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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-17 · Heft 1384 (17.12.1922) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1384 (17.12.1922)
Date
1922-12-17
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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ta:1384 Dien, Sonntag Wiener MorsenzeUnng. Leopuld Sfau 0e .Wien. M. A«PBin3riiOic6i>B’*» Tttl. 4JjM Baöe^mmer Export nach allen Staaten I ssto PELZ Mäntel Ffißiise Jacken VerbrärmingsfeSlö sowie alle Arten Pelzwaren USF zu tief nseßurssn-tzn Pressen Feilshaus &ehv. BRAINW W|em, lk.Glöckeng»&• Werkstätten: tLRueppg.37 Paraulfol end Auksckiiszühiipg. S.eparatr Einladungen werden nickt versendet. — Die Frauen'gruppe der zionistischen B e z l r K s f» tz! i o n I X teilt mit. daß die uneit'ei licken Kurse für Mdv'' en für Landarbeiten, tzebrä.scke und englische Sprache deaoimen tziben. Anmeidunoen un crkalr der-Ssklicn. S. Br,.. ßtechfc^ft fnftraft« 11/13, schriftlich. vd:r persönlich Mittwoch Mischen S und 6 Ityr — Ztonisiifch » Sektion XVI/XVII. . Keute C&ro?« Makkabiierfeier in G chrvand ers Sä>rn.' Propramm: Feflre.de Temeindeiat Drkior Plachkes. FrSu'e'n -Vörie Schwarz (Voiksoper); Kern Frischter iVvtksrp.r); Vderkantvr Rudolf Kogon: Frau Maria Durstyn; Mrisierilege der jüdischen Tarnvr<ems. Beginn 7 Uw. — Jüdische Kinderfreund e. Mittwoch den 20. d. im 8. Bez.. Große Za ahr'sstraße 30 iFideles Kaus), und vm Dormrslac, den 21. d im Saale der J5?Tmftälle, 16. Bez.. Wurlitzergasse 11, z^ei protze Kiuder-Lban ukkahieste. unter Mit» wirdnna d r Keimstätlen und Kindergoylrn?ög!ii ge. G'etÄzei'ig Ausstellung der von Zöglingen fertiggcfteU!«n LandferiigKeilen «nd Handarbeiten. Urania. Jßpufe, Kall» 3 Uhr (Großer Saat): Nestroh. Latb 3 Utr (Kleiner Saal:' Lutes Bernes Fahrten ms WsiioL Lall» L Uhr (Kleiner Saa>): Operrtzonrerle. Vitt. Mrdis Maskenball. 5 Uhr Großer Saal): Ln einsame KSden.Lalb 6 Uhr (Kurssaal: Dr. Johann Hinoys: Eine Reise durch den Wetlenraum.!I. 5 Uhr (Klubsaa!): Operosän^rin Anny 6 $ t i ij i: L'eder-Abeiid. Kalb 8 Ähr (Grotzer Saa): Der Wiener Walzer. Kalb 8 Uhr (Kurssoal): Konzzrlfängerin Disel'a Deutsch. Klavier Pros. Karl L o f i t e: Do ks- Uedröbend. Kald 8 Ubr (Kursiaal): Prio.-Doz. Dr. Alfrd Tillr Aus den jüngsten Tagen der Erdgeschichte, N!. Halb 8 Hör (Klnbsaal^: Zw-i Di6 ter svs Niedersachsen. Bäte Eiemers. — Morgsp, halb 8 Uhr (Großer Saal): Eine MSräenvorlesung für jung und a>t. n Uhr (Großer Saal): Se he (Dil-sr aus Japan. falb 6 Uhr (Kleiner Saal): Prof- Doktor Oswald Rof s t: Kaupisün-rn. der E«ziehuna, V(. Kalb 8 Uhr (Kurssaal): Kvch^chuiprof. Lr. Ollo Porsch: Tos Beflöubunnsleben der Blumen. VIU. Kalb 6 Uhr: (Klub'aal Leinz Quint: Akkorö-Dnakyir von Meifir werken der Tondunsl aus aller «rd ne«er Zrsi, H. Kolb 8 Uhr (Kleiner Saal): Mersker der ve, eziani chen Mäkerel, tt. Abt. I. Reg -Rat Arpad Weixigörtner:' Gwrgwne und Sebastians b.i Pwmbo. Lalb 8 Uhr (Kurt-saal) - Tr. Custvv K r a r r s ch e ck: D«-r vorpeichiiltiche Mensch Europas, til. Kalb 8 Uhr (Klubsaal): Dr. Kons Kapper: Der Konflikt der modernen Ku>t"r. II. — Urania-Bücher st uds von 8 bis 1 Uhc und von 2 dir 6 Uhr geöffnet. . Ernährung. Sie JeSeWMtrlmMte. D'e Markthallen und scnstigen LrtzenkM'li>lvkrtzausst stellen waren grstein sehr stark besuch», koch rvd* dos Getriebe keineswegs lebhaft. Die Lebensmitlelvrrsorguna ist auf ollen Geb'eten felir gur und dos Angebot sornoht hinsichtlich ter Quantität als auch der Quol'iSt überaus rnckhottio. Vergleich zum vorigen Jahr haben sich oder d'e Verhältnisse in verschiedener Beziehung geändert. Die drängende Nachfrage, de in der von Woche zu Woche zunehmenden Verteuerung 'beendet war, besteh, cheuer N'chi, die Lberro^gends Zapt der Konsumenten verheilt sich im Gerente-l reserviert und sch eil den Einkauf des unumoäng'ich notwendigen.Lebensmilttldedarfes wöali 'fl lange hinaus,' zumal auch die Geldmit el viel kn-pper girrorben sind pni> ein nalür» tictes Kmdernss zur BefriediMg der «onfumeniendedür niffe bilden , . . Di» Grotzmarklhällr hakte sestern sehr starken Besuch. Dir MeWzufuhren waren außerordentlich grctz und ilverstiegen 850.0C0 Kilo ramm Fleisch oller Sorten. Im Ve,g><rch zur Vor» rvrche ergab sich eine Der.'« tmmft >ür SliröfMid) um durchschniit. Sieb 2000 K. lüf Kalbski-ch um 2000 d § 30Y0 K. siir Speck um b>s <.000 K. pro Kilogramm. Bist ger wurden Schwein^» fleisch um SO<0 bi5 2000 K. Und Schmalz um 700 K. Lm Älemliai'de» nölierien: Vorder.» Rindsleilch 9 00 dir 18.000 Ä.. kmlprcs i5C0,j b s 21.000 fi., vor eres Kaidfi-rfch;S.«00 b>s 20<> 0 K-. hwßeres )L.l.vu bis S6.vl0 K.. Echweme« st rsch £4000 d'S 35X00 K.', EchafftetsÄ 10.(0 r bis 20.001 Rouchfler ch 28 COO bis 36X00 K.. Pferdefleisch 6000 b s ) S 0 0 K-, glegenfle'sch 8»O" dis II 00 K., 6: mol,) 24.000 bis 25.600 K.. P«L 30.'00 bis 34X00 tzilj »4.000 bis 40.000 K. pro Krlvtramm. Le'chasle Nackfraae bestand für Wild, beso-ders für .^a^n um 40X00 bis 70.000 K. Und AcifenjungeS um 18.000 b s ^..«(,0 Ä. pro Stück. GeM^el wurde im eeieliten Zustand stärker begehrt. Gänte, de onders ^elioär fe, wann lebhafter geiragi. Man frrderte für Ganse 1800) b>s übXv.i K.. Enter, 20.0 0 t>ts So.000 eH Kühner 18(00 b>s 28.000 K. und Poulards 8O.000 dis 3?>.00o K. pro Krtogr^mm. Das Gesliigetanaevot war überall sehr grok. Ans dem Fi»chmorkl. begegne!rn lebend« Karp'en zu §8X00 K. das Kilogramm »ebhalerem Lnteresse. Seefiche, die 80W) dl§ 10.000 K. notier!rn, fanden Lie immer Hülfen Absatz: Der Aaschrparkt war gleichfalls sehr gut beschick!. Es waren Wer 13 000 Kiloqn mm inl ndisä e idärtnerwoie«'. dann aus Älol'en sehr v'e« Karfiol und aus Kostonb viel Weiß- und Rolkraut angekrmmrn. Die Preise dl eben trotz der g>len Zufuhren unve'änchr». öer Absatz vollzog sich sehr tcohalt. Gleich qünstg waren die ObslzuiUtiren. Al^ Neu eü mären runiänriche Nüsse um 1200«) K auf. dem Markt. Aepse», Orangen nnd Zrsronen wur- Len stn,k gekau t. U verminderte Nachfrape bestand für Buster. deren Preis stch znschen 450 0 m,j> ooxco Ä. bewegte .owre süe Lvpsen um 18 0 0 und 2n.c00 xt. pro Kilogramm. Besser war auch die Nachfrage nach Girrn. Kalkeier warerr mit 1600 K., fusche Eie» mit 1L0o bis S4c.0 pro Stück angeschuevcn. .... MttteilunSen der Haionh-SchMMon. SefpieN im LonLsnev. Lnrnier» «ugvsi 1922. Mitz: Mar ec z y. ’ Sckwarz: B 0 g v l j u b 0 w. i. c8-e4 »7—e5 17. Ddl-rd3 Tf8-g8 2. S gl-13 818—c8 18. SM-15')^ L<6Xfö S. Sbl-c3 Sg8« 16 19. r4Xf& 87-6! 4. L fl - b&' L f8 - b4 20. l5Xg6 T$8Xg6 5. 0-0 0-0 21. ß fS - h4 Tgß-gö- 6. d2-d3 67-dS 22. f2-f4' Tg6-b5 7. S c3—c2 i) Lb4-r5 23. 8L4-tS Ta8-g8 8. c9 «3 L c5-bG 84 d-iXeo d6Xe5 9. B 62—g3 K g3—h8 - 25. fix* & Tb&XhSt 10. Lid- * 8 Sf6-g4s) 26. so—»6 Sh6-g4t 1i. I/eSXbß 67XK6 27. D <13-67 •) D e7—c& f 12. d3-d4 17-16 28. V d7—d4 0eS-b5 13. h8-bS B g4—bfl 29 K gl—ll * Th3-g3 14. Lb&Xc6 b7-Xc6 SO. Tel-eS») Tg3Xf3f 15. Tfl-el L.c8—&6 31. K fl—el ’) S g4—06! I 16. a2—a3 D d8-e7 und gewinnt. Stellung nach*dem 29 Zuge von SltwarZ. mm vMri'A f/Mtä ab < d e f g *) Maroczys Oieblkigszug in dieser Variante. Der Üblichere Zug 7. k cl—g& scheinl aber doch stärker. Schwarz spielt die Erössnu g sehr gut; es will bas Zentrum Lurch!S Pützen Und die veffnung der arLinie herberführen. ») Em' schwacher Zug, durch den Schwarz zur Oessüung der 8-Linie gelangt. «) Auf vtü folgt rvoh! am besten Dg? mit allmlei Drohungen. Der König ergreift die Flucht» kvmml aber nicht weit; g2Xb3 verl eil fvfort durch S 6 f. «) Um g2 zu decken; eetjUIi aber dem König das einzige Fluchlfeld. i * Auf e2Xk3 folat Odll-weLsl Se3-fmit Darnengewinn. «) 1?o2X8eL wird'am einfachsten durch »SX h beaNtwoitet. Eine vrr, Dogoisuboiv in piacktvollem Etile geführtr Partie (Anmerkungen von Ker ann Weitz.Z der Schachsettisn Hakoah. Sn der Samßlag den 9. d. statt 'ehabten Dollvers'Mmlung bildetdi« Demifstön der Tckliovstetlers ckng. Robert Wahle den Kavptpunkddcr Tagesordnung. Der Dem'sswn des Sekt'Ds° leite s solgie im Verloufe der Debatte, lene des Gesamt aus» schustes. Die Vollversammlung e'nigte sich schiietzlich auf e n Livnistiscbe Versrkssektton st.eopolä8ls6r - VvnnerktaZ(,.äen 21, ä fiil. um 8 Uhr abends ira GafÄ Reichs hoff (U., Präterstrasse 60) Makkabäer-Feier Programm: Eröffnungsrede: Dr. Otto Abeies —. Anzönden d. Chanukkahlicbter: Mito Glas, Konzertsänger, aus Eraz Israel — Festrede:*Professor Freud — Klavier- ▼ortTäge: Nelly Friedländer — Humoristische Rezitation: Schriftsteller Jos^f Grob — Jüdische Rieder: Miro Glas — Klavierbegleitung: Frl. Rotlenberg. Regieftarten am Schalter der „Wiener Morgenzeitu"g*‘, II., Taboratrasse 1, Brüder Sebiffmann, II., Taborstrasse 60 und A Bbrenstein. II , Hoilandstrasse 10 9321 iiiiiiiiaaiiiwixmariinmriMiTWTiii’TiiihMsrwnarBntnnMWBnwrwwni nnonTUC ll U > .Oorotbeergasse 17 UÜnUlnCUIHSpiegelgasse Nr. 16 Verateiger ungs-EintSilUnfJ für 14 Tage Ronlnn der Versteigerungen,- wo nichts O Ulan WWgilSfa anderes vermerW, nächmlttagisujti l#Sla im Ludwlg«(orff.Saal (ig ich. von '/.) Uhr nachm, bis* s7 Uhr abends, Mo IS.—Mi 2o.XU. Wo huscht*. Juwelen* und Silber-Auktion, Bril- ' larten. und Jaween'chmuck.Alt* Wiener Silber, Gebrimchsgeg. nsländeaus Silber* und Chnasiber im Kart-Saal Schauste lung noch heute, Sonntag, von 10—1 Uhr. Täglich Pretieren; i>»?l. XII, Verfallene Fretiosenpfandpostrn der Pfand eihanstaiten. I. Wipn» Ijngerstrasse 24/.6; 1. Wollicile 27; III. H ntzersirasse 2; XU. Mandlgasse 3 im Franz*Saal. TI*ilch Stbraueln gegenat&nte Im kössler- und Kolowrat-^a'al; ferner von V-3 - 7:7 Uhr im Ludwigstorff-Saal und sperell Mo 18 ^11. KindeiSpielzeug; jeden Ml photogr, Apparate, Feng ärer, Sohra bmatgoinett; Po 21. XII. tfluslktiutrumonte, Musi* ka ien; Fr 22, XU. Jagdwa'fen Sporuusrlistuno, Fsltrrfidar, Folzo. - Mo ia. bis Ml -.0 XII. G«* braue SKCgensfände im Franz- Saal. jaden ao o. D«*/ lm Frnrz-Jqraf Sani: So imo HCbel und Tepp ehe, Oemäide, KunstgCwerbo; jeden Mo, Mi u. Fr lm Hoch.Saal, jeden Di. Do u. Sa im Dechau.- Saal,7.n(iquiiäteii Bilder, Kunst* gewerbe u. Teppiche, jeden Di' u. Fr im Gtasbof, Hausge Ste, MObel. Kassen, Oefen, LUbtrr, Di. 19; XU. -15 verschieden startet Drehatrbiftmotoren. 'Mo 10. bis Do 21. XII. Seh"nes Mobiliar, K'jviere, Peroe?* T«pp:chc, Oemälde, Kunstge* werbe, iepo. ika, Ziergegen* ■ stände, Versteigerungs-Saal, V. SiroHbachgasse s. . Mi 20 Ws Sa 23., Fr 29., 3a 31, XII, SQoner lm Ftninger-Saal; I Mo 15.,. Di IS.. Do 21. n, 2S., Sa 23 u. 30 XU. Brlefmsrkdii, ‘ VI., Mariahilferstrasse 73. . Zweiganstalt BADEN, Karlspl. C- Moi iS,. Do 21 u.;S. XU. Möbel, . OemSide, Tepp ehr, KlCidtr, Wäsch«, Kunst« eweibüi' ferner I >119 , Ml o. All. Auktion bei »>aine>, Baden, Rainer-King 3*. l.'ie tSgllehe Seh aestel lung ab I Uhr'währt in der Regel! mehrere vorhergehende Nachmittage bis t *'> Uhr, m'»deSteas, jedoch am auktloneiage b1« zur Auktion.. Näheres enthalten de «^Mitteilungen'' und „Nachrichtenblätter“ dis Dorotheum«. »««WM«, 'istsss^su&ssssis^ 17. Dezember 1922 , CeH« * ---—.....—... ..", 1 Provi'orium, beit hend aus den Arrren Budr Äampl (SeKttvnz» leller). Lgel, L-wit. Snchs und Scklesinaer. welches die S-Kttonq« letlimg bi^ zu der im Männer 1923 slntlfmdenden nrdenlllchen Bover^amm'ung zu übernehmen hat. $5crr Si’fl. Wahle twirb« in Anerkennung, seiner um dir Sektion erworbenen» außervrdeni'i.h n Verdienite e>i's'!minlg zum Ghrensekiions!eit'r. er« nani t. Es ist dies der zWeile Fall Ser Ernennung eines solche» im Sportklub Äakoah. - Aoiizau: Miltwrch den 20, d.. 6 Uhr abends, beamnest die Klubiurniere der Fakoah. Gespielt werden em Souvsiurnlet (Leilnetimer.rah! 20) und ein Nkdenl» rnier. Nennnn Schluß und Auslo ung Mittwoch 6 Uhr abends. Spiellaa«: Montaa, Mittwoch, Freilag. Bei vorher'ner Anmeldung stehk-es jedem Spieler trei. sich von rer Spietpflichi an einem diel-r Ta.^e entheb u zu lassen.. Senauerss tii aus de» im Al 'blokal a istiegenden Satzungen zu entnehmen. Die Turniere sind r ich mit Pveiserr dotiert und es ist mit zahlreicher Deteiligunz zu rechnen. . * Die Schach'Mau KaKvä'. Lass Korb. Luckkanden. erfuckk die W'ener und auswiiri gen jlldlschnotionalLN Schacho^relne um Bekanntgabe ihrer Adresie. WoHenprosramm der EchachseNo« HÄsah^ Montan: Klub- und Aongtetz-Nebenlumier, Siegergriippe« — Disnstaa: Blitzturnier. G.ste w-llkommen. —' M.ttwvch: S Uiir abends, Beginn der Kludt-rniere. - Donner-taa; Unternchkkurs Lgel. - Freltaa: Zresie Runde der Fluba turnte«. Samstag! ALn .eparUen. — Sonntag: Sath 7 Uhv abend«, gesellige Z-isuMMentzunst. «_<i m*vi. «nu« » fla«» rv( fi «We und Kunst. M als hebrSWer RaümA . dichter. Zu ferne« sünszigsieu Gsburlsiag. Der Wellengang der jLdkschen Goistesgeschichie wmst ia Sezug auf dl-e Dichtung-drei, wenn auch wejensverschiedene urvd nicht gleich hohe, GiPftl«gion.'n auf, die hagiograp-hische^ vor allein die Psalmendichtung, die synagogale Poesie deL spanischen Mittebail'ters und die mit der gegenwärtigen Der^ jünguug des Hebräischen zusammerchängenden Versuche»,, zwischen denen die klassische Lhrik Vi-aliks hervorragt....; . Man kann darüber streiten, ob man die m der letzteren! hervortretende merkwürdige Derjüirgung der Sprache^ oder! die Erneuerung der Inhalte der Dichtu ng als das Promürd betvachl-LN soll. Daß eines bas andere bedingt, eines wiei das andere aus einem gemeinsamen Quell hervovkam^ bekundet etwas von der geistigen Verjüngnngskraft des Volkes! und bildet andrerseits den Shchmestiiel des m diesen Tagen zu seinem 60. Geburtstag gefeierten Dichters. Das Neue seiner Sprache, welches in höherem Sinne auch seirvru StÄ einschließt, zeigt , sich unter anderem darin, daß er in den früheren juughebrä'ischen Lyrikern nicht eiMMich' Vorgänger hat. Seine eigentlicheu Vorbilder in gewissem Sinns * sind der Prosaiker D! e n d e l e M o ch e r S f o r i m, der der bis dahin verschlossenen Welt des östlich jüdische« Volkslebens seine Sprache — oder eigentlich zwei Sprachen, gloichsam die desi Lehens selbst und 'der rmtiortalen Vergeistigung— tvewigstensl literarisch neugestaltet hat, und der philosophische Kritiker Achaid Haam, der zugleich großzügige und bedächtige geistige! Führer der jüdischen Erneu-erungsbewegung. Den Inhalten der Lyrik Bialiks ist nichts Vüdisches „fremd". Ausgewachsen in der Sphäre des Talmudstu-dmnis,. welches die Heranwachsende Jugend ebenso ausfüllt als auszehrt, ist ihm das ^greise" Set Hamidrasch. Spur und Symbol zuglÄch eines verschütteten königlichere Geistespcvlastes. Und^ der Dichter, der ja auch ei« Sammelwerk der talmudkscheu Legenden in rein heüraisä)« Uebertvagung hevausgsgeben h.rt, kennt Ein-- und Aüsgänge dieses Palastes, wii* auch seine überreiche Sprache die Epochen ihver Entwicklung bis zu ernem gewissen Grade in sich verdichtet'enthält. Und den-; noch kann Bialik der Dichter der Gegenwort nur werden, weil! er weder aus V-ttgangenheitStroditionen heraus schasst, noch ziellose Sehnsucht nach der Vergangenheit verkörpert. Viel-- rnehr ist er in dreifacher Weise den znkunftsstrebenden Ele-. menten des GegenwarisjndeirtumS engst verbunden: Als dev Sänger der Zionshoffnung, die zuerst gegen die düstere» Bilder eines in seinem eigentlichen Wesen unausgesprochenen verdorrten und verödeten Fugendleibens sich merkwürdig abhöbt, als der Freund des Volkes, der immer wieder catdj de» Weg zur jüdischen Volkssprache gesucht und sich in seinen ProsrbDern gelegentlich gerne der Schilderung des Volks-' lebens zugewendet hat, aber auch als der Dichter der ,Meder des Zornes", der'.oft in derzireifelten Ausbrüchen die prophetische Forderung der Lebensivahvheit all . dem Siechen und Unwahren gegmüber zur Geltung bringt. Nicht daß man die Richtung des Prophetismns deshalb bei Bialik fortgesetzt sehen durfte, .dazu fehlt, ihm doch die absolute Sicherheit der Menumfossesiden Linie, aber da§ eigentümliche. Schwanken zwischen Zorn und Mitleid, das gera.de diese Dichtungen zeigen, kennzeichnet nicht nur objekliv, sondern auch subjek.iv ernsn gewissen.'tragischen Zug in denselben. ' . - Als ein Versuch, endlich für die Toralität des^ iLdischen „GoluL"-Schicksa!ls-einen verklärten Ausdruck zu schaffen, ist die Prosadichtung „Die Flammenroll-e" crufzulassen. Der nairona'is Psycholog würde, wohl auch m den inhaltlich rein Menschlichen oder roin persönlichen Dichtungen die nationale '„Note" finden und auch hüri-n. eine vielloicht noch innigere Beziehung zum Judentum der G-ogenwavt konsrakieren: vor allem in der Beziehung zum Naiurleben, die in dieser Axt nicht nur national, sond.rn auch rein menschlich eine neue, ' eigenartige Fovm Mstlsiiden zu haben scheint: wie uralte Sym» bolÄ moderner Empfindungszarchei^ .nnd subjektiver Pro-,! bk-nvatik des NaÄrerldbens zmn Ausdruck werden.kann. LhcwoL» tcrPisches in dieser Beziehung ist auch, obgleich lange nicht m der monumeMlen Größe elwa der «Toten der Wüste" in de» 804353

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