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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-28 · Heft 1422 (28.1.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1422 (28.1.1923)
Date
1923-01-28
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 . Men, Sonntag Meisterschaft. Hakoäh—Deutscher Schachverein 7^: 7F. Diestr wichtigste WÄtkampf. der ersten Runde nchm einen , KberauS spannenden Verlauf. Um jeden ^Zuttkt wurde erbittert gerungen und eine ganze. Anzahl erstklassiger Partien zeugt von der Spivlstärke der Kämpfer. Bei der Hakvah zeichnete sich besonders. Gotttieb 2 aus, der Ing: Gerber durch gediegene End. spiekfühvung zur Kapitulation; zwang, und Burian, der gegen Prof. Beöer eine beiderseits meisterhaf' gespielte Partie remisieri«. Am 1ä. Bre't verlor die Hakoah in einer auf Gewinn stehenden Partie «inenentscheideitden Punkt durch Zeitüberschreitung. - Landstraßer . Sch ach b und—Arbeiter Schach-' klub 8,o:6.5. > Sch lechte r-^-S ü dnsi 11:4. -- Wi« n - We st—D o liau st adt 8:7. 2. Klasse. . H a f o a h—H i e tz i n fl - 7 :2 (1 H.> NajmOch-Arater. „Licbessünden." ‘ (Gastspiel Niese-Thaller.) - Werkmanns Bolksstück erlsöle im Naimnud^Dheaier eine rreffttchd,.'wohlabgerundet« Aufführung, die in erster Roihe na-- Erlicht hdn Gästen zu danken ist. Das um seine Liebe kämpfende,! vom Leben um sein Glück betrogene Weib stattete Zran N i-ese mir allen Akzenten ihrer bodenverwurzelten, natürli-ckien Kimftaüs und riß das Publikum zu stürmischrm Beifall hin. Einen - würdigen Partner hatte sie m Willy Thal! er, oer den Dorfschneider mit einenr prächtigen Naturalismus aus die Bretter stellt, wenngleich marsich mit seiner Auffassung, ine autz dem Schwächling, einen Thadädl macht, nicht ganz befreunden mag. Auch die Herren Z e isel, B<i ni e i uns -.ha! tvaren durchaus am Platz. ' —d. Aus de« Lheatenr. B u r a ) h e a i e r: Morgen. .7 Uhr abends, zu echöblen Preisen „E y r a n o von Bergerae.* — Dienstag, 7 Ähr abends» .D e r « r z t amSchei d e w e g.* Ä d a d e m i e k h e a! e r: Morsen halb 8 Istr abends, ,D i «Fr an von vier z i s S a h r e n" von Sil-Dars. . D e u t s «b e r Volßstdeater: Samstaa dm S. Fsdniar. 7 Ili-r abends.-^anr M llers jünlskiiges Schauspiel »D e r V a m p i i" (Urouffühnnig). Den Bildhauer Johannes Darfallel wird Sans Müller s löst d reellen. f ö f e s H 8 vier 1 h e a t e r: Sdg Roland gastier! nur ls 4. Februar. Sine weitere Verlängerung dises Eaft° lprelj ist zurzeit mch! möglich, .Die Ra che l-dann also nur noÄ acklmal geneben werden. 9m März wird „Die R a ch e!" mit Ida Äola d wieder gegeben werden. . R s l 6 n d - B ö h’n e: Da« Ensemble des KoseMttterrhealet- Seqinni ein fßr zg Aber.de berechnetes Gastspiel. Als erste Vör'Munq wird ,T otentanz-' von Auaust Slrind» berg gegeben. 9n den Kauplrolleo m.t Fosef Samo, Laura Zeller und.AM Volker. ' Ä i t m u n d t h e o l e r: Mittwoch und Sonntag wird der .Pi a r r et« o n äit chfel d* wiederholt, Keule. Dienslaq, Freitag und eamstag ,v i e d e s s ü n b « n" mit Kaust Niese und Willy Thaller, für Montag und Donnerstag find die leh'en AuWrüngen des Schaupieles »Die Wedervon Gerhart Kauptma-n angesekt. — Für 6. Februar befinde! sich das Schauspiel .D ar B e rg we r k" von Kanr Kalt« neder in - Dordereilun,. — Für 11. Februar bereitet Franz Llleodsr.E s o k o r als literarische Matinee dar Spiel in fünf Verwand'-mgen von Krie rch Wolf „Das bist Du" vor; Donnerst z de» 15. Februar folgt die Erstauffü rung der Luft» svieles »Die Erwo ch sen envon Sting (dos P'eudonym emes bekannten deuijchen Schnflstell-rs); für die zweite Hälfte Februar wirb Franz Werfels Schauspiel »Schweiger« vorbrreis-t. — Für das Ende Februar beqmnende Gastspiel Max Pastrnb-rgs wurde ein neues Lustlp'el von Kuno v. Kofmannsths zur UrauMhruna angenommen: Max Pallenberg verkörpert darin eine luftige L araklerfigur. Ga>l^Thea!-r Keu!e. S Uhr nachmittogg. bei, ermatzigleft Preisen, die ttolmansche Oper „ v i e B a i a d e r e- und allabendüch 7 Uhr die n-ue Oprreile »Die Bra-. s i l r a n r: r i n' von Oskar Sascha. $ f \ mit Lira» h.Lbea!er: Morgen gelang!- »A a.l^j d r e T ä n z e r i n* zur 25. Aufführung. Wrchenipie (plan 'der Dolksoper:, Montag, Haid 8 Dr. popu'Sre Vorstellung »Der Frei« sch ö tz«., — D'rnslag. '/.S Uhr abends »0 & ▼ a i 1 e r i rugticana* — ,D e r Bajazzo.- — Mittwoch, ha'ö 8 vtzr abends ..D e r,W i l d f ch ü h- — Donn.'rslag, 7 Uhr a^nds „Der Z t g e u n e r b a r o n." — Freitag. i/J Uhr . bends „S o h e n g.r I n." — Samstag, ba'b 7 Uhr abends „Der P r o p v e t." — Sonntag, hllb 3 Uhr abend- „D e r Wassens ch m letz- («m htgte dlei,r), halb S Uhr abends *t a T r a v i a fc a.« Im Oschrfler brr Slaslsvper wird behufs Begehung einer SleM für die erste Flö»e ein Konkurrenzspiel adgeholten. zu wel' em sich nur nachwlirlich kreslqual'fizierte Bewerber bis, längstens 10. Februar \n der Dlrektionskanzlet des Opem« theaters schriftlich anmeld«'' wollen. RuUischer Abend den SnNesmann-QnnrieilE». Djenslgg. halb 8. Uhr abends tm Grohen Saale der Aranm der ' U. KommermusU-Äbend (Büsfilcher Ldevb) des Goltesmann- I«. ... ' ■ II ■■■ ... ’ . ■ V.vi Wiener MorgenzeitmiK__ Rol an d-Bü h ne Ensemble-G9st$pjel der WlLNAGR TRUPPE Heute Sonntag, 28. Jänner 1923, V93 Uhr nachmittags « Znm letzten Mafei Ml ie> IV «s %v efle - Drama in 4 Akten von Perez Hitschbein 7 Uhr abends SEmm i®t*t©«a CtaaÄC5 Tragödie ln 3f'Akten von Sch. An—ski. I. DoretheergasseH Sp!egelgasse16 Versteigerungs-Einteilung Ta£ 3 Uhr nn der Versteigerungen, wo nichts anderes vermerkt, nachmittags um Täglloh Preflotan; jeden Di Silber tj. Chinasi'ber; Jeden Bi Brillanten*, u. Perien'cbmuck im Franz-Saal. TflBll9b.6ebrauclHaeoQnatSnanini Ludwigstorff-, Rolleru. Kolowrat-Saal, speziell Jeden Ri Fot«- Aptara e, Ferng^er, Schreibmaschinen; Do l. II. Rarkbistmmente, Musikalien; Fr 9. II. Jafdwa'fsa, partäuerlstmgän. Fahrräder, Pelze im Ludwigstoi ft Laal. Ui 30. I . Mi. 31. I, fl 3., Mi 7.» Fr 9. II.: 131. b s i35 Bri-fmarken - Auktion*, Di 6. II.: XXWIK. Briefmarken-Spezlal- Auktion: Feldpost Italien; ß. Bez., Ma<iahilferstr. 73. Mi 31.1. d s Sa 3. H. u. Do 8. bis Sa 10. II.* Bücher im Emingcr-Saa. Jeden 0« im F>anz-)osef-Saal: Seitöne RShel, Perser eppidie I ie tägliche Schaustei 1 ung ab .1 Uhr währt in der Regel m hrrre vorhergehende Nachmittage bis 1Uhr, mindestens jedoch am:.AuktK>nstage'b<s zur Auktion. Näheres in den „Mitteilua^en“.und.„Nachrichtenblättern“ des Dorotheums Knstgewerba; ieden Mi und Fr 9 II. im Hoch-Saal, jeden Di u. Sr im Dechau-’taal: Gemälde, Kumtgewerbe, Tepp'clie; Di, 31.1. u. Fr. 9. II. imOtashof: Möbel, Kassen, Oefen, Luster, Bilder, Hansgeäte. Morgen ' Montag bis Mittwoch, den Sl. I.: 337. Knuatauktlon. Gemälde, Miniaturen, Antiqui- - täten im Kunstauktions-Saal. SanaaBtellung noch heu*e Sonntag . von 10 bis 1 Uhr. •Voranzeige: M'tte Februar findet eine 8p» zlal-Auktleu' in 'modernen Kumt- ’ und ätftmobtüar. Klavieren Gemälden, onent. Teppichen, Keramiken, Glas, Po-zeilan etc. statt. Quartettes mt Werken von vorodin und Tschaikoweky statt, bei dem' Könzerksöngerin Rtteltä Veurs ch russi che Volkslieder zvm Darlrorip . Ermäßigt« BorstellungeN in der Volksoper. Im Bestreben, auch dem minderbemittelten Teil des Publikums Opernvorstellungen ^zuMinglich zu machen, hat die Volksoper. die Opern ^Evangelimann^, „Freischütz" und Lustige Weiber vor.« Windsor" als populäre VorMlungou mit M 50 Prozent ermäßigten Preisen angekündigt. Tie nächsten dieser Vorstellungen finden an den beiden kon^mondeD Montagen statt, und zwar „Der Frei(chütz" Mpntog den 29. d. und ie lupigxn'We-iber von Windsor" Montag den 5. Föbruar. . Ausschluß der frauzöfische« Mitglieder aus dem verbände der deutsche« Bühnenschriftsteller. Aus Berlin, 24. .d., wird uns telegraphiert': Der Verband deutscher Bühnenschriftsteller. und Bühnenkomponisten hat. beschloffen, seine französischen Mitglieder für die Dauer der Ruhrbesetzung auszuschließen. Dieser Beschluß hat zur Folge, daß französische Bühnenwerke auf deutschen Bühnen innerhalb dieser Frist nicht gespielt weiden dürfen. Gegen die frivolen Bühnendarbietungen. Aus Ber»!in. 26. d., wird uns tvlegraschiert: Der preußische Innenminister Hai die Polizeibehörden angewiesen, ihre volle Aufmerksamkeit den Zuständen auf den deutschen Bühnen züzuwenden. In dieser Verfügung heißt es, daß die Beseitigung der Zensur keineswegs dem Staa e jede Möglichkeit zur Bekämpfung von schamlosen Darbietungen aus der Bühne genommen habe. Der Erlaß zählt auch eine Reihe von Stücken auf, die geeignet seien Lurch ihren leichtfertigen, frivolen und'abstoßenden Inhalt öffentliches Aergernis.zu erregen. Es soll nicht verk<nnt werden, daß die wirkliche Kunst nicht beeinflußt werden dürfe,^doch könne diese Erwägung nicht dazu führen, die Diyge hemmungslos.-entwickeln zu lasten.' Deswegen ersücht der Minister des Innern sämtliche Polizeibehörden diesen Dingen ihre vollste Aufmerksamkeit zuzuiwenden. Sie neue Kündigungsform nach Dem Mietengesetz. Der Richter des Bezirksgerichtes Innere Stadt und Vorsitzender der Ersten Mi etkommtss i o n für den 1. Bezirk, Hof rat Dr. P u tz k e r, hat geste m ein bemerkens.vertes Urteil ist einer Kün digungssachr gefällt, welches mit Rücksicht daraus, daß das an Stelle her Mteterschutzverordnung mit.Wirksamkeit vom 23. Deßember.. v.:I. Woetene. Mieteyg'Lsetz:.die Befttnimung^ ent-, hält, daß der Vermieter in der Kündigung' die KündigungSgründe ünzuffthre r hat, schon für die im Februactermin, also in den allern 'chsdrn Tagen, stckttftnidenven K ündigungen von allergrößter Bedeutung ist. Im gegenständlichen Falle hat der Hausbesitzer Adolf Pol litzev 28. JSnntt'1923 __ M. Iflf dem in seinem Hause in . der Krugerstraße wohnhafte^ Dr. Josef Ros ner'die'Wohnung halöj'lhrig, und zwar am erste r Tax;e des Jnkrafttretens des'neuen Gesetzes, am 23. Dezember 1922, gekündigt. > Da' sm. Gesetze die). K ndignngszründe -im. 8 '19 punktweiseangdführt^ .sind» begnügte sich der Hausbesitzer, auf dom vorgedrucktew K ndigungsfornittlar zu beme.ken, daß als Kündigungs-- grünhe die Punkte 1 j und 5 des. §19 geltend gemacht werden. Die gekündigte- Partei, vertretend durch Rechtsanwalt Dr. Richard Sap h'ir, führte;Bel der Verhandlung ans, - daß als K indigmrgsgründe - nach demi neuen Gesetz lediglich Tat fachen, in Betracht kämen, ' die nach dem Gesetzesiöortlaut kurz anz uführen seien. Die bloße Zit ierung einer Gesrtzesstelle sei kein gegLnügender Ersatz, da mehrere Punkte des § 19 gleichzeitig der schiede ne Tatbest ände enthalte«, beispielsweise enthalte der im ^vyr^tiegenden Falle zitierte Punkt 8 den Eigenbedarf sowohl für sich als auch für Verwandte. Der K'.ndi'ende müsse auch im Zeitpunkt der Kündigung bekannt^eben, für wen der Eigenbedarfgeltend gemacht werde. -- Nachdem beide Parteien ihren ^Standpunkt präzisiert hatten, lehnte der Richter alle weiteren vorgebrächten BeweisanLr'ige ab und erkannte, daß die Kändixung aufgeh oben werde, weil sie den Gesetzesanforderungen nicht entspreche. In der. Urteilsbegründung derwies der Richter darauf, daß, -falls die Praxis' die Zulassung der Zitierung einer Gesetzesstelle statt des bezüglichen kurzen Vorbringens in "der Kündigung zu-, ließe, die ausdrückliche Bestimmung des Gesetzes auf ebew dieses Vorbringen überhaupt z w e ck l o s w ne.- Der Zweck dieser Gesetzesbestimmung sei aber der, einerseits die Klndiaungsgründe, derennachträgliche Aenderung im Laufs der Verhandlungen nicht gestattet werde, einfür allemal zu fix ieren und es andererseits dem Gekündigten zu ermöglichen, bereits in den Einwendungen aul? die Kändigungsgründe zu e rw i dern. . - Soffcnioger in ffltcn. Vor dem Bezirksgericht Fovoriten hatten sich DounerZtatz mehrere Angestellte des Arsenals wegen W af f e n Verschleppung zu verantworten. Es handelt sich um einige Gewehre, e'wa 400 Stahlhelme^ Beilpicken und Späten, die aus dem Arsenal Verschleppt und bei sozialdvmökratischsn Vereinen aufbewahrt worden waren. In einer Werkstätte' des Arsenals wurden überdies einige tausend Pistolen gefunden, die dem gleichen Zwecke dienen sollten. Mt diesen Waffew war namentlich von den Cihristlichsozialen viel Lärni - geschlagen worden. Man tvollte damit den Eindruck verwischen, den hie unzweifelhaften Nachrichten über die Bewaffnung der-Orgeschheimweh ren mach'en. Der Richter hat die.Angeklagten zu - bedingten SU re1 ft ft r a f c n und zu Geldstraf en verurteilt. Es ist bisher noch nie vorgekonimen, daß wegen der. Bewaffnung der Orgeschbanden ein Strafverfahren eiisgeleitet ' worden wäre. , - —;-i—— DienstAkMigleU von rolomstivMrem während der Fahrt. Im letzten DewrdimmgMatt der BimiideDahMvMän Wien-NordM wird sin an all« Dienststellen dcs Zugsfövde-'. rungs- und Berkehrsdienstes gerichteter Dienstbefchl vevlcmtdart, in welchem darauf cmsmertsam gemacht wird, daß sich in letzter Zeit bereits zweimal der Fall ereignete, daß LokoMotÄ)- - führer das gegobene Haltesignal nicht, beachtet«n und weitem fuhren. Die Rechtfertigung der beiden Lokomotiivfühver, daß sie infolge eines im kritischen Momente ihnen ins Auye gefall.nen Fremdkörpers an der Beobachtuivg.und Befolgung des Dignales gehindert waren, könne, auch wenn sie stichhältig ist, nicht anerkannt werden, denn die Betoiebssicherheit müsst miter allen Umständen gewahrt werden. Es müsse daher künftig im Falle einer plötzlichen Dienstverhinderung des ' Lokomotivführers.der Zug sofort zum Stehen g.hracht werben. Erst wenn die Leistungsfähigkeit des Lokomotivführers wieder hexgestellt oder ein anderer göeignetier Bediensteter hevcmgezogen werden kann, darf die Worterfahrt . angetroten werden. Im Falle der N'ichtbestlgung diefcr Bovschriift werde gegen die Lokomotivführer, auch wenn sie ihre plötzliche Dienstunfähigkeit durch ärztliches Zeugnis Nachweisen können, mit den strengsten Strafen Vovgegangen werden. ■ , ' AuKsflge Beschimpfung der Ehegatten. Der Häusbesorger Ednmnd Z. brachte gegen seine GatM beim Zivillandesgericht ein« Gh.scheidungsklaige wegen wiederholter empfindlicher Kränkung durch ordinäre Schimpf- Worte sin. Die Geklagte' rechtfertigte die Beschimpfungen damit, daß ihr Manu ein ständiges Vechältnis mit einsm Mädchen unterhalt«. Das Zivillandesgericht wies di« EhescheivunMlage ab,- weil bei dem zugegebenon Mobruch' deS i Mannes die Beschimpfung durch seine Frau menschlich begreiflich sti. Gegen diests Urteil bracht« der Kläger die Berufung em. Der Berufungsstnat (Vörsitzcuder Hofrat Dr. Huscher) wies dst Bemfung des Klägers ab, weil nur durch das Verhalten des Mannes die ZornesMNbvüche der Gattin hervor- { gemfen wovdeii seien. : v " «it Auifutirbewil igung fiir den Expirt liefert

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