Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1422 (28.1.1923)
- Date
- 1923-01-28
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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«rms Äkttr, VsMsz . Auch sonst enthärt der erwähnte Bericht deS I. C. B. : Unrichtigkeiten, auf die einzug-'hcn sich mch^ verlohut nachdem die Verläßlichkeit dieses Berichtes fiutrctcfjeitb geikennzeichnet wurde. / Palästim-Amt Wien, 1. Bez., Bauernmarkt 24. Wte«er Motgenzeitung. 28/ Jänner ISSL Rr. 14SL i H« WWe KolonWianrhrojekt sSr MerNo abgelehat. ' Bor einiger Zeit wurde von dem Vorschläge gemeldet, Den-die mexikanische Regierung dem amerikanisch-jüdischen Kongreß bezüglich der Kolonisation von Juden in Mexiko Erstattet hat, woran von derschiodenen Seiten die weitestgehenden KonÄinationen geknüpft wurden. Nunmehr veröffentlicht die Exekutive des amerikainsch-Mischen Kongresses eine Erklärung, in der es heitzt: „Nach einer mehrmonatigen gründlichen Prüfung der Materie, der Korrespondenz mit sachkrrMgen-Personen, des Studiums wichtiger Dokumente amtlicher und nicht amtkicher Art, der Konsultierung von autoritativen SachverftüMgsn, die das- Problem gründlich studiert haben, teilen wir zu unserem Bedauern mit, daß wir in dankbarer Würdigung des Vorschlages t^r mexikanischen Regierung nicht daran glauben, daß Mexiko füreine irgend-. wie beträchtliche Zahl jüdischer Einwanderer anfnahmSfähig wäre. Unter Einwanderung verstehen wir die Möglichkeiten, für große Teile unseres Volkes in den schon bestehenden Handels- und Jndus!rieunLernsh>nmnsen Erwerb zu schafft». - ' T Es tut uns leid, sagen zu müssen/däß Mxiko für eine solche Einwanderung nicht in Betracht L^nrmt. Abgesehen davon, ist die Verwirklichung der Kolonisationspläne der mexikanischen Regierung, die bereit wäre, den Kolonisten Landstrecken zur Verfügung zu stellen, mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verbunden. Abgesehen von den von verschiedenen Seiten zu envartenden Hindernissen muß auch damit gerechnet werden, daß die Realisierung des Planes unverhä11nismäßig enorme S u m rx^tn verschlingt. Angssichts all -dieser Tatsachen faßien wir den Beschluß, daß der mexikanische Kolonrsätwusvorschlag> undurchführbar ist. Wir betrachten es daher als Pflicht, unsere Brüder in OsteuroPa davor zu warne n, die kostspielige und gefährliche Reise nach Mexiko zu unternehmen." Y.C.B.) , tziaftein kommt »atz PaAßina. , Jervsak» «^25. ILnnrr. (I. E. D.)Prosessor Einst ei n Skijst am i'. Februar atz Gast örs OberßoNmissörs Kerber» ß a nc » e l s, zum Zwecke de" Srwwst-rvna her mediünWan SAerdms -er künftigen hebräisch«! Änwerst ät, ist PatSjtina ein. Lar 9tea«8e ist . . . Dar Nerresi« iß «-«sich, daß die AB«* Bq »Hungen zwischen T-utlcken und f idschi-Infulanktn endlich in voller OrffenMchkett anerkannt stnd Gewiß ist jedem Beobachter völkischen Ee'steeleden» (oder was . man aus den Fidschi-Inseln so nennt) dies« Dermuiüng schontrüßer gekommen, vnd wer j mais Geiegenheü bat, das Diskussion genannte Äriegsgeß ul der wilden St 'mme Miilrt,uropas in Derfammülngen mitanzuhören, wer den instinktiven Latz gegen olles, was Kvuur ist» beobachtet Hot. das Mißtrauen reuen olles Reue, das beschränkte Festhasten atz der zweifellosen Oberhoheit tzer eirenen Stammes, den Neid und Kaß gegen jeden, der ein ,efährl!<tsr Konkurrent z« werden dro-te, wer die Umformung aller MknSstten. di« fchamloie DergeckaUigung d-r deutschen Gprochs mitg wacht Hai. wer das alles an sich oorüderztehen «affen kÄitzie, der wird wohl keinen Augenblick im 3 tzewefm sein, daß er sich hier um einen Zweig des großen Stammes dorid lt, der auf den FibschL-Infe'n seine Heimat hat. Ab« es ist doch gut. daß diele Laisa te ihre oss'^elle Äner» »emnmß gefunden hat, umrmehr atz damit gieichzeilia auch die Frage kych de» Ursprung der chrHN t-g-rmanischen Schön eits- Mats ihre durchaus befriedigende Lösung gründen hat. Er »2m r.är zu wünschen, daß der ver-prengle Stamm eheiiens ta Weg in d>e geliebte Se'mal einschtägL» auf daß in allen booenständigen ZÜungea d'r Fidschi-Inseln eineschönen Lager lamiltche Leiiariikel mit den Werten beginnen können: Keim- Z'stMdrn! Kater Murr. * Dr. Emil G. Hirsch gestorbem Jy Chleago starb vor rinigrA Tagen -er PrMger und Rabbiner des Sinaitempels Dr. Emil Gustav Hirsch im Mer von 71 Jahren. Der Derswrbene, der äÄ Jahre lang an der genannten Reform-Synagoge 'ätig war, gehörte zu «den eiftiigswn Führern der Refvrm- Äewo^ng in Amerika nr^ zeichnet« sich vor den Durchschnittsreformern durch seine große Gelehrsamkeit und sein außerordentliches Rednertalent aus. Dr. Hirsch wurdein Luxemburg gebonn, wo sein Ba'er, Dr. Samuel Hirsch, bereits als Rabbiner für das Refovmjüdentum eintrat.^Dr. Samuel Hirsch wjWft dann eine Berufung nach Philadelphia und wurde neben Isaak W ise einer der Bögrünider der 'Reformbewegung in Mnfrika, und zwar der radikalsten Richtung, indem er für di« Verlegung des Sabbat aus So nn lüg'eintrat. Der jetzt verstorben« Dr. Emil G. Hirsch hat seine theologische Ausbildung nach Absolvierung der Universität'in Mvladelphia an der Hochschlüe für die Wissenschaft des Judentums in Berlin genofsNt. ,Seit derrp Jahre ISA war er Rabbiner, des Sinairsmpsls in Chicago. Dr. Hirsch hat für die^ Propaganda der Wtfofm' mehrere Zeitschriften, darunter auch den „Zeitgeist" Ä deutsches Sprache, den „Reformer" . und den „Reformadvowr" in englischer Drache, gegründet und redigiert. Gr war auch 'Professor für Wische. Religionsphilosophie, an der Ehieggo« Universität und kurze Zeit Dozent an der John Hopkins- Nniversilät in Ba-ltimpre, typ er über .jüdische Poesie' las. Dr. Hirsch bekleidete. mehrere öffentliche Ehreustellen, unter anderen auch als Direktor der äffen lichen Bibliothek in Ghicago, und stand an der Spitze verschiedener jüdischer Wohltatigkeitsaktlonen. So war er der Gründer der jüdischen H andwerkerschule und der Zentralovganisation der Mischen Wohltätigkeitsinstitute, an welcher auch die orthodoxen Wlchlsahr>sanstalten mrtwirkten. Dom Zionismus stanI der Verstorbene wie chedem Me Reformrabbiner ablehGnd gegenüber, in den letzten Jahren verhielt er sich jedoch passiv, nachdem der größte Teil ferner Gesinnungsgenossen, so besonders Stephen S. Wrft, sich der zilwfftischen Bewegung angeschlossen haben. * Die Jdeutitätsscheine für die russischen Flüchtling«. Einer Derembavurvg cnssprechnck, die irn ÄMse des vergangenen Jahres zwischen dom VöMrbund u.nd den meisten Staaten Europas getroffen wurde» veraMßte der Wierver Delegierte des Hochwmmrssariats des BÜPerbundeZ für russische Flüchtlinge die Äusgaibe von muen Jdrntitätsscheinen an russische Flüchtlinge. (Von uns bereits angeküudigt. Red.) Diese Personalauswe'isdoknmenit'e werden in allen in Betrach: kommenden Staaten nach dein vom DAkevbund angeregten Muster ausg fertigt. Ihre Ausfolgung erfolgt leditzsich an jene früheren russischen Untertanen (russische Michilinge), die außerhalb be'S Schutzbereiches der russischen S o w j et r e g i«' r u n g stehen. Die' Ausgabe dieser Pässe für die in Oesterreich ansässigen Russen der. obbezeichneten Kategorie findet bei den zriständiKn österreichischen Behörden statt. Näheve Auskünfte erteilt das .Völkerbundkommissariat für russische Flüchtlinge (Mifsson des internationalen Komitees vom Swten Kreuz), Wien, 1. Bez.', Parkrmg 1. * Blut unb Kreazsotttaen. Ein Simmermger Sb öss« der verhenaiei ist, up!erhi?lt ank-er seiner Ehe noch zrei LiebcsverbSNmsse Die dre» Fr men h tzlen ei"ander dis au's Dl 't und schi'rß'ich zo-,n s'r auch, die Polizei in die Sache. Sie be^ chtigten einander der Mordansiiswng und die Goltin versuchte auch ei"en orbeifslosen Flessä hau'^ehi len zur Ermordung einer der Sieben» buhlerinnen Z'r -maen. 2n der Äpterlvchlng der durch de Aüsagen der drei Feindinnen heillos kompliz'erten Affäre kam zu Tage»' daß die Fronen dem Schlosser heim'ich Blut aus d e m eigenen Leid sinflötzten,. entweder in Tee oder in Rum. Geaeneinonder arbeiteten sie m't Geheimm tteln. Co wollte die eine ihre Gegnerin e nen Ab ud der Eie«- van Kreuzspinnen eingeden. die sie in emer Mondnacht in einem Favrlks- «agozin sammette. Aber aus den Eier krochen vorzeitig die Spinnen aus.... Tie Sache endigte varläufig mit der Derha iurg der Gattin und eiy« der EeUedten. Mitteilungen aus dem Publikum. Spezial- 254 Grete Meubert LleiscbmarKt 17 pfflpfT^hft sich für di« Lrzeuzuim'»»» M»delln> injMäiitkil», franz. u. engl. Lleidern iswir Anzug?» für Rinder> bis 5 Jahre in. solidester Ausführung zu den reellsten preisen R«di Wciss Olao-ets b«i Dflg.-BIW (Mfihnn) Leopold Tauber ' Wi«n VI. empfehlen sich, als Verlobte Martha Beck Heinrich Oppermann Wien xrx. Wien U. Verlobte Järmev. 1^23 An'&nlfch d*f ln Peerenizya siatifindondöo Vermfthlnrgf dea^räaleint!f wU »«rrn MQS6S fSlSßQSißjO «ratttiier t‘hersli ehe t Familie Brunnwasser Oswald Eimer und Sabine Eimer geb. Hübscher .; . ■/ zeigen die Geburt ihrer Tochter MIA an Wien, 19. Jänner 1923. Möbelfabrik J. Spira; feine «'-. W ill.. ilNMWU 1^-1 Wohnungseinrichtüngeni . (EckeKarlSchweighofer^asse €i% ■ >A‘ f & Co. . Vl.rHiria^lerMl all® isg! Steta^frößtea Lager.' 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Defmver 19 2 adgel altene Weidn chtsmarkt hat für die Reltunasge^ellschaft ein A e i n e r t r ä g n i s von 30.492.5l2 Klvneu ergeben. * Aus Anlatz des Ablebens Max Nord aus' hat der Seniorenkouvent der Wien-'r jüdisch-a:ad.mischen Verbindungen Eouleurtrauer bis zum 6. Februar beschlossen. * Leopold Wölfling als Privalbeamler. Leopold W ö > f l i n a. der früher^ Crzher oi Leoovid ,Ferdinand, d r «m Jahre 1902 geaen eine einmalige Abfind rng von 00. 00 Francs u d »nr leben«länglilie Apanige auf alle Würden und Vecrie verachtete und die fchveiierssche Staats'ürgeishafl erwirb, ist vor e'niger Ze t nach Oetle«reich zurMqekehri. Nach kurzer T ilgke't bei der Deutschen Dodenbank best de! er sich nun bei emer anOse enen Kondelsgesells oft 'le Beamler m S ellung. Der ehemalige Erzherzog, d r im 55. Lebensjahre st-h , wohnt n bescheidenen Verhält''isskN in K ehina. * Ausgrabung einer großen Stadt im Libanon. Wie auS Paris genteldet wird, Hai man in S a i d - N a i l bei Z a h l im Libanon,,die Ruinen einer großen Stadt aus der byzantinische» Zeit ausgegraben. Unter anderem wurde ein großes Landhaus, bestehend aus 10 Zimmern mit reichen Wandmalereien bloßgelegt. Das Haus war mit großen Badeeinrichtungen, bestehend. aus warmen Bädern, Schwitzbädern und einer Schwimmhalle versehen. (I. C. B.) ~ Todißsturz beim Fensterputzen. Am 22. d., um 8 Uhr abends stürzte die bei tlludolf U n g e r, Obere AugartenstraßL Nr. 16, bedienstete 17jährige Hansgehilfin Theresia Man beim Reinigen'eines Fensters im 1.. Stockwerke auf die Straße und wurde schwer verletzt in.das Allgemeine Krankenhaus gebracht, wo sie am 25. d. ihren Verletzungen erlegen ist. Ein ihrer £b* Hut aiivertvaules Kind war auf das. Fenster gestiegen, und wäre vielleicht auch hinabge'stüxzt, wenn nicht eine Hauspartei durch das Weinen be§- Kindes-aufmerksam gemacht, einen Schlosser geholt hätte, der die Türe gewaltsam öffnete. Das Kind konnte noch, rechtzeitige^ gerettet werden. Ste'.nwurf aus dem Auto. Freitag abends fuhr ei» Aütö.Mobil,-durch die Sechshausersttaße gegen Hietzing. Vom Auto aus wurde ein faustgroßer Stein gegen daS Gasthaus Klaus, Sechshauserstraße 53, geschleudert. Das Auto -fuhr davon und konnte nicht eingeholt werden. Es. Wird nach shm geforscht. . . . * Amlllcher WellEkberlchl. Don SÜdschweden, rmd Scbplllaud b s an d'e A!ve>> re'ckt die n arme S lvweltström >ng. Da^Wttter ist meist iiüh, vül.'ach nebe»g. In den inneren Alpen ist es klar, und kä'ler, aut den Dergaip t ln wolkenlos und retaliv müd- Vor urjage: M e i st t r ü b u n d. n e d e l i a. 'o^rübergölMS LemperaturMahme» anwaWnde wes.lichs Mn de. ' " ", ' Vi.,WindmUhU gasse Nr. S 73^65393 02872035