Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1381 (14.12.1922)
- Date
- 1922-12-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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*r«8i Wb», Donnerstag Wiener Morgenzeilung. 14. Dezember 1922 Seite 5!j Gparmaßnähmen. Gelt -em Frühjahr ISIS wich die Anstellungssperre in PxsnWer Weise gchandhdbt. Die Einschränkung des BmtdesjgvschusseS auf Mi Jahrs nötigt M besonderen Alaßnahmen. Mit Mcksicht aus die große, stetig tvgchsende Arbeitslosigkeit strebt die Gemeinde dahin, diese 45 Milliarden Ikonen keineswegs ausschließlich oder auch nur hauptsächlich!.durch Entlassungen zu ersparen, ^urch- Intensivierung -der Arbeit, Verlängerung der?lrbeitszeit des Bnrvmpevsonals sollen zunächst die Neverstunden, die eine Lcträcht-liche Aiigcchl von Milliarden kosten, wegfallen. In letzter Linie ist dann die Verminderung der Ausgaben bind) Abbau zu bewirken, wobei die bei der Gemeinde erhebliche Anzahl von- Doppewersorgern zunächst in Betracht gezogen werden soll. Der Ertrag der selbständigen Gemeindeabgaben ist mit rurtb 324,6 Milliarden Kronen veranschlagt. An der Spitze steht die Fursorgeäbgaöe mit 177 Milliarden Krpnen. Darm folgen die T ustbarkeitsabgabe (40 Milliarden), Nahrungs- und Genußmittelabgabe (80 Mlliavdrn), Fremdenzimmerabgabe (28 Milliarde), Wertzuwachsa bgabe (8 Milliarden), Feuerversicherung^ ab gäbe (5,3 Milliarden), A-utomobiilabgabe (5^ Milliarden), Jnseratenabgabe (2 Milliarden), Plakat ab gäbe (600 Millionen), HauspsrsonalaÜgabe (1 Milliarde), Feilbietung sabgaibe (1,5 Milliarden), - Untermieterabgabe <600 Millionen), Pfetdeabgäbe (34 Millionen), Kanzlei- und Augen sche in t a^e (WO Millionen), Konzessionsabgabe (200 -Millionen), Hundeabgabe (600 Millionen), Wasser kraftäbgabe (21 Milliarden). Aus den Anschlägen zur Totalisate u r- und B u ch m a ch s r st e n e r erwartet die Gemeinde 842 Millionen Kronen, aus den JnmwbMengelmhren 316 Millionen Kronen. Für den Verzicht aus die Landesnnd Gemeinde-!zuschläge zu einer Reihe von Steuern sind bekanntlich den Liin- Bern.und Genrein-dcu Ertrags a-nterle an den Bunde ssteuern zugesichert. Sie wurden nach den Angaben des Vundesmmistermtns für Finanzen mit 293 Milliarden «ingesetzt. Dazu kommen noch 50 Milliarden Kronen, die Wien!als verbüvgden Mindvstertrag ans der Waremrmsatzsteuer dafür jgu heLomnran hat, daß die LuxuswareNäbgabe in Wegfall ikommt. Das Kapitel Steuern erbringt also insgesamt 692 Milliarden Kronen, was nahezu 64 Prozent der «GesaMa-nsgaben gleichkommt, ' . Steuern für WechnhastzweLe. '■ Die GvlULi-nidevevwaltung ist fest entschlossen, den Wohn- Siedlungsbau Mch weitechin mit aller Kraft zu fördern. iI'm Voranschlag ist dafür insofern iRaum geschaffen, als vom Ertrag der Roalsteuem nur WOO Mftlionen Kronen in die ailgrmDme Gebarung einbezogeu. sind. Das entspricht jenem Mindestmaß der Bestem-eonng des Grund« und Gebändebesitzes, ^a§ Laerch das Wicheraufbaugesetz allen Ländern und Gemeinden pflichtweise vovgeschrieben ist. Jur Gegensatz zu dem bisherigen Zustand soll auch die von den Geschäftslokalen zu entrichtende Miatzinsabgabe nun der Schaffung neuer 7Lohngelcgklchöiten M^eführt werden. Derselben Zweckbeftimjm-u-ng wird künftighin auch die Boden Wertabgabe dienen, die im Dezember 1919 eingeführt worden ist, ohne daß jedoch seither die notwendige Anpassung an die Geldentwertung ersÄgt wm:e. Dieser Gesamtkomplex der Realsteuern Wird den Landtag im Monas Jänner eingehend beschäftigen. 335 Milliarde» für Wohlfqhttscinrichtungen, FugenMyortze und Gesundheitswesen, doppelt so viel als dis Gemeinde ans der Fürsorgeabgabe einnimmt, sind für Fürsorg «zw ecke vorgesehen. Mehr als 21.000 Personen sind in -den eigenen Anstalten der Gemeinde untergebracht und werden ldort vollständig betreut. Unterkunft; Kost/ Kleidung, 'Pflege wder Erziehung werden ihnen dort gobolm. 27 Anstrlten umfaßt die Kiste. Mehrere tausend Personen sind noch in fronrden Anstalten untevgckbracht, für die Wien die Zahlung zu leisten hat.;Dazu kommen Nock mehr als 4000 magistratische Kostender und nahezu 25.OO0 Personen in der offenen Fürsorge (Pfründner), denen nach btt. letzten Regelung Echaltungsbeiträge bis;'?! 60.000 Kronen gezahlt werden. Für drei neue Liegehallen für tuberkulöse Kranke sind 1500 Mil- > r i o n e n Kronen veranschlagt. 195 Milliarden für Schülzwrcke sind im Budget vorgeschen. Darunter figuri-rren 48OO Millionen Kronen für unentgeltliche Beistellnng von Lernmitteln, die Schulausspeisung kost-it die l^cm-einde mehr als 3 Milliardeu Kronen. Dabei ist der Aufwand für die^Mrhe- und Versorgungsgenüsse der Lehr- Personen, der50,5'ÄWimden beträgt, in der oben genannten Ziffer des SchuMdgefs gar nicht wthallen. 135 Milliarde» für Slraßenvflege. ' — - - Durch sorgfAt-sg« Erhebungen des Stavtbauamtes llmrde Mgestellt, -aß hie Medecherstellnng der Straßenznge Wiens »n einen Haglosen Zustand 48 Milliarden gekostet hätte. Die seither eingetretem Teuerung hat diese Berechnungen über den Haufen geworfen. Heut« sind öOV Milliarsen notwendig. Immerhin wich m Jahve 1923 mit dem. vorgesehenen Betrag von 70 MMiachen ein gutes Stück Wiederaufbau vollzogen werden. Dazu kommen 65 Milliachen für Straßensäuberung. >ie äfften der Hauskehrrichtabfuhr — der altehrwürdige iistbauer wird endlich verschwinden — sind mit 20 Mlliarin Kronen veranschlagt, die neuen Jrwestitionen erfordern MMacheu Kronen. Die ftLdtischen Antervehmunge». 'Gaswepk, ElektrizitLlLwerk, Lagerhaus, Benzinstelle, Brauhaus nnd die AMndignngÄmternehmung bilanzieren 1923 aktiv, MMAmgM Mdm MblwM. iimwi —■ii'""1 ‘iiHim um iMinuiii in i ii iiiiiwiiiiiiiiiiiiiiiwf winiiii Mas eit ©w wünscht Urnen d?e Fh-nia Jebel & Gell®] Wien, Vil., Kaiserstrasse Nr. 97 und empfiehlt Ihr reichsotfiertcs Lager tfBw Tiamon i Gestrickte Jacken, Jumper, Strümpfe und II1 JiulllvQ Reformhcsea in allen Farben {Am lkanoan« Feine Wäsche, Krawatten, moderne Kragen, IUI Hüll Glli Handschuhe, Socken und Gamaschen allesin gediegener Ausführung zu den billigsten Frei 237 sen Anna Koch Emil Blum Verlobte „ HNWest" Wien, Im Dezember 1923 181 ■iHper.üieWjr.SslisssB, «festen, Sitaurls,Sweater,Biesen sic. dann bitte, beehren Sie uns mit Ihrem werten Besuch. Wir bieten an Schafwolle na Kunstseide in entzückend schonen Modefarben und allen Preislagen. Sie finden bei uos die sufmerkeamsto und solideste Bedienung fiarnliaüs Baron, Wien,XV. 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Karten zum Regiepreis im zionistischen Landeskomitee,!!., Taborstrasse 20a kgm Kolai d-B time (Freie jfid. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WILNAER TRUPPE] Heute Donnerstag, 14. Dezember 1922, T' Übr afaeuds; DER DYBUK'SSI Dramatische Legende in 3 Akten von Sch. Ar.-skl 229Sj Kronen zum GemeinÄchaushalt beisteuert. Alles in allein, man! braucht Lein übertriebener Optimist zu sein, der Vormschlag der Gemeinde Wien'für das Jahr 1923 enthält die Gewähr, daß die rissigen Aufgaben des komtuenden Jahres erfolgreich, bewältigt werden körmen, wenn alle, ohne Unterschied der! Partei, ehrlich mstarbeüen werden. die Straßenbahnen zeigen noch immer ein Defizit, es Letragt laut Voranschlag 13 Williarden Krönen oder rund 40 Kronen Mr Fcrhrgastt Doch wird erwartet, durch Sparmaßnahmen, die übriMs in sämtlichen städtischen Betrieben zur Herabmindernug der Tarife vorbereitet werden, diese« Abgang zu beseitigen. Im nächsten Jahre sollen 76.000 Wiener Wohnungen nvu mit Gaseinrichtunz versch« werden. Das städtische Elektrizitätswerk zählt heute nicht weniger als 361.000 Konsumenten, die täglichen Anmeldungen schwanken zwischen 200 und 250. Aus der Fülle der interesianten Daten und Zifseni des Voranschlages mögen zum Schluß noch einige herausgegrifsen werden. So ist der Kohlenbedarf der Gemeinde ohne die städtische» Unterwehnrungen für 1923 mit 4600 Waggons Kohle und Koks veräiwschlagt. Der eigene Hausbesitz der Gemeinde beherbergt 4097 Wohnparteien. Unter Anweuvung des neuen Mietergesetzes wird er kein Defizit aufweisen, wobei vielfach < der 250fache Friedenszins nicht erreicht werden wird. Mit Genügtuung wird das Prosperieren des R a t h a ü skellers heüvorgchoben, der einen Ertrag von 800 Millionen ** Keine Nertausgabe von Raucherkarien. Für 'das Jahr! 1923 Wird die Rcntcherkarle nichi mehr ireu aufgelegt. Die Zu-> teilung der lliaucher als Stammkunden der Tabaktrafiken und' Tabakfpezialitätengeswäste bleibt aber weiterhin aufrecht. Diel Stäntm,' der für das Jcbr 1922 ausgegsbenen Raucherbartenj sind von den Raucherkarle.tinhabern in ihrem eigenen Interesse! auszuhebcn, damit sie sich^ erforiderlichenfall^ Äs Staünimkunden eines TabakoorsHleißgeschäfles answeisM köMwn. Die- Tabak-j Klentverfchleißer haben die Kundenliste amch im JÄ)re 1923! zu führen und die Abgabe der Sbammbunden-menge an die ein-j zeltren Stammkunden in der Knndenliste zu vermerken oder in« einer befonderen Aufzeichmmg ftstzuhalten. Neu hmMtvetende Stammkunden (Z-mzug, Ereichimg 'des ersordvrl-ichM Alters und dergleichen) können, soweit noch Restivorräte von 1922 und; Raücherkartien vcrfüg'bar sind, rm Bedarfsfälle mit solchen Kar-j ten betM wsvde«. Nach Anfbrauchung dieser R^'tvorrate sind; sie ANwr ZürshärtidigiNN'g einer amtlichen Descheinigung einers Trafik mit dem Aufträge zur Aufnahme in die KunderÄiste zuweisen. Vereins. BsrtrSsr »nd BerslAmünns«. Soz^a-Ip SdaIogi^chr Gei'elL'ichaft. Fre^tvgl den 13. d., dreivrcrtel 7 Uhr abends, Anatomisches InMt-.lt,>' 9. Baz., Mähringerstraße 13 (2. Stock), Dr. Franz Breunl'ichrj „Sonne nnferer Jugend" (Lichibilderdortrach. Zutritt fr«.- —; Der neue Uvani-r-Film „Maschine als Koch" mit^ Lichtbildern! und erläuternderer Vortrag von Til)eodor Heinrich Mäher! führt uns in einen Großbetrieb zur Erzeugung von Nahruugs-j und Genußmittsln. Der Film vermittelt uns einen, überraschen--! den Einblick in die großartig.' Technik der Lebensmiitteilinldttstvie.! Die Erstauffühoung findet heute, 6 Uhr, im Großen Scvale> unter MitwLrLmg des Urainia-Orchesters. statt. — Zion i-, st.'l s ch t Arbeit spart ei Hitachdutch. Die Fortsetzung! des Vortrages Radler-FeDmann ,^Zur Araberfrage" findet! Samstag den -16. d. im Zioni-st'.schen Lanideskomitee, 2. Beg.,i Tatborstraße 20 a, u-m halb 8 Uhr statt. Gäste willkommen. —j Zionistische Sektion 16—17. Hmte, 8 Uhr, rm Heim/ 8. Bez., Bennoplatz 1, Vortragsabend mit nachiselgendsm bun-! ten Programm. Zionistische Jugend gruppe (Kul-j -tur-sektion), 20. Bez., Karl Meitzlstraße 5. Haute, 7 Uhr abends, wichtige Ausschustsitzung. — Zeire Misr achi, 2. Bez., Praterstraße 43, Air 11. Heute, 7 Uhr aibends, EnMMurs. Zu, den Hdbräischbursen werden tägl. von 8 bis 3 Uhr abds. Anmel--! düngen entMewgenommen. — Nnpolitisch-südisch-i literarische Vereinigung Wieden-Margareten. Heute, viertel 8 Uhr, im Sitzungsscuale «des Mar-Aaretener Tempels,! 6. Bez., Sli'ÄeiibMnnenigasie 1a, Vortrag Dr. Klabe x über die! Wdakkabüer. - Urania. Keule, bald 3 Uhr (Großer Saal): Dr. Jose!! Bergauer: Fröhliche Märchen und Lieder für Kinder.! 5 Uhr (Großer Saal): Zum erstenmal: Urania-Film r Maschine! als Kow. Kalb.6 Uhr (Biewer Eaa!): Dr. Küri Koster»! fi k: Alke und neue Meistcrgeigen. Kalt» 6 Uhr (Kurssaol i Unlo.»Assist Dr. Kur! Ehrenderg: Tiere der Vonrelt. XI-' Kalb S Uhr (Kludsaäl): Prof. R'chard Wickenhaulerr Di« Symphon,en Beeihoventz. II. Adt. VI. Kalb 8 Uhr < Großer Saal): Säubert Abend. (Leitung: Adolf Ktrch!. Kalb 8 Uhr! (Klemer Saal): Eharahterbi>der aus der Geschichte der Mystik. Xl.i Dr. Fr edrich Kronseder: Johann Tarle und Keinrich Suse»' Kalb 8 Ubr (Kvrssaal): Prof. Dr. Karl B r u n n r r: Da« englische Parlatmnt. Kalb 8 Uhr (Klubsaal): Dichter der Neu-i zeit. U. Dr. Cugenie Schwarzwaid: Selma Lager'öf.j Sie in Sen nochiolgenben Aubrike» mit o beZsichaeles! RsUzrn «nö Artikel sind enlgelßliche A»tzSKdt-! gungen (8 28 ves Preffgesetzes).! * Btlliger Tanzpaatr-Wiedsr-SssHesverLanf ver-! kSngert, solange der Vorrat reicht: Modelle aus gutem, echtem,! haltbarem Drill von 75 000 K. aufwärts» hur l. Dez., Kärntner-! Üraße 9. 3. Be^, Landstraße Kaupkliraße s» gegenüber Elisa-i beihinerhirche, 6. Bez.. Mariatzilserstraße 47. ci * Sprechende Ware. E^pe Georgette, schwarz und farb'g, 95.000 K., Crepe de Chine 98.000 K., 120.000 K.^ 158.0)0 K., pniira Wäschepongrs, 95 Zentimeisr breit, 48.000 K.,i Blu en eide, destimert, 38."0S K.. franz. Silk, berrliche Farben,! 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Bertrand sucht Vas Glück, das ihm seine feUe Frau voven-lhält,,: mtßer Hans, «nd er findet es ausgiebiger ails ch-in lieb ist«! . Statt einer Frenudin hat ec bald zwei und als er vor deren! vcrzehren-den Liebcsgluwn zn seiner Gattin J-acqnÄi-n zurück-! flüchtet, hat auchihre Klikte reiunütig abgolegt und bietet' Lrauratten. stameelhaartvesten, 8 nreater, Ta sehen tu eher L» Heiu*i>haufSBrtUMMi im ¥1., Linke WienzeHe 44 ^»©i: e£@g S4©iiei&i3f.fcsM@