Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1360 (23.11.1922)
- Date
- 1922-11-23
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- . ' / » ' ' ' Stiit 8 -Y-.' --öUg E. Margulier an>. Genesung Zo.coo, Karl Prager 12.000, Th-ralp. Kosfmvnn, Inf. Kuno Kaas, Philipp Kanl»r je 10.000, 17,500. — lO./ll. Bezirk: Goldduch: Bern!). Bauer 'O.C’00, Div. 2300. —12/15. Bezirk: 1000. - 16./17. Bezirk: Thvrasprndrn 225.000. — 18./1L. Bezirk: Oliv Klenr 10.000 i). Dr. Walter Werner: Kerm. Oesterrricher Temj>e!v. .Auge rIoltrs^ 60.0 0. — 80. Bezirk : Lev Rvilmann 5. 3. Schertjchewsky 15.000, Brthv. Schamrei Kad-th d. Cchönberg: Nedersp,nL?n Korn 20.600, Dachs, Blumenflock, Biller je 10.000, Div :>8.0vy, Emlg. I. Trompeter arll. Diplomüderreichüng an Jnz. Sisicker L00.000, Dio. 6000. — Slf Bezirk - Kochzeit Deillfch- Aa-Ztld. S. Präger: 2mr« Kaszll 100.0, Siegm. Deutsch r.O.OOO, Garn. Präger 74.027. Ak. Landrsverb. Bar-Giora b. KesZog 20 0 0. S. «. 0. Jordan,a d. Off.nbci^er: Eckstein 80.000, Spächter 25.000, Gold. Buch : Ak. D. jüd. Med. ü. M. M. E. Meier Kammer n. Med. Sam. Katz 414.480,;v M. M. E. Meier. Kammer 35.580. Kitachdulh: 2r»'lg. Ah. Zion d. S. Weinred d. LachzeitPahorille-Gunsberg: Israel Freu^mann 50.000, llsaak DrÄckenstein 50.000, Abraham .'Siinrberg 20.000, Fabian Pohorille, L. Drückrnsiein je 20.000, 7'^.chei Lünsberg Iv.cvO, Max Freudmonn i0.000. Morgenstern, SMi Weinrebje 10.060, £»i\ 42.1X0: d. Grrbhardt: Div. 12.600; Buch: d. Schar:': <-.n: Dörster. cml. d. Blbg. j. Tochter om mit lkhofchuah B. Dränger iV.0O0, Div. 17.SO0» Benitz. Pald 10.000. Div. 10.0; Baden: d. Gustav Seidemann; Lksraspenden 509.650, Sigm. Lonwitz Sv 0O0; Gustav Seidemann ^nl. Lahrzett s. Ellern 10.000, Adolf Raab 10.00»; Salzburg: ,v Dora Schwarz: ü. Isid. Fuchs a. fl. Louis Fuchs lo.ooo: .^sraspenden 80.0(0, Div. 23.000; Lohenau KOLO; Korneu- ^rg : Thorasp. Friedrich Lederer 140.000; Lasfee: d. Leop. .-^erind: Thorospenden Max Lerz! 50.000,- Gustl. Allmann .-.000; Mödling; 2sr. Kullurg.: Max Klein. Karl Klein, Dl- Emst Moser je 100.1)00. Philip Leuchtner, Fred. Diamant, t>5v. Rvsenhek, Bernard Seiden je LO.ooo, Loses Plissner .-)r».v(.'0, Adolf Neurath 70.600, Ign. Rdsenzwe'g 20.000. Solomon -Eisler 10.000, Max Fischer 10000. Dir. 7100; zu Bu,w. i^/4 Pralersorengel: Berta Stern 17.' 0v. Aurkttte aus dem Fud;: 1-!«. K u t e r a Franz, ged. 18. April 1893 in Wien, Beamter. X., Etienreichgaffe 1. Pollok Gustav, geb. 17. Dezember <.M in Aachen. Beamier. IX., Wiesengasse il.Lupp.ert Eli» obftf), ged. 24: März 1892 in Wien, Beamt'n. lX., Prechtlgafl« 5. iio oas Fernande, gcb. 24.September 1907 in Wien, LyzeumrchAerin IX:. Lör'gasse 9. L a o a s Karla ged. Ru» er. geb. in Oien. lX., Körlgaste 9. Laoar Felly, geb. 13. Februar 1905 Wien, Lyzeumschiberin, IX.. Lörlgnffe 9. L e n d l Oskar, --ch. 30. Oktober 1598 in Wien, Arbeiter. IX.. Pfluggaffe 3. 's «n d l Ella, geb. 14. November 2892 in Wien, K'eidermacher'm IX.. Liechlensieinsiraße 56. Lange r Lilly, geb. 30. Mörz i|>99 in Budapest. VII., Lalbgasse 2. Müller Ernst, geb. Mai 1899 in Wien, VI.. Linke Wienzeile U: K a n i tz . l»e, geb. 17. November 1900 in Wkn. Vl„ Sszterhazigaste. -, rz f el d et Serm.ne, geb. 29. Oktober 1870 in Wien. VI.. '^treidemarkt 1. N a t s cy e r a t itz Edgar, zeb. 27. April >93 « Wirn. Bankbeamter, Prag. II., Opatvicka 20. Frey .4arie. aed.^ried, ged. 12. Dezember 1871 in Tabor, Private, i;, WöLzrite 16. Szvkolsczi Noja. geh. 11. Oktober 1861 :li.Göstmg. Private. IV.. Medner Lauplstrabe 14. SzoKr» ioezi Julius. 29. Mai 1857 m Zolyma, Gutsbentzer. IV.. Aledner Kaupifirahe 14. L o h m a n n Paul, ged. 3. Sepiem» her 1899 in Lidin. Kaufmann, VUl., Löwenburggasse 2. G r v tz Saüü geb. 6. Mörz 1901 m Wieg, Eisenstadt. G o i d ft e i n vrotheo. geb. 28. November 1895 in Leipzig, technische Asfisleniin, XVIII., Kitdedrandgasse 15. Adler Ernst, ged. 14. Mai 1898 in Wien. Angestellter. IX., Atthanplatz 11. W « tb Frlebvi*, ged. 18: Juli 1881 in Wien. Beamter. IX.. Wiederhvser- Mist A Mittler Ernestine, geb. 9. Februar 1SV0 in Wien, Setzrerin, IX./Althanp'atz 11. Schürf Markus, ged. L8. De- Eber 1907 m Drodtna. Schüler, IX.. Nuszdorferstratz« 61. D ri < tv s k a Simvkia, geb. 32. Februar 1897 in Weinberge. VI., Martahilferftrotze 47. D 11 i c a 1 Lugv. ged. am 12. Dezember iL7S in Wien, U>. Franzenrbriickenstrabe 8. D e l i c a t OSkar. a«b.4Z. Wai 1875 in Wien. II., Franzensbrückenstratze 8. D,rl i r a t Artur, ged. 16 Mai 1883 m Wien. II., Frcmzensbröckenjrratze.8. Singer Lsabella. geh. 16. August 1894 in Wien, Beamtin. XVI., Bervuttapajse 3. Schild Bernhard, ged. £3, November 1899 nt Nagy-Kvvalo, U., Sterneckgasse .9. Brand Moritz, geb. 3. Zum 1L58 in Frauenkirchen, Xf.. Tellgaste 24. Je I l t n e k Sosestne, geb. 17. Dezember 1899 m Wien, Derdöuterin. XV., Toulenhayngass« 14. Wertheimer Lustorr, II., Rembrandtstraße 32. G u t h Rosa, ged. 30. November IM in Wien. Beamtin. V., Dogetsanggafs« 41. * : li.bov '1U22 Nl. 1360 Me LrbensmWümSrkte. Große Vorräte, geringe Kauflust. Die Lcbensmittelmärtte sind anhaltend gut, in umnchen Artikeln weil über Bedarf beschickt, doch ist die Kauflust angesichts der hohen Preise überall im allgemeinen gering. Ter Äaschmarkt war mit Kartoffeln, Weißkraut und Zwiebeln übersüllt. twtzdem wichen die Preise nicht dorr ihrer Höhe und sowohl un Großhandel als auch im Detailvertaus herrschte flaue StÄnmung. Auf den Oöstmärkten ist die Situation r»ie gle-iche. Trotz des überseeischen Angebotes an schönen Äepfeln, Birnen. Nüsserr und Kastanien blieben die Preise unverändert. - . , Fleisch tvar sowohl in der Grohmarkchalle als auch auf d:n anderen Märktsn in sehr großen Mengen vorrätig und wird her einzelnen Ständen biuiger abgegiebon. Vielfach kann man Tafeln beobachten, die billigeres Fleisch ankündiaen und;nm Kauf einladen, doch ist die Nachfrage. mastig. <Äeflügel wird überhaupt nicht -begehrt, Flußfische finden ebenfalls keinen Anklang, lebhafter ist die Ätachfrage nach Wild, nammt- '.ich «ach Hasen' und Haftnjungen, letzteres lüftet pro Stück 13.000 bis 24.000.K., und nach Seefischen, die tzvl)0 bis ln.OQfi Kronen pro Kilogramm kosten. Schmalz wurde mit 26.000 K. pro Kilogramm angeboten. Butter ist nach wie vor reichlich Angeboten, trotzdem beträgt der Preis für em Kilogramm noch immer 56.0M bis 60.000 K. Frische Eier zu 2400 bis 2800 K. und Kalkeier zu 1940 bis 1960 K. pro Stück begegnen nur schwachem Interesse. In der Großmark thaüe allein waren ntit der Bahn fünf Waggons .mit verschiedenen FleischgattungLn angekommey. Äb/e Ankünfte bewirkten im Verlaufe des Marlrvertehrs eim Sinken der Tendem der Preise, doch übten die Preisniachlasse keine besondeptz Wirkung apf tzie Hebung des Absatzes aus. Au Mm H. 1 Äbonueuten! Herabsetzung der Bezugsgebühren Br Zefterreich und die Lschecho-Slowalei. ‘ Die in tzen beiden letzten Änderziffern zum Ausdruck gelangte grrjnge Erleichterung der wirttchafilichen Verhältnisse veranlaßt uns — obwohl unsere Ausgaben vorlöpfig noch keine Minderung erfahren ljabeu — in Lrivariung emer baldiaen Berbilligung 'der Gestehungskosten die Bezugrgediihren der „Wiener Morgenzeiiung" .cd 1. Dezember herabzujetzen» Für das Ausland erfolgt — mit Ausnahme von Polen und Deutschland, für welche Länder infolge der Entweriung der dortigen Valuta eine mäßige Erhöhung notwendig ist — kein« Asnd<rung in den Bezugspreisen. BezugsgebShreu ab I. Jezember: Abonnement für Wien (zum Abholen im Expedit oder in den VerfühleWleUen) monatlich ..A. 28,000.— Einzelverfchleitzpretse ab Montag, den 4. Dezember: . Sonn- und WochenjlasL«nmm«r . . . . . . Ä. 1.000.— Monla-snnmmer. K. 700,— Das Lbonnkwenk wolle gefölllgst rkchtzeilig in der nöchllegeirden Verschteißitelle erneuert und die Bszugsgedlihr gleich, falls doriseibjNerlegt werden. Oeflrrrelch monatlich . Ä, 28,000,— Tfchocho-iSlowakoi monatlich.... tfchech. K. 17. Polen monatlich ......... pvln. Mark 3.590.— Jugoslawien monatlich. Dinar 30,— Deutschland monatlich . Mark 800,— «uMSnien monatlich .......... Lei GO.— Lolland monatlich . ........ hott. fl. 1.50 Italien monatlich.Mr« 10.— Schweiz monatlich . . . . . fchweiz: Franken 3»— Frankreich monatlich ... . Franc» , 6.— Belgien monatlich.brlg. Franr» 8.— England mouallich. ........ Schillinr 3.— Amerika monatlich. ......... . 1 — Zahlstellen: SeUrm-schliche» Postsparkaflenkonlo ISS.693. Lichecho-ilowakische» Pvfllparkafseakonto (Prag) 50.351. . Polnisches Poflsparkaflenkont» (Warichau) 100.227 Deutsches Poflkcheckkonlo (Berlin « 7) 108.722. Bnkowina: Vflbank L. G. und deren Filialen» das Adrige SUrmLnien r Bankhaus Vüramoviei, Bn°> curesti, str. Aeademiei 4. Schwelr Schweizer Dolllsdank in Sl. Satten. Sugoflawien r PoftsparKasseaKont» (Zagreb) 40.085. gtatten r Soziela di Eredtto Lonunerciale Lrirfte» Dia 30» Die Derwaltnng der 5,Wiener Morge«rei1«ng^ Wien» II., Taborstraße 1—3 Telephon 44.038» 43L1S. Mh«e und Aust. . Nemiffame-Bllhne. (Gastspiel Reinho» SchSnzel.) Gelöst die'Elaqire genierte stch, gehörig ins Zeug zu g^hen. So kläglich ist die Novität „Spiel der Sinne" von Ludwig H i r f ch f« l d. Die schönen Toiletten der 'Hamburger Schauspielerin Berta G a st waren' eine willkommene Ablenkung vom Dialog. Reinhold Schünzel, den man ans Kmvtheatem kennt, mühte sich um die Mnnttche Hauptrolle. Es war so, wie im Film, nur leider uiugekehrt. Dort erscheinen aus der Leinwand zunächst etwa dbe Worte: . Rolf gesteht Edith ferne Liebe. Dann sieht man, -wie sich RolfL weiße (tadellose) Hemdbrust unter dem Frack 'hebt und senkt, allmählich entschleiern sich seine bis m verhängten! abtzeiwendeien Augen und strahlen mit vollen Blicken Edith an. Hier hingegen konrmt die Textstelle nach der gefuxMtcn. Eigentlich sollte sie auf der Bühne gleichzeitig sein. Aber Herr Schünzel ist Filmkunstler. llebrigens: Hat ferne zahlreichen Verehrerinnen nicht die blasse, feminine Strünne. enttäuscht? Sonst taten noch Frau Lvovskh und die Herren Forest, Schumann und Moser an diesem Theaterabend mit, der zur allgewesiten ^uiriedeflheiL Wießlich doch em Ende nahm. - O. A. AlltognlptzeWger. . . Der Balladendichtor Börr'ies Freiherr von Münchhausen schvsibt in fsinen .Maudewoion^ die bei der Deutschtzu BevlagsnnstM m Stuttgart erschienen find. Ergötzliches über das Volk der MtoMpheusamMbar. Wir gchvn e inige Stellen wiober: „Ein sehr aufdringKches 'Volk s-krd >dir „Sekbstschristensügrr". Sii: hcrbeir manchmal m\t eirve -sehr schivache BorftMlng Bol a nd-B ü h ne (Freie, jfid. Vollnbfihoe) Ensemble^ Gastspiel der~WlUNAEÄ TÄU^PB Heute Donnerstag 2a. November 1922, V Vter abend« PER DYBUK °a OnuaaSscbe Legende in 1 Akten von Seit. An - dtf 9822 von der Perfönlichkoit und lAlgervant dessen, an dm f«r sichMeilrden, aber sie wollnr' vor dient: Autogramm«: hMn. So. stellt sich -oin-e Dame als^ „groher 'Bevchver Ihrer hevÄtchon Roman«" vor, obgleich MmtchhauM /rn^ einen geschviei'en hat. Girr -Stnideut aus. Gießen schreibt: „Schon lange drängt cs mich, ein Antpgranun des Dichters des HeMMedes zu besitz«:" und -- erhält W «iId «nbruchs Anschrift. Ganz Vorsichtige umgehen dies« Klippe durch di« Wendung: „Ein glühender Devchver Ihrer särntl'ichen Werke", und einer gebraucht die. Formel: . „Als glühenider Bewundever Enver Hochwohlgeboren ganz her- . Vorvagender Leistungoi: und Vordionlste." „Bravo I" bermM der Verfasser dazu. „Da läßt sich gar nichts «dagegen sagen» und wenn ich «das Odbt rrsuuden oder den Südpol entdeckt hätte, dieser Redeschlerrker würde, passen I" Es gibt Sammler^ die c« aus dies« Weise zu etwas «bringon. > „Die schönste Sammkrug dieser Art," erzählt .Münchhausen, „sah ich bei einem Oberckellrrer, der so von der. Sautmellsidenschaft besessen war, daß er sich soim Stellungcu' überall >da cvussücht«, wo er auf ein« groß« europäische Besucherschaft rechnen konnte. Rom und London, Kaiiro und Nizza, Wight - und Ostende wivbelter: ans feinM Blättern durcheinander, auf denen fast alle Herrscher dar Welt und am« evdrückerrde Fülle von Künstlem aller Art sich «Mgeschrieben' hatten. Ist der Auftritt nicht Änes Lustspiels würdig, wie der. befrackte Stumme plötzlich Sprache bekornntt und etwa desi^ weißbärtigm König Leopold von Belg\«n s-e'm Wbum vorlegt, in das dieser, lachend ob der SoltsamM der Lage, feinen Namen einträgt! Unh wie köstlich war die fDatsbürgerliche Unbefangenheit dieses SoNunlers, die ihn umnirtelbar vor dem Könige oirren Abrichter gelehriger Schweine, unmittelbar hinter ihm eine weltberichmte Tänzerin eiufchreiben ließ! Aber in diesem Buch stehe auch ich «üb bin bloß neugierig, wer weine Nachbarn geworden sein mögen." Aus den Ltzeatrr». Im B u r g t b e a t e r spieit in der deute stattfindendm Aujslihrung dir Komödie „D e r A r z kam S ch «i d e w e g" von Bernard Shaw, die Rolle des Dubedat zum erjten Male Kerr'Aston. Morgen wird das Schauspiel „D e r ®r a| Hon Charola i S“ von Richard Beer-Kofmann onfgefütitt unter Mitwirkung der Lerren Aslan, Arndt. Blum. Löbling. Kramer, Romberg, Schott, Seydelmann. Siebert, Slraßni und Philipp Zeska» der Damen Aknay. Drvrient-Reinhvld. Glosty. und Littih. Anfang 7 Uhr. — Montag gelangt bei au gehobenem Jahres- und Etammsihahannement (kein Karlen verkauf) Shakespeares Tragddie »Julius Cäsar" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. Fm A k a d e m t e t h «a 1 e r als Vorstellung des Burgtheaterr wird > Montag das Lustspiel .Quality Street" (3m stillen Götzchen) von 2. M. Barrie gegeben. Anfang 7 Uhr. Deutsches Dolkrtheater: Der Kartenverkauf für das von Prof. Max Remharvt in Szene aelehte Lustspiel .Schöne Frauen" von Etlenne Aey, deutsch von Ollo Mi in der bekanntgegebenen Besetzung hat begonnen, lellung gelangt Sonntag zur.ersten Wiederholung. K o m m e r s p i e l e: Morgen, 7 Uhr, Erstaufführung der Tragikomödie „K l e ine Sklavin" ven Diehenschmidt. Die Litt spielt LUde Wagener (Berliner Lessing-Theat^r). Regie- Otto Sansom. — Arnold K or f f spielt in den Nachtvorstellungen der Kammeripiele Freitag, Samstag und Sonntag den Teddy in de« Luftipiel „M e i n F r e u n ü T e d d y." Beginn der Vorstellungen präzise' 10 Ahr. . Me verhängnisvolle LMerruoterhaltung. Am 7. M«i 1918, also mch vor «dem ZiusEmienbmch, aber schon in einer Lritifchen LcvKe Oosterreichs, unternahmen mehrere Offiziere von Zell am See aus einen Ausflug über den ßtf nach Dhunrerbach. Nachts vergnügten sie sich am Svr von mehvevrm Booten <nts Mit den: Abschießen ärarischer Leuchtraketen. Eines dieser Projektile traf die bei dem Schiffsmeister bedienftet« Hcnlsgch'llftn Barbara Ga-inschni-gg ins -rechte Äuge, das chr im Spital« hewusgenommen werden rrvußt«, auf dem andeoen Aavge büßte sie die Sehkraft zur Hälfte ein. Die Schwerverletzte brachte gegen den da!mal'ige>n Dabtsriekommandantyn Franz RÄ-tsr Korab v. Mühlstrvm' und gegen den danraLigsn Leutnant Alexander' G n ä di g, der den verhängnisvollen Schuß aus der ÄenchtpristoL abgefeuevt hatte, eine Schadenersatzklage auf 10.000 St. SchmerKvnSgeld, 10.000 K.. für Bovunstaltung und vemnindorter Heiratsansficht, feviler auf Ersatz für Berdienstentigan-g,' HciilungLkost-cn ustv.' ein. Leutnant Gnädig habe ihr zwar im Spitale einon Abfmdungsbotvag von 1000 K. übergeben und sie habe eine Ci'Wnmg unterschvieiben, >daß sie sich (bamit 'befriedigt emchde und keine weiteren Ansprüche mchr stelle, allein sie sei dainals nicht bei vollem Belwußtst'vn >gotvspem mr.d habe nicht gewußt, ivas sie unterschrieb/ Es sch auch klar, daß 1000. K. für eine lebensgefährliche Bevletzung kein ausreichender Ers,atz feien. Bei der Verhandlung vor dem Wiener ZibilL:chesgWichte betritt der Vertreter des beklagter: Hauptmanues, T>r. llludolf Sk re in, om Verschieden dessell>sn, das die Klage 'darin erblickte, daß er als Bateriekommandant . siir die Gebarung mit är-arischem, Muniitionsgogeuständen vemntwortlich gewesen sei . und bk widerrechtliche Verlvendung von ärarifcheur Grit gedirldet habe. Der Geklaglmvertreder hob hervor, daß Leutnant'Gnädig in Begle-itung des Leutnants Dr. Lovonz Lehr gewesim, der als Offizier der Batterie ftiderM Zutritt zu «den. Raketsrrvorrälen hatte. Lvrrchtrakeben seien übr«igens «bei richtiger Derwondungi nicht geMMch. Düs Z-ivilliaudesgericht wies die Klage a b, iverl dar BatteviakomuMidant für Vorgänge außerhalb des Dienstes nicht zivilrechtlich verantwortlich sei und der ztve>Ügekliagte Leutnant sich mit >der Klägerin mit 1000 K. abgeftlnden habe. Den . Beweis, daß sie damals nicht bei vollem Bewußtsein war, habe die Klägerin zu erbringen, sie habe ihn aber nicht erbracht. Das Obevlapdesgericht (VorsitzMder Hofrat Dr. Pawlik) > hat gestern aus «dm alesüM «Gvünidon. die -BeMung der WgeM ahZeUiejen,