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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-01 · Heft 1338 (1.11.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1338 (1.11.1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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1336 Men, MtLwoff Wiener MvegenzeiLung. r. Mvemvev AÄSs MWlMge« «us ÄM P«HMm. Reform itn WchmuMMt. Mitteilungen -es Etadträtes Weber. An einer Konferenz mit den Gemeindeberichterstattern Stadtmt Weher gestern eine übersichtliche Darling der zur Durchführung gelangenden Reformen im fjmmgSamt. Seim Ausführungen bewegten sich wesentin folgendem: Die im April d. I. in Angriff genommene erste Reform Wohnungswesen hatte die möglichste Zusammenfassung einheitliche Organisierung durchgesuhrt. Die danrals genommene Ueberprüfung der als bevorzugt Vorgehen 36.000 Wohnungsuchenden reduzierte nach it neuen Punktsystem die Zahl der mit 1 qualifizierten »hnungsWerber bis Ende Mai auf 16.00 0.' Seither ist bereits wieder auf 14.472 (Stand von: 28. Oktober 8) gestiegen; die G e f ü m t z a h l der' Votgeinorkbeträgt gegenwärtig 37.67 3. Auf die einzelnen Beie verteilt sich die Zahl der nnt 1 qualifizierten Wohngssüchenden' wie folgt: 1. Be,;.: 259, 2. Bez.: 1034, Mez.: 1066, 4. Bez.: 347, 5. Bez.: 651, 6. Bez.: 313» 8ez.: 432, 6. Bez.: 339, 9. Bez.: 582, 10. Bez.: 1106, Bez.: 529, 12. Bez.: 794,13. Bez.: 1073,14. Bez.: 197. Bez.: 424,16. Bez.: 1216, 17. Bez.: 679. 18. Bez.: 593; Bez.: 506, 20. Bez.: 1036, 21. Bez.: 897. Es entsteht nun die Frage, wieviel Wohnungen zur ^iedigung dieses Wohnbedarfes zur Verfügung stehen. Jahre 1921 erfolgten insgesamt 9363 Wohnungseisungen, im Jahre 19 2 2 bis Ende September 8141, on betrafen 5138 Kleinwohnungen, 97 0 kleine ttelwohnuugen, 29 2 größere Mittelwohnungen, 138 oßwohnungen und 16 03 Einzelräume. Die Neuherstellung von Wohnungen wird nach dem unten Wohnbaüprogmmm t?cr Gemeinde, obwohl die hnbausteuer langst unzulänglich geworden ist, jener Wohnungen liefern, davon sollen rund 60'' Wohnunitt den von der Gemeinde errichteten Hochbauten bis Jahresschluß fertig werden. Hierzu kommen noch 300 Siedlerhäuser, deren Fertigstellung. gleichfalls vor Jahresschluß erstrebt wird. Mit dieser Lage des Wohnungsmarktes hat die Ovnisierung der Wohnungszuweisung zu neu. Bei der letzten Reform blieb das Zuweisungssystem in einer Zweiteilung bestehen, welche ein Uebergangsiüm zur vollkommenen Zentralisation dieses Zweiges Wohnungsverwaltung darstellt. Der danrals im Woh-- ngsamt gebildeten Hauptkommisiion wurde bereits die eisung in allen Fällen übertragen, wo es sich um grell angeforderte Wohnungen, um Be la ssu n g v o n termietern, um Einzelräume, um Zuweisungen öffentlichen 'Interesse und um sogenannte „Notstände le" handelte; .Nen Bezirkskommissionen verblieben alle igen Fälle der Zuweisung, welche aus Grund der Kongentliste erfolgen sollten. Dieses System der Zuweisung 22 verschiedenen Stellen Wiens erwies sich in dem sjjc als unzweckmäßig, als gerade die der HaupttoM-> jsion vorbehaltcnen „Notstandsfalle" immer mehr zur itaus überwiegerwen Kategorie wurden. Durch dieses Ueberwiegen der allerdringlichsten Fälle, lche nur von einer Zentralstelle aus zweckmäßig be- Iltigt werden können, wurde die Arbeit bei den Bezirks- Missionen immer geringer. Durch die jetzige neue Rewerden' die Bezirkskommissionen aufgelöst sämtliche Zuweisungen werden nunmehr hließlich von der aus 24 Funktionären behenden Hauptkommission besorgt werden, in acht Senaten zu drei Mitgliedern in Müder Zusammensetzung amtieren wiÄ. Bon diesen mten wird sich ein Teil mit der Ueberprüfung ' Qnalifikationsansuchen, ein Teil mit der weis u n g befassen. Da diese Senate täglich amüe- >l werden, können die gesamten verfügbaren zuwei'ungs- ^en Wohnungen täglich aufgearbeitet werden. Die Refornr bezweckt eine Vereinfachung und heitlichkeit des Verfahrens, deshalb findet auch eine Misatorische Neueinteilung der verschiedenen Ressorts > Wohnungsamtes statt, um die Angelegenheit der Woh° Wzuweisung möglichst von allen übrigen Agenden W ohnungsamtes zu trennen. Das WohnungSamt Ä daher in zwei ÄbteilunM gegliedert: die eine (Matraisabteilung 16 a) wird die generellen Wohnungsgelegenheiten, also die W o h n u n g s g e s e tz g e b u n g, ' Förderungdes W o h n u n g s b a u e § und tk$ Siedstswesens, das Wohnrecht, die Einrichtung der ieiämter, die Vertretung vor Gericht und die Sta- K verwalten. Die andere Abteilung (MagistnüsaLteilung ib) hat sich mit dvn individuellen WohuungSangelegeniten (Vormerkung, Qualifikation, Anfordemng, Zuweing, Tausch usw.) zu befasien. . ' Der Vorgang der Wohnungszuweisung st sich nunmehr so abspielen, daß die für die einzelnen Mrke als Referenten bestellten Beamten die Zuweisungste vorzubereiten und jeweils dem amtierenden Senat der steisungskommission sofort vorzulegen haben, welcher " »ach der Kontingentliste zuweist, sofern nicht dev Re- Ment für Notstandsfälla usw. besondere Erfordernisse gel Statt jed«r beiönderen Anzeige! M franzM empfehlen sich als Verlobte Wien, im Oktober 1922 i — l-N""uo Berta Brun Zalozoe Verlobte Wien, im Oktober 1922 Jakob Neiheth Jezupol J. ei9 Fe'ne Wohnungseinrichtungen. (Ecke Karl Schweighofergasse) Grosse Mitfelstarids-Äktion in| Schuhhaus Schubepi Ein Prasser Posten Herren- und Damim-L^derschuhe. durchwegs bestes Mate'iäl und Ausfüllung, wird ab Mm>tag, den 30. Oktober nur an MitteMündbr (Arbeiter, Fix' esoldete etc.) zu fo gen Jen Durchschnitts-Eiuheitspreis>n abgegeben : Damen-Spangenschuhe . . . . ... . . . . , .K 6^.000 Dambn-Sjiahgenscbnb I.ed rabsatz . . . . . , . K 75.000 Damen-Parieefschuhe , L derabsatz . . ..K 85 C00 Damen-Sch» flrschuhe ..K 105.000 Herren-Schnürschuhe . . . . . . . . ..K 10^ 000 Abgabe ab Montag, 80. A W. und 6i> fol enden Tase ununterb ochnn von. 8 bis 6 Uhr; Es empfiehlt si'. h, rechtzeitig z'i kommen, solange di; Vorräte i och g'it assor.iert sind. Meldezettel oder Legitimation mitbrirtgen. Pro Person kann nur ein Paar abgegeben werden. 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Wohnungstausches machte Statztrat Weber die interessante DUtteilung, d man sich damit befasse, diesS Problem aus organisatorischem Wege zu lösen, damit es den Menschen möglich gemacht werde, ihren 'Arbeitsstätten mchziehett zu können. Um die Schiebereien und hohen Ablösen Kt verhindern, Werve die Gemeinde' selbst dawngehem den Lausch zu vermitteln und dafür eine Keine Gebühr einheben, die jeder gern zahlen werde, weil er schon das Bislftiche, z. B. Lei dev Straßenbahn ersparen wirv. Stadturt Weber schloß seine interessanten Ausführungen mit der ErklaMng, daß diese Reform allein die vorhandene Wohnungsnot nicht hiMrn könne, aber sie solle dazu beitragen, die Maßnahmen, welche die Woh rmngSttot uns wrfzwingt, für die B^ölkeruttg so erträglich als möglich zu machen. Die Berteumma der reichrdeulschen Bücher m Sesterreich. .Btt der bevorstehenden Berteu-eMNg der reichsdeutschen Bücher in Oesterreich wird von führerwer Seite des deutschen' Büchhemdels mitgeteilt: . . Ab 1. November. 1922. .treten. für die Belieferung OesteMM durch den deutschen Verlag und Buchhandel neue Bestimmungen in Kraft. Dev Kernpunkt dieser NmregelMg besteht darin, daß der deutsche Verlag für den deutschen Jnländspreis weiter gesichert bleiben. In Wien wird daö „Oesterreichische Zentralbureau der Deutschen BuchauSsiihr" errichtet werden. (Hofburg. Kanzlertrakt.) Diese Stelle bescheinigt den österreichischen Vücherkäuftrn, nachdem sie einen Revers unterzeichnet haben, daß sie die gewünschten deutschen Bücher zuur deutschen JnlandSpteis beziehen können. Jeder oster-, reichische Buchhändler ist dann in der Lage, einem Käufer, der einen von dieser Stelle anerkannten Revers vorzeigt, deutsche Bücher zu den deutschen Inlandspreisen abzugeben, da in den deutschen Aussuhrvorschriften vorgesehen ist, daß von Deutschland aus bei Vorlage eines solchen Reverses zum Inlandspreis geliefert wird, beziehungsweise ein bereits erhobener Zuschlag dem österreichischen BuchhäMer' rückzuvergüten ist. In Wien und vielen anderen größeren Orten'Oesterreichs werden von biefem Bureau Zweigstellen, beziehungsweise Vertranenslcute damit beauftragt, dem österveichlschen Bücherkäüfer diese Reverse anzuebkennen. Die Formulare für diese Reverse können die österreichischen Buchhändler von dem „Ocsterveichischen Zentvalbureau der deutschen Buchausfuh^ direkt beziehen, jedoch muß ausdrücklich darauf auimerksam gemacht werden, daß die 'Anerkennung, auf Grund deren die Belieferung, zum Inlandspreise erfolgt, nur durch das „Oesterreich ische Zentralbureau der deutschen Buchausfuhr" oder dessen Beauftragte erfolgen kann. „ Dar Mer vick billiger! Preisherabsttzuug um 300 K. pro Krügel. Nach den wiederholten Preiserhöhungen, die die Bier- Biertrinker m Laufe der letzten Jahre miizumachen hatten, winlt ihnen nunmehr die freudigere Aussicht, daß sie das Gersienbräu billiger bekommen werden. Mit morgigem Tag tritt nämlich in Wien eine Herabsetzung des Bierpreises ein. Es wird kosten: . Das Krügel Lagerbier 2300 K., das Seite! 1500 K. Das Krügel Abzugbier 2000 K., das Seite! 1200 K. Das Krügel duMes Bstr 2600 K., das Seite! 1700 K. Wie wir erfahren, wollten die Brauereien bloß eine B rmmderung des Hektoliterpreises um 30.000 K. zugestehcn, doch drangen die Gastwirte auf eine ausgiebigere Senkung. Zahlreiche Lokalbesitzer haben, wie berichtet, bereits seit einigen Tagen einen niedrigeren als den offizi-'ll'n Bierpveis eingchoben, um den gesunkenen Absatz zu vergrößern. In den Bundesländern sind die Brauereitzn mit den Preisherabsttzungen schon vovangegangen. In Salzburg ist her Bierpveis um 1200, K. gefallen, desgleichm in Oberöllerr'-rch, wo der Preis per Krügel von 2600 ans 2000 K. siel, während' für Graz und Umgebung der Bierpreis 2300 K. betragt. Dw Tiroler Brauer! machten die letzte Preissteigerung Nechaupt nicht mit und lebey auch. HZenarversammIlMg ^MernveredliMtg der MWen Reaksdmnafimns. HeUte, Mittwoch, pünktlich 6 Uhr abends, siMt im großenSaale des Zionistischen Landeskomitees (2. Bez., Taborstvaße 20 a) die erste diesjährige Plenarversammlung fcjer Eltern Vereinigung des Jüdischen Realgymnasiums statt. Tagesordnung: 1. Wahl dies Ätemvates, 3, Besprechung wichtiger Schulpagen. einen ioOprozentigen Zuschlag berechnest kann. Diese MS nähme hat die Genehmigung drs ReichSwivtschaftsmvnisteriums und des ReichskMmisiärS für Aus- und Einsuhrbswiklrgüng gesunden. Bekanntlich häufen sich in Deutschland, .die Klagen darüber, daß die PrsiSvorschriften des deutschen Büchtzanders 'durch HemWsche uinrMe Hind-? ler, wie zurzeit wieder ststgestelli wuchs» in großem Maße umgaWn Werdest. Oesterreichischen Kaüfsvn, die die Mcher für ihren eigensn Bedarf beziehen, soll bet Bezug zum * Sie #Sa&ettfttttt8498ftrtM8* Ein Lesrr sendet vns eine Bundekidronen-Rore, die auf der Reoerrseite zwischen zwei AakkNiireuzem die Parole .Süden hinaus i" tkSgt. Die Propa-. vanda der uneniwegten DeuWumretter wt e» also schon billiger. §\t sucht sich jetzt statt der Bedürfnis-Säurchen die wertlosen Eeldersahrettei. um oller Wett vor Augen zu führen, d»h einer chem,inschatt, die solche Albernheiien duldet, alle Lilfe zu teil werden Sonst wird sie sich nie des Wahnsinns der Dölkischm erwehren können. Wenn der FindmmiMster die Schwierig" Keilen seine, Reformplanes zusammenstelli, möge er der Laken« kteuzler nicht vergessen. Wir stellen ihm deshalb die Rote zur BerMmg. , " ■ v * Drahtloser Telegrammverkehr nach Rußland. Nach Rußland aufgeaebenc Telegramme können zu den für den ~ Gebühren auch drahtlos aus Oesterreich ' Rußland" (Moskau) befördert iverdsn. » Siraeltttscho ««Uussemewüe. Geb«tstu»de tu ‘ ■* -* ' ‘ ‘ -*• - * .. .3. Ähr....,_ „ 46 Min. abends. Freitag den 10. d. ab t Uhr 45 Min. abends. Samstag den il. d. ab 8 Ubr 10 Min« abends, vom 1L bis inklusive 16.- d. ab 4 Uhr 45 Min. abends. Freitag den 17. d. ab '4 Uhr 30 Min. abends. Samsiag den 18. d. ab 5. Uhr ahends. vom 19. bis inklustoe 23. d. ad 4 Uhr So Min. abends, a>r Aocheniagen um 7 Uhr ftlih. an Samstagen um Uhr früh. KebrSifche Schute LII. bis XV. Die Linschreibunaen finden noch dteje. Woche, töglich von 6 bis 7 Uhr abends, tm Schullokale. XV., Lerklotzgüsie 21,1. statt. Ls «erden Mutte für 'Anfänger und Vorgeschrittene (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) eröffnet. * Eingestellte Züge. Die Betriebsdivektion der SiMahr. teilt, mit, daß, wegen andauernd schwacher Benützungsowie svLgen der hohen KohlentzrW ab 6. November folgende Züge unterbleiben werden: In oer Strecke Wien—P ottendors— Landegg—Wieuer-NeustM die Züge 1314 und 1319 täglich und in der Strecke Wien—Bruck a. d. M. Schnellzug 7 an Samstagen und der sogenanMe Hochschwabzug Nr. 38 an Sonntagen. - * Amtlicher Mtterbericht. In Oesterreich ist eine filb jvestliche Luftströmung zum Durchbruch gekommen und hoi allgemeine Erwärmuritz gebracht. Die Temperatur stieg auf 11 bis 14 Grab. Deutschland hat noch Regen bei kalten, nördlichen Winden. Voraussaae: T<mperaturabnahme, zunächst noch mäßige Bewölkung, kalt, wieder Schlechtwettrr. nach M a s s und fertig Billigste'Preise (" Ea detail Enar^s Rpnis;A:AltscliUIei* |nft Waasn^UI. UndstraOa Holl|ltstv».lUU

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