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Wiener Morgenzeitung · 1922-10-06 · Heft 1312 (6.10.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1312 (6.10.1922)
Date
1922-10-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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fm. mrm 6. Oktober im Seite S .’. .- - --■! .......—/ * Amtlicher Wetterbericht. Die Grenzlinie zwischen der kalten und warmen Luftströmung hat sich nach Süden verschoben. Me verläuft gegenwärtiig von Borkum über das Rtesengobirge «u den Karpathen. Das stanze Gebiet'dieser „Polarfront" ist durch Niederschläge gekennzeichnet. In Oesterreich hat sich das Wetter näch kürzer Besserung wieder verschlechtert. Wien liegt bereits im Ragenaediet. Bon der Front wird auch ein Gewitter gemeldet. Voraussage: Vorwiegend trüb uyd neb«lig, zunächst Waltender Regen, später Temperätürabnahrne bei nördlichen Wmden,' Ve»-r«e^ VvrtrLse ««d BerfammluN-»«. jl O rgan Nation d e r ru s lisch »ü krainft Men Zionisten in Wien. Montag den S. d.. im Seal der zionistischen ,Beztrkssek11on. vm.. Bennvplatz 1. FüdischchebrSischer Lieder- und Wusikobend. Mitwirkende: Fr. Detitzkas. Halöstina-Lleder; Zerren Lampl. Violine: Fuchs, -lavier. Anfang 7*8 Uhr abends. Gäste willkommen. — L i t a ch d u 1 h. Samstoo» S Uhr abends, dringende Sitzung Waad im Lokale. I!.. Gockengasie So. — Bukowinaer Ze n tralyer band in Wien. Ab Sonntag. 8 Uhr stütz. Vertzandsdiskussion ick Cas6 Prßckl (Souterrain), lv Stutzenring 24. Ecke Wollzeile. Eingefüdrten Gästen Eintritt gestattet. Neuaufnahmen von Mitgliedern, ebendortselbst. T e ck n t sch e sMus eum. Morgen, 3 Ubr nachmittags. Ftihrungrvortrag von N. B o r o e» i e: Bodenkultur. Sonntag den 8. d.. lv Uhr oormittasr. im großen «örsaal Lichlkildervvrtrag von Prof. Sag. Dr. Leopold O e r i e y- Der «isendahnbau. . l $ tta kr I n ger Dolksheim. XVI...Koflerpark 7.? Uhr: Deutsch für Nichtdeutsche; 7 Uhr: Philosophie. Ge- Wchie des Despotismus, Anzengruber, Sprachwissenschaften. Wandlungen von Energie und Materie, Sinnesorgane. Deutsch für N chtdeutsche, Französisch I. Tschechisch!N. Du,fisch H. Sau «ontejehre. OrchesterLbungen (VI.. Mollardgasse 87), Algebra I, und Düngerlehre; 8 Uhr: Indische Uebungen. Amman. Kant. Geld und ,_ napoteonische Kais-rreich. Skandinavische Dichtung. Latein ».Französisch II. Tschechisch l und H., Russisch I. «tfionfche Uebungen. e o v o l ü st ä dterVolkshei m. II.. Zirkusgasse 48.' 7 Uhr: Allgemeine Staatslehre. Europäische Gefchichte, Wortschatz der deutschen Sprache. Geschichte der Erde, Französisch T V U» Psychologie, Philosophische Dichtung, Experimentale Etzemie. Französische Konversation: 8 Uhr: Staatsrechtliche Uebungen, Weltgeschichte der Neuzeit. Deutsche Sprachlehre, Lehre vom Leben. Fortpflanzung im Pflanzenreich, Französisch II!. Si«meringer Do lks h eim, Xt.. Gott chaik- Me 21. 6 Uhr: Englisch II; 7 Uhr: Wirtschaftsgeschichte. Sprechkurs, Stenographie, Elementares Rfchnen. Naturkräfie und Naturgeschichte, Englisch!; 8 Uhr: Grurdlehren der Mechanik, Bau und Leben der Bienen. Französisch I. Uran ta. Keule, 5 Uhr (Großer Saal): In den Felswänden Tirols« 7,« Uhr (Kleiner Saal): Kofrat Dr. Karl Gianndni: Mödling, ein lauiendjähriges Stadtbild. 7^8 Uhr (Kursfoal): Dr. Aeinhvld Lorenz: National und Internationa'. IV. V-6 Uhr (Klubsaal) : Ferdinand M a t r a s: Sprechkurs, HI. 7,8 Uhr (Großer Saal) : Burgschauspielerin Lotte Witt: Vortragsabend. 7,8 Uhr (Kleiner Saal): Die Lebensgefahren des Alltags. I. Oberbaurat Ing. Kans M ekjscka: Technischer «rbeiterschuh. 7,8 Uhr (Kurssail): Di. Otto W « t t st e r n: Das Rätsel des Vogelzuges. 7,8 Uhr iKludsaal): Robert Frieümann: Dußlgnds Weg /vom NihWmur züm Anarchismus und SoMismüs. V. -- Z w e i gstelle Wieden» IV.. Mittersieig 16. 7,8 Uhr: Das Wunder des Schneeschuhs. 8 Uhr: Franz. Schubert. Ernähvung. Die Lebensmittelmärkie. Rindfleisch wird wieder teurer. Die Gemüsemärkte und namentlich her Naschmarkt sind tmit Grün waren aller Art und Obst nach wie vor reichlich beschickt, die Nachfrage ist gestern auf allen Gebieten sehr lebhaft gewesen. Die Preislage für Gemüse Meb im großen und ganzen bis aus Karotten und Kohl, die um einige Kronen pro Kilogramm teurer wurden, unverändert. Kartoffel haben sich weiter um 16 K. pw Kilogramin ermäßigt. Dagegen haben Hevenpilze sine weitere Steigerung um 2000 K. Pro Kilogramm erfahren. .; Von Obstsorten sind besonders steirische Aepsel und Birnen stark vertveten. Weintrauben kommen gleichfalls bereits in großen Mengen. Der Detailpreis betrug gestern 6000 bis 12.000 K. Pro Kilogramm je nach Qualität. Pfirsiche kommen nur in minderen Qualitäten aus «den Markt und sind augenblicklich mit 3000 bis 3600 K. pro Kilogramm ange-botvn. Eier haben koine Verbilligung erfahren. Aus den Märkten verlangte man für ein Stück 1800 bis 1860 K., in Bezirlsgeschäften wird sogar ein Preis von 1900 K. gefordert. Butter behauptet trotz des vevhÄtnismäßi'g großen Angebotes noch immer fest Ehren Preis und notierte/gestern 50.000 bis 58.000 Kronen pro Kilogramm. Fleisch aller Art ist sowohl in der Großmarkthalle als auch aus den anderen Märkten und in den Bezirksgeschäften in mehr als ausreichenden Mengen vorhanden. Die Nachfrage nach Rindfleisch hat sich etwas gebessert. Mindere Qualitäten von Rindfleisch wurden um 1000 bis 2000 K. pro Kilogramm gestern wieder in die Höhe gesetzt. Auch Seefische, die lebhafter Nachfrage 'begegneten, haben im Preise angezogen, Seelachs und Kabeljau kosten bereits 12.000 K., die anderen Seefische 15.000 bis 20.000 '.K. pro Kilogranun. * Speisehaken „Einheit" Wien, .2. Bez., Malzgasse 12.. Don Dienstag den 10. d. an werden in unseren Speisehallen täglich Mittagessen, bestehend aus Suppe, Fleisch, Gemüse , und Mehlspeise, in bester Zubereitung und. in reichlichen 'Portionen um den Preis von 5000 K. für die Mahlzeit Verabreicht. Der Vorstand des Vereins Einheit'will durch diese Einrichtung vor allem Greisen und Greisinnen,'Kleinrentnern, Pensionisten, kleinen Gewevbs- und Kaufleuten und minderhesvldeten Angestellten gutes, schmackhaftes und nährendes Essen' in separierten Räumen geben. . Bühne und Kunst. Anden Theater«. Im Bürgt h e ater, gelangt, morgen Samstag zu er- / höhten Preisen Shakespeares Traüerspiel „Macbeth" zur' Aufführung. Es wirken mit die Damen Mayer, Medelsky und. Wohlgcmuth, die Herren Arndt, Blum, Benard, Danegger, Dachler, Devrient, Gidliitz, Elmhorst, Höbling, Huber,. Kramer, Maierhoser. Moncza, Moser. Müller, Emmerich Reimers, Georg/Reimers, Schmidt, Schott, Schmöle, Seydelmann, Sieben» WreSner und Philipp ZeSka. Anfang 7 Uhr. —Dienstag' den 10. b. geht Schillers Schauspiel „Wilhelm T e l l" in Szene. Anfang 7 Uhr. — Als Vorstellung des Burgtheaters im Akademretheater wird morgen Scmrstag die Komödie . „Bunburh" von OSkar Wilde)gegeben mit den Damen Lewinsky, Littitz, Mayen und Seidler, den Herren Baumgartner, Müller, Pranger, Rombera und Rnb. Anfang 7 Uhr. — Dienstag den 10. d. wird das Lustspiel „Das Glas Wasser" von Eugen Scvibe aufgeführt. Anfang 7 Uhr.. . Im Redo Utens aal der Hofburg gelanck morgen. Goethes Schauspiel „Stella" zur Wiederholung. Es wirken mit die Damen Lessen, Rambousek. Reuffurth, Gervaes und Thimig, die Herren Dieierle, Ivo, Kvonert, Rainer, Schneiderham Regie: Maz Reinhardt. Beginn 7 Uhr. Im Sinne der zwischen der Bundestheäterv.erwaltung und Max Reinhardt getroffenen Vereinbarungen wird me Staatsoper Montag den 9. und Dienstag den 10. d. Vorstellungen im Redoutensaal geben. An diesen boiden Tagen gastiert Max Reinhardt mit dem.Ensemble in P r e ßb u rg. Es gelängen dorr „Stella" und „Dame Kobold" zur AuMhrung. Mittwoch den 11. -. werden die SchauspielvörstellunaeN im. Redoutensaal mit einer Aufführung von „Dame Kobold" Wieder ausgenommen. ...Op e.r.n t he ä t er.: Morgen: Samstag gelangt ick Operncheater bei aufgchobeuem Jahresabonnement in italienischer Sprache „Rigoletto" mit den Damen Kurz, Paalen, Konrath, Jovanovic, Lehnhavdt, den Herben Piceaver, Groenen, Ncrbert, Madin, Stehmann, Arnold, Zee und Muzarelli zur Aufführung. Dirigent: Herr Alwin. Beginn 7 Uhr. — Kammersänger Bohnen tritt. vor seiner Abreise nach Amerika an. einigen Abenden.im. Opentheater auf. Seine ersten Partien werden in der kommenoeu .Woche sein: Montag den 9. d. Mephisto in „Margarete" (Faust Herr Piceaver), ferner Kezal in „Verkaufte Braut" und Amonasve in „Aida". Im Lu st s p i e i t he ater entfällt infolge Vorbereitung für die morgige Premiere der Operette ,-Prinzessin Olala" die heutige Vorstellung. / Das Theater in der Iosefstadt führt heute im Rahmen seiner 'litemrischen' Abende das . dveiaktige SchaNspiel „Der Griff ins Räderwerk" von Rudolf Oesterreicher auf. _____ Das Wiener Gastspiel der Wilnaer. Die Mlnaer Truppe, das bedeutendste mdische Ensemble der Welt, beginnt ihr kurzes Gastspiel im Rahmen der freien jüdischen Vobisb ü h ne (Rolandbühne) definitiv Sonntag den 8. d., halb 8 Uhr, mit A. Weiterst dreiaktigem Schauspiel; „D e r St u m me". Für die äußerordeutliche Popularität-dieser Truppe, Has .önorme- Interesse, das sich auch in Kreisen» die deck Wlschen Theater fernstehen, ftmdgibt. Der Lohnkampf irft den- Wiener Theater«. In den Lohn» verhaMungen, vlie. zwischen.deck Direktvvenverbmld der Wiener'Theater und der Ar'beitsgoineinschaft der Organisatiönckt ■ der BühNenangestellten geführt werden und-sich schwierig" gefta'ltet haben, ist eine leichte Entspannung eingetreten. Gestern vormittags faufb in der Arbeiterkackmer eine von beiden Streitteilen beschickte Einigungssitzungunter dem-Vorsitz dis Staatssekretärs a. D. Hanusch statt, die das Ergebnis-zeitigte, daß ein Ausgleich der beiderseitigen Standpunkte in Aussicht sticht. Albert Heine ist nicht mehr Mitglied des Burgtheaters. Das bedeiltet, daß Burgtheater, daß Wien um einen hervorragenden, eigenartigen Regisseur ärmer ist. Jnszenierungeil, wie. etwa „Und Pippa tanzt" oder „Coriolan", Hatten,' aus Berlin importiert, gewaltiges Aufsehen gemacht. Der Schauspieler Heine wird schwer, der Spielleiter Heine nicht zu ersetzen sein. Deutsches Volkstheater. .Am zweiten Mend seines diesjährigen Gastspieles sah man Leopold Kramer wieder als scharmanten, eleganten, schlagfertigen Teufel in Molnars gleichnamiger Komödie. Wir haben die brillante Leistung schon anläßlich '"eines jüngsten Gastsviels gewürdigt.' Unter den Mitwirkenden ist insbesondere Erika Wagner hervorzuheben. „Jaukale." In die Jüdische Bühne (Hotel Stephanie) lockt jetzt ein neuer, herzallerliebster „Iankale" das Publikum. In der gleichnamigen jüdischen Operette, die sich einer beispiellosen Popularität erfreut, spielt die erst zwölfjährige Cilli Bell die Hauptrolle und wird nicht minder bejubelt. als Mali Picon bejubelt wurde, die nicht bloß ihre Vorgängerin war, sondern auch ihr verehrtes Vorbild ist. Mit kindlicher Freude und mit ihrem .außerordentlichen Tlp:ater-. instinkt sucht sie es der Meisterin gleichzutnn und es gelingt ihr vortrefflich. Später natürlich, wenn sie reifer und selbständiger geworden ist, wird Cilli Bell eigene Wege gehen und — das darf man schon heute Voraussagen — ein heller Dühnenstern sein. Möge das Publikum indes ihren zvrten Organismus schonen und nicht so viele Wiederholungen und Zugaben von dem anmubigen, fröhlichen Geschöpft fordern, inögen ihre Angehörigen sie vor Uebcrarbeitnng schützen, vor allem aber davor, daß sie Dinge spricht, die sie hoffentlich noch nicht versteht. Ä. Bnrgichauspieler Baumgartner, das verdienstvolle Mitglied des Burgtheaters, - -beging in aller Stille und Zurückgezogenheit das seltsame Jubiläum der dreißigjährigen Zngchvrigkeit zum Burgtheater. Baumgartner ist nicht nur ein. trefflicher Episodist. der seine Figuren scharf konturiert, ein grwissenhusnr Darsteller, der die kleinste Rolle ernst nimmt», auch in größeren Partien erweist er nicht gewöhnliche Chavakterkunst und warnten Humor. Ganz hervorragend war er z>lnl Cxempel in Georg Kaisers Lustspiel „Die Sörrina"- als Kutscher Petrnscha, iwch. frisch in Erinnerung. Die Mischung von devoter llnterwürfigkeit und verständnisinniger,- . gutmütiger Berschnrihtheit,- eine echt russische Type. -Nicht dankbar ist. das Fach der Keinen und kleinsten Rollen, um die sich oft erste Künstler bemühen müssen^ Um sö dankba.rer ist. man dem Jubilar, daß er an so vielen Abendeil, wenn auch oft nur für Minuten,'uns'mit seiner'Kunst erfreute. Es sei ihm noch langes. Wirken in voller Rüstigkeit und Frische beschieden und uns gegönnt. Gerichtssaal. Die Verbrechen eines Postbeamten. In der. Nacht zum 6. Mar d. I. wurde der Gattin de» Wiener Rechtsanwaltes Dr. Arnold Boxer im Eisenbahn^ coüpe erster Klasse auf der'Fahrt von Bvuä a. d. Mur bi» Gloggnitz, während die Dame und ihr Gatte schliefen, eine lederne Handtasche, mit einem Perlenkollier, einen Platinring mit Brillanten, einen: Schlldkrotzigarettemtui °. und einer Handbörse mit 2220 Lire von einem heute noch unbekannten Täter gestohlen. Zwei Tage später, am 8. Mai, wurde nächst der Märienbrücke an der Ecke des Dianabades ein junger Mann von dem Kviminalbeamten Franz KonhLuser fest-, genommen, da er sich durch den Besitz wertvoller. Preziose< d>ie er Unbekannten zum Kaufe anbot, verdächtig gemacht hatte. Der Ungehaltene gab an, Joses Dimmel zu heißen. Die Wertsachen, ein Perlenkollier und ein Platinring mit Brillanten, wollte er zuerst von seiner Gattin, die sie angeblich von ihrer Mutter als Heiratsgut erhalten habe, zum Der-, kauf übernommen haben. Später verwickelte er sich in Widersprüche, die er nicht anfklären konnte. Es wurde fchgestellt, daß Dimmel,- ein Postoffizial, als solcher dem Postamt auf den: Franz Iosefsbahnhof zrrgeteilt sei, daß jedoch nirgend» gegen ihn etwas Nachteiliges vorliege. Schließlich wurde die Diebstahlsanzeige von Frau Boxer bei der Wiener Polizei erstattet. Der bei Dimmel Vorgefundene Schmuck wurde von der Advokatensgattin als ihr Eigentum reklamiert. Nun bequemte er sich zu einem umfassenden Geständnis. Er habe, als er am 7. Mai, also am Lage nach jenem Diebstahl, in den Dienst trat, auf seinem Schreibtisch unter den Retourbriefenei» großes blaues Kuvert ohne Adresse, ohne Marke und ohne Siempelaufdruck vorgefunden, in dem ein Perlenkollier und ein Brillantring aus Platin sich befanden. Er nahm da» Kuvert mitdem kostbaren Inhalt zu sich und wollte ihn. eben veräußern, als er festgerwmmen wurde.. Gestern stand Josef Dimmel vor einem Schöffensenat de» Landesgerichtes 2 unter dem Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr Uhlmann unter der Anklage des Verbrechens des Betruges und der Vemntreuung; des letzteren Delikt» hatte sich Dimmel, wie die vom Staatsanwalt Dr. Schromm vertretene Ankalge: berichtete, dadurch schuldig gemacht, daß er ans der Amtskasse einen Betrag von mehr als 12.000 Kronen für sich verwendete. Der Angeklagte, von Dr. H. Morgenstern verteidigt, bekannte sich schuldig und wurde nach Einvernahme mehrerer Zeugen zu einer schweren Kerkerstvafe in der Dauer von zehn'Monaten verurteilt. . Volkswirt. GdpeAp»M Kro«e —.VO7/8 Centimes. Auszahlung Wie« ----- —.00% Centimes. Rückgang -er Mark» Besserung der Tschechenkrvne. . Ln Zürich notierte die österreichische Krön? . . . 0.007« ( o.oov« am 4. Okt.) die österr. gestempelte Krone. o.oov, ( o.oov, am 4. OKt.) die tschechische Krone .... 17.85 (17.50 am 4. Okt.) die Mark......... 0.25 ( 0,27 am 4- Okt.) Agram.. . . 1.877, ( 1.927, am 4. Okt.) Sofia . . .... ... . 3.25 ( 3.25 am 4. Okt.) Budapest. 0.22 ( 0.21 V, am ■4. Okf.) Warichau..... ... 0.06 ( 0.06 am 4. Okt.) Die Dorkriegsschulden. ' Beitritt Italiens und Griechenlands zum Ausgleichsverfahren. Das heutige. Bundesgesetzblatt veröffentlicht eine Kundmachung des Bundesministeriums für Finanzen über das Clearing.von Borkriegsschulden, wonach außer der großbritannischen Regierung für den Bereich des vereinigten Königreiches, der britischen Kolonien und Protektorate mit Ausnahme Aegyptens, den Regierungen Frarckreichs und Belgiens, deren Beitcktt bereits Verlautbart wurde, noch die Regierungen Italiens und Griechenlands, im Sinne d^es Artikels 248, lit. c des Staatsvertrages von St.-Germain erklärt haben, daß sie dem P r ü f u n g su n d A u S g l e i ch s v e r fa h r e n nach Artikel 248 und seiner Anlage beigetreten.sind. Die Regelung der Schulden hat durch das Abrechnungsamt zu erfolgen. Soweit es die mit. Großbritannien. Frankreich und Belgien abgeschlossenen Borkriegsschuld'enübcreinkommen gestatten, können gütliche Vergleiche über Schulden von Oesterreichern au ehcnrals feindliche Gläubiger in diesen Staaten u n Mittelbar zwischen d e tt Parteien vereinbart werden. Budapester Wirrscha^tsLerrcht. Vom Korrespondenten der „Wiener Morgenzcitung". . ' Budape st, 30. September 1922. Tie Teuer trug steigt seit etwa drei Wochen int wildesten i Galopp, insbesondere die Pveisc der Lebensmittel und Kleibnugs- J artikel ragen/schön ins Phantastische. Als Grund kann kaum da» Bis 10. Oktober rein wolle Mantel- HO cm breit JMr.171 \ 3402 6459342^

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