Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-10-25 · Heft 1331 (25.10.1922) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1331 (25.10.1922)
Date
1922-10-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980411--12628-2999197
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Mme v , t «Tnr, wcitw*** . Die LebensmitteLmLirktc. JUtft d«s SUnüflettch-Ahsatze». . ' Das ständige Zunehmen der Fleilckvvrrät-. dem eine latente Swsohkrise segrnüberstehl. hat geltem einen vorerst alle:ding nicht starken Druck auf den Rindfleischpreis ausgeübt. indem mittlere und mindere Sorten in den Markthallen um.lOv'l A.. «n vielen Derkaussslellm auch um IbgO K. pro Kilogramm billiger abge» pegeben wurden. Da die starken Lieferungen besonders in der Srotzmarkihalle anhallen und der letzte Rindermarkt zu lieferen Notierungen führte, 'st in den nächsten Tagen mit einem weiteren merklichen Preisrückgang in Rindfleisch jtu rechnen. Wenn der kiufmänntsche Gnmd'atz von Angebot und Nachfrage zur Geltung käme, dann müßten di» Fleischpreise auf rin Niveau sinken, das von de» heutigen um viele tausend fcronen entfernt ist. In der Großmarkthalle waren gestern znm Beispiel 14 Waggons mit diversen Flenchsorten an gerollt und per Achse über lüo.cvO Ärlogramm zugrsÜhrt worden. Der Konsum konnte, obwohl -er Verkehr ziemtich lebhaft war, diese Menge auch nicht annähernd ausnehmm. nicht etwa aus Mangel an Appetit, sondern aus re-n wirtschaftlichen Gründen. Dieses Mitzoechöllnis zwischen Angebot und Nachfrage dauert schon viele Wochen an, vhne datz der Preisabbau im erwünschten Ausmaß Und Tempo ringetreten wäre. Ein langsames, aber unaushaltfames Abbröckeln der Preise, hauptsächlich des Rindfleischpreises, säßl sich allerdings von Woche zu Woche feststellen. Eine allmähliche Preisrückbildung ist bei den Feltstoffen zu beobachten. Gestern e,mäßigte sich der Preis für Walgarwe und Pflanzenfett um lovo bis i5QO was eine Folge der Konkurrenz des amerikanischen Schmalzes ist, das zunehmend de« iiebter wird. Eine starke Konkurrenz macht sich bei Z u ck « r bemerkbar, dessen Preis sehr uneinheitlich ist. Bei vielen Kändlsrn auf dem Naschmarkt und auch in den Bezirken war g-stern Würfelzucker jni! 10.000 Kristallzucker mit 9100 K. angeschrieben. Damit Hot der Zuckerpreis usch langer Zeit wieder «inen Tiefstand erreicht. Die Gemüfepreife dagegen wollen per Abwärtsbewegung buf den andaren Gebiete« nicht folgen, sondern neigen eher zur »«ziehende« Tendenz, obwohl genügend Produkte aus die Märkte »«mmen. So wurde gestem Spmat au; dem Naschmarkt um 800 bis 460 K. pn» Kilogramm teurer und kostete 3L00 dis *500 K. Gestern kamen große Sendungen Kartoffeln aus der kühecho« Slowakei. Ihr Preis wurde mit 886 bis 1006 K. iejtgeietzt, Kipfler mit 1450 dis 200 K. Zwiebel, Kraut, Kartoffeln jmd Gemüse waren in reichlicher Menge augeboten. - Aepsel» Limen und Düsse werden ledhajt gekauft. Die Lierkolamität hält unvermindert an und führt zu täglichen Preissteigerungen. Auf dem Naichmardt n'urden zehn fitsten bulgarisch« Eier seiigeboten. allerdings zu einem Rekord- -rers. nämlich bis zu 3700 K. pro Stück. Bühne und Kunst. demerk«uge» zu»Die p»fte Krejtschwe". Zur heutige» Aufführung durch die „Wilnaer". Perez Hirschbetus sVpülärsteS Stück ,F)ic puste prejtschme" spricht nicht von PHUosvphischeü Thesen, es behaUdeü keine Probleme von Zeiten und Geschlechtern und es ist kein Werk, in dem Menschen dargestellt iverden, die man nicht ebenso gut irgendwo anders treffen könnte. Zwischen den Wänden eines jüdischen Heims, zwischen Menschen nrn jüdischen Bärten, rn jüdischer Kleidung, rollt ein allmenschlich cs, alltägliches Geschehen ab. Meite, das Kind der Natur, Mgewachsen zwischen Wald und Feld, fühlt sich zu Jtzig hingezogen. Ihr Vater aber har mit Jtzig geheime Abrechnung und verwehrt ihm die einzige Tochter. Man führt sie zur Trauung mit Eisiktz Sohn, dem ungeliebten Leibnsck, mit geschäftigen Händen baut man für Meite ein bürgerliches ölest und das Kind der Natur, mit dem gesunden tiefen Lebensfmeb soll emtzezännt werden in den vier Wänden eines engen, - unfreien Biivgerdaseins. Der värerliche Traum aber, so schön und lockend er auch ist, bricht zusammen unter dom Druck hemmungsloser Begierden. Das Spiel. brennender Leidenschaften, das ist das Haurpmotiv in diesem prächtigen Werte jHftschbems. ( Als Theaterstück uirb als jüdisches Theaterstück hat „Die /uste Krejtschme" das Recht auf den ersten Platz in der jüdischen Literatur; «mch in der allgemeinen Literatur verdient ps einen Ehrenplatz. Die Rollen sind Muster szenischer Shmholick. Merstechaft führt Hirstein die'HanÄnrlg an ver Grenze Zwischen „bassar w'dam", mc den «Äreuzen zwischen Roalitär fand ihrer» Spiegelbild im Uebersrnnlächen. Es fei aber hier sucht von der Psychologie der Helden dieses Stückes gesprochen; fauch dem Autor war sie nicht das Primäre. Ter Autor selbst jging nicht der starren Linie einer These nach; ruck dem VUigc ides Dichters sich er, mit der Hand des Künstlers malte er --- »nichts werter. Was er sah und was er malte, waren die flammen der Leidenschaft und ihre Schatten in den Dezw- «mngen der Menschen untevsimtckd^r... Was ist rerit, was uvethaphysisch? Wo ist 'sie Grerrze zwischen dem Menschlichen und dem Tierischen? Wae ist in un? serer BegriffÄpelt Kar und eindouttg? Was ist Glaube, was Aberglaube, was Vorurteil, was Widerhall brennender Lvckenschast oder verspielter Rechnung? Es gibt keine festen Grenzen zwischen all diesen Mv- Kven des im Kreise rasenden Lebensspieles. In der pusten Krejtschme wohnen „Mcht-Gute". N-nd auf der frohen Hochzeit «ranzen Leidenschaften und Begehren — so sieht es der Zuschauer... Sie tanzen um Schnapsfläschchen, sie spvingen um Geldstücke, um Serdentücher mtd um zirckende bange Herze«. Keine Hand kann dem Spiel der nicht geladenen Musikanten wehren... und alles loirb in den Wirbel eines urchÄrvlichsn gespenstischen Chaos hineingezervt, verschwindet nüt Feuer smd Rauch. Teufel sind „liebe Gäste" crirf der Hochzeit der einzigen Tochter und vor einem schwarzen>Huhn erzittert man in herz- ' . «menet Es gibt feine fixierten Lebensbegriffe, es gibt kein Anfang und kein Ende, Licht und Schatten verschwimmen inemanber; wie Glück und Schrecken — Herrscherin ist die Leidenschaft. Unter ihren Flammenslügeln rollt der Rundgesang der Tage und der Nachte der verschiedensten Geschöpfe ab: Greise, Kinder, Tiere, Tellfel, Gespeuster —• mit) alles dreht sich vielfarbiger rm Wirbel rasender Tänze. Der Dichter schaute es, der Künstler malte es. Der Regisseur steht vor einer Aufgabe, die ihresgleichen in der jüdischen Literatur nicht hat. A. M o r . Bnrgtheater. (Zmn ersten Male „Der Arzt ant Scheidewege", Komödie in fünf Akten von Dernard Shaw.) Man kennt schon von der „Neuen Mener Bühtw" her diese geistreiche, scharf Mgefpitzte Auseinandersetzung Shaws, mit der nrodernen .Heilkunde, diese Satire mit didaktischen Zwecken, aus der- Plötzlich eine ergreifende Dichtung aufblüht. Schon der Titel des Stückes wird zunr bitteren Witz, wenn Ulan nach dein letzten Fallen des Vorhangs an ihn zurückdenkt. Ein berührnter Arzt, der überzeugt ist, daß er mit seinem neuen Mttel Tuberkulose Hellen kann/ und noch fester davon überzeugt, daß Mißerfolge anderer Heilkünstler mit semrer .llirr nur auf unrichtige Anwendung des. unfchlbarcir Mittels zurückzusühpen sind, hat zu entscheiden, N>elche von zloei Patienten er, retten soll. Die Zahl d;r Plätze auf seiner Klinik ist beschrankt: Hat er der: schwindsüchtigen Arzt oder den jungen genialen. Maler zu heilen? . Aus der Frage der Lebensvettung wird dve Frage, lver würdiger ist. Äillaß für Maw, ervglische Moralbvgvssfe hevzunehnren. Ein ganzes. Kollegiunr ärztlicher Pvvmadonncn Londons tvägt den moralischen Wert der zwei Todeskandidaten ab und entscheidet, daß dieser .ewig pumpende, der freien Liebe zuneigende, seine Zeitgenossen mit Vergnügen anlügende und verulkende Maler, ein ausg^urachter Schurke ist, der nicht geheilt zrl werden Verdinit. Und der berühmte Londoner Professor überläßt die Kirr des jungen Künstlers einem Nebenbuhler, weil er davon überzeugt ist, daß er den Patienten ehestens .unter die Erde bringt, :vas auch pünktlich Mrisst. Dieser Maler Dubedat tritt rechtzeitig in den Border-- gvuwd des Stückes. Eine wunderbare Gestaltmrg des reinen, unbekümerten, leichtsinnigen Künfttermmrschell, der trotz seiner liebenswürdigen «Schwächen sittlich hoch über den Oberbonzen der Gesellschaft steht, iiber den vier würdevollen, selbstbewußten Sachwalterir der Wissenschaft und der bürgerlichen Moral, welche sich nicht so sehr deS Malers als seiner entzückenden Lebensgefährten wogen um Dubedat bemühen. Aus dem .Handegelenk pariert er ihre Zurechttveisnngen, onchörten Angriffe und etbosten Beschimpstnrgen und bleibt Sieger ans der ganzen Linie, lvenn er anch ins Gras beißen muß, bleibt Sieger über den^ Tod hinaus. Denn seine «Äeliebte lebt nur seinem Angedenken urll) seiger .sdun.st und der Htzrr Professor, der die Witwe gerne heimgeführt hätte, hat das Nachsehen. Eine herrliche Szme, ergrciferid mch erhebend zrkgjleich, ist dciL Sterben dieses jmrgen Malers, der weise und tapfer ist und von hellenischer .Heiterkeit. Das Glaubensbekemitnis zur Kunst, das er m dnr letzten Minuten ablegt, das letzte loelke Lächeln, das ihrn die Gegenwart eines Reporters entlockt, die Selbstsicherheit, die gütige Ironie, die wunderbare Ruhe dieses genialischen ftmgen Menschen' 'machen brefe- Gestalt zu einer der lobenswertesten, deinen mem je aus' den. Bretter:: begegnet ist.: Herr Treßler gibt den Maler Dubsdat. Er rnrMt Hn mit erstaunlicher Kmrst — aber er spielt ihn mcht. Berloretr gehr,.was die Geliebte von den Eigen-, schäften dieses Dealers sagt: „In semom Denken'ein Mann, in spüren. Träumen ein Dichter und Künstler/ in seinem iHcncheln ein .Kind." Autzerordonttich au diesem Abend wieder' Hugo T h i m i g. der die Charakjergestalt eines, 'akttteKschen Arztes — Patrizier bis in die Fingerspitzen, eilt wenig verzopft, aber echt in semenr Wesen, kernig und sich selbst wem — unvergleichlich verkörpert. Scharf uinrissen der -hochmögende, von Gesundheit strotzende, kalte/ nicht aus det» Gleichgewicht -zu bringende Medizin- Professor des Herv»t- D a n e g-g e r. Verdienstlich, nicht nnchr, Herr P a u l s e « als „Arzt am Scheidewege". Frau Modelsky findet-sich, mit der-Rolle einer bluiMUgen Geliebten nach .Kräften ab. - In der Sterbeszettc ist ihr stnanpfes Spiel von großer Wirkung. -Sonst sind ü-och Herr S chin o-l e, .Herr Pranger, -.Herr H u b c x und Frik, Glossh hevvorz-uhedon. Herr-Moser vergaß, daß seine Rolle auch mit attischem Satzzu würzen ist. Es hat sie nämlich Bernavd «Shaw geschrieben. " Im ganzen eine würdige ' Borstellmyg deS Burg-? Heaters. Vielleicht altzuwüvdig. Shaw, besonders der Shaw dieser ^Komödie, ütuß leichter, kurzweiliger, scharfer pointiert weiden, darf nicht so schwer und vollionen-d und ousfallen. Ö, %.v> RLim«nd-Theater. „Rotmershol«". — Gastspiel AL« Dnrienx. , Das Problem des rücksichtslosen Wollens, des „robusten Gewissens" des Tatmenfcheu hat Ibsen imnter wieder beschäftigt, er ist davon eigentlich nie so vecht losgekommen. Utid immer wieder stellt er das starke, zieldewußte Weck neben den haltlosen, schwankenden Mann. Hilde Wan-gel, Regine Gngstranh, Rebekka West — Frauen mit triebhaft starkem Wollen, Fraue.it, die die Urkraft brutalen Begehrens,.brutaler Lebensbejahnng in sich tragen. Die Gestalt der Rebekta birgt durch dos äMre «Äescheben pes Dramas — roenn m ia 80. Ottoder 1822 Ar. 188ganz ans ilnvereS Erleben mlfgebantem Werk den AuÄnutck gebrauchen darf — immer für die Darstellerin die Gefahr,- ein Mannweib auf die Szene zu bringen. Dieser Gefahr'/ist TillaDuieur mit feinem Takte entgangen. Ihre'Rebekka ist durchaus weiblich, voll jener tiefen, verzehrenden Leidenschaft, die ätts bem «Dohnen der reifen, ihrer Liebe bewußten Freu entspringt. Fast ist zu viel der Weichheit Wer die Gestalt ausgegossen. Man glaubt dieser Rebekka.diesen chren wilden Willen von einst nicht mehr, man glaubt ihr nicht, daß sie kühl und bewußt die lästig« Nebenbuhlerin in den Tod gejagt hat. Trotzdem ist die Bekenutnisszene eine Meisterleistung. Wenn aber die Künstlerin an der Klippe der Frauenrechtlerin" glücklich vorbeikam, so nähert sie sich der zweiten Klippe dieser Roll« doch sehr bedenklich: der Hysterie. Allerdings muß zugestanden werden, .daß m der Gestalt Rebekkas hysterische Züge vachanden sind urch für den normalen, im Gleichmaß pes Alltags dahinlcbcnden Menschen vielleicht das Geschehen auf RoLmerSholln überhaupt nur auf dem Boden der Hysterie Verständlich ist. Die überhitzte Innerlichkeit, das «Erlebnis der sttllen, einsamen, ausdrnckkarmen Menschen brachte Tilla Durieux wundervoll zum Ausdruck, sie war lebendiges Leben inmitten einer Welt der Starrheit. Leider wurde ihr Hauptpartner dem Stile der llimstlerin wenig gerecht. Daß Johannes RoSmer zu den schwierigsten darstellerischen Ausga.ben zählt, soll gewiß nicht geleugnet werden. Aber so schlimm mußte die Sache doch nicht werden, wie Herr O n n o sie gestaltet. Er schwankte zwischen Knabenhaftigkeit und Salbung, und nicht nur dve Maske erinnerte in fatalster Weise an die „Schönheit" des FrisemckaÄenkopfts. Wußte man nicht, welch vortrefflichen und inteveffanten Knsstler man in Herrn Onno vor sich hat, sei« Rosmer hätte einen kaum darüber belehrt. Aatch der Ulrike Brandel des Herrn Stärk ließ viel an Schwung und Temperament fehlen und bk berühmte Stelle, in der der Entgleiste um ein paar ,Abgelegte Ideale" bittet, klang nicht wie bittere Selbstironie eines Letztocisslnden, sondern wie der gemütliche Scherz eims zufällig in einer Ibsen-Maske steckenden alten Bruder Liederlich. Gaitz vorzüglich hingegen war Herr Forest in der Rollos deS Morlensgaard. Das dicht besetzte Haus' dankte den KLnstlern. namentlich Frau Drtrivrrx utit warnrem. jubelndem Beifall» K.M. > Aus de« Theater«. Im Burgtkeater gelangt morgen da« Trwrer« spiel „Der Graf von Lharolairvon Richard, Deer-Kvfmann zur Auffüyrung. Anfang 7 llyr. \ Im Akademiettieat'er wird morpen die Ko« r.iddie „Die Lokalbahn" »»n Ludwig Thvma gegeben. Anfang 7 Uhr. Imvpernthealer wird morgen „A r i a d « e auf ftttios" gespielt.! Im Redvutensaal der Sofburg gelangt beut« und morgen „6 ch ö ne Frauen", em Lustspiel von (rttenne Aey, drutsch von Otto Eisenjchitz zur Aufführung. Hermann T'ftmia ist von feiner Erkrankung «iederkergeflellt und! wird die von chm in der Erslaufführuag dargesteüte Rolle de« Frncois wieder spielen. j Im D e u i 4 ch e n B o-l k s! h e a t e r gesongt Freitag um 7 Uhr von Direklor Dernau neu inszeniert, StrindbergS „R ä u s ch" wieder zur Äusiührung. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Samen Dusch. IaNvmer und Thaller. die Herren Aereg«. Nowotny. Sima, Stmront, Gibiser. Pater. Drady, Aerftt und Wolf. Morgen wird „Z ä r t l i ch k a i l" gegeben. , In den K a m m e r s p i«le n gehl ab Freilag die, Luffspiel-Novität „D «r S ch i l d p a t f k a m m'- von Richard Keßler als Nachtvorftrlluna in Szene. In den Kauptrollen sinh r-ie Damen Steinsick. Volkmar, Anzengruber und die Kerren Lessen. Slörk, Stransky und Loidner beschäftigt. .! Im Neuen Wiener Stadtthaaker Hedet morgen die 200. Wiener Aufführung der Gftberlschen Operetta .Die F r a u i m K e r m e l i n" mit den Damen Ltzrtsll Mackayn. Otqa Barlvs-Trau» den Kerren Louis Treumann. Josef König, Aik!or Flemming. Lugen Günlher in den Kauptrollen statt. Wiederanfnahme der Festspiele in Bahrenth. ÄnS München tvird genrelde!: Es ist nrmmchr der endgMige Beschtttß gefaßt worden, im «Sommer 1924, also nach zehnjähriger Pause, in Bayreuth wieder FestfPielL zu vLvcm-> stalten. Zur Auffirhrilng sinh bestimmt: „Parsifal", „Dev Ring" und die „Meijdersinge^. Erfrettlichevweise hat die neugegrüiu>'^te Festsprelgcsellschaft mit einem Betrage dou sechs Millionen Mark bereits das Doppelte dessen erreicht, lvas rnan nn gemrgsten Falle erwartet hotte. Die ersten Vvrproben urrter Leitung Siegfried Wagners mch ^Kapellmeister Ttttels ljaben bereits begonnen. Ein Alterswerk Liebermanns prersgekrönt. Professor Max Lie.bermann hat jetzt für fein „Kohlfeid" auf der Jnternatimmlen Kmrsdausstellnng in Venedig den Preis für Landschaftsmalerei erhalten. Das Bild, eines der bekannten, farbcmeichcn Gemäldexnrs dtem Garten des Meisters in Wannsee, und ein Wert seines hohen Alters, ist Eigentum der Dresdner Gemäldegalerie, Verein Freie Indische Volksbühne. Sonntag den 29. d« um 2 Uhr nachllnittags findet in der Rolaydbühne, 2. Bez., Pmterstvaße 25, eine MtgliedervorsteNuntz stntt. Zur Aufführung gelangt: „Der DYhuf', dramatische Le» gerwe in drei Alten von Sch. An-ffi,' anfgeführt durch die Wilnaer Ttuppe. Rcgiekarten erhältlich im. Arberter-Kmlsunvverenr, 2. Bez., Blumauergasse 1, von 5 bis 8 Uhr abends. . „ Eine Selbstbiographre Richard Dehmeks. In Richard DehmelS Nachlaß fand sich ein Manuflript „Mein Lebe n". As zweiter Druck der Dehmcl-Gesellschaft erscheint das kleine Werk jetzt ,-als Handschrift gedmckt", hermrsgegeben von Gustav Krrstern, Akftev Mvmbert Und Robert Petsch. „Das Blatt im Frack." C&fe gesprochene Zeitung.) Ein voller Saal, ErwarMnig und Spannung. Auf dem Progvanmt Nanien von Klang. Die Idee nicht übel: Bor dem Publikum eine Zeitung in allen ihrn vertrauten Rubrckev yMen m lassen, aus bpt flüchtigen ZeitMgsWx ervey

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.