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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-20 · Heft 1326 (20.10.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1326 (20.10.1922)
Date
1922-10-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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-r^y- - ’*'** 1 *»' *"*“ 11 '■'w '">' '““ T'^iwk 1 ' “'1J'"' ‘ " ~ ilr!'1326 Mn/HMag: ‘4*eti WorgenzeiÄmg. 7;r-T7.-r: gungen handle. Die „Wiener Morgenzeitnnghabe gar keinen Grund, solche .Ankündigungen zu -verschleiern» Der Richter Dr. Höflmayer ging, wiem den früheren Fällen, mit einem SchuILspruch vor,und verurteilt^die „Wiener Morgenzesipttg" zu je 5000 Krölien für jede inkriminierte Notiz ,mv zum Verfall der hierfür eingenommenen Beträge. Dann kam die „Reichspost" au die Reihe/ für die Doktor un d er verantwortlich gemacht worden war. Dessen Verteidiger Bundesrat Dr. Kienböck verantwortete sich in ähnlicher Weise. Auch hier verurteilte das Gericht den Angeklagtem M einer analogen Strafe. In beiden Fälle): wurde von den BernrteÄtM dip Berufung angemeldet. Der obligatorische eigene Haushalt des. Priesters, Der Kooperator an der Pfarre St. Josef in Wien Georg Sä) nabIbrachte gegen die Republik Oesterreich beim Vörsassinrgsgerichtshof eiine Klage aus Bezahlung der für Hilfspriefter rillt selbständigem Haushalt nach dem Gesetze unr 500 K. jährlich erhöhten Kongruabezügc ein. Seit nnerdenklichen Zeiten bestche die Observanz, daß die in der Pfarre St. -Josef, verwendeten Hilfspviester einen selbstäUdigen Haushalt führen müssen. Kläger habe im Pfarrhos eigene Wohnung, ganz abgesondert von jener des Pfarrers, mit dem er nur in dienstliche Berührung komme, er habe in seiner Wohnung eigene Kochgelegenheit, eigene Möbel und Gerätsä)asten zur Führung des Haushaltes. In der Gegenschrift des Kultmsamtes wird geltend gemacht, daß die Seelsovgegerstlichen einen- Anspruch auf die Kong r -n a nur gegenüber dorn Religivnsfonds, n i ch t aber gegenüber dem Bunde haben, daß Kläger zur Führung eines eigenen Haushaltes nicht verpflichtet sei und daß für die Erhöhung der Kongrna aus dem Titel des selbständigen.Haushaltes nur die Expositur, in der griech-isch-katholischerr Kirche die verheirateten-HÄssp.vstster,. in Betracht kommen. Der Bersassnngsgerichtshof (Vorsitzender Präsident Dr. Bittorelli) har den: Klagebegehren Folge gegeben, -weil der Kläger. ge-. nötigt sei, einen eigenen Haushalt zu führen und me Aufnahme in den Haushalt des Pfarrers zu verlangen gar nicht berechtigt sei. Die „außerordentlichen Verhältnisse" bestehen fort. Der Produktenhändler Matthäus Kars brachte beim Verfassungsgerichtshof gegen die Landesregierung Salzburg eine Beschwerde wegen Verletzung des Rechtes der Freizügigkeit des Vermögens ein, weil er von dieser Landesregierung wegen Ankaufes üou 377 Kilogramm Fettkäse zum Preise von 1,416.000 Kronen -in Salzburg und Fortschassung aus Salzburg zu einer Geldstrafe von 2.0.000 Kronen und zum Verfall des beschlagnahmten Käses verurteilt tmrrde. Die Verordnung' des Landeshauptmannes von Salzburg vom 3. Mai 1922 gegen die Ausfuhr von Mölkereipro-dnkten sei ungesetzlich, weil die „außerordentlichen Verhältnisse", auf welche sich diese VerkehrsbeschränkuNg stützt, nicht mehr bestehen, vm seien Lebensmittel in Hülle und Fülle vorhanden. Die Landesregierung erklärte in ihrer Gegenschrift, dir ^außerordentlichen - Verhältnisse" -bestehen tatsächlich noch fort, - normale Zustände. seien noch lange nicht hergestellr, es bestche Mangel an manchen Lebensmitteln bald hier und bald dort, in Salzburg insbesondere Mangel gerade an Molkerei- Produkten. Der Verfassungsgrichtshof (Vorsitzender Präsident Dr. Bittorelli) hat' die Beschwerde als unbegründet a bgew Lesen. Volkswirt. Gestempelte Krorte — .0079 Centimes. Anszahlirng Wien —.0074 CeuLimes. 3n Zürich notierte *. die österreichische Kroyr . , 0.0074 (,0.007* am 13. Okl.) die österr. gestempelte Krone. 0.0079 ( 0.0078 am 18. Okt.) die tschechische Krone /. . . 18.— (18.-- am 18. Okl.) die Mark. . . . . .... 0.17 l 0.19 ' am 18. Okt.) ffgram.. ... . 2.35 ( 2.60 am 18. Okt.) Bukarest ... . . . i 3.37 ( 3.42 am 18. Okt.) Sofia . . . ... . ... . .' 3.50 ( 3.50 am 18. Okt.) Budapest .... 0.82*/a ( 0.21 v* am 18. Okt.) Warschau. . . ... ... 0.05'/, ( 0.05»/, am 18. OKI.) Von Len Devisenmärkten. Ein neuer Marksturz. — Abschwächung der Jugokronc. Die Reichsmark hat gestern einen -empfindlichen Rückschlag ln I n r i ch erfahren, wo sich ihr Kurs von 0,19 auf den bereits einmal erreichten tiefsten Stand von 0,17 senkte. In Berlin schnellten infolgedessen die Devisenkurse jäh empor, Kabel New- Aorg stieg von 2696,37 aus 3192,-Zahlung Prag-von 9493,10 aus 10.451.. Eine starke Steigerung. hatte auch die, österreichische Krone , in Berlin zu verzeichnen, Zahlung Wien erhöhte sich von 8,98 ans 4,48. Der österreichischen Krone kam dabei iirsbesondere ihr stabiler Kurs in Zürich zugute, wo Mszahlung Wien unverändert 0,0074 notierte, die gestempelte Krotte sogar eine kleine Besserung von 0,0078 .aus 0,0079 zu verzeichnen hatte. -- Die t sche chische Krone notierte in Zürich unverändert 0,18. In Prag bröckelten , die Dedisenkiirse weiter ab, doch notierte die österreichsche .Krone rmveräu- 14.; An der Wiener Börse! waren yestzr.. -^mchte verbreitet, sonach die jugoslawische^ Zahlungsmittel in Zürich nenerdu^gs sprunghaft gestiegen seien; nmn nannte für Zählung Agram einen Mst-s. von 3,10, ja sogar von 8Z5. Diese Gerüchte haben jedoch keine , Bestätigung gesunden, es Hatte im Gegenteil Zahlung Agram eine empfindliche Wschwächnng von ans 2/35 in Zürich erfahren.' ' . Erhöhup^ des ^rrsiaufschlages. Auf das 10.000fachel Mit einer am 23. Oktober 1922 in Kraft tretenden Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen Wird der Zoll für jene Waren, für die er nicht nach der Goldparität zu entrichten ist, von -dein bisherigen 8000fachen a u f das: 10,-600 fache, des tarifmäßigen Zöllbitrag'es s hinanfgesetzt. Das bedeutet, daß der Zoll für diese Waren nunmehr mit ctiva zwei Drittel der Goldparität zur Einhebung gelanget,t wird. - Die bisher zollfreien. lebens.wichtigen Artikel und Rohstoffe bleiben auch weiterhin zollfrei, wie: alle Arten von Getreide, Mehl, Hülsenfrücht?., Nejs. Fett, -Schlachtvieh, Fleisch, Fische, Eier, Gemüse, Brot, Teigwaren, Käse, Heringe, frische Milch, Kondensmilch, Fisch- und Flerschkonserven; Baumwolle, Wolle, Flachs, Hanf, Jute, Seide, Papierzeug ans Lumpen. Kautschuk,,rohes Eisen, unedle und edle Metalle, Abfälle, Dünger und Kleie sowie Brennholz, Kohle und Koks. Eine jüdische Arbeiterbnnk in AMeriks. Aus New-?)orl wird berichtet: Der große jüdische Verband der Männerschneider, kurz „Amälganiated" genannt, eröffnete im Sommer dieses Jahves in Chicago eine eigene Bank und Sparkasse.. Gleich am ersten Tage ihrer Eröffnung wurden der Bank von mehr als fülfzehr.hundert Mitgliedern Spareinlagen in der Höhe von einer! «halben Million Dollar anvertraut. Die Bank wurde mit einem Kapital von dreihunderttausend Dollar gegründet. Das Kapital wurde durch den Bevkcmf von Aktien zu 150 Dollar ausschließlich an Verbandsmitglieder zustande gebracht. Von den 160 Dollar, werden 100 als GrürMitgskaprta-l .verwendet,' während 50 Dollar dem Neservescnds zugewiesen werdest. Nach einigen Tagen ihrer Tätigkeit verfügte die Bank über m e h r a l s z w e i M i ll io n e n Dp War.' Laut dHzBankstatuten.hat jeder Aktieninhaber' e ist e Stimme, die D i v i d e n d e n werden - bis zur Maximalhöhe von 10 Prozent ausgeschüttet, )vährend ein die 16 Prozent übersteigender Gewinn dem Reservefonds zufließt. Das'Statut enthalt auch Bestimmungen, durch weiche verhütet werden soll, daß die Bank jemals in das EigenÜrm einer Person oder einer bestimmten Gruppe von Personen über'geht. Es ist vorgesehen, daß d' Bank füralle Zeiten eine kooperative Arbeite.rbank.bleiben soll. Die Bedeutmrg dieser Bank ist mit Rücksicht auf die amerskauischen Berhältnisse keine geringe. In Annr .gibt es bekanntlich-keine staatliche Arbeiterversicherung ge--} gen Krankheit, Arbeitslvftgkeit oder Arbeitsünfähigkeit: Die Arbeiter-müssen daher selbst für diese Fälle Vorsorgen und diesem'. Zwecke dient auch 'der mächtige jüdische i UrbeWordest; der' „Arbeiterring", - welcher seine Mitglieder ustd ihre Familien für den-Fall von Krankheit, Arbeitsun-fahigkeit oder Ableben versichert. . Dietschecho-slüwaMcheRRssuhrLLgLbL für Kohle. Die von der tschecho-flowakifchen Regierung eingehobene Anssuhrabgabe für nach Oesterreich ausgeführte Kohle -wurde auf Grund der im Jänner lan-feuden! Jahves zwischenden Vertretern des tschechoslowakischen Ministermins für öffentliche Arbeiten pnd den Vertretern des ' österreichischen Bundesunnisternnns für Handel! und Gewerbe, Industrie und Bauten in Prag gepflogenen Verhandlung für den Monat N o.vpmb er 1922 mit 30 Prozent der in Kraft stehenden Abgabesätze festgesetzt.! Französisch-österreichischer Schiedsgerichtshof. Unter Vorsitz foe§' Präsidenten Exzellenz de la Barra verhandelte der Gerichtshof, dem. die Herren Maurice Gandolphe und Hofrat Dr. Schehangehorten, über drei Klagen der Fmna D o lkf u s, M ie g u. Eo. in W üh lhau se n gegen die österreichische Regierung, wobei die Oesterreichische Kreditanstalt mitangeklagt war. Die Gesellschaft war während des Krieges unter staatliche' Aufsicht gestellt worden und begehrte den Ersatz der Kost en d ieser Z w angs aüf sicht sowie den valo risier ten. Ersatz der von dem staatlich bestellten BetriebsMvep.der ' Firma-gezeichneten K r-i-e g s an le i h e. In den zwei -weiteren Klagen'würde geltend gemacht, daß der Au-fsichtskommiflär die Firma verhindert habe, ihr Guthaben bei der Oesterreich-jschen Kredit-anstall vor dem Waffenstillstand nach Basel, beziehungsweise nach Berlin, zu überweisen. Die in einer elsässischen Bank erliegenden Bargelder, so führte die Nagende Partei n-us, seien auf Grund der Verordnung der französischen Regierung, zum Kurse von 100 Mark gleich 125 Franken umge-ivechselt'wöwen. Die Firma behauptet,.. daß ihre Gelder beim Zusammenbruch in Mühlhausen angesammelt waren, -daß also, wenn vor' dem Waffenstillstand ihre Guthaben rechtzeitig überwiesen! worden wären, diesen die. bevorzugte Umwechfüu^g. zum Kurse von 100 Mark, gleich 125 Kranken zuteil' geworden wäte:^' Der österreichische Staatsvertreter Legationsvat Pichavd.Fürth, beswitt den KlageÄnsPrüch hauptsächlich, aus dein Grunde, well die kläster-ische Partei nicht den, Beweis erbracht hat^ daß sie alle ihre verfügbaren Gelder tatsächlich beim Waffenstillstand in Mühlhckuseu gehabt, hat und Vertvies darauf, daß der Antrag der Klagenden, ihre-restlichen Gelder nach Basel zu schicken, erst wenige Tage nach -dem Waffenstillstand bei der Oesterreichischen Kreditanstalt eingelaugt sei. Die Oesterreichische 'Kreditanstalt, bezw. i ihr i Rechtsanwalt Dr. Eduard Benedikt, -bestritt jede-Haftung der von -ihm vertretenen Bank, da die Bank nur. vom Auftrag -des staatM "bestellten Aüffichtskommissä'rs n-ächgekommen sei. Dev Klageanwalt RechtsaMva-lt: D.r< Kraehl-i n g. Es. Mühlhausen - legte dem Gerichte eine tabellarische Zusammenstellung ans den Büchern der klägerischen Firma vor, aus!der tzervorgeyen sollte, daß-die klägcrische Firma seit Kriegs" ausbrüch. systematisch. daraufhin gearbeitet habe, ihvei 'ganzen -verfügbaren Bargelder -in eine MühllMse-ner Bank zu konzentrieren. -Dabeide-Parteien dem' Gerichte ihre Absicht kuwd- .gabön. die Ange-legenheit durch einen Vergleich zu ordnest/ vertagte der. GerichtSyof die VeryandluNg.: Freigabe der Ausfuhr von Koks und Briketts in der Tsch?- - cho-Slotv'akei..Aus..Pva g. wird-. uns -gemeldet:- -Das. Handelsmiuist-crinin ha: vom 20. b. anaejangcn die Ausfuhr von Koks und Orcketts ohne Dewilligu-ng und ohne Gebühr freiamvben. §0. Oktober 1622' SetLe'7^ Ettfftckiung der Notierungcn der Devisen Prag ynd Men au ».-er Dresdener'Börse. Aus Dre'sden wird uns gemeldet: D' oer tande'. in den Astsr'aytnnrien P r'a g und Wien a-n der Dresden c'r Börse nicht die'bei seiner Einführung erwartete Bedeutung euangt hat, /har der L'i'rj.:uv-)rstand beschlossen, bis aus weirercs d'-e Dotierungen der Auszghlnugen.Prag und Wien'ein- ^.'stellen. Der Handel in ischecho^irwaki-schen.unv, österreichischen §coter. wird nach wie vur furtenntz'. Direkter Stiickgutverkehr zwischen Oesterreich und Polen. Seit 1. September 1922 ist die Einrichtung getroffen worden, daß Stückgüter, .die laut,Fracht-briefvorschrelbung über Lundendenburg—Petrowitz zwischen österreichischen und' polnischen- Stationen im Turch-zug-e durch die Tschecho-Slowakei zu befödern sind, bahnamtlich, und zwar in Oesterreich in der Station Straßhof, in Polen in der Station Dziedi,tz, gesammelt und in direkte StückgUtwagen verla>den werden. Diese Wagen -die be-sonders bezeichnet und plombiert werden, - - rollen in i t direkten Güterzügen; eine Unck-adung oder Zöllbehairdlung an den tschechö-slowakischen Grenzen entfällt. Stückgüter, di-e in den österreichischen Stationen nördlich oder nordwestlich von Straßhof nach Polen ausgegeben werden, können in diesem bahnamtlichen Sammelverkehr -nur dann einbezogen werden, wenn im Frachtbriefe von der Partei außer der Wegvorschrift Lundenburg—Petrowitz auch noch -die Beförderung über Straß Hof ausdrücklich vorge- | cf) r i c b e u i ü, audererselts. rollen solche- Stüpg-üter in den gewöhnlichen Stückgutwagen --. zur Umladung nach Lundenburg. Die Stückgutbefönderung zwischen Oesterreich und Polen . über andere, Grreuzübergangspunkte ist ebenfalls ^gelassen, nur entfällt der bahnamtliche SammÄdienst und die Verladung in direkten Stückwagen. Handelsvertragsverhandlungen mit .Griechenland. Wie dem Gremium der Wiener Kaufmannschaft mitg-eteili wird, stehen VerhaMungen mit Griechenland wegen eines Handelsvertrages bevor. Hiebei wäre es nicht ausgeschlossen, daß gegenseitig' auch auf zoll tarifatisch em G obiete Z u g e si ä n d n i s se genracht-Weeden. Um festzustellen, wie weit unser Jmevesse am Export nach Griechenland geht, ersucht das Greunum die Interessenten um Mitteilungen darüber, für welche Warerkgattungen der' griechische Markt von Bedeutung ist und welche Mengen zur Ausfuhr dorthin bei Aufhören der jetzigen Siindevbchand'lung österreichischer Waren und bei Einräumung -der Sätze des Mimmaltarifes in Frage-kormnen. . Eine tschechische Anleihe für Jugoslawien. Prag, 18. Oktober. (Tel. d. „Wr. Morgenzsitirng".) Wie die Blätter . -melden,^'wich ji«'.hivjWn Bank- und Jndustriekreiseir die Bewilligung einer An leih o a n I u g o slawie n erwogen,- die zum Ankauf von, Jndnstrie-crrtikeln in der Tschecho- Slowakei, speziell'für Textilwaren, chertvendet werden soll. Es handelt sich um eitlen.. Betrag von 600 Millionen tschechischer Kronen. . i 1? . i! r. .* Zollanfgeld in Italien. Wie 'das Handelsmuseum mitteilt, wurde das Zollaufgeld in Italien. ,bei^ 'Zahlung. des Zolles in Banknoten für die Zeit vom 16. bis 31. d.- mit 353 Prozent (das ist 4,53facher Gvundzvll) festgesetzt. ' Der Notenumlauf in Ungarn.- Nach dem Ausweis des ungarischen staatlichen Noteninstituts vom '15: d. ist der Staatsnotenverrehr in der zweiten Oktoberwöche um 1,6 auf 61,9 Milliarden Kronen gestiegen. Me Vorschüsse an der Staatskasse vermehrten sich um 800 Millionen aus 10,2 Milliarden. Der Wechseldiskont.verminderte sich hingegen üm 23,5 Millionen auf 28,6' Milliarden, lvährend vom -Girokonto 675,6 Ntillivnen abgehoben wurden. . Cassel — Berater der,russischen Staatsbank. Alus- Stockholm wtchMegraphiect: Mr Gpcwerneur d.er vüMchÄt'Staatsbin-k, Sch ein mann, ist^ Skoahplm eingetwffen und hat -denr beöannien dtatioirulöft'nomen Ca; sel die Stelle eines Beraters der russischen Staa-tZbank angdboien' was Cüftel annahm. - Casscl «rbsichtigr. nächstes -Jahr nach Außland zw gchen. Konkursaufhebunq. Vom Wiener Handelsgericht wurde der am 22. August 1921. über das Vermögen , >der Firma L. Stein u. C0., Warenhandelsgesellschaft m. b. H„ I.Bez., Sonnenfelsgasse 17, eröffnete Konkurs nach Abschluß eines Zwaugsausgleiches gemäß:§ 157 K.-O:; aiufgshöben. Die Gläubiger erhalten eine Quote von 15 Prozent. ’ . Ausgleichseinstellung, Vom Wiener Handelsgericht wurde das Ausgleichsverfahren über das Vermögen -der Firma A.. I. 'Kalowski. 1. Bez.. Singerstraße 12,- infolge Rückziehung des Ausgleichsantrages eingestellt. Ausgleich. Vom Handelsgericht Wien wurde das Ausgleichsverfahren über das -Vermögen' '-dev Firma Anton Mazurs Söhne, Hutmachergewerbe, 10. Bez., Favoritenstraße 187, eingeleitet. Ausgleichskommissär: Hofrat. ' Karl Biber; Ausgleichs-verwalt-er: Max - Sales, Hutfabrikant, 14. Bez.. Ullmanüftraße 9. Anmeldefrist.21. November 1922. Ausgl-eichstagsatzttng: 28. November ' 1922, 10 Uhr. Den Gläubigern werden 15 Prozent geböten. ' ' . ZahlungSeln''elt,num tu Brünn -Die Firma.. H. Auls ch e r l m E. S u ch h, Inhaber Hugo 'Antscherl und E. Suchh, Handel mit Textilwaren m Bminn, ^hat dre Zahlungen eingestellt. Die Passiven betragen 51^.000 K., die Aktiven 115.000 K. - D e - Firma Bcruard -- renke!, Schühwarenhandel in Brün n, hat -srch za-!,Iu7rgsunfähig erklärt. Den - Passiven von 83 000 K. -stehen Aktiven mit 30.006 K.-gegLNÜber. („T-agesbote" aus Mähren.) ' ' ' i'' . Wiener Börse. Die Börse verkehrte auch gestern in lustloser Kaltunp. da keine neue» Momente eingetreten sind, die geeignet wären, das Interesse am Efiektenmarkt zu verstärken., Zu Beginn des Der* Kehre, wurden nur S ü d b a h n - P r i o r i t 3 t e n etwas lebhastrr umgesehi. so daß sie vorübergehend bis aus 610.000 anstiegen. "Fm weiteren Verlaufe konnte dieser Kur, nicht behauptet werden, wenn auch die Prioritäten schließlich mit einer Steigerung von 10.000 aus dem Markte gingen. Der nahe Wochenschlutz, die bevorstehende Versorgung verstärkten die Zurückhaltung, obwohl Geld bereits flüssiger geworden ist. C o u b u r g- Aktien litten fortwährend unter Abgaben und ermäßigten sich bi, 115.000. Einige» Interesse zeigten sich für R i m a-Akrien, die für Budapester Vechnung aus dem Markte genommen wurden. In h s ch e ch i f ch e n Werten waren die Umsätze Äußerst gering. . . .; . Fm Schranken waren jugoslawische Verte auf Gerüchte über eine bedeutende Steigerung der jugoslawischen Krone in Zürich .anfänglich rege gefragt und höher, doch als sich herausstellle, haß die. Gerüchte jeder. Grundlage entbehrten, schwächten sich die Kursäukllonen ab und es erfuhren schließlich Stick st o f f.« aUi t i e n eine Ernbuße von 29.000. Es verloren-ukker anderen: Dampfschiff 210.000, Pilsner Drau 833.000. -Prager. Eisen 103.000, Oherungcirische Hütten 60.000 und chaliüa loö.poö* Dagegen, gewannen *; Sarajevo Ärch» 65E. Bechert Schrauben und .Krainische Esirn je 50 O00,i .Karpathen ^etroldüm" und' Veiticher Magnesit, letztere auf die gÜnstigettn B^kzecwrbniüe 2Q0.QAQ*

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