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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-06 · Heft 1343 (6.11.1922) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1343 (6.11.1922)
Date
1922-11-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Eliz«IfliiimerK700 Wien: Zim Abholen in der Expedition, II.,Tahorstr.l*3, oder in einerVersehleissteJle * (Trafik) monatl. IC 30.000 Mit PoatVersand für Wien 0. Oesterr. monatl. K 30.000 Ts eh e e h o-S 1 owa Ic e i: Mon. K20. Ungarn: Mob. K 600. Jugoslawien: Men. Dinar 30. Polen: Mon. Mk. 2800. Deutschland: Men. Mark 600. Frankr., Betgien: Monatl. Frcs. 8 WU» Naehsahlut) fen *W Sä Pr*ÜMrböbaae«n ’ Vorbehalten Tachacho-Slowaknti tschech. K 1.ZO Italien: Monatl. 10 Lire Rumänien,.'Bulgarien: Monatl. 60 Lei bezw. Lews Schweiz und da* übrige Ausland monatlich Frcs. 3« Redaktion u. Administration . Wien, II.lTähprstrasse l*^S Telephone: 44-CMS,43-3-19, ah 6 Uhr abfends 16*301. Tel- Adr.: .Märgfcnzeitung“ Wien OestenreichisehesPostspar* kassen - Konto Nr. 150.693 »r. 1843 4. Ne SmnWMrem. Parts, 5. RodemVer. (HaddS^ In gut lnformierten Archen glaubt man, daßes mit Rücksicht auf hie jüngsten Vorgänge in der Türkei mw in Italien vorteilhaft Ware, die Friedenskonferenz erst am SO. d. zu eröffne«. Angora anerkemtt alle SchnLen. Paris, b. November. JHävaS.) Im Hinblick auf die Auslegungen, die die letzte Entscheidung der Regierung von Angora gefünden hat, ist. daS türkische Preßbüreau z« der offiziellen Erklärung ermächtigt, daß die Regierung von Angora niemals beabsichtigt habe, die Gchnlden der Ttzrkei zu bestreiteit oder die Verwaltung der Dette Publigue aufzuhehen. Kemal für eive arMche Regiewng. London. 4. November. (Wolfs.) Nach einer Meldung der .Times" sollen mehrere B e r t r e t e r S y r i e n S in Angora eingetroffen sein, um' über die Z u kn n f t Syriens und die Haltung der KemaliÜen "auf der Konferenz von Lausanne sowie die Frage der arabischen Länder zu verhandeln. Nach einer ägyptischen Blättermeldung sei Kemal P a s ch a vor zwei Monaten für die Schaffung einer arabischen Regierung üngetreten, die alle früher dem türkischen Reiche zugehörenden arabischen Länder umiässtn und mit her türkischen Regierung in militärischen, -finanziellen und außen» oolitischen Fragen zusammenwirken sollte. Paris, 5. Nov^ber. ^(Hahäs.) Die Reste.ru >:g in Kl r 5 o r a,.hat <m dp. setzung"Äonst'an tin o pel s seitens' der Alliierten gefordert wird. ' \ M Amhrr-Kpagrch i« Kairo. Jerusalem, ö. November, (J. - E. B.) Nach -einem hier gefaßten, Beschluß wird am 15. Dezentber in Kairo :sn arabisch-syrisch-palastmensischer- Kongreß stattfindon. Lloyd George wieyergewWt. London. 4. November. (Reuter.) 57 Kandidaten für die allgemeinen Wahlen, denen keine Gegenkandidaten gegenübergestcllt worden waren, erscheinen gewählt. Hievon sind 32 K o n s e r.v a t i v e, 101 risch eUnio n i st e n, 5 Libera l e, b Ratio n a l l i b e r a l e, 4 von der Arbeiterpartei und 1 Nationalist. Paris, 5. November. (Havas.) Wie die Blätter an- London melden, befinden sich unter den gestern gewählten 57 Kandidaten, die - keine Mitbewerber hätten. Llo yd G eorge und sechs Mitglieder d er Regierung, darunter der Arbeits- und der Unterrichtsmimster. , : : '; Lord ßurzorr — bMcher Nußenmknister. London, 5. November. (Wolff.) B o n a c L a w erklärte in seiner in Leeds gebaltenen Rede zur auswärtigen Politik,, von der, D .r i e.n tkon f c r c n z werde es abhängen. ob ein Fortschritt erreicht werde und, ob unsagbare Zwischenfälle verhindert werden würden. Er hege große Hoffnungen aus einen Erfolg. Dieser könne aber nur erzielt werden, wenn, d i e e n g N sch e P o I i t i l m i t der f r a n z öfischen und d er italienischen zusammen g i n g e. Di« drei Länder müßten sich darüber klar sein, daß sie zusammenarbeiten müssen, widrigenfalls die Lage Europas chaotisch würde. Bonar Law erklärte weiters, er beabsichtige, die Leitung der britischen Außenpolitik Lord Curzon zu übertragen. Er vertraue darauf, daß die konservative Partei bei den Wahlen eine große Mehrheit erzielen werde. -ml; I .... ... ■—1,1 ■!, Gestempelte Krone --- —.0074 Centimes. Anrrahlmg Men—.0078 Srntlmes. / Sn Zürich notierte die Ssterreichtfche Kronr... 0.0072 ( 0.0071 am 4. Aov.) die Lsterr. gellempelte Krone. 0.0074 ( 0.0075 am 4 Nov.) die tschechische Krone .... 17.30 (17.25 am 4 Äov.) die Ward. . . . . . . .d.OS l 0.09 rm 4 Nov.) Agram .......... 2.20 < 2.80 atn 4 Rov.) Dubavrst ......... 3.40 ( S-*ram 4. Nov.) Sofia .......... 3.78 ( 3. 0 am 4 Pov.> Budapest ... . . . . . . . o.rs ( 0.22 am 4 Pov.) V2"'.^LU. . .. - -0.04 ( 0.04 «w 4 Nov^ GD Ier Kämvf um die Genfer Protokolle. Im Nationalrat soll heute die, erste Le'ung der am SamStag von der Regierung einqebrachtep Vorlagen über die Sanierungsmaßnahmen beginnen.' - Die sozialdemokratische Partei hat dem ganzen Äerk,' weniger wege« der Inhalts als viellpehr wegen der Forderung einer Generalvollmacht für die' Regietüng die Opposition angeknndigt. Durch die neu veröffentlichtenIbanderungeu des .Borentwurfks, welche m einer sehr weitherzigeq Schonung der Bauern gipfeln, hat sich die Stimmung in den Arbeiterkreisen verschärft; gleichzeitig'find, aber auch sehr breite Schichten der städtischen bürgerlichen Bevölkerung, insbesondere außerkalb Wien-, in Unruhe geraten. Der Parteirät der Sozialdemokraten war - gestern versammelt. Seine Beschlüsse werden noch geheimgehalten-d Doch verkantet, daß /die Sozräldemökraten im Nationalrat heute als EmteliuNg - der parlamentalisch?n Opposition die Vorfrage äüfrverfen werden, ob der Regierunasentwurf > eine Bersässungsäudernnq bedeutet. Spricht sich der Nationalrat dafür, aus, :dann wäre der Aurbruch der volle« Regierungskrise da. . - Gestern hielten alle Parteien interne Beratungen ab.- Die Lage der RegierungSmajontät ist sehr ernst, da die städtischen Vertreter erklären, die zollpolitischen Bestimmungen des : RegiemngsentwnrfeS, die im Wesen aus eine Rückkehr zur großagrarischeu .Politik der Monarchie hinan Mauken, nicht akzeptieren zu Annen. In einer gestern abgehaltenen großdeutschen 'Versammlung wurde die Einführung der Hochschutzzölle' im/ allgemeinen und der Lebensmittelzvlle im besonderen als unerträglich erklärt. , . / Das Vmgevw». ®’>: j.ii't a. M» 6. NEmbkr. (ffioljj.) Divor für in Wien ergebnislos abgebrochene österreichische' Kon'ereuz in Sachen des BurgenlandeS und der Regelung der damit zusammenhängenden finanziellen Fragen ist heute neuerlich zusammengetreten.. Den Vorsitz / führt, wie die „Frankfurter Zeitung" meldet, Bürgermeister Dr. Zimmermann (Rotterdam). - ' / Ruhiger Verlauf, starke BeteMguug. 'Warschau, ^5^ November.-(Ppttt^/TeL-Äü.) Nach / ' WM me EelmwMen.MMzM'-MuMMr«' Eigen' V.tlW genommen. Die Beteiligung war Meräll -äußerst rege. Die ersten amtlichen Resultate sind inr- Ka''sc des morgigen Tages zu erwarten. ' / - ' Wilhelms HochM?. V-: i-M, 5. Nov.'mber. Aus i» wird über den Verlauf der HochzertsfeierlUi lenen im Hauke Doorn gemeldet: Die Braüt des Kaisers, Prinzessin H e r m i n e, ist gestern Abend in Begleitung ihrer Schwester, der Fürstin Jda S t 0 l b e rg-R 0 ß l a und deren Gemahl, des Fürsten H e i n r i ch XXVIL Reuß ältere Linie und ihrevieljährigen Tvchterchens Prinzessin Sonnenschein aus. der Heimat ans dem Bahnhofe in Amerongen eingetroffen. Am Bahnhofe hatte sich eine nach Hunderten zählende Menschenmenge emgefunden, die der Prinzessin-Vrarit einen ungemein herzlichen Empfang, „würdig einer Königin", bereiteten. Als die Prinzessin, die einen grünen Mantel und großen grünen Hut trug, den: Bahnsteig, verlassen wollte, versuchte, die Menge das Wachespalier zu durchbrechen. ' Fürst Heinrich XXVII. konnte die Prinzessin vor dem Ansturm der Menge nur dadurch bewahren, daß er sie und die kleine Pri> zessin ans einem geheimen Seitenwege zu dem dahinbeorderten Auto führte.. mit dem die Gesellschaft, schnell nach Schloß Doorn fuhr. Auch dort hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt, die durch volle zwei Stunden trotz des strömenden RegenS auf die Ankunft der Prinzeisin harrte. Als diese endlich eintraf, wurde sie mit begeisterten Zurufen begrüßt. Heute vormittags um halb 12 Uhr nahm im Schlosse der Bürgermeister von Doorn die standesamtliche Trauung vor. Um 12Uhr mittags vollzog Hofprediger Dr. Vogel aus Potsdam die kirchliche Trauung. Zeugen waren: Gouverneur Graf Lynden. Generalsekretär Kan, Graf Bentingk-Cuylestein, General, Graf, von der G 0 l tz, Bürgermeister Ihr van den Bosch und Hauptmann a. D.. von F l s e m a n n, der Schwiegersohn des Grafen Bentingk. Die kirchliche Feier wurde eingeleitet durch den Gesang: „Jesu, geh^ voran". Dann folgte eine Ansprache über den 1. Korinther 13,13; Nach einem Gebet, dem Vater Unser und dem Segen wurden die Lieder , gesungen : „So nimm Du meine Hände" und „Herr, meine /Seele".' , Der kirchlichen Trauung fotzte 'eine Tafel 'im allerengsten Kreise. Außer den bereits genannten Petsönlichkeiten waren bei der Trauung zugegen: der Kronprinz. Prinz Eitel Friedrich, der Bruder des Kaisers Prinz Heinrich von Preußen, die Prinzessinnen Viktoria und Margarete von Pt 'nßen st»* Chef des ..IMfichen HäuseS A e u ä. & . Bei der Trauung trug der Kaiser dije Uniforw seines Bonner Husarenregiment-s. Das B r a n tg e/cka Ö r war ans Wunsch der Prinzessin Hermine v i o l e t t.'«.u? ' geschlage« worden.' ' ' / ' ^ftttamosnmiuen m . Dresden, 6, Poveucher.' (Wolff) Das GeßyWeAebuiS der..Landta.gs sva-hle».im Wähffveise 1.(M/SÄchsen) rstnach der bisherigen.'Zählung folgendest / Fn-gefami wurden. L3si.471 Stimmen abgegeben. Davon , entfallen: auf die Temschnationalen 190.422 (bei den l-rz.«'?. . Landtags- Wahlen im November 1920 176.17S), die D',lt;che BölkL'- partei 152.275 (141.466), die Demokratische 81,338 (57.1 f-i) die.Vereinigte sozialdemokratische P.arr>1419.087 v340 r»C 1), die Konrmunisten 51.556 (14.821),; die Wirtschaftspartei 5201 (17.725), die Dentschsoziale Pactei 10.200 (öi. das Zentrum 15.730 (17.564). In 2 e i p z t g erhielt die Vertwigte sozialdemkoratische Partei 224.657, die.-Demokratische Partei 43.974, das Zentrum 3221, hie Deutsche Vollspartei 132.205, die. Deutschnationalen 113.0''6 und die Kommunisten 72.364 Stimmen. Insgesamt rntfic'cn ans die sozialdemokratischen Parteien. 297.021 unauf die bürgerlichen Parteien 293.366 Stimmeu. . - Brüssel, 4. November. (HavaS.) Die: britische R-.'gierung hat die belgische verständigt, daß sie anfangs Dezember, an der. B.r ü s s e l e r F in a n z ko n f e r e n z, die sich mit d r Festsetzung d er nächsten Zahlungen Deuts chlands und mit der Regelung der interalliierten Schulden befassen soll, teilnehmen werde. Der Konferenz solle eine Besprechung der Ministerpräsidenten Englands, Frankreichs,Italiens und Belgiens vor an gehen. - «ästiM. Jerusalem, 5. November. (I. C. B.) Es find hier bereits Vorbereitungen getroffen worden, um für eine höhere- Schule in Jerusalem ein umfangreiches Gebäude zu er^ richten nach dem Muster der höheren Schule kn. Jaffa. Das- Gebäude soll aus den. Mitteln, des vom jüdischen Philan-' thropen Kadoorie aus Shanghai gespendeten Fonds in der Hohe von 125.000 englischen Pfund zur.Errichtung^ von Wohnhäusern und jüdischen Schulen in Palästina errichtet werden. ’ Me arabische Presse Wr Ae atlassenen Lehrer. Jerusalem, 5. November. (I. Ei B.) Die arabische. Presse' führt eine Kampagne zugunsten der fünf Schullehrer, die wegen ihrer Weigerung, die Regierung in der Durchführung der B o lks z ählu n g zu unterstützen, entlassen worden sind, und fordert, daß sie wieder m ÄW Mgefetzt werd. A?¥Sttti.\KJ 4S Viv. . j^oixeaaasLsaass^casiussüi^ rtMC.Wi'r» zzzzasxmmasM

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