Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1401 (6.1.1923)
- Date
- 1923-01-06
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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Nr. 1401 - Men, Gamstah imf bit Kredits eingestellt, imd auch, Äs man einen entzrgischeren Anlauf 'gemnnmen hatte, die Staatsfinanzen von dom überwuchernden Personalauswand zu» säubern, Ivar die Steigerung der Krone ein Tabu, vor das sich Politik Und GöschäsWol-ltÄ, -Privat-mnd„ Staatswirtschast schützend gestellt hatte. Die Politik, die schließlich ihr Plaeet unter den Personaladbau gesetzt hattefürchtete sich vor dem Abbau-der Ziffern;, die Privatwirtschaft kannte/sich von dem Wahn nicht befreien, daß sie nur bei einem niederen Stande der Krone konklirrenWhig bleiben könne, und schielte stets noch auf den Balutavückgang hin, der ihr wieder die-Konjunktur'bringen sollte; der Staat aber wollte sich, das große Geschäft der Abfindung seiner Mündiger mit schlechten fronen nicht entgehen lassen. Hj,e Folgen dieser Irrgange zeigen sich jetzt, da die Wolken der Pariser Konferenz das Genfer Werk zu umschatten begannen und die Aussichten einer Unterbringung der Interrmsanle'che veMstert haben. Allerdings präjudiziertdie Interimsanleihe Mreswogs der großen Pölkerbundanleihe, alles hängt von Mn Ergebnissen der anr 23. Jänner beginnenden Tagung des österreichischen Böikerbundkomitees ab. Aber wenn auch hier neue Schwierigkeiten' auftauchen sollten, dann wird sich zeigen, was es hieß, alles auf die Kredite, nichts auf eine Besserung der Mbhrung eingestellt zu haben. L^ommt.-bie österreichische Valuta neuerdings ins Rutschen — und die Haltung der Wiener Börse in den letzten Tagen laßt darauf schließen, daß sic solches nicht für unmöglich halt —, dann wird es freilich ein großer Unterschied sein, ob die Krone von 0,007 ins Gleiten kommt oder ob sie von einem versäumten höheren Niveau den Entwertungs- Prozeß beginnen soll. Die Marge für eine mögliche Abschwächun'g ist ihr leider aus Angst und Berechnung nicht geschaffen worderr. '__ & Do« den TevrsenmLrkrem Das Schellern der Pariser Konferenz hat gestern in Zürich Len Kurs der Reichsmark und des französischen Ftan ki n ungünstig beeinflußt. Die Reichsmark ist von 0.06,62 auf 0.06 zmückgegangen, der französische Franken von 37.80 auf 36.73. Auch die Devise Mailand hat. oe Abschwächung auf 26.75 erfahren. Die i | chechifche Krone schwächte sich von 1510 aus 15.75 ab. Dir ungaris ch e Krone bröckelte weiter ab. Die Mttre'chischen Zahluncsmiile! blieben unvercnd<rt. SnDerlin ist auf die Ereignisse in Paris neuerlich eine stürmische Devisen, hausse zum Durchbruch gekvmiken, wobei der Doliar den Stand voa LL*0. das engl'sche Pfund den von 40.00) übersch iti.!Zahlung Wien ertöhre sich auf 12.34. Sn P rag besestiglen sich besonders WssiVevisen. Der Dollar stieg auf 3342.50, die öfter« reichische Krone besserte sich von 4.65 auf 4.80 (für 10M) öfterireichstche Kronen). v Meneir Morrgenzettung. UMSiALVs Badczlmmpr-Elnrichtungen und sStnillötie .9870 Xnstallatio s-Artlkol .. .Export nach1 ollen Stfealehi lg Die Goldanleihe. Aus mehrfachen Gründen hat sich die Notwendigkeit ergeben, den ZtzlchnungsWüß ans die achtprozentige österreichische Goböanleihe uni. einige Tage hinauszuschleben. Wiewohl der Derlcrirs «det bisherigen Ze-ichnungsaktim befriedigend genannt werden muß, ergibt sich für die maßgebenden finanziellen" Kreise' die Erwägung, alle Mittel a-uszuschöpftn, um einen größtMglichen Erfolg der Anleihe sicherzustellc-n. Aber nicht allein -das war für die,'Verlängerung der Zeichnnngsrist ausschlaggebend, vielmehr ist ans Kreisen der Bankinstitut« Und Sparkassen in wiederholen Fällen darauf hiri'gewiesen worden; baß eine Verlängerung der Zeichnungsfrist insofern für die Anleihe günstig sein würde, als «bekanntermaßen in den ersten Jännertagen.eine Geldflüssigkeit vorhanden ist, die zweifellos der Zeichnung zugute kommen könnte. In der Tat zeigen sich auch die Anmeldungen äußerst zahlreich, und von-den Zeichnungsstellen liegen Berichte vor,- daß sich diesmal das'- -kapitalskrösiige ZeichuungöPuLlikmn der Vorteile der Goldanleihe beivußt wird und die Zeichnungen reichlicher erfol«gen. Wenn in diesem Tempo sortgefahren wird, so werden die. wenigen Tage, die zur Zeichnung noch osten stchen, zweifellos, den gewünschten Abschluß-bringen und der Goldanleihe den ihr mit Recht zustehenden Erfolg eintragen. , / ' .Umsatzsteuer von Einfuhrsgutern nach Ungarn,. Wie uns die Auftro-Ungarische Hande-lskamer rnittellt, hat der ungarische Finanzminister hinsichtlich der Bemessung -der Umsatzsteuer nach Pöstpaksten und irach im HäydgDäck'voy Mnveisercken.aus «dem Zollauslande eingeführten Waren eine n e n e Verordnung herausgegeben. Falls die -zur' Verfügung über die Ware berechtigte Partei bis pm Zeitpunkt der Verzollung die zur Feststellung der 'Steuerbasis notwendigen und entsprechend beglaubigten Daten, nicht anmeldet, so stellt das Zollamt die allge- Nach Nord- und Südamerika.««» ««» Ostasle» «nv Ar»str< l en »Ä?,t man am raschesten ««di Leqnemste« mit h n tit tn, prächtig eingerichte ü Dsckpfern dcs Mvldürmfchen L-oyd iL'rcm n). welcher fet t t e , grötzte« dentch e» DzeaudkApfer „Cölumvus" vom Stop l lanfen Uetz. Auskü fte> Profp kte f t die er »e. Mette, be;«. Mit elktüsie r^ad dritte 5.l sie kostenlos durch die Ge rral: ertrs »ng Er RK - O.steire ch, Wien, 1 Bezirk Kärntnerring IL. - 6. JÄmer M 7 - s ÄÄe'Ü^ meine Umsatzsteuer.Vorläufig, mit 60 Prozent des Einfuhrzolles fest urid hebt diesen Betrag ein. Menu die Partei jehoch nachträglich .den-Nachweis «des Kaustchillings und', der sonstigen die Ware belastenden Unkosten geführt hat,, kann! der eventuell entrichtete Mehrbetrag der Umsatzsteuer bei zuständige FinflnzdireLtiowe>n zurückgefordevt werdm. . * Eingezogene bulgarische Aanknoken. Laut Mit-! - teilung der bulaonscben'Nätionalbank in Sofia wurden folgende; bulgar fche Za^ungsmillel . außer Krall gsseht: a) d«e Kassen-j scheine, Ausgabe 1916; b),die Checks vnd Staalsfchahscbeine. diel nur für den Znland?gebrauch bestimmt find lwas auf denselben! vermerkt ist), werden mit 31. D-z mber 1922 außer Verkehr gesetzt; c) folgende Banknoten, die we.nn Fälschungen außer «e^ brauch peetzl werden:-!, zu lOO L-wa. Berliner Typ. Nr. 20200)! bis 2030 0. Nr. 204.001 bis 2)0.000: 2. zu 50 Lewa. Typ Leipz'a. Nr. 55.60, Ws 56.000. Ssree M. Nr. KS.OOt bis 57.000, Sene M, Nr. 57501 bis'5?0oo, Serie M; 3. zu 10 Lewa,' .Le'pz ger Tym Nr. 40000t'b s 401.0 0. Serie A. U-^ Nr.410001' bis 411 00'. Serie % 1l., Nr. 420.501 b s 420.700, Serie A ll. -- Der Termin für die C nzishrna verschiedene', jetzt um'auseridK! Banknvtensoiten wird mit O-'ücksicht aus die Kerstellüng der, neuen b'.ügarischen Bänknd 'en erst mit-de^en Ausgabe vettautbort.! UngerechLigkeit Vel den neue» Stempelgebühren, Der^! Rechnrtngsst-einpel 'ist für Beträge von 1 bis 25 Milliönien- Kronen Lmheitlich mit MhO K. festgesetzt; während für Rech-; nmrgsäeträge von 25 Millionen Krönen die StempeilgÄühr don« 5000 K. eventuell erttaglich wäre, macht sie Äi'9!echmmgs-j bL-rägen von 1 Million ein halbes Prpzent aus, ist also! viel zu hoch. Mit Rücksicht aus die bevorstehende Einführung fefer j Warenurnsatzsteuer erscheint die Belastung. von Waren durch; Rechnmrgsstenrpel' und Ma-renumsatzsteuer «üibrigerrs auch als« Doppe«lbesteuerung. Merkblätter über dir neüen Stempesgebühren. Dfls Gre« nrLmn.der Wiener Kaufmannschaft hat ein . Merkbbatt über die wichtigsten neuen Stempelgebühren herausMeben. Dasselbe ist im Sekretariat, 4, Bez., SchwarzeirberGlatz 16, erWtlich.! Milleilungo» des KredttorrnoereineS von 1870. D»4, gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde einoe-! leitet: Q« si e r r e i ch r Gyuric Vladimir, Kaufmann, Men,! 6. Be^.. Gllm-evdorfelfstatze 139. Fischer Soief, Naturdünger! erzeugung. Wollersdorf. — T s che ch 0• 6 1 d id a k r,i.| Prirni Tyrobni a nakubni druzstvo d'iniku oßubtiickich,! Münchrngräh. Bauer M. A'bert, Kaufmann. Delka By'ca.! Eistnderg. F». Kaufmann. .Barlleid. Fränkel S. L Wwe^! L. Reich. Monufakiurwaren, Barjfe d. Schwarz Ladislav, Mode-« waren, Dallelau. Landau Cmanuel, Kau mann. Beregfzösz. Lorenz Rudolf. Baumoteriäl'enkandlung. Böhm-Leipa. Müller Anton. Kaufmann. Brüx. Schöbet Adalb. rt. Bäcker.' Brüx. Slafnor Soiel. Maschinenfabrik, Budm. Eleksroirchn'b und Mas > inenbau A. Büch. L Sohn, u. d. Verm. d. Geb Anwn und! Soief Püchi, Chddau. BUichek Karl, KanÜllemann. Deutsch- Kars! vwitz. Lää e"dra Soaärn.' tzauhmächer. Friedland. Büchleri Pal, Kau männ Füllk. Löw^Niosen Kemtich, Schnittwarenhänd-« ler, Eödiyg. Beck Sosef, Kmfmann. Gvrkau. .-Barer Sgnaz, Htt»! ■■■/ Pflicht eines jeden bewussten Juden ist es, den) Schekel zu kaufen und dadurch seinen Willen zur Mit-’ ärheit für unsere Heimstätte in Erez Israel kundzüqeben