Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1339 (2.11.1922)
- Date
- 1922-11-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnerstag Wiener MvrWyzeitnntz. 2. November 1932 Nr. 1SSS Roland i ‘ :'i 5ie j'äd. VotksbtiUaa^ linsemble-öastspiU der WILNAEK TRUPPE Iffcttte Donnerstrvfcxkn?. Novsniber 1922, 7TIir atod». Schwer tu sein ein Jud KiV.nMis von Sdia’om AViAe.- ü&ctlüjjcitet Äelassenbeit, hu* es nötig iff mit. einem feinem stich ins Bittere/spielen. sie diese Komödie, in weicher der Dichter auf seine Art-zeigt, daß es im .zaristischen Rußland nicht leicht war, als Jude ju leben. Und lasset! es nicht dabei bewenden. Das' jüdische Kleinbürgert,rm, wio es Scholen? Alejchem sah- und liebte, erkannte und erzog, gütig strafte, und gwßmütig .fteisprach, kräftig ins Gebet nahm und den - Murt-eilern gegemiber herrlich 'rechtfertigte, ist von diesem Ensemble verständnisinnig erfaßt, -in köstliche Typen verkörpert. Der Saal erdröhiü 'von Lochstürmen. Aber es ist nicht oberflächlicher Komöd>ien--Zpaß, ver den Tbeatergäsken einen Abend lmrg das Zwerchfell' erschütterre. Scholem Alejchem hat sic zu seiner Warte geführt und sie einen /Slick ins Leben tun lassen. Es ist zum Lachen. Mer man geht reicher nach Hause. lüch!flüssigen' Plauvrrton int- Orchest-trsachte, war'Heg.-.'fkand. bxrzliH'w Ovttioneu des -eHllsft-eiMhen Publikümv. fkb. Au» de« - Aeü«nu Der gure Iwanow, .-d^r eben sein . Mirurienoe-nexanzen gemacht hat, will es - nicht Einsehen, daß,. seinem jüdischen Kollegen Schnejrsohn - des - Lebens ungemischte Freude twtz seines glänzenden Examens versagbleibt, Vast es für einen Juden kein Honiglecken,' mir dem Reifezeugnis ins Leben zu treten, wenn er bei Mterchen Rußland' beauartiert ist. Er läßt sich nichl davon abbriN^n, der gute. Iwanow', nrit Schnejrsohu die Rolle zu tauschen, hie-beiden wechseln die Pässe — und man kann sich ungefähr crusmalen, lvas Scholen, Alejchem den-neuen Schnejrsohn erleben'«läßt, kann sich ungefähr varstellen, wie sich der jüdische Goi Iwanow und gorsche Jude Schnejrsohn im Dtilieu der Familie' Spiro ausnehmen, was sich ergibt, loenn die beLen dem alten Spiro, seiner wackeren Ehefrau Sarah und etlichen anderen Figuren von Schalem Mejchvnis Gnaden gegenü^rgestelill werden. feinen Josef B u I o w und dem Kugvn Mx S t e i n mit einer DrWatesie. mit tmtx vornehmen Zurückhalt-ung gestrielt, dief wirklich ihvesgftichen sucht. Das Ehepaar Spiw geben Leib - K a d i s o n und Paula Walter. Zwei vollftstige Gestalten? von absichtsloser, bezwingender Komik, die sich auf den Sprößttng des David und der Sarah Spiro, dem Mmnasiasten Swmka, davgchellt von dem sehr begabten Josef K a m>n, M doppelter Durchschlagskraft vererbt hat, dieser linW, gefräßige, Aerall im Weg stehende, seitse Lektion ochsende ,Siomka ist eine Figur zum Schießen. Ein Haustöchterche», Hav/urch unverdeM, «cher doch schon am Diwan liegend, wSHrend Mama kocht und den Tisch deckt, aber doch schon über jfe Bechältmff« herchlSgepptzt, spielt Ne rassige Lrcha Kadison ausgezeichnet. Nicht zu.vergessenWM Eprsodsnfiguven, dargefhellt von den Herren Tan i n und Ko«. Di« Inszenierung dieser. Komod« brlchrt, wie unrecht, jene tun, welche die „Wiftraer" (und unsere Wiener jüdische Buhne) bei allem Respekt doch nur <ckS „Spezialität" gelten lasten möchten, ettvaÄS eine Art chasftdischer Oberammergruer oder ostjüdischer 'T^chPilatt-lergrsellsüstrst, Der Sttchmtvnkommers des BorspiÄs^ Hinter bemerkenswert geschickter Ausnützung-der winzigen Bichne)/'d« BeburtStetzSjmLft bei GpiroS, die Schlußszene« — alles h^rvorrageNdej ja vorhrMiche Reyretaten. /-// Ter Jubel des- Völlen- Hauses wollte kein Ende nchmen, O. A. Im A e d o u l e n! ö a i d e r Losdurg c-elonqk heute .Schöne Fraue n", ein/ Lustspiel von Etienne Rey. deutsch von Otto Etienschitz,?.nr Aussühruiw. Es wirken mit die Domen Christians. Gregor. Magnu< Servoe», Ilrban-Kneidinger, die Kerren Ivo. Kurttst Rainer, Sckneiderhan, Hermann Thimig. Regie: 'Max Reinhardt. Beginn 7 Uhr. Sonn iäa na ^mittags uw »/.s Uhr wird das Stück in der Premierenbesetzuna bei holden Preisen wiederholt. IN dieser Woche finden Ausführungen de» Luyspieis .Schöne Frauen" ,in der Inszenierung Max Reinhardts nur heute, Sonntaq den 5. d. (nachmittig» V,3 Dr bei halben Prellen) und Montag örn 6. d. statt. Mitte November endet die Spielzeit des Reinhardt-Eniembles im De» tzoutenlaal. startenverkaus an der Kasse des Rsdoutensaales 9.. Iosefsplah. Eingang zum Schwe-zerkof). - Im Raimund-Theater ge'angt Freitag den 3. d. die Komödie „« t b tu von Kar! Schönherr, und Montag1 den 6. d. „Gebildete Mensch e n" von Viktor Lsvn zur Darst.'ttung. In beiden Stücken spielt Willy Tholler die Hauptrolle. An allen übrigen Tagen geht ras" Schauspiel „9 e r Schatten" mit Tilla Durieux in Szene. Neues W i e. n e r S t a d t t h e a.! e r. . Es. ist der Direktidn aetunaen, Kerrn Louis. Treumann, und Fräulein Christ! Mardayn svr die letzten Ausführungen der Giiderlschen Operelle >D i e F r a u i m K e r m e l i n" bis mklujwe Montag den -8. d. zu gewinnen. In,den. übrigen Rollen: Anny Rainer, Joses König- Viktor Flemming. Eugen Günther usw. Im D e u! s ch e n D o l k s t h e a! e r gelangt Montag den 6. d. um 7 Uhr Frank Wedekinds Kindertragödie in 1ö Bi'dern ,F r ü h l i n g s e r w a ch e n" mitden Damm Ianower. Markus, Thiele, Krise». Donreger und Keller und den Kerren Lumont, Hima, DuschwKky. Tanegger, Frank, Wengras. Novotny, Kirschner und Klitsch in den Kauptrollm zur Wiederholung: Im LuAspieltheater sinder heut: die lehie Ausführung der Operette ^Prin.z rss in D tc Ia" mit Mizzi ZwerenZ »n der Kauptroll: statt. Freitag den 3. d. um 7 Uhr «ird »D'asSperrsechs er i". Opercrie in dm Akten von Robert Dlüm und Mfrrb GriiNwaid. Musik von Robert Stolz, Mit Mizzi Zverenz und Will, Dauer a!r Gästen gegeben. Regie : Direktor Ohlmühl. Musikalische Leitung: Kapellmeister Theimer. Frkslai» Lotte Lehman» ist gestern abends von ihrer HüdErikareise nach Wien zurückaekehrt und tritt :« Operntheater kommenden Dienstag den 7. d. in der Titelrolle von .M « d a m e B u t t e r-f l y" auf. Sper k« NedouteusM. Alfred Eapus geslaede». Au» Pari» wird der Tod des Dichters vltred L a - u s gemeidet. Cap u r. der geistvolle Mitarbeiter der Pariser .Figaro" hat seine ichrifistellertsche' Laufbahn mit Romanen begonnen, die weit wenig« beachtet wurden als feine witzigen politischen Dialoge, die eine ständige Rubrik des „Figaro" bildeten, «ine Reihe von Dramen eroberte ihyr die Bühne und mit „La V »in e", daer l9oi schrieb, trat er in die erste Reihe der Partsch: Dramatiker. Sen größten Dühnen» erkdlst kaür er Met mir den Dramen .vre beiden Schulen" und „Die kleine Deamlin". Lapur erreickte «,n Aller von 64 Jahren M.'M Wtzked 'Ztt^franrWcheH'-Akadxyir.^ ^WaerHala» «a»l,,M»k. «tz lunaer Künstler, dessen Name ju de» Mftgenannten de'r MMchen und 'italienischen Konzrrtivelt gehört, tritt morgen im Stzelsivnssaele vor das Vftner Pudlckum. Mirezdslaw Sysgopsdi war vor Sqhren eines der erstlgretchstan Wunderkinder und fein Weltrudm nahm gerade in Wien fein,n Anfang. Sin LirblMgsschüIer Meisters Leschetihky hat er im AVer von S dtp 14 Jahren Sffenilich gespielt, umjubelt vom PudliKn«, gefeiert von der Kritik. Mierzyslaw Korlzvwski erkannte die «sfahr des Kinder-Dirtuojenttims. Milten in größten Erfolgen zog er sich M» Rad,um zurück. Er wollte an sich arbeiten. Eriedniste und Eindrücke sammeln. Sein erster Wiederaustreten ln Pari» war ein sensationeller Erfolg. .Monde Mnsicai", eine ker anaefe' ^eichensten «chkrettschrstten Frankreich», schrieb damals: M. Horfzowoki. der äur der Zurückgezogenheit wieder an die Offeniiichketi tritt. »«' den grützi» Klavierspielern kann heute trotz feiner Äugend der Gegenwart gezählt werden. ter Prozeß Fevak. T.nüMis komische-Op« ,L>on Pasquale", di« noch s 'dt i S^ege>mlich im SpreÜpdan deutscher Opwnhäuser enschemt, ist -smer WiLderauftrahm« ^wert. Der iÄchtr melodisch« Einfall, der dem ivalienffchen. Torrichter stets zur.Verfügung stmch «nd ihn immer «««. Opeenr-in.chdws« Reche Haffen.Keß, ist hier >c [onibecö reich, wie irr e.invn Sprühregen gnhen' die feinvn Me- :^dien und M-elodrrchen nieder^ Das Werk entstand zu einer -da sich der Komponist auch oft in Wien aufhiott und man : .-uh -di-som Geschöpf der härteren Muse nicht an, daß Dam- -:!ti bald darnach' urcheikbarsm Wahrvftnn verfallen sollte. Die ftohe Musik steht rm Banne des .Mardier von Sevilla", auch hier war Rossini sein fsuchwntxs Vorbild, wie ja auch in der listigen HeiratKgvschH't« der Oper allevler R-miniSAsnzen an?en Figaro, den Doftvr Pavtöko und sein Mündel Rosina auf- ' rnchen. — Der leicht« -Luftspielton/ auf den sich unser L^rerrrbeim Studmm des „Barbier von SÄnlla" im Re- ^o-rttensaal eingestellt sMe> Lormnt dem. „Don PoSquale" zui'itt:: D'.' Anfführ«n!g atmet wirkliches Löben, MM.fvvut sich des feh'-.-m Parlarjlhptyms der Gänger und der.sprudelnden BMegung im undxrgileiMchen Ovchcher...DgM. die. pvllchtvolle „Aorina" der Frau Avög ü-«; Keüh einem bunten FenerwerT steigen ihre.KopDm-'n^'KoLwat««« '-in' hie 'Höhe und ihr zrevliches NiPpeAsMv^r« -Üst m ftandigve Bewegung. Eine Glanzleistung ist der ^».PgSqwÄr des Mrm Mahr: Smneß Basses Gvll-ndgewM'hvncht eine erstaunischr BchendiMst aus 'irD sein Spiel ist vo»-'«üvüchsßg«-Komtk. Auch Herr Duhan läßt diesmal^ das -dÜs^MObel« fein, « stzogt ftrng und kraft- "-nl. und sendet freigBig dir höchste« Barrtsntöne m den schönen Saal. NeM dÄsem lmcht«idtn Drchgestirn bewährte sich der stets verläßliche^ Hvrr Mai kl in dar-Rolle des AedhaderS.--- Bei Mr komischen Oper stt auch dem Registem: -'ine führende Rolle gntzedächt -und ft fti dtt SpisMtrmg des ''«rrn Runge- -nn-.'i>ip-ichränkt«S' - Äb grzölÜ. - Divektör Tchaik, der noch währenL der Aufführung die Bläser mit- . M> HM 'Mi«!Mli>l«a.-vM'SM md Semherg, 30. Okwber. (Tel. der „Wr. Morgenzeiiu-ng.") Der ftrnfte BerhaMungstag brachte fast gar keine , interessant den Einzelheiten.. Etz wurde unter anderen: ein Aufruf der ukrainischen Organisation ,FkobUs" verlesen, welcher die an der Lembergei Universität inskribierten Ukrainer als Verräter^ bezeichnet, wei-ters eiüe Instruktion desukrainischen -ZtuderNenrates wegen Einhebung einer Polksabgabe zur Erhaltung -der geheimen nkraimschrn Universität. Der Ertrag »ieser Abgabe soll sich auf 30 Millionen Mark belaufen, wovon ,fonei Millionen Mark aus Amerika stammten. Auf Anfrage des Bepteidigers Dr. G l u s ki e w i e z erklärt der Mitangeklagte P a l j e w, daß er den Kamps um die Befreiung der Ukraine als Pflicht eines jeden. Ukrainers betrachte. A ftn guter Freund. stellte sich vor die Tür. Hierauf überwältigte er die Frau. Hr entsemte stich aus der Wohnung, die Frau halb ohnmächtW zurücklasseyd. Als ihr >Gatte heimkchrt-e, erzählte sie ihin, welchir Schmach ihr der „Freund" anM-arr habe. Leopold M. erhhlh die Privatanklage wegen Ehebruches. Nach der -SchilderuNig des Vorfalles durch Frau. M. fand -aber der Richter, daß'. Fr-redrich Dyzko sowohl das Verbrechen der Einschränkung der persönlichen-Freiheit als auch das der Nqb zucht begangen habe.. Der Richter brach dl«'Verhandlung G. und beschloß, den Akt an das Lande sgerich't abzutreten. veftemveüe Kraue Auszahlung Me« In Zürich notier!» die österreichische Krön:.. . . die österr. gestempelte Krone. die tschechische Krone .... die Mark... . . . . . . Agram...... . . . . Bukarest . . . . ... . . Sofia ,.»»».».« Budapest.^ . . Marschau.... ... . -.0077 Seutimer. .0070 8eutl«e». 0.0070 0.0077 17.45 0.12'/, isB 3.45 3>S 0.23 o.03sy* ( 0.007? ( 0.0078 (17.45 ( 0.i2V„ ( 2.^ 8 ( 3:50 ( 3.80" ( 0.22 - C 0.08*7, am 3l. a« 31. am 31. am 31. am. 3l. apt 3!. am 31. am 3l am 31. Okft) OKI.) Ott.) Ott.) OKU Ott.) OKU Ott.) OKI.) Bo« unserem Korrespondenten. Triest, 1. November 1922: Die int-ensive A-gitation für die Einrichtung des Freihafens in Triest hat jetzt errdlich auch die. italienischen Regiernngskreise in Bewegung gesetzt. Es ist nütnnchr mit königlichem Dekret ein interministerielles Trrester Vcrkehrskomitee ins Leben gerufen worden; hervörvagende Vertreter des Trieft er Wirtschaftslebens gehören dem Ausschuß au, der urüäugst zwei längere Sessionen in Triest aibgehalten und, u-mfangreiche Enqueten durchgeführt hat. ■ - Hebet die eigentliche Freih rsensrage, 'weiche schr leidenschaftliche mtb zum Teil untereinander stark abweichende Auslastungen auslöste, ist die Entscheidung noch nicht gefälleu. Es ist aber klar gelvorden, daß die eigentlichen Verkehrsmatznahmen, Seeraten, Nmschlagsspejen und Eisenbabn-Fracht« kosten für die Wiedergeburt Triests zum mindesten ebenso wichtig sind wie das Fallen der Zollgrenzen. Auf diesem Gebiete hat das Berkchrskomitee gut« Arbeit geleistet, vnd os veÄautet, daß in wenigen Tagen sehr weitgehendes Ermäßiguü- ,gen der Lagerhaustarife und Umschlagskoften und der Bahn> überftchrgebühren —letztere besonders wichtig infolge der territorialen Entfernung der beiden Freigebiete und der groß-- t«n industriellen Etablissements — in Kraft treten sollen. Die Frage der Hafengebr'chren, der Kosten der Zylloperatwnen, de« Bahn-, Zoll- und Pobizewperationen an den Grenzen, der Z,pg- Verbindungen rund dergleichen mehr, welche für einen großen Handelshafen von vitaler ^Bedeutung sind, fanden eint .'e.y? eingehende BchMd'lung, und man erwarte: ollgenreiu irr-wt eine Verbilligung unb Beschleunigung des Lcrftwre-, Wertgehende Steuerbegünstigungen nach dein Muster der . Soüdevgesetze für Neapel und Venedig stehen in Tislüstrmi Die Freigebiete sollen erweitert werden, nachdenr schon die italienische Regierung die vollkolninene Ansrechterbalrung der bisherigen Privilegien uub Fazilitäten der Freigebiete, dt: in anderen italienischen Häfen ihresgleichen suchen, cmsdrüSiich zügssagt ha.t Man spricht auch von -der Errichtung nÄwr.Hafeng-.Uagen. Die amerikanische Firnm Ford soll im Triester -Freigebiet eine infouftinctte Anlage errichten, die Hochößnr bei Setvala stehen wegen Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit in Uirrerhanidlungen. Mtten in der Triestor Krise lassen diese verschiedenen Anzeichen ans ein Wiederaufleben schließen. Entgegen den gegenteiligen Aeußernngen mancher auswärtiger^ Zeitungen kann jetzt festgestellt werden, daß die italienische Regierung jetzt ernstlich daran geht, das Wiederaufleben des Triester Hafens auch mit nmnl^asten e.MNett Opfern Alt fördern. Der Schlachthausarbeiter Friedrich Dyzko hatte sich kürzlich Vor dem Ärasr-ichter Lanbesgerichtsrat Dr. Glaser ^Bezirksgericht Favoriten^ wegen. einer besonders Vevabschemrngswürdrgen Handlung zu verantworten. Dein Bevnfstzenoste 7NÄ> Freund Leopold M. hatte gegen ihn die Anzeige 'wegen Ehebnrches erstattet, allein im Laufe der Verhandlung ergab sjch, daß dev Angeklagte nicht eine einfache Uebertrrtung, sonder» ein zweifaches Berbr e ch,e n begangen habe. Dem Straffalle lag folgender Datb^tand zugrunde: Friedrich Dyzko, der mit M. befreundet war — letzterer hatte chm den Posten, den er bekleidet, yorschässtst--/'wLr..M.LV. Juli Gast des HheparreK. .Alssich Dyzko entfernt hatte, wartete er auftzer Straße, , bis auch M. das HauSverließ. Dann kchrte er znrück und klopfte an die WohnungStür. Frau Mathisiw M., hie'alleirt zu Hause'war, fragte, wer da sei. Dyzko nannte seinen Namen, und. bemerkt«, er habe, seine Zigarettentasche vergessen. Hierauf schob Frart M. deck Riegel, der Tür,zurück und'ließ chn ein. Er näherte sich der Frau, die ihn abtvies und die Wohnung ÄÄasten wollto. Mckü tchob i^ioch den Rieael vor und Die Deoisenknrse. Die Sjtettejchischen Zahlung...-Id haben sich gestern in Zürich abgeschwücht, die gestempelte Ärone ging von 0.VV78 aus 0.0077 zurück. Zahlung Wien von 0.0073 auf 0.0070. Die Deichsmark notierte unverändert 0.1**/,, di« tschechische Krone verharrte gleichfalls auf dem vorgestrigen Stande »nt 17.45. Der ftanzösische Franken haitr eine Steigerung von 33.55 auf 38.95 zu verzeichne^ auch die Lire erholt« sich von 22.15 auf 2197. Die polnische Mark stieg von 0,03'/, auf 0.03»/,. Zn Berlin dewegie sich der Doll a, zwischen ^S31.6d bis 4554-.40, die österrelchifche Kröne zwischen 5.08% bis 5.12'/3. Die Kurse der fremden Zahlungsmitiel bewegten sich dort neuerdings in oufsteigender Richtung. In Wien! ' and gestern infolge de» Feiertages »ein Clearing statt. Berliner Wrse. Derlin» 1. November. Äinfichtl ch de» Ausmaßes der' sieigerirngen zeigte der . heutig«. Börsenverlauf «inen Rekord in S«n Annalen der Berliner Döri«. Bai stünnsicher und umfangreicher, alle» bisher -agewefene Ausmaß Ü-ertrestender Kauflust traten' Kurssteigerungen von 300 bis 1000% vereinzelt von 1600 bi», 2000»/, und für die führenden Momänverte von 3002 bi» 7000*% ein. Auch auf de» Kafsaindustriemarkte kam a» in. folg« de» Bestrrdenr de» Pubtikum». seinen Lefitz an Mark in Psandwette umzuwandeln, zu bedeutenden KurreehShung«. Auch auallindtfchs Renken > stellten sich »rheblich hvher« Devisen lagen jeit bet unverändert stillem Seschdft. Schluß Kurs er rstrttsche Lose Vesterr. Gteatsbahn 18.SV0.-. Lordd, Lloyd 1002.—, Der. Cldeschiff. fahrt >275.--. Bert. Äandelsgesellschaft SSSS.-. KW«ttZ. Privaidank 1002.—» Dsrmsiäüier Bank SS2.—.Druttche L«tzk tz7io.-. D>skvnt»«Kom»andiL1400.--!. DrsadnerDewklSio^-. National-