Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1340 (3.11.1922)
- Date
- 1922-11-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'ffWT^ 'f^';*j ya ic *’ 'Mffv; 'M'.^'^.^,-t -> wlfilt^ yljrföj 8Bte«ev Mortzenzeltu««. Nr. 1840 3.. November >Lette Vorhang ftßtffinWn werde; wem es nicht? recht sei, mag M das Geld an der Kasse zurirckgeben lassen. Die Leute, die davlieben, hatten eS nickt zu bereuen. Eine lustige Aufführung voll Improvisationen, die zum parodistiscken Stil der Komödie s-chr gut paßte, kam vorder Gardine zustande. Die Sonfleuse sah in der Proszeniumsloge, Cäsar kam. aus dem Bühnentürl und di« kleine Wildkatze Kleopatra schwang sich über die Logen^ brüstung. wenn sie ihren Auftritt hatte. Er war ein buntes Durcheinander. Nach der Pause übrigens gab der eiserne Vorhang die Blockade auf und die normale Szene frei. Gerichtssaal. Uebersiedlmm der Berfaffmgrgerichtshoses zum Berwaltuugrgrrichtrhof. Wie w?r erfahren, wird der Derfassungsaericklshof neben den neuen Räumen des Derrraitungsgerichlshofes im Gebäude der ehemaligen Verkedrsmimflerums am Schilltrplast unter« gebrach». Die Derhondlunaen des Versassun-sgerici'ishvses werdn im großen Derhondungsfaale der Derwälluhgsgerichisyoses statt» finden. 1 _’_; *“ Das ungesagte Attentat. Zur Zeit des Karl-PutscheS im Oktober 1821 teilte die Hausgehilfin des sozialdemokratischen Abgeordneten Doktor Friedrich Adler der Pi-lizeidKektion mit, daß um halb 11 Uhr vormittags e'n unbekannter Mann telephonisch angerufen und sie besasiraH» habe, dem Dr. Adler zu sagen, daß ' er Her ta oder morgen ei mordet werde. Die Polizeidwektion verständigte Dr. SOtat und teilte ihm ihre Absicht mit, daß sie für .seinen Sä;utz sorgen wolle. Dr. Adler erklärte aber, er glguÄe nicht, daß jemand, der eine solche AnkLtvdiyuug durchs Telephon mache, er-"st zu nehmen sei. Cr sei daher durchs« Drohung nicht in Unruhe versetzt u-nid lchne einen polizeilichen Schutz ab. Die Polizei macht« zu jener Zeit NachforschunKN wegen des Bombenwurfes m der Ccmisiusgasse gegen den „Abend" und cegen den Kursalon. Sie hatte 'bei dieser Gelegen'hoit entdeck!, daß dr? schwarz-gelben Lvgitimisten in Meidling beabsichtigen, T e r r v r g r r p p e n zu bilden, die unter anderem die Verprüigelung der feindlichen Führer sowie die AuKhebung -von Geiseln ian Falle de^ Nücllchr Karl Hadshurgs zum Zwecke hatten. Unter' denjenrge'», die für diese TerrovgruPPen auKersehen waren, war ttucf-.,- der 18jährige Seilevgehilfe Hugo Ko sch. Er grswnd zu, Hm Dr. Adler telephoniert zu haben. Gestern fand die' Verhandlung vor dem Einzelrichter.Hofrat Dr. Hotter statt. Der» Angeklagte war geständig. Der Richter vevurlerlte dm Angeklagten zu zwei.Monaten oinfache» Äerktrs •_ Der Prozeß Sein!. * (Sechster Verhandlungsdag.). . Lemberg, 81. Oktober. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung*.) Heute wurde die Vernehmung der Mitangeklagten.F e d a k s fortgesetzt^ die Aussagen bewegten sich in denselben Geleisen Md brachten nichts Neues zutage. Peter Jeremijczuk, Absolvent der vierten GymnasiaMassc, der im Jahre 1619 vom Feldgericht wegen Spionage zu zehn hehren schweren Kerkers verurteilt und dann'vom Statisches Pilsudski begnadigt worden war, behauptet, alle früheren Aussagen unter Zwang abgelegt' zu haben. In der morgigen Verhandlung dürfte mit dein Zeugenverhör begönne«' werden. .dem sprach, der Gerichtshof beide , Angeklagten des Vergehens der Gewalttätigkeit,gegen ein behöMiches Organ schuldig und verurteilte Hermann G. Buzassh zu drei Monaten Gefängnis und 4000 Kronen Geldstrafe, seinen Sohn Arpad Buzassy zu einem Monat Gefängnis und 1000 Kronen Geldstrafe. Beide Verurteilte meldeten die Berufung, an. - - .! / Sestemprve Krone AnsEnng Men Sn Zürich notierte die österreichische Hronr. . . die öskerr. gestempelte Krone. die tschechische Kröne . die Mokll. . Agram... Bukarest Sofia . . Dudg-Est. Warschau. —.0077 keutimes. -.0071 Oentimes. 0.0071 Ö.0077 17 25 0.11»/* 2.22 3.45 3.75 0.22 0.04 ( 0.CQ7O ( 0.0077 <17.45 (o.r% ( 22» (3 45 < 3.75 ( 0.28 ( 0.03V* Aus der Leit der rumänischen Besetzung Budapests. Ein freches Plakat. Aus Budapest wird uns berichtet: Bor einigen Lagen Verhandelte der Budapester Strafgerichtshof eine interessante Strafsache, die ihren Beginn noch in der Zeit der rumänischen Besetzung hatte. Die Haltung der Anklagebchorde in diesem Prozeß, lieferte einen neuen. Beweis dafür, daß der Antisemi- -tiSmus in Horthy-Ungarn unter staatlichem Schutz steht und die Staatsanwaltschaft sich in ihrer Klageveriretung ainsschließlich von ihrer Judenfeindlichkeit leiten läßt, wenn sich hierzu Gelegenheit ergibt. Angeklagt waren der Cafetier Hermann G. Buzassy und sein Sohn des Verbrechens der Gewalttätigkeit gegen die Behörde-. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft heißt es wörtlich: „Am 80. August 1919 wurden «eben dem Cafe Lloyd Plakate afftchiert, die eine Mitteilung der damaligen ungarischen Regierung oder einer im Dienste der radikalen J.dee stehenden Bereinigung enthielten. Die sich ansammelnde, zumeist '.aus Juden bestehende Menge riß die Plakate ab. Dies .war die Veranlassung zu einem großen Tumult. Der Cafettsr Buzassy und sein Sohn forderten die Entfernung der Plakate. Als hierauf Lärm entstand, ergriff Hermann G. Buzassh einen 'Sessel und sein Sohn , einen Tisch und bedrohten dauvit die herbeieilenden Polizisten,'die die Ordnuu-g Herstellen woltten. Einer von den Leuten, die sich hinter den beiden Buzassy gruppiert hatten, rief, man möge doch die Rumänen holen. In der Tat erschien auch alsbald, eine rumänische Patrouille, die die Ordnung wiederherstellte." Die Angeklagten' bestritten jede Schuld. Cs hatte" sich eine große Menge um die Plakate versammelt, auf denen dargestellt war, daß die Christen von den Juden aufgeknüpft werden. Als mehrere unbekannte Personen diese -Plakate abrifsen*, wurden sie von der Menge attackiert, die auch in das Kaffeehaus eindrang. Um den Angriff des eindringenden Pöbels abzuwehren, haben die Angeklagten tatsächlich Stühle ergriffen. Sie bestreiten, daß sie um rumänische Patronilten geschickt hätten. Die zwanzig einvernomnienen Zeugen sagten zum überwiegenden Teil aus, daß die Polizisten, statt die Menge, welche den Cafetier bedrohte, zu verjagen, dm. Catchrx.iutfejtajfegi @i>MJSÜ.nsh men. wMenvTrM am l.Nov.) am 1. Nov.l am 1 Now am 1 Nvv.) am 1 Nvv.) am 1.2l6o.) am 1.Nov.i am 1 Nvv.) am 1 Nov.) Ci» «euer Tiesstrudder Reichsmark. Die gestempelte.Krone notierte gestern in Zürich unverändert 0,00.77, Auszahlung Wie« besserte sich dagegen von 0,00.70 aus 0,00.71. Die Reichsmark ist auf den bisher noch niemals verzeichneten Tiefstand von 0,11.875 gesunken. Die tschcchische Krone hat sich von 17,45 auf 17,25 >rmäßigt'dagegen erholte sich M polnische Mark vou 0.03,75 auf 0.04. Der französische Franken schwächte sich von 38,05 auf 38,20 ab, dagegen hat sich die Lire von 22,97 auf 23.68 erholt.' ' ' .i'' — In Berlin kam es zu einer neuen stürmischen Devisenhausse, wobei.,Kabel NewHork auf 1925,17,. Zahlung Wien auf 6,23 gestiegen sind.. ^Jtt Wien wurde der Markkurs.bis auf 16.50 ackgebaut. Dollarnoten haben eine Kleinigkeit. angezogen, Pfundnöten sind unverändert 328.600, Schweiger Franken verteuerten .sich um -160 K., stuf 13.400, tschechische Krone unverändert 2325, polnische Mark- 4,75 (gegen 4,55 am 30.. Oktober). Nachstehend die offizielle» Äcstierungen: j; Veröffentlichung tfer Devisenzentrale vom 2. Nöpernber 1982. Nvniv.N.dtiober Wan OeW. Wir» Devisen (Schecks und Autjim. 0*ld Zahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Golden . 4 MÖW.— 23wo.— 28850.— 289R.^- Arrem^ l. j«r. ktronea .... 5 283,75 M.25 283.75 290.25 Bel*r*d I Dliinr .... . . . . 4 USS^- NM.-, n».--««.- Serttn! deutsch* Reichsmtrk . $ 15.Ö0 . 15.90 ... 17.60* ' ,7.9» Brüssel I 'belgische Francs . . 4*f. 4734.- %746.- 4814. ' 4826. - Budspest | ungarische Kronen , 6 i 29.45 29.55 - 29.45**2945 Bukires, 1 Ler. ....... 5 — Christian» l norwes. Kronen . 5 13385.- 13415.— 13310.— 13340,- Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 14935.- 15015.- 14705.- 14735.- London 1 Plupd Sterling ... 3 1 329100. - 329700. - 329200. - 329800. - Madrid I Pesetas ... . . . 5'-. 11235.- 11265.- 112^5.- 11265.- Malland l Lire . . . . . . . 6 3N«.- 3124.— 2896.- 2904.- Kev Vork 1 Dollar.. 4 73850.- 74000.- 73826.- 73975.- Parls I Francs ....... 5 3134,- 5140.— 5164.- 5176.- Prag 1 t»checho-slow. Kronen » 5 2337.- 2343.— 2337.- 2343.— Sofla 1 Leva 499.5U 500.» 499.50 -500.50 Stockholml schwedlscheKronor . 4'/. 19889.- 19920.- 19680. - -19720.- V/arsehan 1 polnisch« Mrk . . H 4.45 . 5.05 4.75 ° 4.85 Zürich i schweizerische Francs , 3 13485;— 13515.— 13335. Noten Amerikas. Noten t. 5 Dollar attbr, 13425.— 73725. » kleinere Belgische Noten ICO Franc.? Bulgarische. Noten zu 1000 Leva..; > 478.— 483.- ■ ■ i » 100 > M H kleinere. v , DUntsche Koten 100 Krouer . . 14820. ■ Deutsche Noten zu 1000 Mark. . 15.50 * , wo , . . »' ' ' » kleinere. . . .^ — Engl. Nöten von 5 Utaest.. anlw. 3286C0, - 329660.- 323606. - 326606.— B % kleinere . . . .. . 328400.- 329400.- 32840t'.- 329400.- 13400.-. 73700.- 73325.- 736V.- 733fO.- 73'M.'- 4Ä75.— 47(8,- 4755.- 4785.- 478.- 482.- 453.'- 46*«- 45ö!— 462'-. 14880.- 14540.-- 14600. 15U50 17.75 18.75 Französische Noten 100 Francs 5c75;— 51C5. — 5095.— . 5125.- HoMndlsche Nöten 100 Gulden . 2885-1.- 39iM.-. 28760.- 289k!y.- NaUenischeNoten v. lOQLire autw. o a kleinere . . . lugosh Noten ungesf. zu 1000 Dinar ' » » »■ 190 » » « kleinere . . Norwegisch« Noten 1Ö0 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. , kleinere . » .... Rumänische Noten rulOOOu.TOOLef r , kleinere . . . Russ. NottnlRoman.) zu 500 Rubel » e ’ " » * 160 « „ „ ' r kleinere , . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . , Tscheche-slow. Not. v. JOOO aufw. * „ kleinere . . Ungar; Noten (neue Bm.) zu 1000 Kr. , . * zu 10.060 Kr» r , kleinere . . 3082.50 30S7.S0 2862.50- -2877.50 3t 62.50 3077,50 2842.50- -2857.50 1445.— 1449,- 1143.-- - 1147.— 1131.- 1135.- 11300—! ■ 11341— »22".- 1338!-.- 13166.- 13220.-- 4.75 5.05 4.55- . 4.83 4.70 4.50. . . 4,80. 479.- 461.'- 481.— 486.— 459.- . 461.- 1 2 i V . 456.- 1966Ö1- 19746'.- 19460.— ■19540*.—‘ 134 0— 13486'- 13240.- 13300.- 11095.- 11155.— 11095.- 11155.- 2325.- 2335.- 2325.— 2335.- 2320.- 2330.- 2320.- ' 2330. - 29.- 29.29 29.-' 29.20 28.90 29* 10 ‘^0.8 j ] .; aps: M ÄbSnderyWM der glmutüilBses.:; Heute soll der' auf Basis des von der Regierung äüs'ge-. arbeitetm Vorenttvurf.es über den Reform- und SaNiedüngsplan' vstt den Dölkerbunddelegierten durchberatene neue Finanzplan im Parlament emgebracht werden. Ueber die am Vorentwurf vorgenommenen Äenderungen erfahren wst,' daß sie aüs dem Grundgedanken beruhen, daß die SanierungSattton nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn umfassende Ersparnisse im Staatshaushalt erzielt wechen können,,und daß *EinnahmeerWungen..nur eine Ergänzung de8 ErsparungsprogvämmL zu bilden haben. Auf die Details der Erhöhungen gingen^ Völkerl'unddelegiertejr nicht ein. Die Durchführung überlassen sie der österreichischen Regierung. Soviel, stehtjedoch ftst, daß von der Vorlage eittcs neue» Zolltärife's abgesehen wird und der alte Zolltarif mit den jeweils als notwendig angesehenen Äenderungen im Rahnren der Generalvollmacht zur Dnrchsühmng gelangen soll. Die!Warenumsatzpeuu: 'wurde als Phascnfteuer zwar beibehalteu,. jedoch auf ein Prozent herabgesetz:. Die Realstenern sollen den Län- . derit überlaM 'werdLir: in dM Lisbeviüen BeMudlmmLn haben die Ländervertreter eine gewisse Bereitwilligkeit erkennen lassen, iene Steuern entsprechend zu «rhöhenc- " .' ' Was nun das Ersparungsprogramm betrifft, so ist tatsächlich der Abbau von hnnderttänsend Bundesangestellten vorgesehen. Schon zum 1. Jänner l923H»sollen 26.000 Angestellte abgebaut sein, der Abbau der übrigen,76.000 soll sich in halbsemestrigen Etappen vollziehen und somit das Budget bereits am 1. Juli 1824 von den entsprechenden Personallästen befreit sein. Die weitgehenden Pläne hinsichtlich der Rekonstruktion der Verwaltung werden dadurch am besten illustriert, daß das VerkehrSministerium und das Bundesminssterium für AeutzeteS aufgelassen und ihre Agenden dem Ministerium fitt Handel, beziehungsweise der Bundeskanzlei übertragen werden sollen. Entgegen den ftüheren Bestrebungen besteht nicht mchr die Absicht, auf einen Abverkauf der staatlichen Betriebe zu drängen. Eisenbahnen, Post, Telephon und Telegraph sollen aus politischen Gründen in staatlicher Verwaltung belassen werden, Zölle, Monopole und staatliche Forste ebenfalls, und zwar aus dem Grunde, weil sie nicht nur aktiv gestaltet werden könne". s"ndem ihre Ertragsfähigkeit noch weit über vas gegenwär smaß gesteigert werden kann. Die innere Goldauleihe. Wie wir vörnehmett, weigern sich die Banken, die Goldänleihe zur Ganze in Devisen einzuzahlen, und verlangen, daß sie die Anleihe zur Hälfte in Kronen einzahlen dürfen. Wortführerin der Großbanken ist die Anglobank, die sich auf Widerstände ihrer Londoner Leitung bevust. Die Bank- und die Bankkommissionäre stellen als Bedingung für ihre Beteiligung an her Anleihe die Mschaffung der Börsenabgabe. SeAerreichische AMan Kr de« Wm« Im IeMeOMNschaftmy in 8«goM Die Antwort JagoflawienS. Bekanntlich ist in Jugoflawien eine ähnliche Devisenovdwrng in Kraft wie in Oesterreich, die allerdings aus dem Grunde weit weniger Bedeutung hat, weil' cs sich dort wn ein Agrarland handelt und nicht, wie bei uns, um einen Handels- und Exportstaat. Da aber auch die dortige Devisenbewirtschaftung den Geschäftsverkehr: wesentlich' erschwert; haben die wirtschaftlichen Korporationen Oesterreichs im - Einvernehmen mit der Devisenz-ntMle einen Funktionär mach Jugoslawien geschickt, .um die Erleichterung der Devisenvorschriften zu fordern. -In- Jugoslawien wurde anläßlich diese Vorstellung darauf hingewiesen/daß Oesterreich äht Hinblick auf seine . Devisenbewirtschaftung keine Bevechtigung habe, von anderen Staaten Erleichterungen in dieser Dache zu verlangen. Einschränkung des Börsenverkehres in Berlin. Aus .Berlin, 2.'d., wird gemeldet: Der Börsenvorstand hat beschlossen, in.der nächsten Woche am Dienstag, Dannerstag und Samstag, keina Wertpapierbörse stattfindeir zn lassen. Es werben an diestn Tagen nur Devisen notiert. ’f Ausfuhrverbot für Felle in Polen. Wie das HandelsmuseAyl mitteilt, ist ab 17. Oktober die Ausfuhr von Kalbs-, Hammel-, Kaninchen- und Hasenfellen.ans Polen verboten. ÄbLnderung der Ausfuhrgebühreu. in Ungarn. Wie die Austro-ungacische Handelskammer mitwilt,. hat - der ungarische FrnavMimster die Ausfuhrgebühren für -Fleisch, und zwar für frisches sowie zubereitetes, gesalzenes, ' getrocknetes, geräuchertes, gepökeltes und gekochtes Fleisch (mit Ausnahme von Gansleber, Halbschweinen, Rind-,- §dalb- und Schöpsenfleisch) pro 100 Kilogramm auf 8000 ung. K. erhöht. Dieselbe Anssvhrgvbühr ist zu entrichten bei der Ausfuhr von Fleischwürsten (mit Ausnahme von Winter-Salami). Mit eres muß von nun an bei der Ausfuhr von Nüssen nach jedem Meverzentner der ausznführendeu Menge 80 Kilogramm, bei der NuSfullr von a e s ch ä l i e n Nüssen 00 Kilogramm und bei der Ausfuhr von M o h n 15 Kilogramm dem LebenSmittelbetriebe der Hauptstadt Budapest frei zur Verfügung gestellt werden. Dividendennachricht. Rima-Muranher 80 tschech. K. Wtzner BSkse. Die Mmische Äavsse, die vorgestern i an. der Berliner Börse.zum Durchbruch gekommen war. hat bas Inkcresse an der Wiener BörseMrückgedrängt. Die hiesigen- Grotzspekulanten verlegten neuerdings itzre Tötiakeit nach'Berlin und zogen eimn großen Teil ihrer Kapita'iev. die in den an der W ener Börse gehandelten Effekten angelegt waren, - zurück. um sich an der Berliner Börse zu betätigen, wo sich . ihnen ' größere Gewinstchanee» eröffnen^ Hiezu kommt im wetteren Verlaufe, daß der G e l d st a n d sich wiedrr versteifte» so daß mit einer schwierigeren: P - r s o r g u n g gerechnet wirb.'. wesha.b die Spekulaiion E n t l a st u n g s a d g a b e n vornahm. Änfolgedesstn bröckelten die schon zu Beginn des Verkehrs zum Vorschein gekommenen Aurse im weiteren Verlaufe noch mehr ad. Fest b'iedea nur t s Ä e ch i s ch e Ä e r t e. von denm in der Kulisse Zivnvi!ensßa und Skoda-Aktien je LL.V00 §. und- Länderbank-Aktieir 10000 K. gewannen. Dagegen verloren ünle'r anderem Staatsdahn-Aküen 42.( 00 K.. die Genuklchkine 80.000 K.. Alpine Lb.0(0 A., Südbahn-Prioritäken 10.(0^ K. Auch ungarische Wer t e waren i« Zusammenhänge mit der schwäch, ren Kalkung der Budapester Börse gedrückt. $nt Schranken standen Abschwächungen auck Kurssteigeriingen gegenüber. Norddahn-Aktien gewannen 475.000 Dulchliehräder lik B 60.000 K., Solo -196.000 K., Berg und Kükttn 80.000 K., elnzelne Peiroleumwerte waren gleichfalls höher. Deilfcher Magnesit-Mt'en hatten eine Einbuße von 900.000 Arvnev zu verzeichnen. , ». Auf dem A n la g e -Ma r k t waren österreichische Rmlen etwas schwächer, ungari'che dagegen höher.' Bez u g $r e ch i e: Bankverein 1900 hj, 2200, ÄMil» Aktien 20C0 bis 3800. Fellen l8^< 00,'Schöllerstahl 8L00. Elrra & Küster l L700:»nd Keid M'-schinen 2100' rrm kxolenmarkia üvt'er'en: 2'riNi:-ure,l .fi0*0 L LLvwak 4&AQQ-. Äxkd -E aaa hi^