Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1322 (16.10.1922)
- Date
- 1922-10-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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rw. nrsL Are«, Mv«WswiCTift ÜylWl'gPllJt lUlllg« vor. Dr.VSer' T9T& l Die Außenseiter in Front. Die gestrigen Meisterschaftspiele brachten zum Teil ganz unerwartete Ergebnisse, da zahlreiche FavorttS Niederlagen jin den Kauf nehmen muhten. Am überraschendsten kam Wohl der Mißerfolg -er Hakoah, die in einem unglücklich geführten Treffen unterlag. Eine gewaltige Enttäuschung bevettete Rapid seinen zahlreichen Anhängern. Durch bk. minderwertige Leistung der Hütleldorfer verlief der große Kampf gegen die Amateure -fismlich eintönig. Ans der Hohen Warte, auf der die beiden Treffen Rapid—Amateure und Vienna—Hakoah ausgvtrageu wurden, gab eS eine Rekovdeinnahme von 184 Millionen Kronen. Bon den FavorttS konnte nur Admira einen Sieg erringen, der chre führende Stellung in der Meisterschaft festigt. Nachstehend die Berichte: Virnna—tzakoah 4:2 (3:0). ÜSedrniende Formverbeffermrg der Döblinger. — Kein «nverdiente» Sieg, aber eine unglückliche Niederlage der Hakoahner. Dis Unterlegene» vergeben eine« Elfmeterstotz. Hohe Warte. 4000V Zuschauer. Schiedsrichter Warimra. Vienna: Pacifta; Reiner, Blum; Kargl, Chrenka, Hof- Lauer: Heinleim Schiffmann. Seufert, Bulla, Fischer. Hakoah: Holpern; Scheuer, LewituS; Kerr, Gutmann, Molnar; Skoufeld, Häusler, GanÄ, Grünwald, Katz. Unsere Voraussage ist eingetroffen. Der tüchtige Hakoab- Angriff konnte mit der hegnerischen Verteidigung nicht fertig' werden, wodurch das Spiel auch schon entschieden war, Dean stärksten Mannschaftstejl des jüdischen Vereins wurde wirmngsvoll begegnet, so daß die Vien na-Stürmer dann vuhig operieren konnten. Wenn man noch in Rechnung zieht, daß die Döblinger ihr weitaus bestes Spieil der heurigen Frühjahrs» mson lieferten und die Hakoahner vom Glück gänzlich verkästen waren, so kaum man das Resultat erklärlich finden. Der Dreg der Vienna war nicht unverdient. Die Mannschaft führte vor der Pause ein sehr gutes Spiel vor und war mehr im Angriff als ihr Gegner. Nach Seitenwechsel verstanden eS die vordüglicheu Mwehrspieler der Hausherren, den Vorsprung, trotz. bzt vehementen gegnerischen Angriffe, zu halten. Ohne den Sieg der Vienna irgendwie schmälern zu wollen, kann doch fest ge» tellt werden, daß dk Hakoah viel Pech hatte. Bor allem ließ ie sich von den Döblingern sofort überrumpeln. Innerhalb >on acht Minuten hatte sie zwei Verlusttreffer zu beklagen, an denen LewituS und Holpern ihren Anteil hatten. Unentmutigt dielte die Hakoah weiter. Da brach neuerlich das Verhängnis Lber sie herein. LewituS hatte ganz unnötig ein Foul an der Strafraumgrenze verschuldet und Holpern ließ den von Blum getretenen Freistoß passieren. Die Hakoah befand sich also, bevor sie noch recht zur Besinnung kam, mit 0:8 Ären im Nachteil. Um daS Unglück vollständig zn machen, übersich der Schiedsrichter eine krasse Verletzung der HandSregel mrch einen Bienna-Derteidiger innerhalb des Strafraumes, so baß dk Hakoah um dk Chance eines'Elfmeters kam. Der bann später der Hakoah nicht ganz gerechtfertigt zugesprochene Clsmeierstoß konnte von Neufeld nicht ausgenützt werden. Nach dem ersten Tor des jüdischen Vereins, durch das er moralische Kraft hätte schöpfen können, ließ der Schiedsrichter den Flügel» ltürmer Fischer aus klarer Absettstelluna davonziehen, wag M Folge hatte, daß er den Vorsprung semes VevernS neuerlich oergrdßern konnte. Noch immer hätte Hakoah den Ansgleich erstclen können, da sie ununterbrochen im Angriff war. Die Stürmer vergaben aber die unglaublichsten Chaneenf wobei sich insbesondere Katz - sehr unrühmlich hervortat, In dest letzten zehn Minuten gaben dann die Hakoahner, durch ihr Mißgeschick entmutigt, den Kampf auf.' Die Vienna hat ausgesprochen gut gespielt, so daß der Erfolg keinem Unwürdigen zufkl, dk Hakoah war aber gestern vom Pech stark verfolgt. Die Döblinger waren mit ihren Verstärkungen erschienen. Einer von ihnen, dem Ex-Hertha-Stürmer Fischer verdanken sie auch in erster Link ihren Skg. Bon den vier Toren war der kleine Flügelstürmer an dreien beteiligt. E; brachte nicht nur Sckwung in den Angriff, sondern er war auch der geistige Führer des StürmerguintettS. Bulla und Heinlein waren gut. Seufert bewies viel Spielverständnis, doch vergab er zahlreiche Chancen. Schissmann konnte sich nicht bemerkbar machen. Die Deckung war in ihrer Gesamtheit gut. Ein besonderes Lob verdient Hofbauer, der sich gegen den glättenden gegnerischen Flügel ehrenvoll behauptete. Der beste Mannschaftsteil war die Verteidigung, in der Pacifta und Blum wahre Heldentaten voll» brachten. Reiner bereitete allgemein eine angenehme Ueberraschung. Die Hakoahner konnten vor der Pcnrfe nicht befriedigen. Nach Seitenwechsel hingegen lkferten sie zeitweise ein hervor^ ragendes Spiel, nur mit dem Schußvermögen der Stürmer war es nicht weit her. Die Mannschaft hatte gestern einige unverkennbar schwache Punkte. Kerr war dem Ae men Fischer keinen Augenblick gewachsen. Der flinke und taktisch vorzügliche Flügelstürmer ging über -den Hakoahner hinweg, als ob er nicht auf dem Felde gewesen Ware. L-ewitus war ebenfalls herzlich schwach. Dieser Verteidiger ist Wohl technisch und taktisch gut, er besitzt auch einen reinen und raumgrerfenden Stoß, doch ist er viel zu langsam und unbeweglich, um mit Erfolg bestehen zu können. Im Angriff sind Gansl und Katz lange nicht mehr die alten. Die übrigen Spieler konnten durch das Versagen ihrer Partner ebenfalls nicht zu ihrer Höchstform auflaufen. Holpern hätte den einen oder den anderen Treffer verhüten können. Scholar war wieder der unermüdliche Kämpfer» doch wurde er vorne und und ans der Seite 4m Stiche gelassen. Gutmann war anfangs sehr schwach, nach Seitenwechsel, spielte er nach längerer Zeit wieder einmal ausgezeichnet: Die ausgeglichenste Leistung bot Molnar in der Deckung. Grünwald und Häusler spielten im Felde recht gut. sie hatten aber, wie eingangs kr-» wähnt, ihre Schießstiebel zu Hause gelassen. Neufeld bot Wohl die beste Stürmerleistung aus'dem Felde, »doch machte sich bei ihm die erst überstandene Krankheit gestand. Die Vienna überrascht durch vorzügliches Kombinationsspiel. In der sechsten Minute stürmt Fischer die Ont-Linie entlang, er gibt den Ball an Bulla, der scharf aufs Tor schießt. Halpern kann den Ball nicht behalten, so daß dasLedev Schiffmann vor die Füße fällt!. Ohne viel Federlesens erzielt letzterer das erste Tor. Zwei Minuten später . vermag dann.Bulla, den zweiten Treffer derVienna einzutragen. Die Hakoah kann sich absolut nicht finden, und Fischer hat immer Gelegenheit durchzubrechen. Eiyen Flaukenhau von ihm ver- , schießt Heinlein knapp. Neufeld bringt, den ersten Angriff deS jüdischen Vereins ins Rollen, doch vermag Reiner abzilweyren. Ein scharfer Schuß von Bulla verfehlt knapp das Ziel. Die Hakoah gestaltet nun das Treffen offen, doch sind die Angriffe der Vienna.die gefährlicheren. Der Schiedsrichter übersieht -in Hands im Strafraum der Vienna. In der 40. Minute verschuldet LewituS einen Freistoß hart an der Strafraumgrenze, Blum sendet scharf ein. so daß sich die Viennazur Pause mit 3:0 Treffern in der Führung befindet. Nach Seitenwechsel ergibt sich für die Döblinger sofort, eine günstige Chance; die Senfert.aber nicht auszunützen versteht. Dfe Hakoah greift energisch an, Wobei ihr ein Elfmeterstoß zugesprochen wird. Blum hatte Neufeld mit der Hand einen Stoß versetzt, doch glauben wir, daß sich die Regelverletzung nicht innerhalb des Strafraumes zugetragen hatte. Neufeld lenkt aber den Ball über die Torftange. Gleich darauf läßt Schiffmann eine glänzende Gelegenheit unausgenützt. Von nun an befindet sich die Hakoah beständig im Angriff. Pacifta meistert einen Bombenschuß von Neufeld, der Ball gelangt zu Häusler, der aber das Kunststück zuwege bringt, aus drei Schritten Entfernung nicht inS Ziel zu treffen, dabei ist noch zu berücksichtigen, daß der Tormann hilflos am Boden liegt. An dem Bombardement deS Döblinger Heiligtums beteilige« sich auch die Läufer der Hakoah. Einen scharfen Schuß Gutmanns wehrt Blum ab. Ern plötzlicher Durchbruch von Fischer trägt der Vienna einen Eckstoß ein, der ergebnislos verläuft. Wieder übernimmt die Hakoah das Kommando, doch erweckt sich Paeista als unüberwindlich. Er fängt die schärfsten Bälle von Reufeld und Grünwald. Nack einer Flanke von Neufeld vergibt Katz, fast im Tore stehend. In der 21. Minute vermag Neufeld einen Treffer auyuholen. Schon in der nächsten Minute bekommt Fischer in Avsettstellung den . Ball, er überspielt sämtliche Gegner und erzielt daS vierte Tor. Bald darauf wird der linke Flügelftürmer der Vienna verletzt und verläßt auf einige Minuten das Spielfeld. Die Hakoah kämpft trotz ihres Mißgeschickes mit größter Erbitterung, so daß sich die Döblinger Hintermannschaft ' in arger Bedrängnis befindet. In der 30. Minute wird Häusler regelwidrig vom Ball getrennt, was der Hakoah den zweiten Elfmeterstotz einträgt. Diesmal ist Häusler ein glücklicherer Schütze. (4:2.) Gleich darauf vergibt Katz neuerlich eine „totsichere" Chance. Man rechnet noch immer mit der Möglichkeit, daß die Hakoah den Borsprung der Gegner aufholen werde. In aussichtsreichster Position wird Häusler knapp vor dem Tore in die „Presse" genommen, dock übersieht der Schiedsrichter die Regelverletzung. Mit dieser Episode gibt die Hakoah den Kampf verloren. Ein Eckstoß für die Vienna und eine effektvolle Abwehr Pacistas sind noch erwähnenswert. Dann ist der Kampf zu Ende. Eckenverhältnis 4:8 für Vienna. Amateure—Rapid 7 :3 (2:1). Die Amateure siegen im »Handgalopp". — Ei« Niederbruch der HütteKorfer. — Zwei vergebene Elfmeterstötze. Hohe Warte. 40.000 Zuschauer. Schiedsrichter Retschury. Amateure: Iockl; Hiltl, Heikenwälder; Kurz, Jenö Konrad, Geyer; Köck, Kalmann Konvad, Swatofck, Hansl, Gntti. Rapid: Pauler; Regnart, Steyskall; Klar, Bvandstätter, Nietsch; Wondvak, Richter, Kuthcm, Bauer, Wessely. Die Hutteldorfer erlitten gestern die empfindlichste Niederlage m der Meisterschaft seit ihrer Einführung, und dabei muß festaestellt werden, daß die Trvfferdifferenz eher zu niedrig als zu hoch bezeichnet werden kann. Die Amateure.befanden sich in einer glänzenden Bevfafsung, doch konnten sie ihr ganzes Repertoire an Künsten dennoch nur deshalb spielen lassen, weil ihre Gegner sie nicht störten. Dk HüttÄdorfer gaben gestern, einen derart minderwertigen Gegner alb, daß man von einer Klassendifferenz sprechen kann. Die Ober-St. Vetter hatten ihren Ä Taa, da ihnen einfach alles gelang. Selbst Hansl brachte llnstftück zusammen, mtt dem rechten (!) Fuß zlvei Tore zu erzielen. Den großen Erfolg verdanken die Ober-St. Beiter dem überragenden Spiel von Kalmann Konvad und der gesamten Deckung. Kalmann Konvad zeigte gestern taktische und insbesondere technische Kunststücke, die man 4n Wien nur selten zu sehen bekommen hat. Köck wurde neben ihm eine Größe, doch vars nicht vergessen werden, daß er daS Produkt seines Lenkers war. Swatosch und Eutti erwiesen sich als verständige Mitarbeiter. Mir der ziemlich unbewegliche HanA fiel etwas aus dom Rahmen. In der hervorragenden Deckung war Jenö Konvad der Feldherr, Kurz der beste Techniker und Geyer der beste Käuchfer. Die beiden Verteidiger erwiesen sich als sehr sicher. tiltl überraschte durch seine Schnelligkott und durch das rasche vfassen der Gefechtsllaäe. Jokl Hielte wieder sehr riskant, er verhaft auch den Hütteldorfern bereitwilligst zu dm drei, dem Kväifteverhältnls nach unvevdknten Treffern. Die HüttMwrser tvaron unter jeder Kritik. Bon sämtlichen elf Spklern konnten nur Wessely und Brandstatter befriedigen. Unter jeder Kritii? waren die Verteidiger und die Flügellärirer. Regnart spielte anfangs nicht schlecht, später wurde er aber durch dk elende Leistung SteyskallS m Mitleidenschaft g«ogen. Pauker hätte manchen Treffer vechüten können. Nktsck ist derzeit M dick und langsam. Im Angriff war Kuthan behäbig wk ein Rentier, Bauer gelange fast nie in den Besitz des Balles und Richter steht in der Verbindung auf verfehttom Posten. Wondrak, der wicht die geringste Unterstützung erfuhr, konnte sich' allein nicht durchsetzen. Rapid war von sämÄichen vier Mannschaften, die der Hohen Warte antraten, die weitaus schlechteste. Die Anlateure befinden sich sofort inr Angriff und Pauler muß nach eineur Fehler Steyskalls retterch eingreifen. Gleich darauf erzwingen die Amateure ihren ersten Eckstoß. Die Hül'oldorfer können sich nur in den seltensten Fällm m den Besitz des GalleS setzen. Der erste Vorstoß trägt dem S. C. Rapid aber »lnen Treffer ein. Wondrak flankt, Heikonwälder verfehlt den Ball, so daß Bauer in der 9. Minute unbehindert einschießen kcnm. Pauker 'bekommt nun schwere Arbeit, die er zufriedenstellend löst. Bei einem gelegentlichen Dlirchbruch von Wessalh verfehlt Iockl.den Ball, doch kann die Gefahr stoch zur Ecke abgetvöhrt werden. Die Amatmve haben die Initiative vollkommen an sich gerissen. Trotzdem «ergibt sich wieder, die eyste gefährliche Situation vor dem Heiligtum der Ober-St. Beiter, da Iockl grundlos faifftet. Gin Eckstoß und ein Freistoß für die Ober-St. Beittzr bleiben unausgenützt. In der 20. Minute ge»! Ädmira-Sportplatüc ■ xx, .. tJaub'.fiKaRHß 1—3 Linien 31,33 Station Jedltaee, Nordwostboha Sonntag den 22. Oktober 1922, */t3 Uhr nachm.' r' MEISTERSCHAFT. . ' - HAKOAH—AMIEA Vorher die Reserven ^oivorkttufsstellou: Sekretariat JHukoah, ,Gafe A*laahc>i', I.. Aai>üfiiplati, Sportljam Stadion, Ul., b'ranzcusbtüciensttasae, Sportbaus Seemann, I„ Annagasae 8008 RBMULVM»U»»»»»»M»U»UU-3M»NL»NV,«MMMn»M.n_38. linigt HanSl der Ausgleich. Ein Eckstoß für die AirMeuve und ein .Schuß von Swatosch wetten abgewehrt. HanÄ hat dann das Pech, den Ball an die Torstange zu jagen, doch bald davauf gelingt es Kalmann Konrad, den Amateuren cvuS einem Freistoß die Führung einzuteMn. (30; Minute.) Wenige Minuten später wird den Ober-St. .Vettern, ein Elfmeterstotz zttgesprochen, den Hansl schlecht schießt und Pauler abwchrt. Dk Amateure erzwingen wieder einen Eckstoß, der ergebnislos verläuft. Nach der Pause vermag WouDrak sofort den ÄusgSleich herzustellen, da ihrn Jockel aus ganz unerklärlichen Gründen bett Ball vor die Füße legt. Kalmann Konrcch bringt dm Oberst. Vettern sofort wieder bk Führung ein. Ein Eckstoß für die Sieger und einer für dk Umerleaenen bleiben unausgenützt. Rapid spielt eine tlägliche Rolle. Swatosch erzielt nach' eineim neuerlichen Eckstoß das vierte Tor. (11.'Minute.) Die Hütteldorfer bringen es nun ebenfalls zu einem Korner, der an dsm Resultate, nichts ändert.. Nach vorzüglicher Kombination schießt Swatosch den vierten Treffer. Pauler greift bei einem Flanken« ball von Köck rettend ein. Ein wetterer Eckstoß für Rapcd bleibt, rcfnltatlos. In der So. Minute echöht Hansl neuerlich den Borsprnno. Rapid und Amateure erZwingen in der Folge je eine« Eckstoß. Hansl bucht in der 31. Minute daS sechste Tor. Rapid befreit sich nun, wobei ihm in dcw39. Minute ein Elfmeterstotz zugesprochen wird. Kittban lenkt aber den Ball an der Torstange vovbei. Kn-app vor Schluß will Iockl wieder seine Künste im Fausten zeigen, wodurch Wondrak Gelleaentheit hat, zum dritten Male eiuHNsenden. Eckenverhältms 6:6 für Amatarve. Wackre-Hertha 2:2 <2:1). , Wacker stellt die bessere Mannschaft.1 Wacker-Platz, 6000 Zuschauer, Schiedsrichter Kccherl. Wacker: Feigl; 5whlndorfer, Huber; Liebhcvrdt, Resch, Pellet: Iellinek, Kowan-da, Wana, Roscher, Stach. ■ Hertha: Ostrieek; Novak, SolÄ; Maloustk, Netterer,, Listopad; Holy, Kabada 1, Sindalar, Silveste«, Neuhold,! Kienzl. ' Die Meidlinger schienen diesmal inSbesondeve Vor Halbzeit beim Stande von 2:0 einen recht ausgkbigen Sieg erringen zu wollen, doch verteidigten nach dem unerwartet ge-, fallenen Ausgleich zeitweise sämtliche elf . Favorttener mit großem Eifer ihr Tor. Wacker führte zeitweise ein recht nettes! Kombinationsspiel vor und war auch in allen Mannschafts-, teilen die bessere Elf. Eine ziemlich starke lleberlegesthett hatten« die Meidlinger im Mittelläufer, da Resch sine; blendende Leistung bot. Gut schlug sich die Verteidigung, in der Huberi trotz fernes noch immer nicht gehMen Armes die bessere Leistung voWrachte. Feigl rm Tor arbeitete mtt gewohnter. Sicherheit. Die Stürmer kombinierten flink und waren dies-' mal mich gut bei Schuß. Die Angreifer waren jedoch von: Pech stark verfolgt. Bis ans Iellinek konnten sämtliche Slür-' iner vollkommen befriedigen. Die Hertha führte etwas fchablonenntäßigen' Fußball vor, wobei sie vor allem die Flügel beschäftrgte. In drr Stürmerreihe waren Sindalar unb Neuhold, der durch seine flinken Läufe 'den Sturm oft nach vorn brachte, hervorzuheben. Die Hintermannschaft arbeitete recht aufopferungsvoll, voni den Verteidigern war Solil der bessere.! i ^Hertha eröffnet den Kampf, doch bald bemächtigen sich die Meidlinger des Balles und rönnen sich auch lange Zeit' im gegnerischen Lager behaupten. Die sich hielende Chance eines Eckstoßes bleibt ergebnislos. Erst «in der 16. Minute ge»' lingt es dem von Kowanda fveigespiolte« Wana, den ersten' Treffer zn erringen. Ein Angriff von Hertha endet mtt einem! Fehlstoß Neuholds. In der 26. Minute unternimmt Röscher^ einen Sololauf und sendet den Ball an dem sich ihm entgegenwerfenden Ostrieek vorbei ins Netz. Einen von Feig! ita-i nertcn Ball sendet der im Lauf dahererlende Kabada ein.1 Hertha kommt nun nach ärtefom Erfolg auf und eS gelingt ihr»! auch drei Korner zu' erzwingen, die jedoch erfolglos bleiben.! Nach Seitenwechjel ist Wacker wieder im Vorteil doch sind nur zwec Kerner die Ausbeute ihrer Angriffe. In der 19. Vttnute ert-lna; Silvester mit Hilfe Kohlndorfers dm Ansglrick. Trotz der Anstrengungen Mackers, den Sieg zu errin« gen, wird b's Schluß am Resultat nichts mehr geanoevt. Spsrtkluh—SiMmeri?»§ 3:1 (2 :1). Schwache Leistungen. — Ansschreitungen gegm den Schiedst richter.! Simmeringer-Platz. 8000 Zuschauer: Schkgsrichtsr KafteÄ. Sportklub: Edi; Bser, Teufel: Plan!,. Lovak, Patzekx Bauer, Hans, Karl, Pammer, Gkbisch. Simmering: Aigner; RicA, Jra; Baumgartner, Roscher,! Lukesch; Dvorschak, Horwath, Swoboda, Maly, Geiger. ' Nach drei Niederlagen und einemunenffchiedenen Spielest es der aufopfernd kämpfenden SportklubmannsHaft m* lungen, einen ver,dienten Sieg M erringen. Das Krafteverhattnis ioäre durch einen 2:1-Si«eg besser zum Ausdruck gekommen.^ Die Simmeringer waren' Vom Spiel gegen Rapid nicht mehr zu erkennen. Eme Fehlentscheidung des Schiedsrichters, dre den Dornbachern «den Ausgleich verschaffte, brachte die Schwarz- Roten ganz aus dem Konzept. Die Dornbacher präsentierten sich in mäßiger Verfassung. Dk Stürmer, insbesondere Karl und Gkbisch, zeigten recht verständnisvolles Spiel. Pammer wollte sein mangelhaftes Können durch eine Reihe von Derbheiten ersetzen, was chm auch den Ausschluß eintrug. Die Hälvesreiye bofriedigte. Patzak, der als Ersatzmann für Zankl tätig war, verdarb nichts. Dk Verteidigung der Dornbacher war diesmal wieder der beste Mannschaftsteil. Eine heworrmgende Leistung -bot Beer. Die Stürmer der Simmeringer leisteten sich einen Versagen. -Der Mittelstürmer Swoboda (früher Germania) machte sich mehr dcirch Proteste als durch gutes Spiel bemerkbar. Geiger war gut wie mnner, seine. Flanken'bälle fanden bei seinen Mitspielern keine Verwendung. Die Angriffe der Snnmeringer tvaren viel zu toeich vorgetragen, so daß «dk Verteidiger der Dombacher ohne allzu große Mühe abwchren konnten. In der Deckung ragte der unverwüstliche Baumgartner hervor. Der Stzovtklubmann Bauer zog im Einzelkampf mtt Baumgartner den kürzeren. Die Ve-vteidignng.lbefrkÄigte vor Halbzett, nach Seitenwechsel ließ sie merklich nach und produzierte Angststöße. Aigner hiÄt sich sehr brav und meisterte unter anderem einige scharfe Schüsse Karls. Der Schiedsrichter Kaperl übersah ein Os side-Goal der Doru- Vachrr und brachte dadurch den lartten Simmeringer Anhang in große Aufregung, was während des Spieles im Zuschauer» ranm und stach dom Treffen vor dem Umklekdelokal zum Ausdruck kam. Der Schiedsrichter sowk ciiritfje Sporttlübspieler wurden attackkrt, so daß Ordner und Polizei Muhe hatten, die Angegriffenen vor Insulten zn schützen. Hunderte Menschen umlagerten nach Schluß des Spieles daS Umtlsidelokal unt stktzen Drohungen gegen den Unparteiischen aus. Anfangs offenes Spiel. Einen Borleger Geigers verwertej Horwath in der zenten Minute zunc ersten Treffer für Sini^ nrering. Aus einer klären Abseitstellung gleicht Karl einig« Minuten später aus. Smnnenng bedrängt, alle Angriffe zerschellen aber an der gutspklenden SportklubverteidiWNg. > Ir der' 25. Minute erhöht Hans den Stand auf 2:1. - Nach Seitenwochfol bewegt sich das Spiel aufsehr uiedri gem Niveau. Die Simmeringer kommen stuf, die Stürmer vere geben aber die gi'usstiasten Chancen. Wechselnde Angriffe gebe, ^eiden, Tormännern Gelegenheit, ihre Kunst zu zeigen. In de; Dteiss &sm m3