Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1386 (19.12.1922)
- Date
- 1922-12-19
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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/ ftr. 1886 Wie», Dienstag Billigstes Kaufhaus dei* Stadt Wien =: Teppichhaus HKüIln«rhöfM 0% Virn, Köl!nerhoJguase '.jflp rst JelNri, Hw Herren Lovrle, Hendrichs und Uiberacker mähren sich mit viel Geist, Grazie und Temperament, wenn ä«ch vergeblich um die Novität. Dieses eine Mal scheint ,man das Publikum doch ein wenig unterschätzt zu haben. '>■- . :• .. K. M. , Ktu tat Theatem. /; Burglheater: Mviam Cch'll-rs Schaufpi«! 1.M i l* tzelmLe! I". 5,u di ier Vorsielluna gelangen nur Logen« und Pardellsitze zum Te> krause. An!arg 7 Ilhr. Volk § 0 per: 5ru'e vn'er Leiiunst Direktors Felix W e i n g 0 r t n e r a Travia 1 a" M't Frau Kedwig Deb>c!?a als Dirlella, S'rm Riltersheim als Alfred und Sefrn Brand als Eermrnt — Dorneielag Mt Mono«" ,D«r Troubadu r- und Sam lag ftalt »Ko>fmanns .Erzähsungen- »D i e B 0 hem e V - Deutsches Vakkstdea-ter, Sowohl »Die N a m e n 10 i«n* wie K.i vnberrs Sanie'ag zur Araulführuna gelangenres Drama „E L" wurden von der Zenfuibehöide nur mit Ausschluß des Besuche» vyn Fugend" i i ch e n für .,ulSW ertkSit. " Raimund-Theater: Keu'r vorletzte Auffühnms von Derdart Aanpimanns Drama «D i t Webe r* m der 'Snfz nierung Karlheinz Marlins. T h e o,t e r i n d e r 9 0 s e f ft a d k: Sda Roland s-olliert moröen in dem S-f auspiel »T t> e r e s e D a q u i n" jund Donnerstag in der Komvd'e »D i e I a r i n". Dach Abfotviemng ihrer ousVäriigen Gak spiete wird die Künstlerin wieder i einige Abende am 3o,eiftüd!er'T-waler aulir^ten. - . . . i Renaissance bühne: Drins'old SckLv'e! und Derla jlSast spielen nur mehr heuie die von i lnen kre-erken Rollet im ,F r e Ä d a ch $u. Morgen gehl das Lustspiel „<D erSühne r h 0 I“ von Tristan Bcrnard m S'.em».! Dar L u ft 1 p k e 1 k d e a t e r dl.ibl wegen Dolöereikung der Sude dieser Wocde stattfindenden Ilrautfübrung von Fräulein Blaubart'' von Pord'S Milo und Ernst Neubach Ivo» heule bis iiklsive DonneiSwa geschwss-n. Die Titelrolle! kreiert Mizir rechord;. Dik'or F^emnz und EmÜ Wurmier lwurden a's Eäsie grwvnwn. t:-- Wilnaer Srtipp«; Keule Dienstag astanot »m Nahmen meiner Sondervorstellung Schalem Aleichems Komödie ,«S ch w e r z u l e i n sin Sud" *ur 5h ffölirumk «arten stnd m der Buchhandlung •». Lörtt. 1. Bez. Rotenturmstraße *2,?vnd qn der Theaterkasse Zu haben. . Lchralre inStme. Die Erk Murg der neuen Eir'^klerbkhne, Theatre intime, 2. D^.. Tadorstrahe 12 lL-iung:!Ourt Vatzatt—Karl Midsch) sindet, mit d»m auf den Tages» Olakoten erfikl llichem Programm, heule um halb 8 Uhr abends statt, i Da« fliötsrlie Spstchwoet. Rabbiner Dr. Max G r u n« « a l d wird in seinem am Do, nerslag den 21. d. halb S ilvr. im Kleinen Saale der Urania i alssindenden Vor!rage de« geistigen Lnhall d"§ W 'chen Sprichorwi«. t* dom nch dtt jüdische Doitwseek und der gedenk-, und Kullmlueis der Luden fprsgelt. erörtern. . M.,ZW«HM§chostsl". Seit einige.» Monaten befindet sich hier der berüchtigte ^Professor der Tanzkunst" — wie er sich nennt — Albert Hein-- rich Hieb er, ein Berliner, in Haft, der wogen «mor Roche von Si-ttlichleitsdelitten angeklayt ist. Er veranstaltete nämlich Tanskmse, in denen er junge Mädchen m Rassischen Lanzen und leberiden Bildern nnlerriichtete.. Seine anSgobild^ien SäMerin- . wen führte er dann an sogeircinnten ,,'Zchünhoitsabenden" Mä- Fenen vor, di-e Gruppenbilder junger DMchen m Evakostümen an sich vorüberzichen scheu. In München, Berlin und Amerikr wurde der „Schönteitsaposiel" Hreber schon vor J-chren beanstandet, manchmÄ angeklagt, auch vernrtvW, doch stets zur Be- Machvnng in Irrenhäuser gcibracht; auch in Wien hatte er schon Anstände, wurde jedoch erst heuer verhaftet, als er m einem Atelier' in der Nerrbaugasse „Schönherlsadonde" veranstaltete. Die Wiener Psychiater eEärten Hiober für geistes- Sesun d, aber <vls schweren Neuropathen. Hiebcr ist inzwischen scheinbar an einer schweren Psychose erLvanikt, Verlvoigert dis Nahrung, spricht nirl't. Memnut Schreikämpse und scheint ge- :ähnlt. Er wurde.heute a«f einem Tragsesse! von •*' Megern aüZ dem Jnquisitenspital in den VechaMnngZftt«T gebracht. Der Vovsi^end-e Hofrat Dr. Kämpf eröffnet die Bor-» ihandöwng. Verteidiger Dr. Stiegland stellt ncuerlich eilyen Dortogungsantrag, da. der Angeklagte geistig nicht onitvoserÄ», und nicht vernehmungKsähig ist. Nicht nur seine Zunge» auch HäM und Beine seien gelähmt. Siaatsanwalt Dr. Bar.tak boankpa-gt Einvern-ehmungi 'der Psychiater, Professor Doktor Hoevet erklärt, der Ilngkklagte sei vollkommen geistesg^isunld und wisse genau, was um ihn vovgche. Er wolle nur nicht roden und nicht gehen. Er sei ein S i nt u la n^. Allerdings psychopathisch minderwertig.' infolge sexueller Ausschreitun- .gen usrvös und hochgradig nouropa^hi-sch, deshalb gelinge ihm auch die Vortäuschiung kränkhafter Erscheinungen, durch, die er andere Aorzte getäuscht halbe, di« Wiener Aerzte über nicht )än»schsn könne, da . sie Bc-weise für seine Simulation haben. Der Angeklagte hahe, wie in fvii-heren Fällen, erst mit der Simulation oingeseht, M er erkannte, dass seine Strafsacheschlecht stehe. Auch der Oveit« Psychiater, Primarius Dr. St.olzer, erklärt« Hietber für vechandlüngKfählg. ' Nach Abweiisiing weiterer Anträge und Fragen deS Bw» teidi-gerS wurde in die Verhandlung eingegangen. Der Vorsitzende verlas, da der Angeklägte nach wie vor ftmnnr blieö, die früheren Protokoll« uw) BernehmunKn. Das UE , Nach Einpspnahme eänigor MLdchen ÄS Zeugiunen mtfat der Angelegt« «ach AuKjchoidunq einiger Hakten im Sinne ^_ . ' «SkeiteV -MvrMjiEüA __ dsr Mklage zu drel Mönetten schweren * Kerkers verurteilt. Talbei wurde .eine gweiemhalbmonatige llnter« sucharngShast eingerechnet." Hieber wurde gleichzeitig kmdesverwiesen. -^ > Lke SHwester emordet. Vor dem S-chwurgevich!« lMte sich beut«, der Zljährigr bevusAlose HeinviÄ) Danek unter der AnÄE.Zn verantwocten, dah er am 8. Mai d. I. seine Lyiähr.ige Schwester Marie D äne! «durch mehrere Stiche mit^einem zugeWissenen Bajonett in den Ürrterleib und m den.Rückenermordet.hat. ..; . Der Beschuldi'gts bestritt, daß er seine Schwester - loten WM«. Di« Schwester Me, ihn so aeE, daß Hm schwW vor den Äugeii geworden sei. Was weiter' geschehen, wisse er nicht. Cr habe nachträ'glich das Gefühl gehabt, etwas Unrechtes MtzM zu haben. Die Geschworne.« beontworteten dl« Hmptsva^e auf Mord mit 12 N-rin. di« Evontualsvage aus Dolschlag mit 12 Ja, Di« Zusatzfr-a^« aus Smnesverwl.rrung n:4t 11 Ja. Im Sinne'dieses Perdikter verkündet« der Vorsitzende den Fveispvuch des Angeklsgten, der sofort enthaftet wurde. ' __ 19. Dezember 1922 Eelle S GeArmtzelte Krone AuszohlMg Dirn — MI Centimes. --- —.9078 SenWes. Ln Zürich notierte die össerteichische Sronr.L 0.45075 ( 0.0075, am IS. Dez.) die fftett. gestempelte Kröne. 0.0076 ( 0.0076 am 16. Dez.) hie tschechische Krone ... .' 15.20 (15.60 om 16. Dez.) die Rlorst »••«««••« 0.09 am 16, Dez.) Ägkam 1.35 ( 1.40 am 16 Dez.) B^lioresi «»«»,»»«» 8.05 (?.07 am 16. Dez.) Sosia .»»»,,»»»» 590 - (402 am l6. Dez.) Bndäpesi i . * p » o.m4 ( 0.22V. am 16 Dez.) Aarjcha«..... . . . . o.osv. ( 0.087, am iS. Ds^.) . Sie Seifenitietfe. v; Weitere Besserung der Neichsmark. . Dev Markknrs hat sich gestern m Zürich weiter erhokt und.ist auf 0,V9 tzestiegen. Auch in Amste r.d.a m besserte sich die Devise Berlin von 0,0350 snf 0,047. Parallel mit diesen Besserung der Reichsmark .auf den internationalen Plätzen trat gestern sine ompsindliche Baisse der. fremden Zahlungsmittel in Berlin ein, wobei der Dollar sich um weitere 180' Mark auf rund 8084 ermäßigte. Zahlung -Wien 'ging von 0,17 auf 8,87 zurück. Der französHsche Franke n ermäßigte sich trotz der gt-L'ichzs'ckigen Swigerung der Devise Paris' in Zürich von 39,65 auf 40,10 wm 2ü Mark <mf 466,83, Dia tschechische Kröne war gestern 4n Zürich weiter rückgängig und schloß IS,SO. In Berlin ging Zahlung Prag von '189,52 auf 172^6 zurück. In Wien ist die tschechische Krone, gestern zum erstenmal seit vielen Monaten unter 2000 gssri-nken. Bon den anderen Zahlungsmitteln ermäßigten ' sich im Geldkurs: Pfunde um 2Y0 auf 827.700 K.. holländische Gulden um 76 auf 28.126 K., Dollar um 10 auf 70I9S K. Dagegen. stiegen Re-ichsmark von 9.60 auf 11.56, fvanzösische Franken von 5035 auf 6289, Are von 3512.50 auf 3682.50. Schweizer Franken notierten unverändert 13.320. Schwächer waren polnische Dtark, Lei, Dinara und ungarische Kronen. Nachstehend die yffizieN«» Rotierungenr ' VerMenlUcliimZ der Devisenzentrate vom 18. Dvzembor 1922. Devisen (Sdtecks und Aus- 2}J!S. Zahlungen) r»'k Amsterdftm f.! hon, tlujden » 4 . Agram t jupr. Kronen . . . . 8 Bslf.rzd 1 Dinar ...... S Berlin 1 deutsche Reichsmark . 8 Brüssel t belgische!'nrr.es . » 47* Budapest I ungarische Kronen » 6 Buimrest 1 Lei.8 ChrlsUanla l norwog. Kronen . S Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 l.ondon l Pfund Sterling ... 3 Madrid i Pesetas ...... S'/, Mailand I Lire 8 New Yorft I Dollar . . .... 4 Paria l Francs ....... S Prag 1 tichecho-slow, Kronen , S Sofia I Lewa .6% Stockholm I schwedlscheKronor . 4M Warschau t poInlsCJic Mark # , f ktirich 3 achwelzerlsche Franca., 3 Noten Amerlkcn. Noten y. 5 Dollar aniw, 70280.— _• _ » kleinere . . . 7019».— Belgische Noten 100 Franca . . 4810.^ tinlßcrtsche Noten rts iOOO Lera . SIS.— •' , lOU . — ■ .V . n kleinere. ... <93.— DStilsche Noten 100 Kroner . . 1447».- DeutBClie Noten xu 1000 Mark . . U.53 100"; v . « — .— „ n. ■ . b kleinere. ... — Engl. Noten .von 5 Llvrest. eufvr. 527700.- 32870».-S27900.- . - . . . kleinere ..... 227500.- 32859».-347c/).- FramBsifiChe Noten ISO Franc« . - HoMSntüsche Noten K» Gulden . italienische Nctcnv, 100 Lire aulwr. . o kleinere ... JqgoM.Noten ungest. zu 1000Dinar " •* ■ Ä .. ■ i.» V kleinere , . Nonreelsdie Noten 100 Ktoner , Polnische^Notenv. SK) Mark aufvr. RnrnfinJache Noten zu l%OM.SOOUi P „ kleinere .... Ruse, Noten (Roman.) cu 500 Rubel . ■•••.• 100 s e ... „ kleinere . , Sehwediscbe Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Franca Spanische Noten IW) Pesetas . . YtcheciiQ-alow, Not. v.lOOOaufw. .. .. . . kleinere . , Üng«f.Netcn(neueE«it.) sti 1000 Kr. » . ». zu 10.000 Kr. . . . » . .. kleinere . , . . . Kurs r. t5,T)««nb* Geld Ware ' Geld \Vare 28 75.- 28375— 28350— SSW— 174.75 175,25 189.75 190.25 699— 701. 759— Tollt.63 lt.95 9.45 - 9.75 4869— 4881— 4669. 4681— 29.20 29.30 29.75 29.85 13385— 13415— 13433— J3465— 14635,— 54635— 14785— 148,5— S2S0 0. -329100- 3281»0. - Z230V0. - uoss— 111,15—11 UV— >114»'.— 3618— 8674— 2546.— -3SS4.- 71-665. - 70Ä5. - 7V67S. - 7t-'62S>— 5344— 5336— 309«— M05— 1947— 19j3— 2137— 2143— 539.5(7 54».« 514.50 346.59 18930. - «970— 19 jCÖ. - 19846— 3.45 3,35 3.55 3.65 13410— 13448—134K— 13449— 70199— 70300— 70600— 70490— 70200— . 7«5j0.t 4840— 4610— .4649— 523— 522— 5;|— 14530— 12.55 503— 14:20— . 8.69 827— . 5fl7- H8>. w.Sö 5285.^. 5315— >35— 29125—, 28335.- -28300— SSW.A 3597.59 3512.5» 3303.50 3577.59 . ,3492.50 «88— SSL- 747— 323761 — at'65— 28-m- 3527.80 3S-7.Lv 751— —— «79,- . 883.- 737— 741.- 13236— 13290— 1328»— 13340— 3.25 3.55 3.A 8.65 3.20 ,3.50 3.35 3,65 381— 3&J— 364.-; 36Ö.- 3-9— 369— 391— S7t.*r ' - —»— —— * *-*•■** 18720— 18899— I880O— 1888 — 1s320— 13380— 13320— 13 JSÜ - «950— II- 10— ire8o— 11040— 193)— 1910, — 1925— 1935— 38.15 28.35 aiio— 213?.- 2115— 28.70 :s,& . Aw ZLZ» 'E ÄS Eine Sßjfttttn der Ssterreichffchen 8«d«We. Der Hanpiverdand der Industrie.Öcsierreichs Hai gemein» . swn mit dem Wiener JWustriellenverband seine Mitglied« gsstevn äibeiddS zu einer Mihwcheirtttcheü GeneriÄversammlung in den Festsgal der JichustviehqriftS /ÄngsPhen» >m nach Hr« t ileditzung einiger Mutarischer FovmELten ebne DiÄussiön utitmmt* v, ExperS na.eto EI-Be-Ko’ LsSeÄmsStt-klilMtWSsi und aimdfcfte 0£W Xastallatio s-Lrtttrol alTftii staatiiiil über die gegenwärtige Äage der Industrie führen. Dr. Ludwig K r a n z der SBiion Steiermark d.3 ^HcmptverüianLes leitete die DeSatte ein. Es wird die Frage gestellt^ sagt« er, o<b die heutige 5krisiS die Samerungskrise sei oder nicht. Diese Frage sei müßig. Gcht die Krisis günstig au8, dann war «8 eben die ScrnierungArise, -eht sie.l«-^ aus, dann war es eben die aus den allgemeinen BechAtrnissest gÄvordene Krise. Uwseve Ausgabe ist es, die 5kvife zur SamemugSkrise ^machew, Durch gewisse Momente wurde die heutige Krise vevschärst, wie die Dövlsenordmmgen in UUgarn und JavgoPlawien, .dcn MaiÄsturg iy Dsutschlaich, ferner gewisse künstliche Eingriffe hierzu» laud«, zum Beispiel die Bankumsatzsteuer, die BÄutabewirtschastwn% die lknrave Erhöhung der Frachten weit Aber Goldpäritat ohne gleichzeitige Einschvänbung der bei den Bahnen gs- Übten BerschtveMingAvirtschaft und di« weitgehenden soziale» Lasten. Um ans diesem trostlosen Züstande einen Ausweg gtt finden, brauchen wir Selbstvertvauen in die Leibensfähi'gAeit der österreichischen.Industrie. Wir haben Hckh, Eisen, Magnesits Energie in unseren Wasserkräften, geinessen nach der Zeit vor dem Umsturz eine. leistungKfähitze Avivitevschast, in der BevöUevung viel Intelligenz »mV künstlerische BogaLung, eine günstige BÄckch-rSanlage und fähige Jdnstvielle und Koüfleüie, Mn sind le/öenSfähig, wenn wir mehr verdienen als wir verzehre«. Mein aber Wnnen wir aus dieser Kvis-e nicht her» auÄommen, wir brauchen Kapitalszuschüsse aus dsni AuslarÄ und gewisse Maßnahmen der Regierung. Nie wird «in CentÄire svenLcs Mpital nach Oesterreich kommen, wenn wir nicht das absch reiben dür-feu,'was «ötwendig ist und wen« wir keine Gewinne äuszählen können. ES ist daher < eine.Reform der Mien- Lesieuerung, die haute 106 Prozent und mehr des Gcwmms ergreift, unerläßlich. .Wir brauchen sine dem - verErüppÄten Rnmpfgebilde ang^paßte Tarifpolitik, insbesondere für MaffentrcmZporte. Gegen den durch den Markst»^ hervorgevusenen övprozentigen Dumping muß unser Markt gsschützt werden. Wir brau chm aber auch eine gesicherte Nech't^ardnimg. Direktor Stre-erutvitz weist darauf hin, daß durch daS mechanische H-nmus-nummeriLr-en unseres -hurch die geänderte» D.'rhältnisse vollkommen unbrauchbar gewordenen alten Zoll». tarifes nn Import und Export unhaltbare Zustände eingetrrten seien. Redner lenkt die A^fm-erksamkeit - der Versammlung aus die Tatsache, daß im Gegensatz zu allen-anderen Waven gerade in den für den Iudex wichiigstrn Artikel«, Brot, Meisch und Kohle, nur unwesentliche Preisermäßigungen eingetreten stiem unid daß Vorsorge gecroffeu werden müsse, daß diese nicht attf kMsMche WMe vom allgemeinen PreisabbcM ' ausgeschlossen werden. v , Dr. Geiringer: Mehr noch Äs in allen cmderen Staaten muß selbstvevständlich i« Oesterreich eine U rüste klung der Industrie erfolgen. Der einzige leitende Gedanke für die Umstellung kann nur der sein, möglichst Finalprodukte zu erzeugen, weil diese PrvdMon eirmn ro-Woffarmen, auf Apkwit awgewiesenAN Lande die meisten Verdienstmoglichkerten bietet. Oberbanmt Sachse % bespricht die trostlos Lage der österreichischen Metallindustrie,' die heut« Zchntsuse-ttde Arbeitslose cmfiveist und verlangt dieumgchende EiüMvung der Goldzol l e für . alle Waren, welche tar~. Inlands in hi-nläDgjlich.-r Qualität und Qivant-ität erzeugt.werde«, und Schutz gegenüber Dumpingeiufchren, welch« die österreichische Mösatzcise, wie zum Beispiel in der Metallindustrie, zur KatastroptzL werden lassen. ' . Eine von Direktor St reeruWitz beantragte und augr» iwm-mene Resolution gibt der UeberKSUgung PuSdmck, dah 'die österreichische Wirtschaft ÄS Endzustand, .die -oeitesigchends Freiheit «der w-irtschaftlichLn Botätigirug und den freien HandeilSverk-ehr cmftrsbLN müsse. Für die lle^rgauszeit werden jedoch, folgrnde Maßrogeiln empfohlen: i. Bes^itgung reiner Finanz-olle, welche'durch die Verteuerung unserer eigeuen' Erzeugung gegenüber der rmsländischen Konkurrenz dcn Absatz der Finalprodukte erschweren. 2. Emricht-ung erhöhte« ZollschuheS, damit sonst lebensfähigen Industrien für dis Dauer der Krise mindestens der JnlandSmarkt' schalten - wich. 3. Energische Gegenwehr in jenen Fällen, in denen' im Gsgenfatz zu den getroffenen Äereinbarungen mit anderen Staaten divektoderatrsUmwegen ei«« unzulässige Absperrun-g für unseren Export herbeigefüihrt 'wird. 4. Einflußnahme in der Richtung, daß wichtige R ohstoff« für-di« J-ndustrie-- nn d K o ns u ma rt ik el, welch« de« Index und die Lebens- Haltung aufs schärffte beeinflussen, nicht auf künstliche, untratwendige Weis« verteuert, ^iehungsweiist von dem allgemeine« Preisabbau ausgeschlossen werden. Präsidrirt Reiner beschwert sich über das Üebermaß an' . Sozialpolitik und bekla-gt rs, daß das Parlament, die Reimmerajionen der Arbeiter'und Beamten für steuerfrei erklärt. Präsident Dr. Kranz bemerkt in seinem Schlußwoot, daS Sanjevungsptogramm stehe und falle, mst.dem Vertrauen der Devölkernng. Er greift wegen des Mieter- und AvbeitSkosenversichevungSgesetzes, die er als bolschewikrsch bezeichnet, die politischen Parteien an und «Evt: Mch die.Regierung ist uit*' ehrlich, wcnin sie an einem Tag erklärt, die Mien der Notenbank seien überzeichnet worden, am nächsten Tag« aber versichert, daß -diejenigen, di« noch weiter Goldschatzanleihe zeichnen^ mit Notenbankaktien betc-ilt werden. ' ' DEngernng der VerAhrungsfristen. Uuf Anregunz des Gremiums der Wstuee.Kanfmaunfchaft. -wurde der Ablauf der dreiiAmgeu Ber'ähr«naSfrist:n, -im Sinne des tz I486 ■% h. G.^ inSbefostdevs für Forderungen autz kLuftnännischeu Lieferung^, bis zuni 81. DezeyrSer ISSS.derlanHert. Frachtödrr GeLührenberechnungsmänael hls zum- B«- «saa« von 281)0 Krönest. Die BmchMüiMSÄoLeu wurde»-