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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-08 · Heft 1345 (8.11.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1345 (8.11.1922)
Date
1922-11-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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wBp^wtffifa^iigggiityywi ftt. 1345 Men, Mittwoch Wiener MorgenzeZtung. 6. November 1022 Seite 7 Koivg die Zahl 600 nicht Werschritten hätten, heftig an. Er zeihe, schrieb' er, Avarffy-deshalb in so ag-gressivanr Tone der LW, um ihn zur Ueberrcichung siner Preßklage zu zwingen. Avarffy klagte und Szabolcfi erklärte sichsofort bereit, Len Wahrheitsbeweis zu führen, daß -bie Zahl der jüdischen Kriegs- Mfallensn mehr als 10.000 betragen habe. Wie se'merzoit berichte-t wurde, wies jedoch der Äncklagesenat diesen.Antrag mit der Begründung ab, daß die Feststellung, wie hoch die Zahl-der jüdischen Heldeittoten gewesen sei, kein öffentliches Inte resse bilde. Doingegenüber nahm der Stvafgerichtshof den Standpunkt ein, daß der Wahrheitsbeweis im öffentlichen Interesse liege und richtete an das Statistische Landesamt das Ersuchen, eine möglichst genaue Ausstellung über die Zahl der im Kriege gefallenen Inden zu liefern. In der am. Donnerstag .stattgefundenen Berhandluug brachte der Gerichtsyof die Artikel Avarfsys sowie die Zuschrift -des Statistifchen Amtes zur Verlesung. In dieser Zuschrift heißt es, daß das gesamte Material noch nicht aufge-arbeitot werden konnte, daß jedoch schon von den bisher festgestellten 40 Prozent der eingerückten jüdischen Soldaten die Zahl der Toten allein 4 340 betrage. Die Gesamtzahl der Toten dürfte sich sonach auf 10.00 0 Gelaufen. Da das Statistische Amt Hiera» die BemeMng geknüpft hatte, daß »licht alle diese Toten auf dem Schlachtflde gefaffM seien, beantragte Verteidiger Dr. Ballade.das Statistische Amt neuerdings zu ersuchen, die genaue Todesursache und die Zcchl^ der -jüdischen Reserveoffizier« cmzngeben. Dieser Antrag wurde abgelehnt und das Beweisverfaheam ' geschlvfs n. Nach den PlaidoyerS wies Dr. Ludwig Sza bolesi in seinem Schlußwort darauf hin, daß di« jüdischen Bewohner Ungarns soft Jahren vevdächrigt wurden, daß sie ihrem Vaterlands keinerlei Blutopfer gebracht Hütten. Er habe vom Beginn des Krieges an als jüdischer Publizist genaue statistische Daten d^c- Äber gesammelt, wie viele Juden oingerückt und wie viele von ihnen gefallen seien. Im Bositze dieses Materials mußte er die von Avarffy angegriffene Ehre des ungarischen Judentums in der schärfsten Art zurückweisen. Der Gerichtshof sprach in seinem Urteil Szabolcft von der Verleumdung frei. In der Begründung stellt der Gerichtshof fest, daß die Ausweise des Stattstischen Landesaantes die Zahl der jüdischen Kriegsgefalle unn mit, zchntausend angeben, demnach seien 2,67 Prozent der cm* gMckteu jüdischen Soldaten göfallcu. Die tendenziöse Aufstellung AvarffyS habe sich, demnach als uuwcchr erwiesen, dagegen wurde der Angeklagte des Preßvevgehens der Ehrendkleidigung schuldig erkannt, woil>er in einem der inkriminierten Artikel ostentativ rieben dem Namen Avarffy auch seinen früheren nichtmagyarischen Namen Hnzli ««geführt hatte. Wegen dieses Vergehems wurde Szabolcsi zu einer Geldstrafe von 24M K. verurteAt. Beide Parteien weideten gegen das UrteA die Berufung an. Gestempelte Kram Auszahlung Me« In Zürich votierte die österreichische Kronr. die vsterr. gestempelte Krone. die tschechische Krone die Mark..... Agram...... Bukarest. Sofia ...... Budapest. Warschau. -.9075 kmtiMes. -.0073 ßentimes. 0.0073 0.0075 17.25 0.08V, 2.20 3.42 3.75 0.22 0.04 ( 0.0072 ( 0.0074 (17.25 ( 0.08V, ( 2.19 ( 3 40 ( 3.75 ( 0.22 ( 0.04 am & cm S. am 6 am 6 am 6 am 6. , am 6. am 8 am 6. No».) Rov.) Rov.l Nov.) Nov.) Rvo.) Rov.) Nov.) Nov.) Stand der Rohölproduktion (Brutto) in den Jahren 1921 und 1922. I » Ton» t n . JaSlo Drodobycz €tani6,tttt Zusammen vr-nat 1931 193« 1»! 1023 ion 1920 1901 1939 I 3.959 3.979 - 54.754 49,96 1.983 2.365 00.706 55.531 II 3.780 3.656 47.252 42.777 1.8<-9 2.158 52^41 48.591 IU 4/V1 4.959 57.560 49.724 2.011 2L44 63.635 57.027 IV 4.106 4.537 57.9,0 . 51.915 1.912 2.310 63.928 58.762 V 2.506 ' 4.678 35.744 54.438 1.555 2.288 39.805 61.404 VI 3.915 4.564 55.628 54.587' 1.8G5 2.180 61.948 61J41 VII 5.004 4.720 58.735 58.998 1.96t 2.226 65.700 65.944 zusammen 27.344 31/84 367.53S 361.645 13. *36 15.871 407.963 408.600 Ae NaPhthMdustrie in Polen. Warschau, Anfang November. Me Situation der Naphchaindustrie in Polen läßt sich tm allgmeinen dahin charakterisieren, daß sie sich langsam aber stetig bessert. Am 8. Juni wurde in Ratoczyn bei Bvrys-!ow neuerdings ein Erupftvfchacht erbohrt, der anfänglich '16 Waggons Rohöl in 24 Stunden lieferte und gegenwärtig in demselben Zeitraum etwa 8 Waggons ergibt. Die Bohrungsarbeiten an mehreren Schächten in der Nähe dieses Schachtes gehen ihrem Ende entgegen. Die Rohölproduktion in Polen ist in den letzten Mostaten nicht mehr gesunken, sie zeigt vielmehr im Vergleich mit dem Vorjahr eine kleine Steigerung. Im Juli 1921 -betrug sie 6670 Waggons, im Juli d. I. 6594 Waggons. Im Drohobyzer Revier betrug die Rohölproduktion im September 6847 Waggons, im gleichen Monat e des Vorjahres hingegen 6617 Waggons. Nachstehende Tabelle gibt rin Bild der Nohölproduktion in Polen während der ersten ieben Monate d. I. nach Bergwerksrevieren im Vergleich mit emselben Zeitraum des Vorjahres. rere seriöse Grrchpen des In- und Auslandes verhandeln gegenwärtig mit der polnischen Regierung über die Verpachtung der staatliche»! Naphthaterrains; die Polnische "Regierung wird wahrscheinlich noch im laufenden Jahre Pachtverträge über rund "20.000 Hektar abschließen, und zwar zum größten Teil mit Firmen, die bereits Naphthagruben in Polen besitzen. Die den Firmen von der Regierung in den Pachtverträgen auferlegte Verpflichtung, auf den neuerworbemn Terrains Bohrungen vorzunehmen, berechtigen zu der Hoffnung, daß in fünf bis sechs Jahren in Polen ned« Gruben entstehen werden und daß sich das Steigen der Produktion in raschem Tempo vollziehen wird. Die Naphtharafsinerien in Polen Verarbeiteten im ersten Halhjghr des Vorjahres 35.688 Waggons Rohöl, d. h. mehr c?t§. im gleichen Zeitraum des Vorjahres: dadurch »verringerten sich die Vorräte an Rohöl, die gegenwärtig bereits auf 10.000 Waggons gesunken sind. . Nachstehende Tabelle zeigt die Mengen der Naphthaprodukte, die im ersten Hatb'ahr den Raffinerien geliefert, im Jnlarrd verbraucht und ins Ausland ausgeführt wurden. Produktion und Absatz von Robölprodukten im ersten Halbjahr 1922. Sn Zisternen Berai^itmrg WH»-*»» Smztz, Produktion Petro- Eckimi röl, Hakbtzroleum Paraffin unv Rückstüikve Zusamme» 8S k«5 S.7v 9429 168? 16. 89 31.384: Sn Zistern e n I n la n d s v e r d r a u ch Ben-i-r Petrolni» Scl'mtzröle. Halüvro-- P"'aw« duNeninb Rückstände Zusammen gtzl» 3627 A3 624b S n Z i st erneu 10.925 Export Ben^n Petroleum «wf?« Eckmieröle, Halbpro- . ^araffin j,nfte und Rückstände - Zusuinmen 30lS 5016 899 ' 9209 18.1'S Aus dieser Tabelle ersieht inan, , daß der Jnlandsver-! brauch in Polen 10.925 Waggons betrug, während der Konsum im Jahre 1921 für das ganze Jahr - 20.809 Waggons ausmacht-e.^ Der Verbrauch an "Oelgas und Schmierölen steigerte sich infolge der intensiven Entwicklung der Industrie in Polen Die Ausfuhr von Naphthaprodukten ins Ausland hat'sich in diesem'Jahre vergrößert, denn sie beträgt für das halbe Jahr 18.119 Waggons, während im Vorjahre im ganzen Jahre 83.3^ Waggons exportiert wurden. Ich. Erdgasterrain von Krosno (westliches Kleinpolen) ^fanden in der Gemeinde Sadkowa bei JaSlo im Schachte Karpathen Nr. 1 starke Eruptionen von NaphthagaS m einer Diese von 1030 Meter statt. Dieser Schacht liegt in der westlichen Verlängerung der Linie der gegenwärtigen Gasfchachte. Von-den produktiven Gasschachten ist er um meyr u.3 drei Kilometer entfernt und büdet eine Verlängerung der.Gaslinie gegen Westen um mehr als drei Kilometer, wodurch daS Erdgosgebiet in der Gegend von Krosno-Jäslo immer größere Aussichten ctuf seine Entwicklung gewinnt. Die Produktion von Erdgas auf diesem Terrain beträgt heute 205 Kubikmeter pro Minute. Das ist die Ergiebigkeit von 9 produktiven Schächten, d. h. auf jeden Schacht entfallen durchschnittlich 23 Kubikmeter pro Minute, während in Amerika die Durchschmttsproduktion eines einzelnen Schachtes kaum 1 Kubikmeter pro Minute beträgt. Gegenwärtig werden in dieser Erdgasgegend 12 neue Schachte gebohrt, so daß eine erhebliche Zunahme der Aus dieser Tabelle kann man ersehen, daß im Juni d. I. die Produktion bereits jene des Vorjahres erreicht hat und im Juli schon etwas höher ist als die vorjährige. Me erheMche Steigerung der Nohölproduktion im Mai d. I. verglichen mit jener im Mai des Vorjahres ist eine Folge des im Mai des Vorjahres 14 Tage währenden A r beit erst reiks in der Naphthaindustvie. Gegenwärtig macht sich ein starkes Interesse für die staatlichen .Naphthatervains in Polen bemerkbar. Meh° Gasproduktion erhofft werden kann. \ Dr. S. B. einem Kurs von 0,10) annähernd 32 Milliarden Papiermark. Tiefe Transaktionen sind nicht »Nr wegen ihrer Höhe und wegen der deutschen Pionierarbeit.Höchsts interessant, sondern auch deshalb, weil die neugegründete Deutsch Russische Hande.ls-A.-G. das Recht bekommt. Waren aller Art aus Rußland z u e x p o r t i e r e n. Da Rußland grundf'tzlich immer noch mit großer Strenge-am staatlichen Außenhandelsmonopol festhält, kommt das der Haudels-A.-G. verliehene Recht im Effekt auf nichts anderes heraus, als auf eine Sonderkonzession für den Export Auch für die Einfuhr von Waren nach Rußland sind der Gesellschaft Konzessionen gemacht worden, in, der Meinung, daß die Lieferungen nach der Sowjetrepublik nicht zu höheren Preisen, als den Marktpreisen. erfolgen sollen. Rußland behält sich das Recht vor, die Angemessenheit der Preise zu prüfen, und zwar »oie es scheint^ durch ihre Berliner HandelSve.tretung, was für die deutschen Lieferanten an sich praktisch ist. Die Handels-A.-G. soll in größeren St"dien Rußlands Niederlassungen erö fnen und^ dort mit den Abnehmern — es wird sich Wahrscheinlich hauptsächlich um Städte handeln — direkt verkehren dürfen. Ae Jevisentzreise. Die Reichsmark hat gestern in Zürich einen noch nie dagewesenen Tiefstand von 0,0687.5 (gegen 0,0862.5 am Vortage) M verzeichnen. Auch der fr dnzösische Franken ermäßigte sich dort von 37,25 auf 36,90. Dagegen ist die österreichische gestempelt.« Krone von 0,0074 auf 0,0075, Zahlung Wien von 0,0072 auf 0,0073 und die tschechische Krone von 17,25 auf 17,75 gestiegen. " ■ In Berlin war infolge des Marksturzes eine kräftige Aufwärtsbewegung der fremden ZahlungsmittÄ in Erscheinung getreten. So stieg dort der Kabel Now-Aork von 6408,98 auf 3428,87, Zahlung Wien von 8,97 auf 11,87. Zahlung Paris von 438 auf 568.60, Zahlung Prag von 206,48 auf 274,31. - Aus Prag wurde ein Rückgang der Reichsmark von 6,39.5 auf 0,29.5 u»»d ein solcher der frauzosischen Noten von. 213,76 Mf 201,25 gemeldet. In W i e n fand gestern kein Clearing statt. Ser «ene Knrs in MtzWd. 9?ach deutschen Berichten ist nun eine Bresche in die bisher'ige Wirtschaftspolitik der Sowjetrepublik gelegt »vorden durchgewisse Abmachungen zwischen der russischen RrgieruNg.und einem deutschen Konzern, zu denen sich osfenbar noch weitere Abmachungen mit dänischen und h o ll ä nbischen- Konzernen gesellen sollen. Vorläufig ist - von. . größtM . Interesse die schon kurz gemeldete Gründung-er Deut sch,-Russischen Handles-A.-G. Diese Gefellschuft wurde durch die bekannte Otto Wolff-Gruppe und der russischen Regierung zusammen mit einem Aktienkapital von 30.000 Pfund Sterling gegründet. Das Kapital , soll von beiden Kontrahenten je zur Hälfte übernommen worden sein. Die neue Gesellschaft arbeitet aber nicht nur mit dem soebelt erwähnte» Kapital, sondeon es soll ihr noch vom WölfftKonzern ei» Kredit von nW weniger als 750.000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt wetden. Nicht'genug damit: der WolsftKonzern räumt der russischen Regierung ihrerseits noch einen Kredit von einer halben Million Pfund Sterling, vermutlich in Warenlieferungen, ein. Dies ergibt einer» vörläufigen Gesamtbetragder Transaktion von nicht ' weniger als über l1/* Million Pfund Sterling (selbst bei Güterverkebr in Oesterreich. Die infolge der Reparatursarbeiten an der Trifannabrücke verfügt« Güterverkehrssperre für die Strecke Pians--Strengen. wurde teilweise aufgehoben. Die Annahme von Expreßgut, sowie von Eilgut- und Frachstückgütcrn nach Stationen über diese Strecke hinaus ist in beiden Verkebrsrichtungen wieder allgemein zugelasien. Als Frachtgutsendungen in Wagenladungen werden nur Lebensmittel, Tierfuttermittel. Brennstoffe, jedoch ausnabmlich BrennlM, Beleuchtungsstoffe. leere Verpackungen. Maschinenfclm»»eröl, landwirtschaftliche Geaenstände. ZeitungsdMckpavier. Gnlber»- bolz rmd Sprengmittol für Bergbawbetrie'be. Eisenbahndienst.' < gut. UmzuasEt und Tabak angenommen. Angchaltene^Sen. düngen werden weiterbefördert. Sperrausnah-me» erieÄt die Bundesbahndirektion Innsbruck. Herabsetzung der Koblensteirer in der Tschecho-Stowakek. Wie aus Prag berichtet wird, hat sich der tschecho-slowakische Ministerrat mit der vom österreichischen Berkehrsminister Doktor Odehnal anläßlich seiner fttzten Reise nach Prag vorgebrachten Fordern»»«»' nach Ermäßigung der Kohlensteuer befaßt und diese nach Anbörnna der Interessentenverhände auch beschlossen. Dieser - Beschluß entsprang dem Bestreben, die tschechische Kohle wieder konkurrenzfähig zu machen, »Md ist für Oesterreich, das zum' Großteile auf die - tschechischen Kohlenrevieve angewiesen ist, von außerordentlicher Wichtigkeit. Die bisber mit 30 Prozent des Grirbenpreises festgesetzte Kohlensteuer für das Rokoniyer und Pilsner Revier soll auf 15 Prozent. für das Ostrauer und Kladnoer Revier auf 18 Prozent, für das Brüxer Revier auf 24 Prozent und für das Falkenauer Revier «wf 20 Prozent hero^-l-'''- werden. Die Bezüae der österreichischen Bahnen an tschechischen Kohlen, welche bereits nach den levten Behandlungen in Prag pwisparitätisch erfolgen, werden hiedurch eine w e i t e r e B e r b i l l i g u n (j erfahren und dürfte dieser Umstand in weiterer Folge auch bei neuen tarifarischen Maßnahmen wohltätig in Erschei»»ung treten. Fürforaeabgäbe. Der Mener Jndüstrielleftverbänd schreibt. uns: Eine Firma, deren Name wir anzugeben in der Lage sind, teilt uns Mit: „GolegTntlich einer voberprüftmg unserer Mcher, durch einen Revisor wurde festaestellt, '/daß wir infolge von kleirwn Auslassungen..und Rechenfehlern einen zu niedrigen Betrag für V»« Bemessung der Fürsorgeabga-be angegeben hatten, wodurch diese um 18.757 K. verkürzt erschien, Auf dem Ra.t des Revisors haben wir diese geringfügioe.Summe (wir hatten in den» gleichen Zeitabschnitte etwa 7,000.000 K. an Fürsorgeabgabe bezahlt!) sofort beglichen. Nach kurzer Zeit erhicttcn wir eine Vorladung, auf welche wir antworteten, daß wir den Betrag bereits erlegt hätten. Wir hielten die Angelegenheit nun für erledigt. Bald darauf erhielten wir jedoch eine weitere Vorladung» in welcher dringend und unb^ingt'das Erscheinen einer bevollmächtigten Persönlichkeit verlangt, wurde. Darmrshin begab sich einer unserer Herren zur festgesetzten Sttmde zum Magistratischen Bazirksamt 1, und erklärte, daß e§ sich bei einer Firma unseres Ranges nur um ein Versehen handeln . konnte, das wir übrigens schon bcrichttgt hätten. Aus dem geringfügigen Betrage allein gehe schon hervor, daß eine böswillige Wicht nicht vorliege. Schließlich wurde über diese Aussage ein Protokoll aufgcnommen, und glaubten wir, daß die Sache damit geregelt sei. Die Unterredung fand in eii»em keineswegs verbindlichen Tone statt. Nach werteren drei Wochen erhielten wir abernrals eine Zuschrift, worin über uns eine Geldstrafe von 90.000 K., beziehungsweise b^i Uneinbringlichkeit eine Arreststrafe von zwei Tagen verhängt wurde, woaegen wir sofort Rekurs ergriffen." Wir stellen es Ihnen anheim, dieses Borcv'hen der Gemeinde Wien aagenüber^ einer Firma unseres Rufes, die im September 1922 allein em-* Fürsoraeabgabe von fast 9,000.000 K. geleistet hat, in die Oesfentlichkeit zu bringen. . Oesierrcichische Warenverkaufsreise in d!« Levante. Am 6. d. fand im VortraaSsaale des Handelsmuseums eine zahlreich brsucht« Versammlung kaufmännischer Jn'eresienten statt, in. welcher der als Vertreter des Frankfurter Messeamts bekannte Herr Karl Pollatsckek den Plan, einer österreichischen Muster- »md Warenverkonfsreise in di« Levante entwickelte. Es ist beabsichtigt, auf dem Dampfer „Pilsna" des Lloyd Triestino «ine Darenverkmcksschm» einrurichten und wichtiae Plätze des MittÄmeereS (Alexandria, Haifa, Smyrna, Kousta»ftinopel, .Saloniki und Athä»), ov-mtuell auch Qdesia zu' besuchen. Di« Kosten Würden sich für die gesamte Reisedauer. einschließlich Lagerraum für die mitgenommenen Waren, Anssttllunasmiete, Warenfrachi und Verpflegung für ie einen Vertreter der teilnehmenden Firmen auf zirka 66 englische Pfund b^lanfen. Die Reise, für deren Durchstibrnna sich lebhaftes Interesse zeigte, soll am 8. Jänner 1923 in.Triest anaetreten werden. Firmen» die an ihr' teilzunehmen wünschen, hätten dies bis längstens 11. November» Herrn Karl Pollaifckzek, Wien,. 8. Bez., Strohgasse 6. Tel. 17-92v. Stelle 8. bekanntzn neben. . Anion-Bank. Der Dcrwaltungsrat der Union-Datzk beruft die Aktionäre für den 22. d. zu einer außerordentlichen Generalversammlnng. welcher der Antrag gestellt wird, die Aufwertung van gesellschaftlichen Aktiven im Sinne d?s Zw.a»»asanleiheaesetzeS oder durch ilebertrammg aus dem Kapitals-' reservefands aitf Aktienkapital-Konto oder durch Beveiniaung beider Modalitäten vorzunehmen. Ferner soll die Generalversammlung zur Aerrderuna )der hiedurch' berührten Statutenbestimmungen die Ermächtigung erteilen und überdies die Festsetzung des dem Geschäf^sbetri-be der Lemberger Filiale im Sinne der für die Ansüblma ihrer dortimn Tätigkeit bestehenden Gesetze zu widmenden Kapitals beschließen. Mitteilungen des Kreditorenvereines von 1870. Jnsolvenzliste. Die getichtliche Geschästs'aufsicht wurde bestellt: Oesterreich: Raaaendgrser Judustriewerk b. H., Wien. 6. Bez.» Amerlingstraße 19. — Das gerichtliche Ausgleichsverfahven wurde einaeleitet: Oe st erreich: Lohwasser Vaul. Lerr-enschrreider. Wien. 1. Be^ Kolomattuw 4. 7-, amiiBKim

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