Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1327 (21.10.1922)
- Date
- 1922-10-21
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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. \; ..z-*-"."' I ' '/ . V . ■ '" ' ' " , ' T'' * --■■■■ r—TI . ■ I * ernev Anzahl von Mllionen Goldkronen, -um damit das klcrfftttdö DefiM-dLr StüätAvIrtschaft zuzuschütten, wenn es sich, alsunheilbar Herausstellen' sollte — aber vorerst 'muß der Beweis hi-cfür, erbracht wettzen. Der Beweis wird aber erst dann erbracht sein, wenn alle Mühsal und ' Plage, 1 die das Heraus wirtschaften vpn neuen 269,6. Millionen. Goldkronen, die. in die Staatskassen hinübergeleitet werdensollen^ sich' als vergeblich evwe'isen sollte. , : Ob sie vergeblich fein'werden, das stcht nun allerdings nicht, fest. -Alveifel. sind bloß gedankliche Kombinationen, aber, keim' Tatsachen, die- Beglaubigung der Zweifel oder deren- Zerstörung kann und wird nur überdie gewaltigsten Slllftvengun- ' gkn".der Mrger hinweg, 'auS ihrer Arbeit ^die größtiNbglichen Leistungen Arauszrlschlagen,. nrögtzch sein, .ypser sind Opfer, EntÄchrmrg über Entbehrung, daS wich' in-' den nächsten zwei' Jcchren das 'Schicksal:des.bsterveichischen Menschen.fei«. Bor», über ist die schöne Zeit, in der das Geldnach Belieben und - und Bedarf.erzeugt, werden konnte, da8 Geld, das zwar nur ibchrrucktes War und wofür man. .sich doch' alle -Genüsse / verschaffen konnte- Wenn. der' Produzent uftd der ArbeitnehnM' mcht auf ihre Äosten kamen — die nachstüvmende Fülle der Noten half ihnen schüeßlich über alle Enttäuschungen Hinweg. Jetzt werden , sie ihre Koten zum'größten Teile -dem Staate,-der sie ihnen früher geliefert hatte,- zurückgeben müssen, so viele Noten, bis die Gesamtsumme von 473,7 Millionen Goldkronen oder -7106,73 Milliarden Papierkronen zustandegebracht sind. WaS das bedeutet, ergibt sich daraus, daß, diese- Ziffer '3893 Milliarden Papierkronen mehr auSinachtqls. nach dem ursprünglichen Voranschlag vorgef-chen war, daß auf eine Er.- , leichterung fet Abgabepflicht durch Entwertung und. Vermehrung der umlanfeyden" Notenmenge nicht mehr gehofft -werden kann. Wenn diese Smmnen in die Staatskassen' wirklich einfließen, dann toiüd -der. Staat saniert sein.. Die Privatwirtschaft, die sich bißher im Gegensatz zur Staatswirtschast. einer Blüte erfiMen. konnte — man sagte,, daß giftige. Blüte gewesen — wird nun Lasten zu spüren, haben, die diese Blüte erdrücken müssen. Die. Privatwirtschaft ist aber, auch die Grundlage >der Staatswirtschast, ihr Gedeihen ist.'die Voraussetzung für.daS Gedeihen-des Staates,.- ansonsten schafft man nur eine dekovative Fassade gesunder Staatsfinanzen, die sich-auf die Dauer nicht rwevden behaupten können. And, weil die Zweifel an, dem Gesingen , des Sam-erungswerkes-" mit Hilfe von HinaufmM-erierung begründet sind, darum steht im Hintergründe der Generalkommissär mit den Krediten des Völkerbundes, um .hilfreich ÄWdgreifcn. - Vorerst' aber verlangt er, daß .gedulldig' ein freudloses, robott- und entbchrungsvoll-es jöe^.zt«i-/FH've-lmlg geführt werde. ...Wzuge..vom- Lohneinkonnnen und - auch vom ..Unter-. - VchtyergMyD/ .'--stnb die-erste Bedingung-und-als Opfer auf, lw^,DoWAw>der.-Aa.«isrMg wird, ein TKittgl.. der Staatsan- Wie diese Existenzen untevgebracht. werden sollen, wernl,iiüe Produktion ein Mehr von 239,6 Millionen Goldkronenfürden. Staatwird herauswirffchasten müssen, 'das -sagen die Neuen Ziffern des Budgets nicht.. -Die Lasten werden nicht.abgewälzt werden können, denn die Notenprefse wird, gewesen.sein. .Ilrid. nicht?.nur .das. Drittel der abgebanten StaatsängestellteN'wivd an die Sanierung des Staates glauben müssen und sie.mit ihrer Existenz bzccholen, sondern auch jene Zweige-der- Privatwirtschaft, die ihre Wurzel bloß in der Geldentwertun-gskonjunNur. .hatten und daraus ihre Lebenssäfte zogen. Die Schar der Arbcitsloselwrmee wird aus der Privatwirtschaft stark.'u Zuzug cchaltem. Wie das Ele.nd gemildert werden'soll,- das sagen die Ziffern des Goldbudgets nicht. v-: Sie sagen auch nicht, daß auf eine. Verminderung der Produktionskosten.-- und' Verbilligung der Einfuhr und der 'Lebenshaltung durch eine gesteigerte Krone' zu hoffen wäre. Im Motivenberichh-wird . dieses Problem nicht nur mit äußerster Vorsicht.-behandelt, sondern cs wivd einer Steige- . rung der Krone eine direkte Absage erteilt. Hier wird auf „eine" vorsichtige und traditionelle Finanzpolitik" größter 'Wert gelegt -—man-weiß-nicht, ist der jähe lleberga»rg-zur Goldkronenvechnung auch Tradition- und gilt-die Tradition nnr dann, wenn eine'Erhöhung des- Kurswertes vermieden werden soll? - Man sveiß. nicht, was gefährlicher, ist: eine Stockung und völlige Lahmlegung des Absatzes durch -einespekulative. Kursechohurrg der Krone oder, wenn die Tragfähigkeit der Privatwirtschaft-durch chr plötzlich airfgMrdöte-Goldkronenlasten erschüttert wird? In.den Wirkungen istdas. ein ünd dasselbe. Und noch eines ergibt sich-aus dem Goldkronenbudget: hatbtt Wevtbeständi-gkejt.' der .Kronezür..Voraussetzung — wie anders ’ war denn die Goldkrone berechnet worden, wenn nicht' nach -dein' jetzigen- St-änd der Wechselkurse?- - Die Devalvation ist, wenn sie auch formell nicht verkündet wurde, vollzogen! -Sie: wurde .nicht.' formell verkündet, weil trotz allem die Zuversicht, fehlt, daß es möglich sein werde, die derzeitige StabiWernngsfoninel zu behaupten. Und sve-il 'diese Zuversicht fehlt, ist es auch nicht erwiesen, daßdie Bürger dieses Staates dem Staate bisher diese neuen 239,6 Millionen Goldkronen nur deshalb nicht gezollt haben, weil sie für.sich -lieber behalten haben. Erwiesen ist es. aber, daß der Staat die Kredite'vur unter der Bedingung haben kann,-daß seine Menschendie vorgeschriebeni: finstere, -kalte und hungrige Sanierungsroute emschlagen. .. -, ---ll. Die tschechisch-iugyslawischcrr Wirtschasts»erhamdl»«8e«. Prag,! 20» Oktobers (PrivatNetzr. der ,Mr. Morgen- SG").- Dies PeMndlustgett . wirtschaftlicher Natur, -die hier zwischen perAschecho-Slowakei Und Jugoslawien hegoünen 'MMMstMen sich in erster.Linie.-auf eine engere: K'pop.L"cati.ön Ischecho°sloLvakisch>en Baftkw'e'seNS u^rt jenem ' d-r'S-""'jü'g.d'slaw'i.-'' scheu Staates. Außerdem besteht der Plan, einen ■ i- Sbte Wege zu leiten -und zu diesem Zwecke wird einzelnen 'Jndustrieverbän-den ein größerer Kredit für die Ausfuhr der Jndustrieartikel nach Jugoslawien, .zur Per-, füguntz gestellt werden. Wie aus Belgrad gemeldet, wird, haben die tschecho-slowakischen Industriellen den jugoslawischen Kaufleuten so günstige Konditionen gemacht,- daß die'Jndustrieartikel aus der Tschecho-Slowakei in Ju-. gostawien wieder konkurrenzfähig geworden sind. Aus. Jugosiawien' dürften die überschüssigen Agrarprodukte M Wege eines Syndikats in die Tschecho-Slowakei exportiert werdest. Oberösterreichische Wasserkraft- »ab ElektrizttSts-ÄktieNgesellschast. Zur Beschaffung der Mittel für. die vierte Banperiode des Großkraftwerkes Partenstein emittiert die Oesterr. Wasserkraft- und Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Oweag) soeben Nominale sechs Milliarden Kronen Prioritatsoblrgationen- Und -Nominale' dvei Milliavden Kronen amortrsabler Vorzugsaktien. - Im Stande - der Bquarbecten de8 Partensteinwerkes, das mit.einer installierten Leistung von 45.000 Pferdekräften daS größte Kraftwerk Oesterreichs sein wird, sind in den letzten Monaten wieder bedeutende Fortschritte erzielt worden, so daß -beinahe die Hälfte dev gesamten Arbeitenfertiogestellt ist. Wesenliche Teile des Werkes sind bereits demi Betrieb übergeben, der Gesellschaft^ fließen, aus ihnen schon setzt Ginnahnren von etwa 750 Millionen Kronen jährlich zu. Die von der Gesellschaft erworbenen M-aterialvor- . rate allem repräsentieren einen Wert von dielen Milliarden \ urch überschreiten weitaus scüntliche VevbiMichketen. Zu den! der Gesellschaft staatlicherseits gewährten Degünstiaungen ist \ .die vollkommene Befreiung von der Zwangsanleihe hmmgeretey. Mn voraussichtlicher Absatz von über 60 Millionen Kilo- Wattstunden Jahreserzeugung gewährleistet Verzinsung und Tilgung des aufzuweudenden Kapitals in verhältnismäßig kurzer Zeit. . . , Die neuen Prioritäts-Obligationen, die mit 6 Prozent verzinslich u»d hypothekarisch sichergestellt sind, gelangen zinn Kurse von 99 K. zur öffentlichen Zeichnung. Di« von sedem Abzug befreite Verzinsung und Nückzcchlung.der Teilschuldverschreibungen der neuen Anleihe ist zur besonderen Sich erhört der Zeichner vom Bundesstaat Oestrreich und dem Lande Oberreich solidarisch garantiert. ' Eine dtzeipwzentige Prämie "btt Rückzahlung der Anleihe bildet emn bemerkenswerten Vorteil ihrer Ausstattung. Die Zuerkennung, der Mündelsichecheit ist im Zuge. Bei den neu zur Ausgabe gelangenden. Vorzugsaktien, welchen weitgehende Garantien des Bundesstaates Oesterreich und des Landes Oberösterreich eine fünfprozeniige Dividende-sichern, wird-den alten Aktionären in der Zeit vom 23. Oktober bis 6. November d. I. für jüde Aktie ein Bemgs- > recht auf eine neue Aktie zum Kurse von 1000 K. pro Stück junge Aktieeingeraumt. Für Neue Zeichner steht mit Rücksicht auf'die von der Gesellschaft mit ausländischen Kapitalskreisen .emgeleiteten Verhandlungen vorläufig. nur eine be°. schrankte AnzW von Vorzugsaktien-zum Kurse von 1200 K. pro Stück'zur Verfügung. Sämtlichen' Aktien sind während' der Bauzeit st. Prozent Bcmzmsen gesichert. , - s ' Bezugsrechtanmeldungen und Zeichnungserkläwngen.auf die neuett s Aktien, und Obligationen werden von ' allen öfter- - reichischen^ Banken, entgegengenömnren. . ‘ ' s: Die Kotierung der Herden erwähnten.Emissionen an. der Wiener Börse, ist in Kürze zu erwarten/ - - - -r- - Die Stellungnahme der Kaufmannschaft zum Same-, rungSprogramm. In der gestern stattgrfuudeuen Generalversammlung der Delegierten des-Gremiums der Wiener Kaufmanschäst Präzisierte. Präsident C. Spitzer die Stellungnahmeder Kauftncmns^aft zum. SanierungSprogramm .und stellte folgende - G r u n d f o r d er u n g e n der K'a u f m a n nschaft auf, die für ihre Stellungnahme zum Finanz und Sanierungsplan der Regienmg leitend sein nrüssen: 1. Die Freigabe des Erwerbes und der Wirischaf, von den vielen verfehlten, hemmenden. Beschränkungen, die das Kapital abschrecken Und es in immer größeren Umfange statt der Produktion dem Konsum ^führen, .Die B e h e b u n -g der staatlichen Eingriffe auf dem Gebiete der Preisbildung,' der Devisenbewirtschaftung und der Ein- und Ausfuhr van Warm. 2. Erleichterung der sozialpolitischen Belastungen der Produktion und des Handels. 3. Auf dem Gebiete der Steuern i .und Gebühren muß vor allem das" Prinzip der Gleichheit der Opfer zwischen Sradt und Land verlangt, weiters o'me Steuerbelastung vermieden wtzrden, welcheproduktrons- und absatzhemmend wirkt in ' einem - Lande,'das seinen Abgang m Produktion von Nahrungsmittel . nur durch eine erhöhte Tätigkeit seine Industrie und. vor. allem feines Export- und Tväuftthandels hereinbringen kann. - 4. Die-Beschränkung >der staatliche Ausgaben, auf das sich aus einer rationellen, von kauftnänniifchen Grundsätzen getragenen Führung der staatlichen Betriebs -und ' der staatlichen Verwaltung ergebende Miudestmismaß. Besouoers wichtig ist hiebei die Bessitigung der unraMrell-en und :unzweckmäßigen Gebarung der staatlichen Betriebe, die tvegen ihres Monopolcharakters für die gesmnte Entwicklung unseres Gr- ' wetzbsldbens von außerordentlicher -Bedmtuttg sind. 6.' Schließlich -müsse den Männern des praktischen! -Erwerbsiebens auf die Durchführung des SanierUngS-. gramms^ der ihnen gebr'chrende Einfluß eingeraumt werden und sie - sind vor allem diejenigen, - die frei von politischen Tendenzenaus ihrer Erfahrung heraus wertvolle Anv-güngen und Ratschläge zur Durchfiihricng dieses Programmes erteilen können.;; , . Erleichterung der Einfuhr im Postverkchr. Die Wertgrenze,' bis'zu der die Zollämter Einzelpostsendungen, .vpn Verbotswarm im. eigene». WirAWkyeise zur - Mnsuhr zu? ..lafseU .dürfen, ist von-100.000 K. auf 500.00- K. erhöht', wor-- . den.'-Hiedirrch. ist der Wunsch der Kaufmannschaft, die Mr-- grenze! 8er, zollamtlichen.BefügttiS^.mL'.idrr seit Juli % I. getretenen Geldentwertung .in MMW zu bringen^ - erfüllt' worden.,, .. - . - \ Erhöhung der Telephon- und Telegravhengebühren in Polens Aus.W-arschau, 17. ^.wird-gemeldkr.;'• DgS polnische PostministerütM'. kündigt «tt, düß die am 1. Oktober-d. I. festgesetzten Telegraphen- und Telephongebühren mit 1. Tel Lttrrber d. um 100 VwLeuL --Et werden». ars cniftnr -xtrerst^ Die RohSlproduktrön in Rußland. Au» Marsch a u, 17. d., wird,gemeldet: Die Rohölproduktion in^ Rußland weist im ersten Halbjahr dieses Jahres, im Vergleiche mtt der Produktion, in demselben Zeitabschnitte des Vorjahres, eins Steigerung um 20,8 auf 141.656 Millionen Pud auf. Die Steigerung ist hauptsächlich auf die Vermehrung der Rohölschachte zurückzuführen. Ausgleich. Vom Handelsgericht Wien wurde das Aus^ gleichsverfahven über das Vermögen der Firma Paul Lo hwasser, Kleidermachergewerbe, 1. Bez- Kolowratring 4, emgeiertet. Ausgleichskommissär Hofrat Karl Biber. Ausglelchsverwalter Eduard Läufer, 9. Bez., Türkcnsrrahe 21. Anmeldefrist: 13. Dezember 1922. Ausgl-e-ichstagsayung: 20. Dezember 1922, 10 . Uhr. Den Gläubigern roerdm 45 Prozent geboten. . AnSgleichsbestatigung. Der zwischen der Firma „I nges" Jnseratengesellfchaft m. b, H. in Wien. 1. Bez., Franz Josefs-Kai 7—9, und chr«m Gläubigern angstvebte Ausgleich,' erlangte die gesetzliche Major'irät Und wurde vom Wiener Handelsals Ausgleichsgericht bestärigt. Die Gläubiger erhalten eine Quote von 30 statt ursprünglich angebotener 10 Proze-rit. Wiener Bsr^e. Ein scharfer Rückschlag. Die gefttige Wiener Börse stand' ganz unter den: (str** drucke des vorgestern veröffentlichten Finanzplanes, cmä dem hervorging, daß der Produktton ungeheure Lasten aufgebürdet werden sollen, um das Ziel der Sanierung der Staatsfinanzen zu erreichen. Jnfolgedesien sank die Neigung zu Transaktionen auf ein Minimum, der Markt bekundete eine' sehr geringe Aufnahmsfähigkeit, die noch dadurch vermindert wurde, daß die Kontermine einen kräftigen Vorstoß unternahm. Die verminderte Aufnahmsfähigkttt kam am sinnfälligsten darin zum Ailsdruck, daß selbst von Kulissenwerten, wie Unionbank- und Staatsbahnaktien Minus'aufgezogen werden mußten. Von Kulissenwerten verloren unter anderen: Staatsbahn-, aktien 84.990 K., Südbahn Prioritäten 19.000 K., Alpine 65.000 K., Kvüpp 40.000, Poldchütte 48.000 K., Rima 41.000 ' K., Salgo 117.000 K. Im Schranken kam gleichfalls nur Ware zum Vorscheine, ohne daß dem Angebote eine entsprechende Nachfrage gegenüber gestanden wäre. Infolgedessen wimmelten die Schrankentafeln von Minuszeichen, und. bis auf wenige Ausnahmen, wie Pilsner Brarr,' Enzesfelder, Bleckmann und Rotkosteletzer hatten alle anderen Werte Einbußen bis zu 900.000 K. aufzuwevsen. Renten lagen nihig und. wenig verändert. ' Auf dem Exotenmarkte notierten:..Armaturen. 60.000 K., Caro u'. Jellinek 20.600 bis 23.500 K., Eos 2200 bis 2460 K., Mrasnica 34.600 bis 38.000 K. und Steirische Kohle 27.000 bis 28.500 K. - Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Der Verkehr. an der gesMen Warenböre ' .war .stemliK lebhaft, öos Ausgebot in Chemikalien buchte' erhebliche Mengen, tn der Kauflust konnte man jedoch eme-Besserung noch nicht konstatieren. Die Tendenz blieb in den meisten Artikeln behauptet. Interesse besland namentlich für Alaun, Salmicrksal-,- gelbbla 'saurLS Natron,. Nalronsalpeter, ARetsensäure, Salpetersäure gelb, Soda Bic. IFllfser). Ausgeboten wurden: - Aehnatron 129/30 zu'' 66' 0 K. iranfit Wien, Mt rsalz technisch r^in zu 40 Mark trcmsit Wien inklusive Emballage, Bleiglälke Ble berger gemahlen zu 10600 K., Bieiweiß chemisch rein zu 11.500 K.. Borax kristallisieri zu 10.000 K. iransil Wien, Essigsäure chemisch 80% zu 14.00t) K. ab Wien exklusive Emballage» Gloubersatz da-ziniect zu 1250 K. Wien inklusive Embüllape,- kristallisiert zu 1300 K., Glyzerin 28° chemisch rein zu 29.800 K>, Kali gelbblaulaures zu . Ls.coO K. ab meberLsterretchifcher Sialion, Kaliialpeler zu 9200 K. tronsit Wien» . Kremserweiß zu 10.500 K., Kupfervitriol 98/99 »u 83(0 K. pro Tonne, Minium Bleiberaer zu 10.500 K., Milch äure 50°/g zu 7500 K.. Reisstärke zu 6400 K., Salzsäure- 19/21 techni'ch rem zu 1550 K. exklusive Emballage, Schellack 1. II. orange zu 118.000 K. (das ackntche Kursblatt stellt den, Schellackkurs vom Diensiag dahm richtig», daß -die mit 112.000 K. ausgesehte Ware nicht in Wien prompt lagernd war, sondern angeblich nach Wien rollend). Sodabicarbonat M. 8. zu 3760 K., Soda kristallisiert zu 150.) K. Wien, Stärke Mais zu 5700 K., inländisches Terpenliilvl zu 25.000 K., Carnaubawachs zu 34.000 K„ Montanwachs zu 4000, K.» WMteinjäure zu 40.00-1 K., Pelerswaider Kronen-Zinkweiß zu 11 tschech. K. Abgeschlossen m it rde PmMn B0/5E Schuppen Vacuum zu 462 poin. Mark Parität Petrovst, Salpeters ure technisch 36 B4 zu 3^00 KI (Deckungskauf)» Sodabicarbonat 8 zu 8200 K. Wien. . , O e l e u n d F e t l e. Das Geschäft hielt sich, in engen Grenzen. Abschlüsse erfolgten nur in Elain. Schmelttalg, Schweinefett (purs wrä) und inländiichek Margarine (Marke Unieum). Kokosöl crylonarlig. holländisches' Leinöl, Elain sap. 95/96, Rindertalg, Schmelztalg und Benzin-Knochenfett wurden zu unveränderten Prei'en ausgeboten. Fenier la en noch am Markte vor: Rüböl zu 16.600 K. rollend franko Wien. KokosölfeWure dänisch 97M°/» zu 14.500 K. (-t- 500 K.), Sesamöl I. Pressung zu 18.560 K. (- 1500 .k). Epeileöl Soja zu 18.000 (—1000 $.), Schweinefett zu S5' Dollar und Pflan'enspeisefett Kokos Faßpackung zu 18.000 K. (-ft 500 K.) gegenüber dem Dienstagverkehr. Leben S mi tt e l° u n d K ö lö n i a l w a r e n. Das. Ausgebot wdr gleich so' groß wie im Wochenlaufe, die Stimmung war eher um eine Nuance fester, nur Zucker tendierte schwächer, -und zwar wurde Kristall um 5 Punkte billiger zu 2.95 tschech. K., ebenso Würfe! zu 3.35 tschech. K. ob Grenze unverzollt und unverstenert ausgeboten,- Krikiall Java war um 360 K.- zu 8900 K., Würfel tn Kisten um. 8üO K. billiger ausgeboten. ' Kaffee hätte einiges Geschäft, - Offerten lagen vor in Cantos Pkimes ztz 38.000 K-,. Santos fuperior zu 34.500 K. 1 -ft 500 K.). Rio V-Wille zu- 88.500.'Eut de Minas zu 32.600 K. (l- 600 K.). T e e lag andauemd fest, China Panhong ist um 1600 K. auf 60.000 K. gestrigen. Moning Kongo notiert 56.000 K. K a k a o - P r p v n k t e. Gewürze und K o n d e n S m i l ch 'a^en unverändert. . Offerlekt wurden noch- Schokolade -zu 34.800 .K». pro Kilo . gramm. Ä'armesade zu 9500 K. pro KslügfMm' unö norwegische Sardinen zu »ZOO-Ki pro Dose. .... Zum öffentlichen.Verkaufes gelängten laut Art. 843 de; . K.'G.-B. 46.130 Kilogramm 10 bis'24M'llimeter. BetoNrund' e'ssn zu 2S00 bis 3300 ab Wien, 48 Ballen k LVs Neuiie; Neusiedler Kauzle-pap er 68/84 40 Kilooramm schwer zu 160' K^Ludawrü,uflP£riBlli..10O Balle» k 2V. Neuries Levka»