Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1401 (6.1.1923)
- Date
- 1923-01-06
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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'VWinf1 I U,J IIMHMIJj.lM^I^,„• uw hphiw,ijwim JI \? >*■* % Wien, Samstag ^cttc 10 vsii kurztöeNigö-r und amüsmtter gesp-N-i alö gestern im ALa- WiensL MorgerrzeitunK. 6. .Jänner 1923 Nr. IM wmietheeter. Zn dieser angenehmen VcrrMr-ng der MS eurer ydti^en Romanbi'blivthsk 'o-efamrtat GestaltLn rund mn Sherlock Holmes hat die Laune der Verfasser den berikhmton eleganten Spitzbuben zürn Herrn der Situation und den Detektiv zu :ii«m aufgeblasenen, völlig.unfähigen Obertrottel gemacht. Der' heR GämierP ferner äbompagnonveS 2ldväkÄ-eii, für welchen 'i feine verwegenen Einbrüche ausführt, um ihm durch glanz- 5sllr BerteidsWng zu Rang, und Vermögen zu Schelfen, schmählich verletzt -in sinrer DirbZehve, weil ihm der raanon" nicht volles Vertrauen eittgvgrnibringt, die inertvollerr ilunstgegsnslmrde in feiner Wohmmg mit Sicherl^ttskettHn verdreht -und das Vermögen vor chm in einengcheimen Wandchrank versterbt, befchlreßt der 3M», seinen Geschäftsteilhamr, 'dt Herrn Verteidiger,' zn-besichlen, laßt -erber, gerührt von sei' icm Vorhaben ab, weil er. in der Kassette auch das Testament .and, in dem er nrit-smem ansehnlichsn Legat bedacht ist. Der rächüiche Einbruch.in die AdvokatenkanMi, ems gvlrmgvnv Lravchtic, gibt den Verfassern Anlaß, einen'wahren Wirbel Mmorvoller Ereignisse loszülassen. deren satirischer Kern sreinch von dem Burgthsater-CnsemAe nicht gerade sinnfällig hermsgeschLlt wird. Mt einem derart schwevfälligrn und Witzv-fsn Verteidiger, chie es der Advokat Parker Franz Halbiings ist, hätte sich,der Gauner Timm Boots -NEmals Ze- MMich eingelassen. Hermemn Romberg spielt aber den wblen Einbrecher -so humorvoll und anmutig, daß er den sonst erg mißglückten Abend rettet. Recht witzig noch Hans SAbsrt, .m* bchngt er feine gelungenen Spässe durch -umgezählte Wieder^ chlungen um. Sonst alles matt, zähflüssig, ja streckenweise Mstlos dilettantisch. Die Lerbu^ des BurgthocrterZ scheint zu wissen, -daß sie las wunderschöne Wodsmiecheater, an welchem die noch imnrer?rste deutsche Bühne ein .ideales Kainmerspielhaus gewonnen hat, kemeswegs zweckmäßig denntzt. Sie hat, wohl girr EnLichuldignng, vor Mnigen Monaten Lswuntgegeben, daß man zunächst" Reprisen. van RspertoirestückLn - des Burgihraters wirdgLN tveide. Nun suiü <Ler-Monate Mrstvichem und es ist Ochste. .fzett, - den DerlegeicheitssprÄplan nn Mrdemi-Ltheater rurch würdige ,-Ka»nmersprele des Dnrgtheaterö" abMösen. lcach welchen GssichtDunttsir das Reprrto-iw sshcher Kammer^ -piele zu bilden wäre, bleibt den verantwortlichen Geistern Lberlassen. Es gibt -bekamEich verschiedene O^fichtspuickte. hier jedenfalls ist vorläufig keine bestimmte Richtung, nicht die teifc|te Absicht, ■ einen würdigen SpisstÄLN für Kamrnerpiels des Burgtheaters auszustellen, bis nmr merklich gewesen» sondern bloß ein richiungsloses Herumsackeln und. Fort-Wursteln. Das Bnrgtheater wird, nicht mit Wohlwollen üehandsLt rnd sehr untersetzt., Es ist peinlich, wenn , es sich-auf neuer WirkungÄtätte, die ihm sehrwillkommsn -sein müßte, berechn iigtsrn» vxrnichiendem Urteil, aussetzt. Wenn ivsitorhrin nur ösdenhüter hervorgezögsn oder Stücke her-auLgsörcHt werden, man m Wien weit Lesier-spielen stch (wie dieses Stück oder khamas „Lokalbahn"), kann solche allgemeine Verdammung rerschnlde'trn Niederganges nicht emsbleiben. . . O. A. Wa« MWer-Tutenbruan zestorbeu. Km Alter von 71 Jahren ist gestern in Wien Schriftsteller Adam M.üller-Guttenbruun gestovben. Ein Sanaler Schwabe, -war er der getreue Ekkehard seiner Landsleute mb wuÄw als Mensch und Dichter von ihnen röhr geschätzt. Müller-Guttenbvmm ist bekamttlich der Zründet und erste Direktor des Jubiläums - Stadttheaters gewesm und zählt mich zu den Gründern des Raimund-Theaters. Sehr 'beliebt ivaren ferne Feuilletons, von denen eine große Zcvhl ün „Neuen Wiener Tagblait" erschien. Unter seinen Romanen hat besonders der Zyklus „Von Eirgem-us zu Josephus", ftrner sein dreiteiliger Lenau-Roman „Das Dichterherz der 3eä" Anilang gefunden. Nach dem Umsturz »warrdte sich Adwnr Muller-Guttenbrunn auch der Politik zu und wurde in den NatioMrat gewählt, Zog stch aber bald, inrrch das Rivearl des politischen DebelÄ angeeke'tt, in das PrivMebon zurück. Am dyi Aeatem, .. . 7 r g t h e o.te r: Morgen, 9 Uhr nachmittags, außer tim Sabres* und tztammsttzäbsnnement, das Drama »D i e r o t e R o b e« von Eugöne' B r i e u x. mn 7 Uhr «drNds, erhöhen Preisen, „L o n i L F e r d i n a n d, P r i n - « v n rnutzen-, Dramapon.Friß v. Unruh. — Montog. 7 Uhr «benüs, bei ausgehobenem Oahrer- und Etammfihadonnement. dem Äatlsnverdauf. M e r A r z t a m S ch«i d e « e g — Dienslag, 6 Uhr abndr, „9> 11 i n n g e W t b a t ft u s* om Artur Schnitzler. Akademietheaker: Morgen, 8 Uhr nachmittags, »,K t e i n - D o r r i i“, um halb ® Ahr abends, zu erhöhten Prers-n, .Dia -krau von o iarztg Jahren-. — Montag, halb $ Uhr abends, die Groteske,DerLerrDarte i d i getm von Molnor und Lalm. Deutsches Volkstheater: Sonntag. Halbs Ahr nachmittags, jnen 3nr will er sich machen^ um halb 6 Uhr abends .L s". Montag. 7 Uhr abends, »D i e Namenlosen". Dienrtag, halb 8 Uhr abends. *<£ s*. Mittwoch, 7 Uhr abends, „3 nt weitzen Rössel" (mit Ty.olt). Donnerstag, 7 Uhr abends. ^DasvierteGebor^ (mit Tyrvll). Freitag. 7 tt*r abends, ,DieNam e »lofen^. Samstag, halb 8 Uhr abends, .$ s*. Carl-Th e a t e r: Lleute nachmittags bei «rmStzigkn Preisen [ l 2B i t nK und morgen nachmittags »Der A a. st'e l b i n d e r^. Zu der heute fialtfindendrn Nachlvsrflsllung (Beginn halb ii Ahr) sinh noch restliche Karlen an der Theaierbasse erhält! ch. — Montag i e B a j a b e r e" mit Äavul Aslan. — Semstag den 13. nachmittags, als F e p- Vorstellung zugunsten des Impresario und Throteragenten M. T ä n e e r anläßlich seines 4Sjährigen Bnussjudi'Sums der zweite Akt -er Operette i t Bajadere" mit Pavul Sisls". Ernst r-utenhoyn und Elte Aochhann. Wetters haben ihre Milrvirkung tm So,steil zugesaqt: Kunst Niese, Gisela W e r b e z i r k, AamMtriLna^e Lev 6 l e j a.lt, Kammervirtuose Alfred Grün feib. Max B rod. Krmrich Eisen- Verein „Jüdiaclie KinderJreunde“ ZttSOttslen der Erriflihn;; «iac« jüdischen Ktac|trlie{m^S in Floridsdorf findet 'heute Samutag den f>. Jüoner 1923 um tiaib 10 Uhr abends im Zentralkino, I!., TaborstrooK, die Vorführung des prächtigen jüdiscben-Filnis ttnd ein leostupiel «totl. — K. arten in der Zentrale der Jüdischen Kinderfreunde, II., Obere Donaustrossc 91, „Wiener."MoTgtenaeltung". 11., Taboridrasse 1—3, «ii der Kinokeseo II., Taborstr. S, bei dem Komitee: Telephon 93*0-11, Kultusj^meindekaniW, XXI. 618 R ola n d-Büh n e Ensembie-Oasispiel der WILXAER TRUPPE Mente und morgen Sonntag, 7 Uhr . abends Der Wilnaer Balabesl Drama in 4 Akten von Mark Arenstein Morgen Sonntag den 7. Jänner, */e3 Uhr nachmittags (Zwischen zwei Welten) Dramatische Legende!» 3 Akten von Sch. An—5k! DER DYBUK HK2 ' R a i munb -Th «ater: Keule.' 7 Uhr abends, Erst' cuMrung von Richotd Dehmelr ,D i« M e n s ch « nfreund e* mit Eugen Klöpfer in der Laupsrolle. Sonntag erst« Wiedetholung dieses Werkes. Keule und morgen, halb 3 Uhr nachmittags. »Der Barbier pon Sevilla". Montag „G e d i t d e t e M e n s ch e n" von Biltor Leon mit Willy Ttzallrr. Freitag Goethes „3 p h i g e n i e a u f T a «- r i *" mit Berta Eharlemvnt in der 'Lttelrolle. — Morgen um hilb N Udr vormittag» anläßlich des 50. Gebmtstages des Wiener Schrittstellers Alexander S. S e d l m a y r Vorlesung seiner ,A i t w t e n e r D o s e n sbü ck e" mit Ä. Amon am Dorlragstisch, a« Klavier Profestor Fritz Lange. Dos Reinenrägnis erhalten die Armen de» Bezirkes Neubau. Karten sind in der DezirkSvertretung, 7. Be .. Kermanngaste 24.2. Stock, und bei den MtrsorgerSten des Bezirkes Neubau zü haben. Theater in der 3ose-fstad t: Seutr zum ersten Male ,jy l a m m «" von Sans MLYer. Di-se Vorstellung wird Montag wiederholt. Morgen abends i l i v m- .vsn Franz Momar. BenaissancebLhn e? Leute. 3 Uhr nachmiitagr, «Ä«i n L e o p o l d-, um 7 Uhr abends ^K o n s u l M a x° (Gastsvie! Keinrich Sisenbach). Morgen, 7 Uhr abends, «Konsul W a x' (Gastspiel Keinrjch Eisenbach). Reu« W i e n e r B S h n e: Leute und. die folgenden Tage um 7 Uhr abends ..D « n t o 1“ (Gastspiel Scopol bitte Konstantin und Arnold Kvrsf> — Morgen um S Uhr nachmittags „Das liebe 2ch°. K o m m e rfp 1 e le: Keule und die folgende« Tage um halb 3 Uhr abends „Dieb ciftb lüti geApo llo« ia* (Gastspiel Gisela Werbezirk). Leute «nd Morgen k « i n e Nachmittagsvorstellungen. Lustspiettheater: Leute und morgen um 3 Uhr nachmittags der Schwank „D e r l Ü ft e B a l d u i n* von Dr. Ernst Lederer. Abends 7 Uhr „M i ft D l a u d a r i(;. kerichtssaal. Lngerechtfrrtkkte SMassung. Die Lehrerrn o'nrer Ottakrintzer Schule, BaTerie Aidler^ -hrtte unter Vorlage ärztlicher Zeugnisse-um KrankhettsurlceuL und Penfiomerung äuge sucht, wurde aber -dcwMWn vom Beftirlsschu'lrat ausgefoodert, 'ihren Dienst sofort anzutveten. Sie legte neue ürzttiche Zeutznrsse über ihre Divnst-unjiähigkMt vor, iwor-Lus sie im März 1W1 vom „LandesschuLrat für Wien", nn° geachtet ihrer 13jährigen Dierrstzeit entlassen wurde. Ueber Rekurs der Lehrevm hat nun das Mnisteriuni für Inneres und Unterricht die Enllasiung als unberechtigt erklärt, wall die Vvrausfetzumg eigenmächtiger Dienstverlassung, nämlich das Verlassen des Dienstpostens ohne MeDuug an die Vorgesetzte Belobe, nicht Vvrüege. Ueber em neues ärztAches Gutachten des Umv.-Pwf. Erben würde die Lehrerin rmnnvchr vom Loawesschul-vate pensioniert, während die Gemeinde Wien im Vörwaltungsgerichtichof anvief. Dieser hat. die Mmisterial» entschoidüng ausgeWten und dem Ministerium oufgotvagvn, die Pflichtmäßigkeit des Verhaltens der Lehrerin M pvibfen^ Msbesonideve ob nicht ihre Gesuche um Urlaubsvorilängerung' und Pensioniorung durch eine schwere Erschütterung ihres G^Mrbheitszustandes gerechtsevtigt gewesen fvisn., Das Mwistermm bestätigte nün .die EMrssung und hob die Pensiomorung ans, ohne seiner Entscheidung ame oigme Begründung zu geben. DcwcmHin erhob die Lchrerin durch ihren Rechtsanwalt Dr. Heinrich Lipfchitz V-eschwerdr beim WarwaLtungsKrichtZhoft, der nun die Dirmsterialentscheiduirg aufhob, weil die mit ärztlichen Zeugnissen -unter Beweis ge-- stellte ErschWevlmg des GefnittchoitszustandeS 'der Lchrerm gar keiner Würdigung iunisrzoAn worden' war. Lolkswitt. Gestempelte Krone —.0076 Zentlmes. WsMhlnns Wie« 3» Zürich notierte bie österreichischeÄronr . .... bi« östrrr. gestempette Krone. die tschechische Krone . . . . die Mark. . . . ...... Belgrad Bukarest ,«.,«»»»« Sosta . .»»,».»»«' o Budapest. . ui —MSHentime?. Ö.C075 ( 0.0075 am 4. Jänner) 0.0076.( 0.0076 am 4. ISnner) 15.7b (15.80* am 4. Sännet) ( 0.067, (,5.60 ( 8.1- ( 3.60 ( 0.21*/* 0.06 8.60 3.— 3.50 0.21V, 4W-: Sr. Rafchins WUHrungspoltttt und Me LehM. Der WährmrgZfpuk gelft bei heltichtem Tage um, Tr umnebelt die Gehirne, facht die Leidenschaften bis §utj Gluthitze an und drückt nun schon Fanatikern den Revolver; in Vie Hand, mit dessen Hilfe sie Balutaprobleme lösen; zu können vermeinen. Dunkle Kräfte waren in der letzten Zeit an der Arbeit, um die von Dr. -Naschin gelegten; Fundamente der tschechischen Währung zu mMrtrmhlen, - aber er zerrte sie mit unerbittlicher starker Hand an die; Oberftäche und hielt mit ihnen strenge Abrechnung. Nun hat ihn ein aüt§ den Tiefen kommender Mord»; strahl getroffen. Die Frage drängt sich äirf, ob auch sein Wett gefährdet sei. Phaniiasievolle Gemüter sehen bereits einen scharlen und auhalteuden Rückgang der tschechischen; Krone voraus, die Baissespekulanten wittern eine neue' Valuta, die sie zum Objekt -ihrer Attacken wählen kounteu,^ welche ihnen mit Hilfe einer neuen Jnflatwnsära in der; Tschecho-Slowakei früher nie geahnte Getvinstmög-llch-' Leiten erschließen sollen. Die Prager Börlfe soll am Tage; des Revolverschusses gegen Dr . Raschin in überaus scher; Haltung verkehrt haben,. die Synchtome einer Kata-, strophenhcmsse tvaren unverkennbar, aber zwischen dem; Beginn einer Erkrankung bis zur Unheilbg)ckeii! des Lek«; dens liegt ein weiter Weg. Ob in der Ts che cho-Slowakei bie, ser Weg zurückgelegt werden wird, das sicht noch nichtfest. Es ist möglich, daß bis zum Antritt des Amtes durch! einen neuen F inan Minister dvePragrr Börse noch manchen! Haussetag erlebrn wird, aber eine . vollständige Umkehr; g.üf dem Wege der bisher gewählten tschechischem DeviseNunv Finanzpolitik ist sehr unwahrscheinlich. Diese Fiimnzpojikrk, die so zielbelvußt ein Jahr lang; aus ein Herausreißen der tschechischen Wirtschaft und: Staatsfinanzen aus dem Sumpfe der Inflation hin-, arbeitete, wurde auch von Bewunderern mit einiger .Skepsis bourtellt. Sie sahen in den Bestrebungen nach, einer Steigerung der tschechischen Krvne offenbar einew Selbstzweck, dessen Sinn unverständlich war,- sobald jeu« Steigerung wirklich nur Selbstzweck gewesen ist. Es kam' dann der große Kurssturz der deutschen Aiark, der den; französischen Franken mit sich riß, und man sah auch dir; tschechische Krone ins Wanken geraten, ohne baß man die' Vorteil gewürdigt hatte, die darin bestanden, daß der einstige Stand von 20 Centimes eine große Marge für eine! Abschwächung der tschechischen'Kwne gelassen hatte. Man! beachtete nicht, daß, wenn Dr. Raschms tveitblickender Geist sich nicht größere Ziele gesetzt hätte, als eine Stabili--! siernng der tschechischen Krone bei dem schon, im Frühjahre^ erreichten Kurse von 10, das MÄvrgleiiten der tschechischen Wahrung zur Zeft der großen deutschen Jnftatronshxise auf Kosten des niedrigeren' Kiirses erfolgt 'wäre, und' die Ergebnisse der ersten großen Peinigung des tfä^ed^ifc^cn1 Jnflationsstlmpfrs zunichte gemacht haben würde. Die Männer, die im tschecho-stowcckischen Bankamte; über das Schicksal der Valuta der jungen Republik eifer^ süchtige Wache hMen, haben sich sicherlich keinen Angeldblick einer Täuschung darüber hingegeben, blaß es möglich tväre, ein europäisches Teilproblem, losgerisien von dem Gesamtkomplex der europäischen Fragen, auf die; Dauer zu lösen und in Mitteleuropa eine Deflationsinsetzu schaffLn, die von den Jnflativnsfluten der Nachbar-; länver völlig unberührt'bleiben könnte. Sie konnteir aber vovbaueu und Vorbeugen und schützende Vorwerke aust richten, die bei stärker hemnstürmender Not wohl prersge-; geben werden nmßten, aber auch pvefsgegeben werden dursten,' wenn nur die .Hauptbastion intakt blieb. Daß aber die Hauptpositton intakt erhalten wurde,' das hatten sie den rechtzeitig ausgMuten Vorwerken zuvevdcmken. Und darum sollte man nicht vergessen, daß? auch ein weiteres Abgleiten der tschechffchen Krone die' Valutasttategen des tschecho-slowakischen' Bankamtes nicht! überraschen kann., daß es in chren Plänen — es waren zugleich die Plane Dr. Raschins — Zweifellos vorgefeihe»; ^var. ' ' Eriimevt man sich noch/daß'zu Begmu der auf eine' Steigerung dtr tschechrschön Krone bedachten Finanzpolitik als Ziel eine Stabrlisicruüg des Kurses auf 10 angege-bett ümrde und daß dann Prüsrdent Masärhk den bei ihm er^ schienenen Jnduistriellen die Frage Vorlvgte, lvas sie darüber denken würden, wenn die tschechische Krone, auf 15 steigen sollte. Das war im Frühjahr gewesen und trotz' der über die mitteleuropäischen Währungen fett dem Som-; mer dahinrasenden Stürme hat dtt tschechische Krone erst von 20 auf 15 weichen müssen. : 1 Wenn man dieses Standhaften der tschechischen Kraue mit dem Schicksal der hsterveichifchen SanieruW Vergleichs so ergreift einen unwillkürlich Neid und Unwilö. Politvschej Widerstände haben von jeher eine Besserung der österreichi--! scheu Krone vechindart, aber ^wenn je, so «war seit der^ Genfer Aktion, die die österverchische Sanierung unter die; Aegide des Völkerbundes gestellt hatte, die innere und äußere Konstellation. ft'ir eine Steigerung der österveichi-.; schön Krone niemals günstiger gswestn, als nachdenr sich' das Genfer Werk im Vertrauen der Bevölkerung verankert hatte. Bei uns aber lwar alles Sinnen und Trachten nur o» 4. Jänner) «m 4. LLnner) om 4. Iännei) am 4. Jänners m» 4..Jänner) f WerbetAboWMteWrdre I rMemr „MorgenzeitMg"1 et «»«iflMnaaLtwan^a dauern