Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1317 (11.10.1922)
- Date
- 1922-10-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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■'l-a - /'Kttar> _«riett, Mlttwocy Dte Ageklagtsn erklärten sich nichtschnliTig. Einzelne FäW lLMtteten sie überhaupt, in anderen Fakten bevsnchten sie N«chttc>e^ zu fiihreu, daß ihnen jettr betrügerische Äbsicht geMt, mid' daß' sie selbst die Opfer von Fälschern geworden seien. , , Nai^. emviertet 10 Uhr wurde die Verhandlung abgebrochen und'deren Fortsetzung 'ans heute früh 9 Uhr, seMM. „Mische" Methode«. Einen Bericht, der über dieSkruMosigkeit der Kampsisirechpden der dmtschrmttonalen Radauantsiemiten wieder einn<ü Auskunft gibt, lesen wir im „Hamburger JsrEischen Voriges Jahr erhM . ein Herr v. Eosel im Ztettiner Kreise einen anonymen Brief folgenden Inhalts: - , Befvemden haben wir davon KermickS genommen, daß Ihre Tochter Annemarie Vorfitzende des Deutschnatio- Nalen JnMndbuttdes. geworden ist., Sie wissen wohl nicht, daß die Mitglieder dvn Satzungen «ach Antisemiten sino? Wir köirrM es unK auch nicht denke«, daß Sie diese BestrwbimyM mit Ihrer Tochter an der Spitze billigen. Wir «Ächten Ihnen doch uahekvgen,..zu. veranlassen, daß. Ihre ZÄchter den Vorsitz moderletzt. Wir warnen Ihre Dichter, lich weiter als Antsiemitm zu betätigen. Jndmt wir, sehr geehrter Herr v. CosÄ, Rücksicht auf 'Ihre Frau Gemahlw .nehmen mochten wir nicht, daß Ihre Tochter durch Zufall einem Unglück zum .Opfer fallen wurde. Mehrere Mitglieder der Synagogen» g«meiude. Wir warnen, diesen Brief zu veröffent» «che»!!!". Der Verdacht richtete sich bald gegen zwei junge antisemitische Agitatoren, die anfangs leugneten, in der Untersuchung die Schuld sich gegenseitig znschoben, und vor Gericht die Täterschaft gestehen mntztsn. Der eine ist derzeit Geschäftsfichver einer deutschnationalen Organisation. Er behauptet, den Brief im Interesse der deutschen Sache geschrieben zu haben, weil er die Dame als Vorsitzende nicht für geeignet hielt, während sein Partner erklärte, er habe das Fräulein vor Mischen Beleidigungen schützen wollen. Die baiden- Kmnpame wurden, da vor deutschen Gerichten Antisemitismus ja ein MlderunMnmd ist, zu fiinshundert Mark Geldstras-e verurteilt. •. Ein antisemitischer Dieb. MS Berlin wird uns geschrieben: Geimn AntrsenütiSmuS suchte der Student der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin Erich Küster zu seiner Cntlaftmitz ins. FM .zu. sichren, als er sich toegen gewöhnlicher WarenhausdttbstälM vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte verantworten «rußte. Küster war dabei ertappt worden, als er sich eine elektrische FührrMampe einsteckte. Angeblich hatte er es aus Wut über den zu hohen Preis getan, an'dem „nur die Juden" wieder die Schuld ttageg. Einen. wetteren Diebstahl hatte, er an «enrer Mentasche begangen. Wie er bchauptet, HKe er. sie an sich gerEWN^uttt sie dann an der SkpM keine ÄeMüfenn am BerkäüfGayd anwesend gewesen wäre. Als' bei der ersten. Kasse zu großer Andrang gewesen sei, habe er sich zu gleichem Ztveck an eine zweite Kasse begeben, wo ihn eine Dottkttvin stellte. Diese. glaubte natürlich . nW, die Ausrede, und so wurde. Küster wegenDiebstahlsaugeslayt, Vor Gericht bezeichnete er sich als Mitglied des „Deut sch völkischen Bundes" und einer Brüderschaft, des „Deutschvölkischeu Orden^'. Mit Emphase erklärte er weiter, er habe den Inden nur eins auswischen wollen. Die Verteidiger führten ans, daß wese Angaben ihn natürlich nicht straffrei «rachen.konnten, die psychologische Einstellung bei der Strafzumessung aber b er Umsichtigt werden, müsse. Das Gericht trüg der sonderbaren Geistesverfassung Rechnung und erkannte' demgemäß ans nur ''000 Mark Geldstrafe. . Vluturteile der Horthy-IllstiZ. . Budapest, ly. Oktober. (N. T. K. B.) Dev Budapester StrafgevichtShof verhairdelte -hente die Strafangelegenhelt des 26jährigen stellungslosen Privatbeamtett Ernst L i p s ch ü tz, der angeklagt ist, Kurierdienste zwischen t*cn in Wien sich aufhaltenderr Kommurristtn- und Mokkan versehen zu haben und sodann, ansgestailet mit einem Paß nach Budapest gekommen zu sein, tum hier die kommunistische Partei neu zu organisieren: Nach durchgeführten Beweisverfahren wgrde Lrpschütz wegen aus einen getvaltsämen Umsturz der staatlichen Ordnung gerichteten Verbrechens zu z w ö l f e i n h a l b Iah x en . Zuchthaus, 1Ö;0Ö0 K. Geldstrafe und zur Zahlung eines Schadenersatzes von 800.000 K. verurteilt. Budapest, 10. Oktober. Der Kellner Johann Csigvs wurde seinerzeit von der ungarischen Grenzpolizei verhaftet, als er angeblich im Begriffe war, wichtige Schriften und Korrespondenzen fiir die tschechische Spioltageabteilung in Komorn Mer die Grenze zu schmuggeln. Das Militärgericht verurteilte C s i g o s - wegen -A p i o n a g e z u m Tode. Der Verurteilte apMerte. Volkswirt. Gestempelte Krone ---> —.YY'/tz Centimes. Auszahlung Wien —.öOß/8* Centimes. ün Zürich notierte 6ie österreichische Krmu . . . ü.00'.< (’ 0 C(V/< om Ö. ÖHI.) -io Ssierr. gestempelte Ärone. 0.00^(0.00'/, - um v. Okt.) die tschechische Krone « . .. 19.20 (1Ö.— am 9. Dkl) die Mach. . . ... . O.m/vro.207,' am 9. Okt.) Agram . . .. tOVli ( 2.- am 9 OHM Bukarest . . , . . ... , suo ( 3W dm. 9. Okt.) Sössa ......... «3.40 l 3.,40 um 6. Okt.) Budapest. O.ül ( O.öi '/i. <nu 9 M.l ^nHdtöU ..... ,;. . 0,051, ( O.Ü54/< am 9. Okt.) * Nach einer Meldung der Schweizerischen Bankverristes QtOQSk ' gfftcttey, MorgewzL __' _ Die Aktie cn ' , i Von Dr. Hrt«rich .V^v.n. Was unter einem En tons ca st, weiß jede Modedame. Es sind dies jeüc schöm-.-., ü/ ' vstb Knöpfen de» siegelten Schirme, die gleichmäßig; Ä-v - und Regen schützen, ' Schmnr für ^jÄwS?>-. j& '-s stall. Aehnlich möchte ich die Gratisaktie bezeichnen, u: .;! cn tmtl eas.. Sie ist die Slktie,'die als beque-rner i.n - . :x Behelf aufgöspWlt wird, um zusätzliche -e ohne neue Einlagen zu-schaffen. Wenn sie, WaL -’i^zi sten entspricht, - dem Aktionär hintangegeben wird, so geschieht es, um einen znrückgchellten Gewinn zu mobilisieren»' ihn aus der Reserve, in der er gebunden war, hervorzuholen, ihn aber, statt ihn heimzuzahteu, mit. dem Aktienkapttal zu verinengen und ihn quotenmäßig in neuen Aktien zu verbriefen. Die Ausgabe vön Grätisaktien ist in solchem Falle eine ' KäPitalSvermehrung nicht dem Maße nach, sondern den Anteilen nach; es ist eine , Stückelung der Anterlscheine nud daS ist die gewöhnliche Modo.- IteuestenS aber haben sich für die Gratisaktien andere Motive und - Formen ausgebildet. Bor allem gilt dies von jener Gratisaktie, die nicht dem alten Aktionär flüssig gemacht wird, sondern von einem. s r: sch en Anwärter angesprochen wird; es ist dies jene-Gratisaktie,, die immer wieder in dem sozialistischen Pvogramm ansleuchtet und vl.8 unentgeltliche Anfcrdevüng für den Staat und seine siskattschen Interesse« ausgesteckt wird. Vorerst ist es dazu noch nicht gekommen, allein ein Mklalfch hiervon ist immerhin in den Gratisaktien sichtbar, die als Ablösung für die Vermögensabgabe, als Entschädigungfür die Zkvangsanlvihe den Aktiengesellschaften bald saknltattv, bald rnrperativ ausgetragen sind und die wahre Natur der Gratisaktie unleugbar mannigfach Und gerade in den wichtigsten Kriterien trüben. Allein darin rechtfertigen sict immerhin die Bezeichnung der Gratisaktte, daß sie von'döm Empfänger whne Einlage erworben werden. Weil aber schon von der Zwangsanleihe die Rede ist, muß in diesem Zusammenhang ans die Gratisaktie gedacht werden, welche verschiedene Aktien- . gefellschaften ihren Aktionären dafür anbieten» daß sie ihnen die zwangsweise übernommene. Staatsanleihe wieder - abnehmey. .M sit Ms.Mft» nicht die GvatiSaktie» mit der die GeMschüst ihrer Anleihepflicht gegenüber dem Staate obliegt, sondern die Gratisaktie, mit der sie ihre Anle-ihepflicht gegenüber dem Staate'aus «den Aktionär überwälzt. . ‘ / Wt einer eigenen Retouche ist auf die GraltiKaktie zu pinseln, welche die Einlösung des Coupons ersetzen soll und als Dividende verabveicht wird, wie dies bei einzelnen Holding- Gesellschaften üblich getvorden ist, Zwar ist auch hier der Name Mißbraucht, weil auch hier das Wesen der Gratisaktie, das in der Unentgeltlichkeit gegrü:rdet ist, verwischt wivd, da der Coupon den Gegenwert der Aktie bildet-. Indessen spricht'«raü auch in diesem Falle, allgemein, von einer Gratisaktie. -, Box der erfinderlschen Aktrentechnik braucht dem zaghaften Gemüts nicht bange zu werden, daß damit die Reihe der Gebilde, in welche die GratiSchkttö.öfrföfcitti wird, abgeschlossen sei. ’ Kommt Zeit, kommt Rat und — nme Kombination. Mer auch schon diese Vorbilder zeigen, daß die Würdigung der Gratisaktie als eine Aktie en tons eas nicht unpassend ist." Sie ist für alles verwendbar.-Ein Griff — eine Gratisaktie. Man teilt und spaltet die Aktie, wie nran es braucht. Will die . Gesellschaft dem Aktionär eine Freude bereiten, beteilt sie ihn - mit einer GratiKaktie. kostet ihr nichts und es kostet ihm nichts. Gill der Staat sich eine Freude bereiten, so fordert er Gratisclktien. Es kostet ihm nichts Und es kostet auch -der Gesellschaft nichts.' Freilich hier schon hört die Freude des'Mionärsvairf. Die Zeche Hhlt er: von da ab werden dttiGratisaktien a>ff.seinem Rücken geschöpft. Die Gratisaktie, die ihrem Ursprung nach als Wohltat für den Aktionär gedacht ist,Iwird leicht zu seiner Plage. Sie dreht'den Spieß nm, der sich unversehens in sein Misch 'bohrt, um schmarotzend daran zu. zehreni Wohltat und Plage — en tons cas. ~ Wirkrmqerr des MürkftrrvzKL.. ' Paris,'10, Oktober» kHavaS.) „World" hat kürzlich.geschrieben, daß unmittelbar nach dem Wasseustittstand Millionen von Bürgern der Vereinigtert Staaten ' P a p i e r mä-r k - zu einem hohen Preis gekauft Haber', in -der AnüahNre, ein grltts Geschifft z>r machen. Schätz«»lgsweise seien 0?;0 Millionen Dollars von-Amerikanern in deutschem Papiergeld investiert worden. Diese'Summe sei heule nUtstMir 00 Milliönkil Dollar, wert. Der „Matiu" bespricht diese.Mitteilungerl des „World": «ird sagt, Errglaud sei dieser Bewegung gefolgt und der Märkstnrz koste die englische Finanz 700 'Millionen Dollar. -Für Amerika und England zusammen ergebe dies mehrst? 1600 Millionen Dollar?; - : ■ Nandatsverzicht der offiziellen Vertreter der Bahnbeniiher im Verkehrsministerium. Die Vertretnrrg der BayitbeNützer irrt „Kominerziellan Verband der ' österreichischen Eisanbaihnon", das sind die Vertreter von Handel, Gelverbe, Industrie,. Land- und Forstwirtschaft, der Berbrauchervrganisatlonew und deS Fremdenverkehrswesens, haben ihre Mandate in diesem Verbände znrückgelegt und beschlossen, ander heute stattfitldenden Sitzung des Transportausschusses' nicht mehr . tetlzunehmen. Hierzu erhalte» wir uns dem -Kreise der .Isttcressenteu folgende Mitteilting: Der „Kommerzielle Verband ^der österreichischen. Eisenbahnen"stst 'die Zentrnlorganisationdev staatlichen und privaten. Eisenbahuv'erwaltnngen sd'ie ehevtMsft Eiselidatzttdireklorentoistcrenz uird das Tarifkomiteel und hat die Schafsüng, FortbUdutlg :>nd Auslegung der regl'emeutari- , scheu und tarifa.rischen DestimMttiWN des Güter- und Pev-- stonenverkehrs zur Atifgabe. An den Äerhandlnttgen. des.Ve» bandes'.Munt auch eine Vevtvestilng der Bghnben ü tz e r teil, die 4)1 s dem Verkehrsbeivate zU entsenden ist. Da jedoch der PerkchrSbeirat bisher nicht aktiviert ist,'wurden aus de'nl. „Ausschnsse für tarifarisch^ >cnd. t)<tglemetttarische Fragen" 16 Vertreter der Oahnbenützer in /den Kommerziellen Verband ecksendet. Die' Erfahrungen der 11. Oktober 1928 ' feeite 7 Interessenten in diesem Verband waren die denkbar -ungünstig- 'len.. Die Bahnbenützervcrtretnng hat zwar das Recht, mitznberatcn und Anträge zu stellen, aber keinerlei Mitbestimmungsrecht. ES wurden Beschlüsse gefaßt und durchgesührt, ohne daß die Bahnbemitzer gefragt wurden, in vielen Fällen wurden durch schrisMche Ümstage bei den Bahnverwaltnngen Absttinmungen über wichtige Ilngelegenhetten durchgesührt, ,zn denen die Bähnbenützer übechaupt keine Stellung nehmen konnten, ja es wurde die in den Satzungen borgeschriebene Iltägige Widersprnchssrist nicht einmal eingchalten.M Diese Vorkonvmnisse haben nun zum einstimmigen Beschluss^ , der Bahnbeniitzer geführt, auf ihre Mandate zu verzichten, tv - - Uebettveisung von Nachnahmen auf Bahnsendungen i mH Wege der Postsparkasse, lieber Intervention -des Gremiums v >der Wiener Kauftriannschaft hat das Berkehrsmimsterinm verfügt, daß in Zukimft die Auszahlung von Nachnahmen nach Eingang in österreichischen Kwnen durch die Empfangsstationen im Bereiche der österreichischen Bundesbahnen durch die, Post oder Postsparkasse zu erfolgen habe und nicht wie bisher bei den Bahnkasstn durch Inkassanten zu beheben fick». Dies bedeutet für'die Firmen naturgemäß eine wesentliche Zeitersparnis.. Union-Bank. In. der am 9. d. abgchaltenen Sitzung des Verwältungsrates der Union-Bank wurde Herr Gabriel Nenmann als Mitglied des Verwaltnngsrates kooptiert und in den Vorstand' der Bank gewählt. ' Erhöhung des Lagergeldes der Zollgüter^ Das Bunde»- Ministerium für Finanzen hat zur Bedeckung der der Zollverwalttmg aus der Lagerung und Verivahrung der Zoll-Mer in öffentlichen Zollagern erwachsenden Kosten das Lagergeld, folgendermaßen festgesetzt: q) Für Postsendungen: 1. für gewöhnliche Postserrdungen mit 20 K. für ein Paket und einen Tagz 2. für Wertsendungen mit 80 K. für ein Paket, und einer Dag. b) Für andere Frachtsendungen mit.100 K. für einen Tag Und 100 Kilogramm Rohgewicht. Eim.Aenderung indem dermaligen Ausmaße der lagerzinsfreien Tagetritt nicht ein (fünf Tage einschließlich Sonn- und. Feiertage vom Tage der Ginlagemng an). Abrechnnngsg^richtShos. Der nach dein Vorkriegsschuldengesetze errichtete Äbrechuungsgerichtshos beginnt seine Tätigkeit am 16. d. Die Amtsräume des Abrechnungsgerichtshoses befindon sich in Men, 1. Bez., Schillerplatz 4, 4. Stock, Tür 125 bis 127. Die Emlaufftelle ist täglich an Werktagen von 9 bis 3 Uhr geöffnet, ' i Zollerhöhung in Deutschland. Das HandelsmuWm teilt «rit, daß mit Wirksamkeit vom 4. d. die deutschen Einfuhrzölle für Liste Reihe von Waren um 50 Prozent erhöht wurden, so für gewisse Parfümerien und kosmetische Mittel (Tarif Nr. 367, 368); Gewebe, Spitzen, Stickereien, Wirk- und Posa- .nietttierwaren, ganz oder teilweise aus Seide, SeidenkonfMon; Fußbodenteppiche und Möbelstosse, Samt und Plüsch, Spitzenstosse und Spitzen allex.'.Ach.-.griß-. Wolle,; Bamnwölle, Flachs', .Hans, Inte üsw^, nMchte Gewebe und Stickereien« aus Bömnwolle;''PerüMmnacherarbetten, 'SchmückMrn, Fächer, überzogene oder gefütterte Pelzwaren; Kautschukschläuche und Reifett (auch Pnounrattks), echte Perlen, fernes Hohlglas, Goldwaren, Silbergespinst uufr Silberwaren.^ Der Zollzuschlag für Konfektion und genahte Gegenstände aus Spitzel oKr Stickerei oder mit solchen verziert, wurde verdoppelt. Die Ausfuhrgebühr für Gurken in der Tfchecho-Slowakei. Wie das Harrhelsmnseum mitteilt, wurde die Mampulatronsgeibühr bei der Aussichr von konservierten Gurken (aus Tarif Nr. 129) aus der Tfchecho-Slowakei von 3 Prozent ans 0,5 Pro zent des fakturierten Wertes herabgesetzt. Wir«er Börse. Feste -itttcktenoenz. Der gestrige Bövsentrg erhielt seine SiMMur durch di» Steigerung dar TschechLnkr.'ne und die neuerliche Lenkung der Röichsmark. Die feste Grundtendenz blieb auft.cht, wenn lichauch tos Geschäft in- Mäßigen-Grenzen hielt. Da» Hauptinteresse konzentriere silh ans kscheck-ische Prprere. die namhafte KurSsMettenKtt.' M verzeichnen hatten,/.-Aber auch u n g arische Papiere waren lebhaft gefragt. Die ö st e reicht seh en Werte waren ziemlich vttnachläsiiat, da^die innerpolitische Lage.unklar ist und sohin die Spekulation aus der iur Zuge bosiudlichen Krcditaktion keinerlvi Anregungen erhielt. Gegen Schluß der Börse machre sich bLifflnst' stagniweneen: Geschäft -stärkere Nachfrage nach- Alpinen r-ud I u l r. S ü d geltend. Erste're gewannen 50.000, letztere 21.600 % Lebhaftes Interesse bestand auch für Rima. Krn;>p und Poldih ü t t e. -Baukaktien waren vernachläsügt. O e f>. e r r. - um g a r. verloren 26.000 K. Nachbörslich stiegen Alvine bis 606.000 K, in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) B o t st e n nie h m a r ft f. Aociemelöet wurden 208» Sä>w»ine, aukaetr'öben jedoch nur 1962 Stück, darunter 4g5 o leisch- und 1487 Fkltscbweint. Außer Markt wurdeu 136 Stück be.wseu. Der Provenienz nack waren 3&2 Slück inlwdiiche. 12Ö Stück ungarische 234 Stück jugvslawisiSe und 1216 Stück rumüni che. Pet rutn'gem Dttkehr blieben'prima Sorten Fettschi'eine gegen die-Vorwoche schwach behauptet, minder« Qualitäten haben sich bis zu 1000 K. pro Kilogramm im Preise verdtiliot. stie'schichwttne lenüterten unverändert $$ nokierten Fetttckwev e prtma 28000 bis 29.6L0 b., extrem £0.000 bis 31,060 K., mOtetschm-rs 26.(00 bis 29 000 .<1., ai,e und Bauernschweine S5M bis 2SCOO£., Ficschschweine 23.000 bis £9 000 K.. (510.00m pro Kilogramm Lebendgewicht. 6 di a t m a.r h t. 2luige,rieten wurden 701 Stück; bet schwächerer Zäuferbeleiiianng notierten Primas10.000 K.» alle anderen Qual'tä en 6000 d'5 8000 A.. Lämmer 8000 Ä. pro Kilo ramm Levendaemtcht. . P f e t d e itf 6 t k f, Zum gestrigen Markt wurden 45 Echlächler- und 474 Gebran^sprerde. gebrach!. Bei sehr flauem Verkehr zah'te man; Zugplerde leiste 2,500.000 bi« 7,v 0.000, schwere 8M.000 dir 14.V00.000, Kutschnittbe 6.VV".' ov dir iO.0o0.00S K.. .Pferde für Schiachizwrcke 5C0j bis-9000 5i. pro Ailoarimm Lebendgewicht.