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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-18 · Heft 1355 (18.11.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1355 (18.11.1922)
Date
1922-11-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 WieN, Sanistag Ndkleidender. I!., .kleine Psarrgaste 8. Mittwoch den 22. ü. Genera Versammlung. —. K e b r ä i s cb e Kurse für den VII. und Vlll. Bezirk. Oie Grfindunqssihurrg finde! Samslaa den 1?. d.. 8 Ahr abends, im Lokale der „Zukuriß". VIII., Bsnnoptaß 1. statt. Deferenten: Rabbiner Dr. Schwarz u> d P of. D-. Gnu'.stein. — Zerre M is r a ch i. II., Prattrslraßc 43, Tür 1i. Keute, 3 Ahr nachmittags, beginn! Kerr o.r r*rf ph.i. Gers!! s-inen Vcrlragszyksts über „Geschichte der Parleienirü pro im JudenUmi". Gafte wiükrmmcn. DieMtag den 21. d., präzt'e 7 lU>r abends. Mitgtiederoersammlung. — Die Vereinigung der sozialdemokratischen A e r?, t e Wiens verunftaliet am 22. ü. um 7 Akr abends?m moh«? Saale der I^irksverireiuna. IX., Währingerslraße 43. einen Bor!rag des Professors Dr. Viktor Kammerfchlog not dem D emo ..Die Einstellung des Arztes avf faire soziale Funktion". — Landesverband zionistischer Studenten. Aconlag den 20. d.. prasse 8 Ahr cö'ndr. auf der Bude der §. A. V. U i t o 5, I., Auerspergäraße 21, dringende Sitzung t'er Deleziesien des L. D. Tagesordnung: Parteifan. - D e r V e i e > n der Freunde des humanistischen Gymnasiums hä t beute, 7 llßr abends, im kleinen Felisaale der Aniverfimt seine 17. autzerordentticbe Veremsverlammlung ab. Tagesordnung: 1. Ansprache des Vorsitzenden, 2. Vortrag des S«srn AniverWtsprofessorS i. D. Kofrat Dr. Siegmund C'^n«: ,D«s Pbonogrammarchio d /r Akademie der W ssc:-:chch>n und \i\ti Katalog". Gäste willkommen. Urania. Keule. 7:3 Adr (Gromr Saal): Schuteroorirag: Die Burg Kievzrnjlem. Wie d e Weintrauben wachsen. b 1/ftr (Großer CaaN: Das Wunder des Schneeschuhs. vj> Ahr Kleiner Saat): Beethoven: Sömttiche Sonaten für Diol'ne •ni Klavier. IV. 5 llfjr (Kursfa il): Oberbaurat Fug. Josef r? K w y: Der Transformaivr und rie Probleme der gegeneitiZrn Induktion, IV. ' .6 Atir (Klndsaal): Ferdinand MatraS: Rrdnerkurs. IX. V*8 Ahr (Großer Saal): Karl AMia von Weder. 1,L8 Ahr (Kleiner Saal): Pro. August 6 vier: Turchr malmsche Oesterreich 7^8 Ahr (Kurssaal;: ttniv -Assist. Dr. Werner Kornfeld: Die Entwicklung des Menschen dis zur Geburt. VI. Vs8 Ahr (Klubs .ol): Dr. Kans p^ager: Das Problem der Geschichte der Kunst, III Z w e i g st e! l? W i e ö e n, IV., Mittersteig 15 >;t6 Uhr: Durch dm West-Sudan^ 8 Ahr: Wiener Kumor aus 'ergangener Zeit. _ Die LebensmMrlmLMe. Weitere leichte Preisrückgänge. Infolge des reichen Angebotes auf den Lebensmittel- Märkten und des geringen Absatzes mußten auch gestern kllinc Prchsnachlässe bei einzelnen Artikeln gewahrt werden. So sind ruf dem Naschmarkt die Preise für einzelne Geumsesorten eivas uuückgegangen und auch .(Kartoffeln zeigten die schwache Ten- »enl des Vortages. Die Nachfrage im Großhandel war sehr chMch, etwas lebhafter ivar der Bertzchr im Kleinhandel, stehenden Absatz fand bloß italienischer Karfiol, der in sehr fotzen Mencpn auf den Acarkt kam. Obst ist genügend vorratzen, trotzdem blieben die Preise ziemlich unverändert. Frische Eier waren zu 2800 bis 2900 K. pro Stück angeboten, 'weitenftfeoch wenig Abnehmer, .söalkeier zu 1920 bis 1950 K. reo Stück sind gleichfalls reichlich vertreten, begegnen jedoch ruch nur geringem Anspruch. Lebhafter -ist das Interesse für Lopsen, der zu 17.000 bis 20.000 K. pro Kilogramm verkauft vipd. In der Großmarkthallc wareil alle Fleischsorten sehr itaf! vertreten. Rindfleisch und Selchfteisch mußten um 1000 -,;s 2000 K. pro Kilogramm billiger abgegeben werden. Auch amerikanisches Schmalz wurde etwas billiger angeboten, es votierte 27.400 K. pro Kilogramm. Rehslsisch hat sich gleich- -afls etwas verbilligt. _ Bühne und Kn Fildische MMerbMne. Die Mitglieder der Jüdischen Künstlerbühne G. m. l>. H. v^rden nochmals aufmerksran gemacht, daß die Generalver- ^uNmlung Sonntag den 19. d., pünktlich um halb 11 Uhr vormittags im Lokal -des Jüdischen Natio-nalrates, 2. Bez., Tabortrgs^ 20 a, stattfindet. Da es sich um die Erledigung ium fragen hcnrdelt, die die Existenz des jüdischen Theaters betreffen, giftet der Aufsichtsro-t sämtliche MitAieder, ihrer Pflicht, an Versammlung teilzunehmen, eingedenk zu sein. FestvorsteLung der Mlnaer Tratzhe. Anläßlich des Todestages von Sch. A n—-s k i findet Montag den 20. d., 7 Uhr, eine Fest Vorstellung stabt. Nach eigen ernlertenden Gedächtnisrede gelangt der erste und der ^N-eite Akt aus des Dichters „T a g und 2c a ch t" und der erste Aßt aus „Der Dybuk" zur Ausführung. Da die Kcvrtenncrchsrage außerordcnrlich groß ist, empfiehlt es sich, .Karten ujt Vorverkauf zu besorgerr. Zuspätkommerrde ftnden e-cst nach dM Aktschluß Einlaß. Am den TheÄeen. 2n der V s! d s o p e r gelangt deute unter musikalischer LSituvg E. Mmsini» ^Doris Godunow'nnt dem Gaste Giorgio de Lanskoy v«m Cvstanzi-Thrater in Rom in öer Titelxplle zur Wiederholung. Im Deutschen Volkstheater wurde die Ko» nsddie ,RitierBlaubartsachteFrau" von Alfred Gavoir für heule, Dienstag und Donnerstag angeseht. Das Maufpiel ..Zärtlichkeit- (Tendresse) von Kenry Bataille Mb mit Mizzi Günther und Oskar Beregi morgen und Mttt- «roch wiederholt. Ln der morgen, 7,3 Ahr nachmittags, stattfin- Mven Aujsiihrung von ^G l a u b e u n d K e i m a t" spielen .Herr Pater den Reiter und Fräulein Markus das Straßen« ifapperl. Im Lustspieltheater findet heute. 7 Ahr abends, die Premiere ,D e r d l v n d e E u fl e I“, OperettenschVank t« jjret Akten von Keßler und Redner, Musik von Robert Winter» berg. mit Mizzi Zwerenz, Oskar Sachs als Gast und Paul Vlmühl in den Kauptrollen, statt. Lm Neuen Wiener Stadttheater gelangt morgen, 7-3 nachmittags. Verdis;(R i g o l e 11 v" Aur Aussüyrung. Regie: Rainer Simons. Dirigent: Friedrich 'Araber. W o ch e n f p i e l p 1 a n de r St a a troper: Btoraen (zu erköhler Preisen B. o.), 6 Ahr abends, „2, a n n- *. üBanicfl— -ühöifeE.....«SLi.^—l„yJ l 2 e n Wiener Movgenzeitnng. r (Freie ]üd. Volksbfiliae) Ensemble-Gastspiel der WILNAEK TÄX^PPE Heute Samstag..den 18. November 1922, 7 üL iir aoeuds Tragödie a 3 Akten von Sch*Anski. 7iLX ms. Weiber von Windsor. Diensiag, 7»7 Ahr abends. ..Der S ch a tz a-r u b e r‘. Mittwoch (z» erhöhten Preisen B. a.s, 7-8 Ahr ade, ds, ,<$ armen*. Vonnerstaa, 7 Ahr abends, „D ' e L a h r e zeiten der Liebe", ^D i e Prinzessin von T r a a a n i e Puppen» s e e-. Freila^. 7 Abr abends', o t r e°D n m e\ Samstag (hi auigehobkr. n Lahresbo: nrmen!', 7 A r ab,'« ^s, ,C a» r> a l! c r i a t u ft i c a n a", ^D e r B a j a z z o". Wochenspiel plan im Redouiepsaal: Morgen rwd Mittwoch .Don P a. s q u a l e*. Samsiag den 2S. d. „F i g a r o s K o ch z e \ l“. Wowenspielnlan des Vuratheaters: Montag (bei aufqebobrnem Lahres» -.»d Slommstlmdonnernkni» kein Karienverkaus), 7 Ahr ab-nds, «F r a u S u i t n c r. Dicnsfaa (bei aufgehobenem Lahrcsabon smsnt. zu erhöhen Vr-ilen), 6 Ahr abcnds, „Der junge M e d o r du s->. Mi'iw?ch, 7 Ahr abends. ,,F a s ch i n fi“. Donnerstag. 7 A^r abends, „D e r A r z t a m S cd e i d e w e q e". Freuag, 7 Ahr obends, ,.D e r L r a f i>on (ifiarr lais“. Samriag (zu erhöhten Preisen), 7 llhr abends, R o s e B e r n d". Wochen spielpian des Akademietheaters. Montag, 7,8 A^r abends. .D e r R a u b t c r 6 a b i« nerinnen". Mittwoch, 7-8 Ahr abends, .6 0 ch z e i t st a g e“. Donnerstag, 7?8 Uhr abends. .D e r B i b I i 0 t h ek .1 r\ Samsiag (zu erhöhten Pretfen), 7,8 Ahr abends, .D 0 kt 0 r K l a » 5“. Wochenspielplan des Raimund-Theal : v s: Moraen, tlß Ahr nachmittags, Wiener Kammewper „A i g 0 I e t t 0". Morgen abends, ferner Di-nslaa, Donnerstag und Samstag .Der Schatte n". Montag „Erde* (mit Willy Thaller). Mittwoch und Freitag ,D i e W e b e r-. Wochenspielvlan der Kammer^ viele: Keule und die folgenden Tage, 7 Uhr abends, Gastspiel Ferd'- nand Bonn, .S i m s 0 n". 10 Uhr abends (Nachtvorstellung) „Abenteuer in Marokko". Morgen, 3 Ahr rachmitiags. „ft e m 1 n a“. Wochentpielplan der Renaissancebühne: Keule und morgen. 7 Ahr abend«. Gastspiel Paui Wegener. „D i e A a i ch h v s s $*. Morqcv, 8 Uhr nachmittags. „D e r D a t e r". Ätontag, 7 Ahr abends. Dasttpiet Paul We-- gener, „9 er Vater-. Dienstag, 7 Uhr abends, Gast pnl Remhold Schünzel. zum erster'' Mate, „S p i < I 5 e r 6 i n n Theaterstück in mnf Akten von L-idwig Kirschseid. Mittwoch, 7 Ahr abends. Gastspiel Aeinhold Schünzel» „Spiel der Sinne". Wochenspielplan der Neuen Wiener Bühne: Leute, 7 Ahr abends, Gat! spiel Amold Kmff. zum ersten Male. „Das weite Land", Tragikomödie von Artur Echnit-ler. Morgen und die folgenden Tage, 7 Ahr abends, Gastspiel Arnold Korst. ^D a s w'e i t e Land". Morgen, 3 Ahr nachmittags, „N u r e i n T r a u m". Kammermufikabend in der Arania. Das ausgezeichnete Quartett Professor Dr. Fr'h L i l i e n l h 0 l (Violine), Profeffor B a r t d l m e (Cello), Kans D i e tz (Vioka) und Otto Schulhof (Klavier) veranstaltet morgen um 7,8 Utzr obmds im Kleinen Saale der Urania m t Werken von Mozart, Brahms und Goldmark einen Kammermufikabend, bei dem Konzertföngsrm Rifetta Deutsch mitwirdt. Keine BerMmug bei fortzesetztem Liebesverhältnis. Die Privale Antonia Schlegel brachte yogen den Privatangestellten Dominikus Abraham eine Klage auf Ersatz von 100.000 K. wegen Verführung unter nichterMter Zusage -er Che em. Sre habe die BeöanntsHaft des Beklagten auf einem Balle in der Silvesternacht genmcht. Er habe sie nach Hmlse begleitet und nur aus seine Erklärung, sie gefalle ihm, er wolle sie heiraten, habe sie ihm gestattet, in ihrer Wohnung zu übernachten. Das Verhältnis, das nicht ohne Folgen blieb, sei zwei Jahre lang fortgesetzt worden, weil er auch rm Verlaufe dieser Zeit ihr wiederholt das Heiratsversprechen gegeben habe. Es seien auch bereits die Möbel für die künftige gemeinsame Wohnung von rhm angeschafst worden. Er habe aber inzwischen dir Bekanntschaft eines anderen Mädchens geinacht, das ihm noch besser gestel, und als sie ihm über die Verzögerung der Heirat Vorwürfe machte, habe sie von ihm die Antwort bekommen: ^Du Tvampl, ich l-eirate dich überhaupt nicht!" Der Beklagte bestritt, daß eine Vorführung stattgefnndLn oder auch mrr notwendig gewesen wäre, denn sie habe ihn ohne Heivatsvevsprechen sofort in ihre Wohnung eingelaffen und sich sofort, als ob dies selbstverständlich wäre, entkleidet. Spater habe er ihr wohl auf ihr Drängen die Heirat zugesagt, dieselbe fei aber an der Unmöglichkeit, eine Wohnung zu finden, geschoitert. Das Landesgoricht wves die Klage ab, weil Berfilhrung einen Widerstand voraussetze, dieser aber hier nicht stattgefunden habe; boi fortgesetztem Liebersverchältnis aber gebe es koine Verführung niehr. Ucbcx die Berufung der Klägerin fand gestern vor dem Oberlandesgericht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Alie die Verhandlung statt. Die Berufung stützte sich darauf, daß auch bei Fortsetzung des BerhAtnisscs eine neuerliche Verführung unter Zllsagc der Che möglich sei. Der Berufungsscuat wies die Berufung ab, weil bei Fortsetzung des Liebesverhältmsfes ebensowenig wie bei Begmn desselben ein Mderstand der Älägevi« stattgefunden habe. „Schwarrbremien" von KevrirM. (Mehr als die Hälfte von Gas- und Elektrizität wird auf illegalem Wege benützt.") ' Vor dem L.-G.-R. Dr. Hietler (Bezirksgericht Fünfhaus) fand in den letzten Tagen gegen die Inhaberin eines Jnstallationsgeschäsles dfa Bcrhündlüng wMN Ueberirctlmg 18. November 1SS2 Nr. ISbA des Diebstahles von Elektrizität statt; wegen desselben Faktums hatte sich ein bei ihr bediensteter Monteur zn verantworten, Die gestohlene Elektrizität fand im Arbeitsvanme deS Geschäftes Verwendung. Durch ein ebenso kompliziertewie sinnreiches Verfahren, welches den Zählapparat auSschaltete, hatten beide die Gemeinde Wien um 226.000 K. geschädigt. Der Angeklagte hat an die Gasrohrleitung die elektvische Leitung angeschlosien und dadurch eine Erdleitung hergestellt. Wie er angibt, hat er den Mchrbedarf von Elektrizität zum Ausprobieren eines Motors verwendet und später vergessen, die Leitung in den früheren Stand zu versetzen. Die Frau sei ihm stets in den Ohren gelegen, auf diese Art Elektrizität ohne Zählapparat für das Geschäft zu benützen, denn es schaue mit dem Verdienste und dem Geschäftsgang schlecht aus; die Proste für Gas und Elektrizität seien unerschwinglich. Zu der Anzeige wird jedoch darauf verwiesen, daß der Stromverbrauch der Firma in den Monaten des illegalen Verbrauches ein sehr geringer tvar, daß dies der Angeklagten hätte auffallen müsien, ebenso mußte es dem Angegeklagten bekannt sein, daß durch die Anlage, die er zum unreellen Gebrauche des Slromes errichtet hatte, der'Zähler umgangen werden mußte. Der Vertreter der Gemeinde Wien c rärte. daß die Gemeinde einen Schaden von 225.000 Kronen erlitten habe. Dieser Schaden sei von der Angeklagten sofort durch Erlag des Betrages gut gemacht worden. Die Gemeinde fühle sich demnach nicht mehr geschädigt. Trotzdem stelle die Gemeinde die Bitte, die Angeklagten exemplarisch zu bestrafen, da die Gas- und Elektrizitätsdiebstähle in erschreckender Weste zu nehmen. „Mehr als die Hälf» te von Gas- und Elektrizität werden auf illegalem Wege benützt." Der Richter verurteilte die Angeklagte Frau zu drei Tagen, den angcklagten Monteur zu fünf Tagen Arrest. Der staatsanwaltschaftttche Funktionär Dr. Kunze nreldete wegen zu geringen Strafausmaßes die DevusMg an. vestempette Krone — —.0075 tzeutimes. Auszahlung Wien — —.0073 ßentinre». 3n Zürich notierte die österreichische Kronr. . . 0.0073 (0.0072 am 16. Nov.) die österr. gesiempelle Krone. 0.0076 (0.0075 am l6.Nvv.) die ischechische Krone .... 17.35 (17.35 am 16. Nov.) die Mark... . 0.087, ( 0.077. am 16 Nov.) Agram.. 2.16 (2.23 am 16 Nov.) Bukarest , 3.50 ( 3L0 am 16. Nov.) Sofia .. r . 3.87 ( 3.85 am 16. Nov.) Budapest. .r. . ..... 0.22 (0.217, am 16 Nov.) Warschau......... 0.03 */* (0.03% am 16.Nov^ Sinke Erholung der Reichsmark. Die Aöschwächuing der Mne-vpolitischsn Krise in Deutschland hat den Kurs der Reichsmark in Zürich sehr günstbg beernstußt, so daß sie gestern eine Befferung von 0,75 <mf 0,085 zu verzeichnen hatte. Ans dem Berliner Doviserrmarkt ist eine wesemiliche Entspannung emgetretem und es hxram sämtliche Devisen stark rückgängig; so schwächte sich der Dollar um 897,75 Mark auf 8608,43 ab, Pfunde evmäßigtm sich um 4488,75 Mark auf 29.826,50, holländische Gulden um 379 Mark auf 2593,50. Auch Auszahlung Wien, die in Zürich eine kleine Besserung zu verzeichnen hotte, veribMiigte sich m Berlin ran eine Mark auf 8,77. Der französische Franken profitierte gleichfalls von der Besserung der Reichsmark und stieg m Zürich um 1,55 Franken auf 37,90. In Berlin ermäßigt? er sich s.-roch um raufe 37 Mark auf 461.34. Keine Ziusfntzerhöhrmg. Urtier dem Vorsitze des Gouverneurs Dr. Spitzmüller hat am 16. November im Beisein des RegierungK» kommiffärstellvertreters Mimstevialvates Dr. Bartsch eine Sitzung des Generalrates der Oesterrsichisch-ungavvschen Bank für die österreichische Geschäftsführung und am gestrigen Tage in Anwesenheit deS österreichischen Regierungskommistärs Sekbionschess Dr. Schwarzwald und des mrgarischen Regierungskommistärs MnisterialvateS Dr. Marffy enw Sitzung des Plenums des GenevalrateS stattgefunden. In der erstererr Sitzung wurde die geschäftliche Lage des Noteninstituts irach Anhörung des Referats des' Generalsekretärs Rapp eingehend erörtert. Der Generalrat gelangte zu dem. Schluste, daß ungeachtet der Maßnahmen der Deutschen Roichsbank auf dem Gebiete der Zinsfußpolitik dermalen für eine Zmsfußechöhkl-ng koine zwntgenden Gründe vorliegen. Jü der Sitzung des Plenums des Generalrates referierte der Gouverneur über den gegenwärtigen Stand der Liquidation, und zwar harchtsächlich insoferne derselbe das Interesse der Aktionäre berührt. Nach eingeherlder Debatte erteilte der Generalrat der Bankleituug die zur Fortführung der Verhandlungen, wie sie zur Wahrung der Interessen der Aktionäre im jetzigen Stadiimr notwendig erscheinen, erforderlichen Vollmachten. Im übrigen gelangten in beiden Sitzungen Gogersttände der laufenden Administration zur Verhandlung. Die Kaufmannschaft und die Wareuumsatzstener. Das Präsidium deS Gremiums der Wiener Kaufmannschaft hat r» eingehender Beratung mit den Obmännern der in Betracht kommenden Brauchen und Vereinigungen der Wiener Kaufnrannschast die Frage der Form der Umsatzsteuer vorgestern einer nochmaligen Beratinig unterzogen. Die Beratung hat zu focr Aeberzeugung geführt, daß eine Zusammenfassung deq

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