Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1350 (13.11.1922)
- Date
- 1922-11-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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5fc Wien, Montag ^4 ragesberlcht. Der vierte Ss-restas der MOW. Mit großer Feierlichkeit würde gestern der vierte -Mhrestag des Bestandes der österreichischen Republik be-> kgangen. Die Feier des Vormittages war rein militärisch und 'bestand in einer Huldigung der Wehrmacht vor dcnl Bun-- despräsidenten De. H a i n i s ch auf dem Aeußeren Burg-- ' Platze. Die Paradeansrücknng der Garnison befehligte der Heercsinspektor Oberst-Brigadier V i d o s s i ch. Noch vor 9 Uhr rückten ans allen noch belegten Kasernen die Truppen der Garnison Wien in Marschadjnsticrung ohne Feldgeräte mit Stahlhelm in gleichmäßigem Feldgrau aus und marsschierten der Burg zu. Mit klingendem Spiele durchzogen sie die Straßen, und viel Publikum begleitete die einzelnen Truppenkörper. Vor dem Prinz Eugen-Monument nahmen /die militärischen Abordnungen und militärischen Zuseher Aufstellung. Hier versammelte sich aber auch ein großer Kreis von Zivilpersonen aller Stände. Beim Aeußeren .Burgtor fanden sich auch die Persönlichkeiten ein, die die Ankunft des Bundespräsidenten erwarteten. Es waren u. a. erschienen: Bundesminister für Heerwesen Vaugoin mit ‘feilten Adjutanten Oberstleutnant Schwarzleithner mnd Rittmeister N e u g e b a u e r, die Bundesminister Doktor Waber, Tr. Schneider und Dr. O d e h n a l, Bundeskanzler a. D. Polizeipräsident Schober, die Vizebürgerineister Emmerling und Hoß, amtsführender Stadtrat Professor Tandler, Legationsrat Ludwig und Regiernngsrat S ch ö n t h a l vom Auswärtigen Amt, die Nationalräte Volkert und Smitka, Heercsprobst Dr.'Pawlikowski und eine große Anzahl von Offizieren des iBnndesheeres. Hier hatten sich auch die fremdländischen Offiziere eingeftmden. Um 10 Uhr verlies; Bunbespräsident Dr. Harnisch ,öas Palais am Ballhausplatz und fuhr im Auto mit dem iSektionschef Löwenthal auf die Ringstraße zum Aeuße- Ire« Burgtor. Tort begrüßte der Vundesmi'iisterVaugoin!den Bundespräsidenten, der unmittelbar darauf mit allen '.Festgästen die Front der Truppen rings um den Aeußeren; Burgplatz abschrilt. Die Besichtigung dauerte mehr als eine!halbe Stunde. Bei den Klängen des Prinz Eugen-Liedes ^defilierten die Treppen, was bis halb 12 Uhr währte. Wie /klingendem Spiele zogen sodann die Truppen über die 'Ringstraße in ihre Ubikationen. Damit war die Feier zu Ende. Im SrdbeSe» kn Mamerfla. ZwsihnnSsrk To-esoplsr. Santiago de Chile, 11. November. (Havas.) Der Herd des Erdbebens liegt zwischen Serena und Coquirnbo. Den Erdstößen folgte eine Springflut, die bis zu 200 Meter ins Land hirrerndrang und an den Wohnstätten im Küstengebiet große Schäden verursachte. Die Zahl der dem Erdbeben znm Opfer gefallenen Menschen wird aus 2 0 0 T o t e «nd 4 0 0 V e r l e tz t e geschätzt. Besonders schwer hat die Springflut die Stadl Copiago in der Provinz Antofagaßa heimgesucht, wo mehr als 100 Tote gezahlt wurden, abgesehen von zahlreichen Personen, die Verletzungen erlitten haben. Santiagode Chile, 11. November. (Havas.) Das Erdbeben bat in Coquimbo 500 Häuser zerst ö r t. Zahlreiche Menschen sind ums Leben gekommen. Hrlo (Hawai), 11. November. (Reuter.) Eine S p r i n g f l u t hat mehrere Schiffe w e g g eschwemmt, Opfer an Menschenleben find nicht zu bemimt mit k« Mm. / Die Kohlenpreise für den laufenden Monat Röchember sind noch immer nicht errechnet und werden erst Mitte der kommenden Woche bestimmt werden können, da /die Devisenzentrale mit der Zuweisung der notwendigen. Devisen für den Kohlenhandel noch nicht fertig ist. Boraussichtlich wird der Devisenbedarf für den Kohlenhandel am Dienstag eingfteckt sein, so daß dann die Errechnung Möglich sein wird. i Die Konventionserhöhung für oberschlesische Kohle beträgt ab Grube 120 Prozent, die Frachterhohung rund 50 Prozent. Trotzdem ist mit Rücksicht auf den sinkenden Markkurs mit ziemlicher Sicherheit darauf zu rechnen, daß neuerlich eine wenn auch nicht sehr bedeutende Ermäßigung der O kt ober! yh len preise eintreten wird. Die hohen Kohlenpreise sowie die Stagnation in der Industrie haben es mit sich gebracht, daß sich auf de'n Kohlenrutschender N o r d b a h n wieder große Lager von Kohle angesammelt haben, eine Erscheinung, die seit dem Frieden nicht mehr beobachtet werden konnte. Einzelne große Kohlenhandlungen haben 800 bis 600 Waggons Kohle auf dem Nordbahnhof Klägern und haben sich mit Rücksicht darauf, daß sie die Kohle im vorhinein. bezahlen müssen, jedoch in Oesterreich momentan hiefür keinen Absatz haben, entschlossen, für den November keine Valuten anzusprechen, da sie weitere LWlenbestellmigen stornieren mußten. i Set Krach in der MkttelftmdsvM. WArnrische Generalvetsammlnng. — Die „Direktoren" zpm Rücktritt gezwungen. In der aesiern-zur Klärung der mysteriösen Vorgangs KirettoMMMk WjMMML eMeMenen.General-. Mener Morgenzekkung. 18. November 1922 . 5! Nr. Ißvv Rola nd«BÜh n e (Freie jüd. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WiJLNAESt TRUPPE Beute Montag den 18. November 1922, 7 Ufer abend* DER DYBUK (Znritehen rwei Welten) Dramatische Legende in 3 Akten von Sch. An—ski 9822 v-rsammlnnci ging.es lebhaft zu. Ein Großteil der Mstgliedcr d"8 Vereins „Mittelstandsoper" (der Verein zählt zirka 80.000 Mitglie>der) war erschienen und gab schon vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen seinem Unwillen und seiner Erregung in lauten Zurufen Ausdruck. , Der Vizepräsident des BühnenvereinS, Kapellmeister K u r in a v n vorn Stadttheater, ergriff das Wort Md wandte sich in längerer Ausführung gegen das Verhalten der bisherigen Direktoren Obler u-ud E. Müller. Er führte aus. daß die beiden g nannten Herren das in sie gesetzte Vertrauen gröblichst mißbrauchten, indem sie ohne Ermächtigung durch den 33erin von den ihnen anvertrauten Geldern ^'elrauch gemacht hatten. Auf solche Art seien lcick'tteriigcrwLffe zahle.'ch» Existenzen aufs Spiel gesetzt worden. Auch sei zu befürchten, daß nach solchen Vorfällen der Verein nur schwer in den Besitz einer neuen Konzession gelangen könne. Es sei daher notwendig, daß vor Eingehen irgendeiner neuen Kombination die Leiden gmanuten Direktoren ihre Demission geben. Diese Ausführungen des Vizepräsidenten Kurmann, durch lebhafte Zurufe oft unterbrochen. wurden zur Kenntnis genommen. Die Versammlung beschloß einstimmig, die Direktoren E. Müller Md Obler ihres Posteys zu entheben. Diesem Drucke fügten sich die beiden Herren Und legten sofort ihre Stellungen als Direktoren nieder. Der Verein MittelstandSoPer übernahm von den Genannten die Geschäftsbücher, die nunmehr einer eingehenden Revision unterzogen werden sollen. Sofort nach Ueberprüfung der Bücher wird eure neue Generalversammlung einberufen werden, in der dann definitiv über die Zukunft der MittelstandsoPer beraten werden wird. Unseren Informationen zufolge hat die Leitung des Vereins ein neues Lokal in Aussicht genommen, über das aber erst definitiv nach Abschluß der Kontrolle der Geschöftsgehavung verhandelt werden kann. * Wiener Internationaler Schachkongreß. Gestirn nachmittags fand im Mfstpallasi die feierlich- Eröffnung des Wiener Jnteuiationalen SchachkongrcsieS statt. Außer drn zahlreich rechten men Schachfreunden und für das Turnirr g> meldeten Meist rn und Amateurrn waren Regierung und Gemeinde Wien dmch offizutte Persönl chleM» vertreten. Bu> despräüdent Doktor Mtchael Harnisch wurde vom Protekior des Kor greises. Präiiden'en Kola, «rd sodann vom Präsidenten H o ch m irth begrüßt. Nrch eircr,Ansprache deS BzebibgermeifletS Emmerl i n g eröffnete der BunkeSpräsidmt mit rinrgen freund! ch n Wori n den Kong'eß. Es spracken noch Prosissor Krejeik und Dr. Tarra'ch, worauf dem' BmidrsvMbent n die ersch en neu Schachmeister und Funstionme vorgestellt wurden. Sodann wurde die Auslösung für dre morgen begrünenden Turniere vorgrnonirn n. bruch bei dem Bauern Mittermaper begangen Wen. Ditz Marzial legte ein Geständnis ab, daß ihr Gatte Märzial ihr erzählt habe, Holik und er seien, als sie die Beute in Sicher«« heit bringen wollten', von einem Wachmanns 'angehalten worden, der das- Gewehr gegen sie m Anschlag gebracht habe, worauf er sötüie auch HM einen Schuß gegen ihn äbgaben. Auch die polizeilichen Erhebungen hatten das Resultat, daß für die Erschießung Demels nur Stephan Holik und Franz Marzial in Betracht kommen, können. Der tödliche Schutz war aus einer Brywningpistole abgefcuert worden. Schließlich leugneten auch Marzial und Holik nicht länger. Sie behaupteten, sie hätten bloß Schreckschüsse auf Demel abgeben wollen, wollen sogar in Notwehr und Selbstverteidigung gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft kommt allerdings zu dem Schluß, daß sie ihre Verhaftung unter allen Umständen verhindern wollten, waSnur durch - eine Unschädlichmachung DemelS bewirkt werden konnte, und daß diesen beiden Leuten, die alS schwere und gemeingefährliche Einbrecher bekannt sind, eine Mord ab sicht durchaus znzutrauen sei. Auch Holik, dessen Schuß nicht traf, was lediglich ein Spiel des Zufalls gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen Stephan Holck und Franz Marzial die Anklage wegen Verbrechens des Mordes, beziehungsweise des versuchten Mordes. Mit den beiden angeklagt wurden der 23jährige Hilfsarbeiter Rudolf Musil, der 37jährige Kutscher Rudolf Burbela, die Marie Marzial und die Sojähriae Hilfsarbeiterin Beatrix Holik. .Der Marzial ünd der Holik liegt zur Last, daß sie die Diebsbeute verhehlt hätten. Holik, Marzial und Musil liegt das 'Verbrechen des D i e b st a h l s zur Last. Die beiden Hauptangeklagten Holik und Marzial sind auch der Uebertretung des W a s s e n p a t e n t e s angeklagt. Heute findet der Prozeß gegen die Genannten vor einem Schwurgericht nMer Vorsitz des Vizepräsidenten Höfrates Dr. Habietinek statt. Die Anklage wird von Staatsanwalt Hofrat Dr. Formanek vertreten. Die Verhandlung ist für zwei Tage anberaumt. Wir werden über den Verlauf und den AuSgang Prozesses berichten. _ EteverfragNastea. Aller Aboünettt. Da Ihr Einkommen >m Jahre 1920 200.062 K. überstieg, babm Sie als Vorauszahlung für 1923 bewerben Betrag, der Ihne" für 1920 vorgeichrteben wurde, ohne Aujschlaa zu bezahlen. — Wattee L. Es ist je-cnsalls der Teil an Zrrangsanlethe zu zahlen, der d n von Ihnen selbst für richtig aehsttenen Steuersatz entspricht. 'Bezüglich des R-stes. tritt Mib AlttkM auf Ihr Ermäßigungsgenich die Verpflichtung, den Rückstand in Goldkronen z > zahlen, nach vier Wochen von der Zustellung der Entscheidung über Ihr Ansuchen ein. — Alse^t Kratze 14* Diele Anfrage beruht aus dem Sleueroereinfachungrgeieh. Da Sie gegen die Vorschreibung Berufung rrhoben haben, kann die Steuerbehörde Sie aufragen, mit weicher Vor!chreibung Sie selbst einverstanden waren. Dir Behörde ist natürlich au Ihrem Vorschlag nicht gebunden. Erfolgt aber binnen SO Tagen keine Antwort, so gilt die Berufung als zurückgezogen. — Pünktlicher Skeuerzahssr. Der Zahlungsauftrag setzt ja nun endgültig fest, was Sir für das betreffende Jahr zu zahlen hätten. Wieviel, Sie hieraus schon voreingezahtt haben, ist der vocschreibenden Steueradministration gar nicht bekannt, weil die Evidenz hierüber beim Steueramt Mag. Bezirksamt)^ geführt wird. Westen S'e dort den neuen Zahlunzsauflrag vor und lasten Ste sich den Rückstand berechnen. — Alle Krone». Die alten Kronensorderungen gegenüber tschechoslowakischen Schulden find dir 1b. November be>m Äbrechnungsamt onzumeiden. Von einer Verlängerung der Frist ist bis setzt nichts bekannt. Das Datum der Fälligkeit der Forderungen kom > t mindest in De-' lrochl, wo die 6+ulö erst nach Kündigung gezahlt werden Muk. wie z. B. bei Kypottieken. — A. G. Dar ist ein Irrtum. Em Dalvristerungsgefetz ist im Wiederäufbauplan nicht vorgesehen. Sie können daher für Ihre Friedens Kronen nur ebensoviele jetzige Kronen verlangen, da bei einer Kaufpreisschuld für eine Vatori» sterung die geiehtiche Gmndlage fehtt. GerWssml. Ser erschsssene Wachmann. Die Bluttat in der Lobau. Am 11. April 1920 wurde der Sta>dtfchutzwachmcknn Heinrich Demel auf einem Dienstgange durch die Lobau das Opfer eines verbrecherischen Anschlages, der lange Zeit von den Behörden nicht aufgeklärt werden konnte. Demel hatte um 4 Uhr morgens das Wachzimmer Lobau im 21. Bezirk verl-ass-en, ohne nach Vollendung seines Pcvtvo-uillenganges um 7 Uhr wieder oimtzurücken. Die Kamevaden schöpften Avg-- wohn, man stellte eine Suche nach Demel an und schon nach einer Viertelstunde fand der Rahonsinspektor Stephan die Leiche Heinrich Demels auf einem Feldweg, der an dem Verwaltungsgebäude der Gemeinde Wien dem Donausivom zuführt. Der Diensthund Stephans hatte ihn zur Leiche geführt. Der Körper war der Länge nach ousgöstreckt, das Gewehr, anscheinend . von der Schulter gelitten, lag zu som>en Füßen, der Verschluß war ' gesichert und die im Gewehre befindliche Munition unverbraucht. Aus der linken Schläfe, der Leiche war Blut gesickert. Der Anblick lies; keinen Zweifel zu. daß Demel auf seinem Dienstgang von fremder Hand erschossen worden war. Die Nachforschungen gestalteten sich sehr schwierig, denn die Lobau war seit jeher ein Tummelplatz von Wilderern und allerhand lichtscheuem Gesindel. Noch am Tage, da die Tat entdeckt wurde, wurde bekannt, daß unweit von der Stelle» wo die Leiche aufgefimden worden war, in Wittau, ein Einbruch bei dem Bauern Martin Mitterm ah er verübt worden war, bei dem zwei junge Schweine und aus dem Keller Wein sowie Kartoffeln gestohlen wurden. Daß zwischen der Tötung des Wachmannes Demel und dem Einbruch ein Zusammenhang bestehen könne, drängte sich sogleich den Erwägungen auf. Tatsächlich brachten Kriminalbeamte in Erfahrung, daß der HilDarbeiter Stephan Holik, 35 Jahre alt, aus der Tschecho-Slowakei stammend, und der 37jahrrge Schmiodgehiilfe Franz Marzial in e-imem Dolkscaife im 10. Bezirk während eines Gelages von der Maria Marzial, einer 41jährigen Hilfsarbeiterin und Gattin des Marzial, indirekt der Bluttat an dem Wachmann Demel bezichtigt worden sei. Die Marzial rief nämlich dem Holik zu, er „solle sich nicht lange mit ihr spielen" sonst werde sie ülleS verraten / und ihm einen anderen Unterstand verschaffen, womit sie offenbar das Landesgericht meinte. Das gab den Behötben den erwünschten Anlaß zum Einschreiten. Stephan tzolik und die beiden Marzial wurden verhaftet. Sie erwiesen sich als das Haupt , einer Diebsband<d die sich vorwiegend/mit Hühner-, viebstählen in der Umgebung Wiens befaßt hat, und' es zeigte 1 Lch. hak Lolik und Ltam Marzial tatliicklich auch dev Ein- Brieflaste» der NedMo«. ° SO« F. Jag. Der Kurswert jener Münze beträgt fa! österreichstchem Gelbe ungefähr 13.000 K. — A. B. Di« Iuden» mtjston bedient sitz stels »er „Indenchrtsten', wie lt< sie nenn! — getaufter Juden, die ste braucht, weit ste jüdische Sprache und Bräucke kennen. — Wiener. Einen legalen Anspruch hat der Kauskerr nicht, feine Forderung zu bewilligen, hängt von Ihre».; Willen ad. __ Ser Hausarzt. Redigiert von Dr. Stnrel Beer. UeLer Albinismus. Zu den interessantesten Mißbildungen der Menschlichem Haut gehört der Albinismus, worunter Man den von Ge- Mrvt bestehenden Pigmentmangel der Haut Vevste.ht. Bai solchen Personen sind Haut und Haare ohne Pigment» den ' Farbstoff, dessen Bildung irgendwie vom Blute abhäugt. Dir Albinos zeichuen sich durch eine. auffällig weiße und rosige Haut des ganzen Körpers aus. Das KopHaar ist ebenfalls weiß, weich, seidenglänzewd, auch die Haare der übrigen bedeckten Körpevstellen zeigen die gleiche weiße Farbe. Da die inneren Häute und die N-etzhauL der Augen PigmentloS find, erscheinen bei den Albinos die Pupillen (Sohlöcher) glänzenrot, die Regenbogenhäute blaßblau. Auffallend ist bei den Mbkros Lichtscheu und Gmpfiudlichkeit der Augen. Man beobachtet meist auch Augenzittern. Dia mit dem Wbinismus behafteten Personen weisen fairst keinerlei Abnovlnttäteir auf, doch sind sie von schwächlicher Konstitution und weniger widerstandsfähig. Die beschriebene Affektion ist angeboren und wird von den meisten Autoren auf e'me vererbte Disposition oder einerr atavistischen Rückschlag Auvückgvführt. Solche Menschen stammen von Eltern, die normale PiMentierung ausi lveisen, häufig sind mehrere Geschwister albinotisch. IN nEchen Gegenden wird ein häufiges Äuftveten des Ailibinismus beschrieben, so berichtet dies Selrgmawn über die Polynesier umd Mt die Erschekmug fiiv einen vererbten Folgegustand. . Die angeborene Pigmentlvsigkeit betrifft zuweilen nicht den ganzen Zkvrper, sondern nur einzelne Teile der H-Ut: ES fbndeN sich, daun verschieden große, , weiße Flecke^ diewttzttttd des aanzen Lrbens sich Mt verändere.