Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1379 (12.12.1922)
- Date
- 1922-12-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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fftifTS Men, Dienstag Wiener Morgenzeitung. Bokswirt. SestempeUe Krone ---- — .0076 kentimes. Auszahlung Wien ----- — .0075 krutimrr. SU Zürich notierte bis österreichische Kronr... 0.0075 ( 0.0075 am S. Dez.) die österr. gestempelte Krone. 0.0076 ( 0.0076 am S. Dez.) die tschechische Krone .... 16.82 (16.80 am 9. Dez.) die Mark 0.06^ ( 0.06V, am 9. Dez.) Agram. . . . 1.75 ( 1.17V, am S Dez.) Bukarest. 3.25 ( 3.25 am 9. Dez.) Söfiö ♦ * # » , » ■ 3.95 ( 3.95 am 9. Dez.) -'Dubapest . . 0.23 ( 0.23 am 9 Dez.)!Warrchau. . W . . . 0.0374 ( 0.037* am 9. De^r.) ius 0«Td Ware Kurs v. 9.Dez«n!>. Geld War« DK Devisenpreise. Während die österreichischen Arhlungsmilkel in Zürich -buch gestern auf stabilen Niveau verhirrtm, fehie sich gestern die Entwertung -er Reichsmark fort. Diese Entmeriung kam allerdings wemger in Zürich zum Ausdruck als vielmehr in B e r l i r, |®o -sr Dollar den Stand von 8400, Pfunde den von 38.902 iüberschrllen. Auch die österreichische Krone besserle sich im Berchältnir zur Mark und s-ieg m Berlin von 11.47 auf 11.67. , Ln Wien stiegen Dollar von 7U30 auf 71.150, Pfunde [bon 325.400 auf 326.000. Dagegen schwächten sich französische -Franken ftm Hinblick auf den Rückgang der Devise.Paris m ^Zürich von 27.62 auf 37.15) am 50 L. auf 4960 ab, Reichsmark ^on 8.85 aus 8.60, Kolländische Gulden, Schweizer Franken und ^hechische Krone blieben unverändert. Nachstehend die ossiziellen Notierungen: Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 11. DezemJjor 1922. Devisen (Schecks und Ausnntm Zahlungen) Amsterdam f. I holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen . . . Belgrad ] Dinar . Berlin I deutsche Reichsmark Brilssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei.. Christlania ' :crweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . « Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire ...... New York 1 D »Har..... Baris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia I Lewa . Stockholm 1 sdrwedischeKronor Warschau! polnische Mark . Sfirtcfa j schweizerische Francs Noten Amerikan. Notes v. 5 Dollar anhr, _ * » kleinere . . » Belgische Notes 100 Francs . . Bulgarisch« Notes zu 1000 Leva » ■ * •11'® ■ „ kleinere, . . Panische Noten tOQ Kroner . . Deutsch* Noten zu 1000 Mark, . ■ » ■ 100 , » , . » kleinere. . . , Engl. Noten ves 5 Livres t. ttihr. '» . kleinere. Französische Notes 100 Francs . Holländische Notes 100 Gulden . Italienische Notes ▼. 100 Lira tufw. . , kleinere . . . Jngosi. Noten sagest, zu 1000 Dinar * ’ x ‘ » . kleinere . ■ Norwegisch« Notes 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufnr. » , kleinere.... Rumänische Notes zu lOOOu. SOOLel , , kleinere . . Ross. Noteh (Roman.) zu 500 Rubel » » » 100 . . a kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Notes 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. c.lGCOautw, , » , kleinere . . Bagar. Noten (neue Em.) zu 1000 Kr. za 10.000 Kr. « . . . kftinsre . , . . . 4 28450— 28550— 28450— 28550— 8 224.75 225.25 234.75 235.25 ö 839— 901— 939— 941 — 8 8.45 8.75 8.70 9— 4'/. 4649. 4621. - 4634— 4646— » 6 30.65 30.73 30.75 30.85 S 13485— 13515— 13485— 13515— 8 14660— 14690— 14660— 14690— 3 326842.—327100.— 325900— 326500.- i* 16985— 11015— 10985— 11015— 6 3566.- 3574— 3586- 3594— 4 71525— 71675— 71405.- 71555. - S 8019— 5031— 5069— 5081.— s 2257— 22 3— 2257— 2263— •JA 531.50 532.5» 531.50 532.50 19255— 19295— 19255— 19295— 7 3.80 3.99 3.70 3.83 . 3 13480,- 13490— 134«— 13490— 71 150— 71059— 457C— SW.— 490— 14495— 8.CQ 496«.— 283*0— 3532.M 3512.50 873— 133ä*.— 3.00 3.65 492— 402— 19035— 13370— 10650— 2240— 2235— 29.80 2&75 7145»— 71830— 71330— 71350— 70930— 71230— 4660— 4575.- 4605— 514— 510— SU— <94— 490— 494— 14555.- 14495— 14555.- 9.60 8.85 9.85 327QÖ0— 323«äi- 32640®!— 326800— 32520#.- 326*00.—. 4990— 5010— 5040— 28500— 28300— 28500— 3547JO 3*52.50 3587.5» 3527J« 3532.50 3547.50 •90— 926— m.~ 8t7— 915.*- #19— 13390— 13330— 13390— 3.98 3.50 3.8t 3.81 3.45 3.75 424.- 427— 42».- 4S4— 407— 409— «tii- I«Ö5— lOlÜ!- 1343C— 13370— 13430.- 10910.- 11850— 10910— 2250— 2240— 21*0— 2245— 3235— 2243— 3»— WM 34.19 »M NÄ »!c5 Sie MMe «oleuiMmü. Sfte bist Placierung bet I. C. T.-Mtzren detreiberüde Ab» ßeÄuwg des Frmmz- und Wwtschaftsr<lleS der 'Zionistvschen Or° Kanifation Mt bekamrt: Die Bekaimtmachung, daß die Divi- Lende des I. C. T. für daS Jahr 1W1 6 Prozent gsbühvenßrei betragt, sowie die MtteLlim-g, daß auf die Men der AnBo- Palestme Ermip^ dieser Schwesbevgrsellschaft des I. C. T., fl Prozent Dividende ausgeschutt«t wetzden, scheint einen sehr 'günstigen Eindruck auf die Juden der ganzen Welt gemacht zu hLrbm. WähLemd der Letzten zchn Jahve hat die I. C. T. unge» -ahr 19.006 Pfund an Dividenden ousgezahlt, welche Tatsache sich bei der He-Wiwävbig in verschiedenen Lindem in Angriff gv> Mmmenen Kampagne für die Kapit-Llserhöhu.ng der Bank geltend macht. Fast in allen Ländern sind beftmdeve Komitees oder Vertreter mit dem Verkauf der I. C. T.-Aktton beauftragt. D« ameriikau ifche Zionistrsche Organisation hat mit ihrer Mion am 15. November eingefetzt, indem sie tobe Mische BeioölLerung aufforderte, 100.000 Aktien a 1 Pfund zu erwerben. Die iwriigen zionistischen Hcmptstellen sind ükberMgt, Laß dieser Betrag binnen kurzem gezeichnet werden wird. Selbst m England, wo augenblicklich SmmnLungen ge- Sckssen Schtmerigkeiten begegnsn, schreitet der MtienverEauf recht befriedigend fort. Gegen 4500 Pfund sind in England dewits eingegangen. Die Mieilung des Finanz- und Wirtschaftsvates, die den AMenderlauf betreibt, hat besondere Vertreter, zu diesem Zweck nach GroßrumLirren, donbaltischen Staaten, wie auch nach Holland und Finnland entsandt. Ovomaltine hergeOellt ans irisch n Eien, M'lch Ka ao und Malzextrakt. ei glän eno beu'teiltts Näh'i räparat für Gesimde und Kranke. Steuerfreie Kursgewinne. Bekanntlich unterliegt der Kursgewinn, der beim Verkauf von Valuten, Devisen und Wertpapieren erzielt wird, der.'Einkommensteuer, die je nach der Höhe des Einkommens bis zu 60 Prozent erfaßt und deshalb viele vom Verkaufe abhält, selbst wenn sie GM benötigen oder sich aus anderen Gründen ihres Besitzes entänßern wollen. Denn ■ niemand möchte in österreichischen Kronen erzielte ScheingeDinn«, die ja eigentlich anrschnliche Kapitalsverluste bederrten, Mr Halste über mehr an das Steueramt abführen. Run bietet sich aber günstige Gelegenheit .zu solchen Verkäufen, ohne die sogmannte Kousunkturgewinftstcutr bezahlen zu müssen, nämlich durch Zeichmmg der achlprozentigen österreichischen Goldanleihe (Tollar-Sch-atzscheine). Wer nämlich während der Zeichnungsfrist, also im Saitfc des Monats Dezember, Valuten, Devisen, Effekten oder Edelmetalle verkauft, damit einen Gewinn gegenüber dem seinerzeitigen Anschcissirngspreis erzielt und den Erlös Zur Zeichnung der Anleihe verwendet, bleibt für den Kursge winn, steuerfrei. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die betreffenden Werte sich schon während des Monats Dezember im Besitze des Zeichners befinden, der B erkauf aber erst bis Ende März 1923 stattfindet; ebenso dann, weim die Werte nicht znur Privat-, sondern zirm GeischäflSvcrnwgen einer Handelsfirma, Aktiengesellschast oder dergleichen gehören und der beim Verkauf erzielte Kursgewinn in eine Wachrnngsverlust- oder Erneuerunasrücklage (Reserve für Valutaschulden, b<Ziehilugsweife Ersatzanschafftmgen an Maschinen) hinterlegt wird. Ein Drittel des Gewinnes kann ferner steuerfrei in eine Knrsvevlustrücklage (Kursdifferenzenreserve) gelegt werden, aus welcher bis Ende 1930 möglicherweise eintretonde Kursverluste an Devisen, Wertpapieren, Forderungen u. dgl.' steuerfrei gedeckt werden. Eine wertere Begünstigung besteht darin, daß der Besitzer von Schahscheinen sie n«ch zwei Monaten steuerfrei verkaufen kann, obwohl sie etwa mittlerweile im Kurs gestiegen sind und daß auch ein Gewinn bei der Rückzahlung steuerfrei bleibt; d. h., wenn iemand die Anleihen m Dollar eiuzahlt und dieseilben etwa nach einem halben Jahre wider Erwarten steigen sollten oder wenn andererseits die Zeichnung in Kronen erfolgt und diese sich m d-er Zloischeuzeit bessern. Das ganze Rrst-ko der drückenden Kursgewinnsteuer wird somit ans» geschaltet und hierdurch der Verkchr in Devisen und Wertpapieren wesentlich erleichtert. Di« Schatzschcine selbst und ihre Zinsen sntzd von der Rentensteicer und allen anderen Gebühren frei. Endlich ist mit der Zeichmmg Straf- Nachsicht (Amnestie) verbunden. Wenn nämlich jemand die Valuten, Devisen, Effekten usw., deren Gegenwert er zur Anleihezeichnnng verwendet, in irgendeiner Fassion nicht angegeben, vor einem Jahre die Amnoldnng unterlassen oder sie olM Zustimmsitnq der DeSnsenzentrale erworben hat und die Schatzscheine durch ein halbes Jahr behält, so genießt er Straffreiheit. Davon wird mancher mit Vorteil Gebrauch machen können, denn bei der reichen Fülle von wechselnden Vovschriften mag selbst ein ehvMer StaatZbürger leicht einen strafbaren Verstoß begangen hüben. Wahlen des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft 1922. Die fvei-en kaufmännischen Körperschaften Wiens. und die BranchenderernivungM der Wiener Kaüfmaninschäst haben für die Donnerstag den 14^ d. zwischen. 4 und 7 Uhr nachmittags im Hause der Kauftnannschaft, 4. Bez., Schwarzenbengpkltz 16, stattfmdLn!den Ersatzwahlen in den Gremialrat und in die D^ekegierienversomanlung des Gremiums der Wiener Kanfmannfchafi gemeinsam Kändidaten ausgestellt, um der Wiener Kaufmannschaft aller Gruppen und Branchen eine entsprecheuide und fachftrnidige Znsammenseimnq -ihrer wichtigsbeu geisetzlichen Vevtvetung zu sichern. Dve Kandidaten für das Präsidium und den Gvom-imrat sind mit der Wcchla-usschveibuug, welche bei der Wahl mvt-udringen ist, weil sie als Legitimation dient, den Mitexm des Gremiums bekanntgeigeben worden. In die Kandinl-sste der Del-ecrierten zur Generalwersamanlung kann bei dem Gremium der Wiener Kauftwannschast, dem die Liste überreicht wurde, Einsicht genommen werden. Die freien kaufmännischen .Körperschaften bitten die Mitglieder des Gremiums, zuver-lässig am der Wahlhandlung teiszunehmen. Grotze ausländische Schuheinkäufe in Wien. Mit Rücksicht aus die durch die GoMnapphert und Notverkäufe weit unter toe Wiedemnsch^fungskosten gLfunkenen Schuhprei-se in Wien werden wisber große. Posten Schuhe vom Zlusl-a-nde aufgekanft. Bullgarische Käufer allein haben um über 1,6 Millliarden Kronen Schuhe ein-gekauft und türkische Haiidler Vev^andebn noch über weit größere Posten. Zulchsuug eines jüdische« Papiers znr Franlfmter BS,se. D« sünfPrrMntigen Schuldverfchretzbungen der israelitisch«n Gemeinde zu Frankfurt a. M. vorn Jahre 1921 sind nunmehr zur Frankfurter Börse zuDbassen Word««. Die Anleihe in der Hohe von 12 Millionen Mark wurde zur Anlage emes neuen Friedhofes ausgenommen und foll Äs zn-m 1. August 1927 tilgbar sein. Zur Sicherung der Anleihe hastet die israelitische Gemeinde in Franlsurt a. M. mit ihwin Rein- Vermögen, das Ende 1921 mit 76 Mlillionien augegelben wurde. Der Notenumlauf in Ungarn. Nach denr Ausweis de? ungarischen staatlichen Noteninstitutes vom 7. ist der Staatsnotenverkehr tu der ersten Dezemberwoche um 8,9 Millionen auf 72 Milliarden Kronen zurückgegangen. Die Vorschüsse an die Staatskasse sind mit 12.5 Mblliarden unverändert geblieben, während der Wechseleskompt« um 817,7 Millionen auf 29,2 Millionen Kronen abgemmnnen hat. Wiener WarenbSrse. Mgeubericht der „Wienvr Morgenzeriung".) Zum öffentlichen Verkaufe gelammten nach Art. 843 des H.-G.-B. zehn Autos zu 86 und 26 Pfund St-evlmg. _l2. DezemLer 1922_Rr. Il7i Bunt Mentlichen Verkaufe gelangen heute um halb 1 Uho zwei Stück Pulte mit Hartholzplatton, ei-n Stück Mehlkisw non. drei Stück Stellagen, sowie 6100 Kilogramm Prima raffmievtes russisches Terpentinöl; am 14. d. um 10 Uhr ein Herrenzimmer, ein Speisezimmer, nm 12 Uhr.Kunstseide; am 15. d. um hoow 1 Uhr 26Z6 Kilogramm Croupons, 2600 Kilogramm Hälse und 1923 Kilogramm Astrn; am 18. d. üim 10 Uhr Noheisen. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeftung".) Der Mschäftliche Verkehr au der gestrigen Schuhbörse ge» . Za anläßlich der bevorstehenden nach Saisonartike>lü bestanD, u.nd .._ kamen einige Abschlüsse zustande. Irr der Preisteudenz siaid merkliche AendeMNgen nicht eingetreten. Es no-iieren: Herrenstieftl Makay und genagelt Boxcal'f 170.006 K., RinidÄdox schivarz 157.000 K., Nat-nnleder und schwarzes Kuhleder 167.000 K., Bucmn'leder 1W.000 K., Goodyear Welt Boxcaiff and Chevrean schiv>arz 190.000 K., Rindsbox schwarz 165.000 K., Boaimleder 275.000 K., Sportstiestl mit LÄerMter 220.000 K. Tameustiesel Mcekay und geivage-lt Bvxcalf und Chevreau sik.warz 165.000 K., Rinds'box schwarz 150.000 K., Goodyoar Welt Boxcalf 200.0Y0 K. Damen- Halb schu he M-akah und genageLt Boxoalf 140.000 K., Braunlcder 160.000 K., Goodyear Watt Boxcals 200.000 K., Braunleder 236.000 K. Knabenschrche Rindsbox schwary 120.000 Jiaturleder und schwarzes KuhlÄer 125.000 K. Kindevschuhe (26 dis 30) Rindsdvx schwarz 62.000 K. AMche-nschu'he (31 ibts 35) Nmdsbox schwarz 75.000 K. In der Tschecho-Slowakei ar-bei'M die Mehrzahl btt Betri-cibe auf Lager. Vollständig eingestellt wurde die Erzeugung in Prag, Maschim und Umgetbimg, ferner iu Holics, iu Dstdöhmen, iü Pardubitz und U-mgebn-ng» m Teinitz, in Sezrmitz und in Lcdetsch. Beschränkt wind im Kuttenberger Gebvet Mavöoitzöt. Die Schtchwanenindustrie ist -im Jnnem des Laudas durch das Vevbot^der Schnhwareneinfuhr nach Dänemark bedroht, >da das -bewilllgte Kontingent von 400.000 Paar Schuhen sehr bald erschöpft sem dürft«, insbesondere da diese Menge für das ganze Ausland festgesetzt wurde, und Englmrd sowohl wie AmerAa ziemliche Mengen nach 'Dänemark liefern. Für die nächste Zeit ist keine Aussicht aus eine Besserung, und auch itt der Sektion der Galan-tericerzeng-nng wird über den schlecht«» Geikbältsa^na aekla-tt. Wiener Börse. - Die gestrige Börse erössnÄe in fester Haltung, wobM österreichische Bankwerte, insbesondere Kreditaktien, bevorzugt wurden. Auch die meisten anderen Kulissepapiere hatten ‘ höhere Anfangskurse zu verzeichnen als die Schlußkurse der letzten Börsetage. Für ungarische Werte lagen Kaufaufträge aus Budapest vor. Coburg-Aktien profitierren vom Beschluß der Generalversammlimg, die Gesellschaft zu reorganisieren. Ein lebhafter Verkehr entwickelte sich zeitweise in Südbahnpvioritätxn, die vorübergehend bis auf 555.000 sowie in Staatsbahnaktien, die bis auf 720.000 K. gestiegen sind Im weiteren Verlaufe des Verkehrs trat auf allen Gebieten der Kulisse eine Abschwachung ein, doh waren die Schlutzkurse durchwegs höher als die des letzten Börsetages, nur Länderbankaktien schwächten sich um *£500 ft. und Wagner um 4000 ft. ab, während Alpine Montan, die ex Bezugsrechr ge-, handelt wurden, bis auf 280.000 K. zurückgegangen sind. Der Schranken verkehrte gleichfalls in fester Haltung. Im Kars der Bodenkreditaktien, die ex Bezugsrecht gehandelt wurden, ist das Abkomme^ mit dem ausländischen Kapital vorläufig nicht zum Ausdruck gekommen, dagegen bestand anfangs größere Nachfrage nach DainpsschiffahrtsaktiLN, deren Anfangskurs um 50.000 K. höher war als am letzten Börsetage, doch behaupteten sie zum Schlüsse nur eine Steigerung von 5000 ft. Ferner gewannen u. a. Nordbahnaktien 330.000 ft., Gösser Brau 40.000 ft:, Krainische Eisen 65.000, ft., Stölzls 120.000, Veitscher Magnesit 380.000, Nesselsdorfer 350.000 ft. Auch Bauwerte und Petroleumpapiere lagen fest. Bezugsrecht«: Bank Malopolski 320 ft., Bodenkredit 9500 ft., Ungarische Landeszentralfparlasse 40 >0 K., Hauser u. Sobotka 7600 K., Alpine Montan 20 500 bis 25.000 Kronen, Oesterreichrsche Holzverwertung 600 ft, Nordnohmifche Kohlen 235.000 ft., Neunkirchner 5750 ft. Auf dem Anlagemarkt waren österrvrchlsche Renten nn! Ausnahme der Goldrente und der Blockrente etwas schwächer, tschechoslowakische Eiscnbahnwerte hoher, ftr.egsanleihen unverändert. Die Prioritäten der Stratscisenoabngesellschaft setzten ihre Anftvärtsbewegung fort. Bon den Exoten notierten: Eos 4000 bis 8550, Eptzler tti Buzbaum 14.000, Jriag 122.000 bis 128.000, Steirische Kohle 14.000 bis 15.700, Vereinigte Spiritus 215.090 bis 265.000, Erdöl 13.000 bis 15.000. Berliner Mrse. Berlin, 11. Dezember. Die wenig erfveulichen Nachrichten über die Entwicklung der Londoner Konferenz hatten ein leichtes Anziehen der Devisenpreise zur Folge, wobei der Dollar bis 8650 anzog. Auch auf dem Effektenmärkte griff im Zusammenhangs damit wieder eine recht feste Stimmung Platz, jedoch waren die Umsätze sehr gering, da die Ungewißheit über <beit weiteren Fortgang der Konferenz in London vielfach Zuriickhaktuirg veranlaßt«. Jndustrioaktien stiegen zumeist um hundert, teölwerse bis zu 2000 Prozent, aber einelne Werte, wie Berkin-Karlsmher Industrie-, Siemens u. Halste-, Orenstein u. Kopipel- und Dvnamit Nobel-Aktien, erzwlteir beträchtlich höhere Gewinne. Valutapapiere wurden entsprechend der Steigerung der Devisenkurse höher bezahlt. Dmtfche Anleihen waren boi ruhigem Geschäft« ebenfalls gebessert S ch l u ß k u r s er Turttijche l'oie 52.M0.—, Oeflerr. Staalrbahn 20.300.—. Nordd. Lloyd 4l)0o.—, Der. «lbeschifffahrt süiv.—. Berl. Kandelsgefellschoft 16.UK).—. Äommerz. Privalbänk2600.—. Dormstadi-r Dank 2675.—. Deufsche Dank 5700.—, Dirkonlo-Kommandit34b0.—, Dresdner Bank 3200.—, Nationalbank für Deutschland —, Vei'err. Kredit Löco.-. Oesterr, LSndetbank 2090.—, Reichsbank 2200.—, Wiener Bankverein 1200.—^ Wiener Uniondank 1550.—, Alla. Elektrillltts-Leselltchast 6609—, Bvchumei°Sllßstab> 22.750.—, Daimler-Molorrn 4400.-- Deutsch-Luxemburger 19.d00, Deutsche Waffen ».Munition —j