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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-17 · Heft 1384 (17.12.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1384 (17.12.1922)
Date
1922-12-17
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 1884 Wen, Sonntag Sonrfnwn zur DqrskeLurm. ©er Dorvrrbauf ftir dies- Vorn« beginn! morgen. — Lei mann Tlnrmg JH!} n r niebr » und tnprgkn <n ..K «lKnerho f" auf. — Morgen Me te Premiere des Deutsch-Russischen Theaters »Der blaue Doge l-. I 8m Johann S! t a u si - Thealer pe^nq! als n"Wr NovlkSr «kl a 1 s o. die L 8 n i 1t t nH, Operei!e m drei -ikten Zon Leopold Jacobson und Rudolf Oesterreicher, Musik» von 8ean Gilbet, zur UrauMraNg. - Bürgertheaker: DireKlor Fronz bol die breftklige Operelte ..Drei a r m e T « u f e!" von Charles W inberner. Buch von Rudolf Oester, <>et»er und 5e>nr Äe.cherl» zur Aufführung in der laufenden Lpftizeit angenommen. 8m R q t n» u n d « T h e d t e r beginnt der deute flott» siedende vnlkslumlicke Dorlray über Io Hann N s ft r v y »'« Dr. Alfred'Möller unter Ml'irKu»a der Aerren Mi y Tealler und Adolf Froeden piinkU'ld um U Uhr. — Für den 31. d. ist das Latlfpiel »D e r M e i si e r* von Aermann B hr M't teuren Alöpler. Ludwig Stchk, Maria Karsten und Lilly Kawly in Dorderellung. Theater in derIosef stahl: Ido Roland gastiert nur noch drei Abcndr. D»e Künstlerin iviett heule und Mittwoch »Therese Raqüin' und Donnsrslaa «D i e Zarin". — Freijaa bewiml Levnold.ne K o n fl a n i i n ihr Gastspiel in der fra. zbsisctzeir Komödie „D i s S ch u l e der K v k o t t e n". Renaisssneebühne: DonnerStaa Urcnisiüßrlma der dwiakligen yr»!e<ken Komödie »Konsul Max" vrn Rim n FrieLmaon und Fritz Lunzer Mil Keim ich Eisenbau in der R^lle des; ilmdarstellers Max March Koh. In d^r Rolle des Kon» ftrveyfabrMan^n Pollc ck §ugen Sensen. - Im L u s! spieltkeater find-t beule, 8 Uhr nachmittags. das elnma'iaes Gastspiel Rrmhvid Scvünze l-Beria G a st in »Das starke S i ü ck", »M e i n Mann komm!". .Josef u n d I o s e f a" slalt. Abends, 7 1l)r» -mrr letzten Mals »DerblondeEnge l". Klsrzl« Tagsdücher» Band 2. Don-Kerzls euflchen- Megenden Tagedüa ern erscheint am Ly. Dczemd r der zveile Band. Die Fxemplare dürften Anlava Jänner 1923 m Wien estlrefstri. VorauLbesiellung^n zum feicit Pr-is von 80.001 A. jftc das broschierte und 10.0^0 K. für ras gebundene Exemplar nimmt, dir zum 5. Jänner entgegen: Buchhandlung R. Löwi! <Dr. Präger),!. Bez., Rolenlurmstrotz? 22- > o ArichtsfM die KSMMNgOrazeffe der ZMm-Tampf- Die MMsungsKrszeffe der JonM-DsmO schWhrts-GesÄschilst. Die Dorlmr-DastlpfschisfährtsFoftNsch-aft tj-ert meihreren Parteftn in ihrem Häuft a-m Volkstvchrp-latz 6 .die Wohnungen gekündi-gt, da dieses Haus, von jeherein Än-gestel-l-tLichaus der . Gesellschaft' Mw-esen uufe trur vorüh-oogchenfe während der Kr-roMert Privatpa-rteien nnstzc-nmmrven worden seien. Gagen« wärtig -'benötige die Gesellschaft die WohmÄvgvn für qual-iftzi-rrle Amgestellte, die ansivärts spaz-ftven g»chen, während m-an sie in W-ien. dvMgend benötige. Ohne diese Beamten sei der Deirie'ö in Wien, der seit dom Umsturz m Wüvrt stärker sei als auf der Strecke, -in FraiZe gchtelli. Die Vertreter der -gekündigt'en Privatpartsien, Dr. Otto Ki-lcher amfe Dr. Paul Leinffanf, jw» ftvAen diesen Eigen'b-edarf der Gesellschaft, da dieselbe drei Bauplätze besitze, aus denen sie AdMtorchäuftr h-mre« könne. Außerdem seien -im Wen Halbft.hr durch das WohmmTsamt Leopoldtftadt 12 BeÄirrton -der Gesellschaft lä Wohnungen. .£«$«-• Lviesen worden. Das DeMs^wicht' Leopoldstadch wvLchrs sich mfoT^pc Urteilsvcvschiebung zweimal m>k dieser Angelegenheit §u befassen hatte,'Hat beide Male die Kundigun-gen als rechtsunwirksam auWipb-ev, weil die Gcftllschasi groß -genug sei, -um A-ngestelltenhänftr zu bauen, wenn dies auch gegenwärtig -mit eramimt Krftn ver-buudcn fti; weil ferner, wie aus den 12 W-ohlMMgssuweiiMiMn.durch das W-chmnegSamt hervor« gehe, die Möglichtoit 'bestehe, den Beamten der Gesellschaft in Wien W>ohmin§cn zu beschaffen.. Der von -der Gesellschaft ange« dodene SachverstÄidiMNlbeweiS' fti aHzulohnen, ,)da sich die Grenze zwischen Notwendigkert und divek-torialer SÄbschcrrlich« keil einfach nicht bestiinmön lätzt".- Ueber dir -abemi-alige De» rußuidg der Gesellschaft fand gestern vor dem ZÄill-avdesgerichle unter Vorsitz des VrHepräs'identen Dr. I'an t ner die Vecha-nd« ' lüng statt. Der VerufungSseMt wies die Berufung ob und bcstätigte das erftrichtevlichc llrteil mit -der B-eifüg'ing, daß eine Nrvifwn an den Obersten Gerichtshof für unzulässig erklärt wi rd. Sme JotzpskrMeNz. Aus Kaschau meldet die Ostrcvuer „Morgenze-itung": Die Gerichte werden sich in' nächster Zeit wieder mit einer Reihe von Fällen -menschlicher Bestialität zu befassen haben, deren der Direktor der Pyrrtgruben Äkt.-Ges. in Szomolnok, Julius W i-t t, angeklag-t sein wird. Julius WM ist reicher, on-ges-cheuer Mann, der im ösf-cntlichen Leben eine große Rolle hielte. Er f-Ährte aber ein Dop-pelk»ben. Dieses zweite Leben, das er rm BerborMne-n führte, wäre fast unglaublich, wenn «icht schriftl-iche Beweise vorhanden wären. Witt hat es sich Kltr Aufgabe gemacht, ftimge Mädchen körperlich und feelUsch zu vsrnichbe-n. Er avbbitvte mst drei Kupplerinnen. Witt -bezeichnet« öhnÄn. dieses oder ftneS Mädchen, das er begehrte, und' die WÄber machten sich an das Opfer heran und brachten es nnilor dem Vorwände eines harmlosen VerMngens in. die Wohnung deS Wicht, wo diaftr dann mit den Opfern in bestialischer Weift verfuhr. Witt lud auch manchmal Bekannte ein. Dann wurden in Gesellschaft von mchreren betörten Opsemr schamlose Orgien ge-ftiert. Dieses verborgene Loben des Direktors Mit wurde schon vvr'einiger Zelt aufgedeckt, doch onut-e^ man bisher nichts Bestimmtes ' ermitteln. Die Zahl seiner Opfer wurde immer größer. Man spricht von etwa' 100 Mädchen. Mt seinem Falle wird sich vorderhand die Staatsanwaltschaft'in Koschan befaffm. ___ - - — ' Mnaeot-Pafilllen skvd Lmnlbchtlich Bei Rochmerkranlungerr und Hal-enttzLttdn«.-rn Wiener Morgenzeituns. 17. Dezember 1922 Seite 11 Gestempelte Krone ---- -.Mk keMmes. Auszchlmg Wien —.0875 LeMmes. Sn Zürich notierte die Lsterreichischs Kronr ... 0.007S ( 0.0075 am 15. Dez.) die ösierr. geßempelke Krone. 0.0076 s 0.0076 am 15. Dez.) die lschechische Krone .... l6.Lv <16.15 am 15 Dez.) dft Math......... 0.08'/« ( 0.07*/« am 15 Dez.) Sloram . ... 1.40 - ( 1.50 am 15 Dez.) B .ßorssi .. 3 07 (?.19 am lS. Dez.) Sofia .......... 402 ( 395 am 15. Dez.) Budapest ......... ' 0.22'/« ( 0.22»/« am 18 Dez.) Warschau......... 0.03s/« t 0.03'/« am 15. De,.) Der MandA vM WMersdokf. Der roste Sanlemngsskanbal ist da! Wollersdorf sbcht vor der StUftgung. Preiskurantr zirkulieren stn Dsutschlowd, in denen Materialien, die aus Wollersdorf stammen, urkd sogar Maschinen zu Schl-rwderpreisen angebot-e» werden. Es find Sevoit-s zahlloft Werte d-ergsiidet lvovdsn, aber noch immer sind- Schätze in Wvllvrsdor-f vorhanden, die, wenn man sie an den Wann bri-n-. gen könnte, Hunderte von MWardEn dem Bevöußsvör efnt-rngM würden. Das Gut gchört zwar dem Staat, -aber er allein Hat nicht Vivl dveinzur-ädAr, seit,dem »der Regierung Saipel'das e-rste große Sani-evnngswerk Holungön ist, die Ueberführnng von W-öllersdoof in den Heorschastsbeveich der deutschen A. E. G. E-rinMrt mau sich noch, wie.uns diese erfde große Tat der ' jetzigen Negiermvg in allen Tönen der Verzückung gepvftsen wurde? Die große deutsche A. E. G.l Ihr weltbevühEr Industriekonzeru, ihre gewaltige VürbcmfsovAan i.sation — sie 'werden Willersdorf zur Seite st-chen und es aus einom passiven Betrie-b? zu einer blührudan Stätte der Arbeit und des Er-' träges' machen. Die A. E. G. versprach dem armen österreichischen Bruder goldene Berge; sie legte eut Produktionsprogramm vor, - das ihr zum Siege über die» Ko-nkuvranZ der österreichi-sche-n Interessenten verhelf. Diese besch^-iderven Konkurrenten waren nicht so'großsprecherisch, dafür aber brachten sie den sittlichen Ernst nü-t, der die nuerlaßlichr Voraussetzung' einer gedvMchen Fortführung »der Wöllersdorftr Betriebe -lvar. Dem Staate kostete Wöllersdorf 16 Milliarden jährlich — die Regftrimg fth nur die Ziffer, nuh fasziniert darüber,daß, wenn Wollersdorf in den Besitz -der A. E. G, übergegangeu sein würde, diese Ppst verschwinden wird, setzte sie sich dafür ein, daß des österreichische Projektim Äatiomrlrat zu Falle gebracht war-de. - Man stelle -sich nur die Nnsehouevlichkeit vor, daß in einem Sanfoe, in dein die RegiewMg jade Woche zahllose- Milliardeukbutzend'L von Banknoten drucken läßt, diese selbe Rdgievurvg -den Dtttt au-fbrin'g-en konnte, oin , österreichisches Projekt ans EvhÄtrmg von Wöllvrsdorf. in österreichischem Besitzirk; deBHÄL - M)VW>er.ftn, -weHl die ^osftrveichiMn ^Pvo-. - ponenien eine.KveidÄMräMe -wMa 6,5 Milliarden Kronen verlangt'on, die zusanimron mit der^vim ihnen gostellterft Vaftri-- fievunM-klMi.ftl einen Wert von 20 Milliarden repräsmift-rte. Aber die Rogierrm-g hatte'ELe, zu zoigc«, wie -man -einen lästigen Besitz los wird, wollte zeigen, -wie-man das Budget von Kostg-ärdgern der Genreinwirtschaft befreit. Zwar hatte das österreichische JmdustrÄkonsort-ürm für -die RückArHlung der allfällig -in Anspruch geuomm-eiv-en Kredite die entsprechenden Garantien geboten, §wrr sprach die berühmte Förderung- -der „bodenständi'gM^ Wrrtischüft für dft-'-Amvahme des Ssterrvichfschm Projektes, für die A. E. G. nur -ihr Name und ihre großen BersstveLM-ngon» aber innnerh'.-n, wenn man sche« auf diese Verspoechll'NM herv-iuMfallon D, so sollte m-M mc-Äien, baß die Regieruu-g drirau-s lachten wird, -daß dcr mit dor deutschen A. E. G. geschlossene V-ortra,g eingchalten werbe. Man sollte meinen, '.daß cs auAgelschloss-cm fti, daß deutsche Agm!en wertvolles Gut -aus Wöllersdorf verschleppen, nur damit' die A. E. G. zu"Geld komme -und-ihr über die gegenwärt-igM Schwi-erigkeiten bei A-nstreibung der Mittell für die LohNMiszahlunyen hinweggcholfen we-r-de. Die A. E. G. hatte ein rrmfassendes P-roduktiv'nLpwgraimm vor,gelegt, das .euvM 'integvftvenden BestondteÄ des Vertrages bildete, und in dem sie sich verpftichlete, den Arbciterstcnd nicht mir nicht zu verringern, sondern, sogar auf 10.000 zu.'bringen. Sie hatte sich ferner verpflichtet, eine Weggouft.'br'ik einzurich-ten und wollte die MunitionserMgung im großen Stt-le in Wollersdorf betreiben. Es stand von vornherein ftst, daß die En-tente einem deutschen Kon-ern die Mmrittonser^eugimZ in Wollersdorf nicht gestatten werde, wOgegm.das österreichische Konsortium die größten Ehaneen l^tte, eine solche Bewilligung von der Entente §ii orftn-oon. Trotz dieser B-rdenlen hatt-e die Negierung Seipel dem ProM der A. E. G. den Vorrang gegeben. Wenn heut«! die Ä. E. G. sich.darauf ansvedet, daß die ■ Crtt-ente ihr . die^ Mnn-itw-nserMMng nicht gestatt«, so dann das doch nur als eine Ansrode öngeschen werden. Laßtman, diese Äusmde gelten, so bleib! noch immer die Fra-M' zurecht besteljen, wo die MaggonftbrÄ P, die sie oinzupchteir versprochen chatte. Sie will sich aber nicht damit begnügen, W-öllersdorfer Vorräte zu vor- ' schleudern, sondern möchte die Maschinen ans -Mbrnch ver« kauftn. Daß diofts hcrostratische Dvrgechen bisher verhindert wurde, hat' man' aber beileibe nicht dem im B.evw-Lltuug§rat der Woll-rsLorftr. Werke fitzenden R-oKie-runiaspevtrErn zu verdanken, sondern nur den?lng-cstellt-cn und Beamten von Wob lerSborf. Die sii-egierungsVertoeier chadon skber nichts, anderes zu tun gehabt, als der A. E. G. die Mauer Zu machen-und deren' Scheitern in WösierZdorf mü, der allgemeine« M-rrtschaftKl-aM zu entschuldigen. Welche Gvsah-ren die in' Wöll-mKdorf von der ' kSSLLK'-KvMMkLSrVKLZELLkZkr llAÄ Wie», I.; H!6haitsiaufenges86 -1 f im ■"■■' ' ————mmmmmmmmmmam—mnmm » fimn mT*T~g A. E. G. betricbene Wirtschaftsführung ÄMu-i-etz erhellt das aus, daß nach dem Vertrag bei einer LigM'chctt'i-on .van. Wollersdvrf zwei Drittel des verkauften Maloria'ls der Gesellscha-ft uuü nur ein Drittel dem 'Staate gehört. Die M-er-te, die tvotz der bisherigen Wirtschaft noch immer in, Wöltt-rsdorf vorhanden sind, belaufen sich auf Hunderte von Milliarden.^ Solche Geschenke vermag-^also einer privaten Gcftllschaft ein Starat zu machen,'der di» größte Mühe'hat, um bei ftruer Bevölbwung eine Anleihe im'Werbe von nur-6 Millionen Dollar aufzunehmen und daher gezwungen -ist, dftft Anleihe mit all-erfti künstlichen Reixmittelu auszustatttn. Fin-anzmin'Per Dr. Kienböck erklärte ans eine Anfrage über die von der A. E. G. systematisch 'betriebene Produkiions- -Verwüstung, daß die Regierung bei der Behandstm-g der Wöl-' lerSdorfer Frage nicht nur das,finanzielle' Interesse, sondern' -auch die. Interessen der Vo-lkswirt-schaft und der A-LbÄterschaft zu wahren stets bestrebt sein, werde. Cs ist recht son^rbar, daß der Nationalmt sich mit eirwr mcht-ssagiSulden Erklärung begnügte. Die Interessen der Arbeiterschaft, h-ttb-en die N-egierungZ» „Vertreter -bisher ftdenMs nicht gewahrt, denn es. sind be-vn'ts 700 Arbeiter in Möllersdorf 'enttassen wovden. Das -war aber eiwe seltsame Ileberfühnung aemeirttvirtschafttcher Betriebe irr die Privatwirlschaft der deutschen A. E. G., wenn das 'NÄsiuü-atkein anderes ist, als eine Zuruckfühmng von Avb'eiÄ-rn in dft stscttliche AÄbeitsloftn-fürsovge. - Ans diese erste Pame>oit.ttg8icÄ kann das ' Srn'ftWMg^.-« kabinstl kaum stolz sein, aber man wird .seinen Finanz--, minister, davan -erinnern müssen, daß -die von, chm angeführtein. Gösichtspun-kte nur dann gewahrt sein, werden, wenn dft Re-- Gftrung sich die Wahrung des nkiS der A. E. G. geschlosftm» Vertrages emgebiMN fein lassen wird. Dieser Vertrag kann aber mir mit Hilfe der Gericht« gewahrt werden, -wenn di«! Wöllersdorfer Fva.ee nicht zu « Sanievungsfkandal ausarfe'n soll, der übrigen ScMrrruivgspl-ardvn feer. RechrsvttW. noch, fahr-abträg-lch werden könnte. zm Um jenen P rsonen, welche nach dem 15. d. achft proze'ntige österreichische' Goldanleihe z.tchnen,- auch dft damit verbundenen Vorteile hinsichtlich eines bevorzugten Erwerbes von Nationalbank-Akt-ien znkommen §u lassen, hat das Bnnd.'sminisferium für Finanzen das Po-stsparkassemmrt ange- , wiesen, solchen Zeichnern auch nach diesem Termin National- , Sank-Aktien zu den OripirMefeingnngen - M veMuftru Die .t Einzahlung kann wie bisher .in der Är.is« erfolgen, - öaß drei. Fünftel ds gezeichneten Betrages in GMchattsche'men, dft'.' restlichen zwei Fünftel in fremder Vailnta einzuzaUen sind. Dft für die EinZahlung in einer der MFe-laffmen fremden Wähvun«'- - gen geltenden Verv.chMln-gskurse bleiben, ausgenommen beitschechischen Kronen, vis ans weiteres in,Fettung. Diese Kurft -' sirck: 1 Pftrrid gleich 4,45 Dollar, 100 Dollar gleich 252,75 holl. Gulden, gleich 5Z6I5 Schw-eiftr Franken, gleich, 490,75 feänksckft. Kronen, gkla) 541 noEg'fü-e Kronen, gleich 371,50 schw'efeische . Kronen,-gleich 1420 französische Franken, gleich1535 belgische Franken, Mich 2080 Lire. Dagegen wurde der VerrechrinMirs ' für tschechische Kronen abgeän^ert unfe m solcher von 100 Dol- .. lar gleich 3350 tschechisch« Kronen festgesetzt. Beteiligung d:s Hauses I. P. Morgan u. Co., New» Zork an der Bodrn-Credit-Anstalt. An dem durch die Firma I. Henro Schröder u. Co., London, für die Erwerbung von Aktien der Boden-Cre-dit-Slnstalt gebildeten Konsortium hat sich das Har-Z I. P. Morgan u. Co., NswDork, durch Ueber-.. nähme des h a l b e n A k t r e n p o st e n § beteiligt. —^ Gleichzeitig har eine holländische Gruppe, bestehend crus der Amsterdamschen Bank und dem Hause Lippmann, Rofew t y" * u. (T o., Amsterdam, einen größeren ' Kosten von Ak» tten d.r Bofeen-Cre-dit-Anst-alt erworben. ' or Oesterreichische Natlonalbarck. Der HaupivevbaiÄ» der Iw Vustrie Lesterv.ücks ersucht Lüeftndgen Zeickmer Von Wtien dev OLsterreichischen NativMÜbank,, welche verilftnfeerr sinid, an der voraussichtlich am 23. d.'stattfindenden k o u st t tu i e r e n d e n Generalversammlung teÄWrrhnren, die ollmachten samt.Zeichnnngserklärung und Besttttigting über dft erfolgte Einz-ahlUiNg bis spätestens 21. d. osm Bureau fees Häuptvevbandes der Irrdustrie, W-ftn. . 3. Bez., Schwarzenbeng«, " p'laü 4, zu konimen zu lassen. Zeichnun-oserklärrmg und Ein-i KahlrmgSbeftät-Wvng werhsn fo-jort nach der köMtrrftrÄcheni Generalversammlü-n'g rückg-vmit-t-elt. ' . Die Vertretung der Kmrfrrisnnschaft ln der Nationalban?. Der Ha-nplLi.rband der österreichischen Kaslsmannschast hat im Einvern-chmen mit feen gewerblichen Körperschaften für die feem Handel mvd dem Gewerbe eingcräumt-e Virilstimmefür den G.neralrat -der No'tentbank den Präsidenten -des Hauptverba-nfees und des Gremiums feer Mien-er Kaufmannschaft,' Herrn Corncl Spitzer, -in Vorschlag gebracht. .Ein Vertreter -des Güwevbestanfe.s toirfein freier Wahl nach dem Vorschläge -der gewerblichen HauptkörpepchÄften gewählt werden. Als Ersatzmann dieser Gruppen wurde feer Präsident -der Kammer für Handel, Gewerbe nrid Indnstrie in Imrslrmck, Herr Willibald Redet,' 'in Vorschlag gebracht. Von den Devisenmärkten. Während die österreichischen Zahlungsmittel in Zürich auf ihrem tiefen stabilen Niveau verharren,. hatte gestern die Reichsmark e'm-e 'kräftige Steigerung von 0,0712 auf 0,0825 zu verzeichnen. Der französische Franken stivg von 88,30 auf 39,63, die Lire von 35,30 auf 36,40. Dagegen ist die tschechische Krone zum erste» Maie nach langer Zeit unter 10 gesunden. In Berlin waren die fremden' Zahlmigsmittel weiter vückgän-gig, wobei sich der Dollar um. mchr als 1600 Mark auf 6834)12 verbilligte und Zahlung Wien von 10,59 auf 9,17 gesunken ist., Haripiverband der Iudnstrie Oesterreichs. Montag den 18, d. ttubet um halb 4 Uhr nachmittags int großen Sitzungssaal des Ittdustrfthaufts, 8. Bez., Schwarzendergpl-atz 4,-ome - außerordenttrche V'ollversamnr-lung des Hauptverbandes der Industrie Oesterreichs statt. Auf der Tagesordiumg steht ein . Vortrag des Ostnannes der Sektion Steiermark des Haupt- Verbandes, Dr. Ludwig Kranz, über feie angewbuckliche Lage der Industrie, woran sich eine DiLkussion über aktuelle. mdustrielle Fragen anschlietzen dürfte. . Absatzmöglichkeiten in Spanftm In der Cxportabteikung der Handelskammer (Zimmer Nr. 205) iit unter LM 54.029

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