Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-11-29 · Heft 1366 (29.11.1922) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1366 (29.11.1922)
Date
1922-11-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980446--12993-2999597
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

gcrre y- -- Men, DNttwocy _ «kellt Svivd, daß der betreffende jüdische Vertreter seit! Man-- s -at nrederlogL und daß von der jüdische lt Gesaut! v-crtretnng «ine Erklärung avgegclbeu werde. In dem in eine.ut MzlanAichen Tone gohaltencu Schrevdeu heißt es u. a., daß. »i e Juden als Ga ff c überhaupt 1 eineRechte haben. Eine Antwort bis zur.gestellten Frist erwies.-sich rls unmöglich und der Rektor tz e r i Hoch s ch u l e > | ftt Welthandel, an den sich die jüdische Stuidentetl- I schaft ivandte, erklärte-, die Angelegenheit sei int Nahmen; )cr Hochschrüe glatt zu. erledigen und er wolle sich in dieser , Richtung bemühen. ®4c. Bertrellurg der jüdischen Truden- - tenschaft gab die Weisung, daß die jüdischen Studenten U-ontag nicht zu den Vorlesungen erscheinen. Dieser EinzelvorM, bei welchem ein jüdischer Stt^ Senk eine antisemiüsäw Aeußermtg in einer durch Erregung pl erklärenden, vielleicht zu scharfen Weise zurückwies, gab -teil DeulschnaLLonalen den lvilltonniMten Anlaß, mit einer Antisemitischen Hetze loszulegen. Die deutsche Studentenschaft, hielt'Montag eine Versanmrlung uttb erklärte, die gesamte deutsche Studentenschaft sei beleidigt worden. Irr sionstquenz dieser Erklärung wurden die hereits mitgeterl-' seit Forderungen nach dem Nutnerus clausus ausgestellt. Ein interessantes Moment ist nun, daß - der Rektor der Universität, ßen die ganze Angelsgenheit nicht das mindeste anzurg, sich >ie Forderung der deutschen Studenten.nach Zurückziehung -es jüdischen Vertreters an der Exportakademie nach einer klbbitte usw. zu eigen gemacht hat. Bei einer von dem Rektor der Universität gestern ein«bevufenen Bssprechung »eigten die jüdischen Studenten das Entgegenkcänmen, daß sich die Gesanltdertretung 'der jüdischen Studentenschaft bell:!'erklärt, den Zwischenfall zu bedauern, wemt die deutsche Studetenschast die Gegenerklärung abgebe,. daß keine s lkollektivbeleidigung der deutschen Studenten erfolgt sei. ■ Aber alles Entgegenkommen blieb erfolglos und die Verlier der Deutschen lehnten jeden von jüdischer 'Seite angebotenen Vermittlnngsdorsch^ag ab. Es ist klar, daß 'die Deutschen schon lange nach einem Vorwand suchten, um die Prager antisemitische Hetze auf Wiener Boden zu verpflanzen. Nach einer vieveinhalbstündigen Beratung sah sich der R e k t o r d e r Universität bemüsiigt, der Gesamtvertretung der jüdischen Studentenschaft ieme Mißbilligung ausKudrucke«, weil sie durch ihr Verhallen dir Ruhe und Ordnung auf der Universität gestört hätte. Dadurch solle der deutschen Studentenschaft die volle Satisfaktion gegeben fein und der Rektor-ersuchte, -die deutschen Studenten den ruhigen Verlauf der Üniversitätsbtriebes zu gewährleisten. Die jüdische 'Studentenschaft war naturge-tnäß nicht m der Lage, . sich auch gm-wdlofen Anpöbelungen durch die Völkischen und nmi von ihnen entfeffelten He'-e sich einem Diktat zu lügen. Um so mehr muß die Stellungnahme des Rektors; -er Universität - besrernden, welche nur die Wirkung haben 'ann, die antisemitische derttschnationale Hetze zu schüren. Die jüdischnationale Studentenschaft hatte, mn Ruhestörungen vorznbengen, beschlossen, den gesperrten Anstalten fernzubleiben. Doch kam es hie und da zu lauten Konflikten, mit den ,/arischen" Streikposten, die sämtliche das Hakenkreuz als Abzeichen anfgesteckt harten. Abends wird uns mitgeteilt, daß heute der Hochschtrlbetrieb in vollem Umfang ausgenommen werden soll. Ls ist jedoch nwglich, daß der von den Völkischen inszenierte Terror auch in einer anderen, unerwarteten Weise beantwortet werden wird. Die sozialdemokratischen Aroeiterkreise zeigen sich wegen des Schutzes der ihrer Partei angehörenden Studenten besorgt und es verlautet, daß sie im Falle einer Fortdauer des Treibens der Hakenkreuzlcr ihren Stttdenten zu Hilfe kommen lvpllen. In der Universität fanden gestern Verhandlungen des Rektors mit den Vertretern der Deutschnationalen und der Jüdischnationalen statt. kine Kmidnmchun« de« Aektsr«. Der Rektor der Wiener Universität hat in Gemäßheit der von uns bezeichwrten Haltung, die folgende Kundprachung cnn schwarzen Brette der Universität erlassen: ' An die Studierenden!' Ein Mitglied der Vereinigung „Iudäa" hat kn der AnLjchußsitzuug der Wirtschaftsstelle der Hochschule für Welthandel am 22. d. eine' Beschimpfung gebraucht, die von der deutschen Studentenschaft a l l e r H o ch s ch u l e n als Be'ctdigung empfunden wird. Da dessen Entschuldigung nicht vorbehaltlos abgegeben wurde und die von der deutschen Studentenschaft als dem beleidigten Teile geforderte ttzenugimtng von der Leitung der „Judäa" verweigert wuode, spreche ich hiemit dieser die Mißbilligung aus, insbesondere im Hinblicke darauf, daß sie' durch ihr Verhalten die Ruhe Und Ordnung an der Universität gefährdet. Ich gebe der zuversichtsichen Erwartung Ausdruck, daß die deutsche Studentenschaft in meinem Urteile eine ausreichende Genugtuung erblicken-und nunmehr zur friedlichen'Arb-it Zurückkehren Wird. Der Rektor der Universität Wien, C. Diener m. p. mm Erklärung des jüdischen Hechschulmsschusser. Zttr objektiven Orientierung der Oefsentlichkeit gibt f^cr Jüdisck)e Hochschulausschuß im Namen der jüdischen. Studentenschaft den Tatbestand der Vorfälle^ auf den Wiener Hochschulen, sotveit er die jüdische Sind enteistcha ft tangiert/ kurz bebaltnt. » mutuft Mov<ti)n^eNuttq. 29. November 1922 Nr. 136S " . —r—1----; -~~ —— : -! — -;-———— .’-r*-'-.. . Mittwoch dvn 22. v. hat cheft der Sitzung der Wirt-- schaftsitelle mr - Äox Hochschul«.'für 'WeUhartdel, die lv» kamtrerntaßetreine ZtvaftgsoMrnisation für alle Hörer bildet, -itp Lauf der Debatte sin iVertreter der deutschen Stu- Mttenschafr einest Antrag eines jüdischst Kollegen als , „jüdische Falle" bezeichnet. 'Auf. diesen beleidigenden Zuruf Hai ritt Vertreter der jüdischen Studenten mit dem Zwischenruf: „es ist eine Lausbüberei, so. zu redett" reagiert. Der deutschnationale Obmamt der Wirtschaftsstelle erteilte beiden Kollegen eitlen Ordnungsruf, dem jüdischen Berater außerdenr eure scharfe Rüge. Dem Verlängert der deutschen Studentenschaft nach einer Germgttmng 'tvegen dieses Artsdruckes „Lxiusdüberei" wurde drtrch folgende sofortige Erklärmtg des betreffettden Kollegen stattgegeben: „Ich. bedauere, daß ich diesen Ausdruck gebraucht habe, nehme ihn zurück und erkläre, daß ich mich nur durch die Beleidigung des Herrn Ranboftr dazu hübe hi,weißen lasten." Trotz dieser Erklärung, die nach akademischer Sitte als vollstärtdige Genugtuung zu werten ist, wurde, vom Obrnann die Zurückziehung dieses jüdischen^ Vertreters gefordert. Diese neuerliche. Forderung der deutschen Stirdeniettschaft. wurde vorti Obrrtamt der jüdisä-en Vereinigung als „uttertvartet" und ihr Borgehett mit dem Hinweise auf Ordnungsruf, Rüge und Entschuldigung als „inkonsequent" bez-eichlret. Darauf schloß der Obmann dir Sitzung. . Zwei'Tage später, Freitag vorinrtiags, wurde ein ultimatives, bis Montag den 27. d. befristetes Schreiben der „Deutt'chrn Studentenschaft an der Hochschule für Welthandel der jüdischen Vereinigung überreicht. Die früher gestellte Forderung auf Zurückziehung des einen jüdischen Vertreters wurde ertveitrrt durch die Forderttng mach Zurückziehung des Obmannes der jüdischen Bereinigmtg mit der Begründung, „jüdischen Vertretern stehe nicht das Recht dir Beurteilung des Verhaltens .der Hausherrrnkörperschast zu" und „eine Beleidigung des Hausherrn durch den Gast stehe in keinem Verhältnis zu einem etwaigen untgekehrtett Falle." Außerdem wurde die Abgabe einer vorgeschriebetle.it schvistlichen Erklärung verlangt-./ Dir jüdische Beveinigung erklärte sich bereit, dieses Schreibett'bis Mittwoch den 29. d. zu'beantworten. ' ' Die jüdische Studentenschaft hat sich während dev Schivebe dieser Angelegenheit drtrch Absentierung von den Vorladungen betttüht, Ztvischetifälle zu vertneidett, deren Pwvozierttng vott der Gegenseite zu befürchten Uxt-rcu, und da-dttxch bewiesen,.daß sie entschlossen ist, für Ruhe und g e m e i n s a tu e Arbeit an der Hochschule zu sorgen. Die detttsche Stttderttettschaft forderte nach eitrer sturtntschen Versantntlttttg atu Montag ihre' Kollegen an den anderen Hochschulen zur Solidaritä-t auf und stellte hierbei die bekantttett Forderntigen betreffend Numerus clausuS, die sämtlichen Rektoraten überreicht wnvden. Das Rektorat der Uttiversiiät lud sofort die Vetx treter der deuffchen Hochschulkamtmr und des Jüdischen Hochschulausschusses zu sich. Das Evgobttis dieser Dienstag geführten mehrstündigen Verhandlungen war negativ. T'tötz loyalstem Verhalten und größtem Entgegettkommen der jüdischen Vertreter erklärte die deutsche Studentenschaft die Getmgümng als unzureichend, woraus, das Rektorat mit eitter Mißbilligungserkläntng gegen das Verhallen der jüdischetr Stttdentettschaft vorging 'und' dies als genügeude Satisfaktion für die deutsche Studentenschaft erklärte. Dies der ktwze objektive Tatbestand. Der Jüdische Hochschulausschuß als Exekutive des Ge» samtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Jttdäa" behält sich siine Stellungnahme vor. * Der Jüdische Hochschnlausschuß fordert alle jüdischem Hochschüler aus, sich heute um 10 Uhr früh in folgenden, Lokalen ztvecks Entgegennahme des Berichtes des Hoch- Mskausschusses Änzufntlden: Umversitätshörer: 9. Bez., Zimmernrannplatz 8, die Hörer der übrigen Hochschulen: 9. Bez., Glasergasse 4, Tür 8. Keiner fehle! In der Sonntagnrchtsitzuug erstattete Dr. Jakob Weiner «den Bericht über die Tätigkeit itzes Keren Hajeffod im abgelausenen Jahr als Ergänzung zu dsnt vorliegettden gedruckten 'Tätiigrells'Lericht. Die leitenden Gädanken der Arbeit waren, das Ma a s s e r P r i n z i p zur Geltung' zu bringen, die Arbeit durch die O r g a n i s t t i o n vollzie-hen ztt' Affen und sie zu gestatte^ daß ras Präsidium der Organisation auch die Leitung des Keren Hajessod innehaibe. Der Nsferent berichtet-über die - Zusamirtensttzuttg der . Keren Hajessod-Kovtrnission uwd über die Schwierigkeiten, welche'sich der Arbeit im Sinne des Maaster entgegensteltten.' Dia Methoden der Arbeit sind gegenwärtig schon in den einzelnen Fraktionen bekannt und ntan hat sich mit ihnett vertrant zu ntachen bemüht. Auch die Provinzarbeit entwickelt sich gut, namentlich haben'Graz und Linz gute Resultate attsznweiisen. Sehr stark fnhllbar machte sich der Rtanigel an aktiven Arbeitskräfte n. Es wurde in der abgelausenen Periode an die Gründung von FachovAanisationen geschritten, so unter den Aerzteu und Bankbeamten.' Auch die Arbeit unter drrt Jugendlichen und Studenten ist im Fortschreiten, welche hauptsächlich ihrer moralischen Wirktmg wegen in Betracht kommt. Viele wertvolle Ansätze mußten stecken bleiben, tveil unsere Mitarbeiter, auch die beamteten, zu wenig waren. Eine besonder« Aktion war die unter den- Ilniversitätsprofessoren für die Universität in Jerusälvnt -und die Nation,al'b'Miothek. Leider ist diese Aktion infolge organisatorischer Schwierigkeiten im Sande verlausen. Die Keren Hajesto-d-Aktion in den B'nei B'rrth- Kreisrn, welche einige Gesinnungsgenossen Msgenommen haben, hat aut eingesetzt urrd wir besäßen schon eine neutrale Kommission, . wenn nicht das Hindernis eingetreten wäre, daß eine neue Großloge in Gründung -begriffen ist, so daß man mit der Arbeit zuwarten muß. Aber im Prinzip ist die Angelegercheit geregelt. Die Juwelenaktion hot vor kurzem begormen, sie ist kein Keren Hajestod, weil Keren Hajeffcd Abgabe aus diele Jahre hinaus heißt, aber sie wird 'Bei entsprechender Arbeit gewiß Resultate liefertl tönu-rn. Mit dem Maasserregulativ hat man gute Erfahrungn gemacht. Es wurden, verschiedene Vevtrauenskom-- missionen. zur Einschätzung eingesetzt, leider aber tvaren nicht | alle aktiv. Der wirkliche Erfolg ist nicht aus große, sondern nur aus kle:.ue Zahler zurüzusühvett. Es wird in Hinkunft nötig sein, die Arbeit zeitwellig mit allen verfügbaren Kräften an. einzelnen Pmck-ten einzusetzen, aber man nmß wirklich aktive Kräfte an die Arbeit stellen. Jon allgemeinen wurde mit «den zur Versügttug gestandenen Kräften lvas erreicht, was. zu errr-ichett war. (Beifall.) In der Debatte weist Schwerifinger davmls hin, die Behaolptuug, daß die Eingänge'des Keren Ha-jeffod sich in aufsteigender Linie -bewegen, stehe im Milderfpmch zur Tatsache, daß auch viele Delegierte ihren Berpflichttm-gen nicht voll nachgekommen sind. Daraus tnüßte' man folgern, daß. für den - Keren Hajeffod. nicht die Ziynisten, - sootdern. andere' Kreise geleistet 'haben. Die Leitung war vielen Fällen zu nachsichtig. Man hat versucht, die Namen der Zeichner zu veröffentlichen, dieses System aber hat sich nicht -bewährt. Redner würde becknkragen, gegen die organisierten Ziouisten, tvelche bis zu Ende des Jahves ihrer Verpflichtung nicht/ nachgekommen » sind, di« s ch ä r f st e n Mittel zu ergreifen, die VeröffeMichuug der Nanten und die Ausschließung. Kan dl: In allen Fragen, wo es sich um konkrete Dinge handelt, erlahntt -das Interesse, der Kvtzis der für-.den Keren Häjestod Tätigen' muß -sich eLweiterü, ft die besten Merkchen' müssen' sich' in'diö ÄGvit und Drvcmtwort-uttg teilen. Unlbedmgte Vovaussetznng für gedeihliche Keren Hajessod-Arbeit ist, daß man das palästinensische Ziel .ins entsprechende Licht setzt. Die Berichterstattung der Keren Hasessod-Zentrale mutz in viel größerer Oeffeutlich'keit ersolgeu. Die. Schaffung vmt Brauchengruppen unbedingt cmszrvbauen. .. Stricker: Rigorose Maßnahmen werden kamn einen großen Erfolg zeitigen, das Maasscrprmzrp ist nicht so einfach durchztisetzen und das bloße UPbevtragen eines. Grundsatzes aus enter Patriarchalischen WirtschasisordMng in die Gegenwart loar vielleicht eine gewagte Sache. So ist ,man oft gezwungen, speziell bei den Besitzenden weitgehende Kon Zessionen-.zu inachen. Durch rigorose Maßnahnteu legen wir der Kmmmssion nur Fußangeln an,' statt ihr zu Helsen. Keren Hajestod-Arbsit ist Erziehungsarbeit und eine Erzi'chmtg könm-sn wir nicht beftisten. Auch die Entwert-img des Geldes spielt pme itngünstige' Nölle. Hauptsache bleibt, daß möglichst viele vont Keren Hajestod erfaßt werden. ' Dr. Solowejtschik bespricht das Maäfferprinzip, das in erster Reihe für die an der.Spitze Stehenden gilt. Vor allcut handelt es' sich um ein' Opfer. Er analysiert die vorliegende Statistik und erklärt, es haMe sich nicht um StaLilisierung der Valuta, sondern um Abkehr vont Q-uantttÄswahn. Eine gründliche Roform ist notwendig. .Dr. Stei'nber'g: Die Statistik weist ein schlechtes Ergebnis aus, -das ist kein Erfolg, mit dem -man zufrieden sein kann. Mit Kleinkränterei sittzd keine Erfolge zu erreichen. Matt kann auch größere Spesen machen, Wenn sie sich nur rentieren, man darf aber auch die Leute nicht abstoßen, man muß Initial i v e -beweisen. Das Branchensystem muß äüsgebant werden. — Dr. Nahum Gold mann (Berlin): Keren Hajessch bedeattet Steuer, und die bekommt man nur -durch Zwang, aber auch für utt'sere Steuer müssett wir ein Aequivalent schassen, rntib das kann nur ideeller Natur, sein und -durch di« innere Vcrkillipfim.g des Einzelnen mit PMstüra geschehen. Fermr nruß man i'oe-elle. Zwangsmittel und die allgemeine Stintmung schaffett. Man ibekoamnt kein Geld, toenn man Geld fordert. Man muß detn Menischen ettvas Inneres gäben, dann wird man auch Geld bekommen, die Arbeit von Mensch zrt Mensch tut not. Jtt seinem Schlußwort weist Dr. Weiner verschiedene Vovivürfe zurück und 'bespricht die rapide Geldentwertung. Man hätte eimnalige größere Beträge ausbringen könttett, aber das ist kein Keren Hajeffod. Minister Dr. Solowejtschik richtet warnte Abschiedsworte au die Kanserenz. Trotz der scharsett Kritik, die hier geleistet wttvde, hat man das Gefühl, in dtiem stark pulsierenden jüdischen Leben zu stehen. Er wünscht ein frohes Wiedersehen mit den Vertretern einer starkett österre-ichischen Landsmannschaft ans dotn nächsten Kortgroß. (Beifall.) Der Parteitag setzte seine Beratungen Montag abettds fort und brächte in einer Nachtsitzung, die bis 8 Uhr morgens währte, zum Abschluß. Nachdem der Vorsitzende Dr. Friedmann den Vorsitzenden -der Zionistischen Vereinigung Kr Deutschland Dr. Rosenblüth begrüßt hatte, veserierte Gemeinderat Dr. Plaschkes über die Lage der Juden m Oesterreich. Seit Beginn 1922 etwa ist eine besonders starke Einflußnahme jener Kreise zu beobachte», welche die Verbreitung des Judenhasses als Hauptgeschäft betrettien. M-an hat mit -dem Fremdenhaß -begonnen und gvwisst Gesetzesöestlmutü.ngetr geschaffenft um 'Wien un>d' Oestevvcstch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.