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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-06 · Heft 1343 (6.11.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1343 (6.11.1922)
Date
1922-11-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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m» Mn, Monrag xinmter anwymciisgrnuift» ». ywr&rmvtfjr X9*ar SÜS^i^SB MM*pUK«tt*2Ar b'oubtciio MnmMf Sie Amateure in der Führung. Die gestrigen Meisterschaftsspiele krachten einen neuen Lakelkenersten zu Tage, da Admkra an die Amateure die Führung akgeLen mußte. Die Floridsdorfer wurden von den Hütteldorfern besiegt, während die OberM. Vetter den Hakoahnern eine Niederlage beikrachten, Hie übrigen Spiele zeitigten keine besondere Überraschung. Auffallend ist die ungünstige Stellung der Hakoah in der Meisterschaft. Nach Verlustpnnkten gerechnet, nimmt sie den vorletzten Platz in der Tabelle ein. Nachstehend die Berichter Amsteure—Hakoah 1:0(8:0). An schöne» Spiel. — Der durchschlagSkräftigere Mgrlff erringt den Sieg. Hakoah-Platz. 16.860 Zuschauer. Schiedsrichter Netschurh. Amateure: Jokl; Heikenwälder, HM; Fuchs, Äurj, Deyer; Köck. Konrad 8, Swatosch, HanSl, Wecera. Hakoah: Holpern; Scheuer, Trümmer; Molmr, Guttmam, Polbak; NeufÄd, Häusler, Gansl, Grünwäld, Ka-tz. Da- Treffen wm eines der schönsten und sportlich wertvollsten der Saison. Bor allem befleißigten sich beide Parteien einer überaus fairen KampseSweife, wobei auch das Publikum in seiner Anteilnahme nicht die Grenzen des Evlaubtm überschritt. Der Sieg der Amateure war nicht unverdient, da sie die durchschlagskräiftigevem Innenstürmer hatte«. Wir glauben aber, ihren Erfolg nicht zu schmälern, wenn wir feststellen, daß sie als glücklichere Mannschaft gewonnen haben. Me Hakvah hatte bedeutend mehr Skorchanoen, außerdem war sie länger im Angriff, wie ihre Gegner. Das hervorragon-de Spiel von Jokl und die Schußunfälhigkeit der Hakoah-Stürmer brachten den jüdischem Verein um zumindest einen Punkt. Mt Rücksicht darauf, daß die beiderseitigen Hinbermannjchaften den gegnerischen Angriffsreihen gewachsen waren, sah man kein fließendes Kom>binationsspiel. Dafür entschädigten teck nische Kunststücke, die m der Vollendung vorgeführt wurden. Die Ober-St. Vetter verdanke den Sieg ihrem Führer Kalman Konrad, der fast allein die Angriffsarbeit besorgte. Die widerseitigen Verteidigungen waren sehr gut. Zoll hatte bedeutend mehr Arbeit zu leisten als Halpern, wobei evsterer eim verblüffende Sicherheit an den Tag legte, Er meisterte unter anderen Bombenschüssen von Häusler und Guttmann. Halpern wurde weniger beschäftigt, doch zeichnet« er sich Ebenfalls nach der Panse aus. Von den vier Verteidigern, die ihre Ausgabe vollkommen lösten, war Trümmer (Hakoah) der beste. In der letzten Viertelstunde ging dieser Spieler in den Angriff vor, und die Hakoah spielte in dieser Zeit mit einem Verteidiger. Di« Leistung der Hakoah-Hintermannschaft war mit Rücksicht darauf, daß sie dem energischeren Angriff gegenüberstaud, höher einzuschätzcn, als die der Verteidigung der Amateure. Ein bedeutendes Uebergewicht hatten die Hakoahner in der Deckung, insbesondere Guttmann überragte Kurz ganz gewaltig. Pollak (Hakoah) golang es, Konrad 2 gut zu bewachen, wodurch der Amateur-Angriff seine stärkste Waffe, die Kombination, nicht zur Anwendung bringen kormte.Von den Amateur-Läufern war Geyer der beste, doch konnte er einige Mal« sein Temperament nicht zügeln. Die mäßige Leistung der Amateur-Läufer bracht« es mit sich, daß die geg'nerischen Stürmer ein für das Auge gefälligeres Kombinationsspiel vorführten, als die der Oberst. Vsiter, Diese Tatsache konnte aber nicht darüber Hinwegtäusche», daß. die Amawur-Stürmsv besser Waren als die der Hakoah. Konrad 8 und Swatosch gefielen am besten, Wecera hingegen erwies sich als Niete, Im Hakoah« Angriff versagte Katz wieder einmal gänzlich. Er vergab sogenannte totsichere Chancen, die bei entsprechender AuSuützung der Hakoah schon vor der Pause den Weg gesichert hätten. Auch Gansl spielte ebenso mäßig, wie in den letzten Treffen. Grünwald hatte das Pech, gleich nach Beginn des Spieles eine schmerzhafte Verletzung zu erleiden, die ihn fast gänzlich gefechtsuntüchtig mochte. Der beste Stürmer war Häusler, doch hatte er mit seinen Schüssen viel Pech. Neufeld war gut, er ist aber in seiner Form etwas zurückgegangen. ZusamMnfasimd kann fcftgeftcflt werden, daß die Hakoah, di« eine deutliche Verbesserung erkennen ließ, Wieder recht unglücklich gekämpft hat. Die Hakoah findet sich rascher und ist ständig im Angriff. Sie erzwingt auch einen Eckstoß, der ergebnislos ver« läuft. NeuM und Swalosch verfehlen dann knapp das Ziel. Gleich darauf ergibt sich für Kätz die erste günstige, Dhanve, der Ball wandert in der Richtung der Kärnevfahne. In der Folge erzwingt die Hakoah drei weitere Eckstöße, ohne einen einzigen auSnützen zu können. In der 82. Minute wird Nvufsld verletzt und muß daS SMfeld verlassen. Bald daraus Zerschießen Grünwäld und GanSl. Die Amateure körmem fast keinen Angriff über die Mittollmi« tragen. Nach einem Freistoß von Guttmann Hingt-Mtz da- Kunststück zuwege, im Tor stehrnd, den Ball Mer die Laff« zu Men. In der 40. Minute tritt NeuMwieder .«{% CPln ^itfaditmienf^iciT schließt. Häusler mit einem scharfen Schuß ab, doch wehrt Jokl bravourös ab. Bei einem Flan'keuball von Wecera zeichnet sich Halsiadn aus. MS zur> Paus« D die Hakoah' stark überlegen, öhne.erfolgreich zrr sein. ' ' Nach Seitenwechsel haben die, Amateure Än Wjnd, der in' der ersten Spiekhälfte die Hakoahner unterstützte, zum BundeL- ^rvsion, Liä' «MürgL» Wvoi GWße^die '.abgeWchÄ' loüvden. Di« Hakoah unternimmt einm energischen Borstoß, der mit einem Eckstoß sein Ende findet. Ein Kopsball von Grünwa-ld Wird von Jokl gemeistert. Gleich darauf bietet Hälpern eine Glanzleistung, da er zu Ende eine- Bombardements des Hakoah-ToveS Konrad S den Ball vom Fuß« nimmt. Nach einem Eckstoß fite die Amateure unternimmt Neuseld, der den vorgebrachten Ball erhascht, einen schnellen Vorstoß, der zurückgeschlagen wird. Nach einem weiteren Eckstoß für die Amateure jagt Slvatysch den Ball an die Torstange. De« Hakoahnern erwächst in Wecera, der einen elenden Tag hat, ein Bundesgenosse. Di« Amateure bekunden wieder ein« Ueberlegwhett, dabei vergibt HanSl eine günstige Gelegenheit. Die Hakoah verschuldet zwei Eckstöße, wobei Konrad L die Ausführung des zweiten übernimmt. Der Ungar lenkt den Ball zu Swatosch, der ln der 37. Minute daS siegbringende Tor erMt. Die Hakoah wirft nun alle Spieler in den Angriff Vor, sie schnürt trotz der starken Gegenwindes die Amateur« vollkommen ein, doch ist ihr daS Glück nicht hold. Bombenschüsse von Neufeld und Häusler verfehlen knapp das Ziel, einige Mal« rettet Jokl hervorragend; die ganze Ausbeute dieser Belagerung ist oin Eckstoß, der aber ebenfalls an dam. Resultat nichts ändert. Eckenverhöllnis 7:6 für Hakoah. Reserven 1:0 für Amateure, 1 * 8 (9 t 8)* Ein Eigentor entscheidet V.iS Spick. Adimra-Platz. 15.000 Zuschauer. Schiedsrichter Rapid: Danler: Steyskal, Schlosste; Nietsche, Schmidt. Araud- Die übermschond zahlreich erschieneucn Zuschauer wurden Zeugen eines mteressmrten, scharfen, dwbei aber fair geführten Kampfes, 'den Rapid mit sehr toid Glück für sich entschied. Die Hütwldorfer find wieder im Koni men und brach ten eine.Mannschaft ohne wusaefprochcn schwache Punkte heraus. In der Verteidigung war Popovich durch Schlosser ersetzt, der nichts verdarb. In der Deckung bot Macho! eine gute Leistung. Im Angriff gefiel Wondrak am besten, Richter stand ihm nur wenig nach. Uridrl scheint noch nicht ganz hergestellt zu sein. Die ganze Mannschaft imponierte durch ihre Energie und AuSdamr, unangenehm fiel mw das zeitweise ungenaue, hohe Zufpicil auf. Di« Floridsdorfer spielten den moderneren Fußball und konnten lange Zeit hindurch, dank ihres Üitrjen, präzisen Passens, ziemliche lleberlegcnheit im FeD geltend nmchen, doch hietten sie das scharfe Teinpo nicht bis zum Schluß durch. Eine ganz hervorragende Leistung bot Wieser, >dor mit der größten SoMderstänÄich^it die schärfsten, schembar unhaltbaren Schü>st meisterte. Bozi leistete unauffällige, Äber ^um so nützlichere Arbeit. Koch war unermMich. Im Angriff war Klima glanzend, Mala versagt« vollkommen. Wahrend der ganzen ersten Spielzeit ist die Admira stark überlegen, doch kann sie infolge großen Schußpechs zu keinem Erfolg kontmen. Einmal, als ein Tor u-irvermeidlich schien, schießt Skolant übers leere Goal. Bald darauf muß Wiestr seine ganze Kunst aufbieten, um einen von Brandstätter schön geschossenen Freistoß gerade noch über die Stange zu drehen. Nach der Pause ist das erste aufregendere Ereignis ein Hands Neidlingers im Strafraum. Da der Schiedsrichter es aber, wie auch" viel« andere Verstöße übersieht, kommen die Floridsdorfer mit dem bloßen Schrecken davon. Einige Zeit später verschuldet Vozi «men Freistoß, doch , saust der von Kuthcm.herrlich getretene Ball an die Stawge. Ein ähnliches Malheur hat auch die Admira, als Klima Runge gänzlich freigewielt hat und dieser einen so wuchtigen Schuß vom Stapel läßt, daß der Ball sein« Deole artshaucht und dawerch fern* Flugbahn neben das Tor nimmt. 8 Minuten vor Schluß tue» Settet sich Wondrak vors Tor. Seinen Bombenschuß wchrt Weser Mar ab, doch gebangt der Ball zu Uridil, der Hu wieder ins Zemrum sendet, und der Pechvogel Bozi bringt das, ivas den Rapid-Stüvmern nicht gelingen will, ohne weiteres zustand?. Von stinmr Fuß springt der Ball ins Tor. Damit ist da- Spiel entschieden, da in den wenigen, noch übrigen Minuten am Stande nichts mehr geändert wird. Restrven 1:0 für Rapid. W. A. k..—KgM 8 s P. W. A. C.-Platz. 5060 Zuschauer. Schiedsrichter Meisl. W. A. C.: Friedl; Sudvich, Wolssohn 2; Wolfsohn 1, Puschmr, Patzelt; Bvcssaui, Wallncr, Hudetz, Neumann, Eichler. Wacker: Fcigl; Kolüdorfer, Huber; Diobhart, Nosch, Pellet; Iellin-sk, Kowauda, Mmm, Röscher, Stach. Di« Meidlinger, die gestern als hohe Favorits in beit Kampf gingen, konnten die in sie gesttztM Erwartungen nicht erfüllen; sie waren wohl fast die ganz« SpiÄzeit überlegen, koimten aoev dennoch durch verfehlte Taktik zu keinem Erfolge aelangen. Wacker war gegen letzten Sonntag wie ausgewechstlt. Die Bertoidi-Mmg konnte bis auf Feigl wicht befriedigen. Die Backs brachten keinen reinen Stoß zusammen und zogen auch öfters gegen die flinken Flügelstüvmer der Athletiker den kürzeren. In der Deckung war Liebhart >dar Veste, ^Pellet der schwächste Mann. Der Sturen hatte in den FlügÄstümnern di« treGendva Kräfte, auch Wana vefriMgte, die beiden Verbinder hingegen fielen glatt ab. Di« Schwarz-Roten werden schwere Mühe haben, sich in der ersten Klasse zu behaupten. Der W. A. C. ist vielleicht imstande, dem Gegner mrt mehr oder wenigkr Glück einen oder gar beide Punkte abumohmen, doch kann die- Über seine Klassemrnmt nicht hinwegtüuschen. Auch dürften die fortwährenden Neuaufstellungen der Mannschaft nicht förderlich stin. Dar Löwenanteil an dem güwstMN Resultat gebührt FriM, der auch einen Elfmeterstotz meistert«. Die Neuemstellung von Wolffohn 8 in die VerteidigwW bewährte sich inseferne, ols er nicht schlechter war als seine Vorgänger. Sudrich war mnficher wie gewöhnlich. Wolfsohn 1 und Puschner boten in der Deckung annehmbare Lenstunaen, was man von Patzett nicht bchaupten kann, Dem Sturm fehlte Enver, den BressaM nicht ersetzen kann. Wallner hatte einen schwachen Tag. Hudetz bewäibvtL-fich- «n Fektde -gut, vor dem Live war er nicht zu sehen. Die linke Angrfffsfoite war der ftärfifie VwnnschaftStsß des W. A. C. W. A. C. hat Platzwahl und spielt znerst mit der Sonne und kann sich auch anfangs in der Mnevifchen Hälfte hchs>up° ten. Hudetz vergibt zwei gute Gelegeuhsiten. Eichstr kommt schön durch, seine Flanke wich jämmerlich vsrgchsn. Wacken kommt immer mehr auf und drängt die Gegner ganz zurück, doch vergibt insbesondere Kowa.nda günstige Ehancen. Der T' A. C. beschränkt sich auf gelegentliche Dairchbvuche, die «rsvi isoS verlaustn. In der 40. Minute geht Röscher durch, Su> geht ihn un Strafraum foul an; ven diktierten Strafstoß schießt Huh«r scharf, dock kann ihn Frieds abwe-hven. Nach Halbzeit sind die Athletiker wieder ganz zurückgedrängt. Wacker hat alles vom Svstl, doch berauben sich Gve Stünner durch falsche Taktik selbst der ErfolgmLglickkeit. Der W. A. E. verteidigt mit allen Kräften und beschränkt sich mt auf gelegentlich« Vorstoß«, Me von Eichler ins Werk gefetzt werden. Eine Flanke dieses Spielers übernimmt Wallner, doch geht stder Schuß rettungslos rn dem Gewirr von Beinen mvd Körpern verloren. Einmal rettet Puschner aus der Torlinie. Wacker erzwingt mehrere Korner, die jedoch alle ergebnislos verlaufen. Der Schlußpfiff des Schiedsrichters befreit den W, A. C. aus feiner Bedrcingung. Reserven 2:0 für Wacker. Simmering—W. A. F. fl: 6. SchußunfShkgkekt des S^immeringer Angriffes. Simmeringer-Platz, 7000 Zuschauer, Schiedsrichter Wagner. Simmering: Aigner; Jra, Riedl; Ehrlich, Sepp Röscher, Baumgartner; Geiger, Swoboda, Pulpittel, Horwach, DworAak. . W. A. F.: Lebrnsast; Horeis, Gold; Rinalter, Achazi, Roi; Kreutzer, Klein, Fiala, Fischera, Piraschitz. Der W^ A. F., der erst vergangenen Sonntaa einen verdienten Sieg 'über die sich an der Spitze befindende Ädmiva erringen konnte, ließ an seinen gestrigen Darbietungen dmch nichts erkennen, daß er vor noch nickt allzu langer Zeit pr besonderen Seiftunnen befähigt war. Eher im Gegenteil; em Sieg von 1:0 für Simmering, hätte den im Feld« gezeigten, LeistmMn besser entsprochen, da die Hausherren, insbesondere! von Halbzeit, das Spielfeld vollständig beherrschten. Die Simmeringer führten ein flottes Spiel vor, sie waren flink und aufopfernd, doch reichte ihre Kunst immer nur bi§ zur Sirasraumgrenze, denn hier war mich nicht ein einziger Stürmer im Stande, die oftmals recht hübsch emgeloiteten Aktionru mit dem entsprechendem Schuß abzuschließen. Hierin '.c'chnete sich in erster Lin-le Horwath aus, der im Felde eine sehr gu e Leistung bot, daargen vor -dem Tore gänzlich versagte. Neben -ihm fiel Pullpittel durch seine Langsamkeit auf, ebenso spielten auch die Seiden Flügel schwächer als sonst. Die Läufer der S-inrmeringer bilden ein festes Gefüge und speziell an ihnen faiiimt die Hütteworstr schärfsten Widerstand. Das Vermdigunaslrio befriedigte vollkommen. In der Stürmerreihe des W. A. F. war ein neuer Spieler, Piraschiti, tätig, der mit ungeheurer Geschwindigkeit die Out- Linie entlang lief, den Ball jedoch entweder verlor oder chm gewöhnlich einen feiMichen Half oder Verteidiger überließ. Neben rhm machte sich Fischera nur durch nmrnterbrochenes Kritisieren und eventuell Fonlspielen aufmerksam. Nur die rechte Seite konnte den Anforderungen halbwegs Nachkommen. I» der Deckung bot Achazi eine gute Leistung und fand., auch von fetten der Flügelläustr die entsprechende Unterstützung. Von den Verwidigern war Horeis der bessere, und auch Saft im Tore hielt einige schwierige Bälle. DaS Spiel beginnt mir einem Vorstoß des W. A. F., der aber abgeschlagen wird. Die Riposte von Simmevina wird von Saft unschädlrch gemacht. Dann gibt es einen Eckstoß gegen Simmering, der mit einem Fchlschsch endet. Ebenso olmbt auch ein Freistoß gegen W. A. F. erfolglos. Nun gewinnen die Hausherren die Oberhand, ohne gefährlich werden zu können, da die dem Tore zufliegenden Bälle von Saft leicht gehalten werden Eine Flanke Geigers wird vom Tormann abgefangen. Scharfe Schüsse werden von Saft mit großer Sicherheit abgewehrt. Nach Seitenwechsel sendet Horwath einen Ball über dis Latte. Der gleich darauf folgende Vorstoß des W. A. F. endet mit einem Fehlschuß Kreutzers. Ein schön geschossener Freistoß gegen die Hütteldorfer wird von Saft gehalten. . In der 14. Minute bietet sich Horwath eine prachtvolle Chance, doch rollt der Ball während der Tormann das Gehäuse verlassen hat, an die Stange. Gleich darauf vergibt Pülptttel eine Chance. Ein von Fiala volley übernommener Ball geht neben die Stange. Ein Freistoß der Simmeringer in der 36. Minute, hart an der Strafraumgrenze, wird von Swoboda über die Stange gesagt. Bei immer schwächer werdenden' Leistungen erreicht schließlich der Kampf sein Ende. Reserven 2:1 für Simmering. i" - Hertha—Me«« 2:1 (8:1). CKn M«liq«r «««r. i Rudolfshügel-Platz. 6000 Zuschauer. - Schiedsrichter Werner. . , Hertha: Ostricek: Nowak, > Solil; Malousik, Reiterrr, Listopad; Hollh. Kabada, Sindelar, Sylvester, Nenhold. Vienna: Pacista; Rainer, Blum; Kargl. Ehrenla, Hof- Hauer; Schlosser, Podhratzky, Seuffert, Bulla, Fischer, Ob-vohl beide Maunschattc:: gleichviel vom Spiele hatten, mußten die Döblinger ihren Gegnern beide Punkte lassen; in der letzten Minute konnten die Favoriiner aus einem Freistoß den entscheidenden Treffer erzielen. Bei beiden Mannschaften war die Verteidigung der stärkste Teil, der Sturm der schwächste. - Die Vienna versuchte sich obendrein im One-Back-System, > doch verpatzte ihnen Chrenka dnrck stetes Rückwärtsläufen das! schön aufflsbaute Werk. Bei -den Siegern war Ostrizek vis aus das Tor. daS er batte halten können, sehr sicher. Von den Ver- .teidigern war Soli! der bessere, aber auch Nowak scklirg sich brav, > In der Halvesreihe stach Listopad hervor, der auch den Angriff i schön unterstützt«". Eingriff batte in Sindelar und Sv!-; vsster di« besten Leute. Besonders der junge Sindelar gefiel, m war stets für Kombination zu haben, wurde aber von der rechten Saite ganz im Stich, gelassen. Die Vienna hatte in den Vertci«; digern ihre Stütze. Paeista hatte einen auffallend schlechten Tag, < beide Tore wären von ihm zu verhüten gewesen. Blum war meistens Herr der Situation, Reiner kaum" schlechter. Chrenka als Centrehalf enttäuschte, er klebt« immer hinten und unter, stützte den Angriff wenig. Die Seitenhalves Karg! und H.oft bauer waren besser. Im Angriff befriedigten lediglich Seuifer!' als Mittelstürmer und der Draufgänger Bulla. Auffalleili! schwach war die rechte Seite. Gleich vom Beginn geht es i« schönem Tempo los und in der 13. Mnuse kann Bulla ein« senden. MS zur Panse wechseln die Angriffe, Ostrizek muß Sinigemale seine ganze Kunst auswenden, um den Ball zu meistern. Nach der Pause spielte Vienna gegen den Wind uut die stärk hindernde Sonne. Abermals in der 18. Minute falfl ein Tor, Sylvester schießt cs im Alleingatttz. Meder muß sich Ostrizek anstrenqen, und schon sicht «S.so «uö, wie wenn eS unentschieden bleiben sollte, was auch dem Spielverlauf entsprochen hätte, als Blum in der letzten Minute Hands macht' und Malousik den vom Tormann absvringeudeN Ball ins Gaal sendet. LchiedSrichM Mrnrr gut. Reserven -i r l für Hertha. '

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