Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-12-10 · Heft 1377 (10.12.1922) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1377 (10.12.1922)
Date
1922-12-10
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980457--13119-2999734
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

m 1377 Men, ©OttttTflg immtt ttrtffgettgemmft« m Orient-Teppiche, Teppicheile? Art Möbel Decken/ Vorhänge, Baumroott- und teinenroaren,* 'ien.LBauernmarkt 12-14 TELEFON NS 63-5-30 SERIE m „ j a. . «I Sinter bei mt§ nicht — so hat die Greisin die Wahl zwischen ÜKZMQLkk UKKSSlOn! Erkältung und Hunger. And da ist ihr der Hunger immer “ noch lieber. Weiter aber erstreckt sich ihre Wahlsreiheit nicht. Denn es wäre lächerlich .für sie, auch nur an einen Schuhkauf zu denken, der ungefähr zwei Jahre ihrer kleinen städtischen Pfründe verschlingen wurde, und der Wohlfahrtsverein, der ihr ein Mittagessen gewahrt, kann ihr das Essen nicht ins Haus bringen. Ja, wenn ein paar kleine jüdische Pfadfinder das Liebeswerk tun wollten! Aber die alte Frau kennt keinen Pfadfinder. So löst sie an Regentagen einen Suppenwürfel in heißem Wasser, staubt etwas Deleucntungsgegenstande Mehl hinein, ißt, und legt sich ins Bett. Dort muß sie EPPICH H AUS-MüBELHAUS wenigstens nicht mit den Zähnen klappern vor Kälte (denn sie kann nicht einmal ein Scheit Holz oder eine Schaufel voll Kohlen kaufen), und wenn sie Glück hat, verschläft sie sogar ein paar Stunden von dem leeren Tag und dem nagenden Hunger. Sie hat sich ihren Lebensabend wohl anders geträumt, die alte Frau, sie dürste sich ihn anders träumen. Damals, als sie, blutjung und reizend, aus dem angesehenen ostjüdischen Vaterhaus in das Haus ihres Gatten, eines tüchtigen und geachteten Kaufmannes, trat, damals, als sie zwei hoffnungsvolle Knaben die guten, alten Brauche lehrte, als sie im Kreise gebildeter Menschen die Freuden der Geselligkeit, des geistigen Lebens genoß. Später, als ihr Gatte ganz plötzlich auf einer Reise starb, ward ihr Leben wohl Mer und ernster. Aber es gab doch noch Glückes genug. Der Tag, an dem der Aeltere das Doktordiplom nach Hause brachte, der Tag, an dem er ein^ schöne und aussichtsreiche Stellung erhielt, der Tag, an dem der Zweite, das Nest« häckchen, zum ersten Male mit der ganzen Würde des jungen Beamten ins „Amt" wanderte. Hoffnungen umblühten die Mutter, süße, selige Hoffnungen^ wie sie dereinst der Braut gekachelt. Zwei Jahre später war jedes Hoffen erstorben, ruhte ihr Zukunft in zwei schmalen Gräbern. Es blieb noch die Arbeit. Viele Jahre hielt sie die Frau aufrecht. Nun ist auch das zu Ende. Erschöpft und verzweifelt kämpft die Greisin mit der furchtbaren Zeit. Die wenigen Verwandten sind alle geistige Arbeiter und können nicht helfen. Gleichgültig gehen die Fremden an dem Menschenschicksal vorüber, gleichgültig die jüdischen Schwestem und Brüder an der Not der Stammesgenoffen. Die alte Frau klagt nicht. Und bitten hat sie nicht gelernt. Ihre Erziehung, ihre Sinnesart,' ihre Erinnerungen verbieten es ihr. Aber sie ist arm und allein. Und sie ist 79 Jahre alt. a. r. los, die fromme Tante in der Strozzigasse so zu erschrecken! Man kann doch schließlich nicht wissen, ob die verdammten Juden nicht am Ende wirklich so bösartig sind, wie man feinen Lesern täglich einredet, und ob sie nicht doch einmal auf das Ansstellen der „Falle", in die sie bekanntlich durch ihre Spenden die arglosen Agrarier , locken, einmal verzichten, zumal sie ja täglich in der scharfsinnigsten Weise „entlarvt" werden .. . Die Folgen solcher „Chuzpe" wLgar nicht auszudenken! „San ma froh', es war nix!" Zu deiren, die sich besonders rasch von ihrem ersten Schrecken erholt haben, gehört auch der deutschvölkische Diener. Er hat auf dem schwarzen Brett der Universität Agende Kundmachung an die Studierenden" verlautbart: „Der jüdische Hochschulausschuß hat eine Eingabe au den akademischen Senat gerichtet, in welcher die der Lei- -lung der Vereinigung „Judäa" ausgesprochene Mißbillij gung als Unrecht bezeichnet und dagegen der Protest beim j akademischen Senat eingelegt wurde. Denselben Inhalt j hatte eine an den Senat adressierte Resolution, welche von : der jüdischen Studentenschaft Wiens in dieser Angelegenheit gefaßt wurde. Der akademische Senat hat in der Sitzung vom 7. d. den einstimmigen Beschluß gefaßt, diese Proteste zurückzuweisen und festzustellen, daß die Proteste ihrer Form nnd ihrem Inhalt nach ganz ungehörig seien. Der akademische Senat hat ausgesprochen, daß er Anwürfe gegen den Rektor, wie sie in diesem Protest enthalten seien, sich verbitte, und beschlossen, dem Rektor sein volles Vertrauen nnd seinen Dank zum Ausdruck zu bringen. In derselben Sitzung hat der akademische Senat die Eingabe der deutschen Studentenschaft, welche Forderungen enthält, die ich als Grundlage für die Verhandlung der Frage im akademischen Senat anzunehpren erklärte, zur Kenntnis genommen, und einer Kommission zur Vorberatung zugewiesen. Ich setze hiervon die Studierenden in Kenntnis. Der Rektor der Universität Wien: D i e n e t m. Bor Tische las man's anders, nämlich bevor es sicher Ibar, daß die Professoren- und Studententtsche nach wie vor gedeckt sein würden. In dieser peinlichen Situation stellte ffich der wackere teutsche Rektor als ein Opfer jäh über ihn ' ihereingebrochener Erignisse hin, seine Deklaratton sei nicht Won seinen Anschauungen, sondern nur von seiner Geistesgegenwart, um Weiterungen zu verhüten, diktiert gewesen. Bei dieser Gelegenheit hat er auch gestammelt, daß er die Forderungen der deutscharischen Studenten für ganz undiS- Iutabel Haltes Jetzt hat er sie einer akademischen Kommission zur „Vorberatung" zugewiesen. Was er in der Angst vor dem Versiegen der jüdischen Opferfreudigkeit als Ausgeburt unreifer Jungenpolitik verhöhnt hat, soll jetzt eine würdige Korona hochgelehrter Männer ernstlich beschäftigen. Und da verlangt man, daß das Volk, in dem -die Forderungen des gesunden Menschenverstandes und der Rechtlichkeit noch lebendig sind, vor so einer Korona Respekt empfinden und diese Repräsentanten der Wissenschaft als seine geistigen Führer anerkennen soll. Schöne Führer, die selbst jeder Verführung erliegen: an den geraden Tagen dem jüdischen „Tischlein deck dich!" und „G o l d e s e l e i n st r e ck d i ch!" — an den ungeraden dem hakenkreuzlerischen Knüppel aus dem Sack!" Muß man mehr sage«? Es gibt Elend, das nicht viele Worte erlaubt. Jedes Lnterstreichen der Einzelheiten, jedes Betonen der Bedürftigkeit wäre Verrat an der Armut Heiligkeit. Der Fall der alten Witwe bedarf auch keiner wortreichen Darstellung — er spricht fiir sich selbst. Sie ist 79 Jahre alt und hat vor mehr als dreißig Jahren ihren Mann, zehn Jahre spater ihre beiden Söhne begraben. Jetzt steht sie ganz dkm in der Welt, kann nicht mehr arbeiten und kann sich in die neue Zeit nicht finden. Bis zum Krieg reichten ihre Kräfte noch ans, sich durch Näharbeit das Stückchen Brot zu verdienen, das ihrer Bedürfnislosigkeit genügte. Jetzt wollen die Augen nicht mehr, jetzt können die zitternden Hände die Nadel nicht mehr regieren. Neunundsiebzig Jahre — muß man mehr sagen? In diesem Alter hat man ein Recht darauf, umhegt und umsorgt von der Zärtlichkeit dankbarer Kinder und Enkel, auszuruhen, den Plagen und Mühen des Alltagslebens in stillem, wohlverdienten. Behagen eivtmckt zu sein. In diesem Alter muß die Witwe sich mit Zimmermietern herumzanken, die die Weltfremdheit der Greisin für ihren Vorteil ausbeuten, muß die Hausarbeit bestreiten, muß Treppe auf, Treppe ab.laufen, die notwendigen Bedarfsgegenstände zu besorgen. In diesem Alter kann die Frau nur ein Mittagessen Mommeit, wenn das Wetter günstig ist. Denn sie hat Schuhe, die das Wasser eindriügen lassen. Mt «S Wisse oder Kälte — -«G wann qäbe es b& im Mische KLuftler in Mm» ES bilden sich Talente in der Stille. Als eine tief eingewurzelte Anschauung kann die weitverbreitete Meinung gelten, daß die jüdische Nation bildende Kunst niemals hervorgebracht hat: womit man auch oft genug in tendenziöser Weise darzutun versucht hat, daß der jüdische Geist an Produktivkraft positiven Schaffens unzulänglich sei. Hingegen hat in letzter Zeit die kunsthistorische Wissenschaft, gestützt auf viele Stellen der Bibel, sich ein Bild davon zu machen versucht, was vor Beginn unserer Zeitrechnung im alten Palästina in der Skulptur geleistet wurde. Aber von der Allgemeinheit unbeachtet, gibt es heute noch in galizionischen Tempeln Dinge, deren künstlerische Bedeutung hinter berühmten Werken gottscher Kirchen nicht zurücksteht. Durch das biblische Verbot der Verbildlichung Gottes ist es erklärlich, daß die jüdische Nation in der Malerei nichts geschossen hat, bis sie in der verjüngten Geistesrichtung der Moderne Maler hervorgebracht hat, bereu künstlerische Vollendung — wo sie doch nationaler Vorbilder durchaus entbehren-, lediglich aus ihrer Eigenart heraus einen jüdischen Stil geschaffen haben — ihnen einen Weltruf gesichert hat. Aber das Wiener jüdische Publikum weiß von seine» Künstlern nichts, oder zumindest nicht viel, wogegen das Ausland, insbesondere aber Amerika, diese außerordentlich würdigt und schätzt» , Dieses Moment veranlaßt uns, m zwangloser Folge Aussätze über in Wien lebende und wirkende Künstler, in erster Linie Maler, erscheinen zu lassen, von denen wir einige der bedeutendsten heute nur kurz anführen wollen: Jehuda E p stein als Porträtist. Otto H e r s ch l: Genrebilder. Prächtig ist zum Beispiel sein in der letzten Ausstellung de§ Künstlerhauses hängendes „Fest im Freien". Otto Hoffman» ist im Krieg dem größeren Publikum durch seine in verschiedenen illustrierten Zeitschriften publizierten Bilder bekannt geworden. Auf der letzten Ausstellung hat seine Kreuzabnahme" Eindruck gemacht. Philipp Kaufmann. Dieser junge Künstler hat in Landschaften eine unsagbare Stimmung und in Porträts feine Charakteristik mit einer Meisterschaft zum Ausdruck gebracht, die seines Vaters, des unvergeßlichen Isidor Kaufmann, durchaus würdig ist. K re st in hat eine speziftsch persönliche Note m -er Darstellung jüdischer Charakterköpfe, —«er. * Das Neueste ist... Das Neueste ist der Notverkansi Cr ist die spezifische Form in der Wiener Billigkeit und drückt schon in seinem Namen ruS, daß die Herabsetzung der Preise, der Not gehorchend, nicht dem eigenen Trieb erfolgt. Ja, eS wird billiger in Wien, selbst der Taube kann es sehen, selbst der Blinde Muß es höre». Bösen Zungen, di« behaupten, der Notverkaus sei die Frucht der Verbindung von Fremdenflucht «und Woih-nachtSokfasiVn,. sei entgeMiMhaltsn, -daß man heutzutage nach der Abstammung nicht fragt. La recherche de lr tzcuernite^.. Im übrigen stellt der Rotverkans das Gegen- HC Vezenlber '192*2 " Sette"/, von UMrt, IMimi, KMIl, IMlHlta GOTTLIEB HORAK Ill.Salssianergassc 26, Ecke Itonms Beginn Verkaufes Montag den 11. Des. ' stück zum seinerzeitigen Angstkaus dar, nur zeigt sich dabü daß die Kaufleut« doch entschieden mehr Mut besitzen als ihr Kundschaften. Man hat „um jeden Preis" gekauft, aber nwa gibt durchaus nicht um jeden Preis ab. Immerhin — su langsames Herunterklettern beginnt, nnld bfe Million hat aus gehört, Währungseinheit zu sein. Der Herr Professor far« wieder durch di« Stadt spazieren, ohne Anfälle von Herz beklemmung und sittlicher Entsagung zu bekommen. Er stell mit Genugtuung fest, daß der Preis firr einen Raglan sch« aus die Höhe seines Normaleinkommens herabgesunken ist uft beginnt leise mit einer Aktentasche aus Ziegen-, Schaf-, Ka mnchen-, Stier- oder Seeschlangenleder zärtliche Blicke zi tauschen. Besagte Tasche wird jeden Tag um „zchn" billig» und der Mann der Wissenschaft hat mit gewohnter Gründlich feit schon fostgestellt, wann sie, nach allen Gesetzen der Logil umsonst zu haben sein wird, ist daher mit dem Laus der We! sehr zufrieden. Minder freudig gestimmt ist seine Gattin. Sri mußte zur bitteren Erkenntnis kommen, daß man um so mehj Geld für das Essen braucht, je billiger das Rindfleisch ist Weil man es im Zeitalter des Notverkauses nämlich esfch will und sich nicht mit der ästhetischen Freude der Betrach tung begnügt. Mit Wchmut gedenkt sie der Zeit, da selbst du wilde Männerwelt fviedlich im Ersatzspinat weidete.' Es if vorbei. Die Panter in Prosefforengsstalt sind wieder erwachs Seufzenerkennt die MittelstandShaussrau, wie teuer -Ä Billigkeit kommt. Kater Murr.! * Sitzungen im Rathaus. In der koinmenden Woch hält der Stadtsenat Dienstag den 12. d. um 10 Vhv vormittags, der Genreinderat Freitag den 15. d. um 4 Äh, nachmittags Sitzung. . j * Wem gehört der Ring? Wie seinerzeit berichN! sind im Marz dieses Jahres bei der Firma John Deutsch auf her Tuchlauben große Spitzendiebstahle vorgekomment bei denen der Schaden in die Millionen ging. Bor einige^ Tagen wurde in Preßburg der 23jährige Künditor Johann Schwefel wegen Bedenklichkeit angehalten und, da et auch in die Sprtzendiebstahlsgeschichte verwickelt schien, nach Wien gebrächt. Man fand bei ihm einen Siegelring, der ganz aus Gold ist und auf der Goldplatte die Buchstabe» „I. W." 'trägt. Man mutmaßt, daß der Ring .von einem Einbruch oder Diebstahl herrührt. Mitteilungen sind an Polizeikommissär Du. Tornah im Sicherheitsbureau, Roßanw lände Nr. 7, erbeten. Schwesel wurde dem Landesgericht eingeliefert. > ) * Entführung. Die in Brünn wohnhafte BeamienZ»! gatttn Emilie C., zeigte am 23. vorigen Monats bei dev Brünner Polizeidirektion an, daß der 36jrhrige vormalige Brünner städtische Sicherheitswachmann Rudolf Cech, ihre 19jährige Tochter Agnes unter dem Versprechen, sie ehelichen, vom Elternhause weggelockt hat, und sich nach! Wien begeben haben dürfte. Die Brünner Polizei setzte das! Wiener Secherheitsbureau davon in Kenntnis, und dieses hak das Paar am 8. d. M. in der Qnellenstraße 36 ausgcforfcht. Cech, der von der Brünner Behörde wegen verbrecherischen Betruges und Heiratsschwindels gesucht wird, wurde verhaftet «nd dem Landesgerichte eingeliefert, das Mädchen in Schutzhaft genommen und ins polizeiliche Jugendheim ge-! bracht, von wo es seine Mutter abholen wird. * Kostspielige Angestellte. Die 21jährige Leopoldine HL. berer war als Buchhalterin bei der Firma „Tomito" in der Kolingasse angestellt. Sie hot, wie erwiesen wurde, bei dieser Firma 409 Dollar «nd 230.000 Kronen unterschlagen und die vielen Millionen innerhalb der letzten Kwei Monate arvgeLlich für LuxnSartiöel verausgabt. Cs besteht die Vermutung, daß die SHadenssumme mir diesen etwa 30 Millionen noch fange nicht erschöpft ist unid daß das junge Mädchen im ganzen etwa 2000 Dollar, mehr als 140 Millionen» veruntreut hat. Die Haberer wurde am 8. d. dem. Landesgericht eingeliefert. — Am 7. d. wurde der 16jährige GeschäftsdMreT Joses Kampf-! müllev verhaftet, WM >or bei der WivDvavenifiMn-a Rauh-j mann M der Estechazygasse, bei der er als GefchäDdi'erie.r in, Stellung war, wiederholt DiebstoMe mit einer Schadensfrmvme von mehreren Millionen verübt hat. Zugsleich mit ihm wurde auch der ISMvige HUfSarbeLtn Paul Ondrasowicz verhaftet, w-oA er dem Kcmäpfmüller keim Berkansie btt gestohlenen Sachen bchiMch war. * «»tMtatter jüdischer Skn-ente» cit k«r AtcfifQute für Welthandel findet am 16. L. in den Sophien» Me» »in Kostüm ball fiait. Karlenim Vereinslvtzal der D »rintgung jüdischer LSrer an der Sochfchule für Welttzanösh 2. Bez.. Tudorliratze l-$, und am Schalter der „W i«u er Mvr-eu-eitrins." * Gl« OherkN»>i»«Nk «118 Defror>»«rrk. Aus Brünn wird semrldet: Das MilMdvmmando teilt mit. daßider Oberstleutnant Zaroitn Kommik. der das Scheckkonto der Filiale W DHHfSrotrpfletttnfteft 7 ln Trvppau führt, durch detrügerifcha Mantpuladonen in zwei Fällen» im ganzen LS0.000 K. verun« aer^rhal und verschwunden ist» Wie die disheri-« Untersuch»»,, »ttatf Sß er ins Ausland geflüchlei. * Sie jüdische Braut des Cx-Reichskanzlers., Die rechts, stehende deutsche Presse richtet höhnische Ärrgrifje auf den -eben gurückgetwetenen RmchÄanAer Dr. Jassf W-i r t h, weil vc sich vor einigen Tagen mit einer Mischen Fra« verlobt hat. .S&» Braut ÄeS Dr. Wirth fall nach «mer MtiMmeg der Wochen« schritt „Dmifche RepublÄ", Frau Gutftmann» güb. Auerbach, die Stieftochter uud EM« des vÄymüen BauKers und- BmLnkonigS Hugo I. Her^Lrld jom,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.