Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1342 (5.11.1922)
- Date
- 1922-11-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr7 lS42 '.' ■'’ ' __ Wten.Sonntäg^ ttttbetci<8efö$ft vervreten die gewissen Parodechristeir,. die Mon deshalb cingeladen werden mutzten,, 'damit es nicht cmSsehe wie eins jüdische Trauung in der Theresienstädtsr Kirche. Liefe Pamdechristdn sind überhaupt so geavet, daß Ke die Jourju.dLN noch irgeickwie verdauen rönnen, aber die BasMajuden in ihrem tiefsten Innern verachten. Der Geistliche vollendete den Trauungsakt, und als er den SeFen beendete, -ba ergriff der Brautvater, m dem Wohl die Erinnerung an die schönen alten jüdischen Gebrauche/ plötzlich auflebte, ein vor ernem Heiligeubilde stehendes leeres OelglaS. warf es vor denk Brautpaar auf den Marmacfließ, daß es in Stücke brach, und rief selbstvergessen '„Älajeltow! Masettow'." und die Marmocheilrgen der Thneuenstädt-1 Kirche horten verwundert hie seltsamen Laute,' die sie jedoch ganz gut verstanden, denn die meisten von ihnen entstammen dem Volk Israel. Liederich, Bergson lind Mme. Kurie m der PÄiuger Universität. A-Mßlich der Beratungen der Jutornatiottialeu. Völker- NmWga - weilt gegMwärtig der chinesische Schriftsteller Doktor Gi-Ton -Fa als Vertreter Chinas in Budapest. In einer -Antervedung mit einem Mitarbeiter des „Bil-ag" macht« Dr. Si-Hon-Fa mtevessante MitM-nugen über die modernen Kull-urbestvebungen in China. Die Reform des Unterrichts- Wesens «in China '— siihvte er aus — reicht im ganzen auf ein halbes Jchchundevt zurück. Vor fünfzig Jahren traten wir in stärkere ü-M> uimnittslbcrre VepÄndung mit dem Weste«. Die Reorganisation ivu-rde zum größten Teil nach fvanzöfischinn Muster auf der ganzen Linie dmchgeführt. In dieser Richtung iböwegtd sich auch der Aikfba-u unseres Schulwesens.von der Volksschule -bis zur .Hochschule. In jedem größeren Bezirk gibt es Kumimdest «ine Mittelschule oder ein Lyzeum.. Wir besitzen sechs Universitäten mit je vier Fakultät e n, und zwar der j-rrvkdischeu-, mÄdizmischen, philosophischen amö> literarischen Fakultät.. Grwßer Rtangel. zeigt sich jedoch iin Lckhrpersonal. Zur Behebung dieses Mangels schicken tote zcchlveiche junge Leute zur Ausbildamg ins Ausland und so befinden sich gegenwärtig in Paris etwa zweitausend, in Bevliu fünfhundert, in-London dveihnntdevt chinesischer Stiudm-Wu, von MeKr-Nork gar.nicht zu reden. Eine interessante Neuevwrg hat >die Pekinger Universität fftt Pflege der Verbindung' mit der europäisch cn Kultur versucht.- Rektor. Jsai, der sein Doktorat in Leipzig erwarb, und sowohl als Journalist wie auch als Gelehrter cinell ausge-' goichneben Namen, hat,' kann den Erfolg verzeichnen,' daß ein« Anzahl .der wertvoWen Vertreter europäischer Wissenschaft zur Abha>Iitung von Vovl-üsungen und Kursen an der Pekinger iUmversÄat gewannen wurden. Schön in der allernächsten Zeit jreaden, um Mir einige der besten Namen zu neuneu, Dredexi ch, Bergson!und Mme. -Curi-e ihre Reise nach Peking airtveten, wo man ihren Vorlesungen und volkstümlichen, wissenischaftlichen Vorträgen das größte Inte reffe entgegenbringt. ' .. '.-v / 'WKMir MöVflMzMuns. Warmer, guter Dublee- WinLerrsglan ^600.606 lAmerilt. ÄleiLerhaus, VI.. Martahilferstr. Zatilunaserleichierunqen 2SS nese, der direkt für diesen Zweck aus Wien hierhergekomuten war. Der Regisseur schob sie in seiner Verzweiflung beiseite, stellte sich selbst unter -den Galgen, legte sich den Strick nm den .Hals, streckte die Zunge hinaus und ließ den Kopf zur Seite sinken. Dies gefiel ällen sehr, die ringsum Stehenden applaudierten/Ich hoffte erregt oben auf der Leiter, jemand wurde ^den Strick zusainmeirztehen und dem Neg'stmr werde die Zunge drmlßen bleiben. Es geschah nicht. ' , In einer anderen Ecke saßen an ztvanzig Nähntaschmen flachsblonde Mädchen glückt und nähten Wäsche. Dann hielt das eine flachsblonde Mädchen im Nähen timte, stand auf, preßte die 'Hand ans Herz, tat einige Schritte. „Vielleicht Großaufnahme!" —- heulte der Regisseur. Daß flachsblonde Mädchen preßte ' die .Hand noch stärker ans Herz, riß furchtbar die Augen >auf, schnitt eine Grimasse und stürzte zu Boden. Ihre -Kollegmnen eilten zu ihr. hoben sie auf, grinsten. Dies 'bedeutete, -das 'flachsblonde Mädchen fühlte sich Mutier. Es gelang nicht. Der Regisseur erklärte ihr umständlich, was sie ntachen müsse, um sich erfolgreich Mutter zu fühlen. EMich verstand sie es. Sondetbar. Rechts von mir soupierte in!bent intinren Separee eines vornehmen. Restaurants ein Bankier nrrt seiner mondä-nön Geliebten. Mit dem Smtper gab es Schwierigkeiten, denn der Schauspieler verstand nicht zu esserr. „So essen Sie Austern?" fragte vorwurfsvoll und unbestimmt der. / Negisieur. „Sind das denn Austem?" entgegnete ider arme Schauspieler. Es «ivaren tatsächlich keine Austern, scnrdern vielmehr irgendwelche verdächtige Schnecken. Schließlich aßen sie sie natürlich auf. Eine ehrwürdige, grauhaarige Mutter zog ihre vom Land he'mrkehrende Tochter aus Fenster und betrachtete freudig die frischen Züge ihres Kindes. Auf den Zügen des Kindes lag drei Zentimeter dick das Rouge. Ein Mörder verließ, entsetzt vor seiner Tat, den Schauplatz, eine Bank im Tiergarten. * Eine junge Dame lieh ihrem -Freunde Geld, einem jungen Gentleman, für mMkannte Zwecke. Ein Eisenbahner stellte -die Weiche unr. Am Ende ging jeder an die neben der Tür befindliche Kasse, löste fernen Schein ein, bekam viel Gold und ging fort. '. . . Einem solchen Atelier eigrret also erivas, das ans Leben, gemahnt. Alles geschieht nebeneinander, zur gleiche?! Zeit, und hat lebten Sinn. Aber man bekommt gelegentlich Geld dafür. -.-//.t ■ ..s-. ^ovetrwer 1022. Seite 7 , baren Dokumente, wenn diese auch nicht „im Nu" erzielt werden/konnte, wenigstens fiir einen späteren Moment sichern möchte, forderte hierauf, daß die Dokunrente-dein Beweisma-trrial beigelcgt werdetr. Aber der Staatsanwälk sprach sich zur allgementen Verblüffung auch dagegen aus, ,/damit der Verlauf des Prozesses nicht gehemmt würde!" Für dies/überraschende Haltung hat sich eine überzeugende Erklärung gefunden . . , In der „Allg. Zeitung des Judentums" hat später A. Katz an mehrere' allen Kennerrc der Ritualmord-Literatur seit langem bekannte Tatsachen erinnert, die die Lösung des Rätsels geben: „Aus dem Jahre 1723 ist — so heißt es in den: Artikel eilt Mucilmord-Prozeß bekannt, über dessen Aus- > gang ent Doklmtent irr lateinischer Sprache und seit 1900 auch in deutscher Uebersetzung vorliegt und allen, die sich dafür interessieren, zugänglich ist. Es ist ein Auszug aus den Gerichtsbüchern des Schlosses Kremenetz (Krzmieniece),, datiert 1753. Irr diesem Dokument ist Wohl von entern mit ettlsetzlichett Süchwmtden aufgefundenen Ehristenkind — emetn Mädchen namens Märimtne —-die Rede, dem nicht die Judett, sondern, wie das Gericht Nachher feststellte, der eigene Vater „mit einem Mesier unter dem Auge einmal und an beiden Füßen Zweimal Stichwurtden betgebracht hatte", um die Juden des Ritualmordes bezichtigen zu können. „Diese Tochter — heißt es in dom betreffenden Dokrtment wörtlich — habe gegen den eigenen Vater geklagt und mit ihrer schtvachen Stimme erklärt, daß sie vow ihm selbst diese Verwundungen erlitten habe." ' Das toat das eine Dokument des hochwürdigm Archimandriten Autonom! Offenbar hatte der gute Mann mit seiner Taufe allein noch lücht die gründliche KemMis der latemischen Spmö§e erbangt, denn daß er durch dieses Do-« kumeirt seinen ftiiheren Glaubensgenossen zu Hilfe kommen wollte, ist kaum anzunchtnen. Der Staatsanwalt hiltgogen, der so bescheidenllich von semen Lateinkenntnissen sprach, muß tatsächlich „im Nit" den Inhalt und die Tragweite desDir christliche — Rituaknöäer zeugertden Dokttntentes erkannt haben, und es zeugte ebenso sehr für seine Geistesgegentvart als gegen feine Gewissenhaftigkeit, daß er -dieses Beweisstück dieses frommen Priesters beseitigte. Man wird es nun auch begreifen, daß der leidenschaftlich auf Ritualmord plädierende Kiewer Staatsanwalt keine Lust hatte, auch das zweite von dem hochwürdigen Autonom präsentierte Dokument erst einer Prüfung zu unterziehen. Er verzichtete -darauf. Beylis ging aus dem Ritua-lmordprozeß in dem damaligen vom Antisemitismus verseuchten Rußland ftei hervor . . . Aber wer sich damals der Illusion hingab, die Ungeheuerlichkeiten, die der Prozeß enthüllte, werde die; Wiederkehr dieser ebenso schmachvollen als lvahnwitzigen Beschuldiguttg -der Juden unmöglich machen, wurde in.unseren Tagkn oft und oft eines anderen belehrt.- Deshalb mag.es Mhl nicht überflüssig sein, an das „beglaubigte" Dökumertt zu erinnern, init dem ein Priester den RitnalmorV der — Juden beweisen wollte. . ' G. E. Fllm-Atelker. Bon Sandor Marai. Unlängst gtffg ich eines Nachmittags üt meinem Kummer in ein riesiges Frlmatelier. Der Portier wollte mich nicht einlaffen, forderte, ich möge mich ausweffen. Ich besitze jedoch keinerlei Dokumente auf dieser Welt, habe mcht einmäl ermn Paß, fettbeut die Behörden mir diesen fortgenommen haben/ keine Freikarten, körne Preffeligitinrätionen, keinen Poltzeiausweis, besitze überhaupt nichts. Wir durchstöberten zusammen mit dem Portier voll Jn- ■ -jeresse meine Brieftasche, fanden jedoch außer einigen Banknoten bloß' ein vietbkätteriges Kleeblatt, dgs, wie allgemein bekannt, das beste Mittel gegen Glück ist. Aitf dies berief ich tnjch auch jetzt und bat ihn, er möge mich einlassen, denn ich sei ein Naturjnnge und rnüffe in,einem Drattta, dort links, mitspieven. Im Atelier brannten alle Jupiter-Lampen. Diese strömen lila Licht aus und sind äußerst stärk, ihre 'Kerzenstacke ist größer als die der Sonne. Diese lila Lvmpen brertnon vor riesigen Asbestwänden, j Unter der Glashalle des Ateliers wirrden Aufnahmen gemacht. Es wurden zur gleichen Zett etwa zwanzig Aufnahmen gemacht, so daß dies mit freiem Auge nicht zu überblicken war. Ich,kroch auf eilte Letter, setzte mich und rauchte mir eine Zigarette an. Ein Inspizient kam des We- . ges gelaufen und 'brüllte zn tnir hinauf, wie ich denn hier zu rauchen wage? Ich brüllte zurück, das Rauchen gehöre zu meiner Rolle. Gr beruhigte sich und verschwand im Trubel. - Z Das Atelier wurde mit Hilfe von Kulisien in zwanzig Bühnen eingeteilt. Alts jeder Bühne lärmte eine Schar ^Menschen, Arbeiter Flünmerten die Wände zusatznmen, Scharrspieler spazierten auf und ab, dcr Operateur zerrte alt der schwarzen Photographieka-none urtd die Regisseure -und Hilfsregiffeiure und die Inspizienten mtd Requisiteur!: und technischen Fachmänner und Dekorateure und Ersatzfchattspieler und Staksten rvitd Nurzuschcmer und Mamas und Freunde und FMmdinnen machten Radau. Als letzter - saß in ötner Ecke an einer langen Kette ein stummer und äußerst intelligenter Wolfshund, Md oiben auf der lLeite-r: ich. In der -einen Ecke wurden drei Ehmesen gehängt. i„Dln Kopf lassen Sie in» Augenblick des Todes nach rechts jafl/i?, schrie dev Regissm^ „und Sie nach lnÄs, Sie aber einfach aus die Bwst." Sie versuchten es, doch wollte es nicht' gelingen. Die Ehimsen ließen inr Augenblick des 'Tod--L nach allen Seiten den Kopf fallen, jedoch mcht so, wie di« Hillse es forderte. „I Mt' halt um a höh'res Schaizuerl.!" Wießüch.unter dem Galgen der. eilte Ehr-, Warum der Staatsanwalt im Beylis-Prozeß Wtzlich lein Latein verstand? (Eine Reminiszenz nach zehn Jahren.) Die Leser des Kiewer Ritualmord-Prozesses, an den die zahlreichen Ritualmordaffäven der letzten Zeit so lebhaft erinnern, dürften vielleicht noch die Merkwürdige Episode im Gedächtnis haben, die sich am siebenten Berhandlungstage im Gerichtssaale abspielte. Als Zeuge für die Wahrheit des Nitnalmordes war der Archimattdrit Autonom erschienen, ein Greis von 71 Jahren mit unververfälschtem jüdischen Typus, der sich wohl durch den Umstartü. erklären läßt, daß der hochwürdige Herr, wie er selbst angaü, ein getaufter Jude war. Der Vorsitzende richtete an den Zeugen, dessen Aussage mit bögreisttcher Spanmmg erwartet wurde, die Frage, was er von der Sache, die den Gegenstand der Verhandlung bildete, wisse. Bon dieser Sache weiß der hoch-würdige Archimandrit nichts, aber von Vorfällen ähnlicher Art aus früheren Zeiten weiß er schauerliche Geschichten zu erzählen, daß dem Hörer die Haare vor Grauen zu Berge stehen. Mer das sind so nur Geschichten vom Hörensagen unbeweisbare Geschichten, init denen man die Gemüter erregen, die Pogromlust verschärfen kann, mit denen aber ein Staatsanltxüt nichts Rechtes auzufangen weiß. Doch für zwei Fälle hat der hochwürdige Priester auch' Dokumente in der Hand! Beglatrbigte, in lateinischer Sprache abgefaßte Dokumente, die m einer jeden Zweifel Msschließertden Weise bestätigen sollen, daß im Jahve 1753 in christliches Kind das Opfer eines Ritualmordes geworden und daß inr Jahre 1757 gleichfalls ein christlicher Knabe mit Namen Stephan von den Juden getötet wuÄe. Man kann sich leicht denken, welche Wirkung diese „doktmtentarrsch" belegbare Aussage im Gerichts? saale erregte, wie begierig der Staatsanwalt nach den Schriftstücken. griff und mit welcher Spannung das Auditorium auf öen Moment wartete, wo der Vertreter der Ritualuwrdanklage den Inhalt dieser das Judentum zerschmetternden Dokumente mitteilert wurde. Doch welche Enttäuschung! Der Staatsanwalt hatte zwar das eine Dokument rasch durchflogen, aber er erklärte, er könne sie, da sie in lateinischer Sprache abgefaßt seien,, nicht „im Nu bewältigen" Der Zivilkläger S ch nr a k o w, der im Interesse des befeeligenden Ritmlmordglaubens sich die . Wirkung der kost- Ovomattine ist ein ideales IMr-rtränk. kräftigt Nervcn uud Körper, erhöht. - .• v‘- > die Letstungssäh.gkeit. Steuermorai uud Aeuerhiuterziehuus. Die Rathcms-Korrefpondenz berichtet: In der Zeit vom 16. bis zum 22. Oktober wurden 126 Betriebe auf die Entrichtung der Luxus waren ab gäbe geprüft, wovon nur 17 un'beanstä-ndet blerben konnten. Außerdem wrtrden 210 Par-, teran-tworten, daß überhaupt cibgÄbepflichtige Waren rricht geführt -werden, zitm Gegenstände der Erhebung gemacht: 38 -davon waren unrichtig. Besondere Revrsiomn in DelikatessenhaMungen und Gemischtwarengeschästen führten zur Feststellung, daß von dieser ganzen Branche seit Geltung des Gesetzes nahezu ausnahmslos weder ein Bekenntnis noch Zahlung der Luxuswarenabgabe erfolgt ist. Es handelt sich dabei zumeist um den Verschleiß von Kaudtwn und Toiletteseife. Auf diese Weise ist nicht nur die Gemeinde schwer ge-, schädigt worden, sondertt es wn-rden natürlich auch die Spezialgeschäfte, deren Erfassung leichter war, in ihrer Konkurrenzfahrgkeit stark beeinträchtigt. MH dies beweist wieder, daß die korrekte Abführung der Steuern nicht bloß sin einseitiges Interesse des städttschen Stsuerfiskus ist,' sondern ebensosehr ein Interesse der anständigen Steuerzahler, die sonst der Schmutzkonkurvenz unterliegen. Bezüglich der Fürsorge« abgabe ergaben sich 1f3 Anstände bei 317 revidierten Betrieben. Die der Versteuerung entzogene Lohnsumme übersteigt 1300 Millionen Kronen und die Schädigung der Gemeinde wurde in dieser einen Woche 52 Millionen Kronen bloß kä der Fürsorgeabgabe betragen. Das ist keines falls ein Zufallsblld. In der Woche vom 9. bis zum 15. Oktober waren es &ei; der FürsovgeMgabe 1550 Millionen Kronen, was eurer hinterzogenen Steuerleistung von 62 Millionen Kronen. entspricht. Dartmter besindet sich eine Aktiengesellschaft, die allein nicht weniger als 810 Millionett- - Kronen an Löhnen nicht einbekannt hat. . - Auch bei der LustlbarkeiLsaLgaLe'haben 33 von 177 Kinos, Theater, Tanzschulen, Kartenbureaus der Ueber« Prüfung nicht Stand gehalten. Die Fremdenzimmerabgabe ergab unter 73, Fällen 13 Bemängelungen, darunter eine schr krasse Hinter-j z-iehüng durch eine Pension, der nachgewissen tvnrde, daß den Gästen die Wochenrechnung Ln zwei Teilen gegebeni worden ist. Der Gemeinde wurde dann mtr ^ne Tellvechmutg zur Steuer angegÄöen. Zu jetren Abgaben, die cun stärksten der. Himerzichung, ausgchetzt sind, gchört zweifellos die Unterm Lei ab gab cj wiewohl sie mit ihrem zehnprozentigen Abgabssatz keineswegs, als.sehr drückend angoschen iverdett kann. Dabei ist eS ja allgemein bekannt, daß fiir die Miete eines 5kabinetteS im Motratost mchr smgenommen, «IS für die ganze Wohnung JahreszinS gezahlt wird. Btt diesem Anlässe wurden auch die Haus- Haltungen auf die riHtigr NnnWZyHtz nutz WKlM der /