht würde, Abgeordneter Größb-ruer beendete unter ständigen 'Zwischenvnfen der S-v,m!den'.okrat.en seine Rche. mit der. Vovsichernng,' daß ftine Parln gegen *ic Erhöhung de» Avbeirtslösenunterstützung stimmen wm de. . ..> Schlü ßl.ch w'..rdA.< alle vier Gesetze in zweiter und dritter. ' Lesung angenommen. " Nächste Sitzung: Donnerstag den 8. d. mn 3- Uhr cknbmntags.. / ' : -; Re ungarische 8udeuschaft gegen die Hinten , KrpoMk. Wir berichteien .vor einigen Tagen, daß der ungarische Minister für Kultus und Unterricht Graf Kuno Klebelsberg anläßlich der Debatte über hon Antrag Gy ö r k i ß auf Abschaffung des Gesetzes, über lhen.. u° mcrus clausus unter anderem eSfötie, daß er mit der offiziellen Vertretung, der ungarischen Judenschast, dch israelitischen Lan'deskanzlei, stets in Fühlung sei und daß er im Einvennchmen mlt dieser Stelle wiederholt in Ein« zelfällen eine mildere Anwendung des Gesetzes durchgeführt habL Wir verurteilten damals diesen Kuhhandel zwischen., der israelitischen Landeskanzlei und dem antisemitischen Minister für Kultus und Unterricht, der ja schließlich doch nur irgerch ^einam reichen, sogenannten fühpendeu Jrrdey Zustatten kommen könne. Es erfüllt uns nun. mit Genugt-uuW, daß d« ungavische Judenschaft ' durch ihr o f f it Siel 1«s Organ „Egyeulöseg" eine solche unkoür« dige Behandlung dieser, prmzipiellen 'Frage in schärfster Weife Knrückweist. Unter der Ueberschrist ,Mir lasseu nicht mick u ns^Händerjr!^ Mart Blatt:' MK'' dem der Minstter für die Aufvechterhaltung des. Numerus clausus gestimmt hat, stellt er sich auf den-Standpunkt der R a s s e n t h e ö r i e;. weshalb suchte er also eine Berührung mit den fichveüden Männern der Konftstron. Mt,er wieder die praktische Anwendung des Gesetzes Kr drückend, weshalb stimmt er für die Aufrechtevhaltungi d^s. Gesetzes? Wichtiger als das jedoch ist, haß die offizielle Ver- Ire tu ng de r Iude n s chaft ke i ne rl e i Pv i v a t« Erledigung smoda li 1 a't en sucht und auch ,m mnam IL, Taborstraße 4L Telephon 47-1-79 gros En detail .. 11» in jichischen Dvttgen, auch nicht in anderen, es sind — bestarabische Juden, ein Kesunder Menschenschlag, wenig vo» des Gedankens Blässe angekränkelt. Man liebt viel Putz in Kffchmew und . hat wenig Geschnmck, man liebt dort den «Spektakel", das heißt Thvater urch SchausLelluinigen, aber es muß leicht und lustig ftin. Der Zirkus, welcher wähvrrch meiner Anweftnhert dort seine .Darbietungen gab, ioar eine Zeitlang zrnn Erdrücken voll, das treffliche jüdische Theater, welches Zugleich gastierte, manchsnal unheimlich leer. Eine rustrsche Theatert.mppe.gab (es wterde ihr von maßgeben-- dem Ort nicht leicht Mnacht) «mige Darstellungen. In die strömte ganz KstchmÄv. Die Rüsten spielen gut Theater. Für mein Empfinden manchmal Zu.gut. Man gab des Jta- Keners Nioodemi guch in Wien bekanntes Stück „Scamposo^ Mit Mffkchsier Heransarbeiümg der feinsten Theat-eWffekie^ ohne , in Uebertreibringen zu verfallen. Das -wÄ viel heißen, besonders Mr eine gastierercke Truppe. Uebvigens ist Herr Wr.o nski, der Hrimeur dieser rustischen Theatertruppe, «Ln geradezu unheimlich kuWierter Schauspieler. ' Senn» Partnerin gab ele-lnentzares Theater. Ein schöner Zusammenklang, her Leiden Pole dramatischer Künfiler» Wist. . Man geht spat heim in Kischinetv, weim es TheÄet gibt. Denn ans Theater schließt sich noch eine Plauderstunde 'in-herzlich Etlichem . Freund^Srsis. Die Straßen sii^-leer. Still, imheimlich stM. So ist's. verordnet. Nur die Krähen schvsien in die uüheimlich stille Nacht. Die ist in Kifchnvsw wahrlich nicht -des Menschen Frerurd: Man kann häufig bei Nacht fernes Ueberrocks rder seiner Geldtasche verlustig gehen. Dieser Unsicherheit sticht 'die Behörde zu begegnen, mit nicht ganz ’ zureichenden Mitteln. Die Bewohner von Kischiuew fürchten darrmr die Nacht, die infolge marlgelhafter Beleuchtung so dunkel ist, daß man.nicht einmal drg schwarzen BS^l sicht, welche chmn HmLger in die Nacht schreien. Und ihr -häßliches- ,Kra" ruft immer wieder die unheimliö^; EMneru-ng an das -heMor, -waS ernst in dieser Stadt Entfetzensvolle.^ geschah und westen. rroch späte -Judeü»^ geschlechter in schaudernder Erinnerung gedenken werden,