Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1371 (4.12.1922)
- Date
- 1922-12-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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8B28)nsnnnerS7oe ^i«n: Zum Abholer* -In d<?;. (Srpedition, It.Tabürslr, 1 »der in einerVenfcMfticistcfi* tfTrdTk) incnall. ■% 23.000 Mit Peahrersand Br Wieno. Oesterr. monatl. K 28.000 Fs ehe eh o-Sl owak ei: Mob. K17. Ungarn: Man. K600.Jago5h.wien: Mon, Dinar 30. Polen': Mort.: Mk. 3500. Dectseh’nnd: Mo». Mark.800. Frankr., Belgien: Monatl, Frcs. 8' MF* Na«liE«lilu aj«n -7NK txi 'PrueerbohäBi'«« vwheliaKw Wiener TssfKftcfctteSfewftfetsf i i «schach. K 1«20 Italien: Monatl 10 Ihm Rumänien, Bulgarien* Monatl. 00I Lei bezw. Lew* S eh weia and da» übrige Ausland maoatKch Frei. 3» RedakjBmn. ÄdifuniatratSon Wien,IL» Taborstraaae 1 —3 Telephone: 44^38,4S»3*19< ab: 6 Uhr abend*/ 16-301. Tel.-- Adr!: ,Morgen*eÜ«ngu - Wien '' Oeaterreiebiaches Pr hassen- Konto Nr Sr. 1351 Men. MMag. 4. JezMer 1SLS 4.3chrglmg KeinskMchtzkWMtW K»e MSrmg des WchsMzlers Lmr. B 111 i n, S,' D^zeyr'ber. Bei dem Empfange ßtzs Prreürs „B e t’J X n t t!.$ r « f f «"/ tnt sieichstage fügte Reichskanzler Cn » v zu den »exsammelten Journalisten, semKabinett stehe ans dem dopen der Verfassung ttttji sei sich in Ut jetzigen schweren geh seiner dollen SB'eranLworinng bew»tzL Ler Reichrkanzrer kam sodann auf die deutsche Reparalisnsnote vom 1.4. MvcmL'er z«, sprechen und sagte: „Das lSertraue» wollen und Massen wir wsider gewinnen, aber l»ie Welt soll auch zu uns Vertrauen haben. In Frankreich hat man gesunden, daß unsere Erklärungen betreffend die Sieparationen um Enttäusch«^ Hervorrufen können. Der ßlcnndsatz, daß wir nichts leisten, mutzte jede Verftandi-- zang Unmöglich Machen. Ejus Vernichtung und der Selbst-- mvrd können aber.nicht die Forderungen des Gläubigers ttssrNen. Deu.schi'aud und Frankreich müssen in Verhandlungen emtreierr, rv^rm sie pt einer Lösung des Problems kommen wollen. Ich mutz erwarttzu, daß Frankreich jslanbt, was ich im Namen Deutschlands erkläre. Bei allen Verträgen, die ich als Privatmann eingegangen bin,. habe ich mein Wort gehalten und ich werde dies auch Fran kreich gegenüber tu«. Wir warten nicht aus düs Mitleid der Welt, aber wir ltznuen nicht mehr leist e n, als die 9lote vom 14. November enthalt. Aus der Mte Frankreichs ersieht man, daß der richtige Frieden vpn der anders« 8 eite n o ch nicht e r kan n t Warden ist. Wenn Qnrecht geschehen ist. soll eswiedey gutgemacht werden^ Ander,erfekts werdur wir nicht zugebM,/dag auch nur ein Vtern in deutschen Landen van seinem Platze verrückt werde. Daraus Mnwr sich unsere Ra.l ksgenoss tn.iji Mfast« mir wähl .' du - M a t e M l l . Deutschland,' aber kein seelisch vera.c.»r't'e's" Deutschland vorstellm. Ehre.und.Würde nMen uus erhalten bleiben." Der KeichMnzltzr. schloß. mitdem.' Gelübde, Deutschland mit Aufovserung seiner günzen Kraft und Persönlichkeit zu dieueu. Ire MMUches, RWWMvWplML. MrMert imd verbannt. _ ,__r _ _■? f"t i? u UiK MrrzeUre gehende P i 5 u e f 1t ,x d ie Z u s a n* m c \\ t u « f t __ . ch ul d e n wieder . aufnehmen und ihn den gegenwärtigen Umständen anvassen. Me M«er lei« MmütMum. Psris, 3. Dezember. (Wolfs.') In Besprechung Der gegenwärtig in Ausarbeitung. befindlichen französischen Reparativ u s p. l ä u e' für die Londoner Vorkonferenz schreibt der ..Petit Parisien", . ror allem scheine man die S u m in t sestsötzeu zu wollen, die Frankreich für seimn Wieder a u f.b a.u ' von Deutschland fordern müsse. Die ftünzöstschc Reparätionspolitr? und vielleicht auch die PoiiÄ 'abzüglich der iMraUierieu Kriegsschulden würden in ihrer Gesamtheit begründet werden. Die französische Regierung 1 fei' dem Gedanken, Deutschland ein neu 18 M n rato rinm v v n e i n b i s z w 11 M o n o't cs..» zu ge w ü tzre n und sich für den Augenblick mit einn p r v viso r i s.ch e n A ö su n g zu begnügen, w e t\i g gü i: st i g gesinnh Sie habe der englischen Regierung ihre Meinung, in dieser Angelegenheit bereits bskanntgegeben. Me^ sranBfische Auffassung scheine zu sein, datz nameritlich e i n Moratorium nicht oh ft't > P f ix« d tt g-> wahrt werdest könne. M KsbdikttsM^ M" Ijjfflmea. ' Madrid, S. 'Dezem'k>6r. Die'- durch den! ML-' «fit der Minister des AeußeM^ .uyd. 'fttp. 'Justiz nyttpaMg' gewordene Umbildung das .AahytMs-. hat die e st ä fig« n g des Königs Msimdün. Das<Mnistenm-m des Micher.« ühernineml der bisherige. FüranMiLnstür PeLgamur. Zustt Iustizministcr wurde Ca uO l, MU. FchuuMmisier. .R-u-' oito, zum Unkwichtsuttüistsr C i e ü a und gum Ar-- beiSminister Biguri ewarmt. Die übrige« Mrwliebrr KfibMM Smrckes Onerva UM« - M Mt«, ' ' A t h e n, L. Dezember. <HavaSr) Der -Krozetz gegen den Prirrze«. A n b t e a s Hirt heute -riih vor dem tm PrLrlirmeM Lageride» Kriegsgericht begonMeir. Der Priuz steht urrter der Anklage, aLs Korpskvmmandant den Befehlen des Oberkommandierenden nicht Folge geleistet und dadurch den M i sierfoLgdesFeldzuges herbeigefirhrt zu haben. Der Prinz tvar s e h r b e w e g t, als er die Fragen des Vorsitzenden bestutwortete. Der als Zeuge einveruommene Chesstc'ÄVertreter des GeneralsLabes -P ap u l a s. Oberst S a r i j a n n r s, sagte aus, General P a p u L a s -habe dem Prinzen Andreas als'dem Komman darrten des zweiten Korps befohlen, auzugreifen, um den"dritten Korps Lust zu machen. Prinz Andreas habe geantwortet, ein A n g r i f f sei mi^t Rücksicht auf die Stärke der feindlichen Verteidigungsfteltung nicht m o g l i ch. : 0;e;ts-ij annis versicherte, wenn der P r r u z den B e fehl befolgt hatte, wäre die Schlacht am Sangaries gewannen worden. Er erklärte, der Prinz habe mitxf einem Rücktritt gedroht, wenn her Kommandant auf der Durchführung feines -Befehles bestehe. - /' i" Auf Befragen bestätigte'. Henexal P a» p u l a s, b«s& der P rinz nicht sj$gefefe£: worden sei,Werl er derBruder des KKnigs geweseW sei. ■ '•;•;• •. .:.• gehen den. Prinzen lautete 'auf'' ntilii ä r ische /-De gradati nn -und-, mmet» währ endeB er bann nn g;., Ath e. n, 3. Dezember. .^Habäsi) Das Urteil, das um.'11'Uhr nachts gefMt wurde, erkennt den-Prinzen einsLimmig tzes Unge- .horsams und des .-V.^r'lnssens seines Po st ens , v v x - d e m; .'K.e rüde schuldig. Ms mildernder RwsiMtd wurde ihm ferne - tt n t r f a h reu h e i L ' ' r m' / Kommando von' großen - Es n he i L t n zugebMgt.' - ' , Venizelos gegen die MUMrdlltMr. . Paris, §. Dezember., (Havas.) Zu -.einer. Unty» redung mit dem Lausanner Berichterftaiier des Mati»^ eckannte V. e n i z e l o s die Richtigkeit,, des. Textes seiner.kürzlich verösieMchten Gehrimdepeschch' an/machte jedoch' bezüglich der EinzelheiLen. gewisse Vorbehalte. Er versicherte, daß er keineswegs eins.K'o.litik E u g l a nds betrieben habe, soü'oerlr eine Politik, der'Alliierten. Bezüglich der Hin r L ch L n n g e n in Athen erklärte D e«i z e l o s, er habe s e in Möglichstes g e t a n, :r m sie z n v e r ch t n d e r n. Noch/ am 8. November habe er d i e f ü h r enden P e r'.s'.ö.n li ch k ei t e n . G.rre ch.eul and s / .b esch'w-o.reu, sich Zu mLßigen, da dseH 1 ellung G r reche n l a n d;? sonst u n h a it b'/a r. würde. Schließlich erklärte B e n i z e l o s, -r „ b e s ü r ch t t eine scbreckliche Militärdillatnr. Me stmMsche MZiermg rxchGrtigt sich. -Paris, 2. Dezember.' (havüZ.)' /Die" Ha? t'u n g> der französischen Regierung tzegeichher dmEreignissen in Griechenland vermag durchaus N'i'chL zweideutig Zu erscheinen. .Gleich nach" dech AMnich,der Revolution in Athen, als mau befürchten konnte» daß unver- Zöglich Vergeltüngsmaßregel» gegen Könitz KoManti«^ und seine an der Niederlage in Kleinasi?» berantwörtMen Mimster ergriffen werden - würden: heit'.'.'dtr-/sMMsche^ Gefan-Ls gleich seinen AmtSgsioffen/b tzr.-d.tzp?L<Utz tisnäre«R^egurung Schr11t.c ttitfceMo««eu,. .um/derb GedankLü/der HumaniLLL, - ZnteWsM« Ua »K ZUM!?». Loudo», S. Dezember. . (Reuter/ Der König von Spanien har.' wie -verlautet,.'den-Uustrsg. ge* geben, t n Ath.e n Z u g u n. st e n'. d/e? . P r i n z e n .Ä vdreas^Schritte.zu u-rr' i t x n-eh ut c xt. IMM» Poris, 3. Dezember. (Havas:) --Wie der „New Vor§ Herald" aus W a-s h i n g t v st/ - meldet,- chat' der griechische Son'oergejandte Sore m ila s i n folge der H i nr i ch t u ri g e n i n A t h-e ü se i n e Demi s s r o rr gegeben.- : : ' "; Frankreich seitens einer auLorisierten griechischen Quelle verständigt, daß-die chel» '! e ui s ch eu Behörden zur Milde! g:e ue i g t wären, J/daß sie sich jedoch unbeugss'« . ze/rgstv--Würden, wenn der vom Ausland aus ge übte Druck ',zugu-steii der Angeklagte.u.»i ch/r mUfhöreu . .'sollte. Unter diesen ÜMsiänd'est glaubte Frankreich 'aus jede nestsrs.ich-e' Ei««ischti-b*rZ-ichteu'! .zu müssen und dem-achtete strenge.NsuLrüM.. . . . \ : \ , ' HM« M HrchgrieHeMmd. \ ■ _ Pasis, 'S. Dezember^ , (Wolff.) Senator de j 'Z v«d.e n el spricht sich im „Deuvre" 'gegen'/dey . durch s die' v-mzelistischr Politik vertretene«/ griechischey Im» \-pcrt'ß11smu8 .ans. der ein Groß-griecheulanst \ zu1 schaffen bestrebt fei. 2 o u ü? n e l. schreibt:- Ich bin A '.Bestreben, das Gebiet des Vaterlandeszu verarößeren. Ich freue mich, baß in diesem so berechtigten/ Gedanken auch solche französische Blätter übereinsiMmen. die täglich t die Annexion des Saargeb'ietes und .die - Besetzung des RuhrgeöieLes verlangen. - ' - - M KlkAfkl'M M« LliNfmme. LÄtLkonAL, 3. Dezember. (SLweizerjsche-.Devescheuagcuiur.) Die Kommission für AEänderstageu hielt gestern nachmittags unter dem Vorsitze des Marchese. Gar.ro'ni ihre erste Sitzung ab.' Z s m e t -P u/s ch 'a legte ein-- gehend die Auffassung der türkischen Delegation dar. Die ' BertreLer der Alliierten aneri'annken HÜÄnükig,' daß düs System d e r; $ q » i i u I a t i » n ein Än heutigeir Verc.Lltnisftu n i ch t m ehr 'ents p.rich t,.' wenn es aber auigegebeu werden soll, müßte ei n t andere -Regeln ug Platz greifen.- ' '" / 'Ismet Pascha verlangte:dieAiijhebuug der Kapitulationen, da die B^rehuugeu zwischen der Türkei und den übrigenSLaaten.einzig ai^stder'Grundlage der GleichberechLigung' aller?cationen geregelt werden tonnten. . , Der Vertreter 2 a st a v. 8 crMrie, - baß er den türkischen Standpunkt verstehe,, denn' auP Zapan habe das Regime der KapiLulationen Mfgrh'obe«/. doch -sei'. die AüfheLung.u i ch L u u v <r r mit L c i t HfölHt, sondern. die . Kapitülaüoum. seien. nach und - rrqchburch. ein. .ardsres. System ersetzt worden. / Die Kommission beschloß hieraus.die Bildung /dreier U n L e r L o mm iss i o n 'eil.".' ^Dre eine - wird | JitiV mit drm. SLatut'der Ausländerhinsichtlich'der Nieder-- » lassnng und der Gerichtsbarkeit befassen, die. .'zweite wird stie-wirtschaftliche Seite des gleichen StaLüch .' prüfen, während die dritte sich der NaLionalitätenfraZe'/Upd der .-Frage der archäologischen ForschuNgen znwsnden wird. i M« MMfirmg/..-.'-'/ ' i - . / Lundou, 3. DezerrrbW. Das.ReutL-rschs Bu.i'Lüu. erfährt,. 'daß bezüglich der Fürtschrn'Le der..LÄrsiürner Kouifsfimz- Sein' 'Grund zu PeffimirlmuL 'besLrhü' urist 'daß es wicht wshxschemlich sei, Laß bk .KorchwüNZ/irr' kir^tzzer-' Zefi -?Werde vertagt werden. Die. Konferenz.kollidie«'.^ nicht mit. dyr' bevorstehenden Brüsseler Konferenz. Das Reurersche! B'rrsay - bezeichn^ die - Aünospharc, der: Änffüunc.r Kon- \ sewnz sina%e»«Utcit als sehr günstig. -> ZS8 ZMNMzWSSM MgMZMML. WurLe noch emmal in dritter Lesung tzvrM/isL -aS GanvsxungKrveck, soweit eS