Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1321 (15.10.1922)
- Date
- 1922-10-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Vene ixi > Me». -Lonürctg ------—■■■-;*■ivf.’r-'-.". '--- Z«ternatio«a!er Wiener Schachkongretz und Meyer Messen ' Der gemcinsame BerübrungSvuukt der Jnternationaliiät liiia das beite? j ein gc In teresse, durch rnternertional bedeutende Veranstaltungen das Atrsehon Wiens als geistiges U'Nd kulturelles Zentrum zu heben, Hot zwischen den: Wiener Jnter- 'uationalen Scksachkontzreß sund der Wiener Internationalen Messe eine interessante Verbindung gefchassen. Dank der unermüdlichen Benuchnngen . des GerneindevateS Julius Bermann ' wurde ztvrscheu der Wiener Messe A.-G. rpch bem Komitee des Jnlernatwtxllen Schachkvngr^ss-cs ein llckbereitrkotnmen getwffrn, welches die Tagung des Kmrgrcsses im Messspalast (Hosstallungen) ermöglicht.-Die Eröfsiytmgdes Schachfongresies und dgs internationale ' Merskerturnier filtriert im vornchtnen Litzungssaa! der Wiener Messe A.-G. statt, weitere olegaute - Raume des Präsidiums jtcfyen dem Kongresse zur Verfügung. Diese Verbindung wird sich jedoch nicht aus die Lokalfrage beschränken. sondern auch aus eine genrsirrsame propagandistische . TariMt erstrecken, die geeignet sei», wird, den Mrs Wiens als Kutyrzentrum zu befestigen. Es ist geplant, jedes Jahr im Anschluß an die Wiener Herbstmesse einen internationalen Schachcko'ngreß als Wiener Äiesse-Schachkongreß in Verbindung mit einer Hchachindustrie-Ausstellung zu Voranstalten. . ' Als Vertreter der Wiener Messe sind der.Veranstaltung . LeS Hchachkongresies beigetreten: in das Ehrenkomit-ee: Komme rzialrat Ernst Hochrnuth, Präsident de? Wiener Messe; Kvnn merMrat Julius Müller, leitender VerwaGungsvat der Wiener-Messe; in das Hauptkmiit-ee: Kommerzialrat Julius Dtüll»r uüd Baurat Ernst Schiff-eres, Divekwr der Wiener Messe. Die Schachindustrie-Äusstellung. ist für die Dauer von L bis 14 Tagen geplant, teils als Verkaufsausstellung, teils als Ausstellung von im Prspatbesitz befindlichon historischen und antiken, mit dem Schach zusantmenhangende» Kunstgegenstälchen, Büchern, Schriften usw. Für du: Ausstellung kommen .in 'Betracht: Schach-- und andere Brettspiele,-neu erftmdone schachähnliche Spiele, Schachtische, Schachuhren, Tuschenschachs aus Ltzöcr und Papier, Schachliteratur, Zeitschriften -usw. Sämtliche Interessenten werden gebeten,' sich bezüglich der Schachindustrie-Ausstellung an die Platzvermietung der Wiener Messe Ä.-G., Zimmer 5 und 6, zu wenden, , wo nähere Auskünfte, erteilt werden. - ■ Das Sekretariat des Schachkongvesses, das über sachliche Fragen Informationen erteilt, wird ab 16. d. in den Mesiepalast verlegt. Das vorläufige Programm des Schachkougresses wurde folgend festgesetzt: 11. November: Eintroffen der auswärtigen Meister; 12. November vormittags: Generalversammlung des Qesterreichischen Schachverbandes; trachnrittags 4 Uhr: Erösfmmg des Schachkongresses, Erörterung der Frage eines Wolrschachbundes, Auslosung der TurnierteAnchnrer; abends: Bankett; 13. November, nachmittags'2 Uhr: Beginn, des Meisterrurniers. Außerdemsind im Rahmen des -Kongresses großangcklegte Veranstaltungen geplant, die des allgemchrren Jniercffcs sicher sind. Die Liste des Ehrepkomitee?, sowie das nähere Turnier- Programm gelangt in de»'nächsten Tagen zur Beröffentlichimg. 4- . Zuschriften an Ernst Wahle, 2. Bez., Obere Danauäraße 67. Bühne und Kunst An-Ws „Dybuk". Ai-fgeführr durch die Wilnaer Truppe in der Roland- Bühne. (Frei« jüdische Bühne.) Seitdem dieses Werk gedruckt ist und gespielt wird, und die Gemüter bewegt. Den „Dvbuk" zu sehen ist Mode geworden. Es wäre bedauerlich, wenn diese chassidisch Mystische Dichtung ein ..Zugstück" würde, und es ist ein peinliches Mißverständnis. wenn das Publikum beim Besuch des „Dybuk" einer ceuim-um enigegenriebert. Die ,MilEr". die. freischöpferisch den Text des'Werkes benützten, um ein Oratorium, ein Weihcspiel zu formen, wollten gewiß nicht einen.Saisonschlager heraoHrmgen. als siesich.bei der Leiche Äy-ssis' .zuschwüven. n-ch innerhalb der dreißig Trauertagesei».Werk auf den. Bretl.btüdig zu ntacheil. E? ist tröiig zu erinnern, wie der „Dybuk" emstarrden ist. S-Iottwn Rappaport (An-ski), der russisch-jüdische Elendproleiarstr und Revollttionär. der Schlosser/Buchbinder, Grirbenortete-. -Holzfäller, welcher schließlich Sekretär der russischen, so-uaiionären -Fraktion in Paris wird, An-ski, der Pulst', stir. M-rist, Arbeiterführer, dessen Arbeitergelöbnis, die Sck>wuah", jeder jüdische Arbeiter -.kenntetaucht plötzlich in die tiefrestgiöse, urhstisch verklärte Sphäre seiner. Knaben- und JiulLliNgsjahre, dramarifiert eine der volkstümlichsten chassidifcheu Legenden, iuib füllt, gleichsam in der Hast des Todgeweihten -- er war schwer leidend —, das Gesäß seiner Dichtung bis zum Rande mit einer Ueberfülle herrlicher Mythen, seell-nvcller Gleichnisie. aufwühlender Gedanken aus dem Wunterrerckie der Kabbala. Glühend -und glühender, heilig und heiliger wird das Wer? i:n Forischreire«, Mir aus weiter Feyie klingt schon seine St im,ne in den letzten Szenen, und wenn Lea, die Jungfrau^ -dem Geist des toten Geliebten entgegenwq.nkt und in seinen eisige?'Armen ihre -Seele'verhaucht, .sicht mau den teueren Diü)ter Än-sk' ztolschen-.'de» beiden Gsschapfenseiner Phantasie steheir, er umschlingt sic p.nd ruft mit ihnen aus: „Eine große .Helle mmströmt mich, epiß Verbunden sind wir, aufwärts gleiten terr, höl>er, höher, höher!" ... lshünan, der fromme Jünger der Jeschrbah, hat sich m ten Jxrgängen der Kabbala verloren. Er liebt Loa, des reichen Neb Sender Tochter. „Herlitz ist die Sünde," stcht in der Ka-bba!.i, „ttr.d :nau soll sie stricht bekämpfen. Lismern soll man Kr wis'der Goldschmied dos Gold in der Flamme". Welche hieltet Morgenzettung. x usavvaacBBsa Enseinble-öastspiel der Wilnaer Truppe Heute Sonntag den 15. Oktober 1922, 3 Uhr nachm. Grüne Felder Volksstück tu 3 Akten *ort Perez Hirschbein 7 Uhr abends Zwischen zwei Welten (DKR DYBVK) Drimatisclie Legende in 3 Akten von Sch. An-»kr Sünde ist am schwersten zn läutern? Das Verlangen nach dem W:rbe. Wird diese Sünde in starkam Feuer geläutert, dann ersteht aus dem Anreinsten das Heiligste — Salomos Lied der Lieder. Und er richtet sich-ekstatisch auf und singt den Schir Haschirim Kä :n p f e n will er ftber auch für Loa. Durch die Kraft seiner Hingabe, durch Kasteien, Fasterr, durch tägliches Unterllrucherr i'.i rititellen Bade, durch inbrünstiges Sprüchesagen will er verhindern, daß Lea, für die der Vater eineu reichen Bräutigam sucht, au einen Ungeliebten gekettet wird, — die schöne, schlanke Lea, die an seinen Augen hängt, auch wenn er sie nicht anstcht, die ihre Stirn zu ihm hiimbor neigt, wenn sie inbrünstig die Tora urnschlmgt und das SammeUuch küßt. Er kann es nicht verhindern. „Aiasel-Tow!" ruft Leas Vater, der mit denn Derlobungsvertrog zurückkomnt. Und Chanon stwbt daran. ' Aber ein Menschenleben darf nicht jäh erstickt werden. Stirb: einer vor seiner Zeit, dann kehrt seine Seele auf diese, Welt zurück, Freuden zu sülsien und Leiden, die ihr vorenihalten blieben, und Taten zu beenden, die zu vollziehen sie gehindert ward. Wandernde vu'lwlvse Seelen gibt cs, die in fremde, heiße, lebensvolle Körper dringen und als „Dybnk", als Dämon dort Hausen, bis sie erlöst sind. Chauans Seele wohnt jetzt iu Leas Brust. Der Dybuk hat.sie befallen. Sie bereiten mit Klcrmerspie! und Arme-Leute-Botvirtu-ng, mit feierlichem Prunk und ausoelasscuer Heiterkeit, in Fromniheit und mit Frohmut Leas Vermählung. Die schöne Lea tanzt mir den Armen, sie betet am GiMbstein des Brautpaares, das den Mär- Ü-rertod starb mrd am Platze vor deS Vaters Hanse bestattet liegt, sie war aber auch am Grabe Chauans, ihres toten Geliebten. Und wie man ihr den Bräutigam entgegenftihrt, — ein Tuch hält er in Händen, um ihr Antlitz zu bedecken — stößt sie ihn wog urtb schreit: „Nicht du bist mein Bräutigam!" Dunkel und hohl wird der Klang ihrer Stimme, der Dybuk spricht aus ihr und ruft: gegraben habt ihr mich, ich aber, kam zu der, die mir bestimmt ist, und bleibe hier." ' „Bestimint" war Lea dem Cbanan. Ihr Vater hatte es Chauans Vater >durch Handschlag' gelobt. Leas Vater aber hat das Gelübde gebrochen. Ern reiches, sattes Leben wünschte er sür seine Tochter» suchte ihr einen Begüterten, Fremden, und hrt also schwer gesündigt. Rabbi Asriel, lder große Zadik, zu dem man die bosessene Loa ft'chrt, bringt es an den Tag. „Irrende Seele," ruft er, „ich sichle dein Leid, ich will dich dem Bösen entreißen, aber den Körper der Jungfrau mußt du verlasten". Der Dybuk weickn nicht: „Herrlich ist meine Rrchestatt, keine Höhe ist chr gleich, kein Abgrund so schwarz und 'tief, wie der in den ihr mich schleudert, ivenn ich diesen Leib verlasse." Nabbr Asriel ruft zehn heilige Männer. Weiße Kittel legen itr an, heben sieben Tora-Rollen gits, zünden sieben schwarze Kerzen und stoßen in den Schofar. Nun weicht der Dybuk. Man hört aus der Ferne die .Wänge des Hochzeitsmarsches, der' Bräutigam naht, den Rabbi Asriel holen ließ' und dem er nun. der Achtzigjährige, der glaubt, daß chm das Wer* der Rciuigung gelang, freudig errigogenzicht. Aber Chauans Geist erscheint und ruft die Geliebte an: „Deinen Körper habe ich verlassen, nun komme ich zu deiner Seele!" Sie breiter chm die Arme, denr Schemen an der Wand, und sinkt entseelt nieder. „Zu spät!' seufzt Rabbi Asriel, der mit dem Hochzenszuge zurückkehrt. Die Wilnaer Truppe — wir sagten es schon —- hat iin Bühnenweihospi-sl, ein. chassidisches Oratorium aus ^ln-skis Dichtung herausgeschä'lt. Es ließe sich erwägen, ob diese feierliche, opernhafte Inszenievung des Werkes die einzig mögliche ist, ob eine einfältig-schlichte Wiedergabe dem Charakter der volkstümlichen Legende wicht näher käme. . Matt mag es erwägen. wenn man das Buch liest. Stile Zweifel aber schweigen, werrn man-diese inbrünstige, ja ekstatische Ausführung sicht, dieses von schwälenden Kerze:? durchflammte, in dunkle schwere Tücher gchüllte» von weltfernen, gewichtslosen Gesängen durchwirkte Mysterium sicht. Ein festlicher, heiliger Abend von übersinnlicher Schönheit, der wir durch die Monotonie des letzten Dritteils beeinträchtigt -ist. Wir glauben, daß die Austreibung des Dybnk kurzweiliger sein oder Voß das mannigfache Zeremoniell bunter ein gekleidet werden müßte: so aber hat man — das Witzwort sei verziehen — gegen den Sckiluß hin das Gefühl, der Dybuk könnte schon endlich draußen sein. Nicht zu würdigen, nur zu betouridern die Gewalt, die Stinmtung, die Bildhaftigkeit vieler Szenen. Insbesondere der Schluß dchv. Mite» Aktes gehört zu den unvergeßlichen Bühneneindrücken. Was die Schaitspieler im gemeinsanren Wirken für die Dichtung ihres An-ski taten, steht jenseits aller .Kritik Mirjam Orleska spielt die Loa. Anbetungswürdig in ihrer Schönheit und in chrem adeligen Leid. Der Tanz mit /der blinden Bettlerin im zweiten Akt. das Küssen der Tora und Hinblicken a-us dei: Geliebren im ersten Akt und das Sterben in der Schlußszene sind die Höhepunkte. Ganz außerordentlich auch der Chanan Alex S t e i n s. Bei sparsamsten Körperbewegungen wir? durch herrliche Mimik, durch erschütterndes Spiel' der-Äugen'höchste Ekstase gezeigt. Alle andere» Rollen, selbst :iö. otroöet UrSii!nt. 1321 die winzigen, der Bettler, werden mit'erstairnlicher GestältunySkraft durchgesühr:, alles ist in stilvolle Harmonie gebracht,^ Geist, ein Streben, eine, große Liebe hat sie alle verburtdech di wir nicht einzeln nennen, denen wir nur insgesamt danken. : Wer diese. Vorstellung besucht, geht bereichert, geläutert naob Strafe. Und beglückt, daß er das Aufblühen neaer jüdische» Kunst erleben darf. Otto AbeleS. Beer-Hofmamls „Graf von Charolat»" im Durgtheater. Richard Beer-Hof manns Tmtrerspiel „Der Gras von Charolais" wurde gestern im Vurgtheater ,z»rw erstenmal gespielt und erzielte eitlen großen, eitwtütigep Er« felg. Die adle Dichtung, auf deren Wiener Aufsühvtmg de» D'chter in seiner vornehmen Gelassetcheit sechzehn Jxihre gr. 'wartet hat, wurde von Romberg trefflich inszeniert. Auch die Darstellung war bcsriedigetld, wenn auch nicht alle Rollen glücklich besetzt toareu. Nach den Aktschlüssen dltnkte der dienst« tuende Regisseur für den starken Beifall, der sich nach Schluß der Vorstellung, als der Dichter selbst vor der Rampe erschimi, -u begeisterten Kundgebungen für Beer-tzosinann verstärkte. Wir kommen aus das Stück u»ld die Darstellimg noch zttrück. Issammenbruch der Wiener Mittel« sta«d»oper? Die Wiener Mittelst and so per. die mit btt erfolgreichen Arfsiihrung von „Fidelio" einen so vochaißungs« vollen Anfang genommen hat, steht nnmittelbar vor bei» Z u | a m tu e n b r tt ch, da tiberrascheitterweise dir GeldnlittÄ zur Wetterführung „verschivunden" sind. lieber diese etwas mysteriöse Angelegenheit erfaHren wir von uttterrichteter Seite folgendes: Die Wiener Mittelständsoper, die erst vor kurzem gegrüttdet und durch eine vorzügliche Aufführnitg vmr „Fidelio" sich im Fluge die Syntpachien der M'.tjtksrc undc ettvorben hat, hat ihr Spiel unterbvechen muffe«, - weil die Künstler sich weigern, werter zn spielen, da iltnen hiL zum gestrigen Tage noch kerneGageausbezahlt wurhex Wie nämlich verlautet, sollen alle bisher eingelaufenden Gelder Verschwunderr sein. Die Anzeig« wur-'e bereits bei der Polizei erstattet und da an der Spitz« der Leitung des Unternehmens ein Gemeindebeamter steht, wurde auch dem Bürgermeister von dieser merkwürdigen Angelegenheit behördlicherseits Mitteiluirg gemacht. Dieser erklärt« aber, daß die Gemeinde weder aus die Führung der M i tt elst a nds oper einen Einfluß habe, «och in.irg ende Gier Art m.it ihr in Verb i ndu ng stckhe. D'e Erhebungen in dieser seltsamen Angelegenheit werde» von der Po!zl fortgesetzt. Es wäre zu wünschen, 'daß sie ei» Resultat zeitigen, das der Mittelstandopcr ermöglicht, die Vorstellungen wieder aufzunchmetl. Thomas Mann bekennt fiti) zur Republik. Dcr R. tnanschriftsteller Thomas M a n u, der in poliftscherr Kreisen lange als Vorkämpfer monarchistischer'Ideen galt, hat Freitag t;t Bern:, vor einer erlesenen Zuhörerschaft einen aus* sehenerreoen.^n Vortrag gehalten, in welchem er ein-Bekenntnis für die Republik und. die Demokra-! s i e' ablegte, - die gleiätbedettteud seien mit wahrer Humanität, Er begann mit dem Hinweis auf Gcrhart Hauptm r tt. der tut Inland wie im Ausland als geistiges Haupt des repub >'ikcn i schen Deut schlo nd gelte. Ein Teil! 'der heanoett Fttoend habe sich zum Haß gegen die Demokratie: verschworen, obwohl in den Burschenschasien Patriotismus und Deumkrari.. auf das etWte verbunden gewesen seien. Die Re«» publik bcdkitte nicht' utrr Freiheit, sie bedeute vor allem V e r a n 1 w o tili c(> t c i l Die Neptlblik sei kein Ergebnis der Niederlage und Schande, sic fei vielutehr - eyjstandett in einer Stunde der Erhebung, in der auch alle Jugendlichen fifc begrüßt hätten. Z U deutsche Republik sei noch immer vor alletn Doutschland. Thomas Mann legte toeiters dar, seit« heutige Stellung stehe nicht im Widerspruch zu seinen antirepublrkani-' scheu und antidemokratischen Betrachtungen von 1918, noch heute sichle er sich k-o n s c rvat iv im Sinne der Wahrung des wertvollen tflrcti, nicht in dem Sinn>e der Erhaltung der alten Staatsforw, mckz im S'uttre einer Restauration, sondern in d:r Freude an der neuen Staatsform, die eine Gemein schart der Staatsgenossen gewährleistet. Aus de« The«tern. Im O p e r n t h e a t e r wird morgen »C a v a 11 b r i a luiticma" und .B a j a z z o" gespielt. Äm Burgtheater gelangt morgen Shakespeares Tragödie ,I u l i u s Cäs a,ru zur Aufführung. Es wirke» mi! die Damen Lawiaek und Woblgs'nckh. die Kerren Aplau, Arndt. Baunwarniner, Denar''. Blum, Dan.'gger. Dachler. E'dliß, Elmhoist, Mtsjermann. Köbling, Kuber, Mitkoni, Moneza, Moser, Miller. Emmerich Reimers. Georg, Reimers. Pub, Schmidt, Sckmöle. Schott, Seydslmann, Siebert. Slraßisi, Strebinger, Wawro. Wiesner. Karl Zeska und Philipp Zeska. Anfang 7 Ahr. ~ Dienstag wird das Trauerspiel „D er G r a f von (Ldarolais^ von Richard Beer-Kofmann gegeben, Anfang 7 Ilhr. . Im A k a d e m i e t h e a t e r witd morgen das Lttfllpiel;Q u i 1 i t y Street" (8m stillen GStzchen) von I. U. Barrie gegeben. Anfang 7 Uhr. — Dienstag -gebt die Komötzte .Die Lokalbahn^ von Ludwig Thoma in Szene. Anfang 7 Ahr. - j Fm Deutschen Dolksthe ater wird Dr. Rudvlj Tyrolt morgen und Mittwoch als alter Schalanhr in Anz ngrMrs „2> a 5 » i e r t c © e b o i“ auftreten. An beiden Dorttellungm werden Lerr Komma den Stolzenihaler, .Herr Lackner i dm Marlin und Herr Klitsch den Frey spielen. Der Aarlenverkm«? beginnt heule. - , In der R e n a i s s a n e e b ii h n e findet Freitag dm 20. ORober die Premiere von Bruno Francks „$> <i s W g i b nuf dem Tiere" statt. In der weibttchen ÄauplrolleAt* astw't Mria Fein vok den Berüner Robert-Viihnen ibr Gost^