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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-03 · Heft 1370 (3.12.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1370 (3.12.1922)
Date
1922-12-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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I IWH IHBIWlilil ■! Illi IIIB um UWIW»W»a» > bWill I -Hl1 I III IIIII j i j ■' f i;?! * f l y i I Seite $ Wien, Varmtüg Haupt nicht gern« mit Beamte au und öri Juden war nicht einmal Vre Geneigtheit vorhanden, die Sache in Erwägung zu ziehen. Privatunternehmungen wehrten gleichfalls die Zumutung, eine weitere Kraft zu beschäftigen, ab. Die abflauende Konjunktur — man könnte nicht wissen — der Betriebsrat — die Unternehmersorgen für den einzelnen sicherlich bedauerlich genug — Zeichen der Zeit -—*. So ging eS fort. War die Empfehlung besonders warm gewesen, dann sagte man ein paar Worte d^s Mitgefühls und schrieb die Adresse aus. Damit war die Angelegenheit erledigt. Der Stellensilchende lies sich die Füße wund, er würgte die Trmütigungen hinunter, er bemühte sich, sie nicht zu bemerken, nicht zu verstehen. Allmählich begann er einzusehen, daß er große Schuld auf sich geladen.- Wäre er Tischler, Schneider, Eisendreher gewrfen, vielleicht hatte es für ihn doch noch eine Hilfe gegeben, aber ein geistiger Arbeiter war das überflüssigste Geschöpf aus Gottes Erdboden. Mochte er noch so nachdrücklich seinen Fleiß, seine Umsicht, seine Tüchtigkeit beteuern, man machte ihm bald klar, daß man ohne Muhe von. fleißigen, umsichtigen und tüchtigen Buchhaltern „zehn an jedem Finger" haben konnte. Unterhandlungen in der Drovinz scheiterten. Der Weinhändler in dem oberöstervrichischen Städtchen meinte treuherzig, als er erfuhr, daß der Bewerber Jude sei: „wenigstens" tanken müsse er sich lassen. Und da der Stellensuchende sich auch zu dieser kleinen Retusche nicht verstehen wollte, ergrimmte der Händler irr gerechtem Zorne und zog sich zurück. Der. Arbeitslose hob von treuem an zu suchen, Trepp' auf und Trepp' ab zu laufen, „Vakanzen" ouszuspüren, ,Beziehungen" zu wittern, zu kombinieren, dem Zufall nachzujagen, zn bitten, zu stagen, zu beschwören — um immer wieder abgewjesen zu werden. Wovon der Mann tte ganze Zeit gelebt hat? Sehr einfach zu sagen: erst vom Verbänden, daun vom Verkaufen. Der bescheidene SchnrrE, die Teppiche, die entbehrlichen Kleider, die gute Wäsche, das alles wanderte langsam ins Leihhaus. Und Lei jedem Stück sagte» sich die Eheleute: Das ist das letzte, daß mutz da§ letzte fein. Jetzt muß sich Arbeit bieten. Anfangs ging daS langsam von statten, mit langen Pausen zwischen den Besuchen in der Pfandleihanstalt. Aber je weniger wertvoll die Pfänder wurden, je rascher die Teuerung anstieg, um so rasender wurde daS Tempo. Und heute konnte man schon ganz wohl berechnen, wann das kleine LAn zerstört, di« Pwletariflerung vollzogen sein wird und SW» IfeE blanke, nackte Bvothunger einsetzt. Mmi konnte es berechnen, aber niemand hat den Mut In füllen Stunden sagt sich der Mann ja selbst, was da hrrankommt. Aber dann beginnt er wieder vpn Tür zu Tür zn laufen, hundert nutzlose Wege zu machen, leere Versprechungen eiWuheimsrn und mit Girr und Haß und rasendem Neid auf alle die Männer zu blocken, die bei einem Schreibtisch sitzen und ihre Arbeit tün. In letzter Zeit hat der Stellensuche^ viel Kameraden gesunde». Immer wieder Hort er: Wir können niemande» aufnehmen, wir hüben 20, 30, 50 Beamte entlassen. Arbeiter und Ingenieure, Handwerker und Buchhalter alle wandern sie dieselben Wege. Und alle habe» dasselbe hoffnungslose, ängstliche Lächeln auf vrn Lippen, daß Lächeln der Verzweiflung. Er ist nicht allein, ber ArbeitÄose. Hunderte, Dauseude ziehen dieselbe Straße, Hunderte, Tausende folge» hinterdrein. Wir haben dieses Schicksal nicht verschuldet, wir haben es nicht heraufbeschworen und wir können es nicht Äwenden. Das alles weiß ich. Dennoch empfinde ich t& MSS-SMEM —"Ti1.«.' t w (Hn vem«r« ArrÄ.*) Bon Ing. Joh. Mesner. - Im Rohmen einer ungefähr t70 Seiten starken. Broschüre rmt-ernimmt es Bertvand Ruffell, die gosamte Problematik dbe sich aus dem sozialen und staaklichen Zusanwienlebe» bet Menschheit ergibt, analytisch zu prüfe«. Wahrlich ein kühnes Unternehmen und ganz merkwürdig, je weiter man nr der Lektüre fortfchreitet» um sollarer wird eS einem, daß alle diese Probleme eigentlich gar nicht so verwirrend komplex find, wenn man, wie Ruffell e8 tut, mit scharf diszipliniertem, hellem Denken die Untersuchung beginnt und wenn man den Mut arfb Oe Fähigkeit besitzt» sich von allen herkömmlichen Vorurteilen zu befreie». Ein Werk, das in kristallklarer Diktion Wer olle bchari- Leiten Gebiete, Krieg, Religion, JMlstriÄ'mmS, SbaatenpolitH Ehe, Erziehung ufw. ufw^ mehr und aufschlußreicher ist als viele bändereiche Werke. . Russell ist Mathematiker und Engländer. Meise 'beiden Umstände geben de« Werke daß Gepräge. Mathematisch exakte Logik der Beweisführung nnd die Fähigkeit, Unkompliziert, unerschrocken und gevMrmg zu denken. Wohl bei keinem Bolle ist die Anzahl der einschlägige« Werke größer als bei den DonIWn, nirgends atim find diese Fragen gleichzeitig umstrittener ÄS mnerhaLb des Deutschtums, und das ist durchaus begreiflich, denn die einschlägigen deutsche« Werke find so umfangreich, kompliziert und abgrürckig tief, daß nahezu ein Lebensstudium notwendig ist, um auch mit einige derselben erschöpfend durchznavbeiteü. Man denke be-rspielsweise an Mckxr «Das. Kapital. GS ist mit Mcherheit anzrmehmen, daß etwa in Wien eS Mm mehr M zehn Personen ßifa,; die dieses Rrchenwerk wrcklich, er-, schöpfend und mit nchvlrchem PerstLndniSgelosen haben» denn eS läßt sich überhaupt nicht lesen, smckern m<m muß. «SMvelang studieren. ES gibt also nur sehr wenige Menschen, die «grS. einem *) Bertrand Russell: ^Grundlagen fit« eine soziale SSicttei MovgenzeMns. A« «vsere P. T. Abomenten! Herchchm» der SmesgebLtzr« Kr Lester« reich und tzte Ischecho-Slenakei. Die in den beiden kehlen Smexziffern chm Ausdruck aelargie geringe SrletSilnunder ivrrstchafllichen Verdällnrsse veranlaßt uns — obwabt unsere Ausgaben vorläufia noch kein' Minbenma erfahren bade» — in «rwar!»ng e uer bä'diaen?«-rbillikunrs der tvetedurosdofien die Bezussgebü-re» der „Wiener MoraenzMnq" 8 1. Dezember »erab'»fetzen. Für das Ausland erfol"t — tnt! Ausnahme von Dolen rmd Deui'chlond. für w^che Länder Inwlqe der Snllpsr ung der dorttsen Daiuia eme niäßi e lyhS-ung nolwendig ist — keine Aenderung in den Bewssprei'en. BamnseWrea ab 1. Lezember : vb»r»rn.«»f für Wie« (zmn Avhrlea im ExpeM »der tt» de» Detfchleißflerle») «aaawch ... JR. 28.ÜSV.— Eipzelverschleitzvreile ab Montag den 4. Dezember i 6»»»* n»> 2vach«lassn»at«re.I.M.— Wchnragsnvnmter . K. 70S.— Das 4bsrnev'ent »olle gesölliest rechizelfia in der nöchieaenden Der chleißfieke erneuert und die Bezngsgedlirr gkich. alldsrlss'dll erlegt werden. Seflerretch maasMch . . . ........ch. 28.9S9.» Tschocho-Olowakrt monattich ...»ttchech. ckl» 17.- Palen mrm"Nich. . . . pal». Warb SUlvS.- UtPattawie» tsanaflt^. . . 89.- DevrichSan- «aaattich . . . ...... Mae» 899.— S9a«9üie» «ariottich .... ... ßtl 99.— Satt«»- »aaattich. * « * hatt» fl% 1.89 Matte» «aaattich. 19.- Schweiz «aaattich . . « . . schwelg. Frank« S.- Feavttreich »aaailich . . . .Statte« 8.- Selstea asaattich. . . »tlg. Srane« 8.- SOgiaa» araaattich. .. . . . . SchMirrg 8- «meriba «aattlich. . . . . 1.- SaiPn: OeAerrekhllche» P»Mpark«fle«K»nfo 150.69$. Sschechs-flvwÄfUfch« $oPfp*«ft(3fftttftünf» (Prag) 894)51. Pslntsche« PoMp»r»»ff«rkor»lo (Warschau) 198.227 Seußschä» P»flsch<ÄK»»1s (Serif» W 7) 198.722. 2»ks«f«a: vsfdunk «. G. und der«» Filialen» das Sdrl-e «mnLMen r Bankhaus «bramvutri» Ducmestl, ftr. rlcademitt 4. Schweiz r Schweizer Bolksbank 1» 6t Satte». Faroflawien r P»stfpardaffe»Ka«ia (Zarred) 40.999. Slatteur Sazteta dt Sredilo Sommerciale Triefle» Dia »szzfut »9. Bi« Serwattung der .»Wirrrer Morgenzeitring" Wie«, ».. Tubarstroße 1—S Lelspho« 44.9SS, 41.319. alS schwere soziale Schuld, dennoch zittert mir die Haiw, da ich ansetze, um zu schrei-en: es gibt keine Hilfe. Du bist jung, tüchtig, arbeitswillig, du lebst in einer Stadt, in der eS viel Reichtum und diel jüdischen Hilfswillen gibt. Trotzdem mußt du hungern, denn du bist rin Ueberzahliger. Aber eS geht vielen andren gerade so. Und die klugen Menschen, die ruhig und geschützt leben, sagen, daS fei ein , Trost. KM. i ■■^«■■■■■■WMBWWqWMWWMiWBBiUgUMMWWW» ' m III—1111 solchen hveile ohne großen Zeikmchvand Neu«k-untniffe gewinnen können. ' Anders bri De-rtvand Ruffell. ES wird niememS, der guten Willens ist, daS Buch peglegen, ohne daß ihm vieles klarer und einleuch^ei^rr geworden ist, ur»d er wird für den kurzen Aufwand an Zott durch «ine Menge wichtiger, richtunggebender Neuerkenntmffe reich entschädigt fein.' Am wertvvllsten sind die Aufschlüsse, die der Autor unk über den ,Mieg als Institution" gibt. Ruffell steht den Krieg als der tte&el ärgstes Art an und enthultt dann mit vorbiMcher Klarheit die Ursachen, di« solch «in Greuel wie den letzten Weltkrieg möglich machen, respektive bedingen; und er schreckt auch vor den äußerste» Konseguenzen nicht zurück, wenn er über die Wege nschsinnt, die zu gehen wären, um ein ähnliches Unglück für alle Zeiten zu verhindern. So sagt er an einer Stelle (25. 78): „Es wäre hundertmal besser, «us materiellen Wohlstack), Macht, Mauz und . äußeren Ruhm zu verzichten, als zu töten und getötet, za Haffen uck» gehaßt zu werden, als in einem Augenblick toller Wut das leuchtende Erde der Vssvsan-enhest sortzuwerstn." — Und an einer cflweve« Stelle (S. 66): „Wenn Pazifismus Erfolg und eine g»te Wirkung haben soll, so muß er für die Kraft, die jetzt Nationen zu Krieg und Ze^tömng führt, eine AuswirdlnA finden, die mit Humanität im Einklang steht." Mutter — so sagt er» dem.. Sinne nach, dann an einer dritten Stelle — Mütter, die ihre Söhne auf das SchlachlfeÄ schicken, dünke» sich heroisch und sind eS auch bis zu einem gewiffen Grade, noch weit mehr. aber sind sie, ebenso wie ihre Söhne, beklagenswerte Opfer -einer traditionell durch Jahrtausende gepflegten, falschen Pose usw. «sw. Für seine -m beste» Sium cWlEnschdi^ Empfmduuge» weiß Ruffell aber, nicht bloß beredte Worte zu' fi-nden, sonder» er legte für sie auch ÄS Märtyrer hohe ZölMnschaft als er tvrgen seiner PulWatumisn' während des KviegöS in England zu mshrmonatiger Kerkerhaft' perÄrteiltS. würbe, waS ' chp nicht hindert«, auch nachher frlüe pazWffchen Grundsätze MrschvSSe» und mtt' derfeGeu. Ettwgi« zu' Vertvsten. Bon besonderem Werte auch' ist bä-, was Ruffell >Wer das PrvAem' der HndustviakiSrnuS' zu 'sägen' hcü. Um einen Lrtwgsichen Zustand Mschm Arbeitnehmer und Arbeidgeber za S. DezeMer 1S2S «». iiti zlouWcher LandestomUee. Die Konstituierende Sitzung findet morgen um hakh 7 abends statt. Wien« Lnternationalek Schachkoagreß. Sieger Rublnstetn. Der Kongreß hat einen glänzenden Verlauf genommÄr, und «S ist feststehend, daß er als ständige Jnstitu-tion der Mener Messe seine jährliche Wiedecholung finden wird. DaS große Turnier hat mtt dem Siege Rubbnsteins geendet, deffan Erfolg wir tieserstchend näher beleuchten. - Dem Sieger Rnbinsdem folgt ailS Zweiter Dr. Dartakower mit 10 Punkten. Er gehört zweifellos zu den feinsten Spielern tet Gegenwart, vielleicht auch der Bevgange-nhett. Daß ihm der Triumph fast immer versagt bleibt, mag daraus zurückzuführen sM, daß er sich wur im ärgsten Getümmel wohlfühlt, die Gefahr aussuM und oben'manchmal auch darin umlmnmt. Meister Heinrich Wolf hat von 14 erreichbaren Punkten nicht weniger als nounomhat'b horvingevracht. Wie gcavaltig s-cine SpiÄstävke ist, bewies er in seinem ibsmerkenswevten Sieg gegen Mjechin. Der vierte Platz des letzterem ist WM die größte Ueibervaschung deS TuvnisrS. Diellsicht war dieser groß-» artige Spieler, der in den letzten Jahren von Turnier zu Turnier eilte, dermale« etwas überspiott; jedenfalls werden ihr: die nächsten Ereignisse auf den 64 Feldern wieder in Fwnt sehen. Die nun folgenden Mmeister Tarvasch und Maroczh haben bewiesen, daß sie «och wohl imstande sind, sich mit den Jungen erfolgreich zu messen. Als letzte PvsiSträger folgen Grünftld und Reti. Beide müffen als hervorragende Kämpen angesehen werden, die in jedem Durniyr auch viel weiter vorn landen können. Es folgen Bogosiubow, Spiettnann, Sämisch, Bukovics, Takaes, König und Kmoch. « Morgen wird ein gemeinsames Mittagessen (um 1 Uhr n» Restaurant Kirnberger) die Schachmeister und die Wiener Schachgem-sinde vereinigen. Nachher wird im großen Sitzungssaal der Wiener Messe die PreiSverteilung vorgenommen werden. Den Abschluß des Schächkongvesses wird dann die am 5. d. um 8 Uhr abends in den Sophiensälen stattsindonde Schachreuwion mit anschließender Schachrcdoute bilden. Zum erstemnick wird ei« Schachspiel mit tanzenden Figuren geboten werden. Geheimer Rai Rinsar Simons hat das Arrangement bei dieser Veranstaltung, bei der bei den SLetch die Burgschauspieier KarL «ud Milipp Zeska mÄwvrken werden, ölbernommen. Die Schachspiel rmt tanzenden Figuren werden vom gesamten Schachopernballett unter der Leitung der Ballettmeisters Raimund auSgrfÄhvt. Besonder« Anziehung wird dies« Veranstaltung durch daS Mtwickvn. der flewtot Danzkünstlevm Mavilo Cremo nnd Ebinor TorbiS mit ihrer Pcvrtneri« Mam KoSjeva anSübm. Rach der um 11 Uhr brgi»Mendvn Schachredoute wird die Straßenbahn nach allen Richtungen verkehren. An diesem Fest werden die Vertreter der politischen und -ltteravischen Wett erschchM. (Karten bei Guttmann, Buchhandlung Szrttnsky ünd'im Sekretaviat de- Schachkongresses.) . Schlußsdamd: Rubinstoin 11^5, Dr, Tartaköwer 10, Heinrich Wolf 9,5 4—6, Aljechm, Maroezy, Dr. Darrasch 9, Ernst. Grünfeld 8, Richard Reti 7,5, Bogoljubow 6,5, Rudolf Spivlmann 6, BukovicS 6, Hämisch 8,6, Takaes 4, König 2, Kmoch l^i. * Der Kampf im Meffepalast ist beendet. Sieger blieb Rubinstein, eine ganze Reche Großer der europäischen Meistevgemein.de hinter sich lassend. Zu Beginn des Kongresses über seine Chancen befvagt, gab er bescheiden zur Antwort: ,Llch möchte meiner Spielstärke entsprechend abschneiden.* schaffen, hält er <S für unerläßlich, MbettsbedmArn-gsn zu schaffen, die dem Arbeiter ein gewisses Ausmaß von Freude an der Arbottsleistung ermöglichen, eine gewiss« Schaffensfveud«. Und daS wäre möglich, wenn statt der bisher allgemein übliche«» im gewisse« Sinne absolut mon-archischsn Verfassung der ■ omzeLnen Jndnstrvmmternehmungvn, solche mit konstitutioneller oder gar repMii'kaniisch«r Denfassung traten würden. Der einzelne Ardsiter wird sich dann nicht mehr als bloße Sache' fühlm, sondern wohltuend erkormen,- daß er -innechalb des Betriebes auch als deukonder Mensch eine Rolle zu spielen habe. Und eS «ist wohl Zeu-gmS für den Wert der Abhandlungcu IhuffellS, datz' das, waS er ün Jahve 1917 seherisch geahnt, >ge»' wünscht und vorausgesagt hat, kurze Zeit nach dem Kriege, allerdings bisher nur lbei .den BergwerksuntMnehmrm in England und auch da vorkläusig nur in böscheiidenen Anfängen, bevvitS verwirWcht ist, und zwar «in dem ©mime, daß den BerglMen durch ihre gewählten Del^gvcrien sine gewisse Einflußnahme auf die Verwendung der bllchmäßig auÄMwi«smen Gewinne zugestanden wu-öde. Der Trade Union dir englischen MetallaAeiter, die, tarn : daSsÄbe Ziiel M erreichen, vor eM'iger Zeit eine« großen Mveck bnsMierten, konnte bisher ihre Absicht nicht durchsetzen, eS wird ihnsn dies aber bei einom zweiten Anlauf, und zwar nach UebLrwindung.. der gegenwärtige schiveven industviellcn Stagnation in England, Wer geilmgrn, wodit-rch die von Russell Vovaus-' gesagte neue Aeva des JndustviailismuS svei-teve Fovtschuitte gemacht haben wird, um daun nach und nach überall und zur Ganze WrklWsit zu werden. GS ist zu wünschm und zu hoffen, daß auch die anderen PrMemlösungen,. die Russell vovschlägt, speziell die auf Kvisgs- Verhirddevlmg abzieLenden, sich in absohbärer Jett roabifieveu werden/ uud zwar wie er meint, durch Neuoicktellung der all- . gemein menschlichen Mwttvlttäl Es HLHeoe»l lebenSwertere Zick, ^durch. Erfüllung der. Menschesileben mtt. .a«de^ nvtt. besseM Inhalten uüd last,: not least d«rch Schaffung eines überstaab» Üchen wahren Vöüke-vbündes, ausgestattet mit einer ebenso über« ' staatlichen^ Arm«, Heven Zweck er ckber nicht sein soll, Krieg» zu Mrm. sonderu solche für all« Zubunft zu vechindem. Rur ein^ ällniie^chsichrtt Krieg soll «S geben, deck gegen den Krieg.

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