Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-10-08 · Heft 1314 (8.10.1922) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1314 (8.10.1922)
Date
1922-10-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980394--12449-2999001
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

' ' «« l , ’ ' ’ , 1 * i, ' < vT ' k ' ~ - ' ■■ '." ■•'■ - ■■ ■ "v■ V ‘'■■‘■■■r- /• 1 ■.-■ y ■'??': ■..■>'■ vv.v"'.' Heite 8 Wien. Sonntag ^ifirjrig^stniji ♦t-rW* Wiener MorMtrzeltung. Wtäm JM^KvrlW«' -MWWHMBMUWe tv sicherlich für diesig Tatsachen syich^BnsPielK finb^ ■ Die HleiAe geistige' G^vöWhett fliAt^mer daß der Primitive Dinge Md MigMe, serer vbjekH vrientkiMtDDrkeRUniWnlWläÄU ni zu tun haben, ohnejyeiters ursächlichverknüpft Wlb eine als vom arWu venchsacht -MKM WmMlich Lei allen Abweichungen von der Gewohnheit, die er erlebt, H dies der Fall,, «fd» das konservative Hängen am Althergebrachten, das ja Nicht bloß auf die „Naturvölker" beschränkt ist, ist nicht zum geringsten Teile.Mch Gs entwickelteren > Kulturstufen durch die Angst begründet, düs Neste könnte' durch mystische Verknüpfung üble Folgen verursachen. Namentlich die * Primitiven ' gehen in dieser Hinsicht außerordentlich weit und nehmen -gar kernen Anstoß daran, für uns ganz unglaubliche Zusammenhänge zu konstruieren. So erschießt ein Mann in Neuguinea, der ohne Beute von der Jagd zurückkommt, ohneweiters seinen Freund, der tytt zufällig begegnet, weil ihm plötzlich der Einfall komntt, dieser habe ihm auf mhsttsche Weife das Nebel zugefügt. Der Primitive sieht solche rein zufällige oder willkürliche Beziehungen im besten Glauben und ohne Zögern als tatsächlich wirksam an und zieht daraus die entsprechenden Folgerungen.' Für diese Stufen menschlicher Erkenntnis gilt eben das logische Gesetz des^WidersPruches Nichts An seiner' Stelle glaubt Zevv-Brühl ein anderes Denkgesetz zu erkennen, welches er Vas Gesetz der .„Partizipation" nennt. Er meint damit die geistige Gewohnheit, überall eine Teilhabung der Dinge aneinander, eine weitgehende mystische, gegenseitige Beeinflussung, ja eine Identifikation anzunehmen. In dem Bestreben, die Tatsachen diesem einen Gesetze unterzuordnen, ist er wohl manchmal zu eigentümlichen Gedankengängen gezwungen, doch wird hierdurch/an der grundsätzlichen großen Blutung seiner Anschauung nichts geändert. Sehr interessant und in diesem Zusammenhänge bedeutungsvoll ist eine andere Tatsache des primitiven Geisteslebens, nämlich das Fehlen unserer Art, die Dinge der Außenwelt zu klassifizieren und durch Abstrahieren Begriffe zu bWen. Der gleiche Mangel an festen denkgesetzlichen Bindungen führt aus der einen Seite dazu, daß manches gar nicht differenziert wird, tvas uns verschieden odervielfältig erscheint. So sieht der Primitive den Sternenhimmel als „komplexe" Erscheinung, nicht so wie wir die einzelnen Sterne; so erscheinen ihm Dinge gleich, welche für unsere vertiefter« Erkenntnis nur äußerlich ähnlich scheinen, wie z. B. Vögel und Schmetterlinge. Auf der anderen Seite werden in dem primitiven Geiste manche Erscheinungen wieder in einer ganz besonders scharfen Weise unterfchieden und e^aßt. Daher stammt ja der auffällige und ungeheuerliche Reichtum vieler primitiver und primitivster Sprachen an Formen und an Ausdrücken, welche uns synonym erscheinen, dem Naturmenschen aber wohlunterfchredene Begriffe bedeuten. Zum Beispiel gibt es nicht Vielfach bloß eins Ern- und Mehrzahl wie bei rms, auch mit der Zwerzahl begnügt sich eine ganze Anzahl ursprünglicher Sprachen nicht, sondern es werden sogar eigene Formen zur Bezeichnung einer Mehrheit von drei, oder vier Personen gebildet! In einer Negerspvache göbt es nicht weniger als 33 Ausdrücke für ^gehen", von denen-jeder einzelne eine ganz genau bestimmte Nuance oder Art des Gehens bezeichnt: z. B. schnell gehen, langsam, hinkend, mtt nickendem Kopf (!) gehen usw. usw. Alles das, Was wir. wenn wir es überhaupt unterscheiden, im Bedarfsfälle durch Zuhilfenahme mehrerer Worte ausdrückenmuß hier gleich und in kürzesttr Form gesagt werden. Der auffallende Mangel an Abstrahierungsvermögen, der sich in dieser übertrieben konkreten Ausdrucksweise zeigt, führt zu dtzr Frage, in welcher Weise die wichtigste Abstraktionsleistung, das Zählen, vollbracht wird. Dabei ergibt sich, daß die Zahlwörter einen ursprünglich ganz konkreten Simr besaßen. Der Primitive benützt beim Zählen seine Körperteile als Behelf, er zählt in eitut bestimmten und mehr oder »vemger regelmäßig, wiederkchrenden Weise an seinen Körperteilen ab, so wie wir es ja noch an unseren Fingern tun. Die Bezeichnungen der bew ssenden Glieder bekommen auf diese Werse allmählich die abstrakte Bedeutung der Zahl welche sie begleitet haben. Es ist in diesem Rahmen nicht möglich, die Fülle von Beobachtungen, von Folgerungen und Anregungen zu erschöpfen, welche in dem Werke Levh-BrühlS enthalten sind. Die soziologische Bedingtheit gerade ddr elementarsten Geistestätigkeiten, -welche der Verfasser und auch der Herausgeber des Buches immer wieder betonen nutz durch Tatsachen erhärten, führt letzten Endes sozusagen zu mit Relativitätstheorie auf dem G'biete der Kulturgeschichte und der Psychologie. Wohl ist der Unterschied zwischen dem modernen und dem prinntiverr Denken nur ein graduellst und kein prinzipieller, wrhfi b'eibt die Kontinuität der Menschheitsentwicklung^ gewahrt, aber die Wsicht, Hß bti snndamenta^n Grundwahrheiten unserer ÄtkenstttuStheoric. Logik und Psychologie eigentlich nur für einen h.'« schränkten Teil der Menschheit unbedingte Geltung besitzen, ist. von außerordentlicher Bedeutung, und sehr viele Erscheinungen nicht nur der Ethnologiejörckeru astch der Foikloristik vorgeschrittener Völker, nicht zuletzt auch jener der Juden, erhalten unter diesem. Gesichtspunkte chn ganz neue Bedeutung. - \ Dr. R. P. öffUGht MMekWEWrMMlg, ..Iw. für die,jüdischen Hilfsbedürftigen , überdies bereit., ist, M jedep ' amMkatzijchW^ OWriU^Amöst astch ' auf ir VnMioWW/chütz.^,^, 8. Oktober 1922 Nr. 1814 WWWWMdMjW WiWfW# 3i»nifli{(^c Srauenorgawitytion. , Dienstag deü-' 10) d. findet um f> Uhr abends Int SitzunK-; saal des Zionistischen UandeskomitceS. 2. Bez., Lahorstraße 20 a, die Sitzung des-. I »,rtiatlvLomIte*9 der Frauenorganisation und der Vertreterinnen der Bezirke statt. Tagesordnung: 1. Frauencrgan.satlun. 2. Parteitag. > -/ - # ' ... . . , / - Die Zionistische Frallengrüppeder -Bezirkssektion 9 ladet alle zur Gruppe gehörenden Frauen und Mädchen zuder Mittwoch den 11. d. um 4 Uhr nachmittags im Lokal, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11—13,, stattfindenden Vollversammlung ein. Auf der Tagesordnung steht: i. Parteitag. 2. Keren Hajessod- Wion. Mit Rücksicht auf Äe überaus wichtige Tagesordnung,' die insbesondere Fragen der kommerrden Zeit, betreffen, werden alle Damen aufgesordert, pünktlich 'zu erscheinen. Dcks Kind dem Kinde! . Für den Verein Jstdifche Kinderfreunde. Der Tag, an dem die Verlesung'der Thöva beschlossen und aufs neue begonnen wird, ist ein Kinderfest. Die Kleinen ziehen mtt Fähnchen in. dm Tempel und dort werden alle zur Thora gerufen. Auch dieser Brauch charakterisiert die Liebe des jüdischen Volkes zu feinen Kindern. Der Schatz der' ältesten und tttssten Weisheiten wird dem Heranwachsenden GeWecht, unserer Zukunft, übergeben. Froh mw glücklich wohnen die Eltern dieser Zetemöme bei. Leider denken nur wenige daran, daß es so viele Kinder gibt, , die keinen Peg zu diesem Schatz, ja zu den allgemeinen weltlichm Weisheiten finden, weil sie in Elendswohnungen Hausen, ihr Brot hart verdienen, vielfach sogar erbetteln müssen. Weit sinniger würde aber der schöne Brauch dadurch, daß die glücklicheren Kleinen ihrer armen, hilfsbedürftigen Altersgenossen durch Dhoraspenden gedenken. An diesem Tage müßten in jedem GotttShans zahlreiche Spendm für , den Verein Jüdische Kindevfreltrrde gemacht werden, der diese./jüdischen Kinder von der Straße sernhält und zum Menschentum und Judentum erzicht. Einführung, dev Winterfahrordnunq i« Bereiche der Bunsesbahndirektion Wien-West. Die Httssaktio» des Joint in Smyrxa. 10.000 Dollars als erste Hilfe. t ' Das American Ioi n t Dlstributiou Committee hat, wie I. C. B. ,ans.New-Vork berichtet, für öie Flücht-- linae aus Smyrna einen vprlaukigen Aetrag von..- 1.W est d ahn. echnellrvü 209 (ab Wien Weftbahyhof 21.00). Wien I—Seizkal. vrrKehrl bereiks lehkmal» Freika- 6. Mt.. Schnellzug S10 (an Wlen-Westbahnhof 8.1t) lehlmals Samstag 7. SKlobrr. ' Die Luruszüge Haü5-?Men---Marest derützren in der Winterfahrotdnung auch MerWellbahnhol und zwar Wchlung von Pari» zum riusßeigen. Richtung nach Parts züm Äinstetgen. Lujuszug L 1 (Dichtviig Bukarest—Paris) erhält eine fpät-re Derkryrslage und zwar Abfahrt ob Wien-Westbahnhos 8.15, Lupiszu^ l. 3 Poris—Wien—Bukarest wird um 23.55 in Wien 'tn0< Ostende-Schvellzug v 401 wird nach wie vor von Wienostdatznhof in alter Dttkehrslage abgefühtt, erhält in Kütleldorf einen Aufenthalt zum Einstetam. ' x Bet Zug 417; (ab Wirn-Weltbahnhof 19.20) entfallen d!e Aukenthalle m sämtlichen Haltestellen Stricke Sr. Pölten— AMfietten. . Zn der Sirecke PSchlarn-^Mnberg-Vaming wird Zug SilS von MnHerg-S. um SO Minuten später geführt, somit ab Ktea» herg-O. 5.00. Auf der Rbbskalbahn wird, Zug 32LS, Strecke Waidhofe» a. d. D—VbbU von WaidWen a. d. V> um 4M abgefüyrt. Zug s»50 verkehrt nur an Samstagen vom 3. Dezemtzer lSSr bis 24. FebrSar 193» Und. verMiitelt rden Anschluß an den von Wien-Westbahnhos abge'hendnt Sportzug 3S7. Zn der Slttche St. Pötten-Mariazell-Gußwerk trete» nachstrhend» Aenprrungen ein: Pie Züge 118 (ab. St. Pölten 8.49), 119 (ab Sr. Pölten 20.50), Zug 465 (ad Mariazell 16:48) entfallen. Zug 11 (ad St. Pölten 6.49) verkehrt Strecke St. Pölten —LoubendactMühle ' täglich: regelmäßig, Strecke Loubendächmühle—Mariazell nur an Sonn-^und Feiertagen und an Werktagen noch Sönn- und.Feierlägen/-Zug 51 sahrt ab St. Höllen um 12L9 ab. Zug 17 (ad St. Pölttn 17.30) wird nur dis Laubenbachmühie geführt. Neu gekihrl wird " Zug 217 (ab St. Höllen 15.50. an Mariazell 19.85). In der Gegenrichtung entfällt Strecke Gußwerk—Mariazell Ä456 (ab Gußwerk 17.20). Zug 18 (an St. Pölten 17.44) tjtl von Obergrasendorf mit Anschluß von Ruprechkshosen, entfällt daher in der Strecke Mariazell—Voergrafendorf. Zug 16 (an St. gölten 11.11) verkehrt Strecke Läudenbachmüyle— St. Pölten täglich regelmäßig, dagegen Strecke Menazrll— Laubenbachmühie nur an Synn- und Feiertagen und an Werktaaen nach Sonn- und Feiektagen. Schnellzugs (öb Mariäzell 17.45, an St. Pötten 20.27) wird nicht mehr gesührt.) 2. W r s E. ^'B.-G m k n d. Etz rwfällen: Zug 17 Si-mmdSherberg—GmÜNd' (ab Stgmundsherberg lSLSz an Gmünd.32.40), Zug 16 Gmünd—Stgmundsherberg (ab .Gmünd 9.10, an Sigmundsherbera 11.39), Zug 37 Wien°F. L.-B.— Tulln (ab Wien-F. I.°B. 1V.05), Zug 44 Tulln-Wien-F. F.iB. m wm *' - ■. Msch ÄgeLNderter Fahrordnung verkehren: 'Wien Ür: i0.05 mit Aufenthalten in allest Haltestellen der Strecke Wien F. S. B.—Tulln; Wstk F.' 3. B. 12.25mit Aufenthalten in alle» ... G »p ü n d-L i t f ch a p-K e i d e«rp„i ch st e t n. f i - Geändert wurden: Zug 51 Gmünd ab 6.20, Liischaü t mmämkmxmtfi MesdektttchsteMM M. Att-NagelbM / - * .";§ugab 7, Gmünd an 9.55, - sua »13 aß tanonenund!ug 516 H taiioWMnd LSAV ' «es«! EcheibmÜhl 20.00; Zug 927 ad <Kut___ dorf 18.57; Zug 928 ob WittmanMöt-sDH . . .. 9.20; Zug 8056a ab Türnik 18.40, an Freiland 19.06; Zugs 6057a ab Freilqnds17.40,.an Liirnih 16.10.- s Ing e' 8 N ö e r t e n" F a v r o r tu ü «ge« ».t*t h e h re n: Zua 730 ab Hainfeld 6.30 (anstatt 8.00). «n Scheibt mühl 6.59 (anstaü 8.LÜ-: Zua. 728 ab Oäinfeld 5.S2 (anstatt 5.25), an Scheibmühl 8.50 (anstatt 5.55): Zug 821 ab Scheibmühl 7.01 (anstatt 6^40), an Freiland 7.35 (anstatt 7.16): Zug 828.an St. Aegyd a. N: 545 (anstatt 5.15). an St. Pölten 7.68 (anstatt 7.20): Zug .630 ab Ireiland 8.07 (anstatt 8.00), anj Scheibmühl 8.42 (anstatt 8.33; Zug 8051 ab Freiland 6.3h ianstatt 6.02), an Türnih 7.00 (anstatt' 6.32): Zug 8052 oM Türnitz 7.30 (anstatt 7.30), an Freiland 8.00 Anstatt 7.50) f Zug 6068 ab Türnitz 5.45 (anstait 5.1S), an Kreltand 6.15 (a»< slqtt 5.45).! I n nePer F^a hr o rö nüti g v erk e,h rt t8 g^ l i ch: Zug 831 ad Scheibmlihl 13.00,. an St. Aegyd o. Ä. 14.24 mit Anschluß nach Kernhof, an Stelle der gegenwärtig ad! Scheibmühl nur bis Freiland verkehrenden Zuger 331. Weiters verkehrt Zug 829 .(ad Scheibmühl 28.10. an Frei-I land 22.47, an St. Aegyd a. N. 23.32) nur mehr zweimal! wöchentlich, und zwar jeden Mittwoch bis Freiland und iede» Samstag bis St. Aegyd o. N.; derselbe nimmt in den Kaste-! stellen Stangental und Tavern keinen Aufenthalt. N e u b e r g — M ü r z z u s ch l a g : In geänderter Fahrordnung ver ehren an Sonntagen: Zug 3615' ab Neuberg 16.22 (anstatt 16.371 ött Mürzzuschlag 16.50 (anstatt 17.05). Zug! 3616 ad Mürzzuschlag 15.23 (anstatt 15.30), an NeUberg 15.51! (anstatt 16.58), ' * Das Neueste ist ... Das Neueste ist nämttchz daß der Orientvdie Gegend der Rätsel ist. Diese Tatsacho' istvielleicht schon früher bekannt gewesen, aber sie hat erst wieder Bedeutung bekommen, als die Tschadaldscha-Linic cr-s reicht, überschritten, total zertrümmert wurde. Auch bcinl friedfertigsten Staatsbürger drängen sich gebieterisch dies Fragen auf: Was ist Tschadaldscha? Wo ist es? Wer ist es? Wohl konnte dem aufmerksamen Zeitungsleser nicht! entgehen, daß das schwierige Wort ein Mittelding zwischest Fluß, Ortschaft, heidnischer Gottheit und einer Schuhcreme ist;- auch daß eiu Kemalist etwas sehr Aehnliches wig ein Kommunist ist, war bald klar. Aber gründlich, wie, der Wiener von Natur ist, begehrte er zu wissen, tvas für. eine' Borte König Konstantins Nachthemd hatte, in dem! er die Flucht ergriff, und die Grübler verlangen überdies noch Aufttärung darüber, welche Rolle in der ganzen Affäre eigentlich Tschanak spiele, der doch wahrscheinlich eist Chinese ist. Gewiegte Politiker behaupten freiliches spiele! in dieses Problem die Meerengenftage hinein, die für Deutschösterreich um so bedeutsamer istals wir keinen Anteil am Meere haben. Wie immer die Sache sich , atzen verhalten mag, soviel ist sicher, daß es gut wäre, ivenst man in Wien einen Sachverständigen fände, der annähernd sagen könnte, ob Müöania in Spanien öder in Japan liegt^ Denn eS muß wirklich -für die'Spezialberichterstatter der bestinformierten Blätter nicht ganz leicht sein, längere Reisebriefe aus einer Gegend zu schreiben, die sie noch) nicht einmal im Ko^enn, Ausgabe für Bürgerschulen, gescheu haben. Da haben es die Haus- und Familienstrategen doch leichter: Sie halten die Tschanak-Linie. Sie halten sie gegen jeden Angriff —- eisern —. Wenn sie es! lange genug fovtsetzen, erfahre^ sie dann vielleicht auch, wo; das ist. . Kater Murr. * Warnung vor Reifen Aber Mexiko. Das Wande-i' rungsamt (Wien, 1. Bezirk, Hoher Markt 5) hat in Erst fahrung gebracht, daß Auswanderer wissentlich oder iltz Unkenntnis der Verordnungen des 8 23 des Einwandest rungSgesetzes vorn 5. Februar, 1917 ihre Reise in diel Bereinigten Staaten'auf dem Wege üb er'Mexiko anst getreten haben. Es schrrnt, daß einige dieser AuSwanq derer veranlaßt tvurden, diesen Weg einzuschlagen, weill die UeberfahrtkosteN nach Mexiko geringer sind, als die. Fahrtspesen der' direkten Reise nach den Pereinigtenj Staaten.. Nach ihrer- Ankunft in Mexiko such«: sie dann! um Zulassung in die Bereinigten Staaten an, welche ihneilvon den GinwMderungsbehLrden nach' dem obzitierten! § 23 verweigert werdm muß. * Amerikanisches Rieftufpiel-eug. Ganz neuartiges Spielzeug wird jetzt in Amerika für Kinder angesertigt. Dort juck letzt große Spielsachen Mode. Es handelt sich dabei nicht um fertige GMustände, sondern um solche, die zur Herstellung von Bauten, Waggons usw. dienen.' Die Anregung dam ist'von .einer sehr bekannten Kindergärtnerin ausgegangen, mt Professor an oer Abteilung „Kindergärten" der Columbia-Universttär »ist, in ter MudergürtuMNuen ausgebildet werden. So hat sie denn Bausteine anfertigen lassen,, die die Herstellung von zwesitöckigen Hausern ermöglichen, in denen die Kinder sich Mbst anMlten können. Eine Mine Leiter -gehör! "dazu, mittels weilcher die Meinen das Haus dtzcken, wennstsie .nicht bis -zur Dachhöhe Hinauflancken können. Der Auf bau ist so'fest, daß die Kinder -mit. voller Sicherheit auch in den oberen Stockwerken spielen.können. Die Möbel, die zur.Ausstattung dieser Hä-pser menut, sind natürlich? in der Größe diesen entsprechend. Die Waggons, LoköiNotiven usw. werden gleichfalls ist stinem Umfange aUsgoführt, daß die- Kinder diese besteigen und im Z i mmer-tmcherfahven könnm. , * Die Ausfuhr von Eßelmetalleu aus Rußland. Tie f°wsta" mewst Ms. WoskM: - Was Volkskommissariat für nanzwes-en- «ist-Mit der-^AnsaMitu-ngx bo.n - Bestimrnungen er die Ä u s-fU h.r von. Ede l m e t a l l-e n?und ausländischen DÄuten LeschaMtlM'wW''beaibstchtiat, 'Pl' Ksla'tten,' daß jede ins Ausland versende Person weiter noch eme goldene oder silberm^Uhr,? einen^TvGvmg> Ms Golp sowie Gobrauchsgeamstände MS..Mogr''Mit sich fWon Mts, die. aber das Ge- Mcht von einem Pfund (49 Dekagramm) nicht übersteigen düMn.-DiH-VörsüMMeN WeheN - sich, aber'.stecht auf die in ihre Heknat zurückkehvenden Optanten, die ihr gesamtes EigetltMl -mitfiihM dürfen. - ' 3W,'WM’ i Üi£

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.