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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-15 · Heft 1352 (15.11.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1352 (15.11.1922)
Date
1922-11-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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"'Ärfte 6 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung. 15. November 1922 Rr. 1351 4M* in den nachsvlgenften Rubriken mir rr dezeichnelsn Notizen und Arttkrrl -lnentgelllichr Ankündigungen (Z 28 des Prehgefeyes). * Billige Tanzpaar-AieSer-Woche, so lc.nge der Vor- M rricht: Modelle. .ar>s : {Riffln* eck'tem. haltbarem' Diill von 86.000. 72.CO , 75 WO <R. ausU'ärts. nur I.. Körninerslraffs s. M.. Landstraße Kcmplltrake 9. gegenüber ElisadethrnerKirche, VI. Moriahitfersiraste 47. ' o * Warerrkrvch. Elaminitores mit Gnsötzen und Motiven 68 000 K., Etaminkiinstiervortünoe 68.000 K., Eiammdovpeldecken mit Einsätzen und Motiven 138.01)0 A.. Madra»vo»ffänge durchgewebt 148.000 &, Steppdecken gute Füllung 158.000 K.» Si-ppdecken oeblumt 208. 60 K.. P'ü ckbsct decken alle Farb-n 198.0 0 K.. itebcrwinie, GotulmZ 165/l.OO 358.000 S\. Deiailverkoui zu Snkiror-Pttijcn >m Dorhangspezialhaus, Vt.. Eumpendorserstraffe 38. a * Billige Pelzu-aren Hel A. Serngrotz N. 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Kaffeelöffel Aluminium 1500 y.., Kasfeewü 's „Erynä'-Marke 28.' 00 K. Koblen^übel, Waschlöpso, Bügeleisen oller Art zu tiefreduzieiten Prei'en M Ware - Haus Dichter, XV!.. Brunnenaaff» 40, Stlastenbahnünien J, Js. 4 6, 8, 18, 118, 5, 15. o Dereme. Lorttöge uud TttMWlmgen. Der Verein Tidwa! ff Fehuda veronstallet heute, präzise 3 Uffr abends, in seinen Klubräumm, Vill.,. Beo.roplah 1 (Parterre. einen populären Vorträgsäbend ' mit nachstehendem P^vc>r >mm: Pau> Slskonas (Deutfa.es Volksthecker): Zionnä Wiener; Lieder von Schubert und Schumann: Marko Goldtn: Pianist und Leo Kuffmann: Violinvirtuose; Kompositionen von Tsch«kvwsky; Architekt Diamant! ein: Telepathische Seance. — Ingen dverein A d o w a t b Z i o n, II., Kiene Znlahrtsslrafft 160, Keule. ‘/s8 Uhr'abends, Vortrag Dr. Kndpfmacher: Die Juden im fernen Offen, II. — Zerre M l rrocht, Ü„ Pro erflraffe 43. Tür 11. Der durch technische Schwierigkeiten verschobene unemgellüche Englisch-Ar.jängerkurs beginnt nunmehr Donnerst>a den 16. ‘/,8 Uhr abends, im Vereinrlokal. Dortseldst Neuanmeldungen. — Jugendverein Erez I,raet, N., Ztikusgaffe 33. Donnerslag. 6 b's 7 Uhr» Kebrästch-Anfänger: 7 b'S 8 Uhr, Englisch- «nläuger (A); L bis 9 Uhr, Eng!isch-Ansängerk"rs (8). Neu- «nmeldungen täg.ich im Vereinslokote von 7 dir 9 Uhr abends. Zionistische Atbeitsgemeinschast. Die für Donnerstag emderuiene Sitzung findet Samo tag, lltS Uhr abends. U . Toborsiraße 20 a. statt. — 3 ü d i > ch e Volks« vtdliothell Zron. tt., Eiockengoffe 30. Leute beginnen hebraffche Kurse für Anfänger und Fortgeschritten» un-er Ltttung bewöhrter Pädegogrn aus Palästina. Anmeldungen tügtta zwischen 6 dis 8 Uhr adenrs im Vereinslokal. — Verein südifcher Lärer an der Kochschule für B ö d e n k u t t u r. Bibliothekssiunden jeden Eamgtag von 3JA bis 7*5 Uhr nachmittags. Am 18. d., V„3 Uhr nachmittags. Mitgliederversammlung im Veremslokat. Tagesordnung: Bericht Uber die tandwirtschaitliche Praxi». — Derjöhnungs« b u nd, Yl k, Schlöffetgaffs 13. Oeffenttiche Dcrsammiung Donnerstag den 16. ft., 7 Uhr abends, im Saale -er Bezirksverlretuna, IX., Wäbr'naerftratze -43/il. Beferai von Grete Lbhr über: Die erste Tagung des mrrnotionalen Verbandes der Verföhnunosbünde in 22 .Staaten vom 7. dir 14. August 1922. Gäste willkommen. Oesterreichisches Muse u m. Am Söusentzvse des Oesterretchischen Museum» (Siubenrmg S) find die hervorragendsten aliorientalitchen Teppicke aus ehemals kaiserlichem Besitze auroestellt. Weitere Serien dieser vom Oefterretchtschea Mu'-eum übernommenen Musea'teppiche aur. ehemals Kaiser-!ich«m Brjihe werden im Zusammenhang« m t den Musealvbjtkien des Mobiiiendepots tn der. Ausstellungshalle des Museums demnächst oorgesührt werden. Dem Oesterrrichischen Museum ist nunmehr auch dir Sammlung der gRuseatobjekte der „Silber- und Taselkommcr" in der Lofdurg angeglieberi wvtden (mit der Leitung betraut: Kastss Dr. E.nst); fr .«!• der O.rffenilichkett bisher ganz unbekannte Sammlung wird binnen kurzem an bestimmten Tagen der Woche dem Publikum zuizänglich gemacht werden. Die vom Museum vktanstaltete Ausstellung vvu Gtäsem des Klassizismus, der EmptlS- und Biederrrrererzeit und die vom Ksuplverdand der Industrie durchgerührte Ausstellung von Wohnunsreinn-bmgru wird. Ende November geschloffen. Urania. Leute, 7,3 Ahr (Großer Saal): Unser Alprnvolk und seine Lstder 7,3 Lhr (Kleiner Saat) : 3m Banne der Rax. 7,5 Uhr. (Kleiner Saat): Ludwig van Beethoven. 5 Uhr «Lrotzer Saat): Shockleton»' Südpo!°Sxprd>ffo». »,»S Uhr (Kurssaal): Prvf. Dr. Budotf Schmid: Vas Auge und die optischen Lnstrumenls. S Uhr (Klubsoal): Vortragsabend Gustav Pichler. 7,8 Uhr (Grvtzer Saal): Wiener Walzer. 7*8 Uhr (Kleiner Saal), Slrzak.Quartett. 7,8 Uhr (Kurssaat): Beg.-Rat Prof. Äudvif L a r t s ch: Ornamentale Schrijt und Kunsterziehung. 7,8 Uhr (Kiubs^al): Lel. ü t \ o s i; Vor« tr«gsabends. ' km-hrmlg. Ae LÄe»s«wrlMMe. Die Zufuhren auf dem Naschmarkt find anhaltend günstig. '.Besonder» grob find die Ankä ffe von K a r t v f f e l n. die ade» nur schleppenden Absatz finden, da man waiteeePeKi»- rücbgänge erwartet. KollSndtscher Kohl begegnet nur geringer Nachfrage, dagegen w'rö italienischer Karfiol trotz de»! hohen Preises gern gekauft. Gestern waren aut de» Markte lKakisrüchte, die aur Sictlien gekommen waren, zu sehen. Die den i Paradeiserü ähnlichen Frücht« sollen einen sehr feinen Geschmack haben und fanden tm Detailhandel bet «me« Kilogrammpreis von 8000 bis &(K)0 K. lebhafte,t Zuspmch. vdst ist in genügenden Mengen vorhanden, die Preise sind unverändert hoch. Eier! und Lutter und üb?r Bedarf vorrätig, da der Konsum sehr gering ist. Selbst zu dem ..«rmätzlgten Preise" von 2400 dis , 2800 & pro Stück DMutaa die Eier kickt aekailü. Die Großmarkth'lle war mit Fleisch oller Art glänzerd versorgt. Trotz der Preisrückgänge auf. de« geslrmen Maikt in St. Marx war g e st.e r n n o ch k e i n e Preis- «r m ä tz i g u n g im Kl,inhandel wahrzunebmen. do^ ist mitt einer iolchen unbedingtzu rechn e n. Besondere Nach rage herrschte nach Wildbret, namentlich nach Laten. Roland-Bühne (Freie jfid. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WILNAER TRUPPE Heute Mittwoch den 15. November 1922,7 Uhr Abends Erstanfflllirani; Tag und Nacht Tragödie iu 3 Akten von Sch-Anski, Nordische SymphomekoMrte sind in Wien keine Seitenheit, seitdem es den oolulostarken Skandinavievn ern Leichtes ist, ihre Komp)'»?ffcn im verarnrten Wien zur Auffuhvimg zu bringen. Das l vr. dänische Kozec! diri'grertr Georg H ö e b e r g, erster Kapellmeister der Kopenhagener Oper, der die Kraft e nes Cäsai en mit der Wurde ei.'rs Generalmusikdirektors vereinigt, dazu in seiner Sachlichkeit und musikalischen Romrne lochst schätzenswerte musikalische Eigenschaften besitzt. Zur Ausführung g-clemgten Symphonien von Louis Glast und Karl Nielsen, vischen ein Violinkonzert von r Borresen, das. .vie man nns mitteilt, von IMus Thornberg, früher Konzertmeister bei der Berlin >r Philharmonie, ganz vorzüglich gespielt wurde. Auf das Koi-zcrt und auf die anschließende Symphonie „Das Ummßllschliche" von Karl Nielsen mußten ivir verzichten, d.-, die Zeit zmn Aufbruch m den nächsten Konzertsaal drungr--.. Die „Sinfonia sverstica" von Louis Glast ist eine ehrlich--, gediegene Arbeit, bei der das formale Elenrent ausgiebig Lrtont wird. „Das L^bensrad, ein Symbol des Krerbenennt der Komponist sein Werk und gibt den ci«#‘n?it Sätzen die Namen „Tagewerk", „Ruhe", „Schattenreich" und „Tagesdämmerung". Am stärksten wirkt der erste Satz, das Tagewerk setzt in froher Bewegmrg, irr ürahlerrder C-Dur, ein, auf den fröhlichen Anfang folgt ein deutliches Klappern der Arbeitsrader, pendelnde Begleitfignrerr geben Farbe und die Kürze des Satzes ist seine Würze. Das beschauliche Andante, das in Ruhe dahinfließt, atmet manuigstlchc Naturgrrausche, rrn gespenstischen Presto huschen und schwirren die Holzbläser schattenhaft umher, vm Finale, das kein Ende nehmen will, weitet sich die Gvsangslinie zu Bruckwerrscher Choralfeierlichkeit. In den von Dr. D. I. Bach geleiteten Arheitersymschoniekonzerten debütierte der 22 jährige Franz S a l mhofer mit einer Ouvertüre zmn alten Bolksschauspiel „Der Ackersurann und der Tod" und mit einem Konzertstück für Trompete und'großes Orchester; die Trompete blies der Philharmoniker Wilhelm Wendt mit aller 5Aangfülle und Virtuosität. Das Tvompetenstück zeigt zahlreiche Einfälle, so ein charakteristisches scherzoartiges Thema, daneben auch allzu wenig Ordrmng und UeÜersicht, ein Vorrecht der Jugend, das man ihr gerne einraumt, foferne sie überhaupt echte Einfälle hat. Der Dirigent des Abends Jascha Härenste in, der Mahlers erste Symphonie leitete, ist vorläufig mehr begeisterter Musiker als versierter Kapellmeister. Neue Lieder brachte ein KompositionS-„Abend" Oskar Metz«er, der um eine ungewohnte.Stunde, um 5 Uhr nachmittags, stattfand. Der stürmische Beifall galt wohl arrch den unübertrefflichen Solistm Hermine Kittel und Georg M a i k l. Die von ihnen gesungenen Lieder haben ihre Vorzüge: Ohne in der Melodik durchaus originell zu sein, wisien sie doch die Klippe des Konventionellen geschickt zu vermeiden, die Melodie stießt frisch dahin, unproblernatisch, aus den Quellen Schumanns und Bmhms' gespeist. Mitunter „brahmsÄt" es allzu vernehmlich, doch wird man stets der gesunden musikalischen Bewegung im Klavier wie in der Singstimme froh, namentlich das „SpieünannSlied", das wiederholt wurde, zeitigt gute volkstümliche Wirkung. Mchr Feierlichkeit und Würde atmen die Lieder von Anton K l a s s k y nach Texten von Christum Morgenstern. Mit Schwerblüügkeit, ja mit Religiosität^ gesättigt, von einem wohlgefetzten Streichquintett bereitet, wie es jetzt vielfach Mich ist, bestäjijgen . sie . die musikalische Bildung und die liedmäßrge Begabung ihres Schöpfers, Sie gelmrgtm an einem Liederabend Gertrud Ka h a n e- Reinisch zur Ausffihrung und wurden von der Sängerin, einer Sopranistin «nt tragsahigem, ausdrucksvollem Organ, voll Innerlichkeit gesungen. Einen heiteren Lieder- und Walzevabend veranstaltete Maria Jvogün, die gefeierte und Verwöhnte Prima-« donna mit den Muren eines frohen Kindes, das mit seinem Lächeln «md mit feinem Trillem Sonnenschein, blumige Wiesen und Vogelgezwitscher kn den Konzertsaal zaubert. WeEsie den Schubevtschen Liedwalzer „Seligkeit" und später den planen Donau-Walzer" wie eine Lerche eMPorjubell, erinnert man sich, was einst Wiener Frohsinn war, da erkennt man auch, wie nahe der Wiener Schubert und der Wiener Strauß miteinander verwandt sind. Wie ein später Nachzügler jener sangesfrohen Zeit steht die zierliche Sängerin nrit ihrem Hellen Blondköpfchen im Hellen Kleidchen ans dom Podium und jonglievt vergnügt mit größter Selbstverständlichkeit in die höchsten So- 'pvanregionen, die nur ihr tn derart technischer Bollkom- Michert eigen find. Irn Alveiten Propagandakonzert des Vereins für musikalische Privataufführungen spielte Eduard Steuermann Schönbergs Kammersymphonie. Er hat das Werk, das ursprünglich für 16 Soloinstrumente gesetzt ist, selbst für Klavier bearbeitet und es ist erstaunlich, mit welcher Klarheit er die Stimimn herauszuarbeiten vermag, mit welcher Unfchlbarkett er die schwierigsten Akkorde und Passagen nimmt. Fast glaubt man an eine Objektivierung des Klangbildes ohne Pianisten, so bescheiden tritt er als Dieirer des Kunstwerkes zurück, so nnsentimerrtal und unromantisch leot er das Werk aus, das mit seinem vorwärtsdrängenden Quartenthema, mit seinen Quarteuakkorden und seinen: allmählichen Abbau der Kadenzen in Schönbergs neue Zeit voraus weist. — Auch der junge Pianist Mieezyslaw H o r s z o w 8 k i darf sich an die Musikmoderne herantvagen, Debussy, Ravel und Szyniauowski sind bei iihm m guter .Obhut. Seine scharfe Dynamik, seine buntfarbige Bewegung, seine humoristische Gestaltung sind Ausdnrck inneren Erlebens. In Szynranowskts „Scheherazade" phantasiert er sich in die Märchenwelt des Orients, in dessen „Tantris, der Narr" begreift er die nrervschliche Not. Alles Technische ift ihm nur Mittel, die seelische Durchdringung ist ihm glücklich erreichtes Ziel. — Di« anmutige Lubka Kolessa erfreut stets durch ihre reizvolle Erscheinung, durch ihre ins Weite träumenden Mädchenaugen, durch ihr durchgebildetes und doch so verträunctes Spiel. Um so mehr bei der Wiedergbe Chopins, wo skkh ihr eigenes Sehnen in der Welt des Tondichters wiederfiudet. — Einen Beethoven-Abend veranstaltete Gertrud Z e r n e r, die musikalisch mrd pianistisch längst beglaubigt ist. Mit feierlicheur Ernste betritt sie die Tonwelt des späten Beethoven und ist sich ihrer Verantwortung völlig bewußt. Der tüchtige Pianist Henri D e e r i n g bewährte sich in Piecen von Chopin, Fräulein Tom Sommer, musikalisch und technisch gut gerüstet, hat in Brahms männlichen „Händel-Vcrrrationen" ihrer liebenswürdigen Weiblichkeit wohl zu viel zugemutet. Herr Josef Szigeti ist tief in die Geheimnisse dev Geigenvirtnosität eingedrungen. Aber er kann weit mehr: Wer mit so viel Ernst und Innerlichkeit Bachs Chaconne meistert, eEnnnt den sie Len Weg zu höheren künstleriscken Zielen. Dr. Erwin Felder Stzrmtheater. Seit der verunglückten spanischen Tournee des Opern - balleiis hat man in der Staatsoper von RünSlh-Korsakows „Scheherazade* nichts mehr gehört. Nun ist sie wieder ans Rampenlicht geholt worden, sie bovam ein prächtiges expressionistisches BühuenbA-d, das sich mit der Märchendichtung an3 „Tausend und eine Nacht" recht gut verträgt, Ballettmeister Hemmch Kr5Iler sorgte für buntes szenisches Leben, das steAich die Bewegtheit des vuff-ischen BorbLdes nicht erwichr, im Orchester waltete Kapellmeister Lehnert und der Sologesang dar Geige, der das ganze T-anzbW wie eine Jbo? duvmzicht, bat auch diesmal seine Wirkung, allzu breit und dermehmkich gebärdeten sich daneben die verschiedenen Begleitstinrmev. Das Ballett hatte alles ausgeboten, was es cm Jugend und Sch-urhoit besitzt: Frl. Pfundmayer als Favoritin des Sn>lt?.u3, FA. Horvath, weiter die Damen B u ch i n g e r, F x ö n 5 ( und Mindszenty, um nur oimge zu nennen, die Herren Dnbors, Czadill urck Rathner zeigten, welch reicher Schatz in unserem Opernballrtt rastet und dadurch wstet. — Der Reprise der „Scheherazade" ging eine Ansfühvung mit Cornelius',barbier von Bagdad" vcwcvnS, unserer fteftcu komi schen Oper, die lange nicht nach Gebühr gewürdigt wich. Der Barbier deS Herm Mayr ist eine Glanzleistung, die auf deutschm Bühnen kaum ihresgleichen hat, überraschend gut war Herr Mai kl als Nureddin, seine Dt'imme strahlte wie im Glanze der ersten Jugend. Reizend sangen die Damen Schumann und Anday, der junge Kapellmeister Elemeüs Krauß leistete voll Umsicht das Orchester. slb Ar heutige Premiere der ..Wiluaer". Der große nachhaltige Erfolg, den die berühmte Wil» vaer Truppe mit An—skls „Dybuk" auch in Wien erzielte, hat sie veranlaßt, eine nachgelassene dramattsche Dichtung An—skis während deS Wiener Gastspieles zur Aufführung zu bringen. ^Lag und Rächt", ein mystisch-chasiidisches Stück von erschütternder Wirkung, ein Werk von visionärer Leidenschaft, geht heute zum ersten Male in Szene. Die „WAnae^ haben „Tag und Nacht" am Abend der erstell Jahrzeit nach dem toten Dichter zur Uraufführung gebracht. Uebevall, wo di« Mlnaer Truppe „Tag und Nacht" spielte, stand das Publikum im Banne des feierlich-erhabenen Abends. Man darf der heutigen Prernlere mit großen Ertvar- Inngen eutgegensehen, Paul »egen« in der RenaUame-BSHne. Paul Weg«ner begann sein Gastspiel als Rittmeistei in SwindbergS „Vater". Wir haben diese gwstartlge schau, spielerische Leistung bereitim Vorjahre gewürdigt, auch die seiner bemerkenswerten Partnerin Maria E r s, die freilich «och in das Format ihrer Rolle hinemwachsen muß. Dos übrig Ensmnbie überragt Army Han, die das Lreizehnsährige Mak chen erschütternd spieilt. ES Witt) sich empfehlen, dies« Begcckm künftig zweckentsprechender zu beschäftigen als bisher. A «u» de» rheattru. Sm Bürgt ff eaier gelangt morgen die Ävmödfi «Der Arzt am Scheideweg" von Bernard Sbaw, deutsch von S'egfrced Trebilsch, zur Aufführung. Anfang 7 Uhr — Freitag wird das Sckaitipiel Monna Van na" vor Meuri«- Qiatbt&i jffutan« 7 Uffr. — Mvrttag d»

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